McKenzie Fahrräder im Test: Ein Erfahrungsbericht

Die Frage, ob günstige Fahrräder aus dem Supermarkt eine lohnende Investition sind, beschäftigt viele. Hier ein Erfahrungsbericht über ein E-Bike von Mc Kenzie (Mifa E 200), das im Herbst für 630 Euro bei Real erhältlich war, baugleich zum Aldi Rad.

Erste Eindrücke und Montage

Beim Zusammenbau gab es erste Schwierigkeiten. Beim Zusammenbau brauchte ich schon 1 Stunde bis ich Begriff dass die Pedale immer nur auf einer Seite passen. Die Gewinde liesen sich nicht eindrehen.

Erste Fahrten und Probleme

Am ersten Tag wurden 20 km auf Stufe 2 im 5. Gang gefahren. 3 Tage später folgte jedoch die erste Panne: ein Platten. Noch nie so eine Nabenschaltung abgemacht, bzw. das Teil das abgemacht werden muss um das Hinterrad herraus zu nehmen. Das rote Kunststoffteil der Schaltung an der Kette ist mir dabei gleich abgeknickt.

Nach ein paar Tagen kam ein Bekannter vorbei, der sich ein bisschen auskannte, der hat mirs gezeigt von da an hab ich dann es selbst probiert. Jetzt weiter auf das Rad und ein paar mal 20 - 30 km geradelt. Aber schon nach 3 Wochen das nächste Malheur Gepäckträger abgerissen. Jezt weiss ich warum. Ich hab dann alle Schrauben nachgezogen und die schon fehlenden ersetzt.

Alltagstauglichkeit und Leistung

In der Folgezeit konnte ich den nächsten Platten selbst reparieren. Ich fahre viel Feldwege und Fahrradwege die nicht gut ausgebaut sind. Wenn ich ausnahmsweise mal mit dem Zug zurück fahre dann weiss ich warum ich stabil sage denn es ist auch schwer.

Auf der 2 Stufe die ich fahre mit ca 23 km also mit viel selbst treten hält der Akku auf ziemlich Ebenen Strecken 60 - 70 km. Meiner Meinung nach ein ausgezeichneter Wert und für Tagestouren mehr als völlig ausreichend. Bis jetzt sind nur Kleinigkeiten am Rad aufgetreten mal Schutzblech verzogen vom hinfallen aber nix ernsthaftes. Für das Geld ein Klasse Rad.

Bremsen kann ich immer noch nicht einstellen und die funktionieren auch nicht besonders gut, aber da hatt das Rad eine Rücktrittbremse die ich immer zusätzlich benutze. Also eigentlich alles positiv.

Verbesserungswünsche und Kritik

Ich hab Mifa angeschrieben und nach einem anderen Controller gefragt der wenigstens 28 km/h zu lässt. Das gibt es nicht. Die sowie die anderen Fahrad Hersteller kapieren es nicht dass kein Mofa verkauft würde, wenn es mit 23 km/h abgeriegelt wäre. Zulässig sind 25 und mindestens 25 km/ plus die Toleranz die jeder auch beim Auto Fahren ausnutzt und nicht bestraft wird müsste doch möglich sein.

Ein Mofa das wirklich als Höchtgeschwindigkeit mit Rückenwind nur 28 km läuft ist unverkäuflich. Also helft mir die Hersteller zu Nerven dass 25 Km/ plus 10 % Toleranz das mindeste sind das gebaut wird. Hier liegt es auch an den Fahrradhändlern um umzudenken. Irgendwann kommt sonst eine Chinesiche Marke die Fahrräder mit 28 km/h ausliefern und dann behaupten das ist innerhalb der Toleranz, dann kauf ich von denen auch mein nächstes Rad.

Weitere Erfahrungen mit günstigen Fahrrädern

Es gibt unterschiedliche Meinungen zu günstigen Fahrrädern. Mir geht's ähnlich wie dir, ich brauche kein Statussymbol und muss nicht vierstellig Euros für ein Fahrrad ausgeben, um damit Spaß zu haben. Mein Prophete AluRex Trekking hat ca.

