Fahrradhelm Kinder ab 3 Jahre: Test, Vergleich und Kaufberatung

Ein Fahrradhelm für Kinder sollte sicher, gut sitzend und bequem sein. Damit dein Kind beim Fahrradfahren optimal geschützt ist, haben wir verschiedene Kinder-Fahrradhelme verglichen und Erfahrungen aus der Mama-Community einfließen lassen.

Besonders wichtig waren uns ein hoher Sicherheitsstandard, eine gute Passform und ein angenehmer Tragekomfort. Zusätzlich haben wir die Testergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC der letzten Jahre berücksichtigt und die besten Modelle ausgewählt.

Wir haben geprüft, welche Helme besonders stoßfest, leicht verstellbar und gut belüftet sind, damit sie im Alltag wirklich überzeugen. So bekommst du eine fundierte Entscheidungshilfe für einen Fahrradhelm, der Sicherheit und Komfort optimal kombiniert. Hier stellen wir die Testsieger und empfehlenswerten Modelle vor.

Worauf du bei einem Kinderfahrradhelm achten musst

Die Suche nach dem passenden Fahrradhelm für das eigene Kind ist an sich keine große Wissenschaft. Man muss nur wissen, worauf man zu achten hat. Ist das der Fall, kann die Suche zu einer recht entspannten Angelegenheit werden.

Zudem sind die Kids mit dem passenden Helm auch tatsächlich gerne unterwegs. Natürlich bieten die Hersteller verschiedene, kindliche Motive an. Und natürlich können diese Motive ein wichtiger Motivationspunkt sein, den Helm immer brav aufzusetzen. Dennoch sollte das nicht das Hauptkriterium bei der Auswahl sein.

Checkliste für den Kauf eines Kinderfahrradhelms

  • Helmpflicht: Kinder bis 12 Jahre müssen beim Fahrradfahren einen Helm tragen. Das gilt für Deutschland und Österreich gleichermaßen.
  • Größe: Die Größe entscheidet, ob der Helm angenehm und dennoch sicher sitzt. Für die Suche nach der passenden Größe solltet ihr zunächst den Kopfumfang eures Kindes abmessen. Mit diesem Wert könnt ihr dann anhand der Größentabellen der jeweiligen Hersteller die passende Größe finden.
  • Perfekter Sitz: Wenn euer Kind den Kopf schütteln kann und der Helm dabei sicher, aber nicht zu eng sitzend an seiner Position bleibt, habt ihr den idealen Helm gefunden. Die genaue Einstellung passiert in der Regel über ein Größenrad am Hinterkopf und in manchen Fällen mithilfe unterschiedlich dicker Schaumstoffpads.
  • Riemen: Dieser sollte so fest wie nötig und so locker wie möglich eingestellt sein. Wenn er das Kinn nicht einengt und zugleich dazwischen nicht mehr Platz als für eine Fingerdicke bleibt, ist auch der Riemen ideal eingestellt.
  • Speziell für Kinder: Besonders bei Kinderhelmen solltet ihr darauf achten, dass der gesamte Kopf geschützt ist. Vor allem der Hinterkopf sollte noch zusätzlich geschützt sein.
  • Verschluss: Zu guter Letzt können Fahrradhelme mit einem Magnetverschluss Pluspunkte sammeln. Diese Verschlüsse können die Kids ideal selbst bedienen.

Aufbau und Funktion eines Kinderfahrradhelms

Ein moderner Kinderhelm ist mit einer harten Außenschale und einem gepolsterten Innenleben ausgestattet. Die sichersten Modelle gehören zu den Mikroschalen-Helmen, die mit vielen Öffnungen zur Belüftung und einem geringen Eigengewicht überzeugen.

Die Schale besteht meistens aus Kunststoff und nur bei den teuren Modellen aus Carbon. Der Vorteil von Carbon ist die leichte Bauweise, die aber mehr beim Radrennen als bei Kinderhelmen eine Rolle spielt.

Direkt unter der Außenschale befindet sich baugleich eine Schale aus Hartschaum, die fest mit dem Oberteil verschweißt ist. Sie muss mindestens 2 cm dick sein und den kompletten Helm auskleiden. Der Hartschaum fängt Stöße optimal ab und bietet Isolation bei zu kalten oder sehr heißen Temperaturen.

