Regenhosen sind ein unverzichtbarer Begleiter für Radfahrer, die sich von wechselhaftem Wetter nicht abschrecken lassen. Besonders praktisch für wärmere Tage oder sportliche Aktivitäten sind kurze Regenhosen. Dieser Artikel vergleicht verschiedene Modelle hinsichtlich ihrer Wasserdichtigkeit, ihres Komforts und ihrer Funktionalität.
Testkriterien und Auswahl
Die Auswahl der getesteten Regenhosen umfasst sowohl leichte Modelle für den Notfall als auch robuster ausgelegte Varianten, die eher von Anfang an getragen werden. Ein wichtiges Kriterium ist eine verstärkte Sitzfläche, da Schmutz und Sand auf dem Sattel die Membran und Beschichtung beschädigen können.
Testergebnisse im Detail
Im Labortest zur Wasserdichtigkeit konnten nicht alle Modelle überzeugen. Bei einigen drückten sich nach zwei Testwäschen Tropfen durch die Nähte. Hier eine Übersicht der getesteten Modelle:
1. Gorewear Endure Shorts
Die Gorewear Endure Shorts überzeugte im Test mit ihrer Wasserdichtigkeit. Das "Paclite Plus"-Material ist superleicht und klein verpackbar. Im Vergleich zur Endura-Short ist sie schlanker geschnitten. Verstärkte Sitzfläche und wasserdichte Verarbeitung sind weitere Pluspunkte. Aufgrund des hohen Preises eignet sie sich eher für den Transalp-Rucksack oder die Trikottasche.
2. Endura Hummvee Waterproof
Die Endura-Short reicht bis zur Kniescheibe und ist somit gut mit Protektoren kombinierbar. Sie ist das robusteste Modell im Test und eher für die ganze Tour gedacht. Leider drang bei 3000 Millimeter Wassersäule an einigen Nahtstellen Feuchtigkeit ein. Vor den Testwäschen war sie noch dicht.
3. Löffler 3/4 Bike Overpants WPM Pocket
Die Löffler-Short ist sehr leicht und lässt sich gut in Trikot oder Rucksack verstauen. Die teilbaren Hosenbeine erleichtern das Anziehen mit Schuhen. Die dünne Hose ist eher ein Nothelfer als eine Option für lange, schmutzige Strecken. An ihrer Wasserdichtigkeit gab es keine Zweifel.
4. Protective P-Seattle
Die Protective-Short ist die günstigste im Test und optional in Neongelb erhältlich. Das Material ist jedoch nicht sehr atmungsaktiv und erwies sich im Drucktest als stellenweise undicht. Nur die verstärkte Sitzfläche hielt das Wasser draußen.
5. Vaude Drop Short
Die Vaude Drop Short bietet ein geringes Gewicht, einen guten Schnitt und eine verstärkte Sitzfläche. Im Labortest überzeugte sie jedoch nicht vollständig: An kritischen Nähten drückte das Wasser durch.
Zusammenfassung der Testergebnisse
Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse der getesteten Regenhosen zusammen:
| Modell | Preis | Gewicht (M) | Extras | Wasserdichtigkeit |
|---|---|---|---|---|
| Gorewear Endure Shorts | 160 Euro | 131 Gramm | Verstautasche, Schlüsseltäschchen | Sehr gut |
| Endura Hummvee Waterproof | 90 Euro | 210 Gramm | Reißverschluss-Schubtaschen, Reflexmaterial | Befriedigend (undicht nach Wäsche) |
| Löffler 3/4 Bike Overpants WPM Pocket | 160 Euro | 130 Gramm | Klett-Beinabschluss, teilbare Beinnaht | Sehr gut |
| Protective P-Seattle | 60 Euro | 165 Gramm | Klett-Beinabschluss | Mangelhaft (stellenweise undicht) |
| Vaude Drop Short | 80 Euro | 115 Gramm (50) | Klett-Beinabschluss, Reflexmaterial | Befriedigend (undicht nach Wäsche) |
Weitere getestete Regenhosen
Neben den oben genannten Modellen wurden auch folgende Regenhosen getestet:
- Bontrager Evoke Stormshell Short
- Gore Bike Wear Power Trail GT AS Shorts
- Löffler Herren Bike-Shorts GTX Active
- Pearl Izumi MTB WxB Shorts
- Protective Rain Short Pant
- Sugoi RPM-X Waterproof Short
- Sweet Protection Mudride Shorts
- Vaude Me Tremalzo Rain Shorts
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Beim Kauf einer kurzen Regenhose sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
- Wasserdichtigkeit: Achten Sie auf eine hohe Wassersäule (mindestens 3000 mm, besser 5000 mm oder mehr).
- Material: Atmungsaktive Materialien verhindern übermäßiges Schwitzen.
- Passform: Die Hose sollte bequem sitzen und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken.
- Verstärkte Sitzfläche: Schützt vor Abrieb und erhöht die Lebensdauer.
- Packmaß: Eine kleine Packgröße ist ideal für Touren und Notfälle.
Reflektierende Elemente sind besonders bei Fahrten im Dunkeln wichtig. Auch die Möglichkeit, die Hosenbeine enger zu stellen, ist beim Radfahren von Vorteil.
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