Die besten Fahrradlenkergriffe im Vergleich

Ob Pendelstrecke, Feierabendrunde oder Tour durchs Gelände - die Griffe beeinflussen jede Bewegung am Lenker. Schon wenige Millimeter entscheiden über Kontrolle, Dämpfung und Griffgefühl. Modelle mit guter Ergonomie und rutschfester Oberfläche sorgen spürbar für mehr Komfort. Die meisten Varianten kosten zwischen 10 und 40 € - je nach Material und Aufbau.

So wurde getestet

Wir haben die Griffe ausgepackt, am Lenker montiert und auf einer kurzen 5-km-Runde getestet. Beurteilt wurden Haptik, Dämpfung und Montageverhalten. Wir achteten darauf, wie sich die Griffe greifen lassen, ob sie sich verdrehen und wie gut sie sitzen. Auch Verpackung und Verarbeitung flossen in unsere Bewertung ein.

Testsieger

Alphatrail Alex

Der Alphatrail Alex überzeugte als Fahrradgriff-Testsieger mit sicherer Montage, spürbarer Dämpfung und robuster Griffstruktur. Die schlichte Optik passt sowohl an Citybikes als auch an MTBs. Besonders die griffige Oberfläche und der stabile Sitz machten den Fahrradgriff zur besten Wahl im Test. Wer Komfort und Kontrolle verbinden will, liegt mit diesem Modell richtig.

Komfort-Favorit Topcabin Fahrradgriffe

Die Topcabin-Fahrradgriffe boten im Test eine gute Grundidee, aber schwächelten bei Verarbeitung und Montage. Die ergonomische Auflagefläche war angenehm, zeigte aber Limitierungen auf unebenen Wegen. Der Griff ist eine solide Option für kurze Strecken in der Stadt, bietet aber nicht genug Stabilität für sportlichere Einsätze oder anspruchsvolle Touren.

Allrounder Fenrad Fahrradgriffe ergonomisch

Die Fenrad-Fahrradgriffe zeigten im Test eine stabile Haptik, aber Probleme bei der äußeren Klemmung. Die Handballenauflage funktionierte gut bei gerader Haltung, auf technischem Terrain fehlte jedoch Präzision. Wer ein funktionales Modell für Asphalt- und Alltagsfahrten sucht, bekommt hier einen Griff mit Potenzial - allerdings nicht ohne Einschränkungen.

Fahrradgriffe Testberichte

Alphatrail Alex im Test

Beim Auspacken macht der Alphatrail Alex direkt einen hochwertigen Eindruck. Die Verpackung ist aufgeräumt und angenehm minimalistisch gestaltet, was das Produkt gut zur Geltung bringt. Die Griffe selbst wirken sauber verarbeitet, ohne sichtbare Gussnähte oder scharfe Kanten. Die Rückseite gibt Hinweise zu Herkunft, Materialien und Maßen des Produkts. Entwickelt in Deutschland, produziert in Taiwan. So lässt sich das Produkt auch später schnell identifizieren. In der Hand fühlt sich das Material griffig und zugleich stabil an. Die leicht strukturierte Oberfläche vermittelt sofort ein sicheres Griffgefühl, ohne klebrig zu wirken. Auch das Gewicht wirkt gut abgestimmt - nicht zu leicht, aber deutlich hochwertiger als typische Einsteigermodelle. Die Klemmschrauben sitzen sauber in den Enden. Beim ersten Ansetzen spürt man die passgenaue Verarbeitung, nichts klemmt oder hakt. Optisch passt der Griff an sportliche wie alltagstaugliche Fahrräder - nicht verspielt, aber sichtbar durchdacht.

Testbericht: Alphatrail Alex

Schon beim Montieren der Fahrradgriffe fiel auf, dass beim Alphatrail Alex keine Kompromisse bei der Verarbeitung gemacht wurden. Die Schrauben der Fahrradgriffe hielten präzise ohne Verkanten, das Anzugsdrehmoment ließ sich gut kontrollieren. Die Klemmringe lagen bündig am Lenker an und verrutschten auch beim Nachjustieren nicht - ein klares Plus im Vergleich zu billigeren Modellen. Direkt bei der ersten Fahrt bestätigte sich der hochwertige Eindruck. Der Griff lag satt in der Hand, ohne zu weich zu wirken. Die Struktur der Oberfläche bot angenehmen Halt, selbst bei leichten Unebenheiten oder kurzen Sprintfahrten. Kein Rutschen, kein Nachgreifen - das gab direkt Vertrauen.

