Rose Fahrräder im Test: Ein umfassender Überblick

Im münsterländischen Bocholt gegründet, entwickelte sich Rose im Laufe der letzten Jahre zu einem der führenden Rennrad-Hersteller. Ob sportliches Race-Rad, vielseitiges Gravelbike oder kraftvolles Trekking-E-Bike - der deutsche Direktversender Rose Bikes bietet eine breite Modellpalette für fast jeden Einsatzzweck.

Die beliebtesten Rose-Modelle im Test

Unsere Redaktion hat die spannendsten Modelle ausgiebig getestet. Hier findest du unsere Top-Empfehlungen - mit klaren Bewertungen, Praxiseindrücken und technischen Highlights.

Rose Backroad: Gravelbike für Abenteuer und Alltag

Wer sich schon einmal mit Gravel-Bikes auseinandergesetzt hat oder begeisterte Gravel Aficionados im Bekanntenkreis hat, ist womöglich an dem Begriff „BACKROAD“ nicht vorbeigekommen. Das ROSE BACKROAD und sein motorisierter Bruder, das BACKROAD Plus, erfreuen sich sowohl in der analogen als auch in der E-Gravel-Szene großer Beliebtheit - zurecht?

Das Backroad ist so etwas wie Volksrad und Pionier für den Gravelboom: Leicht, stabil, gut beherrschbar und mit tollem Sitzkomfort. Das knallbunte Backroad Force (Rose bietet auch eine dezentere Farbvariante an) folgt absolut zuverlässig und punktgenau, bleibt bei schnellen Abfahrten traumwandlerisch sicher, bietet dazu insgesamt sehr hohen Komfort.

Rose Backroad GRX RX 820 1×12: Das Rose Backroad GRX RX 820 1×12 ist ein reines Gravelbike ohne E-Antrieb - und richtet sich an sportlich orientierte Radfahrer, die Geschwindigkeit und Vielseitigkeit schätzen. Mit einem Gewicht von nur 9,1 kg dank leichtem Carbonrahmen eignet es sich ideal für schnelle Touren auf Schotter und Asphalt.

Besonders positiv fällt die hochwertige Ausstattung auf: Die Shimano GRX 1×12-Schaltung sorgt für präzises Schalten im Gelände, während kraftvolle Scheibenbremsen auch bei anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig greifen. Praktisch: Das Gravelbike verfügt über zahlreiche Montagepunkte für Bikepacking-Equipment.

Auf Asphalt überzeugt das Backroad mit einem schnellen Fahrverhalten. Auf Kopfsteinpflaster hingegen zeigt sich ein Nachteil: Die recht direkte Rahmengeometrie führt zu einem spürbar ruppigen Fahrgefühl. Außerdem kann das zulässige Gesamtgewicht von 110 kg bei beladenen Touren zur Einschränkung werden.

Rose Backroad Plus EQ: E-Gravelbike für Pendler und Entdecker

Ein Entdeckungsreise-E-Bike und Pendler-Rad in einem - kann das wirklich funktionieren? Das ROSE BACKROAD Plus EQ will genau das beweisen und mit einem starken Motor das Testfeld aufmischen.

Das ROSE BACKROAD Plus EQ ist die Wahl für Pendler und Neulinge, die ein vielseitiges, zuverlässiges Rad suchen, das urbane Pflichten und Abenteuer meistert. Mit einem durchdachten Gesamtkonzept, das auf Radreisen und den Alltag abgestimmt ist, überzeugt es durch viele Anschraubpunkte, Schutzbleche und vormontierte Lichter.

Der Shimano EP8-Motor, der stärkste im Test, lässt nicht nur auf dem Papier die Muskeln spielen und sorgt für ordentlich Fahrspaß. Allerdings muss man beim Komfort Abstriche machen - die steife Bauweise und das fehlende Dämpfungssystem schränken das Bike auf grobem Untergrund ein.

Die Stärken und Schwächen des Rose Backroad GRX: Das fehlende zweite Kettenblatt macht der Bocholter mit dem zwölften Ritzel und Bremskraftverstärkung plus 180-mm-Scheibe vorne wett. Das und schlanke neun Kilo erlauben fast mehr Tempo, als man in der Haltung aufbringen kann.

Man sitzt nicht extrem hinter der Kurbel, die Waage zeigt aber anteilig viel mehr Gewicht auf dem Hinterrad an, was doppelt für Komfort sorgt. Das vordere Rad sitzt locker, man hat wenig Last auf den Händen und bekommt so auch weniger Unebenheiten mit.

