Fahrradcomputer GPS im Test: Garmin, Sigma & Wahoo im Vergleich

Hätte sich die Bike-Community ohne die Erfindung von GPS-Navis ebenso zu einer begeisterten Schar aus Trail-Schatzsuchern entwickelt? Oder müssten wir immer noch mit der im Wind flatternden "Schatzkarte" aus Papier nach dem verborgenen Pfad suchen wie einst Elmar Moser und Co.? Fest steht, dass das Navigieren in Zeiten von GPS-Geräten, Smartphone-Apps und Plattformen wie Komoot ein Kinderspiel geworden ist. In wenigen Minuten fordert das Navi mit einem "Los!" zum Start ins Abenteuer. Dafür ist nur durchschnittliche "Tecki-Kompetenz" erforderlich. Kein Wunder, dass das GPS-Gerät weiterhin trotz Handy-Navigation weit vorn in der Gunst vieler Tourenfans ist.

Moderne Fahrradcomputer messen längst nicht mehr nur die Geschwindigkeit, sondern erfassen eine Unmenge an Daten. Vor dem Kauf sollte daher gründlich überlegt werden, welche Daten für den persönlichen Gebrauch wirklich sinnvoll sind - und zwar allein schon aus Kostengründen. Einfache Fahrradtachos sind nämlich schon ab 20 Euro zu haben. Sie dokumentieren Tempo (Durchschnitts-, Maximal-, Minimal-Geschwindigkeit), gefahrene Kilometer sowie Fahrzeit.

Um die hier vertretenen sechs GPS-Bike-Navis in zwei Preisklassen zu testen, wurden von sämtlichen Geräten die technischen Daten erhoben, ein Grund-Setup mit mehreren Benutzerprofilen, gekoppelten Sensoren und bevorzugtem Streckencharakter eingerichtet. Sowohl per App, per PC als auch am Gerät selbst - so möglich. Zudem prüften wir bei allen Geräten, wie sie eine identische Strecke aufzeichnen und erfassen, auf ein Verlassen der Strecke reagieren und wie gut sie zum Navigieren an ein gewünschtes Ziel taugen.

Übersicht: Das sind die GPS-Geräte im Test

Hier finden Sie die derzeit besten Fahrradcomputer. Die Liste zeigt von Käuferinnen und Käufern gut bewertete Produkte. Auch Testsieger und Preis-Leistungs-Tipps aus Magazinen sind dabei. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung. Gute Fahrradcomputer mit Basisdaten (z. B. Auch Geräte mit WiFi erhältlich (z. B.

Garmin Edge 130 Plus

Superleicht, supersimpel: der Edge 130 Plus ist ein günstiger Einstieg in die Garmin-Welt.

  • Akkulaufzeit: 12 Stunden
  • Gewicht: 32 g

Der Garmin Edge 130 Plus ist ein kompaktes und robustes Gerät im unteren Preissegment, das jedoch keine vollwertige Navigation bietet, da es weder Karten noch Weggabelungen anzeigt. Auf dem gut ablesbaren Display können importierte Touren nachgefahren und Abbiegehinweise über die App übertragen werden, wobei die Bedienung intuitiv ist. Mit einer Akkulaufzeit von etwa zehn Stunden ist es ausreichend für normale Touren, muss jedoch häufig aufgeladen werden. Funktionen wie Herzfrequenz- und Trittfrequenzmessung, Climb-Pro für Anstiege, MTB-Metriken und -Sturzerkennung sind ebenfalls integriert, allerdings fehlen spezielle E-Bike-Funktionen.

Fazit zum Garmin Edge 530 Plus: Wer vor allem Wert auf eingängige Bedienung legt, sollte einen Blick auf den leichten Edge 130 Plus werfen. Das Monochrom-Display ist top ablesbar, eine Kartendarstellung gibt es nicht. Note: Gut

Garmin Edge 540 (Solar)

Hohe Akkulaufzeit und die (optionale!) Solar-Option sind echte Argumente für den Garmin Edge 540.

  • Akkulaufzeit: 26 Stunden (32 Stunden)
  • Gewicht: 84 g

Der Edge 540 Solar von Garmin bietet Solar-Technologie für längere Akkulaufzeiten, jedoch wird diese Funktion bald nur noch im teureren Edge 840 Solar verfügbar sein. Ohne Solarzellen erreicht der 540 eine Akkulaufzeit von 22 Stunden, mit Solar wären es über 32 Stunden. Das Gerät bietet umfangreiche Navigationsfunktionen und Trainingsanalysen, hat aber eine komplexe Bedienung und eine überladene App, die die Einrichtung erschwert. Die Navigation ist präzise und E-Bikes lassen sich problemlos koppeln, während die Tastenbedienung als schwer erlernbar empfunden wird.

