Die Geschichte von Rose Bikes beginnt mit einem kleinen Fahrradladen und einer großen Leidenschaft für Mobilität - selbst wenn im Winter zunächst Nähmaschinen statt Fahrräder über die Ladentheke gingen. Seit den 1930er Jahren hat sich viel getan: Vom Versandhandel in den 1980ern bis hin zur Eigenproduktion ab 2011 hat sich Rose zu einem modernen Omnichannel-Händler entwickelt. Ob Citybike, E-Bike oder das derzeit besonders gefragte Gravelbike für Abenteuer abseits des Asphalts: Rose bedient die ganze Bandbreite. Heute steht der Name für durchdachtes Design, hochwertige Technik - und für Fahrradtypen, die genau auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer zugeschnitten sind.
IMTEST hat fünf Modelle getestet - hier kommt der Überblick.
Gravelbike im Test: Rose Backroad GRX RX 820 1×12 überzeugt mit Leichtbau und Vielseitigkeit
Das Rose Backroad GRX RX 820 1×12 ist ein reines Gravelbike ohne E-Antrieb - und richtet sich an sportlich orientierte Radfahrer, die Geschwindigkeit und Vielseitigkeit schätzen. Mit einem Gewicht von nur 9,1 kg dank leichtem Carbonrahmen eignet es sich ideal für schnelle Touren auf Schotter und Asphalt.
Besonders positiv fällt die hochwertige Ausstattung auf: Die Shimano GRX 1×12-Schaltung sorgt für präzises Schalten im Gelände, während kraftvolle Scheibenbremsen (IMTEST-Testnote 2,0) auch bei anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig greifen. Praktisch: Das Gravelbike verfügt über zahlreiche Montagepunkte für Bikepacking-Equipment. Auf Asphalt überzeugt das Backroad mit einem schnellen Fahrverhalten. Auf Kopfsteinpflaster hingegen zeigt sich ein Nachteil: Die recht direkte Rahmengeometrie führt zu einem spürbar ruppigen Fahrgefühl. Außerdem kann das zulässige Gesamtgewicht von 110 kg bei beladenen Touren zur Einschränkung werden.
PRO umfangreiche Backpacking-Möglichkeiten, cooler Look
KONTRA etwas zu raues und steifes Fahrgefühl, Lenkerhaltung gewöhnungsbedürftig, zu geringes zulässiges Gesamtgewicht
Imtest Ergebnis: befriedigend 2,6
Rose Bonero Plus 2: Leichtes Hardtail-E-MTB
Das Rose Bonero Plus 2 ist ein leichtes E-Hardtail-Mountainbike mit Carbonrahmen und einem unauffälligen TQ-Light-Assist-Motor, der für ein natürliches Fahrgefühl sorgt. Mit nur 16,7 kg gehört es zu den leichtesten E-MTBs und bietet trotz des geringeren Drehmoments von 50 Nm ausreichend Unterstützung für steile Anstiege. Die 29-Zoll-Räder mit breiten Reifen und die 140-mm-Federgabel gewährleisten Stabilität und Komfort auf jedem Untergrund.
Das minimalistische Display im Oberrohr zeigt die wichtigsten Fahrdaten, während die Unterstützungsstufen über ein kleines Remote-Panel gesteuert werden. Für längere Touren kann ein zusätzlicher externer Akku montiert werden, und per TQ-App sind individuelle Anpassungen möglich. Durch sein geringes Gewicht erhält das Bonero Plus 2 ein äußerst natürliches Fahrgefühl.
