Paul Reißmann gründete 1873 in Nürnberg-Doos die Firma Mars, ein Unternehmen, das sich auf die Produktion von gusseisernen Öfen spezialisierte. Um saisonale Schwankungen auszugleichen, begann man mit der Fertigung von Hand-, Riemen- und Motorsirenen.
1898 nahm der Betrieb die Herstellung von Fahrrädern auf. Das Unternehmen firmierte nun als "Mars-Fahrrad-Werke und Ofen-Fabrik AG, vorm. von Fritz G. E. Mit gleicher Belegschaft werden von nun an Öfen für das Wintergeschäft und Fahrräder, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, für das Frühjahrs- und Sommergeschäft produziert. Die Paul Reissmann GmbH wird abgetrennt.
Die Anfänge der Motorradproduktion
1903 verließ das erste Mars-Motorrad die Werkstatt in der Sigmundstraße 40. Es war eine Maschine mit einem 1,75 PS-starken Motor. Matthias Murko, Leiter des Museums Industriekultur, äußerte sich 2008 gegenüber den "Nürnberger Nachrichten" folgendermaßen über die ersten motorisierten Mars: "Da darf man sich nichts vormachen. Das waren in der Anfangszeit technisch unzuverlässige und auch noch teure Motorräder." Laut Herrn Murko dürfte so ein Fahrzeug rund 2.000 Reichsmark gekostet haben, eigentlich unerschwinglich für einen Arbeiter mit einem Monatslohn von 60 Reichsmark. Die Jahresproduktion soll anfangs bei etwa 80 Stück gelegen haben. Wirtschaftlich war es für die Mars-Werke kein durchschlagender Erfolg. Dennoch wurden mit Mars-Maschinen sportliche Erfolge eingefahren.
Am 3. Sept. 1903 wurde z.B. Das legendäre "Kesselberg-Rennen" wird von GEORG RETIENNE auf einem MARS - Motorrad gewonnen. Ein Jahr später verkauft Reißmann die Ofen-Produktion und firmiert von nun an als Mars-Werke AG. Mars versuchte sich auch im Automobilbau, es wurden aber nur wenige Exemplare gefertigt. (Das einzige noch existierende Modell steht heute im Museum Industriekultur.)
Der erste MARS- Kraftwagen mit 10 PS wird auf dem Automobil- Salon in Leipzig ausgestellt. Mittels 6 PS - später 10 PS Motor wird über "Reibradantrieb" eine Durchschnitts- geschwindigkeit von 35 km/h erreicht. Von den in Einzelanfertigung gebauten Autos in Zwei- und Viersitzerausführung werden nur wenige Einheiten verkauft, weshalb dann auch 1909 die Fertigung, die bereits 1905 begonnen hatte, wieder eingestellt wird.
Die Produktion von motorisierten Fahrzeugen wird 1909 wegen Unrentabilität eingestellt. Die Fahrradproduktion steigt auf 30.000 Jahreseinheiten und MARS verdient gutes Geld. Die MARS - Motorradfertigung wird zu Gunsten des sich interessant entwickelnden Werkzeugmaschinengeschäfts eingestellt.
Neuanfang im Motorradmarkt
Erst nach Beendigung des Ersten Weltkrieges wendet sich MARS wieder der Entwicklung von Motorrädern zu. 1920 nehmen die Mars-Werke einen erneuten Anlauf im Motorradmarkt (zu dieser Zeit gab es allein in der Noris 40 Zweirad-Hersteller).
Ingenieur CLAUS FRANZENBURGER entwickelt nämlich bei MARS einen luftgekühlten 2-Zylinder Boxermotor mit 956 ccm bei 7,3 PS Leistung. Ingenieur Claus Franzenburger entwickelt in diesem Jahr einen Zweizylinder-Motor mit einem Liter Hubraum und einer Leistung von 7,3 PS. Gebaut wurde das Aggregat bei der renommierten Firma Maybach in Friedrichshafen. Zum Einsatz kam der Motor in einem als A20 bezeichneten Motorrad, das anfangs nur in Weiß ausgeliefert wurde - "Die Weiße Mars".
Die legendäre 1000er "WEISSE MARS" kommt unter der Bezeichnung A20 auf den Markt, "WEISSE MARS" wohl deshalb, weil MARS die bis dahin für Motorräder nicht verwendete Farbe weiß anbietet, später noch grün und rot hinzukommen. Die Besonderheit der Konstruktion war der patentierte aufwändig genietete und gelötete Kastenrahmen mit integriertem Tank und je einer links und rechts nach hinten laufenden Antriebskette (2-Gang-Ausführung). Der in Fahrtrichtung eingebaute luftgekühlte Boxermotor wurde mittels Handkurbel, nach dem Prinzip der damaligen Automobile, gestartet.
