Eine längere Radtour will gut durchdacht sein. Die richtige Vorbereitung und anforderungsgerechte Planung entscheidet über den Erfolg Ihrer Radreise.
Die richtige Planung
Der Planungsbeginn hängt vor allem von der Art und Länge der Tour ab. Für Touren bis zu 1 Woche fange ich meist 2 Tage vorher an, mir Gedanken zu machen wie die Strecke aussehen soll und was ich so einpacke. Viel Vorbereitung braucht es bei diesen kurzen Touren also nicht. Wenn ich größere Touren vorhabe, dann beginne ich meist 6 Monate vorher mit einer ersten Planung, was Ziel und ungefähre Route angeht. Dann fange ich meist an, die Anreise zu recherchieren und die Route genauer zu vermessen, um die benötigte Zeit zu planen.
1. Zielsetzung: Wohin soll es gehen?
Die Überlegung, wo es denn hingehen soll, steht natürlich an erster Stelle. Unterschiedliche Regionen bergen verschiedene Herausforderungen. Die Wahl der geeigneten Strecke wird daher von Faktoren wie der eigenen Fitness oder der Ihrer Mitfahrer und der Tauglichkeit Ihres Rades bei entsprechenden Fahrbahnunterlagen beeinflusst. Egal wohin die Reise geht: Infomieren Sie sich im Vorfeld über die Eignung für Fahrradfahrer. Vor allem bei Touren mit Kindern sollten Sie darauf achten, dass Radwege vorhanden sind oder die Route durch verkehrsberuhigte Bereiche führt.
Oft gibt es nur die eine Route, aber ich schaue schon, dass es nach Möglichkeit nicht an großen Hauptstraßen entlanggeht, sondern mehr durchs Land. Natürlich erfolgt die Routenplanung nicht nur für die reine Verbindung von A nach B. Vor allem bei mehrtägigen Radreisen entscheidet die Etappenlänge über die Wahl entsprechender Rastmöglichkeiten und Unterbringungen. Ziele sollten entsprechend der persönlichen Tagesleistung an den Streckenverlauf angepasst werden.
Die Etappenlänge hängt dabei ganz von der Erfahrung und der Motivation ab. Gedanken zu den Etappenzielen mache ich meist direkt am Tag selber. Natürlich gibt es immer Highlights, bei denen ich länger bleibe und entsprechend versuche, diese als Zwischenziele einzuplanen. Meine Fahrzeiten plane ich in Tageskilometern. Das sind je nach Wegbeschaffenheit und Gelände zwischen 80 und 130 km pro Tag. Egal, wo es Sie hin verschlägt, eine gute Navigation ist ausschlaggebend für den Erfolg und die Freude an der Fahrt. Egal ob Papierkarte, oder übers Smartphone.
2. Flexibilität bewahren
Ein Problem der langfristigen Planungen einer Radtour sind häufig unzureichende Wettervoraussagen. Unerwartete Regenfälle oder langanhaltende Regenperioden können Ihre Pläne schnell vereiteln. Vor allem Schön-Wetter-Radler sollten sich für diese Fälle einen Plan B zurechtlegen.
Regen und Schnee sind für mich kein Grund, nicht zu fahren. Es ist dann einfach anders. Heftiger Sturm sorgt maximal für mehr Pausen oder den vorzeitigen Feierabend. Auf Island habe ich dann schon mal mittags Schluss gemacht und gewartet, bis das Wetter sich wieder beruhigt hat. Vorbereiten können Sie sich nur, indem Sie bei der Reiseplanung in etwas wettertechnisch wildere Gegenden einen entsprechenden zeitlichen Puffer einbauen.
3. Pausen und Erholung
Pausentage ermöglichen den Radfahrern das Tanken neuer Energie und bilden die Brücke zwischen der sportlicheren Betätigung und der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und kulturellen Highlights einer Reise. Die Herausforderung besteht darin, auch bei kurzer Rast einen optimalen Ausgleich zwischen Erholung und Erlebnis zu schaffen.
