Fahrrad auf Elektro umbauen: Kosten und wichtige Aspekte

Viele Menschen träumen davon, ihr Fahrrad in ein E-Bike zu verwandeln. Das ist im Prinzip möglich, aber es gibt einiges zu beachten. In diesem Artikel werden die Kosten, Optionen und rechtlichen Aspekte beleuchtet, die bei einem solchen Umbau eine Rolle spielen.

Ist der Umbau überhaupt sinnvoll?

Ein E-Bike kaufen kann jeder. Aber wie sieht es eigentlich mit dem DIY-Umbau des eigenen Drahtesels aus? Ist das überhaupt möglich? Und worauf sollten Sie achten? Im Prinzip: Ja. Aber: Bevor Sie Ihr Fahrrad zum E-Bike umbauen, müssen Sie erstmal Ihr altes Rad genauer anschauen. Denn durch den Umbau bekommt es zusätzliches Gewicht, zudem wirken stärkere Kräfte auf das Zweirad.

Alter und Stabilität des Fahrrads

Je älter das Fahrrad, desto eher könnte eine Ermüdung des Materials auftreten.

In der Regel heißt es, dass Fahrräder beim Umbau zum E-Bike nicht älter als fünf Jahre sein sollten.

Im Prinzip kann auch ein 20 oder 25 Jahre alter Drahtesel elektrifiziert werden, doch zuvor sollte sich ein* Fachmann*frau vor allem den Rahmen genauer ansehen.

Stabilität spielt aber auch dann eine Rolle, wenn Ihr Fahrrad nicht älter als fünf Jahre ist.

E-Bikes müssen nämlich robust sein.

Denn zum einen sind sie durch Motor und Akkus schwerer als „normale“ Fahrräder, zum anderen kommen durch den E-Motor zusätzliche Kräfte ins Spiel.

Diese Krafteinwirkungen muss Ihr altes Rad aushalten können, sonst haben Sie nicht lange Freude am späteren E-Bike.

Fahrräder mit dünnen Gabeln und schlanken Rahmen sind daher ebenso wenig für einen Umbau geeignet wie Fahrräder, die alleine vom verwendeten Material den Stabilitätsansprüchen nicht genügen.

Bremsen und Sicherheit

E-Bikes im klassischen Sinne erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h.

Die hierzulande gängigen Pedelecs, bei denen der E-Motor als Unterstützung eingesetzt wird, schaffen immerhin noch bis zu 25 km/h mit elektrischer Hilfe.

Treten Sie dazu noch ordentlich in die Pedale, sind aber natürlich auch höhere Geschwindigkeiten möglich.

Diese stellen in Kombination mit dem durch Motor und Akku erhöhten Gewicht aber eine immense Herausforderung für Ihre Bremsen dar.

Dabei sind nicht alle Fahrradbremsen dafür gemacht.

Eventuell müssen Sie also auch die Bremsen Ihres Fahrrads gleich mit erneuern, wenn Sie es zum E-Bikes umbauen.

Auf altmodische Bremsen mit Seilzug sollten Sie an Ihrem E-Bike definitiv verzichten.

Garantie und Veränderungen

Wenn Sie Ihr Fahrrad zum E-Bike umrüsten, erlischt die Herstellergarantie.

Schließlich ist Ihr Fahrrad in der Regel nicht für einen motorbetriebenen Antrieb zugelassen.

Außerdem nehmen Sie ja auch selbst bauliche Veränderungen vor.

Die Komponenten eines E-Bike Umbausatzes

Bevor Sie Ihr Fahrrad zum E-Bike umbauen, müssen Sie sich im Fachhandel ein Umrüst-Set besorgen.

Zunächst müssen Sie sich fragen, wie viel elektrifizierten Extra-Schub Sie benötigen.

Mit einem Motor bis 25 km/h rüsten Sie Ihr Rad zum Pedelec um - dafür benötigen Sie keine Betriebserlaubnis, sondern können einfach drauflos basteln.

