Abgestellte Fahrräder in Hof oder Garten sehen irgendwie immer chaotisch aus. Je mehr, desto wilder. Aber die Optik ist nicht der einzige Grund, warum Räder besser in einem Fahrradschuppen oder Unterstand aufgehoben sind. Sind sie ständig Wind und Wetter ausgesetzt, nehmen sie langfristig Schaden oder werden vielleicht sogar geklaut.
Warum ein Fahrrad- und Mülltonnenunterstand?
Wer seine Mülltonnen in Hauseingangsnähe aufbewahrt, spart lange Laufwege. Damit die freistehenden Tonnen aber nicht allzu hässlich wirken, haben wir diesen Mülltonnen-Unterstand gebaut.
Vorteile eines Unterstands:
- Schutz vor Witterungseinflüssen
- Verhindert Diebstahl
- Ästhetische Aufwertung des Gartens
- Ordnung und Struktur
Fahrradgarage selber bauen - Schritt für Schritt
Die Heimwerker unter euch können das natürlich auch selbst. Im Netz wimmelt es von Anleitungen und Videos zum Bau von Fahrradgaragen, Fahrradhäusern oder Fahrradunterständen. Viele sind allerdings eher unprofessionell und nicht zum Nachbauen geeignet.
Auf selbermachen.de findet ihr eine tolle Anleitung für ein schlichte Fahrradgarage in Quaderform. Da das Dach aus transparenten Kunststoffplatten gefertigt ist, fällt Tageslicht herein. So findet jedes Familienmitglied das richtige Bike. Für 0,99 Euro könnt ihr den ausführlichen Bauplan und die gesamte Materialliste herunterzuladen.
Wenn ihr den idealen Standort gefunden habt, müsst ihr zunächst den Boden ebnen. Für ein stabiles Fundament aus quadratischen Gehwegplatten müsst ihr die gewünschte Fläche zunächst etwa 30 bis 40 Zentimeter tief ausheben und mit Schotter und Split verfüllen. Wenn ihr nur eine kleine Fahrradgarage für ein bis zwei Räder plant, reichen auch nur die Gehwegplatten. Denkt daran, die Box mit dem Fundament zu verschrauben.
Schritt 1: Vorbereitung und Fundament
Um eine Fahrradgarage selber zu bauen, sollten Sie zunächst ein Fundament aus Gehwegplatten verlegen.
An den Ecken und - je nach Größe deiner DIY-Fahrradgarage - in der Mitte der Seitenwände sowie der Rückwand betonierst du die Pfostenanker ein. Hebe dazu Löcher von 50 x 50 cm Größe und 50 cm Tiefe aus. Hänge die Pfostenschuhe über eine horizontal eingelegte Leiste in das Loch. Richte sie so aus, dass sie im rechten Winkel zueinander stehen. Rühre den Beton mithilfe der Bohrmaschine mit Rührquirl an und gieße ihn in die Löcher. Glätte anschließend die Oberfläche mit einer Kelle. Prüfe mit der Wasserwaage, ob die Pfostenanker senkrecht ausgerichtet sind.
Schritt 2: Stützpfosten setzen und Querverbinder anbringen
Setze die Stützpfosten in die Pfostenanker, richte sie aus und fixiere sie mit Schraubzwingen. Damit später ein Dach mit Gefälle entsteht, sollten die Pfosten auf einer Seite länger sein. Der Pfosten in der Mitte der Rückwand ist etwas kleiner als die der kurzen Seitenwand. Bohre die Verschraubungslöcher vor.
Bringe die unteren Querverbinder in 40 cm Höhe zwischen den Stützpfosten an. Fixiere sie unter- und oberhalb mit Winkeln und Schrauben. Pro Querverbinder benötigst du vier Winkel. Setze dann die oberen Querverbinder auf und schraube sie ebenfalls mit Winkeln an.
Schritt 3: Dachkonstruktion
Damit die Dachbalken oben und unten gut aufliegen, müssen sie eingekerbt werden. Säge sie an beiden Enden etwa 1,6 cm tief ein. Setze dann einen waagerechten Schnitt. Befestige die Dachbalken mit Winkeln an den Querverbindern. Sichere sie an der Vorder- und Rückseite der Fahrradgarage zusätzlich mit langen Flachverbindern, die du an Dachbalken, Querverbinder und Pfosten schraubst. Setze die OSB-Platte auf und verlege Dachpappe darauf.
Schritt 4: Verkleidung der Seiten und Rückwand
Die Seiten und die Rückwand der Fahrradgarage werden mit Profilbrettern verkleidet. Die Nut muss dabei nach oben zeigen, damit später kein Wasser eindringen kann. Du kannst die Bretter entweder verschrauben oder unsichtbar mit Profilkrallen befestigen. Letztere werden um die Nutwangen gelegt und verdeckt angenagelt oder angeschraubt.
Schritt 5: Türeinbau und Holzschutz
Bringe an den Möbelbauplatten je drei Ladenbänder sowie den Doppeltorüberwurf an. Schraube dann an die vorderen Pfosten des Fahrradhäuschens je drei Aufschraubkloben. Hänge die beiden Türflügel ein. Damit deine Fahrradgarage Wind und Wetter trotzen kann, benötigt sie noch einen Anstrich mit einer Holzschutzlasur oder -farbe. Zu guter Letzt kannst du noch ein Schloss anbringen.