Auf der 5-km-Testrunde über Asphalt, Pflaster und einen kurzen Waldabschnitt zeigte sich die Dämpfung ausgewogen. Vibrationen wurden spürbar reduziert, ohne das Lenkgefühl zu verfälschen. Besonders auf grobem Untergrund wie Kopfsteinpflaster blieb das Feedback vom Lenker erhalten, ohne unangenehm zu werden. Obwohl die Griffe vergleichsweise schmal wirken, ermüdete die Hand bei keinem der getesteten Untergründe. Der Druck auf den Handballen verteilte sich gleichmäßig, was vor allem bei längeren, flacheren Etappen ein echter Komfortfaktor ist. Gerade wer keine gepolsterten Handschuhe trägt, profitiert hier von der gelungenen Balance aus Materialdichte und Form.

Vor dem endgültigen Anziehen lässt sich der Griff noch drehen und positionieren. So kann er optimal zur Schaltung oder Klingel ausgerichtet werden. Danach einfach gleichmäßig festziehen. Ein kurzer Griffwechseltest zeigte: Auch nach fester Montage ließen sich die Griffe problemlos entfernen, ohne Schäden am Lenker oder Werkzeugspuren an den Schrauben zu hinterlassen. Der Sitz der Griffe blieb dabei absolut spielfrei, auch nach mehrmaligem An- und Abziehen. In dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Im Alltagstest blieb der Griff auch bei Temperaturschwankungen stabil. Das Material zeigte sich unempfindlich gegenüber Sonneneinstrahlung - kein Verziehen, kein Aufweichen. Die Oberfläche blieb gleichmäßig griffig, selbst nach längerer Standzeit in der Sonne. Wie sich der Griff nach mehreren Monaten verhält, lässt sich noch nicht beurteilen, aber die ersten Eindrücke deuten auf eine gute Haltbarkeit hin. Ein weiterer Pluspunkt war die Kompatibilität mit Zubehör. Schalthebel, Klingel und Remote-Hebel fanden problemlos Platz. Auch an schmaleren Lenkern ließ sich alles sinnvoll anordnen, ohne dass der Griff gekürzt werden musste. Für sportlich orientierte Tourenräder und MTBs ist das ein echter Vorteil.

Die äußere Schraubklemme stabilisiert den Griffbereich bei Zug- oder Druckbelastung. Gleichmäßiges Anziehen verhindert Überlastung des Kunststoffs. So bleibt die Position auch bei intensivem Einsatz stabil.

Unser Fazit: Alphatrail Alex

Der Alphatrail Alex punktet mit cleverem Aufbau und sauberer Verarbeitung. Besonders die Montagefreundlichkeit und die durchdachte Struktur haben im Test überzeugt. Auch optisch liefert der Griff ab - schlicht, aber hochwertig, ohne unnötiges Branding oder grelle Farben. Wer auf stabile Griffe ohne übermäßige Spielereien setzt, wird hier definitiv fündig. Was wir uns zusätzlich gewünscht hätten, wäre ein Hauch mehr Auflagefläche für lange Touren. Die eher sportliche Ausrichtung zeigt sich vor allem bei direktem Fahrverhalten, das viele Fahrer zu schätzen wissen. Für Alltagsräder mit hoher Griffzeit wäre ein etwas voluminöseres Profil denkbar gewesen.

Empfehlenswert ist der Fahrradgriff-Testsieger Alphatrail Alex vor allem für Fahrer, die ihr Bike aktiv bewegen und Wert auf Haltbarkeit, Passform und saubere Optik legen. Sein starker Gesamteindruck bei Alltagstests und sportlichem Einsatz macht ihn zu einem verlässlichen Begleiter - mit wenigen echten Schwächen.