Es gibt drei Möglichkeiten, wie der E-Antrieb befestigt werden kann: integriert in die Radnabe des Vorder- bzw. des Hinterrads (Nabenmotor) oder am Tretlager (Mittelmotor).

Unverzichtbar ist ein Tretsensor, der die Geschwindigkeit misst, mit der Sie in die Pedale treten.

Dadurch berechnet die Steuerung den Grad der benötigten Unterstützung durch den Motor.

Doch Tretsensoren sind häufig ungenau, der Motor wird immer nur zeitverzögert angepasst - er „läuft“ nach.

Dazu kommt noch der Controller.

Im Bediengerät laufen die Daten der verschiedenen Sensoren zusammen, über das Display wird der Antrieb ein- und ausgeschaltet.

Der Controller verfügt über einen mehrstufigen Schalter (je nach Gerät mal mehr, mal weniger Stufen), mit dem sich der Grad der Motorunterstützung festlegen lässt.

Der Energiespeicher des E-Bikes ist ebenfalls in mehreren Größen erhältlich.

Wenn Sie nur kurze Touren, also zum Beispiel kurze Strecken durch die Stadt, fahren wollen, greifen Sie am besten zum kleinen (und preisgünstigen) Modell.

Befestigt wird der Akku normalerweise am Rahmen, wegen der Gewichtsverteilung in der Regel am Unterrohr des Fahrradgestells.

Bei einem tiefen Einstieg ist das aber nicht möglich, da es das Auf- und Abstieg behindern würde.

In diesem Fall können Sie den Akku mit einer Halterung an der Sattelstütze befestigen.

Kann man den Umbau selbst vornehmen?

Im Prinzip kann jede*r ihr*sein Rad zum E-Bike umrüsten, der*die schon einmal einen Reifen gewechselt hat.

Die Umrüst-Sets werden mit detaillierten Anleitungen geliefert, häufig stellen die Hersteller auch Video-Tutorials bereit.

Im Schnitt rechnet man mit sechs bis acht Stunden Arbeitszeit.

Einige Hersteller bieten ihre Sets nur über den Fachhandel an, der dann auch den Umbau übernimmt.

Gute Fahrradmechaniker*innen benötigen ebenfalls rund einen Arbeitstag.

Dafür werden aber zusätzliche Kosten fällig.

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

Bastler*innen, die Freude am Schrauben haben und ihrem Fahrrad neues Leben einhauchen wollen, werden die Frage bejahen.

Zumal Sie bei der Auswahl der Einzelteile sehr flexibel sind.

Darüber hinaus sollten Sie nicht vergessen, dass viele Fahrräder nicht zum Umbau geeignet sind.

Der ADFC weist darauf hin, dass viele Räder den zusätzlichen Belastungen durch den E-Antrieb auf Dauer gar nicht gewachsen seien.

In diesem Fall sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie sich ein neues E-Bike kaufen.

Kosten für den E-Bike Umbau

Die Kosten für eine komplette E-Bike Nachrüstung liegen zwischen 1.000 und 1.500 EUR.

Der Preis variiert je nach Motorart:

  • Nabenmotor nachrüsten: Einfacher Einbau, meist günstiger.
  • Mittelmotor nachrüsten: Bessere Gewichtsverteilung, etwas teurer.

Wenn du den Umbau selbst durchführen möchtest, kostet der Nachrüstsatz zwischen 1.000 und 1.500 EUR.

Ein professioneller Nachrüstungsservice kostet zusätzlich 250 bis 400 EUR.