Die Sattelstütze ist erst auf halbem Weg zum Tretlager geklemmt, der Rahmen gibt ihr auf dieser Länge Freiheit, sich komfortbringend zu verformen, das funktioniert super! Man spürt die Bewegungen minimal im Sattel, stört aber keinesfalls beim Treten.

Die Lenkung leidet etwas unter der Hecklastigkeit, Steuerbefehle werden mit kleiner Verzögerung erst umgesetzt, dafür vollkommen berechenbar. Am Vorbau gibt es Montagepunkte für Radcomputer oder Licht - gut so, denn die Zugverlegung lässt wenig Platz am Lenker.

Rose Backroad FF: Für den Renneinsatz konzipiert

„ROSE macht mit dem BACKROAD FF vieles richtig und das zu einem Preis, der deutlich unter dem der Konkurrenz liegt. „Kompromisslos schnell: Das Rose Backroad FF ist eines der flottesten Gravelbikes, die wir je testen durften. Wenn nicht sogar DAS flotteste Gravelbike, das wir je testen durften.

„Das Rose Backroad FF Force AXS XPLR ist eines der sportlichsten Gravelbikes, die es derzeit zu kaufen gibt. „Kurz gesagt: Der Backroad FF ist ein Gravel-Bike, das ausschließlich für den Rennsport entwickelt wurde.

Rose X-Lite: High-Performance Rennrad

Nach den sehr schicken neuen Bikes X-Lite Four und Six und dem absoluten Bestseller BACKROAD veröffentlichte Rose mit dem neuen Marathonbike REVEAL erneut einen echten Hingucker mit neuer, überarbeiteter Designsprache.

„Das XLITE kann mit vergleichbaren Top-Performance-Bikes mithalten, selbst wenn die teilweise deutlich teurer sind. „In den ersten Testfahrten überzeugte das X-Lite mit einer hohen Laufruhe und spürbar verbesserten Aerodynamik-Eigenschaften. „Bei unseren Testfahrten hinterließ das neue Rose XLite eine bleibende Erinnerung.

Rose X-Lite 06 Ultegra Di2: Maximale Performance - auf wenige Renner im Test passt dieser Claim so gut wie auf die aktuelle Generation des X-Lite 06 von Rose. Die komplette Ausstattung ist auf Leistung und Tempo getrimmt, echte Schwachpunkte? Sucht man hier vergeblich.

Rose XLite 06 Force AXS: Wir haben uns den Flitzer aus Bocholter Hause einmal näher angeschaut und auf ausgewiesenen Asphaltpisten ausführlich getestet. Der Eindruck: durchweg positiv.

Rose Bonero Plus 2: Leichtes Hardtail-E-MTB

Das Rose Bonero Plus 2 ist ein leichtes E-Hardtail-Mountainbike mit Carbonrahmen und einem unauffälligen TQ-Light-Assist-Motor, der für ein natürliches Fahrgefühl sorgt. Mit nur 16,7 kg gehört es zu den leichtesten E-MTBs und bietet trotz des geringeren Drehmoments von 50 Nm ausreichend Unterstützung für steile Anstiege.

Die 29-Zoll-Räder mit breiten Reifen und die 140-mm-Federgabel gewährleisten Stabilität und Komfort auf jedem Untergrund. Das minimalistische Display im Oberrohr zeigt die wichtigsten Fahrdaten, während die Unterstützungsstufen über ein kleines Remote-Panel gesteuert werden.

Für längere Touren kann ein zusätzlicher externer Akku montiert werden, und per TQ-App sind individuelle Anpassungen möglich. Durch sein geringes Gewicht erhält das Bonero Plus 2 ein äußerst natürliches Fahrgefühl.

Rose Root Miller Plus 3: Fahrspaß im Gelände

Das Root Miller Plus 3 ist ein vollgefedertes Mountainbike, das sich idealerweise für Offroad-Fahrten, steile Trails mit Wurzelpassagen und unwegsames Gelände eignet. Im Test überzeugte es mit der besten Gesamtabstimmung, insbesondere dank des sensiblen Rock Shox-Fahrwerks und der griffigen Reifen.

