Fahrrad XXL Hundeanhänger Test: Sichere und bequeme Radtouren mit Ihrem Vierbeiner

Eine Radtour mit der liebsten Fellnase? Fahrradanhänger für Hunde machen es sicher und bequem für Vier- und Zweibeiner möglich. Da das E-Bike immer häufiger das Auto ersetzt, ist auch der Bedarf an alternativen und sicheren Transportmöglichkeiten für den Hund immer wichtiger. Mit dem Hundeanhänger kannst du deinen treuen Begleiter überallhin mitnehmen, schützt seine Pfoten vor rauem oder heißem Asphalt und bietest ihm einen sicheren und vertrauten Ruheplatz.

Da nicht alle Tiere gleich sind, gibt es Hundeanhänger fürs Fahrrad in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Ausstattungen. Welcher Anhänger zu welchem Hund passt und auf welche Merkmale es ankommt, verrät IMTEST.

Was ist wichtig beim Kauf eines Fahrradanhängers für Hunde?

Bei dem Kauf eines Fahrradanhängers für Hunde sollten Herrchen und Frauchen ein paar Zahlen zur Hand haben, wie etwa das Gewicht des Vierbeiners und die Belastungsgrenze des Fahrrads. Außerdem gibt es Ausstattungsmerkmale wie Sicherungsseil und Feststellbremse, die die Fahrt im Hundeanhänger komfortabler und sicherer machen.

Die Länge des Fahrradanhängers sollte der Länge des Hundes im Stehen plus einer halben Vorderbeinlänge entsprechen. Innen ist die Fläche idealerweise mindestens doppelt so breit wie die Brustbreite des Hundes, der Anhänger mindestens so hoch wie der Hund im Stehen (Ohrenspitze mit einberechnet).

Wichtig ist es, auf die maximale Belastbarkeit des Hundeanhängers zu achten. Die Hersteller machen dazu in der Regel präzise Angaben in Kilogramm. Vor dem Kauf muss geprüft werden, wo die Belastbarkeit des Fahrrads aufhört, an das der Anhänger später gekoppelt werden soll. Denn: Nicht jedes Fahrrad ist für das Ziehen eines Anhängers mit viel Gewicht ausgelegt. Die Information dazu gibt es vom Hersteller.

Ausstattung und Zubehör für Sicherheit und Komfort

Diese Ausstattung und Zubehör versprechen Sicherheit und Komfort:

  • Sicherheitsseil
  • Feststellbremse
  • Insektengitter und Regenschutz
  • Federung
  • Integrierte Leine
  • Herausnehmbare Unterlage oder Sitzwanne

Sehr wichtig für die Fahrt in Dunkelheit ist eine effektive Beleuchtung. Der ADAC empfiehlt für Fahrradanhänger folgende Ausstattung:

  • Zwei weiße Front-Rückstrahler bei Anhänger mit einer Breite ab 60 Zentimetern
  • Eine rote Heckleuchte
  • Zwei rote Heck-Rückstrahler
  • Eine weiße Frontleuchte bei einer Anhängerbreite von über einem Meter

Diese Beleuchtung sollte ein Fahrradanhänger aufweisen, damit eine sichere Fahrt in Dunkelheit oder bei schlechtem Wetter möglich ist.

Fahrradanhänger für verschiedene Hundegrößen

Trixie-Fahrradanhänger für kleine Hunde

Er weist einen Front- und Heckeingang sowie Netzeinsätze für eine gute Luftzirkulation auf. Dabei ist das Dachnetz zum Schutz vor Regen mit einer Abdeckung verschließbar. Für eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist im Lieferumfang des Trixie-Hundeanhängers zudem ein Signalwimpel enthalten.

  • 117,1 x 53,1 x 59,9 cm groß und 9,76 kg schwer
  • Belastbar bis 15 kg
  • Integrierte Kurzleine, reflektieren Elemente, Netzeinsätze sowie eine herausnehmbare Bodeneinlage
  • Feststellbremse

Hundeanhänger für mittelgroße Hunde

Wie der Trixie haben viele Fahrradanhänger für Hunde eine integrierte Sicherheitsleine an Bord. So misst die Innenfläche 75 x 40 cm. Vorn und oben gibt es zudem Cabrio-Öffnungen. Ansonsten sorgen Netze an allen Seiten für gute Luft während der Fahrt. Neben dem Rücklicht ist auch ein Wimpel für mehr Sicherheit dabei.