Vor- und Nachteile des E-Bike-Umbaus

Vorteile:
  • Kostenersparnis: Der Preis für einen Umbausatz liegt deutlich unter dem eines neuen E-Bikes.
  • Flexibilität: Du kannst dein Fahrrad bei Bedarf wieder in den Originalzustand zurückversetzen.
  • Individualität: Dein Fahrrad bleibt einzigartig, und du kannst Komponenten nach Belieben austauschen oder upgraden.
  • Nachhaltigkeit: Durch die Nachrüstung eines bestehenden Fahrrads trägst du zur Nachhaltigkeit bei.
  • Wartungsfreundlichkeit: Offene Standards ermöglichen dir, Reparaturen selbst durchzuführen und Ersatzteile von verschiedenen Herstellern zu beziehen.
Nachteile:
  • Komplexität der Installation: Der Umbau kann je nach technischem Know-how eine Herausforderung darstellen.
  • Garantieverlust: Die Garantie des Originalherstellers kann erlöschen.
  • Gewichtsverteilung: Ein unsachgemäß installierter Motor oder Akku kann das Fahrverhalten negativ beeinflussen.
  • Kompatibilitätsprobleme: Exotische Rahmenformen können die Installation erschweren.
  • Rechtliche Aspekte: Die Motorunterstützung darf 25 km/h nicht überschreiten, um als Fahrrad zu gelten.

Rechtliche Aspekte

Ja, das Nachrüsten eines Fahrrads zu einem E-Bike ist legal, solange bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Nach dem Umbau muss das Fahrrad weiterhin den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, um im Straßenverkehr genutzt werden zu dürfen.

Unsere Umbausätze sind so konzipiert, dass dein Fahrrad auch nach der Nachrüstung als Fahrrad gilt und im Straßenverkehr genutzt werden darf.

Geschwindigkeit und Leistung

Der Motor eines Pedelecs muss sich bei 25 km/h abschalten.

Wenn du schneller fahren möchtest, kannst du das durch eigene Muskelkraft erreichen.

Es gibt auch Motoren, die erst bei höheren Geschwindigkeiten abschalten, jedoch gilt dein Fahrrad dann rechtlich als Moped und benötigt eine Betriebserlaubnis sowie ein Versicherungskennzeichen.

Motoren, die über 45 km/h unterstützen, klassifizieren dein Fahrrad als Motorrad und erfordern eine Zulassung und ein amtliches Kennzeichen.

Verschiedene Arten von E-Bike Umbausätzen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du dein Fahrrad mit einem Elektromotor nachrüsten kannst. Jede dieser Optionen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile:

Mittelmotor

Der Mittelmotor, auch Tretlagermotor genannt, ist ein beliebter Allrounder und der gängigste E Bike Motor.

Er wird, wie der Name schon sagt, in der Mitte des E Bikes im Tretlagergehäuse montiert, sodass sich das Gewicht gleichmäßig auf das Vorder- und Hinterrad verteilt.

Dadurch verbessert sich das Handling und die Fahrdynamik und das E Bike kann schnell auf ein sich änderndes Fahrverhalten reagieren.

Er ist in der Stadt sowie im Gelände nutzbar.

Es wird jedoch ein stabiler Rahmen benötigt, der den gesamten Motorblock aufnimmt.

Meine Empfehlung: Der ELFEI Umbausatz mit Mittelmotor, da er leicht im Handling ist, für ein angenehmes Fahrgefühl sorgt, auch für Anfänger geeignet ist und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Heckantrieb

Der Motor befindet sich bei einem Heckantrieb im Hinterrad.

Der Heckantrieb, auch Hinterradmotor, wird ans Heck des E Bikes angebracht.

Dadurch verteilt sich das Gewicht des Fahrrads nach hinten und ist beim Antritt sehr effektiv.

Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn man mit seinem E Bike seinen Einkauf transportieren will.

Ansonsten ist das Fahrverhalten gerade auf hügeligen Strecken etwas schwieriger.

Der Heckantrieb eignet sich eher auf flachen Strecken und in der Stadt.

Er ist für Ketten- und Nabenschaltung kompatibel.

Hier fällt der Verschleiß vor allem an Nabe und Rahmen an und weniger an der Kette.

Meine Empfehlung: Der Yose Power Umbausatz mit Heckantrieb kommt im Kit für mit allem daher, was man für die Umrüstung braucht, inklusive starken Motor zwischen 250 bis 350 Watt, Kabel und Werkzeug.