Mit dieser legendären Maschine verbinden Motorradfans in aller Welt heute noch den Firmennamen. Ing. Franzenburger wechselte einige Jahre später zu ZÜNDAPP über um dort an der Entwicklung deren 2-Zylinder - Boxenmotoren mitzuwirken. Sportliche Erfolge fuhren 1921 die Werksrennfahrer Ernst Schulz und Heinz Wilhelm mit dem weißen Motorrad ein. Die MARS - Werksfahrer ERNST SCHULZ und HEINZ WILHELM belegen 1921 den ersten und zweiten Platz der BAYERISCHEN MOTORRAD - MEISTERSCHAFT die auf der Zementbahn am "Reichelsdorfer - Keller" bei Nürnberg ausgetragen wurde. In den nachfolgenden Jahren wurden weitere zahlreich Siege europaweit auf der MARS A 20 in "Rennversion" eingefahren.
1920 wird Adolf Jacobowitz, ein Jude polnischer Abstammung, Direktor bei den Mars-Werken. Während der Inflation 1923 gerät das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Es kommt 1926 auch zum Bruch mit der Firmenleitung. Mit der zunehmend sich verschlechternden Wirtschaftslage in Deutschland, es war die Inflationszeit, konnte MARS nur schleppend das für damalige Zeiten doch sehr teuere Gefährt, jetzt auch auf Wunsch mit einem DEKA Seitenwagen, an den Mann bringen, weshalb MARS, um steigende Verluste aus dem Motorradgeschäft zu unterbinden, sich entschließt die A20 Fertigung an zwei Werksangehörige, die Brüder JOHANN und KARL MÜLLER zu veräußern. Kurz vorher werden noch etwa 10 Einheiten einer modernisierten Version der A20 mit 3-Gang- Getriebe hergestellt.
Die Brüder Johann und Karl Müller, bis dato Betriebsleiter und Konstrukteur bei Mars, übernahmen die Fertigung, jedoch nicht den Markennamen. MARS stellt die Motorrad - Fertigung ein und verkauft das Fertigungsrecht an die GEBRÜDER MÜLLER, jedoch ohne Benutzungsrecht des Markennamens MARS. Die 1000er MARS heißt jetzt M.A. Eine vollkommen überarbeitete MARS A20 kommt als M.A. 25 auf den Markt. Der 2-Zylinder- MAYBACH - Motor wird durch eine verbesserte Ausführung, analog der MAYBACH - Version von der Maschinenfabrik IMMENDINGEN, dann J.G. MEHNE, aus Schwenningen a.N. ersetzt. Diese Ausführung eignete sich auch für stationäre Einsätze.
Zur Programm- Ergänzung kommt auch ein von der Genfer Firma MAG erzeugter 1-Zylinder Motor mit 498 ccm und 598 ccm zum Einbau. Die Gebrüder MÜLLER bieten auch ein Kleinkraftrad mit wahlweise 60 ccm, 1,25 PS ILO- oder SACHS- Motor als M.A.- Leichtmotorrad an, die über die Handelsgesellschaft "HIRSCHMANN & NEU" in der Fürtherstr. 42 vertrieben werden.
Die Zeit des Nationalsozialismus und der Wiederaufbau
Unter dem Naziregime ging das Aktienkapital im Zuge der "Arisierung" nach und nach in nichtjüdischen Besitz über. Besonders Julius Streicher, der selbsternannte "Franken-Führer" tat sich hierbei hervor. Streicher bemächtigte sich der Aktien des Bankiers Anton Kohn, welcher inhaftiert war. Ab 1936 war Baron von Seydlitz Hauptaktionär und Direktor der Mars-Werke.
MARS nimmt diese Leichtmotorräder auch in ihr Lieferprogramm auf und bietet bis zu Beginn des 2. Weltkrieges solche Motorräder alternativ mit 60 ccm - 73 ccm und 98 ccm- SACHS- Motor an, zuletzt wird auch ein 125 ccm- ARDIE- Motor mit stufenlosem Getriebe verbaut. Letztere Version wird aus Material- Restbeständen unmittelbar nach Kriegsende noch weiter vertrieben. Freiherr Herbert von SEYDLITZ und KURZBACH erwirbt die Aktien- Majorität mit 75 Prozent des Aktienkapitals = Sperrmajorität der MARS - WERKE AG. Er steht dem Betrieb bis zur Schließung 1958 als Direktor vor.