Ich plane meine Pausen nicht, sondern mache sie dann, wenn mir danach ist. Das ist individuell und vielfach gibt der Körper vor, wie eine Pause am besten zu gestalten ist. Eine Radtour ist ja nicht unbedingt anstrengend. Es ist ja kein Wettrennen, sondern ein Touren. Das ist mal anstrengend und mal nicht. Ausgedehntere Pausen nutze ich, um Sehenswürdigkeiten anzusehen, meine Vorräte aufzufüllen, meine Sachen zu waschen, das Rad und die Ausrüstung zu checken und ein wenig im Internet zu surfen.
4. Übernachtungsmöglichkeiten
Damit Sie bei Einbruch der Dämmerung nicht erst mühevoll eine geeignete Herberge suchen müssen und eventuell überteuerte Preise bezahlen, sollten Sie die Anzahl und Dauer Ihrer Übernachtungen im Vorfeld gründlich planen und entsprechende Hotelangebote oder Zeltplätze heraussuchen und vergleichen.
Zu 90% zelte ich. Entweder wild oder auf Campingplätzen. Die anderen 10% verbringe ich in Hostels. Es gibt Länder, wo sich zelten nicht anbietet, aber wo es billige Zimmer für 5 Dollar gibt.
5. Die richtige Kleidung
Auch beim Fahrradfahren bietet sich das Zwiebelschalenprinzip an, bei dem einzelne Kleidungsstück den Witterungen entsprechend an- oder ausgezogen werden. Dünne Funktionsunterwäsche transportiert Feuchtigkeit schnell ab und sorgt dafür, dass Sie beim Schwitzen nicht zu frieren anfangen. Je nach Temperatur folgen ein- oder mehrere Lagen Oberbekleidung, wie Trikot, T-Shirt, oder dünne Pullover. Als oberste Lage empfiehlt sich eine Jacke aus einem wasserabweisendem, atmungsaktiven Material, die sie sowohl vor Wind als auch vor Regen schützt. Dank unseres Online-Produktkonfigurators können Sie im Handumdrehen Ihr individuelles und professionelles Radtrikot selbst gestalten.
6. Gepäck und Gewichtsverteilung
Die Länge der Radtour entscheidet darüber, wie viele Taschen Sie mitnehmen sollten. Reicht bei einem Tagesausflug ein einfacher Rucksack, sollten Sie entsprechend aufrüsten, wenn Sie eine mehrtägige Radtour planen. Bewährt hat sie die Kombination aus Satteltaschen und Lenkertasche. Die richtige Gewichtsverteilung ist dabei entscheidend für den Fahrkomfort.
Schwerere Sachen eher nach unten in die Taschen. Egal wie erfahren Sie in der Planung und Vorbereitung längerer Radtouren sind, auch Profis sollten sich vor Fahrantritt noch einmal Gedanken zum benötigten Reisegepäck machen. Bei Gruppen-Radtouren kann das Gepäck entsprechend aufgeteilt werden und jeder Fahrer seinen Teil für die Verpflegung der Gruppe beitragen.
7. Packliste
Ich habe für jede Tour eine eigene Packliste. Auch wenn ich eigentlich weiß, was ich mitnehme, gehört es doch zur Vorbereitung, eine solche Liste anzufertigen und dann abzuarbeiten. Alles, was ich auf Tour mitnehme, hat sich im Laufe der Jahre optimiert. Ich fahre mit ca. 15 kg Gepäck ohne Essen und Wasser auch große Touren. Neu an Bord ist ein Kocher, den ich aber eher als Luxusgegenstand betrachte und eigentlich nicht wirklich unterwegs brauche. Mit dabei ist immer mein Leatherman Tool, welches ich mir 1998 auf meiner Tour von Deutschland nach Indien in Kathmandu gekauft habe. Zudem begleitet mich seit fast 20 Jahren auch ein Essbrettchen, welches zwar schon arg mitgenommen ist, aber immer noch gute Dienste leistet. Und natürlich ist immer mein Tourbuch dabei. Ich schreibe dort noch immer meine Erlebnisse des Tages hinein und mache mir Notizen für Artikel oder zu bestimmten Bildern.
Auf seinem Blog hat Martin Moschek die detaillierten Packlisten seiner Kaukasus, Island und Ostafrikatour veröffentlicht.