Das Kit gibt es mit oder ohne Batterie.

Frontantrieb

Bei dem Frontmotor liegt der Motor im Vorderrad.

Beim Frontantrieb wird der Motor vorne ans Fahrrad montiert und ist damit sehr unauffällig.

Viele beschreiben das Fahrverhalten mit dem Schwerpunkt vorne als gewöhnungsbedürftig.

Besonders bei Nässe erhöht sich die Gefahr, dass das Vorderrad durchdreht oder man wegrutscht.

Der Vorteil am Frontmotor: Dieser ist sowohl mit Ketten- und Nabenschaltung als auch mit einer Rücktrittbremse kompatibel und der Verschleiß fällt nur an der Gabel an.

Meine Empfehlung: Auch hier finde ich den Yose Power Umbausatz mit Frontmotor am besten.

Dieses Kit kommt ebenfalls mit allem daher, was man für die Umrüstung benötigt - wahlweise mit oder ohne Batterie.

Reibrollenantrieb

Der kleine Motor wird am Hinterrad befestigt und treibt so das Fahrrad an.

Beim Reibrollenantrieb sitzt eine kleine Rolle am Vorder- oder Hinterrad auf.

Der Verschleiß fällt vor allem am Reifen an (spezielle E Bike Reifen halten übrigens länger als „normale“ Reifen) und die Leistung kommt nicht ganz an die der anderen Motorarten heran.

Meine Empfehlung: Beim Revos E Bike Kit überzeugte mich der Reibrollenantrieb mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und kompakter Größe mit einem Gewicht von 2kg.

Außerdem wird für jedes Kit ein Baum gepflanzt.

Kostenbeispiele für verschiedene Umbausätze

  • ELFEI Mittelmotor Umbausatz (250 Watt): ca. 749€
  • Yose Power Umbausatz mit Heckantrieb (ohne Akku): ca. 219€ (zusätzliche Batterie ca. 200€)
  • Yose Power Umbausatz Frontmotor (ohne Akku): ca. 219€ (mit Akku ca. 429€)

Alternativen zu Umbausätzen

Wenn du dir unsicher bist, ob ein Umbausatz das Richtige für dich ist, gibt es auch andere Optionen:

Pendix

Beim Pendix System handelt es sich um einen Mittelmotor, der mittels eines speziellen Tretlagers samt Drehmomentabstützung befestigt wird.

Der 250 Watt starke Motor sitzt am linken Kurbelarm, während am rechten Arm ganz normal mehrere Kettenblätter montiert werden können.

Der formschöne Akku wird mit einer Halterung an den Trinkhalterschrauben befestigt.

Zudem bietet sich direkt am Akku die Möglichkeit, zwischen drei Fahrmodi zu wechseln.

Hierfür dreht man einfach die Kappe des Akkus.

Man hat die Auswahl zwischen einem Eco- (ca. 100km Reichweite), Smart- (ca. 70km Reichweite) und einen Sport-Modus (ca. 40km Reichweite).

Den Akku gibt es als 300 und als 500 Wh Version, wobei das Set mit kleinem Akku 1490€ kostet und das Set samt großem Akku 1690€.

Das sind natürlich stolze Summen, aber das Pendix System gehört dank seiner smarten Fahrmodi und dem tollen Design sicher zu den hochwertigsten Umrüst-Möglichkeiten am Markt.

Mit dem Pendix Umbausatz wird dein Fahrrad wahlweise zum Pedelec oder S-Pedelec.

Senglar

Senglar ist Experte für kräftige Nabenmotoren, die bereits fertig eingespeicht samt Akku, Kabelsätzen und Montagezubehör gekauft werden können.

Mit 869€ bzw. 949€ ist der Umbausatz auch nicht ganz so teuer wie die Systeme von Pendix.

