Wer beim Radfahren nicht auf die richtige E-Bike-Bekleidung achtet, der schwitzt während warmer Tage und friert im Herbst & Winter mehr als notwendig. Das muss nicht sein.
Die Textilbranche hat sich längst auf die Bedürfnisse der E-Bike-Fahrer eingestellt und bietet neben funktioneller Outdoor-Bekleidung für alle Jahreszeiten auch eine große Auswahl an spezieller Fahrrad-Garderobe.
IMTEST sagt, worauf Fahrradfahrer zum Frühling und Sommer setzen und worauf sie auch an kühleren Tagen achten sollten.
Bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.
Perfekt gekleidet für E-Bike-Touren - im Frühling aber auch an kälteren Tagen
Die richtige Fahrradbekleidung macht gerade längere Touren mit dem E-Bike angenehmer und bequemer. Noch besser: wenn die Kleidung aus nachhaltiger Produktion stammt - wie bei Vaude.
Der Frühling ist im vollen Gange. Wenn man morgens aus dem Haus geht, ist es aber oft noch recht frisch, gegen Mittag dann durchaus schon recht angenehm warm.
Jetzt fährt der E-Biker kleidungstechnisch besonders gut mit dem Zwiebelprinzip.
Je nachdem, ob man auf dem Weg zur Arbeit ist oder eine längere Wochenendtour macht, gibt es unterschiedlich angemessene und passende Kleidung.
Sportlich unterwegs am Wochenende
Für Freizeitfahrten eigenen sich für für obenrum hervorragend sogenannte Midlayer, also wärmende Fleece-Trikots, die durch einen hohen Kragen noch zusätzlichen Schutz bieten. Sie sind sozusagen unverzichtbare Alleskönner.
Dabei sollte der E-Biker darauf achten, dass die Shirts funktional sind, also ein gutes Feuchtigkeitsmanagement haben und zudem am Rücken etwas länger geschnitten sind.
Besonders praktisch zum Fahrradfahren ist ein länger geschnittener Rücken sowie Gummielemente, damit das Shirt nicht hochrutscht.
Kombinieren lässt sich so ein Midlayer gut mit einer Softshellhose, die bei langen Fahrten dank Stretch-Material idealerweise stets angenehm sitzt.
Diese Hosen haben oft eine wind- und wasserabweisende Funktion, sodass sie ein paar Regentropfen gut abhalten können. Eine Softshellhose sitzt locker, wärmt und ist meist wasser- und windabweisend.
Wenn die „Treter“ nicht nur wind- und wasserdicht sind, sondern auch noch die Zehen wärmen, kann es ruhig etwas kälter sein. Es gibt Schuhe, die mithilfe der Daunen-Alternative Primaloft gut isolieren.
Hersteller Vaude setzt beispielsweise auf Dualflex-Technologie, die beim Pedalieren effektiv Kraftverlust verhindern soll, da der Radfahrer laut Hersteller mit der Sohle seitlich nicht abknicken kann.
Beim Gehen sollen die Schuhe ein natürliches, komfortables Abrollen ermöglichen.
Für längere E-Bike-Touren leisten wasserdichte und wärmende Fahrradschuhe im Frühling aber auch im Sommer gute Dienste.
Je nach Wetter und Tour kann man hier zwischen einer wärmenden Softshelljacke mit wind- und wasserabweisenden Eigenschaften oder einer leicht gefütterten Regenjacke wählen, die absolut wasserdicht ist.
Empfehlenswert sind bei beiden Varianten Unterarm-Öffnungen, die bei Bedarf für etwas Abkühlung sorgen.
Praktisch ist es in diesem Fall eine zusätzlich wärmende Jacke. Das sieht auch der Hersteller Specialized so und bietet eine „federleichte“ und packbare Daunenjacke mit einem etwas weiter ausfallenden Schnitt an.
Sie passt laut Specialized auch über andere Bekleidung und soll ein einfaches Tragen in Schichten ermöglichen.
Zudem bietet die Jacke eine großzügige Kapuze, die über den Helm gezogen werden kann, um so den Kopf vor Auskühlung zu schützen, wenn die Temperaturen (noch) niedrig sind.
Die Daunenjacke ist ab sofort für einen UVP von 198 Euro etwa für Damen über den Online-Shop von Specialized erhältlich.
