Fahrradgarage für 2 E-Bikes im Test: Schutz und Sicherheit für Ihre Räder

Fahrradschutzhüllen sind nicht nur in Herbst und Winter ein wichtiges Hilfsmittel, um die teuren Fahrräder und E-Bikes zu schützen. Fahrradschutzhüllen sind vor allem sinnvoll für alle, die ihre Räder oder E-Bikes am Heck des Wohnmobils, Wohnwagens oder Campingbusses transportieren. Manchmal muss man erst Lehrgeld bezahlen, bevor man ein Problem als solches wahrnimmt - und in diesem Falle erkennt, wozu es Fahrradschutzhüllen gibt.

Warum Fahrradschutzhüllen wichtig sind

So geschehen bei einer Wohnmobiltour im Winter und ihren Folgen. Mit zwei E-Bikes am Heck ging es knapp 2.000 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland. Die Fahrräder wurden ungeschützt auf dem Heckträger transportiert. Salzfilme und Rost entstehen, wenn im Winter keine Schutzhülle genutzt wird.

Nach der Rückkehr herrschten einige Zeit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. So blieben die Fahrräder erst einmal ungenutzt - und ungeputzt - in der Garage, damit sie wenigstens etwas wärmer stehen und abtrocknen können. Neben einem weiß auskristallisierten Salzfilm auf den schwarzen Lackteilen waren viele Stellen zudem von Rost befallen.

Also muss eine Schutzhülle her - aber welche nehmen? Bei der Auswahl gilt es, grundsätzlich zwischen zwei Hüllenarten zu unterscheiden: Modellen, die für die gängigen Heckträger geeignet sind, und solchen, die für die immer beliebteren Anhängerkupplungsträger passen. Notwendig ist die Unterscheidung wegen der Art der Fahrradbefestigung.

Fahrradschutzhüllen im Test

promobil hat neun Modelle im Test vorgestellt. Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse:

Fahrradschutzhüllen für Kupplungsträger

  1. Hindermann Universal Zwoo
    • Testergebnis: 32 von 40 Punkten
    • Testurteil: Guter Feuchtigkeitsschutz. Mit Warntafeltasche, aber ohne Aufbewahrungstasche und Spanngurte. Expander müssen selbst eingezogen werden. Reflexionsstreifen. Montage am Pkw nicht gestattet.
    • Preis: 81,00/62,99 Euro
  2. Fritz Berger Fahrradschutzhülle Deichsel 300D - promobil Kauftipp
    • Testergebnis: 28 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bleibt im Wassersäulentest etwas hinter den Herstellerangaben zurück, hat aber trotzdem einen guten Feuchtigkeitsschutz. Zusätzlich mit zentralem Spanngurt mit Klickverschluss. Überschüssiges Raffband muss sicher verstaut werden.
    • Preis: 19,99 Euro
  3. Fiamma Bike Cover Caravan
    • Testergebnis: 18 von 40 Punkten
    • Testurteil: Hülle hat im neuwertigen Zustand beim Drucktest einer Wassersäule von 3.000 mm standgehalten - sehr gut. Überschüssiges Raffband muss sicher verstaut werden.
    • Preis: 52,70/47,20 Euro
  4. Obelink XL-Fahrradschutzhülle Heck
    • Testergebnis: 15 von 40 Punkten
    • Testurteil: Sehr weite Hülle passt auch für Mountainbikes, erfordert aber separate Spanngurte. Nur wasserabweisend, kein guter Feuchtigkeitsschutz. Überschüssiges Raffband muss sicher verstaut werden.
    • Preis: 22,95 Euro

Fahrradschutzhüllen für Heckträger

  1. Hindermann Concept Zwoo - promobil Testsieger
    • Testergebnis: 34 von 40 Punkten
    • Testurteil: Guter Feuchtigkeitsschutz. Mit Warntafeltasche, aber ohne Aufbewahrungstasche und Spanngurte. Expander müssen selbst eingezogen werden. Reflexionsstreifen. Montage am Pkw nicht gestattet.
    • Preis: 102,00/84,99 Euro
  2. Thule Bike Cover Black
    • Testergebnis: 28 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bleibt im Wassersäulentest etwas hinter den Herstellerangaben zurück, hat aber trotzdem einen guten Feuchtigkeitsschutz. Besondere Textur des Stoffes. Warntafeltasche mit Entlüftung gegen Beschlagen.
    • Preis: 105,00/94,50 Euro
  3. Fritz Berger Fahrradschutzhülle Heck 300D - promobil Kauftipp
    • Testergebnis: 23 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bleibt im Wassersäulentest etwas hinter den Herstellerangaben zurück, hat aber trotzdem einen guten Feuchtigkeitsschutz. Für fünf Euro mehr auch mit Warntafeltasche erhältlich.
    • Preis: 24,99 Euro
  4. Fiamma Bike Cover S
    • Testergebnis: 21 von 40 Punkten
    • Testurteil: Guter Feuchtigkeitsschutz. Tasche für Warntafel. Fiamma empfiehlt die Verwendung ausdrücklich nur an Heckträgern, bei denen die Fahrräder seitlich nicht über den Aufbau hinausragen.
    • Preis: 57,10 Euro
  5. Obelink Luxus-Fahrradschutzhülle Heck
    • Testergebnis: 19 von 40 Punkten
    • Testurteil: Bietet kaum Schutz vor Feuchtigkeit, bereits bei einer Wassersäule von 500 mm wird die Hülle undicht. Warntafeltasche integriert. Für drei Euro weniger auch ohne Klarsichttasche erhältlich.
    • Preis: 22,95 Euro