8. Fahrradcheck
Zur essentiellen Vorbereitung einer Radtour - ganz egal von welcher Länge - zählt der Fahrradcheck. Was Ihnen auf dem Weg zum Bahnhof kaum auffällt, kann auf der Dauer einer mehrstündigen Radtour wertvolle Kräfte zehren, die unzureichende Sicherheit Ihres Rads gefährdet Sie und andere. Schleifende Bremsen, schlecht geölte Ketten oder ein falsch eingestellter Sattel sollten im Vorfeld repariert und angepasst werden- die Funktionalitäts- und Sicherheitsprüfung vor Fahrantritt spart Kraft und Nerven. Wollen Sie auf Nummer sichergehen, bringen Sie ihr Rad zum Fachmann in die nächste Werkstatt.
Tourenvorschläge für 5 Tage
Hier sind einige Vorschläge für 5-tägige Radtouren in Deutschland:
Rheinradweg
Der Rheinradweg hat eine Länge von etwa 1500 Kilometern und kann in fünf mehrtägige Teilstrecken gegliedert werden. Nachfolgend werden die fünf Abschnitte des Rheinradweges vorgestellt, die alle annähernd die gleiche Länge haben und eine sinnvolle Einteilung der Distanzen ergeben und somit bei der Planung und der Auswahl des Kartenmaterials sicherlich hilfreich sind.
Erste Etappe: Andermatt nach Konstanz
Die Reise entlang des Rheins mit dem Rad beginnt in der Schweiz. Die erste Etappe auf dem Rheinradweg verläuft von Andermatt in der Schweiz nach Konstanz in Baden-Württemberg, Deutschland. Die Tour ist 241 Kilometer lang und ihr Verlauf vor allem während der ersten Streckenhälfte in der Zentralschweiz sehr anspruchsvoll. Geübte Radler können die 241 km im Verlauf des Rheins in fünf bis sechs Tagesetappen bewältigen.
In mehr als 1400 Höhenmeter gelegenen Andermatt unweit des Gotthardpasses geht die große Reise auf der Rhein-Route los. Und gleich der erste Abschnitt in den Schweizer Alpen hat es in sich: es wartet der elf km lange Anstieg auf den über 2000 Meter hohen Oberalppass. Am zweiten Tag steht die Etappe nach Chur auf dem Programm, die 66 km lang ist und vor allem zwischen Ilanz und Tamins noch einige knackige Anstiege enthält. Danach wird das Radeln entlang des Stroms entspannter.
Immer mit Blick auf das Seeufer, bringt die Beschilderung die Radfahrer durch das Rheindelta zurück nach Deutschland - 36 km wundervolle Landschaft auf dem Weg in das sehenswerte Konstanz. Die Region des Bodensee-Deltas ist, mit seinen Anreinerstaaten Schweiz, Deutschland und Österreich (Vorarlberg) und einem gut ausgebauten Radwegenetz, ein guter Ausgangspunkt für abwechslungsreiche und faszinierende Tagestouren. Auch die Bodensee-Insel Reichenau mit seiner grünen Pappel-Allee ist sehenswert. Sie ist durch einen Damm an den Verkehr angeschlossen Auch der gemütlichen Ort Lindau im Westen lockt mit seinen vielen romantische Gassen.
Zweite Etappe: Am Hochrhein nach Basel und Freiburg
Die zweite Etappe auf dem Rheinradweg führt am Hochrhein nach Basel und von dort bis in die südbadische Metropole Freiburg. Die Strecke umfasst rund 270 km und lässt sich bequem in etwas weniger als einer Woche erradeln.
Am ersten Tag geht es nach Schaffhausen, das nur vier km oberhalb des berühmten Rheinfalls liegt. Wer denkt, der Rheinfall ist “einfach nur” groß, der täuscht - denn er ist mit ca. 135m Breite tatsächlich der größte Wasserfall in Europa und somit ein absolutes Highlight der Strecke. Nach einem lohnendem Aufenthalt am Rheinfall führt der nächste 50 kilometer lange Abschnitt auch über Nebenstraßen in das sehenswerte Stein am Rhein - ein kleiner Bummel durch die City ist hier ein Muss. Am zweiten Etappentag wird ins 50 km entfernte Waldshut geradelt, der Ort ist gut ausgeschildert. Am dritten Tag auf dem Rheinradweg geht es von Waldshut in das 40 km entfernte Rheinfelden. Am nächsten Tag heißt es Abschied nehmen vom Hochrhein und von Basel. Weiter geht es ins 50 km entfernte Badenweiler, ein wirklich reizvolles Etappenziel im südlichen Schwarzwald.