Darunter befindet sich das Innenpolster, das die Verbindung zum Kopf herstellt und einen angenehmen Tragekomfort liefert. Schließlich darf der Helm nicht drücken oder ungünstig am Kopf anliegen. Belüftungslöcher sorgen dafür, dass die Kinder beim Tragen nicht zu stark schwitzen.

Achtung: Der Softshell-Kinderhelm ist deutlich günstiger, bietet aber auch weniger Schutz. Hier sind die Teile nur punktuell miteinander verklebt.

Im hinteren Kopfbereich befindet sich ein Verstellmechanismus, um den Helm erst locker aufsetzen und dann festziehen zu können. Über ein kleines Rad bewegst du eine innere Konstruktion aus flexiblem Kunststoff, die die Kopfform fest umschließt.

Der Kinnriemen ist das letzte Bauteil und dient als Verschluss. Er ist meist zusätzlich mit einem Polster versehen, damit der Verschluss keine Druckstellen am Kinn hinterlässt.

Der Unterschied: Im Vergleich zu den Erwachsenenmodellen umschließen Kinderhelme fast den gesamten Hinterkopf und sind sehr weit in die Stirn bis über den Schläfenbereich gezogen.

Wie fängt der Helm einen Sturz ab?

Allein das Tragen eines Helms soll das Verletzungsrisiko am Kopf um 30 Prozent verringern. Kommt es zu einem Aufprall, ist der Helm das schützende Element, was die Energie deutlich besser verteilt. Das Material staucht sich zusammen, baut die Energie mittels einer Druckwelle ab und leitet sie quasi über die Außenhülle vom Kopf weg - wie eine Art Blitzableiter.

Wichtig: Nach jedem Sturz hat der Helm seine Aufgabe erfüllt und muss zwingend ausgewechselt werden.

Die richtige Größe finden

Bei jedem Kinderhelm ist die richtige Größe entscheidend, da sich die Kleinen noch im Wachstum befinden. Optimaler Schutz ist nur dann geboten, wenn der Helm fest und passend am Kopf des Kindes sitzt. Er darf sich nicht leicht nach vorne ziehen oder nach hinten schieben lassen. Auch ein Spiel zur Seite hin ist nicht empfehlenswert.

Manche Helme wachsen durch ihre Einstellungsmöglichkeiten im Inneren mit. Einfach den Kopfumfang messen und mit der Tabelle vergleichen. Dafür nimmst du dir ein Maßband und legst es oberhalb der Ohren bis über die Stirnmitte an. Liegt dann der Kopfumfang zwischen zwei Helmgrößen, entscheide dich immer für die größere Variante.

Doch Vorsicht: die Größen variieren von Hersteller zu Hersteller. Am besten vergleichst du die Größe immer mit dem gemessenen Kopfumfang und prüfst, ob er im Rahmen liegt. Ein kleiner Tipp: Das Kind sollte den Helm etwa 15 Minuten zur Probe tragen.

Design und Komfort

Nachdem Form und Größe feststehen, geht es an die Auswahl des richtigen Designs. Wichtige Regel jedoch: lass dein Kind die Wahl selbst treffen. Schließlich soll das Helmtragen Spaß machen und nicht schon von vornherein mit einer Abneigung gegen Farbe oder Design beginnen.

Sicherheitsaspekte und Ausstattung

Neben der richtigen Größe und der passgenauen Form gibt es natürlich weitere Sicherheitsaspekte an einem Kinderhelm. Grundsätzlich sollte gesagt sein: der Preis spielt eine untergeordnete Rolle. Schließlich retten hohe Qualitätsstandards im Ernstfall Leben.

Manche Modelle sind mit speziellen Reflektoren oder sogar Lichtern ausgestattet. Vor allem in Herbst und Winter trägt diese Funktion zu mehr Sichtbarkeit der Kinder bei. Das Licht sollte dabei an der Rückseite des Helms befestigt sein, damit nahende Autofahrer dein Kind rechtzeitig erkennen.

Befestigt wird jeder Fahrradhelm über ein Gurtsystem. Die Gurte sollten verstellbar sein und sich auf Kopfform und Größe anpassen lassen. Meist gibt es Führungsschienen im Inneren des Helms, damit die Gurte nicht zu schnell verrutschen.