Topcabin Fahrradgriffe im Test

Beim Auspacken fällt sofort das auffällige Design mit seitlicher Handballenauflage ins Auge. Die Form wirkt ergonomisch durchdacht, wenn auch optisch etwas klobig. Bereits beim ersten Anfassen zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied zum vorherigen Produkt: Das Material fühlt sich weicher und etwas weniger dicht an, was die Stabilität infrage stellt. Die stabile Verpackung schützt die Griffe beim Transport und liefert alle Komponenten auf einen Blick. Auch ohne Anleitung lässt sich der Inhalt schnell erfassen. So gelingt ein unkomplizierter Start bei der Montage. Ein genauer Blick auf die Verarbeitung bringt kleine Schwächen ans Licht. Ein an den Endkappen seitlich aufgeklebtes Logo war bereits bei Lieferung lose, und auch die Endkappen an sich saßen nicht ganz plan. Die Griffstruktur ist deutlich glatter als erwartet, was beim Handling eventuell Auswirkungen auf den Halt haben könnte - insbesondere bei Nässe oder mit leichten Handschuhen. Beim ersten Versuch, die Griffe aufzustecken, zeigte sich eine gewisse Instabilität. Die Klemmung fühlte sich zunächst schwammig an und brauchte mehrere Justierungen, um fest zu sitzen. Die Handballenauflage lag gut in der Hand, allerdings wirkte die Verbindung zur Griffbasis nicht ganz verwindungsfrei. Die beiliegenden Endkappen dienen als Abschluss und Schutz für die Lenkerenden. Wer es schlichter mag, nutzt die Variante ohne Branding. Beide lassen sich werkzeuglos einsetzen und halten durch Spannung im Rohr.

Testbericht: Topcabin Fahrradgriffe

Die Topcabin-Griffe wirken auf den ersten Blick hochwertiger, als sie sich im Test letztlich präsentierten. Die ergonomische Form mit breiter Handballenauflage versprach viel, doch schon bei der Montage traten erste Schwierigkeiten auf. Die Endkappen saßen nicht sauber und mussten mehrfach neu justiert werden, bis sie bündig mit dem Lenker abschlossen. Die Verschraubung zeigte sich anfällig für Überdrehen - mit etwas zu viel Druck drehte die Hülse durch. Das Aufsetzen der Endkappe erfolgt in wenigen Sekunden. Durch leichtes Andrücken rastet sie ein. Diese Lösung macht eine saubere Lenkerverkleidung besonders einfach. Während der Fahrt lag der Griff angenehm in der Hand. Die breitere Auflagefläche unterstützte die Handgelenke gut, besonders bei gleichmäßigem Tempo auf Asphalt oder befestigten Wegen. Spürbare Entlastung trat bei leicht geneigter Sitzposition auf, was ihn für Tourenfahrer mit gemäßigtem Tempo interessant machen könnte.

Auf ruppigerem Untergrund hingegen fehlte es an Materialsteifigkeit, um den Druck gleichmäßig zu verteilen. Kopfsteinpflaster, kurze Bordsteinkanten und ein Abschnitt mit Schotter machten dem Griff deutlich zu schaffen. Das Material dämpfte nur begrenzt und gab gelegentlich nach, sodass der Griff nicht mehr fest in der ursprünglichen Position saß. Ein leichtes Verdrehen war nach knapp vier Kilometern feststellbar - zwar kein Totalausfall, aber für ein Produkt mit Schraubklemmung ein klarer Schwachpunkt. Positiv fiel der Griff bei schmaleren Händen auf. Der Durchmesser wirkte angenehm schlank, was ein sicheres Greifen ohne Kraftaufwand ermöglichte. In Kombination mit Handschuhen fühlte sich der Griff allerdings schnell rutschiger an - die eher glatte Oberfläche bot wenig Widerstand. Für kurze Stadtfahrten kein Problem, aber bei sportlicherem Einsatz eher ein Nachteil. Optisch bot der Griff ein solides Bild. Die Form blieb auch nach mehrfacher Montage stabil, und das Material zeigte keine Risse oder auffällige Abnutzung. Allerdings löste sich das aufgeklebte Logo bereits vor dem ersten Einsatz, was einen weniger robusten Eindruck hinterließ. Auch bei der Reinigung zeigte sich eine Schwäche: Staub und feiner Schmutz setzten sich schnell in der Struktur der Handballenauflage ab. Mit einem feuchten Tuch ließ sich nicht alles restlos entfernen, besonders an den Übergängen zwischen Gummierung und Griffkörper. Das spricht für eine gelegentliche gründlichere Pflege - bei einem Griff dieser Preisklasse durchaus zu verschmerzen, aber erwähnenswert.