Dritte Etappe: Von Freiburg über Mannheim nach Mainz
Die dritte Teilstrecke auf dem Rheinradweg: rund 370 km über Mannheim bis nach Mainz. In sechs Tagen kann diese Strecke bewältigt werden und es bleibt genügend Zeit für Besichtigungen. Das erste Teilstück vom Rheinradweg in Deutschland: 45km von Freiburg zum Kaiserstuhl. Ein Abstecher nach Neuf-Brisach (Frankreich) mit seinen sehenswerten Festungsanlagen ist lohnenswert.
Vom Kaiserstuhl folgt man schließlich wieder dem Flussfufer nach Kehl oder Straßburg, das nach etwa 70 km erreicht ist. Ein Spaziergang und eine Pause im Gasthaus im historischen Straßburg mit seinem Münster darf dabei nicht fehlen. Am dritten Tag geht die Fahrt über Rastatt ins 65 km entfernte Karlsruhe mit seinem sehenswerten Barockschloss. Einen Tag später steht die Fahrt nach Speyer auf dem Tourenplan, das nach rund 50km erreicht ist. In Germersheim kann man sich über die Geschichte der königlich-bayrischen Festungsanlagen informieren. Nach weiteren 45km erreicht man Worms. Auch Worms besitzt einen sehenswerten Dom und ist zudem als Nibelungenstadt bekannt.
Vierte Etappe: Von Mainz nach Köln
Ein Klassiker unter den Radwegen ist die Strecke von Mainz in das knapp 190 km entfernte Köln. Besonders reizvoll auf diesem Radfernweg ist dabei der Streckenabschnitt durch das Obere Mittelrheintal. Von Bingen bis Koblenz und hat der Rhein ein enge Senke geschaffen, an der die wohl schönsten Orte in Rheinland-Pfalz liegen. Hoch über dem Fluss liegen die malerischen Burgen des Mittelalters. Die Strecke ist durchaus anspruchsvoll und vor allem bis Koblenz gilt es immer wieder Steigungen zu meistern.
Am ersten Tag geht es von Mainz in das 54 km entfernte Oberwesel. Auf dem ersten Teil der Strecke radelt man durch sanfte Weinberge nach Eltville und Rüdesheim, wo ein Bummel durch die weltberühmte Drosselgasse nicht fehlen darf. Anschließend geht es mit der Fähre auf die andere Rheinseite nach Bingen mit dem berühmten historischen Mäuseturm mitten im Rhein, der mit 25m Höhe schon von Weitem auszumachen ist. Der Zollwachturm aus dem 14. Jahrhundert ist ein beliebter Ausflusgsort. Der Turm bietet eine gute Sicht auf das sogenannte „Binger Loch“ - einer sehr schwierig zu bewältigende Engstelle des Rheins, die für alle mittelalterlichen Handelsschiffe unpassierbar war. Zwischen 1830 und 1841 wurden die Felsen von den Preußen gesprengt und so schiffbar gemacht. Das „Binger Loch“ wurde auf diesem Wege auf 14m verbreitert. Ein Geheimtipp für Bingen ist übrigens eine kleine Schifffahrt während der Veranstaltung “Rhein in Flammen”, die man am ersten Samstag im Juli erleben kann (für aktuelle Information offizielle Stellen oder google befragen). Die Region Mittelrhein, in der sich Bingen befindet, ist seit 2002 UNSECO-Weltkulturerbe. Über Bacharach wird schließlich Oberwesel erreicht. Der zweite Tag verläuft über 45 km nach Koblenz. Die nächste Etappe mit dem Fahrrad geht über 45 km von Koblenz nach Bad Honnef. In Remagen lohnt sich ein Besuch im Museum. Auch das Rolandseck mit seinen zahlreichen herrschaftlichen Bauten und das Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist einen Besuch wert.