Fazit zum Garmin Edge 540: Die hohe Akku-Laufzeit, auch ohne Solarfunktion, ist ein starkes Kaufargument. Insgesamt ist der Garmin 540 ein top Navi und Trainingsbegleiter mit leichten Schwächen in der Bedienung. Note: Sehr gut

Sigma Rox 11.1 Evo 💰 Tipp Preis/Leistung 2024

Klein, aber oho: der Rox 11.1 Evo ist simpel zu bedienen und hat einen starken Akku. Preis-Leistungs-Tipp!

  • Akkulaufzeit: 18 Stunden
  • Gewicht: 54 g

Der Sigma Rox bietet günstige Navigation in einem kompakten Gehäuse und ist mit einer Startzeit von zehn Sekunden sehr schnell einsatzbereit. Trotz langer GPS-Suche bei unbekannten Positionen überzeugt er durch geringen Stromverbrauch und eine Akkulaufzeit von bis zu 22 Stunden. Das Display ist zwar klein, aber übersichtlich und gut ablesbar, die Bedienung dank klarer Menüstruktur und großen Druckknöpfen intuitiv und einfach. Die Navigation ist auf Pfeilnavigation beschränkt, aber die Konnektivität zu externen Sensoren, einschließlich E-MTB-Features, lässt kaum Wünsche offen.

Fazit zum Sigma Rox 11.1 Evo: Der kompakt gestaltete Rox 11.1 punktet mit simpler Bedienung, starkem Akku und umfangreicher Sensor-Konnektivität. Die Pfeil- statt Kartennavigation ist simpel, aber gut nutzbar. Note: Sehr gut (Tipp Preis/Leistung)

Sigma Rox 12.1 Evo 🏆 Testsieger 2024

Äußerst bedienerfreundlich und top Kartendarstellung: Der Rox 12.1 Evo ist unser Testsieger!

  • Akkulaufzeit: 14 Stunden
  • Gewicht: 109 g

Der Sigma Rox 12.1 Evo ist ein GPS-Navi mit Touchscreen und vielseitigen Routing-Funktionen für unter 400 Euro, das mit 109 g das schwerste Gerät im Test ist, aber immer noch akzeptable Startzeiten bietet. Es überzeugt durch umfangreiche Kompatibilität mit Sensoren und Sportprofilen, intuitive Bedienung und sehr gut ablesbares Display, obwohl es leicht spiegelt. Die Navigation ist einfach und die Funktion "Draw My Route" ein unterhaltsames Alleinstellungsmerkmal. Allerdings bietet der Akku mit 16 Stunden Laufzeit solide Leistung, erreicht aber nicht die Spitzenwerte anderer Modelle.

Fazit zum Sigma Rox 12.1 Evo: In Sachen Bedienfreundlichkeit hängt der Rox 12.1 Evo die Konkurrenz ab. Dank top Kartendarstellung gelingt das Navigieren kinderleicht, auch App, Display und Konnektivität überzeugen. Note: Sehr gut (Testsieger 2024)

Wahoo Elemnt Bolt V2 💰 Tipp Preis/Leistung 2024

Typisch Wahoo begeistert auch der Boalt V2 vor allem Trainings- und Datenfans.

  • Akkulaufzeit: 15 Stunden
  • Gewicht: 70 g

Die Wahoo-Navis sind wegen ihrer gut ablesbaren, matten Displays, einfachen Bedienung und hervorragenden Konnektivität zu Sensoren beliebt, erfordern jedoch ein Smartphone für bestimmte Funktionen. Für viele Nutzer, besonders die jüngere "Wahooligans"-Community, ist die Smartphone-Integration ein Kaufargument, da das Teilen und Vergleichen von Routen wichtig ist. Routen müssen über Drittanbieter-Software wie Komoot erstellt und in die Wahoo-App importiert werden, da Wahoo keine eigene Tourenplanungs-App anbietet. Die beiden Wahoo-Geräte haben ähnliche Leistungen, jedoch unterscheidet sich das kleinere Display des Bolt-Modells, das zwar gut zoombar ist, aber bei Kartenansichten oft Details schlecht zeigt.