Der zuverlässige Bosch-Performance Line CX-Antrieb mit 85 Newtonmetern, kraftvolle Bremsen, die ergonomischen Griffe und der Sattel bieten Komfort sowie Sicherheit, auch auf längeren Touren. Das Mullet-Laufrad-Setup verleiht dem Bike zusätzliche Verspieltheit auf dem Trail, während das ältere Bosch Purion-Display etwas aus der Zeit gefallen wirkt.

Rose Mayor Plus 3: Trekking-E-Bike für Alltag und Touren

Das Mayor Plus 3 Trekking ist ein vielseitiges E-Bike mit starkem Bosch Performance Line CX Motor (85 Newtonmeter) und einer 750-Wattstunden-Batterie für große Reichweiten. Die Enviolo-Automatikschaltung in Kombination mit dem wartungsfreien Gates Carbon Riemenantrieb sorgt für ein entspanntes Fahrerlebnis ohne Schaltstress.

Des Weiteren gehören Shimano-BR-M8120 Scheibenbremsen, breite Continental eContact Plus Reifen und eine Suntour Mobie 34-Federgabel mit 100 Millimeter Federweg zur Ausstattung. Mit bis zu 150 kg Systemgewicht eignet sich das Bike auch für längere Touren mit Gepäck.

Das Mayor Plus 3 ist ein optimales Rad für lange Touren. Dabei überzeugte es vor allem mit einem sehr guten Fahrkomfort, einer sehr hohen, im Labor gemessenen Reichweite (84,2 Kilometer) sowie sehr guten Bremsergebnissen.

Rose Sneak Plus EQ: Schlankes City-E-Bike

Das Rose Sneak Plus EQ ist ein schlankes Urban-E-Bike mit nahtloser Verarbeitung und sportlichem Antritt. Schlicht und wie aus einem Guss setzt Rose statt eines Displays auf den sogenannten iWoc-One-Knopf am Rahmen zur Steuerung. Die Farbcodierung zeigt die aktuelle Unterstützungsstufe an, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Mit nur 15 kg ist es sehr leicht und fährt sich daher fast wie ein normales Rad. Bei den Tests im Labor schaffte der 40-Newtonmeter-starke Mahle-Hinterradnabenmotor bei der simulierten Bergfahrt nur eine Geschwindigkeit von 16,6 km/h. Der Akku reichte bei voller Unterstützung für etwa 32 Kilometer, was eher für den Stadtverkehr als für lange Touren geeignet ist.

PDQ 2: Ein besonderes Hardtail von Rose

PDQ ist die Abkürzung für "Pretty Damn Quick". Bei dem Modellnamen ist das Selbstbewusstsein von Rose nicht zu verbergen. Das Besondere am PDQ 2 ist, dass es mit 120 mm Federweg an der Gabel deutlich besser ausgestattet ist als andere Carbon Hardtails. Mit 10,8 kg ist das Rose ein echtes Leichtgewicht.

Das Rose hat ein sehr ausgeglichenes Fahrverhalten. Sportlichen Fahrern dürfte die sportliche Sitzposition extrem gut gefallen. Mit dem Carbon-Rahmen liefert Rose einen sehr hochwertiges Hardtail-Chassis. Der Lockout-Hebel am Lenker hat sogar eine Zwischenstufe. So kann man die Federelemente am Rose PDQ 2 nicht nur komplett blockieren, sondern auch in einen Trailmodus versetzen.

Das stimmige Gesamtkonzept macht das Downcountry-Bike von Rose zum Downcountry-Bike-Kauftipp in der Preisklasse unter 3000 Euro.

Zusätzliche Tipps und Informationen

  • Aero-Räder: Ein ideales Bike für alle, die gerne vorne im Wind fahren, die Tempo bolzen möchten, fürs Einzelzeitfahren üben oder einfach ein optisch sehr, sehr geiles Rennrad fahren möchten.
  • Marathon Rennräder: Wer für längere Zeit im Sattel sitzt, sollte auf keinen Fall auf Komfort verzichten - sonst wird’s schnell unangenehm und es ist kaum noch möglich, die Watt auf die Pedale zu bringen.
  • Race-Bikes: Die Race-Bikes verfügen zudem über sehr hohe Steifigkeitswerte, um die Kraft ohne Verluste auf die Straße zu übertragen.
  • Gravel oder Cross-Bikes: Mit diesen Rennrädern, die in der Regel über Scheibenbremsen verfügen, müsst ihr euch nicht mehr stoisch auf der Straße aufhalten - biegt doch einfach mal in den Feldweg ab und habt einen schönen Tag im Wald.

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