Während des 2. Weltkrieges wird neben Fahrrädern Stahlmantel- Panzer- Munition mit 3,5 und 7,5 cm Durchmesser erzeugt. Baron v. Seydlitz gab strikte Anweisung, mittels Anschlag am schwarzen Brett, eine größere Anzahl ukrainischer Zwangsarbeiter gut zu behandeln und testete täglich deren "warmes Essen" bevor es zur Ausgabe freigegeben wurde. Diese dankten ihm seine Menschlichkeit in den schlimmen Nachkriegjahren 1945/46 mit überschwenglichen Lebensmittellieferungen.
Nach Kriegsende produzierte man bei Mars ab 1947 vorerst Fahrräder, erst 1949 setzt wieder die Motorrad-Produktion ein. Der Betrieb bleibt von Bombenschäden weitgehend verschont, wird aber bei der Einnahme von Nürnberg am 19. und 20.04.1945 von amerikanischen Artillerie- Treffen empfindlich beschädigt, und wird dann unmittelbar nach Kriegsende von einer 100-köpfigen UNRA- Schutztruppe, bestehend aus Balten und Polen, unter der Befehlsgewalt des polnischen Capitans SIKOROWSKY, besetzt. Letzterer ist den "MARS'lern" aufgrund deren vorzüglichen Verhaltens gegenüber den Zwangsarbeitern, wohlgesinnt. MARS kann dennoch nur beschränkt den Fertigungsbetrieb, Fahrräder und Werkzeugmaschinen, aufrechterhalten.
Das Werksgelände steht MARS nun wieder ganz zur Verfügung. Die von der US-Militärregierungen verfügte Zwangsverwaltung unter Leitung von Direktor Jacoboviz (Chef der Spielwarenfabrik TIPP & CO. Fürth), wird aufgehoben und Baron v. Seydlitz als MARS- Hauptaktionär, wird wieder als Fabrikdirektor eingesetzt. Die Fertigung von Fahrrädern in ganz beschränkten Stückzahlen und Metall- Trennmaschinen läuft jetzt wieder voll und die Entwicklung von Motorrädern setzt ein.
Hierzu holt FRITZ WÖHE sen. als Prokurist und Verkaufsleiter bei MARS, von den PHÄNOMEN-WERKEN AG ZITTAU kommend, zwei PHÄNOMEN- Entwicklungs- Ingenieure, Herrn RUDI ALBERT und Herrn HELLMUT SCHORISCH nach Nürnberg. Diese hatten kurz vor Kriegsbeginn bei PHÄNOMEN, das 98er SACHS- MOFA "BOB" und das 125er SACHS- Motorrad "AHOI", mit 3-Gang- Fußschaltung und hochgezogenem Auspuff entwickelt. MARS feiert am 1. Die ersten zwei MARS Nachkriegs- Motorradmodelle kommen auf den Markt. Die von den Ingenieuren ALBERT und SCHORISCH entwickelte MARS STELLA 150, als erstes deutsches Motorrad mit 16-Zoll- Bereifung (wenig später erscheint die 150er ADLER ebenfalls mit 16er Bereifung), geht in Produktion.
Das Unternehmen profitierte vom Motorradboom der Nachkriegszeit. Eine hinzugekaufte "TIGER"- Teleskopgabel vorne, die mit wartungsfreiem Gummidruckzylinder arbeitende Hinterradschwinge sowie die an 5 verstellbaren Gummibändern aufgehängte Sattelschwinge, verleihen der mit dem 150 ccm SACHS-2- Taktmotor ausgerüsteten Maschine ausgezeichnete Geländefahreigenschaft. Besonders Förster, Jäger und Landwirte zählen daher bald zu begeisterten Abnehmern. Motorradsportler beginnen sich für die handliche Geländemaschine zu interessieren und MARS baut eine Werksmannschaft auf. Aus der MARS STELLA 150 wird durch den Einbau des 175 ccm- SACHS Motors die MARS STELLA 175 K. Das inzwischen 4-köpfige Werksteam mit BRANDENSTEIN, SIEBOLD, SCHILLER und WÖHE jr. als Mannschaftskapitän (Herr SIEBOLD wird später durch Herrn WESTPHAL ersetzt, Herr BRANDENSTEIN durch Herrn STEFFEN und einige Veranstaltungen wurden vom früheren TRIUMPH- Einfahrer Edmund Stump mitbestritten) eilt von Sieg zu Sieg.