Fazit zum Elemnt Bolt V2: Intuitive Bedienlogik, starke App und top Konnektivität zeichnen den Bolt aus. Bei der Tourenplanung muss man Kompromisse eingehen, dafür bietet der Bolt Kartennavigation zum fairen Preis. Note: Sehr gut (Tipp Preis/Leistung)

Wahoo Elemnt Roam V2

Der Elemnt Roam V2 kommt mit einer intuitiven Bedienung und top Konnektivität daher. Preis-Leistungs-Tipp!

  • Akkulaufzeit: 17 Stunden
  • Gewicht: 99 g

Der Wahoo Elemnt Roam bietet mit seiner Kommunikation zu sieben Satellitensystemen und einer Akkulaufzeit von 15 Stunden eine sehr stabile Signalverbindung, auch in abgelegenen oder stark bebauten Gebieten. Mit 32 GB Speicher und einem größeren Display erleichtert er die Navigation und Darstellung von Routen, bietet jedoch ebenso wie der Bolt keine eigene Routenplanungsfunktion. Der Roam bietet zusätzlich Funktionen wie zwei LED-Leisten, Gyroskop, Kompass und eine zuverlässige Erkennung von Anstiegen. Beide Geräte sind in Sachen Konnektivität führend, unterstützen elektronische Schaltungen und diverse Sensoren.

Fazit zum Elemnt Roam V2: Der Roam begeistert Wahoo-typisch vor allem Trainings- und Datenfans. Ist dank des im Vergleich zum Bolt größeren Displays und des starken GPS-Empfangs aber auch ein seriöser Navigator. Kilometer, Geschwindigkeit, Fahrzeit und Trittfrequenz, Leistung, Ermüdung, relative Windgeschwindigkeit und „Points of Interest“ - moderne Radcomputer machen das Fahrerlebnis zunehmend „messbarer“.

Weitere getestete Modelle

Im Folgenden werden weitere Fahrradcomputer Modelle kurz vorgestellt.

  • Coros Dura: Bietet ein innovatives Bedienkonzept und die mit Abstand beste Akkuleistung für unter 300 Euro.
  • Jespr: Bietet Features, für die andere Modelle eine Smartphoneverbindung benötigen. Das große Display ist top, aber einige Funktionen und die Akkulaufleistung sind noch nicht ganz ausgereift.
  • Hammerhead Karoo: Ist ein Kauf-Tipp.

Vergleichstabelle

Modell Akkulaufzeit Gewicht Besonderheiten Note
Garmin Edge 130 Plus 12 Stunden 32 g Kompakt, robust, intuitive Bedienung Gut
Garmin Edge 540 (Solar) 26 Stunden (32 Stunden mit Solar) 84 g Hohe Akkulaufzeit, Solar-Option, umfangreiche Trainingsanalysen Sehr gut
Sigma Rox 11.1 Evo 18 Stunden 54 g Simpel zu bedienen, starker Akku, umfangreiche Sensor-Konnektivität Sehr gut (Preis/Leistung)
Sigma Rox 12.1 Evo 14 Stunden 109 g Bedienerfreundlich, top Kartendarstellung, intuitive Bedienung Sehr gut (Testsieger 2024)
Wahoo Elemnt Bolt V2 15 Stunden 70 g Intuitive Bedienlogik, starke App, top Konnektivität Sehr gut (Preis/Leistung)
Wahoo Elemnt Roam V2 17 Stunden 99 g Stabile Signalverbindung, großes Display, intuitive Bedienung -

Kaufberatung: Was muss ich beim Kauf eines Fahrradcomputers beachten?

Bei der Auswahl eines Fahrradcomputers mit GPS gibt es einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen:

  • Funktionen: Achten Sie auf die Funktionen, die Ihnen am wichtigsten sind. Dazu gehören Geschwindigkeitsmessung, Streckenaufzeichnung, Höhenmessung, Herzfrequenzmessung und Navigationsfunktionen.
  • Display und Bedienbarkeit: Das Display sollte gut lesbar sein, auch bei starker Sonneneinstrahlung. Die Bedienung sollte einfach und intuitiv sein.
  • Akkulaufzeit: Die Akkulaufzeit ist besonders wichtig, wenn Sie längere Touren planen.
  • Konnektivität: Achten Sie auf die Konnektivität mit anderen Geräten wie Smartphones, Sensoren und Apps.
  • Robustheit und Witterungsschutz: Der Fahrradcomputer sollte robust und wetterfest sein.

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