Preislich bewegen sie sich im Mittelfeld der Nachrüstsatz Lösungen, allerdings bekommt man absolute Spitzentechnik.

Die günstigere Variante kommt mit einem 418 Wh Akku, die teurere sogar mit einem 489 Wh Akku, die beide jeweils einen 250 Watt starken Motor antreiben.

Senglar bietet dabei Akkus für die Sattelstütze, die Trinkhalterbefestigung und den Gepäckträger.

Außerdem gibt es Naben für Scheibenbremsen und eine Kassette findet auch noch Platz.

Senglar bietet also mit seiner Lösung maximale Auswahlmöglichkeiten, so dass für jeden Pedelec Umbau die passende Variante vorhanden sein sollte.

Go Swiss

Freunde von Heckmotoren werden bei Go Swiss fündig.

Die Schweizer Tüftler bieten nämlich feinste Ingenieurskunst, die bis zu 500 Watt Unterstützung bietet (Vorsicht: Damit fährt man kein Pedelec mehr!).

Natürlich gibt es auch Motoren mit den klassischen 250 Watt Unterstützung, die dich spielend auf 25 km/h beschleunigen.

Formschöne Akkus und Displays gibt es bei Go Swiss aus einer Hand, so dass das Gesamterlebnis dieses Umrüstkits einfach genial ist.

Kluge Algorithmen steuern den Motor nämlich so, dass sich die Beschleunigung ganz natürlich anfühlt.

Zudem gibt es Versionen die Disc-kompatibel sind - und eine Aufnahme für eine 11-fach Kassette ist auch noch vorhanden.

Die Kits aus der Schweiz bieten also massig Flexibilität und für jeden Kunden das passende Teil.

Mit dem EVO Farbdisplay des Go SwissDrive-Systems kannst du alle wichtigen Fahrdaten ablesen.

Bafang

Bafang ist ein chinesischer Hersteller, der zahlreiche Heck- und Frontmotoren anbietet, die sich als nachträglichen Umbausatz eignen.

Vom 250 Watt bis zum 500 Watt Motor, über Displays, Sensoren und Akkus gibt es hier alles, was das E-Bike-Herz begehrt.

Die Qualität ist natürlich hervorragend, weshalb Bafang-Systeme sehr häufig als OEM-Ausstattung zu finden sind.

Dank der großen Verbreitung gibt es auch zu beinahe jedem Achsstandard ein Modell.

Es sollte also kein Problem darstellen, den passenden Nachrüstsatz für das eigene Fahrrad zu finden.

Ansmann

Ansmann ist seit vielen Jahren Experte in Sachen Batterie-, Lade-, Akku- und Antriebstechnologie.

Dementsprechend funktionell und hochwertig sind die E-Bike-Systeme des renommierten deutschen Herstellers.

Man hat hier die Wahl zwischen zwei verschiedenen Heckmotoren und einem Frontmotor-Modell.

Betrieben werden die leistungsstarken Motoren entweder mit einem Flaschen- oder einem Gepäckträgerakku.

Die Integration ist hier also simpel und optisch ansprechend gelöst.

Zudem gibt es ein großes Touch-Display, das dich nicht nur mit allen wichtigen Informationen zum Antrieb versorgt, sondern gleichzeitig als Navigationsgerät fungiert.

Ansmann RM7.0 Nabenmotor

Vivax

Der Vivax Assist ist mit 1,8kg Gewicht der vermeintlich leichteste E-Antrieb am Markt - wohlgemerkt inklusive Akku.

Zudem verschwindet die ganze Antriebseinheit im Sattelrohr, während der Akku in eine kleine Satteltasche wandert.

Das bietet dann genügend Energie, um bei 120 Watt Unterstützung eine Stunde Gas zu geben.

Genau das richtige, um an einem quälenden Aufstieg die entscheidende Extraportion Power zu haben.

Damit der Einbau möglich ist, wird nur ein gerades, durchgehendes Sitzrohr mit 31,6 mm oder 30,9 mm Innendurchmesser benötigt.