Im gleichen Jahr erscheint das erste MARS- MOPED, Typ 26 S mit 48 ccm SACHS- Motor, 2-Gang Drehgriffschaltung und mit gummigefederten Kurzschwingen- Vordergabel. Im breiten MARS- Fahrrad- Lieferprogramm werden erstmals MARS- Sternfahrräder mit 5 Jahren Garantie angeboten. Die MARS STELLA 175 S kommt auf den Markt. Jetzt mit sportlicher "DENFELD"- Sitzbank und in Silbermetalleffekt- Lackierung in hellblau, rot und grün. Es gibt aber auch eine konservative Schwarz- und Grünlackierung mit verchromtem Tankspiegel und von Hand gemalter Goldlinierung.
Die gummigefederte und mittels Stoßdämpfern gedämpfte MARS- Vorderschwinge wird entwickelt und bereits bei Geländeeinsätzen erprobt. Die Typenbezeichnung lautet nun MARS STELLA 175 DS. Zur gleichen Zeit zeigt MARS auf der IFMA in Frankfurt erstmals den Kinderroller MARS LIBELLE. Die Idee den Roller den motorisierten Brüdern nach zu bauen war wohl glänzend, brachte aber letztlich nicht den ersehnten Verkaufserfolg. Die Ingenieure ALBERT und SCHORISCH sind mittlerweile zu den Firmen RABENEICK und FICHTEL & SACHS übergewechselt.
Der Erfolg der Monza und das Ende der Mars-Werke
Schließlich gelingt der Firma 1955 ein ähnlicher Coup wie mit der "Weißen Mars". MARS überrascht den Markt mit Deutschlands erstem Sportmoped dem MARS MONZA. In einem Stahlblech- Pressrahmen mit Vorder- und Hinterradschwinge, geschlossenem Kettenkasten, darin integriert eine Diebstahlsicherung, hängt ein 49 ccm ILO 2-Taktmotor. Später kommt alternativ noch der 48 ccm SACHS- Motor zum Einbau.
Die "Monza" kommt auf den Markt, ein Moped, das unter Experten schlicht als Ur-Modell dieser Gattung gilt. Um auch der Damenwelt ein fortschrittliches Moped anbieten zu können überarbeitet MARS das seit 1953 produziere Rohrrahmen- Moped 26 S und schafft das MARS Moped 23 S, ein Jahr später das 23 DS mit Bereifung 23 x 2.00. Die Bezeichnungen "23" und "26" bezogen sich auf die Reifendurchmesser.
Beide Modelle, das MARS MONZA und das MARS 23 DS wurden zum Exportschlager und verhelfen MARS den bisher nach West-Europa getätigten Export erfolgreich nach Überseeländern auszudehnen. So erreicht der Export, jetzt unter Leitung von Fritz Wöhe jr. bald bis zu 60 Prozent des MARS- Gesamtumsatzes obwohl sich in Deutschland wegen des gelungenen Sportmopeds MONZA in kürzester Zeit die MARS- Händlerschaft beachtlich erweitert hatte. 36 Länder, Westeuropa, Angola, Mozambique, Nigeria, Südafrika, aber vornehmlich Fernost mit Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Britisch Guyana, Singapur, Thailand, Vietnam oder die Bermudas zählten zu regelmäßigen Abnehmern.
So musste für Vietnam das erste Nachkriegs- Motorrad, das MARS SK 100 wieder in Produktion genommen werden. Dessen stabiler Rohrrahmen wurde in Saigon in Lots von jeweils 50 Einheiten zu robusten MOTOR- RIKSCHAS umgearbeitet. Es waren jeweils 5 Mopeds oder Motorräder in zerlegtem Zustand, einschließlich Ersatzteile im Wert von jeweils 10 Prozent des Auftragswertes, in seefesten Kisten verpackt. Die obligatorische Mitbestellung von Ersatzteilen versetzte MARS- Importeure in die Lage von Anfang an besten Service zu gewährleisten, woran kaum andere Exporteure dachten und sich daher in den wenigsten Fällen auf den Märkten behaupten konnten. Japaner waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit mit der Entwicklung ihrer Zweirad- Industrie, zumindest mit attraktiven Modellen.
