Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu pendeln, ist eine hervorragende Möglichkeit, fit zu bleiben, die Umwelt zu schonen und Geld zu sparen. Doch gerade im Winter stellt sich die Frage nach der richtigen Kleidung. Hier sind einige Tipps, wie Sie stilvoll und sicher auf dem Fahrrad zur Arbeit kommen.
Tipp 1: Bequeme und praktische Kleidung zum Pendeln
Das Wichtigste bei der Wahl der Kleidung für den täglichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad ist, dass sie bequem und praktisch sein sollte. Das bedeutet, dass man sich für Kleidungsstücke entscheiden sollte, die nicht zu eng geschnitten sind und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Beispielsweise eignen sich T-Shirts und Pullover.
Es gibt auch spezielle Fahrrad-Hemden bzw. Blusen, die schnelltrocknend und elastisch sind. Auch eine lockere Hose oder Shorts aus atmungsaktiven Materialien sind eine gute Wahl. Radspezifische Jeans und Chino Hosen sind nicht nur bequem, sondern verfügen oft über praktische Eigenschaften wie reflektierende Details oder wasserabweisende Materialien. Auch sind die Hosen im Rückenbereich oft etwas höher geschnitten, um der Sitzposition auf dem Rad gerecht zu werden.
Tipp 2: Flache Schuhe
Ein weiteres wichtiges Element bei der Wahl des Outfits für den täglichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad sind die Schuhe. Hier empfiehlt es sich, flache Schuhe wie Turnschuhe oder Sneaker zu wählen, die bequem sind und einen guten Halt bieten. Damit die Pedalen nicht unangenehm drücken, sollte der Schuh im Vorfußbereich nicht zu weich sein.
Wer will, kann spezifische Fahrradschuhe für Flat Pedals wählen. Bei Flat Pedals, also Pedalen ohne Einklickmechanismus, ist wichtig, dass ausreichend Grip auf den Pedalen vorhanden ist. Wer mit Klickpedalen unterwegs ist, kann im Bereich Mountainbike oder Trekking-Schuhe Modelle finden, die lässig und leger auch für den Büroalltag funktionieren.
Tipp 3: Sicherheit geht vor - Nie ohne Helm
Das ist die Empfehlung der MYBIKE-Redaktion. Wie schnell ist auf nassen Straßenbahnschienen das Hinterrad weggerutscht oder jemand hat die Vorfahrt missachtet. Ein Helm kann im Falle eines Sturzes Kopf und Gehirn schützen. Stylische Cityhelme gibt’s zum Beispiel im Online-Shop von Rose Bikes.
Wer will, greift für eine Extraportion Sichtbarkeit zu einem Helm mit integriertem oder integrierbarem Rücklicht, wie der Urban Planet-Helm von Uvex auf dem Bild unten.
Tipp 4: Eine Brille schützt die Augen
Ob vor Sonne, herumfliegenden Insekten oder Staub, eine Sonnenbrille schützt die Augen. Für unterschiedliche Lichtverhältnisse kann auch eine Brille mit photochromatischen Gläsern sinnvoll sein. Ihre Gläser tönen sich bei Sonne automatisch und werden heller, wenn es dunkel ist. So behält man immer den Durchblick.
Tipp 5: Arbeitskleidung wasserdicht verpacken
Bei Regen kann wasserdichte Kleidung in Form von Regenhose, Regenjacke und wasserdichten Überschuhen über die Alltagskleidung gezogen werden. Nachteil davon ist oft, dass es unter der Schutzschicht zu warm wird. Eine Alternative ist es, Sportkleidung zu tragen und die Alltagskleidung wasserdicht verpackt mitzunehmen.
Tipp 6: Für Sichtbarkeit sorgen
Sicherheit ist beim Radfahren besonders wichtig, insbesondere wenn man morgens oder abends zur Arbeit fährt, wenn es noch dunkel ist. Hier empfiehlt es sich, reflektierende Kleidung und reflektierende Accessoires zu tragen, die die Sichtbarkeit erhöht.
Tipp 7: Kleidung zum Pendeln aus Merinowolle
Kleidung aus Merinowolle ist atmungsaktiv, wirkt temperaturregulierend und ist noch dazu geruchshemmend. Perfekt also, um sie den ganzen Tag inklusive sportlicher Aktivität, tragen zu können.
Tipp 8: Radkleidung auf langen Pendelwegen
Auf langen Pendelstrecken lohnt es sich, spezielle Radkleidung anzuziehen und sich in der Umkleide auf der Arbeit oder im Toilettenraum umzuziehen. So wird die Alltagskleidung geschont und man arbeitet in frischer Kleidung. Luxus ist, wenn es auf der Arbeit eine Dusche gibt. Eine Katzenwäsche und etwas Gewöhnung reicht aber auch, um auch an heißen Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu pendeln.
Die Wechselkleidung und der Laptop werden in dem Fall im Rucksack auf dem Rücken transportiert. Angenehmer ist ein Gepäckträger mit Fahrradtasche.