Fahrspaß im Gelände: Rose Root Miller Plus 3
Das Root Miller Plus 3 ist ein vollgefedertes Mountainbike, das sich idealerweise für Offroad-Fahrten, steile Trails mit Wurzelpassagen und unwegsames Gelände eignet. Im Test überzeugte es mit der besten Gesamtabstimmung, insbesondere dank des sensiblen Rock Shox-Fahrwerks und der griffigen Reifen. Der zuverlässige Bosch-Performance Line CX-Antrieb mit 85 Newtonmetern, kraftvolle Bremsen, die ergonomischen Griffe und der Sattel bieten Komfort sowie Sicherheit, auch auf längeren Touren. Das Mullet-Laufrad-Setup verleiht dem Bike zusätzliche Verspieltheit auf dem Trail, während das ältere Bosch Purion-Display etwas aus der Zeit gefallen wirkt.
Im Fully-Vergleichstest landet das Rose Root Miller Plus 3 auf dem zweiten Platz.
PRO Das E-Bike erreichte einen Unterstützungsfaktor von 3,8 und eine Geschwindigkeit von 22,1 Stundenkilometern bei sechs-prozentiger Steigung und lag damit vor allen anderen Rädern.
KONTRA Das Display wirkt etwas altertümlich im Gegensatz zum Rest des schicken E-Mountainbikes.
Imtest Ergebnis: gut 2,2
Rose Mayor Plus 3: Trekking-E-Bike für Alltag und Touren
Das Mayor Plus 3 Trekking ist ein vielseitiges E-Bike mit starkem Bosch Performance Line CX Motor (85 Newtonmeter) und einer 750-Wattstunden-Batterie für große Reichweiten. Die Enviolo-Automatikschaltung in Kombination mit dem wartungsfreien Gates Carbon Riemenantrieb sorgt für ein entspanntes Fahrerlebnis ohne Schaltstress. Des Weiteren gehören Shimano-BR-M8120 Scheibenbremsen, breite Continental eContact Plus Reifen und eine Suntour Mobie 34-Federgabel mit 100 Millimeter Federweg zur Ausstattung.
Mit bis zu 150 kg Systemgewicht eignet sich das Bike auch für längere Touren mit Gepäck. Das Mayor Plus 3 ist ein optimales Rad für lange Touren. Dabei überzeugte es vor allem mit einem sehr guten Fahrkomfort, einer sehr hohen, im Labor gemessenen Reichweite (84,2 Kilometer) sowie sehr guten Bremsergebnissen.
PRO sehr hohe Reichweite und sehr gute Bremsergebnisse
KONTRA mit über 30 Kilogramm recht schwer
Imtest Ergebnis: gut 2,0
Schlankes City-E-Bike Sneak Plus EQ
Das Rose Sneak Plus EQ ist ein schlankes Urban-E-Bike mit nahtloser Verarbeitung und sportlichem Antritt. Schlicht und wie aus einem Guss setzt Rose statt eines Displays auf den sogenannten iWoc-One-Knopf am Rahmen zur Steuerung. Die Farbcodierung zeigt die aktuelle Unterstützungsstufe an, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mit nur 15 kg ist es sehr leicht und fährt sich daher fast wie ein normales Rad. Bei den Tests im Labor schaffte der 40-Newtonmeter-starke Mahle-Hinterradnabenmotor bei der simulierten Bergfahrt nur eine Geschwindigkeit von 16,6 km/h. Der Akku reichte bei voller Unterstützung für etwa 32 Kilometer, was eher für den Stadtverkehr als für lange Touren geeignet ist.
Insgesamt ist es eine stilvolle, minimalistische Wahl für urbane Pendler, die ein leichtes und schlichtes E-Bike suchen. Im Test belegte es Platz 7.
PRO Leicht, schick und sportlich - ein tolles Urban-E-Bike
KONTRA es fehlen Ständer, Gepäckträger und Klingel
Imtest Ergebnis: befriedigend 2,9
Rose Sneak 3 EQ: Urbanes Fahrvergnügen mit automatischer Schaltung
Wenn man keine Lust mehr hat, die Hälfte seiner Zeit im Auto in der Rushhour zu verbringen, sollte man alternative Mobilitätslösungen in Betracht ziehen. Entgegen dem ehemaligen Anspruch des minimalistischen ROSE SNEAK+ vor ein paar Jahren - damals mit nur einem Gang und Riemen - setzt ROSE bei seinem neuesten Wurf auf etwas mehr: Minimalismus, smarte Technologie und maximale Leichtigkeit. Damit wirbt ROSE für die neue Ausstattungsvariante des SNEAK 3.