Unser Fazit: Topcabin Fahrradgriffe

Die Topcabin-Griffe zeigen im Test klare Stärken bei Komfort und Ergonomie - aber auch Schwächen bei Material und Montage. Die breitere Handballenauflage entlastet spürbar bei ruhiger Fahrweise, macht das Modell jedoch weniger flexibel für sportlichere Einsätze. Das Verdrehen nach kurzer Strecke und das empfindliche Finish werfen Fragen zur Langzeittauglichkeit auf. Empfehlenswert ist der Griff für Radfahrer, die neue Fahrradgriffe kaufen wollen und vor allem kürzere Strecken zurücklegen oder Wert auf einen günstigen Einstieg mit ergonomischer Grundform legen. Wer ein Citybike oder Trekkingrad nutzt und selten im Gelände unterwegs ist, wird mit dem Griff gut zurechtkommen. Für Vielfahrer oder technisch anspruchsvollere Routen fehlt es allerdings an Stabilität und Präzision. Im Vergleich zu den anderen getesteten Griffen wirkt das Konzept gut gemeint, aber nicht konsequent umgesetzt. Die Verarbeitung bremst das Potenzial - und beeinflusst damit auch die Platzierung. Etwas mehr Qualität bei der Produktion würden den Fahrradgriffen gut tun.

Fenrad Fahrradgriffe ergonomisch im Test

Die Fenrad-Griffe wirken auf den ersten Blick wuchtiger als erwartet. Der Griffkörper fällt etwas breiter und härter aus als bei vergleichbaren Modellen. Das kann solide wirken, fühlt sich aber beim ersten Kontakt weniger anschmiegsam an. Vor allem die Handballenauflage ist spürbar steif - nicht unangenehm, aber ungewohnt. Die Verpackung ist stabil und enthält Griffe sowie Schrauben und Innensechskantschlüssel. Eine Anleitung ist nicht erforderlich, da die Montage selbsterklärend ist. Der Inhalt ist gut geschützt und direkt einsatzbereit. Beim Montieren zeigte sich eine kleine Herausforderung: Die äußere Verschraubung ließ sich nicht direkt festziehen. Mehrere Versuche waren nötig, um einen festen Sitz herzustellen, da die Klemmbereiche nicht sofort griffen. Die Griffe rutschten zunächst leicht, bis schließlich die Klemmung packte. Der innere Ring wirkte stabiler, aber auch hier brauchte es mehr Drehmoment als erwartet. Die Formgebung selbst machte einen funktionalen Eindruck. Der Übergang zwischen Griffzone und Auflage ist klar definiert, ohne störende Kanten oder auffällige Nähte. Das Griffprofil fühlte sich rutschfester an als beim vorherigen Modell, was bereits im Stand ein Pluspunkt war. Optisch fällt das Design eher schlicht aus - kein Hingucker, aber funktional.

Testbericht: Fenrad Fahrradgriffe ergonomisch

Bereits bei der Montage zeigten die Fenrad-Griffe eine gewisse Eigenwilligkeit. Der innere Klemmring ließ sich zuverlässig anziehen, aber die äußere Schraubklemmung brauchte mehrere Versuche, bis sie wirklich griff. Die Griffe rutschten zunächst beim Anziehen leicht mit, was zu Nachjustierungen führte. Mit etwas Geduld ließ sich ihr Sitz sichern - optimal war die Erfahrung dennoch nicht. Endkappen schließen die Griffe sicher ab. Die Montage erfolgt ohne Werkzeug durch einfaches Andrücken. Im Fahrtest zeigten sich dann durchaus Unterschiede. Positiv fiel auf, dass der Griff insgesamt ruhig in der Hand lag. Die etwas festere Materialstruktur sorgte für ein stabiles Gefühl, vor allem bei gleichmäßiger Fahrt auf Asphalt. Auf holprigeren Wegen - etwa Kopfsteinpflaster oder Schotter - dämpfte der Griff zwar, wirkte aber insgesamt härter als andere Testmodelle. Die ergonomische Auflagefläche zeigte Wirkung. Handballen und Gelenke wurden gut abgestützt, was auf längeren geraden Strecken für Entlastung sorgte.