Kontrolliere die Gurteinstellungen regelmäßig und passe die Gurte gegebenenfalls an, wenn dein Kind eine Mütze trägt. Wichtig: Ältere Kinder ab etwa 4 Jahren sollten den Helm selbst auf- und absetzen können.

Jeder Kinderhelm benötigt Lüftungsschlitze, damit der Kopf nicht zu sehr schwitzt und vor einem Hitzestau bewahrt wird. Die Materialien im Inneren isolieren vor der Kälte im Winter und die Schlitze führen im Sommer ausreichend Frischluft an den Kopf. Etwa 7-9 Öffnungen zur Belüftung sollte ein guter Helm aufweisen.

Achte vor dem Kauf auf die bestehen Prüfzeichen wie beispielsweise TÜV, CE- und GS-Siegel. Der Kinderhelm sollte alle in Deutschland und der EU gültigen Standards erfüllen. Gleichzeitig muss er den Normhinweis „EN 1078“ tragen.

Testsieger bei Kinderfahrradhelmen

Unabhängige Verbraucherorganisationen, Testinstitute, Clubs und spezialisierte Fachmagazine testen Produkte in standardisierten Verfahren nach objektiven Kriterien. Wir vergleichen die Ergebnisse von Stiftung Warentest, ÖKO-TEST, ADAC, TÜV, OEKO-TEX sowie weiteren Institutionen und listen die jeweiligen Testsieger in einer kompakten Tabelle, um euch einen optimalen Überblick zu verschaffen.

Kinderfahrradhelm Größe Testergebnisse
Abus Youn-I 2.0 2 Größen (48 - 57 cm) Testsieger Fahrradhelm für Kinder (Gesamtnote 2,2) bei Stiftung Warentest 2022
Alpina Pico Flash 50 - 55 cm „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022
Casco Mini 2 46 - 52 cm „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022
Lidl Crivit Kinder Fahrradhelm Art.-Nr. 366848 2 Größen (46 - 54 cm) „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022
Woom Kids Helm 3 Größen (46 - 56 cm) „befriedigend“ (Gesamtnote 2,6) bei Stiftung Warentest 2022

In einem internationalen Test von Stiftung Warentest mit dem ADAC 2022 wurden 18 Kinderfahrradhelme auf Unfallschutz, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffe geprüft, wobei Unfallschutz 50% des Gesamtergebnisses ausmachte.

Die Bewertung umfasste erweiterte Stoßdämpfungsprüfungen, Abstreifsicherheit, Riemenbelastbarkeit und Sichtbarkeit im Dunkeln, während Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffbelastung die restlichen 50% bestimmten, mit möglichen Abwertungen bei Mängeln.

Unter den 18 getesteten Kinderfahrradhelmen, die für eine Bandbreite an Kopfumfängen von kleinen Mitfahrern bis hin zu größeren Kindern geeignet sind, variieren die Preise von 12 bis 100 Euro. Während der Testsieger Abus für 50 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bieten alle Helme Schutz vor Kopfverletzungen, allerdings passen nicht alle optimal zu jeder Kopfform.

Empfehlenswerte Kinderfahrradhelme

Hier eine Auswahl an Fahrradhelmen, die auch in Kindergrößen erhältlich sind. Entscheidend bei der Auswahl ist der Kopfumfang, damit der Helm gut sitzt.

Angebot Beleuchter Fahrradhelm „XIMO FLASH“ von ALPINA

Der Ximo Flash Kinderhelm von Alpina bietet durch sein Run System Classic Slide eine dreidimensionale Anpassung für optimalen Sitz und Komfort. Seine Inmold-Konstruktion mit Edge Protect, strategisch platzierte Lüftungsöffnungen und das flach gestaltete Heck maximieren Sicherheit und Komfort, während Reflektoren und ein integriertes Multi-Fit Light für hohe Sichtbarkeit sorgen.

Unser Fazit: Besonders gut gefällt uns die zusätzliche Sicherheit durch die Reflektoren und das integrierte Licht.

Angebot Kinder-Fahrradhelm „PICO FLASH“ von ALPINA

Der ALPINA PICO FLASH Fahrradhelm für Kinder besticht durch seine robuste 3-Shell Außenschale und ein neigbares Verstellsystem am Hinterkopf für optimale Anpassung. Sein geringes Gewicht und das effektive Stoßabsorptionssystem dank der Inmold-Fertigung und Hi-EPS-Material sorgen für zusätzlichen Komfort und Sicherheit.