  • 90 x 72 x 82 cm groß, und 16,2 kg schwer
  • Belastbar bis 35 kg
  • Batteriebetriebenes Rücklicht, Netzeinsätze, Spritzschutz sowie ein herausnehmbarer Innenraumschutz
  • Beidseitige Feststellbremse und Federung

Fahrradanhänger für große Hunde

Der Hundeanhänger Doggy Liner von Karlie ist mit seiner Innenfläche von 75 x 62 x 56 cm entsprechend für große Hunde geeignet. Dabei sorgen Seitenbügel und zusätzliche Querverstrebungen im Boden für ein Plus an Stabilität. Mit dem mitgelieferten Wimpel, den Reflektoren sowie den Seitenstreifen bleibt der Fahrradanhänger für Hunde gut sichtbar.

  • 148 x 90 x 88 cm groß und 18 kg schwer
  • Belastbar bis 50 kg
  • Kurzleine, reflektierende Elemente, Netzeinsätze, Abdeckung für Sichtfenster
  • Federung

2-in-1-Hundeanhänger fürs Fahrrad

Anhänger und Schiebewagen in einem

So kann das Modell von Kesser für kleine und mittelgroße Hunde sowohl an einem Fahrrad als Anhänger befestigt als auch zu einem Jogger umfunktioniert werden. Dies soll sogar mit wenigen Handgriffen möglich sein. Denn das Modell von PawHut kann auch als Trolley zum Schieben oder Ziehen dienen. Dies machen der Teleskopgriff sowie das klappbare Vorderrad möglich. Ausgelegt ist der vielseitige Hundeanhänger für kleine und mittelgroße Tiere. Auch bei diesem Modell ist ein Wimpel in der Lieferung enthalten.

  • 130 x 64 x 92 cm groß und 12,9 kg schwer
  • Belastbarkeit bis 40 kg
  • Sicherheitsleine, Netzfenster an der Seite, reflektierende Elemente sowie eine aufrollbare Abdeckung
  • Feststellbremse

Den Fahrradanhänger von PawHut kann man auch als Ziehwagen benutzen.

Der Croozer Dog Jokke im Test

Geliefert wird der Croozer im „Rohzustand“, das heißt einige Teile müssen vor der Nutzung noch montiert und zusammengesteckt werden. An sich ist alles sehr gut intuitiv machbar, nur die Anleitung verwirrt etwas und klingt komplizierter als der Aufbau eigentlich ist. Der Croozer war noch nicht ganz aufgebaut, da sind Barney und Hamlet schon reingehüpft. Sie fanden den Anhänger von Anfang an sehr spannend.

Zugegeben, 26 Kilo ziehen ist - trotz großer Reifen am Anhänger - mit einem konventionellen Fahrrad doch ziemlich anstrengend. Ein E-Antrieb ist bei längeren Strecken also definitiv von Vorteil. Ansonsten merkt man nicht viel vom Croozer. Er schleicht sanft dahin, erweist sich als sehr wendig und angenehm zu handeln.

Der Dog Jokke wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Das Verdeck des Anhängers lässt sich vorne, oben und hinten öffnen - nicht nur ein Vorteil bei der Eingewöhnung. Für die Fahrt kann man dem Hund kleine Gucklöcher bauen. Meine beiden fanden es besonders toll, als der Blick nach vorne (auf Frauchens Rücken) frei war und haben ihre Näslein in den Wind gestreckt. Auch Cabrio fahren ist problemlos möglich - cool, oder? Zudem findet sich am Rand eine großzügige Tasche für Leine, Napf, Leckerlis & Co. Man merkt: Da hat einer mitgedacht!

Die Bremse ist mit einem Handgriff angezogen, die Verbindung zum Fahrrad abschließbar und alles ist mit einem Klick an- und wieder abmontiert. Er ist also sehr benutzerfreundlich und mal unter uns: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen sieht der Croozer auch einfach verdammt schick aus.

Auch im Urlaub müssen wir nicht auf den Croozer verzichten, er lässt sich zusammenklappen und platzsparend verstauen. Ich finde es toll, dass die Hunde mit dem Anhänger überall ihre eigene Box dabei haben können. Im Biergarten, am See, im Park, überall haben die Hunde einen Rückzugsort, in dem sie entspannen können. Hamlet, der Cocker mit Blauschimmel-Fell, hat in fremder Umgebung oft Schwierigkeiten, sich zu entspannen. Sicher und kuschelig im Croozer verstaut war das gar kein Problem mehr.

Mir gefällt die Möglichkeit, den Dog Jokke mithilfe des Buggy-Sets in einen Hundewagen umbauen zu können. Barney (der rote Cocker) ist nicht mehr der Jüngste und hatte vor kurzem einen Bandscheibenvorfall. Mit E-Bike lässt sich der Croozer optimal nutzen, dann lohnt sich auch der hohe Preis.