Tipp 9: Wechselkleidung auf der Arbeit deponieren
Wird ein Satz Wechselkleidung inklusive Schuhe auf der Arbeit deponiert, ist es nicht so wild, wenn die Klamotten nass sind. Vor allem aber muss nicht jeden Tag die Arbeitskleidung mitgeschleppt werden.
Die richtige Fahrrad Winterbekleidung
Lass nicht das Wetter für dich entscheiden! Wichtig ist es, die richtige Fahrrad Winterbekleidung zu tragen. So kannst du auch im Winter dein Training durchziehen und die atemberaubende Natur entdecken.
Jeder hat ein anderes Kälteempfinden. Deshalb gilt es, die Kombination zu finden, die für dich persönlich am besten geeignet ist. Besonders Körperteile, wie Finger, Füße, die Nasenspitze oder die Ohren, werden schnell kalt. Daher ist es wichtig, diese Extremitäten zuerst zu schützen.
Die Wahl der richtigen Winterbekleidung sollte abhängig von deinem Bike und der Intensität deiner Trainingseinheit sein. Braucht dein Körper länger um warm zu werden, deshalb ist wärmere Bekleidung ratsam.
Bereits im Spätsommer oder zu Beginn des Herbstes kann es frischer werden. Im Winter kann es richtig kalt werden. Deshalb gilt es abzuwägen, wie du dich anziehst und was du brauchst.
Das Zwiebelprinzip
Bei kaltem Wetter ist das Zwiebelprinzip empfehlenswert. Beim Zwiebelprinzip trägst du mehrere Schichten übereinander. So kannst du flexibel auf Temperaturänderungen reagieren, indem du Teile an- bzw. ausziehst.
Starte mit einem Unterhemd. Dieses liegt nah am Körper an und sollte sich wie eine zweite Haut anfühlen. Baselayer bilden die Grundlage für weitere Schichten und haben feuchtigkeitstransportierende und temperaturregulierende Eigenschaften.
Anschließend folgt die Midlayer. Die zweite Lage dient der Isolierung und transportiert zudem den entstandenen Schweiß ab. Dafür kannst du beispielsweise eine lange Radhose mit einem langarm Fahrradtrikot kombinieren.
Abgerundet wird das Layer-Prinzip durch die Toplayer. Die äußere Schicht schützt dich vor den Elementen und du kannst je nach Wetterlage zwischen winddichten oder windabweisenden und wasserdichten oder wasserabweisenden Membranen wählen.
Ein Multifunktionstuch und eine Cap schützen dich vor dem Wind. Zudem kannst du eine Sportbrille tragen, was bei Reflektionen durch Schnee vorteilhaft ist und zudem die Augen vor Fahrtwind schützt.
Diese sind meistens wasser- und winddicht und verhindern so kalte Füße. Wenn es regnet ist ein Helmüberzug sehr praktisch.
Es ist ratsam, sich nicht zu warm einzupacken. Du solltest aber immer für wechselnde Wetterverhältnisse etwas in deiner Trikottasche dabei haben. Für die Übergangszeit ist beispielsweise eine kurze Thermo Bib mit einem Langarm Fahrradtrikot ausreichend. Beinlinge oder Knielinge kombinieren oder eine Fahrradweste drüber zu ziehen. Merinowolle hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit besonders schnell vom Körper wegzuleiten.
Im Winter sind die Bremswege länger. Wähle Kleidung in einer Signalfarbe aus. Diese solltest du immer dabei haben, auch wenn es beim Losfahren im Winter noch hell ist. Ein Rücklicht am Fahrrad ist unerlässlich, besonders auf viel befahrenen Straßen.
Mit der richtigen Fahrradbekleidung kannst Du auch im Winter mit Deinem Fahrrad fahren. Nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch in Deiner Freizeit sind winterliche Mountainbike-Touren oder Ausflüge mit dem Gravelbike ein besonderes Erlebnis - vom Trainingseffekt einmal abgesehen.
Wer beim Biken friert, hat ziemlich sicher etwas falsch gemacht. So abgedroschen es auch klingen mag: Es gibt kein schlechtes Wetter. Es gibt nur schlechte, oder besser: unpassende, Kleidung. Und das gilt auch fürs Radfahren.
Selbst gegen eisige Temperaturen kann man sich heutzutage zuverlässig wappnen, ohne dabei wie das berühmte Michelin-Männchen zur Arbeit zu radeln. Vorausgesetzt man kleidet sich mit Köpfchen.
Schützen Sie ihre Füße vor der Kälte. Und das fängt schon bei den richtigen Radsocken an. Die dürfen gern etwas höher geschnitten und zumindest zu einem Teil aus molliger Merinowolle hergestellt sein.
Wer das Fahrrad täglich für den Weg zur Arbeit braucht, sollte auch Wert auf robustes Schuhwerk legen. Sneaker oder Turnschuhe aus leichtem Meshmaterial sind sicher bequemer, halten aber weder Kälte noch Niederschläge dauerhaft ab. Wasserabweisendes Gore-Material ist also das Mindeste, das Radschuhe im Winter haben sollten.