Und trotzdem ist er mit dem Billigrad nun schon einige Kilometer gefahren und ist zufrieden. Warum müsst ihr Edel-Pedelec-Fahrer denn immer und immer wieder jeden, aber auch jeden Kommentar zu Billigrädern mit eurer Häme und euren Schmähungen überziehen? Versteh ich nicht. Passt das nicht in Dein Weltbild rein, dass jemand, der nur zwischen 600 und 1000 Euro für sein Pedelec ausgegeben hat, damit tatsächlich auch zufrieden ist? Kann doch gar nicht sein, nicht?

Ich wollte keine Diskussion welches Rad angeschafft werden soll. Gerne gebe ich zu dass manche Komponenten um 20 % besser sind bei Top Rädern. Ist es das? Hier wollte ich nur Neulingen klarmachen dass man guten Gewissens billige Discounter Räder kaufen und fahren kann.

Erst diese Woche ist der Gepäckkorb, obwohl zu diesem Zeitpunkt unbeladen, beim fahren abgerissen. Da der Mifa Techniker schon 2 mal bei mir war wurde immer im nachhinein festgestellt dass diese oder jene Schrauben von Anfang an fehlten oder verloren gegangen sind. Die Bremsen sind selbst durch die Fachwerkstatt nicht einzustellen, dass sie mehr als 2 Wochen vernünftig ziehen.

Die Geschwindigkeit die bei 22,5 abgeregelt wurde hab ich jetzt durch einen 26" Controller soweit hinbekommen dass das Rad jetzt 25,8 läuft. Ist eigentlich erst jetzt die richtige Geschwindigkeit. Schon in anderen Beiträgen in diesem Forum sind die Bestell Probleme beschrieben. Was kam? Als gerade wieder der Techniker da war hab ich gesagt bau den Controller ein.

Aus dem ganzen Bericht hört man es schon. Es war und ist ein super günstiges Rad aber mit nicht zufriedenstellender Leistung. Ich habe Mifa mehrfach jetzt angeschrieben in der Hauptsache wegen der mangelden Geschwindigkeit. Es interresiert aber niemand ab 21,5 km/h liegt man in der Toleranz und bewusst werden die Controller so gebaut dass bei spätestens 24 km/ h Schluss ist. Berufen sich auf Gesetzte dass 25 km/h keinesfalls überschritten werden darf.

Nein, das Pedelec ist für diesen Preis nicht gut, nicht weil es (zu) günstig ist , sondern weil einfach geschlampt wird. Durch Einsatz weniger Euro bezw.besserer Qualitätskontrolle lassen sich die von Dir beschriebenen Peinlichkeiten vermeiden. Die 22,5 kmh - Abregelung paßt aber wiederum gut zu den Bremsen.

was mir zum Gepäckträger einfällt; wenn das so einer ist mit einem Anschlag für Taschen oder Aktenkoffer, kann es durchaus sein, das die hinteren Federn des Sattels, wenn er nicht mind. 100mm rausgezogen ist, ständig drauftrümmert bei Schlaglöchern. Auf diese Weise hätte ich mein Rack fast selbst getrümmert. Abhilfe hat gebracht, ungefederte Sattelstütze, sportlicherer Sattel ohne Doppelfedern. Ich denke das damit auch beim Mifa Ruhe im Heck einkehrt. Leider ist es so das bei kleineren Rahmen und 26" Rädern die Komponenten der "Großen" verbaut werden, das passt dann nicht unbedingt zusammen. Es soll angeblich spezielle Teile dafür geben. Welche hast du verbaut? Abhilfe: Nach Hochbiegen des Rahmens habe ich jeweils rechts und links ein Edelstahlband, dessen Enden ich zu einem U gebogen habe, auf die Längsrohre geschoben, mit Montagekleber verklebt. Nach Schwarzlack sieht das gut aus, fällt nicht auf und hält jetzt schon 2 Jahre. Ansonsten bin ich mit dem Rad vollauf zufrieden.

Mountainbikes im Test

Ein Mountainbike muss grundlegend drei Bedingungen erfüllen: Es muss leicht, geländegängig und mit einer guten Bremse ausgestattet sein. Hier gilt: Mehr ist in diesem Fall auch mehr. Die guten Mountainbikes in Tests verfügten über mindestens 21 Gänge. Diese Auswahl ist wichtig, um möglichst viele Situationen mit dem Rad gut meistern zu können.

Wirft man einen Blick in die Tests, müssen diese Räder den höchsten Ansprüchen genügen. Ein solches Mountainbike wird nur bergab bewegt. Insofern bringen diese Mountainbikes rund 18 Kilo auf die Wage und sind standardmäßig mit einer Scheibenbremse ausgestattet.