Und für die Damen darunter am besten ein Sport-BH aus hautsympathischem Material.
Herkömmliche T-Shirts aus Baumwolle eignen sich weniger zum Biken. Sie transportieren die Feuchtigkeit nicht schnell genug ab und kleben dann nach einer schweißtreibenden Passage am Rücken - das ist unangenehm.
Fahrradtrikots sind stattdessen aus funktionellen Stoffen gefertigt, die die Feuchtigkeit schnell vom Körper aufnehmen und nach außen weiterleiten, wo die Feuchtigkeit dann verdunstet oder in die nächste Schicht weitergegeben wird.
Typische Fahrradtrikots und T-Shirts bestehen aus Kunstfasern oder Merinowolle. Kunstfasern leiten die Feuchtigkeit besser ab und sind deshalb erste Wahl für schweißtreibende Touren.
Merinowolle ist weniger geruchsempfindlich und eignet sich gut für den Alltageinsatz oder eine Radreise.
Auf den Schnitt des Fahrradtrikots kommt es auch an
Die Modelle sind meist körpernah geschnitten und flattern dadurch nicht im Fahrtwind. Außerdem garantiert der knappe Schnitt bei entsprechendem Material den effektivsten Feuchtigkeitstransport.
Viele Fahrradtrikots und -T-Shirts sind hinten länger als vorne, wodurch sie den Rücken auch bei einer leicht nach vorn geneigten Position komplett bedecken.
Oft sorgt eine Anti-Rutsch-Ausstattung des Bundes aus Silikonnoppen oder -streifen dafür, dass das Trikot nicht so leicht verrutscht.
Ein eher enger Halsausschnitt hält Fahrtwind und Insekten fern.
In viele Modelle sind Taschen mit Reißverschluss am unteren Teil der Rückenpartie eingearbeitet, in denen sich Mobiltelefon, Windjacke, Trinkflasche oder andere Kleinigkeiten verstauen lassen.
Damit kann man sich auf die Straße wagen: Fahrradtrikots gibt es in allen erdenklichen Farben und Ausführungen. Oder auch zwei.
Manche E-Biker bevorzugen als Zwischenschicht sogenannte Midlayer, das sind eher dünne Jacken oder Pullover aus Stretchfleece, die körperbetont geschnitten sind und aus elastischem, funktionellem Material bestehen.
Aber auch normale, bevorzugt hochwertige Fleecejacken und Fleecepullover oder solche aus Merinowolle sind gut fürs Biken geeignet.
Gut gesehen werden in der Stadt
Das A und O an dunklen, nebligen Tagen ist, dass man als Fahrradfahrer in der Stadt gesehen wird. Daher ist jegliche Kleidung in Neonfarben und mit Reflektoren sozusagen Voraussetzung.
An dunklen und grauen Tagen ist es besonders wichtig, dass man von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt wird. Grelle Farben, wie hier bei der Regenjacke von Odlo, eignen sich als Begleiter in der Großstadt besonders gut.
Daher eignet sich für trockene Tage zum Beispiel eine wattierte Weste, die dann je nach Wetter und Temperatur auch noch mit einer Jacke kombiniert werden kann.
Praktisch sind auch Oberteile, an denen man die Ärmel per Reißverschluss lösen kann. Eine Jacke mit abnehmbaren Ärmeln eignet sich gut, wenn es morgens frisch und mittags etwas wärmer ist.
Und auch wenn sie aussehen wie Badekappen, sind Fahrradmützen perfekt geformt, um sie unter dem Helm zu tragen. Viele Modelle haben für Zopfträger sogar ein Loch.
Umso wichtiger ist es, einen Helm zu tragen. Mit dem Ethos Mips und dem Ethos Mips Shield bringt Giro gleich zwei neue Modelle auf den Markt.
Giro selbst beschreibt seine beiden neuen Helme Ethos Mips und Ethos Mips Shield als Commuter-Helme. Commuter heißt übersetzt Pendler, also sollen als Zielgruppe die Menschen angesprochen werden, die täglich mit dem Fahrrad, meist in großen Städten, unterwegs sind.
Daher hat Giro die beiden Fahrradhelme auch mit weißen LED-Frontleuchten, roten Rückleuchten sowie bernsteinfarbenen Blinkern ausgestattet. Das bietet dem Radler erhöhte Sichtbarkeit, gerade wenn es morgens noch dunkel ist.