Fünfte Etappe: Von Köln nach Rotterdam
Auf dem fünften Abschnitt des Rheinradweges geht es von Köln bis nach Rotterdam an die niederländische Nordseeküste. Es ist mit rund 400 km der längste Teilabschnitt der Route. Die Strecke in der Tiefebene der Niederlande hat überhaupt keine Schwierigkeiten aufzuweisen und ist leicht zu fahren, lediglich einige seichte Steigungen sind hier zu bewältigen. Für Familien mit Kindern ist dieser Abschnitt der Rheinroute besonders geeignet, wie auch viele andere Reiseberichte über diesen Radwanderweg beschreiben. Das verspricht Genussradeln auf dem Erlebnisweg - bestimmt mit dem einen oder anderen interessanten Kontakt zu anderen Fahrradfahrern, die man unterwegs auf der Straße, im Restaurant oder im Hotel trifft. Die rund 330 km lange Strecke ist in etwas mehr als einer Woche sehr entspannt zu bewältigen.
Vom Ausgangspunkt Köln in Nordrhein-Westfalen geht es auf diesem Abschnitt zunächst über Dormagen, Zons und Neuss in das 60 km entfernte Düsseldorf. Am kommenden Tag radelt man bis Rheinberg, in einer Entfernung von etwa 65 km. Dabei geht es durch Duisburg, dem Zentrum der deutschen Montanindustrie mit bedeutenden technischen Denkmälern. In Duisburg bietet es sich an, den 200 Hektar großen Landschaftspark Duisburg-Nord auf einer Radtour zu erkunden. Das stillgelegte und umgebaute Hüttenwerk, dessen geschichtliche Bedeutung lange in der Diskussion war, ist gerade mit dem Fahrrad für eine Erkundung absolut geeignet. Auch 2015 und 2016 sind verschiedene Führungen für Touristen am Tag und auch in der Nacht im Angebot. Am dritten Tag auf dieser Etappe des Rheinradwegs wartet die Landschaft der wunderschöner Rheinauen auf die Radfahrer. Über Wesel geht es in das 60 km entfernte Emmerich. Am nächsten Tag wird mit dem Bike schon bald die niederländische Grenze überquert. Kurz hinter Kleeve, in der Provinz Holland, teilt sich der Rhein in Waal und Nederrijn. Nach insgesamt 40 km ist das sehenswerte Nijmegen erreicht. Auf der 40 km langen Tour nach Tiel radelt man durch die Betuwe. Der sechste Abschnitt durch die Niederlande führt von Tiel über Buren nach Gorinchem und ist gut 50 Kilometer lang. Auch am nächsten Tag sind entspannte 50km nach Dordrecht zu radeln. Den Abschluss bildet die schließlich die etwa 35km lange Route am Rheinufer bis an die Nordsee in die niederländische Metropole Rotterdam. Die größte Hafenstadt Europas bildet mit ihrem internationalem, industriellem Charme den Endpunkt des Rhein-Radweges - einen der schönsten auf der langen Liste der Radfernwege Europas.
Radtour rund um Berlin
Lassen Sie sich auf dieser Radreise rund um Berlin verzaubern. Die Radtour führt Sie durch die Berliner Seenlandschaft mit dem Tegler See, dem Müggelsee und dem Wannsee, durch den ländlich geprägten Berliner Norden, die Plattenbausielungen in Marzahn sowie durch weite Mischwälder und sanfte Hügel der Randberliner Feld- und Heidelandschaft. Im Verlauf der Tour führen wir Sie teils durch unsere Hauptstadt Berlin als auch direkt auf der Stadtgrenze entlang. Dabei haben wir für Sie eine interessante, gut zu fahrende und abwechslungsreiche Strecke zusammengestellt. Der perfekte Radurlaub in Berlin für alle, die unsere Hauptstadt und Berlins Umgebung aktiv erkunden wollen.