Wird ein Mountainbike im Vergleich einer Eignungsprüfung unterzogen, gilt ein besonderes Augenmerk der Gangschaltung. Schließlich soll das Rad sowohl auf der Ebene als auch an der Steigung überzeugen. Es kommt daher beim Test auf die sogenannte Übersetzung an. Aber nicht nur das. Schließlich sind die Ergebnisse eines Vergleichs auch für Laien gedacht. Insofern kommt es bei der Eignungsprüfung auch darauf an, dass die Schaltung einfach zu bedienen ist.

Ein Mountainbike muss große Steigungen überwinden. Der Vergleich zeigt: Da kann jedes Kilo stören. Insofern kommt bei den Studien stets das Gewicht auf den Prüfstand. Es wird vor allem vom Rahmen beeinflusst. Die Faustregel lautet: Je hochwertiger das Material ist, desto leichter ist auch das Mountainbike.

Jeder gute Mountainbike Test betrachtet die Bremsen des Rades, denn mit den Rädern werden hohe Geschwindigkeiten gefahren. Da versteht es sich von selbst, dass die Bremsen bei der Inspizierung genau unter die Lupe genommen werden. Schließlich geht es hier um die Sicherheit der Kunden.

Der Rahmen eines Mountainbikes ist besonders hohen Belastungen ausgesetzt. Aus Tests wissen die Forscher, dass besonders beim Bergab-Fahren extrem große Kräfte wirken. Insofern muss auch der Rahmen besonders stabil gebaut sein. Hier kommt es darauf an, dass Bedürfnis nach einem leichten Rad mit den Erfordernissen der Sicherheit abzuwägen. Insofern wird der Rahmen intensiven Belastungsproben unterzogen.

Die Kette treibt das Mountainbike an. Insofern ist die Qualität dieses Bauteils natürlich besonders wichtig für das Testergebnis. Es kommt im Vergleich darauf an, dass die Kette möglichst stabil in ihrer Halterung bleibt - und nicht herausspringt.

Die Reifen eines Mountainbikes sind zwar ein Bauteil, das mit ziemlicher Sicher irgendwann gewechselt. Trotzdem sollte das erste Paar eine gute Qualität aufweisen. Nur so kann ein Modell einen der vorderen Plätze im Vergleich einnehmen. Bei den Reifen kommt es vor allem darauf an, dass sie auch abseits der Straße einen guten Halt bieten.

Bekannte Hersteller von Mountainbikes

  • Serious: Der Hersteller fällt im Test immer wieder mit günstigen Modellen auf, die trotzdem mit Qualität glänzen können. Das Ziel des Unternehmens ist es nicht, sündhaft teure Luxus-Modelle zu entwickeln. Die Mission lautet: Radsport bezahlbar machen.
  • Cube: Die Oberfranken haben sich der Produktion hochwertiger Mountainbikes für anspruchsvolle Nutzer verschrieben. Eine Besonderheit bei Cube ist, dass wirklich alle Räder in Deutschland produziert werden.
  • Scott: Die Mountainbikes von Scott gelten vor allem unter Freizeitsportlern schon lange als Standard. Und das vollkommen zu Recht, wie eine Auswertung von Tests zeigt.
  • Kona: Das Ziel des Unternehmens ist es, jedem Fahrer das passende Mountainbike zu bieten. Als spezialisierter Hersteller gelingt dies Kona auf unnachahmliche Art und Weise.
  • Yeti: Die Chefs von Yeti Mountainbikes haben sich ein ziemlich kühnes Ziel gesetzt: Sie wollen Fahrräder bauen, die sie auch selbst gerne fahren würden.
  • Santa Cruz: Die Macher vereinen ausgeklügelte Technik mit absolut hochwertigen Materialien. Herauskommen Fahrräder, die höchsten Ansprüchen genügen.
  • Hercules: Inzwischen laufen bei Hercules unter anderem ziemlich coole Mountainbikes vom Band. Die Modelle wissen nicht nur in Sache Optik zu überzeugen.
  • Specialized: Fahrräder sollten es sein. Denn seither laufen in Kalifornien Mountainbikes vom Band, die Profis und Freizeitsportler gleichermaßen überzeugen.
  • Trek: Die Ingenieure von Trek nehmen für sich in Anspruch, die weltweit fortschrittlichsten Mountainbikes zu entwickeln.
  • Cannondale: Die Amerikaner bauen Mountainbikes für anspruchsvolle Nutzer. So waren die Entwickler von Cannondale zum Beispiel die Ersten, die wichtige technische Bauteile im Rahmen versteckten.