Mit dem neuen Shimano Q’AUTO-System will ROSE Vorreiter in Sachen urbaner Mobilität sein. Denn das SNEAK ist nicht nur mit Schutzblechen und einem Ständer ausgestattet, sondern auch mit einer automatischen Schaltung und einer Lichtanlage, die beide vollständig ohne Akkus auskommen. Die Antwort ist so simpel wie clever: Ein unauffällig in der hinteren Nabe integrierter Dynamo erzeugt die nötige Energie während der Fahrt - ganz automatisch. Und das geschieht vollständig im Hintergrund , als Fahrer merkt man davon nichts.
Mithilfe von Trittfrequenz-, Lage- und Geschwindigkeitssensoren wählt das System automatisch den richtigen Gang - und passt sich durch KI-gestütztes Lernen immer besser dem eigenen Fahrstil an. Das Shimano Q´AUTO-System basiert auf einer Shimano Di2 CUES-Schaltgruppe mit 1×11-Antrieb, sprich: Es stehen elf Gänge zur Verfügung, die automatisch oder auch manuell geschaltet werden. Wie ein Tanzpartner, der mit der Zeit deine Schritte kennt, weiß das ROSE SNEAK 3 EQ, was für einen Gang du gerade brauchst. Laut Shimano kann das System schon nach etwa 6 km erste Muster erkennen und anwenden.
Und wer keine Lust auf Automatik hat, kann den Automatik-Modus jederzeit deaktivieren: Einfach den dritten Knopf am Schalthebel drücken, und das System wechselt in den manuellen Modus. Mit einem kurzen Druck auf den kleinen Knopf am Schaltwerk lässt sich der aktuelle Modus anzeigen. Die aufblinkende LED zeigt, in welchem Modus man sich befindet: Einmal blinken = Modus 1, zweimal = Modus 2, dreimal = Modus 3.
Abgesehen von der Automatikschaltung bleibt das ROSE SNEAK 3 EQ eher dezent. Die Formensprache ist schlank und das Cockpit ist aufgeräumt. Bei der Farbauswahl überlässt euch ROSE beim Diamantrahmen (erhältlich in den Größen S-XL) die Wahl zwischen einem unauffälligen Grauton namens „Chalk“ und unserer getesteten Variante „Faded Denim“. Beide Versionen bauen auf einem Aluminiumrahmen mit Carbongabel auf und verfügen über eine vollständig integrierte Lichtanlage. Das Frontlicht sitzt direkt neben dem Vorbau im Lenker integriert, das Rücklicht ist im hinteren Schutzblech verbaut - allerdings recht tief, sodass es in der Stadt von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen werden kann. Die Lichter sind immer an und werden - genau wie die Automatikschaltung - über Nabendynamos mit Strom versorgt.
Der Gepäckträger trägt bis zu 16 kg - jeweils 8 kg pro Seite - und ist damit für den Wocheneinkauf geeignet. Das zulässige Gesamtgewicht des Bikes beträgt übrigens 130 kg. Zieht man die rund 14 kg Gewicht des Bikes ab, bleiben für Fahrer samt Equipment und Gepäck 116 kg. Zusätzlich sind im Rahmendreieck - Unterrohr, Sitzrohr und unterhalb des Oberrohrs - drei Anschraubpunkte vorhanden. Damit ist man für längere Touren gewappnet - also nicht nur für den 10 Minuten langen Arbeitsweg am Morgen.