Weitere Testergebnisse und Empfehlungen

Hier ist eine Zusammenfassung der Testergebnisse und Empfehlungen für verschiedene Fahrrad-Hundeanhänger:

Modell Max. Gewicht des Hundes Gewicht des Anhängers Preis (ca.) Besondere Merkmale
Croozer Dog Tammo 45 kg 20,3 kg 1.299,00 € Luxus-Cruiser, Croozer AirPad Federung, tiefer Einstieg
Hamax Pluto Large 45 kg 19,4 kg 799,00 € Integratives Design, einfach handhabbare Lüftungsklappen
TAXXI DOG L 35 kg 16,64 kg 599,00 € Umfassend ausgestattet, viel Stauraum, verstellbare Federung
Burley Bark Ranger - - ca. 500 € Viel Kopffreiheit, reflektierende Elemente
TRIXIE-Hundeanhänger - - ca. 200 € Günstig, Schnellfaltfunktion, Buggy-Umbaumöglichkeit

Tipps vor der ersten Fahrt

Abschließend sei gesagt, dass nicht jede Fellnase gleich Feuer und Flamme für einen Hundeanhänger ist. Daher empfiehlt es sich, den Anhänger mit dem Hund in einer sicheren Umgebung zu testen. So kann sich der Vierbeiner an das Gefährt gewöhnen, ehe es auf große Fahrt geht.

Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt es sich, den Hund an den Anhänger zu gewöhnen. Ein Hundeanhänger bewegt sich und wackelt. Zudem ist das Tier „eingesperrt“. Ist der Hund sensibel oder schreckhaft, sollte er nicht einfach in den Anhänger „gestopft“ werden. Denn das kann Stress für die Fellnase bedeuten. Unter Umständen macht es ihm so nie Spaß mit auf Tour zu gehen.

Schon beim Anblick des Anhängers legt der Hund den Rückwärtsgang ein? Hier sind einige Tipps zur Gewöhnung:

  • Den Anhänger ohne Räder im Wohnzimmer aufstellen.
  • Tür und Tor sind offen, eine bekannte Decke liegt im Hänger.
  • Ist der Hund ängstlich, ihn spielerisch in die offene Box locken, am besten mit Leckerlis.
  • Ebenfalls möglich: Servieren Sie ihm alle Mahlzeiten direkt im Anhänger.
  • Geht der Hund gerne rein oder legt sich sogar hin, für kurze Momente die Tür schließen und wieder öffnen. Die Zeiten immer verlängern.
  • Aussteigen des Hundes nie ohne Kommando!

Klappt dies alles ohne Probleme, kommen die Räder dran. Für den Ein -und Ausstieg immer die Feststellbremse des Anhängers einlegen oder einen Reifen mit den Füßen sichern. Auf einen sicheren Stand des Fahrrades achten, damit es nicht umfällt. Den Anhänger zunächst wie einen Kinderwagen schieben, bevor er ans Rad gekoppelt wird. Dann das Gespann erst schieben.

Doch warum braucht der Hund einen Anhänger, er kann doch selbst laufen? Egal ob junger oder alter Hund: Man bedenke, dass ein Hund im Alltag etwa 17 bis 20 Stunden schläft oder döst. Ein Tagesausflug dauert schnell fünf Stunden und mehr. Klar folgt der Hund seinem Menschen, auch wenn er eigentlich müde ist.

Egal ob auf Teer oder Schotter: Es besteht durchaus die Gefahr, dass sich der Hund die Pfoten wund läuft. Keine schöne Situation für das Tier. Ebenso geht eine Dauerbelastung auf die Gelenke des Hundes. Dies macht sich spätestens im Alter des Vierbeiners bemerkbar.

Radfahren mit Hund ist anders als Radfahren ohne Hund. Dessen sollte man sich bewusst sein. Die Länge der Touren und Etappen sollten immer an den Hund angepasst sein. Auf Wald- und Wiesenwegen sollte man dem Hund immer wieder die Möglichkeit geben, seinen Geschäften nachzukommen. Auf Radwegen und im Straßenverkehr bleibt der Hund im Anhänger.

Hundegerechte Touren führen optimal am Fluss entlang oder zu einem See. Die meisten Hunde lieben Wasser und eine Abkühlung ist willkommen. Egal ob der Anhänger gefedert ist oder nicht - legen Sie stets eine bequeme und rutschhemmende Hundematte in den Anhänger.

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