Bei beiden Helmen kommt die In-Mold-Konstruktion zum Einsatz. Dabei ist die Außenschale mit dem Hartschaum verschweißt. Das soll nicht nur für eine stabile Helmstruktur und erhöhte Sicherheit sorgen, sondern auch für ein geringes Gewicht.
Der Fahrradhelm ist in drei Farben und drei Größen erhältlich. Der hohe Preis von 289,95 Euro resultiert auch aus der integrierten Technik im Helm.
E-Bike-Bekleidung: Keine Angst vor der Radlerhose
Richtig - die klassische, enganliegende, kurze Radlerhose mit ihren eingenähten Gelkissen am Hintern, womöglich noch in schreiender Neonfarbe, übt auf viele Zeitgenossen eine derart abschreckende Wirkung aus, dass sie sich mit dem Thema Fahrradbekleidung gar nicht erst beschäftigen möchten.
Doch damit tun sie der Radlerhose Unrecht. Sie ist in dieser klassischen Form heutzutage nur noch bei Rennradfahrern angesagt.
Für die anderen Varianten des Bikens gibt es längst elegantere Lösungen. Etwa die Kombination aus einer langen oder kurzen Fahrradhose und einer Fahrrad-Unterhose mit mehr oder weniger dicken Gelkissen.
Manchmal sind diese beiden Hosen so miteinander vernäht, dass man sie nur zusammentragen kann. Oft ist die Unterhose aber nur per Schlaufe und Druckknopf mit der äußeren Fahrradhose verbunden, so dass man beide Radhosen auch einzeln tragen kann, passend zur Gelegenheit.
Radlerhosen sorgen nicht nur einen guten Sitz auch auf längeren E-Bike-Touren, einige bieten auch Taschen - etwa für das Smartphone.
Häufig lassen sie sich im Aussehen von Alltagskleidung gar nicht unterscheiden. Für die tägliche Fahrt in die Arbeit bieten sich beispielsweise Jeans an, die aus speziellen Funktionsmaterialien gefertigt sind.
E-Mountainbiker bevorzugen lässige Shorts, die nicht so eng anliegen.
Ideal für längere Radreisen mit dem E-Bike sind pflegeleichte Hosen, die nach dem Waschen schnell wieder trocknen. Darunter finden sich auch viele sogenannte Zipp-Off-Modelle, deren Hosenbeine sich per Reißverschluss abtrennen lassen.
Die richtige Hose drückt nicht - auch bei längeren Fahrten
Zwei Dinge haben all diese Fahrradhosen gemein: Sowohl der Schnitt als auch das funktionelle, robuste Material sind perfekt auf den bewegungsintensiven Einsatz auf dem Sattel angepasst.
Hier scheuern keine Nähte, der Hosenbund drückt nicht - und auf stundenlangen Tagestouren reduziert die unsichtbare Fahrrad-Unterhose mit Gelkissen die unvermeidlichen Schmerzen am Hinterteil erheblich.
Auch der Hersteller Patagonia produziert nachhaltige Radbekleidung. Die Frau im Bild trägt etwa die Radhose Dirt Roamer Liner Bibs - gut geignet für E-MTB-Fahrten.
Sie bietet gegenüber einer herkömmlichen Regen-Überhose folgende Vorteile: Ihr Bund hinten ist meist etwas höher geschnitten, passend zur Sitzposition auf einem Fahrrad.
Die Gesäßpartie ist verstärkt, da sich das Material ansonsten auf dem Sattel durchscheuern könnte und undicht würde. Und der Schnitt der Kniepartie ist auf die ständige Bewegung beim Radeln abgestimmt.
Die meisten Fahrrad-Regenhosen sind außerdem mit reflektierenden Designelementen ausgestattet. Das erhöht die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Für den Winter empfehlen sich die Regenhosen als winddichte Überhosen.
E-Biker frieren schneller
Die Anbieter von Fahrradbekleidung, bzw. E-Bike-Bekleidung wie Brügelmann, Bob-Shop oder Globetrotter unterscheiden nicht zwischen E-Bike und herkömmlichem Fahrrad. Es gibt also noch keine spezielle E-Bike-Bekleidung.
