Fahrrad-Schutzbleche: Arten und Kaufberatung

Als Kind abgeschraubt - zu uncool - heute bei Touren im Regen und über nasse Straßen sind Schutzbleche am Fahrrad alternativlos. Die Bleche schützen vor Schlammspritzern und Spritzwasser. Doch auch bei den vermeintlich einfachen Fahrradteilen gibt es eine große Auswahl: Fahrrad-Schutzbleche aus Kunststoff? Welche Schutzblech-Art ist die richtige für mein Rad?

Wer jetzt noch trocken durch die Gegend radeln möchte, kommt um ein passendes Schutzblech-Set für sein E-Bike, Mountainbike oder Rennrad nicht herum. Ein großer Pfeiler für Erfolgserlebnisse? Gut passende Schutzbleche für Front und Heck! Und davon gibt es prinzipiell zwei verschiedene Arten: klassische Schutzbleche zum Stecken oder Kletten an Rahmen und/oder Gabel und ultraleichte Plastikschützer - als Mini-Helfer für den Notfall.

Fahren Sie durch Pfützen oder auf einer regennassen Straße, verhindert das Schutzblech, dass Sie von Wasser und Matsch durchnässt werden. Schutzbleche sind also vor allem beim Fahrradfahren im Regen sinnvoll.

Arten von Schutzblechen

Du hast die Auswahl zwischen zwei Arten von Schutzblechen.

Klassische Schutzbleche

Wer regelmäßig und vorwiegend länger durch den Regen muss, ist mit fest verbauten, klassischen Schutzblechen am besten gewappnet. Diese gibt es für jeden Radtyp passend im Handel zu finden, die Bandbreite reicht von E-Bike bis Rennrad.

Für die klassischen geschraubten Schutzblechen muss der Rahmen deines Rads die entsprechenden Vorrichtungen haben. Geschraubte Schutzbleche sind in der Regel dauerhaft und stabil am Rad montiert.

Bei einem Fahrrad-Schutzblech kann die Befestigung meistens über Gewindeösen erfolgen, die an den Radgabeln zu finden sind. Dort können Sie das Blech festschrauben. Bei Rennrädern und MTBs fehlen diese Ösen jedoch meist, weshalb Sie in diesem Fall Schutzbleche suchen sollten, die sich auch ohne Schrauben und Ösen montieren lassen.

Vorteile klassischer Schutzbleche:

  • Empfehlen sich dringend für Vielfahrer und Radfahrer*innen, die möglichst trocken nach Hause kommen wollen.
  • Es gibt passende Varianten für jeden Rad-Typen
  • Beste Schutzwirkung
  • Mitunter stylish

Nachteile klassischer Schutzbleche:

  • Meist schnell abgebaut
  • Oft eher schwer und klobig
  • Optisch nicht immer ein Highlight
  • Relativ teuer

Notfall-Schutzbleche

Die zweite Variante, also die leichten Plastikschützer, eignen sich insbesondere für sportive, auf jedes Gramm achtende Piloten - oder eben für Gelegenheitsfahrer, die nur minimalen Schutz benötigen und nur wenige Euros in die Hand nehmen wollen.

Steckschutzbleche hingegen passen an so gut wie jeden Rad und lassen sich bei Bedarf schnell an dein Racebike, Trekkingrad oder MTB montiert und auch wieder abnehmen.

Vorteile von Notfall-Schutzblechen:

  • Empfehlen sich für alle, die auf cleane Optik wert legen und für die maximale Schutzwirkung nicht zwingend erforderlich ist. Marken wie Ass-Savers verkaufen zudem bunte und somit optisch gefällige Varianten.
  • Vergleichsweise superleicht
  • Sehr günstig
  • Viele verschiedene Designs
  • Schnell an- und abgebaut

Nachteile von Notfall-Schutzblechen:

  • Für kurze Touren rudimentäre Schutzwirkung
  • Besonders am Hinterrad aber nur schwacher Nässeschutz

Auswahl des richtigen Schutzblechs

Wenn Sie ein geeignetes Fahrrad-Schutzblech suchen, sollten Sie darauf achten, dass es etwas breiter als die Reifen ist, weil nur so Schmutz und Wasser abgefangen werden können, welcher von den Reifen aufgewirbelt wird.

Generell sollte der Spritzschutz an jeder Seite ungefähr 3 Millimeter breiter sein als der Reifen. Ein Schutzblech mit U-Profil kann sich teilweise um den Reifen legen und den Fahrer so noch besser schützen.

Benötigen Sie ein Schutzblech für Mountainbike oder Rennrad, so können Sie ein Set aus Vorder- und Hinterblech erwerben, was je nach Ausführung und Material zwischen 15 und 50 Euro kostet.

Wenn Sie einen Spritzschutz an Ihr MTB anbringen wollen, sollten Sie darauf achten, dass der Abstand zwischen Blech und Reifen groß genug ist. Generell wird hierbei ein Zentimeter als Richtwert angegeben.

Um ein Fahrrad-Schutzblech noch besser am Rahmen zu befestigen, damit Sie beispielsweise Ihr Mountainbike noch verkehrssicherer machen, können Sie zusätzliche Streben anbringen.

Empfehlungen der Redaktion

Diese Schutzbleche empfiehlt die BikeX-Redaktion:

  • Preis-Leistungs-Tipp Mountainbike: Acid Mudblocker
  • Testsieger Mountainbike: SKS Mudrocker Front & Mudrocker Rear
  • Kauftipp Rennrad & Gravelbike: SKS Speedrocker
  • Mini-Schützer: Ass Savers (für jedes Fahrrad)

Weitere Informationen

In den Paragraphen 63 bis 67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) sind alle Ausrüstungsgegenstände aufgeführt, die ein verkehrssicheres Fahrrad aufweisen muss. Dort ist von einem Fahrrad-Schutzblech nicht die Rede.

Laut Gesetzgeber gehören Schutzbleche nicht zur vorgeschriebenen Ausstattung für ein verkehrssicheres Fahrrad.

Fast jedes Fahrrad kann mit Schutzblechen ergänzt werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Belche mit dem Rad kompatibel sind.

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