Tag 1: Anreise nach Dallgow
Am ersten Tag erfolgt die Anreise nach Dallgow. Der kleine Brandenburger Ort liegt nicht weit von Berlin-Spandau und dem Wannsee entfernt. Sie erhalten eine ausführliche Touren- und Outdoor Smartphone-Einweisung sowie die Tasche mit Infomaterial, damit Sie für die Radreise optimal vorbereitet sind.
Tag 2: Dallgow nach Fredersdorf
Mit einem leckeren Frühstück stärken Sie sich für die erste und längste Etappe dieser Radreise rund um Berlin. Dann geht es los: Sie fahren zunächst über den Bullengraben-Radweg bis zum Ufer der Havel in Berlin-Spandau. Doch Sie machen keinen Abstecher in die Mitte der Spree-Metropole, sondern folgen dem Havel-Radweg entlang des West-Ufers der Havel bis zur Wasserstadt Spandau. Dann radeln Sie weiter auf dem Uferweg des Tegeler Sees bis nach Tegel. Von dort aus fahren Sie auf einem Radweg am Tegeler Fließ weiter durch den landwirtschaftlich geprägten Berliner Norden über Lübars, Blankenfelde und Französisch Buchholz, Karow und Wartenberg bis nach Neu Hohenschönhausen. Hier erreichen Sie Marzahn, die größte Plattenbausiedlung Europas. Vorbei am Erholungspark Marzahn gelangen Sie über Neuenhagen bis nach Fredersdorf. Dort angekommen, erwartet Sie ein schönes Hotelzimmer, in dem Sie sich nach dem erlebnisreichen Tag entspannen können.
Tag 3: Fredersdorf nach Schönefeld
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel-Restaurant startet die zweite Etappe Ihres Radurlaubs in Berlin. Sie lassen Fredersdorf hinter sich und erreichen nach wenigen Kilometern Rüdersdorf. Dort erkunden Sie den sehr interessanten Museumspark der Baustoffindustrie. Dieser Park bietet viel Wissenswertes über den Kalksteinabbau im Tagebau. Weiter geht es dann in Richtung Köpenick, wo Sie auf gut ausgebauten Radwegen entlang mehrerer kleiner Seen, durch Erkner und Hessenwinkel fahren und dann den Großen Müggelsee mit Badestellen und Rastmöglichkeiten erreichen. Radeln Sie weiter am Müggelsee entlang bis zur Köpenicker Altstadt. Dort, wo sich Spree und Dahme treffen, empfehlen wir einen Zwischenstopp für die Besichtigung des historischen Rathauses mit dem Denkmal für den Hauptmann von Köpenick. Das Köpenicker Schloss mit der dazugehörigen Insel ist nur 200 Meter entfernt. Weiter geht es durch den Fischerkietz mit seinem historischen Charme bis zur Fähre in Wendenschloss. Hier setzen Sie mit dem Schiff über die Dahme nach Grünau über und radeln weiter bis nach Schönefeld.
Tag 4: Schönefeld nach Dallgow
Radeln Sie auf einem von Deutschlands schönsten und interessantesten Radwegen: Dem Mauerradweg. Dieser führt Sie durch eine wunderschöne Landschaft über Wald und Flur in Richtung Potsdam. Hier können Sie sich viel Zeit nehmen, um Potsdam mit seinen Schlössern und Gärten zu erobern. Natürlich sollten Schloss Sanssouci und sein Park als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Potsdam ganz oben auf Ihrem Plan stehen. Am Nachmittag fahren Sie von hier aus weiter über den Schlosspark Glienicke und direkt am Ufer der Havel entlang, vorbei an der Pfaueninsel bis nach Wannsee. Hier setzen Sie mit der Fähre über die Havel bis nach Kladow. Nun lassen Sie Berlins westliche Ausläufer hinter sich und fahren mit dem Rad weiter in Richtung Westen nach Dallgow und lassen den Abschlussabend im Hotel ausklingen.