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Beim Heckträger sind die Trägerholme und Greifarme seitlich vom Fahrrad platziert, deshalb muss die Öffnung der Hülle auch zur Heckwand hin zeigen. Beim Kupplungsträger befindet sich die Hüllenöffnung unten.

Rundum geschlossene Hüllen für den Heckträger sind deshalb auch eher die Ausnahme. Anders bei Kupplungsträgern, bei denen das Hauptrohr, an dem die Fahrradgreifarme befestigt sind, komplett mit unter der Plane verschwindet.

Bei der Montage auf einem Kupplungsträger ist es wichtig, dass die Rückleuchten und das Zusatz-Kennzeichen nicht verdeckt werden.

Für die Hüllenauswahl kann es außerdem eine Rolle spielen, ob der Heckträger für die Rückwand eines aufgebauten Reisemobils oder die Hecktüren eines Kastenwagens ausgelegt ist. Hecktürträger sind meist asymmetrisch gebaut, weil sie sich vor allem an den Scharnieren einer Türseite abstützen. Deshalb ist das Überstülpen einer Hülle hier schwieriger. Anders gesagt: Alles, was am Kastenwagen passt, wird auch am aufgebauten Wohnmobil keine Probleme bereiten.

Unterschiedliche Planen für unterschiedliche Fahrradtypen

Ein E-Mountainbike und ein Gravelbike sollten als Testräder dienen. Bei Ersterem funktionierte das Überstülpen der Plane allerdings nur teilweise, brachte dabei aber eine wichtige Erkenntnis: Besitzer von E-Mountainbikes sollten beim Hüllenkauf genauestens auf die Maße ihres Fahrrads und der Plane achten.

Erstens passt der breite Lenker häufig nur gedreht unter die Plane, zweitens ist sie oft auch nicht groß genug für den langen Radstand des Bikes. Probleme kann zudem ein anderer Punkt bereiten: Normale Trägerschienen sind nicht selten zu schmal für die breite Offroadbereifung. Vor diesem Hintergrund ist es sehr ärgerlich, dass nicht alle Hersteller Größenangaben zu ihren Schutzhüllen machen.

Das Überziehen der ausladenden Schutzhüllen gelingt am besten zu zweit, denn diese bleiben sehr leicht an Lenkerenden, Pedalen oder anderen vorstehenden Fahrradteilen hängen und können eventuell auch Schaden nehmen. Wegen der geringeren Anbauhöhe gelingt das Anbringen der Hülle bei Kupplungsträgern natürlich sehr viel einfacher als bei höher hängenden Heckträgern.

Während die Kupplungsträger hüllen von Fiamma und Fritz Berger relativ straff sitzen, sind die Planen von Hindermann und Obelink sehr großzügig geschnitten. Das erleichtert zwar das Überziehen auch über längere Bikes, verlangt aber im Nachgang nach zusätzlicher Sicherung mit Spanngurten, damit lose Planenteile nicht zu sehr im Wind flattern.

Hindermann empfiehlt generell ein Maximaltempo von 90 km/h. Etwas knausrig erscheint in diesem Zusammenhang allerdings, dass für die ansonsten überzeugenden Hindermann-Hüllen, die ohnehin in der gehobenen Preiskategorie liegen, die notwendigen Spannriemen separat gekauft werden müssen. Gleiches gilt für die Aufbewahrungstaschen, die alle anderen Hersteller mit beilegen.

Material der Schutzplanen

Punkten kann die Universal Zwoo dagegen mit einer exzellenten Materialqualität, zwei reflektierenden Nähten und einer soliden Warntafeltasche, die sie als einzige Kupplungsträgerhülle mitbringt. Hintergrund: In Italien und Spanien sind jeweils rot-weiß-gestreifte Warntafeln an überstehender Ladung Pflicht.

Wassersäulentest

Die Wasserdichtigkeit entscheidet wesentlich darüber, wie gut eine Hülle die Fahrräder schützt. Die Schutzhüllen von Fritz Berger und Thule ließen in unserem Testaufbau bereits vor den vom Hersteller angegebenen 3.000 Millimetern Wassersäule einige Tropfen durch. In der Praxis dürfte das allerdings keine große Rolle spielen, da sie mit 2.000-2.500 mm Wassersäule immer noch relativ hohe Dichtigkeit aufweisen.

Fahrradboxen im Vergleich

Die Auswahl an Fahrradboxen ist sehr groß. Fahrradbesitzer sollten sich zuerst Gedanken über Größe und Material machen. Idealerweise sollte das Fahrrad vor Witterungseinflüssen und Verschleiß, aber auch vor Diebstahl geschützt sein.