Auch 1955 werden wiederum zahlreiche Siege für MARS errungen. Ihren größten Sporterfolg bedeutet jedoch die Goldmedaille von Wöhe- Junior bei den XXX. INT. Das Kleinkraftrad MARS MONZA II mit 49 ccm ILO-Motor und 3,5 PS Leistung, mit 3-Gang Fußschaltung kommt auf den Markt. Das steuerfreie Autobahn zugelassene Kleinkraftrad durfte mit Führerschein 4 gefahren werden, auch mit 2 Personen. MARS war wieder einmal richtungsweisend.
Das für die Damenkundschaft angebotene Moped MARS MILANO, mit elegantem Stahlblech- Pressrahmen, Doppelschwinge und 48 ccm SACHS- Motor, jetzt mit 3-Gang Drehgriffschaltung ausgestattet, rundete das MARS Moped-Verkaufsprogramm ab. Die Zweiradkrise ist voll im Gang. Traditionsreiche Marken wie ADLER, ARDIE, BAUER, DKW, EXPRESS, HECKER, HOREX, TRIUMPH und UT verschwinden vom Markt. ZÜNDAPP stellt die Motorrad- und Rollerfertigung ein. Lediglich die ZÜNDAPP- Mopedfertigung bleibt, nach München verlegt, bestehen, wird aber in den 80er Jahren komplett nach China veräußert. Das Nürnberger ZÜNDAPP- Werk wird von der NORISZÜND-AG erworben, geht dann später an BOSCH.
Doch dieses Leichtkraftrad konnte den Untergang der Firma nicht aufhalten. Vom mit viel Aufwand entwickelten Kleinwagen JANUS werden nur wenige Einheiten gefertigt, wie auch der von VICTORIA entwickelte SPATZ über den Kleinseriencharakter nicht hinauskommt. In Nürnberg existieren von einstmals 8 Motorradherstellern nur noch MARS, VICTORIA und HERCULES. MARS kann jetzt Motorräder nur noch mit 2-3 jähriger Wechsel- Finanzierung auf dem deutschen Markt absetzen. Die Preissituation macht sehr zu schaffen. Durch die Fertigungsaufgaben oben genannter Motorradmarken werden fabrikneue Roller und Motorräder zum halben Preis angeboten.
So geht ein moderner MARS- Touren-Roller Typ "200" , mit Doppelschwinge, 14-Zoll- Bereifung und 200 ccm SACHS- Motor, mit Gebläsekühlung, elektrischem Starter und 4-Gang- Fuß- Wippschaltung wegen fraglicher Absatzmöglichkeit gar nicht erst in Serie. In diesen Zeitraum fiel auch die Modernisierung der MARS- Metall- Trennmaschinen durch Meister Haubold. BBC-Mannheim, HUGO STINNES in Essen oder die VÖST in Linz, aber auch Übersee- Exporte, besonders nach Japan, halfen mit, die Verluste aus dem zunehmend schwerer gewordenen Motorradgeschäft zu decken. MARS suchte dennoch nach weiteren Standbeinen. Der gleichzeitig entwickelte Elektro- Gabelstapler MARS E3 mit 300- oder 600 kg max. All diese Entwicklungen waren mit großen finanziellen Aufwand getätigt worden und obwohl die Moped-Nachfrage, vornehmlich aus Überseeländern zunahm, reichte die Finanzdecke nicht mehr aus alles erforderliche Rohmaterial, wie auch notwendige Anlagen- Investitionen für die Neuentwicklungen zu finanzieren.
Der Exportanteil am MARS- Umsatz nimmt weiter zu. Es gelingt einen Großauftrag über 2500 Stück Mopeds des Typs MARS MILANO aus Finnland (Auftragswert ca. DM 500.000.-) herein zu nehmen. Dies bedeutet ungefähr eine Moped- Jahresproduktion für MARS, womit die Hoffnung steigt den Fortbestand des Werkes abzusichern.
Die Mars-Werke mussten 1958 Konkurs anmelden, die Banken gewährten keine weiteren Kredite mehr. MARS muss daher im Juli 1958 ihre Zahlungsunfähigkeit erklären und geht in Konkurs. Exportaufträge, wofür Bankakkreditive vorlagen wurden noch bis Ende August abgewickelt. Der Name MARS in Verbindung mit Fahrrädern und Mopeds ging an das Großversandhaus QUELLE in Fürth. Die Fertigungsanlagen wurden von der Gritzner-Kayser AG in Karlsruhe übernommen, die kurzzeitig den Bau der Monza weiterführte. Die Werkzeugmaschinenfertigung wurde von TRENNJÄGER übernommen.
Mountainbike von Mars
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