Tag 5: Verlängerungsmöglichkeiten
Bleiben Sie doch ein wenig länger! Wer nach den ausgedehnten Radreisen der Vortage lieber zu Fuß oder per Bahn die Sehenswürdigkeiten Berlins entdecken will, kann von Dallgow aus den Regionalexpress direkt in die Mitte Berlins nehmen. Natürlich ist auch die Kombination mit einer anderen Radtour möglich - beispielsweise um dem ehemaligen Verlauf der Mauer durch Berlin zu folgen oder einen der anderen Radwege auszuprobieren. Wie wäre es mit einem Radurlaub auf dem Neiße-Radweg oder über Oranienburg und Schorfheide am Werbellinsee in Richtung Waren (Müritz) und Mecklenburgische Seenplatte? Vielleicht sogar rauf bis nach Usedom? Oder bleiben Sie doch einfach in der Nähe der Metropole und entdecken Sie von unserem Hotel im Havelland aus die wunderschöne Landschaft und Natur in der Berliner Umgebung.
Weitere Tourenvorschläge
- Lechradweg: Etappenlänge: ca. 260 km, Dauer: ca. 3 - 4 Tage.
- Aichradweg: Etappenlänge: ca. 61 km, Dauer: ca. 1 Tag.
- Radweg Tiefenbronn: Etappenlänge: ca. 49 km, Dauer: ca. 1 Tag.
- Drauradweg: Etappenlänge: ca. 610 km, Dauer: ca. 11 Tage.
- Rundtour Wissembourg im Elsaß: Etappenlänge: ca. 65 km, Dauer: ca. 1 Tag.
- Rundtour Wissembourg im Elsaß: Etappenlänge: ca. 64 km, Dauer: ca. 1 Tag.
- Rundtour Fischerviertel in Ulm: Etappenlänge: ca. 260 km, Dauer: ca.
- Rundtour Titisee: Etappenlänge: ca. 260 km, Dauer: ca.
- Radweg Rudolphstein: Etappenlänge: ca. 410 km.
- Vulkanradweg:
- Tag 1: Individuelle Anreise nach Lauterbach
- Tag 2: Lauterbach - Fulda ca. 35 km
- Tag 3: Fulda - Tann, ca. 40 km
- Tag 4: Tann - Bad Hersfeld ca. 64 km
- Tag 5: Bad Hersfeld - Lauterbach, 53 km
- 6: 5 Übernachtungen mit Frühstück, in komfortablen und auf den Radurlauber eingerichtete Hotels und Gasthäuser, überwiegend der 3 Sterne Kategorie. Exaktes Kartenmaterial mit detaillierter Routenbeschreibung, wahlweise GPS Gerät. Auf Wunsch können Sie für diese Tour bei unserem Partner TravelSecure eine Reiseversicherung abschliessen. Angeboten werden Auslandsreisekrankenversicherung, Reiserücktrittskostenversicherung und Reisegepäckversicherung. Personen gebucht werden.
Packliste für eine mehrtägige Radtour
Auch wenn die Ausrüstung natürlich stark abhängig von deinem Vorhaben ist, gibt es essentielle Ausrüstungsgegenstände, die du bei der Planung deiner Radtour auf dem Radar haben solltest:
- Kleine Luftpumpe
- Tool
- Front- und Rücklicht
- Ersatzschlauch/ Flickzeug
- Reifenheber
Checkliste zur Vorbereitung des Fahrrads
Um dein Fahrrad auf die anstehende Tour vorzubereiten solltest du vor allem die Funktionalität deines Bikes überprüfen und gegebenenfalls Reparaturen vornehmen. Dabei spielt deine eigene aber auch die Verkehrssicherheit eine übergeordnete Rolle. Daher solltest du deine Bremsen checken, deine Kette ölen und prüfen ob das Schaltwerk reibungslos schaltet. Darüber hinaus sollten deine Reifen genug Luft haben (du musst schwerer Treten, wenn deine Reifen nicht genügend aufgepumpt sind) und deine Beleuchtung sollte funktionieren um dich auch bei Dunkelheit oder Nebel erkennbar zu machen und du sicher im Straßenverkehr navigieren kannst. Außerdem ist es sinnvoll dein Handy (und ggfs. den Akku deines E-Bikes) voll aufzuladen um dich navigieren und im Notfall Hilfe rufen zu können. Auf schlagartige Wetterwechsel kannst du dich vorbereiten, indem du dich nach dem Zwiebelprinzip kleidest oder zumindest wetterfeste Kleidung einpackst.
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