Weitere Aspekte bei der Wahl von Fahrradgriffen

Beim Radfahren gibt es drei Kontaktpunkte vom Menschen zur Maschine. Neben den Pedalen und dem Sattel haben die Griffe einen großen Anteil am Wohlfühlfaktor. Unsere Arme leiten je nach Sitzposition bis zu 25 Prozent unseres Körpergewichtes über die Hände auf die Griffe ab. Von dort aus finden sämtliche Übermittlungen der Schalt-, Brems- und Lenkimpulse statt. Stimmen im Zusammenspiel von Sitzposition, Griff- und Lenkerform, ergonomischen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben ein oder mehrere Parameter nicht, führt das schnell zu Druckspitzen, Überlastungen und Fehlstellungen.

Griffe mit Flossen

Aktive Unterstützung erfährt die Hand durch Flossengriffe. Ihr charakteristischer Namen kommt durch die nach hinten herausragende Auflagefläche, die wie eine Flosse aussieht und den Druck in der Hand breiter verteilt und effektiver ableitet. Zusätzlich wird das Handgelenk unterstützt und der Karpaltunnel geschont. Druckempfindliche Nerven und sensible Blutgefäße werden entlastet und die unangenehmen Symptome reduziert oder gleich ganz verhindert. Die bessere Abstützung hat einen weiteren Vorteil: Die Haltearbeit von Hand und Arm wird verringert, was Kraft spart und den Komfort auf längeren Touren steigert.

Die passende Form finden

Sportler wählen kompakte Modelle mit kleiner Flosse, weil diese eine aktive Fahrweise unterstützt. Die Hand kann besser um den Griff rotieren, was vor allem im MTB-Bereich Vorteile bringt. Alltags- und Tourenradfahrer profitieren von einer größeren Flosse durch die bessere Druckableitung und Unterstützung. Zudem steht der generelle Komfort im Vordergrund. Hersteller wie Acid, Brooks, Ergon, Merida (je 2) oder SQlab (3) bieten verschiedene Größen an. Die Größe des Griffes sollte sich an der Handgröße orientieren. Personen mit kleinen Händen greifen zu kleinen, Personen mit großen Händen zu großen Griffen. Je nach persönlicher Vorliebe sollte man aber nicht zwingend daran festhalten, weil individuelle Präferenzen durchaus anders ausfallen können.

Materialien und Oberflächen

Die meisten Fahrradgriffe bestehen neben einem Kunststoffkern aus einem Obermaterial aus Gummi. Das Material ist langlebig und verfügt über gute Dämpfungseigenschaften. Der Hersteller Renthal bietet seinen Lock On Griff beispielsweise in fünf unterschiedlichen Gummimischungen an - Du kannst also je nach Bedarf wählen, ob Du mehr Grip oder mehr Feedback und Haltbarkeit möchtest. Die Griffe von ESI ohne externe Klemmung bestehen aus Silikon. Sie sind dadurch leicht und günstig, das Material besitzt gute Dämpfungseigenschaften bei einer direkten Kraftübertragung und passt sich Deiner Hand an. Außerdem können die Griffe bei Bedarf leicht gekürzt werden. Das Naturmaterial Kork erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bei den speziellen Biokork-Griffen von Ergon macht der biologische Werkstoff rund 40 Prozent des Griffs aus. Ledergriffe wie der Slender von Brooks überzeugen mit ihrer Optik und Strapazierfähigkeit. Sie sind allerdings recht hart, mit wenig Dämpfung, und daher eher für die Stadt als für den MTB-Einsatz geeignet.