ROSE SNEAK 3 EQ
- Ausstattung:
- Sattelstütze ROSE Race Attack
- Bremsen Shimano Zwei-Kolben-Bremse 180/180 mm
- Schaltung Shimano CUES Q’AUTO 1x11
- Vorbau Aluminium 110 mm
- Lenker Aluminium 640 mm
- Laufradsatz Aluminium 29"
- Reifen Continental Ride City 42
- Technische Daten:
- Größe S, M, L, XL
- Gewicht 14,26 kg
- Zul. Gesamtgewicht (zGG) 130 kg
Was die Sitzposition angeht, ist man vom Komfort einer Walter-Knoll-Couch hier weit entfernt. Wer aufs SNEAK steigt, nimmt in gestreckter, sportlicher Position Platz. Komfort-Gimmicks wie eine absenkbare Sattelstütze oder ein winkelverstellbarer Vorbau? Fehlanzeige. Lediglich ergonomische Griffe sind verbaut - sie stützen die Handgelenke etwas, was besonders beim täglichen Pendeln angenehm ist. Dank dreier Anschraubpunkte lässt sich das ROSE SNEAK 3 EQ mit Taschen und Zubehör aufrüsten. Wer die sportliche Sitzposition mag, kann damit problemlos auch mal eine Wochenendtour ins Grüne bestreiten.
Im Großstadt-Alltag zeigt das ROSE SNEAK 3 EQ, was es kann. Zwischen Baustellen, Verkehrsinseln und Fußgängerzonen lässt es sich direkt und präzise manövrieren. Dabei wirkt die Lenkung erst etwas nervös, doch nach kurzer Eingewöhnung bekommt man das leichtfüßige Handling gut in den Griff. Was die Shimano Q´AUTO Automatikschaltung angeht, spürt man auf den ersten Metern, egal ob flach oder ansteigend, dass das System noch etwas zögerlich agiert. Aber - und jetzt kommt der spannende Teil - je länger man mit dem ROSE SNEAK 3 EQ unterwegs ist, desto besser funktioniert’s. Wir haben nicht mit der Stoppuhr gemessen, aber schon nach gefühlt 30 Minuten Stadtfahrt läuft das System fast wie von selbst. Man denkt kaum noch ans Schalten - es passiert einfach. Und wer doch mal eingreifen will? Kein Problem: Mit einem kleinen Schaltimpuls am Hebel überstimmt man die Automatik - zum Beispiel am Berg oder beim Ampelsprint. So hat man im Zweifel immer die Kontrolle.
In Kombination mit der Always-on-Lichtanlage wird das Bike zum unkomplizierten Alltagsgefährten, der immer einsatzbereit ist. Das Bike eignet sich sehr gut für Pendler, die täglich kurze bis mittellange Strecken in urbaner Umgebung zurücklegen - egal ob zur Uni, ins Büro oder zum Co-Working-Space. Quasi für jeden, der ein wartungsarmes, zuverlässiges und stylishes Rad für die Stadt sucht. Oder eben für alle, die ihr Bike regelmäßig in U-Bahn, Fahrstuhl oder Wohnung tragen müssen - die 14,26 kg sind hier leicht zu händeln.
Rose Hobo Deore: Knallige Farben und urbanes Design
Angelehnt an die bei Radkurieren und besonders bei jungen „Intellektuellen“ beliebten alten Rennradrahmen der 80er kommt das Rad sehr clean, aber mit knalligen Farben daher. Gebrochen wird der Look durch den massiven Frontträger, der allerdings Zubehör und nicht Serie ist. Das Rad macht so an der Ampel schon Eindruck. Das Hobo gibt es tatsächlich mit einer funkgesteuerten, elektronischen Schaltung. Das hat weniger greifbare Bedienungsvorteile, ist aber einfach ein Statement, eine so moderne Schaltung an ein eher clean und simpel aufgebautes Rad zu schrauben.
Und so wie das Hobo daherkommt, könnte es aussehen, wenn Produktmanager mal freie Hand bekommen. Die kontrastierende Farbgebung ist dabei nur die Kirsche auf der Sahne. Wer es nicht mag, es gibt alle Hobos auch in „gedeckterer“ Kombi. Den allermeisten Testern und Passanten gefiel aber gerade die frische, knallige Farbe, zumindest auf den zweiten Blick.