Internet vs. Fachhandel

Im Fachhandel werden Sie sicher ein Mountainbike finden, das kongruent zu Ihren Wünschen ist. Außerdem können Sie das Rad gleich an Ort und Stelle einem Test unterziehen. Die Sache hat allerdings einen Haken: den Preis. Er ist deutlich höher als im Internet.

Dabei ist es hier inzwischen sehr einfach möglich, ein Mountainbike zu kaufen. Es stimmt zwar, dass Sie das Rad noch montieren müssen. Aber das geht dank ausführlichen Anleitungen leicht von der Hand und bei Problemen hilft Ihnen der Service des Händlers gerne weiter.

Häufige Mängel bei Mountainbikes

In dem Vergleich der verschiedenen Tests fällt auf, dass die Kunden immer wieder die gleichen Dinge an ihrem Mountainbike bemängeln. Die Bremsen werden, betrachtet man die Ergebnisse der Nebeneinanderstellung der verschiedenen Tests, am häufigsten bemängelt.

Auch die Gangschaltung ist den Tests zufolge nicht selten ein Problem. Hier geht es zum einen um den Bedienkomfort. Oft sind die Schalter, die am Lenker angebracht sind, nur schwer zu bewegen. Ein weiteres Problem sind sogenannte Ritzel, die sich nur mit hohen Kraftaufwand schalten lassen.

Langzeittest eines Baumarktrades

Wir wollten es genauer wissen und herausfinden, was man einem Billigrad wirklich abverlangen und zumuten kann. Zu diesem Zweck haben wir ein typisches Baumarktrad einem Langzeittest unterzogen. Wir erwarben ein Fahrrad zum günstigsten Preis, den wir ausfindig machen konnten, in einem Supermarkt und fuhren das Rad anschließend unter durchschnittlicher Belastung, wie es ein ganz normaler Fahrradfahrer auch tun würde - drei Jahre lang zu allen möglichen Gelegenheiten, zu allen Jahreszeiten.

Die überwiegende Meinung in Fachforen und Blogs ist, dass diese Räder (dabei gern als „Neuschrott“ bezeichnet) nicht viel taugen - außer sie in den Keller zu stellen und verrosten zu lassen. Zum ernsthaften Gebrauch, gar zum tagtäglichen Radfahren, seien sie absolut ungeeignet. Vielleicht mal eine Runde um den Block auf dem Fahrradweg - aber im Straßenverkehr, bei Wind und Wetter?

Das günstigste Fahrrad, was ausfindig zu machen war, war ein „Trekkingrad“ zum Aktionspreis von 99,- Euro in einfachster Ausstattung: keinerlei Federung (sieht man von der Federungswirkung des Gel-Sattels und der Luftreifen ab), eine 7-Gang-Kettenschaltung, dazu Ausstattung gemäß StVZO (Seitenläufer-Dynamo, Lampen, Reflektoren, Klingel), mit zu diesem Zeitpunkt angesagtem „Brezellenker“, ein sogenannter Multifunktionslenker in Form einer Acht, wobei Multifunktion hier die vielfältigen Möglichkeiten von Greifpositionen meint.

Der Trick ist jedoch, dass die Geschäfte diese Räder gar nicht als fahrbereite Fahrräder verkaufen, sondern lediglich „vormontiert“: d.h., dass der Kunde nach dem Kauf noch selbst ran darf (oder eine Fahrradwerkstatt damit beauftragen): zumindest die Pedale und der Lenker müssen vom Käufer nach dem Erwerb selbst montiert bzw. eingestellt werden.

Das Wichtigste am Fahrrad neben der Betriebssicherheit ist das Fahrgefühl. Ein Fahrrad, auf dem das Fahren keinen Spaß macht, wird dazu führen, dass man das Rad ungern benutzt. Den Fahrspaß trüben können die unterschiedlichsten Dinge. Nicht zuletzt entscheidet das Gesamtgewicht des Rades darüber, ob man gerne damit fährt oder nicht.