Mülltonnen-Unterstand selber bauen - Schritt für Schritt
Schlicht und modern ist dieser Mülltonnen-Unterstand und lässt die hässlichen Tonnen endlich verschwinden. Das Nachbauen dieser Mülltonnen-Box ist noch dazu ganz einfach und kann auch von Anfängern gut übernommen werden. In maximal 2 Tagen (und etwas Zeit zum Trocknen der Farbe) gehören die unschönen Mülltonnen der Vergangenheit an.
Vorbereitung
Bevor Sie mit dem Bau dieses Mülltonnen-Unterstands beginnen, sollten Sie Ihre Mülltonnen ausmessen, um die Höhe und die Breite des Mülltonnen-Unterstands sowie der Wände und Türen an Ihre Bedürfnisse anpassen zu können. Zudem sollten Sie entscheiden, ob Sie dort eine oder mehrere Tonnen unterbringen wollen: Im hier gezeigten Beispiel werden zwei Mülltonnen versteckt. Zu allen Seiten sollten mindestens 10 Zentimeter zusätzlicher Platz eingeplant werden, damit Sie die Mülltonnen einfach raus- und wieder reinrollen können.
Schritt 1: Holzrahmen bauen
Wenn die nötigen Bretter bereits die richtige Länge haben, können Sie direkt einen Holzrahmen bauen. Dieser Rahmen wird dann mit weiteren Brettern vernagelt, so dass die Türen und Seitenwände nachher blickdicht sind.
Schritt 2: Anstrich und Trocknung
Dann können Sie die einzelnen Bauteile streichen und trocknen lassen.
Schritt 3: Aufbau und Montage
Ist alles gut getrocknet, können Sie den Mülltonnen-Unterstand endlich dort aufbauen, wo er hin soll. Verschrauben Sie die Seitenwände an den Wandpfosten und befestigen Sie nach und nach jedes weitere Teil.
Schritt 4: Details
Zum Schluss haben wir aus Reststücken noch einen herunterklappbaren Türriegel gebaut und montiert.
Materialien und Werkzeuge
Mit dem passenden Werkzeug macht das Heimwerken gleich noch mehr Spaß.
Checkliste Werkzeug:
- Akku-Bohrhammer
- Fuchsschwanz
- Hammer
- Stichsäge
- Wasserwaage
- Zwingen
Zusätzliche Tipps und Tricks
- Holzschutz: Denken Sie an ausreichenden Holzschutz!
- Fundament: Überlegen Sie, ob hier wirklich ein Fundament notwendig ist.
- Vorbehandlung: Achtet darauf, dass euer Holz vor dem Bauen vorbehandelt wurde.
- Dachgefälle: Damit sich auf dem Dach des Fahrrad-Unterstands kein Regenwasser sammelt, ist es wichtig, ein Gefälle einzuplanen.
Verschiedene Arten von Fahrradgaragen
Bevor du zu Säge und Hammer greifst, um eine Fahrradgarage, eine Fahrradbox oder einen Bikeport selber zu bauen, solltest du dir überlegen, welche Art von Unterstand es werden soll.
Fahrradbox
Fahrradboxen sind eine kompakte Alternative, wenn nur begrenzt Platz zur Verfügung steht. Sie können entweder frei im Vorgarten platziert oder direkt an die Hauswand geschoben werden. Meist passen ein oder zwei Räder in die Box. Durch die geringe Bauhöhe - viele Modelle sind nur 1,50 m hoch - beeinträchtigen sie die Sicht aus dem Erdgeschossfenster nicht. Zudem sind sie optisch weniger dominant als ein Fahrradschuppen. Die Tür ist abschließbar. Besonders komfortabel sind Fahrradboxen mit Klappdeckel, der sich nach oben öffnen lässt.
Fahrradschuppen & Fahrradgarage
Als Fahrradgarage werden in der Regel kleinere, geschlossene Unterstände bezeichnet. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Varianten. Einige haben die Tür an der schmalen Seite, andere an der Längsseite. Es gibt auch Fahrradgaragen, bei denen sich das komplette Dach mithilfe eines Gasfedersystems nach kurzem Anheben von selbst öffnet. Die meisten Fahrradgaragen sind mit einer Schiene oder einem Bügel ausgestattet. So bleibt das Rad ohne Ständer aufrecht stehen.
Ein Fahrradschuppen ist größer als eine Fahrradgarage. Während die Fahrradgaragen oder Fahrradboxen oft nur 1,50 Meter hoch sind, kann man sein Rad in den Fahrradschuppen reinschieben und dabei aufrecht gehen. Für einen Schuppen braucht ihr daher automatisch mehr Material.
Vor- und Nachteile verschiedener Bauarten
| Typ | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Fahrradbox | Kompakt, platzsparend, abschließbar | Begrenzter Raum, evtl. niedrige Bauhöhe |
| Fahrradgarage | Abschließbar, Schutz vor Witterung, teilweise mit Stehhöhe | Benötigt mehr Platz, ggf. Baugenehmigung erforderlich |
| Fahrradschuppen | Viel Stauraum, Stehhöhe, flexibel nutzbar | Größerer Materialaufwand, benötigt viel Platz |
Rechtliche Aspekte
Möchtest du eine kleinere Fahrradbox bauen, brauchst du im Normalfall keine Baugenehmigung. Eine größere Fahrradgarage ab 10 m³ muss unter Umständen genehmigt werden.
Fahrraddiebstahl ist in der Regel über die Hausratversicherung abgedeckt. Der Versicherungsschutz greift aber nur, wenn das Bike aus der Wohnung oder einem anderen abgeschlossenen Raum - das kann beispielsweise ein Keller, eine Garage, ein Fahrradschuppen oder eine Fahrradbox sein - gestohlen wurde.
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