Aber es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen herkömmlichem Fahrrad und E-Bike hinsichtlich der idealen Kleidung: Die Relation von körperlicher Anstrengung, die den Körper ins Schwitzen bringt, und dem kühlenden Fahrtwind ist auf dem E-Bike eine andere als auf einem nur mit Muskelkraft betriebenem Fahrrad.
Wer gerne mit starker Motorunterstützung radelt, muss sich nicht anstrengen und ist trotzdem vergleichsweise schnell unterwegs. Bei niedrigen Außentemperaturen wird dann der permanente kalte Luftzug von vorne schnell unangenehm.
Deshalb gilt für E-Biker die Faustregel: Lieber eine Schicht Kleidung zu viel als eine zu wenig. Speziell Neulinge, die vom herkömmlichen Fahrrad auf ein Elektro-Bike umsteigen, sind sich dieser Tatsache oft nicht bewusst.
Mit Fleece in der Innenseite hält die Mütze Ohren und Stirn schön warm. Sie lässt sich zudem gut im Jackenkragen verstauen oder man nutzt sie als Schal-Mützen-Kombination.
Ein Loop-Schal lässt sich gut unterm Jackenkragen verstecken, sodass der Fahrradfahrer am Hals vor Fahrtwind geschützt es. Es gibt ihn in verschiedenen Materialien, wie Merino, Baumwolle oder Fleece.
Gegen Letzteres hilft am ehesten das sogenannte Zwiebelprinzip. Dabei wird die Bekleidung schichtweise zusammengestellt. Das komplette Bekleidungssystem besteht dann aus 3 Schichten.
Mit dem Vorteil, dass mehrere Schichten besser isolieren als eine, da sich zwischen den einzelnen Schichten Luftpolster bilden.
Mit der Prime-Kollektion vom Hersteller Specialized soll sich das Fahrerlebnis im Winter laut Hersteller steigern lassen - dank „veredelter Produkte für das Kleiden in Schichten“.
Zu den neuen Produkten gehören ein Prime Power Grid-Trikot und eine Prime Alpha-Jacke. Das dafür verwendete Polartec Power Grid-Material soll die Wärmeigenschaften und die Atmungsaktivität des Trikots erhöhen. Für Damen und Herren ab 90 Euro bei Specialized erhältlich.
Prime Alpha Jacke: Isolierende Fahrradjacke mit Alpha Direct-Isolierung. Sie soll sich laut Hersteller durch bauschige Fasern auszeichnen, die die Atmungsaktivität verbessern sollen, ohne dabei Falten zu schlagen.
Das atmungsaktive Obermaterial leitet Feuchtigkeit in der Isolierung nach außen und hält so während der Fahrt den Körper trocken. Für Damen und Herren ab 190 Euro bei Specialized erhältlich.
Westen: die besseren Jacken auf dem E-Bike?
Das atmungsaktive Obermaterial soll Feuchtigkeit in der Isolierung nach außen leiten und so die Fahrerin oder den Fahrer während des Bikens trocken halten. In den zwei Taschen auf dem Rücken können Smartphone, Schlüssel oder Energieriegel sicher verstaut werden. Für Damen und Herren ab 150 Euro bei Specialized erhältlich.
Prime Windweste: Leichte Fahrradweste mit sehr kleinem Packmaß. Dank durchgehendem Reißverschluss an der Vorderseite und teils e elastischen Bündchen an der Hüfte und den Schultern soll die Weste einen hohen Windschutz bieten. Für Damen und Herren ab 100 Euro bei Specialized erhältlich.
Wenn es noch kühl ist oder wird, schützen Fleecejacken ideal
Darüber kommt, wenn die Temperaturen noch weiter gesunken sind, entweder ein Windbreaker, eine warme und kuschelige Softshell-Jacke - oder gleich eine Regenjacke.
Im Gegensatz zu Fleece-Jacken und Windbreakern, die es (noch) nicht in speziellen Ausführungen fürs Fahrradfahren gibt, hat sich die Outdoor-Branche den Regenjacken fürs Fahrradfahren bereits gewidmet. Sie sind speziell geschnitten und mit radspezifischen Details ausgestattet.
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
Ausgestattet mit wetterfester Jacke und Hose...
Die richtigen Socken sind wichtig
Handschuhe helfen auch im Sommer
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