Empfehlungen für Fahrradboxen 2025

Hier eine Auswahl der besten Fahrradboxen im Vergleich:

  1. Juskys 21055
    • Bietet Platz für bis zu 3 Fahrräder und ist multifunktional nutzbar.
    • Konstruktion aus feuerverzinktem Stahlblech, widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse.
    • Belüftungsöffnungen verhindern Kondenswasser.
    • Türgriffe mit Schloss versehbar für zusätzliche Sicherheit.
  2. Deuba 990745
    • Wetterfestes und robustes Kunststoffmaterial mit Holzoptik.
    • Platz für mindestens 2 Fahrräder mit Zubehör.
    • Gasdruckfedern für müheloses Öffnen des Deckels.
    • Abschließbares 3-Tür-System für maximale Sicherheit.
  3. Duramax Fahrradschuppen für aus Metall
    • Robuste Konstruktion aus pulverbeschichtetem Stahlblech.
    • Schienen für Fahrräder.
    • Breite abschließbare Doppeltüren.
    • Integriertes Belüftungssystem verhindert Kondenswasser.
  4. Fahrradbox aus Stahl Made in Germany
    • Sehr geräumige Fahrradgarage aus Stahl bietet ausgezeichneten Witterungsschutz.
    • Einfacher Aufbau.
  5. Kleine Fahrradbox aus Kunststoff
    • Stabile und langlebige Kunststoff Fahrradbox bietet Platz für bis zu 2 Fahrräder.
    • Vielseitig nutzbar, auch für Mülltonnen und andere Outdoor-Ausrüstung.
    • Einfacher Aufbau.
  6. Tepro Trimetals Fahrradbox
    • Wetterfest, aus legiertem Edelstahl, geeignet für bis zu 2 Fahrräder.
    • Deckel mit Federzugsystem für leichtes Öffnen.
    • Abschließbare Türen.
  7. Hopkins 2x4 Kantholz-Schuppen mit Scheunendach
    • Geräumiger Fahrradschuppen aus Holz zum Selberbauen, bietet Platz für mehrere Fahrräder und Zubehör.
    • Materialliste enthalten, Holz muss selbst besorgt werden.

Checkliste für den Kauf einer Fahrradbox

  • Material: Metall, Kunststoff oder Holz.
  • Größe: Ausreichend Platz für die erforderliche Anzahl an Fahrrädern und Zubehör.
  • Bauart: Stabile und robuste Konstruktion, passend zum Untergrund.
  • Sicherheit: Qualität und Robustheit des Schlosses beachten.
  • Witterungsschutz: Schutz vor Wind und Wetter.
  • Preis: Gute Fahrradboxen können bis zu 1600 € kosten.

Materialien im Detail

  • Metall: Hohe Stabilität, korrosionsresistent und wetterbeständig, oft geringere Anschaffungskosten.
  • Kunststoff: Schutz vor Feuchtigkeit, formstabil, langlebig und pflegeleicht.
  • Holz: Natürliche Optik, erweiterbar, nachwachsender Rohstoff, hoher Pflegeaufwand.

Größe und Abmessungen

  • Fahrradboxen für bis zu 2 Fahrräder: Mindestgröße von 132,5 x 109 x 190,5 cm.
  • Fahrradboxen für bis zu 4 Bikes: Bis zu 203 x 202 x 140 cm groß.

Sicherheit

  • Blickdichte Fahrradbox: Schutz vor Diebstahl durch Sichtschutz.
  • Hochwertige Schlösser: Empfehlenswert, viele Fahrradboxen werden bereits mit Schloss geliefert oder sind einfach nachrüstbar.
  • Alarmanlage: Für eine besondere Absicherung der Fahrradgarage.

Wetterresistenz

Eine wetterfeste Fahrradbox schützt das Bike vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und UV-Strahlung. Durch eine trockene und belüftete Fahrradbox wird Rost an Teilen wie der Kette, Gangschaltung und den Bremsen verhindert.

Die ADFC-Empfehlungen

Der ADFC testet Fahrradabstellanlagen auf ihre Gebrauchstauglichkeit und Sicherheit. Die ADFC-Empfehlung gilt nur für Modelle in unten stehender Ausführung.

Die ADFC-Empfehlungen sind nur gültig, wenn konstruktiv folgende Mindest-Abstände zwischen den eingestellten Fahrrädern eingehalten werden: 70 cm bei nur tiefer Radeinstellung und 50 cm bei abwechselnd hoch/tiefer Radeinstellung. Bei Fahrradgaragen beträgt die zu passierende lichte Weite mindestens 75 cm.

Seit Mai 2016 ist die DIN 79008 Stationäre Fahrradparksysteme Grundlage der Prüfungen. Teil 1 (Anforderungen) beruht auf der Technischen Richtlinie des ADFC und übernimmt die oben genannten Mindestmaße. Er berücksichtigt außerdem die umfangreichen Erfahrungen mit Doppelstockparkern aus dem niederländischen Regelwerk Fietsparkeur. Auch die Anforderungen an Fahrradboxen wurden genauer gefasst.

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