Apropos Grip: Unterschiedliche Oberflächen versprechen unterschiedlichen Grip. Feine Diamant-Strukturen, wie beim Slater Lock On von SDG, ermöglichen selbst bei nassen Händen oder ohne Handschuhe noch eine gute Kontrolle, nutzen sich allerdings schneller ab. Alternativ bietet sich ein Griff mit Neopren-Überzug an, z. B. der WCS True Grip von Ritchey. Spezielle Einkerbungen für die Finger oder sogenannte "Waffel-Designs" sorgen bei vielen Griffen für eine erhöhte Rutschfestigkeit. Wenn nicht, ist eine rutschfeste Oberfläche mit hoher Dämpfung und guter Feuchtigkeitsaufnahme oft am angenehmsten.

Handgröße und Griffdurchmesser

Einige Griffe werden in unterschiedlichen Durchmessern angeboten, meist zwischen 29 und 33 Millimetern, manchmal auch mit Angaben wie S, M oder L. Die Auswahl hängt von der Handgröße und von persönlichen Vorlieben ab. Stark gepolsterte Handschuhe und dicke Griffe sind oft eine schlechte Kombination, weil sie viel Kraft erfordern - was zu Ermüdung und Verkrampfung führen kann. Auch kleine Hände und dicke Griffe sind aus denselben Gründen nicht optimal. Aber auch ein zu kleiner Griff kann zu Krämpfen führen, wenn eine sehr große Hand ihn umschließen muss. Hersteller SQlab bietet deshalb eine Mess-Schablone zur Bestimmung der Griffweite, also dem Abstand zwischen Mittelfingerspitze und Daumenbeuge, an.

Flügelgriffe gegen taube Finger

Ein häufiges Problem bei Langstrecken ist ein zu hoher Druck auf den empfindlichen Ulnar-Nerv. Dieser verläuft im Bereich des Kleinfingerballens, nur knapp unterhalb der Haut. Zu hohe Belastungen an der Handaußenseite sorgen für Taubheitssymptome am Ringfinger oder kleinem Finger. Eine Lösung ist der Tausch des herkömmlichen Griffs gegen einen sogenannten Flügelgriff mit Handballenauflage, wie ihn Ergon, SQlab oder Contec im Programm haben. Die Kontaktfläche und damit die Auflagefläche der Hand wird vergrößert und der Druck besser verteilt.

Die richtige Einstellung finden

Viele Griffe werden mittlerweile angeschraubt und nicht nur einfach auf den Lenker aufgeschoben. Die Klemmschrauben vereinfachen die Justage und halten die Griffe sicherer in Position. Damit der ergonomische Vorteil nutzbar ist, muss die Auflagefläche so eingestellt sein, dass das Handgelenk nicht am Lenker abknickt. Hand und Unterarm sollten in einer Linie verlaufen. Bei der Einstellung hilft beispielsweise eine spezielle Fitting Box von Ergon. Wenn Du gerne außen an den Lenker greifst, bieten sich Griffe mit einer Innenklemmung an. So musst Du nicht auf Metall greifen. Wenn Du lieber mittig greifst, nutzt Du besser eine Außenklemmung. Beidseitige Klemmungen ermöglichen einen bombenfesten Halt auf ruppigen Downhill-Abfahrten, ohne beispielsweise einen Carbonlenker durch hohe Anzugsmomente zu belasten.

Fahrradgriffe für Drehgriffschaltung

Die Gangschaltung an einem Fahrrad ist heute nicht mehr wegzudenken. Sie hilft uns dabei, im Alltag und auf großen sowie kleinen Touren immer den richtigen Gang zu finden. An vielen Fahrrädern ist für die Einstellung der Gänge eine Drehgriffschaltung am Fahrradlenker verbaut. Sie ist besonders praktisch, da die Hand beim Schaltvorgang immer den Lenker umschließt. Spezielle Fahrradgriffe für Drehgriffschaltungen sind dabei für einen reibungslosen Schaltvorgang besonders wichtig.

Was sollte ich beim Kauf von Fahrradgriffen für Drehgriffschaltungen beachten?