Auch unser Testfahrrad wies mehrere dieser Probleme auf. Das Rad wurde nur in einer Größe angeboten - für Herren, aber offenbar hatte man dabei an kleinwüchsige Männer gedacht. Der Rahmen war sehr klein dimensioniert, so dass die fehlende Höhe durch extremes Herausziehen der Sattelstütze und Hochstellen des Lenkers kompensiert werden musste.

Denn das Fahrrad ist ein optischer „Blender“: der Fahrradrahmen sieht aus wie einer aus (leichtem) Aluminium, besteht in Wirklichkeit aber aus schwerem Stahl. Die Rahmenrohre sind somit dicker, als sie eigentlich sein müssten, denn Stahlrahmen kommen auch mit geringeren Rohrdurchmessern aus.

Auch an weiteren Stellen trickste das Fahrrad. Die „Sprungfedern“ unter dem Sattel etwa waren nicht echt, sondern durch eine entsprechende Form aus Plastik nur angedeutet. Die nächstwichtigste Frage beim Kauf eines Rades, gerade in Bezug auf die typischen Baumarkträder, ist natürlich, wie lange es überhaupt hält.

Defekte und Ausfälle im Langzeittest

  1. Das wahrscheinlich unwichtigste Teil am Fahrrad ging ironischerweise zuerst über den Jordan: die Klingel.
  2. Kurz nach Ablauf der Frist für die Gewährleistungsbeweislastumkehr fing das Hinterrad an zu eiern.
  3. Nachdem das neue Hinterrad eingebaut war, machte auch der dazugehörige Reifen schlapp.
  4. Wider Erwarten hielt der Schlauch des Hinterrades durch, dafür gab es nun vorne einen Platten.
  5. Die Lenkergriffe waren eigentlich gar keine, sondern schlichte Schaumstoffüberzüge, die sich nach einem Regenschauer bis zur letzten Pore mit Wasser vollsogen.
  6. Das Gel im Gelsattel war nach etwa einem Jahr nicht mehr im Urzustand, der Sattel verformte sich, wurde platter und faltig.
  7. Passend zum Sattel machte auch die Sattelstütze im selben Zeitraum Probleme. Sie setzte so viel Rost an, dass das Rohr äußerlich bereits völlig korrodiert schien.
  8. Der Scheinwerfer hielt anderthalb Jahre, dann brach der Kontaktstift für die Aufnahme des Stromkabels, vermutlich aufgrund Durchrostung, ab.
  9. Die Halterung für den Lenker war bereits ab dem Kauf eine eher wackelige Angelegenheit gewesen, doch mit der Zeit wurde der Vorbau derart instabil, dass der Lenker bei Belastung deutlich Spiel zu beiden Seiten hatte - trotz fest angezogener Schrauben.
  10. Nach etwas über 2 Jahren brach eine der Pedale während der Fahrt.
  11. Nach zweieinhalb Jahren flog ebenfalls mitten in Fahrt der Kettenschutzring weg.
  12. Der Lack ist ab.

Positive Aspekte im Dauertest

Doch nicht alles ging im Laufe des Testzeitraumes kaputt, manche Fahrradteile erwiesen sich als äußerst beständig. Die Bremsen sind noch absolut in Ordnung. Sowohl die Bremsgriffe als auch die Bowdenzüge und die Bremsen selbst. Lediglich die Bremsklötze mussten zwischenzeitlich ausgetauscht werden, doch da diese als Verbrauchsmaterial anzusehen sind, kann deren Austausch nicht zulasten der Qualität der Bremsvorrichtung ausgelegt werden.

Auch das Vorderrad samt Vorderreifen sind weiterhin in gutem Zustand. Das Profil des Vorderreifens ist abgenutzt, aber noch ausreichend. Die Gangschaltung überraschte am meisten, ist sie doch häufig das Sorgenkind bei Billigfahrrädern. Nicht so bei diesem Rad. Die Gangschaltung schaltet auch nach Jahren noch zuverlässig, Schalthebel, Verdrahtung und die Gangschaltung an sich sind tip-top, das Schalten erfolgt wie am ersten Tag leichtgängig und präzise.

Bewährt haben sich auch das Rücklicht mit Standlichtfunktion, das ohne Wartung auskam, der Drahtgepäckträger, die Kette, der Ständer und die Schutzbleche. Tretlager und Kurbeln funktionieren wunschgemäß. Auch die Katzenaugen in den Speichen haben durchgehalten.