Mit 2849,00 € (ohne Einbau) ist das Vivax System dann zwar mit Sicherheit kein Schnäppchen, aber eleganter kriegt man vermutlich keinen E-Motor in ein Fahrrad eingebaut.

Vivax E-Bike Antrieb

Binova

Bei Binova setzt man in Sachen Motor auf eine permanent erregte Synchronmaschine.

Was zunächst wie ein pubertierender Junge klingt, ist in Wahrheit ein Motoren System, das durch die Wechselwirkung eines konstant magnetisierten Läufers (daher permanent erregt) und einem magnetischen Drehfeld für das Rotieren der Achse sorgt.

Der Motor bietet 250 Watt Unterstützung bei einem Drehmoment von 65 Nm - Kraft ist also genug vorhanden.

Damit auch immer genügend Saft da ist, kannst du zwischen zwei Unterrohr- (417 Wh oder 576 Wh) und einem Gepäckträgerakku (460 Wh) wählen.

Außerdem gibt es noch ein praktisches Display, das mit intuitiver Bedienbarkeit und guter Lesbarkeit besticht.

Alles in allem also ein sehr durchdachtes, zuverlässiges und wartungsarmes System für einen Pedelec Umbausatz.

Binova Antrieb - der intuitiv bedienbare Nachrüstsatz

Add-e

Das Add-e-System kennen vielleicht manche aus der Puls4 Start-Up Sendung 2 Minuten 2 Million.

Dort stellte das Unternehmen aus Kärnten sein Add-e Nachrüstset vor und begeisterte die Jury.

Der leistungsstarke Motor (250 oder 600 Watt) wird nämlich einfach an der Gepäckträgeraufnahme oder am Tretlager montiert und passt somit an eine Vielzahl von Rädern.

Durch die ausgeklügelte Befestigungsmöglichkeit ist der Motor dabei kaum zu sehen.

Gleiches gilt für den 160 Wh Akku, der als Trinkflasche getarnt quasi nicht auffällt.

Trotz des geringen Gesamtgewichts von gerade einmal 2,2 kg bringt dich dieser Motor aber gute 50 Kilometer weit.

Ein echtes Kraftpaket und das für einen Preis von 890 bis 1100 €.

Electron Wheel

Leichter als bei Electron Wheel geht die Nachrüstung nicht.

Hier kauft man nämlich ein komplett vormontiertes Vorderrad, das nur noch in die Gabel eingehängt werden muss, bevor es losgehen kann.

Keine Kabel, kein Werkzeug, kein Ärger.

Die smarte Lösung unterstützt dich dabei bis zu einer Geschwindigkeit von 32 km/h (bis 25 km/h in der Europa konformen Variante) - und das 50 Kilometer weit.

Apropos smart: Der Electron Wheel Pedelec Umbausatz kommt mit einer intuitiven App, die dich mit allen notwendigen Informationen über den Antrieb versorgt und zudem auch eine Navigationsfunktion bietet.

Wenn du also auf der Suche nach einer möglichst stressfreien Möglichkeit zur Umrüstung bist, ist der Electron Wheel Pedelec Nachrüstsatz dein System.

Alternativen zum E-Bike Umbau

Wenn du dir unsicher bist, ob ein Umbau das Richtige für dich ist, gibt es auch die Möglichkeit, ein fertiges E-Bike zu kaufen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du hast ein perfekt abgestimmtes System, eine Garantie und einen Ansprechpartner bei Problemen.

Allerdings ist ein neues E-Bike in der Regel teurer als ein Umbausatz.

Überlege dir also gut, welche Option für dich die beste ist.

Bedenke dabei nicht nur die Kosten, sondern auch den Aufwand, die rechtlichen Aspekte und deine persönlichen Vorlieben.

Mit den richtigen Informationen und einer sorgfältigen Planung kannst du dein Fahrrad in ein E-Bike verwandeln und von den vielen Vorteilen profitieren.

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