Rose Hobo Deore: Technische Daten und Eigenschaften
- Preis: 1.449 Euro (aktuell reduziert erhältlich)
- Gewicht: 13,2 kg (inkl. Träger)
- Rahmen: Stahlrahmen mit Alugabel, Oversize Steuersatz, Gewinde für Frontträger, Lowrider-Ösen
- Antrieb: Shimano Deore 1 x 10 Kettenschaltung
- Bremsen: Tektro Hobo hydraulische Scheibenbremsen 180 / 180 mm Scheiben
- Reifen: WTB Byway, 650 x 47 mm
- Besonderheiten / Zubehör: 4 Paar Flaschenhaltergewinde, Echtleser-Sattel
Wegen der üppigen Maße der Front, insbesondere des Lenkers, könnte das Rose Hobo eher die Vorstädte erobern als enge Zentren.
Weitere getestete Rose Modelle:
- Rose Backroad AL EQ
- Rose Backroad FF
- Rose Bonero Plus
- Rose Reveal AL-Rennrad
- Rose X-Lite 06 Ultegra Di2
- Rose XLite 06 Force AXS
E-Bike Grundlagen: Was Sie vor dem Kauf wissen sollten
E-Bikes, auch Pedelecs genannt, bieten ein völlig neues Radfahr-Erlebnis. EBike fahren ist wie Radfahren mit Rückenwind: Mit ein paar Pedalumdrehungen bist du auf Geschwindigkeit und kannst sie über weite Strecken mühelos halten - selbst bergauf oder im Gelände. Ein akkubetriebener Hilfsmotor analysiert deine Pedalkraft und verstärkt sie um einen bestimmten Faktor, je nach gewählter Unterstützungsstufe. Die meisten modernen E-Bikes lassen sich in zwei Klassen unterteilen: die führenden Pedelecs und die in Deutschland noch seltenen S-Pedelecs, auch Speed Pedelecs genannt. Rein technisch unterscheiden sie sich lediglich in der Höchstgeschwindigkeit, ab der die Motorunterstützung aussetzt und du nur noch mit Muskelkraft schneller wirst.
E Bike fahren macht nicht nur Spaß, sondern bietet auch ganz neue Möglichkeiten. So sattelst du häufiger aufs Rad um und tust dir und der Umwelt etwas Gutes. Für viele Menschen überwiegen die Vorteile eines Elektro-Bikes. Das Gewicht relativiert sich, da viele E-Bikes über Schiebehilfen verfügen. Und lässt du das Auto häufiger stehen, sind die Mehrkosten schnell eingespielt.
Gemütlich durch die City, entspannt zur Arbeit oder raus in die Natur: EBikes sind so vielseitig wie normale Räder. Wie bei Bio-Bikes gibt es jedoch Spezialisten für jede Disziplin. Welches Elektro Bike zu dir passt, richtet sich vor allem nach dem Anwendungszweck. Wichtig: Die Anwendungsbereiche variieren je nach Modell. Motor, Reifen, Schaltgruppen oder Schutzbleche beeinflussen etwa das Gesamtgewicht und die Geländegängigkeit des Elektro Bikes. So ist z. B. das Mayor Plus in der SUV-Variante geländegängiger, das Trekking-Modell eher für den Allroad-Einsatz konzipiert.
Ja, mit E-Bikes kannst du definitiv Sport treiben. Pedelecs fahren nicht von allein, sie unterstützen nur deine Tretbewegung - und das mehr oder weniger, je nach gewählter Unterstützungsstufe. Bergab und in der Ebene kannst du sogar ganz auf den Motor verzichten. Besonders nützlich sind E-Bikes, wenn du deine Fitness steigern möchtest, aber noch nicht die Kondition für lange oder steile Strecken hast. Mit dem E Bike geht genau das - was wiederum die Motivation zum Fahren steigert. Du kannst unabhängig von der Strecke in deinem Wohlfühlbereich bleiben. E-Bikes halten dich in deinem Training flexibel und sind somit für alle Fitnesslevel geeignet - selbst wenn Gesundheit oder Alter keine intensiven Aktivitäten erlauben.