Unser Fazit: Positiv zu bewerten ist die hohe Sicherheit und der Tragekomfort des ALPINA PICO FLASH, was sich in der guten Bewertung (2,4) von Stiftung Warentest widerspiegelt.

Angebot Kinderhelm Smiley 3.0 LED von ABUS

Der ABUS Smiley 3.0 LED Kinderhelm bietet durch seine In-Mold Konstruktion mit stoßabsorbierendem Hartschaum und schlagfester Außenschale robusten Schutz. Er zeichnet sich durch eine tiefe Passform mit gutem Nacken- und Schläfenbereichsschutz und einer schirmartigen Vorderkante aus.

Das Verstellrad sorgt für eine präzise Größeneinstellung, während das höhenverstellbare System am Hinterkopf Platz für einen Zopf bietet. Ein aufladbares LED-Rücklicht und Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit, und 4 Luftein- und Luftauslässe mit Fliegennetzen sorgen für gute Belüftung.

Unser Fazit: Der ABUS Smiley 3.0 LED ist ein hervorragender Helm für Kinder, der Sicherheit, Komfort und Praktikabilität vereint. Besonders die Anpassungsmöglichkeiten für Zopfträger*innen und das integrierte LED-Licht für verbesserte Sichtbarkeit sind beeindruckend.

Angebot Kinderfahrradhelm „Kid 2“ von uvex

Der Uvex Unisex Kinder Radhelm bietet dank seiner Inmould-Technologie mit EPS-Innenschicht und Polycarbonat-Außenschale leichten und robusten Schutz. Sein verstellbares uvex IAS-System ermöglicht eine exakte Anpassung, während acht Belüftungsöffnungen für Kühlung sorgen. Der Helm ist zudem mit herausnehmbaren, waschbaren Polstern und optional mit einem LED-Licht erweiterbar.

Unser Fazit: Gewohnte hochwertige Qualität vom renommierten Hersteller uvex. Ein Pluspunkt ist das vollständig eingearbeitete Insektennetz.

Fahrradhelm für Kinder „XIMO L.E.“ von ALPINA

Der ALPINA XIMO L.E. Fahrradhelm für Kinder bietet durch das Run System Classic Slide eine dreidimensionale Anpassung für optimalen Sitz. Seine strategisch platzierten Lüftungsöffnungen sorgen für effektive Kühlung und Schutz vor Sonnenstrahlen, während das flache Heck den Komfort im Kindersitz oder -anhänger verbessert. Ein hochwertiges mattes Finish und die Option eines Multi-Fit Lights erhöhen die Sichtbarkeit und Sicherheit.

Unser Fazit: Idealer Helm, wenn das Kind im Kindersitz oder -anhänger transportiert wird.

Kinderhelm „Smiley 2.0“ von ABUS

Der ABUS Smiley 2.0 Kinderhelm bietet optimalen Schutz durch seine leichte, aber stabile Konstruktion aus EPS und Außenschale. Er verfügt über das Zoom Eco Kids Justier-System für individuelle Passform, bietet hohen Rundumschutz im Schläfen- und Nackenbereich und eine visierartige Vorderkante für Gesichtsschutz.

Unser Fazit: Der ABUS Smiley 2.0 ist ein solider Helm für Kinder, der mit seiner robusten Konstruktion und dem umfassenden Schutz überzeugt. Die individuelle Anpassungsmöglichkeit und das kinderfreundliche Design sind klare Vorteile, allerdings könnten zusätzliche Belüftungsöffnungen den Tragekomfort bei längeren Ausflügen erhöhen.

Leichter Fahrradhelm „oyo“ von uvex

Der uvex oyo Kinder-Fahrradhelm bietet dank seiner Kombination aus EPS-Innenschicht und Polycarbonat-Außenschicht leichte Konstruktion bei hoher Schlagfestigkeit. Mit integriertem Seitenschutz, anpassbarem IAS-System und FAS-Gurtband für eine exakte Passform, bietet dieser Helm Sicherheit und Komfort. Zusätzlich ist er für ein Plug-in LED-Licht erweiterbar.

Unser Fazit: Dieser Helm punktet mit seiner einfachen Anpassungsfähigkeit an verschiedene Kopfgrößen, ideal für den Einsatz mit oder ohne Mütze.

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