Fazit zum Langzeittest

Auch Billigräder sind Fahrräder, mit denen man von A nach B kommt, das hat der Langzeittest bewiesen. Auch ein Rad aus dem Supermarkt kann sich gut und komfortabel fahren. Die Frage ist jedoch, zu welchem Preis, wobei Preis wortwörtlich gemeint ist. Rechnet man alle Ersatzteile zusammen, übersteigen die Kosten hierfür den Anschaffungspreis des Fahrrades um genau 50 Euro, es wurden also Ersatzteile für 149 Euro beschafft.

Im Ergebnis sind aus den unschlagbaren 99 Euro nach 3 Jahren Fahrt also knapp 250 Euro geworden. Doch auch dies ist immer noch sehr viel günstiger als ein höherwertiges Fahrrad. Lohnt sich der Kauf eines Billigrades also doch? Jein. Es kann wie gesehen eine billige Alternative sein, nämlich dann, wenn man Selbstreparieren nicht scheut. Lässt man die Reparaturen in einer Werkstatt ausführen und montiert nicht selbst, wird es noch sehr viel teurer.

Radfahrer, die sich die Hände nicht schmutzig machen möchten, sollten von Baumarkträdern daher Abstand nehmen und sich für höherpreisige Räder entscheiden, die aus höherwertigeren Teilen zusammengesetzt sind, da sich der vermeintlich billige Fahrradkauf sonst sehr schnell in eine Kostenfalle verwandelt. Wer nur Rad fahren, aber nicht reparieren will, sollte bereits am Anfang mehr Geld in eine qualitativ bessere Ausstattung investieren.

Erfahrungen mit dem McKenzie Hill 700 Fully Mountainbike

Mit 500 Euro in der Tasche starten wir zum Radkauf in den Großmarkt. Wir wollen ein Fully kaufen, und zwar eins, das so geländetauglich aussieht wie ein Bike sein muss. Fündig werden wir bei Real: Für 449 Euro schnappen wir uns das McKenzie Hill 700.

Shimano-Schaltung, hydraulische Scheibenbremsen, RST-Federgabel, KS-Dämpfer, Michelin-Reifen. Die Ausstattungsliste ähnelt teureren Modellen. An der Kasse die positive Überraschung: Statt der ausgeschriebenen 449 Euro bucht die Kassiererin lediglich 399 Euro ab.

Die anschließende End-Montage weckt den Heimwerker im Mann: Lenker in Position drehen, Pedale befestigen, Reifen auf Druck bringen. Diese Arbeiten sind für Laien durchaus zu schaffen. Gleichzeitig entdecken wir bereits die ersten Ungereimtheiten: Hier eine Tropfnase an der Schweißnaht, dort eine Kabelführung mit Kabelbinder (neben der dafür vorgesehenen Öse), schlecht gefertigte Tretlagerschalen (die Kurbel hat Spiel) und ein schief eingeschweißter Steg im Hinterbau.

Hervorragende Werte gab’s bei der Steifigkeit. Die Kombination aus Alu-Hauptrahmen und Stahl-Hinterbau zeigt sich robust. Stattliche 17,1 Kilo Gesamtgewicht sind allerdings der Preis dafür, der entscheidende Quotient aus Steifigkeit und Gewicht: unterirdisch.

Bei der Ausstattung überrascht uns die passable Funktion der Promax-Scheibenbremsen und auch der Schaltungs-Mix aus Shimano-Komponenten entpuppt sich als brauchbar. Am Hinterrad blitzt tatsächlich ein hochwertiges Shimano-XT-Schaltwerk, die Schalthebel stammen aus der Deore-Gruppe.

Die Federelemente hüpfen bockig, jegliche Dämpfung der 67 Millimeter vorne und 56 Millimeter hinten fehlt. Zusätzlich arbeitet der in einer Gummi-Dose versteckte Stahlfeder-Hinterbaudämpfer nur bei schweren Fahrern vernünftig. Das McKenzie ist das schlechteste Bike in puncto Wippen und Pedalrückschlag, das es jemals auf die Prüfstände von BIKE geschafft hat.

Fazit zum McKenzie Hill 700

Ein gutes Bike besteht aus mehr als der Summe seiner Teile. Die Ausstattung des McKenzie Hill 700 geht für den Preis in Ordnung. Der Rahmen jedoch ist so schlecht konstruiert und gefertigt, dass wir Einsteigern definitiv davon abraten.

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