Je nach verbauter Schaltung ist es wichtig, die Kompatibilität der Fahrradgriffe für Drehgriffschaltungen zu prüfen. Hersteller unterscheiden sich in der Ausprägung der Schaltvorrichtung und der Kabelführung. Je nach genauer Breite des Drehschalters sind die Fahrradgriffe auszuwählen, damit sie an den Außenseiten abschließen. Daneben sollte auch die Griffform für dich passen. Es gibt beispielsweise ergonomische Fahrradgriffe für Drehgriffschaltungen. Dabei sind die Handablageflächen ergonomisch geformt und sie sind besonders für lange Radtouren hervorragend geeignet. Die Hände und Gelenke ermüden weniger schnell durch die Handablageflächen.

Worin unterscheiden sich Lenkergriffe für Drehgriffschaltungen nach den Schaltungstypen - Kettenschaltung vs. Nabenschaltung?

Die Schaltungen einer Kettenschaltung und einer Nabenschaltung unterscheiden sich maßgeblich voneinander. Für die Lenkergriffe der Drehgriffschaltung hat dies aber keinen Einfluss. Alle nicht elektrischen Fahrradschaltungen sind mit einem Bowdenzug versehen, der den Schaltungsimpuls weitergibt. Die Anbringung der Fahrradgriffe für Drehgriffschaltungen hat darauf aber keinen Einfluss. Insofern gibt es keine Unterschiede der Fahrradgriffe nach Gangschaltungsart.

Aus welchen Materialien sind Fahrradgriffe für Drehgriffschaltungen erhältlich?

Wie auch bei allen anderen Fahrradgriffen werden Fahrradgriffe für Drehgriffschaltungen aus unterschiedlichen Materialien angeboten. Besonders populär sind Gummi und Silikon. Aber auch Moosgummi, Kunststoff und Kork werden für die Produktion eingesetzt. Ein weiteres Material, das vor allem bei Citybikes zum Einsatz kommt, ist Leder. Die Materialien unterscheiden sich dabei in der Griffigkeit und demnach, wie rutschfest sie sind.

Häufig verwendete Materialien von Fahrradgriffen für Drehgriffschaltungen:

  • Moosgummi
  • Leder
  • Silikon
  • Kunststoff
  • Kork
  • Gummi

Fahrradgriffe sind die mitunter wichtigsten Komponenten am Fahrrad, da sie das Fahrgefühl maßgeblich beeinflussen. Außerdem sorgen die richtigen Fahrradgriffe dafür, dass keine Schmerzen an den Händen oder den Handgelenken entstehen.

Empfehlungen für Fahrradgriffe

Die Ergon GS1 Evo bieten herausragenden Komfort sowie Grip und das für nahezu jede Raddisziplin. Die Fahrradgriffe sind »Made in Germany«, medizinisch geprüft und beugen verlässlich Schmerzen und Taubheitsgefühlen vor.

Die SQlab 702 sind noch ein Stück komfortabler als unser Testsieger und eignen sich besonders für Trekking- oder Citytouren, Radreisen oder E-Bike-Touren.

Die Ergon GT1 heben sich bereits rein optisch aus dem Testfeld hervor und bieten erstaunlich guten Komfort, optimale Dämpfung und eignen sich hauptsächlich für ausgedehnte Touren oder Radreisen.

Tabelle: Vergleich von Fahrradgriffen

Modell Besonderheiten Empfohlen für
Alphatrail Alex Sichere Montage, spürbare Dämpfung, robuste Griffstruktur Citybikes, MTBs
Topcabin Fahrradgriffe Ergonomische Auflagefläche Kurze Strecken in der Stadt
Fenrad Fahrradgriffe ergonomisch Stabile Haptik Asphalt- und Alltagsfahrten
Ergon GS1 Evo Herausragender Komfort, sehr guter Grip Nahezu jede Raddisziplin
SQlab 702 Sehr komfortabel, anatomisch geformt Trekking- oder Citytouren, Radreisen oder E-Bike-Touren
Ergon GT1 Bester Komfort, optimale Dämpfung Ausgedehnte Touren oder Radreisen

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