Wer trotz Merinosocken und Gore-Radschuhen noch an den Zehen friert, kann die dritte Stufe zünden. Sogenannte Überschuhe werden - ganz überraschend - von der Fußspitze aus über die Schuhe gestülpt und schützen gleichermaßen vor Wind, Kälte und Feuchtigkeit.
Die Beine sind beim Radfahren ständig in Bewegung. Trotzdem sollten auch sie im Winter adäquat eingepackt werden. Besteht am Arbeitsort keine Chance sich umzuziehen, bietet sich eine gefütterte und wasserfeste Hose an, die über eine Jeans oder Stoffhose gezogen werden kann. Wer etwas sportlicher unterwegs sein will und die Tour ins Büro direkt als kleines Workout in den Tag einbauen möchte und sich im Büro umziehen kann, greift besser zu einer gefütterten Radhose mit dünnem Sitzpolster. Ob mit oder ohne Träger ist Geschmacksache.
Tipp: Eine kurze Radhose kann mit Beinlingen im Handumdrehen in eine Wintervariante verwandelt werden.
Über den Oberkörper und vor allem den Kopf gibt der Körper die meiste Wärme ab. Und genau das sollte man im Winter zumindest so gut wie möglich eindämmen. Bewährt hat sich dabei das sogenannte Zwiebelschalen-Prinzip. Das soll nicht nur die Kälte abwehren, sondern auch gewährleisten, dass überschüssige Körperwärme zuverlässig abtransportiert werden kann.
Basis dafür ist die Base Layer, also Funktionsunterwäsche, die direkt auf der Haut getragen wird. Ihre Aufgabe besteht darin, die Feuchtigkeit, also den Schweiß, aufzunehmen. Vorteil der Base Layer: Sie trocknet schnell.
Für die notwendige Wärme soll die nächste Schicht, die sogenannte Midlayer, sorgen. Bei Radfahrer:innen ist das meist ein kurzes oder langes Radtrikot, je nach Jahreszeit und Temperatur. Im Winter bieten sich hier leicht angeraute Modelle oder besser noch Radjacken an. Für Alltagsfahrten greift man in Sachen Midlayer am besten zu einer wärmenden Fleecejacke.
Komplettiert wird das Winter-Bike-Outfit bei Bedarf von der Outer Shell. Die soll Wind oder Nässe abwehren, damit die Midlayer mollig warm und trocken bleibt.
Weniger radspezifisch, aber beim Radfahren im Winter unverzichtbar sind Mütze, Schal und Handschuhe. Wichtigste Anforderung an die Kopfbedeckung ist, dass sie bequem unter einen Helm passen muss. Um auf verschiedene Temperaturen reagieren zu können, ist es sinnvoll zweierlei Mützen im Schrank zu haben. Für mildere Wintertage um fünf Grad genügt eine dünne, möglichst atmungsaktive, Funktionsmütze. Schwingt man sich auch bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt auf sein Bike, sollten Stirn und Ohren mit einer dickeren Mütze, deren Innenseite im besten Fall aus Fleece besteht, geschützt werden.
Kalte Hände sind auf dem Bike nicht nur unangenehm, sie erschweren auch das gezielte Ziehen der Bremshebel. Im Winter gehören Handschuhe deshalb zur Grundausstattung jedes Radfahrers. Und weil das Kälteempfinden auch an den Fingern sehr subjektiv ist, gibt es kein Patentrezept für warme Hände.
Für wen High-Tech im Handschuh kein Muss ist, dürfte auch mit leicht gefütterten Modellen zufrieden sein. Vorteil der etwas dünneren Variante: Grip und Gefühl an Lenker und Bremshebeln sind in der Regel deutlich besser.
Weitere Tipps für deine Sicherheit beim Fahrradfahren im Winter
Fahrradbeleuchtung
Zusätzlich zu reflektierender Kleidung und Zubehör, ist eine aktive Beleuchtung am Rad Pflicht! Wer kein integriertes Licht am Fahrrad hat, kann sich abnehmbare Leuchten kaufen und diese am Rad befestigen. Sie lassen sich auf Knopfdruck ein- und ausschalten.
Schutzblech
Sollte dein Bike nicht ohnehin mit Schutzblechen ausgestattet sein, lohnt es sich, sie für den Winter nachzurüsten.
Pflege
Solltest du auch bei Schneematsch und gesalzenen Straßen unterwegs sein, empfehlen wir dir unbedingt, dein Rad regelmäßig zu waschen und die Kette zu ölen. Außerdem lohnt es sich, das Rad bei einer Fachwerkstatt vor dem Winter zum Service zu geben und die Lager noch einmal fetten zu lassen. Idealerweise nutzt du im Winter nicht dein brandneues Highend-Modell, sondern fährst den Vorgänger. Das schont dein Lieblingsrad und macht dich garantiert noch fitter für den Frühling.
Lohnt es sich, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren?
Fahrradfahren hält erwiesenermaßen gesund! Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, kann das teilweise von der Steuer absetzen und spart so richtig Geld: Pro Kilometer zwischen Arbeitsstätte und dem eigenen Zuhause, kann man bei der Steuererklärung in Deutschland bspw. 30 Cent geltend machen und hat zudem im Vergleich zum Auto deutlich geringere Kosten.
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