Die Kraft eines EBike-Motors wird in Newtonmeter (Nm) angegeben, die Akkukapazität in Wattstunden (Wh). Vereinfacht gesagt kannst du mit einem stärkeren Motor steilere Anstiege bewältigen - oder du kommst den gleichen Berg mit weniger Kraft hoch. Die Größe des Akkus bestimmt dagegen die mögliche Streckenlänge. Wichtig: Ein stärkerer Motor verbraucht auch mehr Energie und erfordert somit einen größeren Akku.
In hügeligen oder bergigen Gebieten solltest du folglich einen größeren Motor/Akku wählen als im Flachland. Bei sportlichen Rädern kann auch weniger Power (und damit Gewicht) sinnvoll sein. Ein komfortables, geländegängiges E-Trekkingbike wie das Mayor Plus SUV kommt daher mit starkem 85 Nm Mittelmotor und 750 Wh Akku, während ein Stadtflitzer wie das Sneak Plus mit einem 40 Nm Nabenmotor und 250 Wh Akku auskommt.
E-Bike-Akkus: Tipps zu Lagerung und Pflege
Ein E-Bike-Akku hält in der Regel zwischen 500 und 1.000 Ladezyklen, bevor er unter 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität fällt. Das entspricht etwa 2 bis 5 Jahren regelmäßiger Nutzung. Auch für die Batterie des E-Bikes gilt eine Garantie von 2 Jahren ab Kaufdatum. Dazu kommen noch Einbaukosten, die vom Rahmen bzw. dem verwendeten System abhängen. Befindet sich der Akku hinter einer Abdeckung, ist der Wechsel meist in wenigen Minuten erledigt.
Moderne Lithium-Ionen-Akkus weisen eine geringe Selbstentladung auf, die jedoch von Faktoren wie der Umgebungstemperatur oder Luftfeuchtigkeit abhängig ist. Bei Raumtemperatur verliert ein E-Bike-Akku in der Regel nur 2-4 Prozent seiner Ladung pro Monat. Bei ungünstigen Bedingungen wie Kälte oder Hitze kann die Entladung aber höher ausfallen.
Auch beim E-Bike-Akku ist eine Tiefenentladung möglich, welche die Akkuzellen irreparabel schädigen kann. Im Betrieb verhindert dies das Batteriemanagement. Wird der Akku jedoch leer gelagert, kann er durch seine Selbstentladung in die Tiefenentladung rutschen. Willst du also dein EBike über mehrere Wochen oder Monate nicht verwenden, solltest du vorher den Akku aufladen. Am besten auf 40-60 Prozent (2-3 Ladebalken), denn Ladestände unter 20 und über 80 Prozent mögen Li-Ion-Akkus nicht - erst recht nicht über einen längeren Zeitraum.
Starke Hitze, Kälte, Nässe oder hohe Luftfeuchtigkeit tun deinem Rad und speziell dem Akku ebenfalls nicht gut. Eine Verwahrung im Keller oder der Garage ist daher ratsam. Ist der Akku entnehmbar, sollte er vor dauerhaften Temperaturen unter 5 Grad geschützt werden.
Bei vielen E-Bikes hast du über eine Abdeckung im Unterrohr schnellen Zugriff auf den Akku, so etwa bei den meisten Bosch-Systemen. Hier ist der Akkutausch auch mit geringen Kenntnissen durchführbar und im Handbuch des Bikes beschrieben. Bei schlankeren E-Bikes kann ein Wechsel hingegen den Ausbau des Motors oder Tretlagers erfordern.
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