Fahrradhelm Holz Test: Sicherheit und Stil im Überblick

Immer mehr Menschen steigen aufs Rad oder E-Bike. Um bei einem Unfall schwere Kopfverletzungen zu vermeiden, sollte dabei stets ein guter Helm getragen werden. Die Stiftung Warentest hat zusammen mit dem ADAC Fahrradhelme überprüft. Wir stellen Ihnen die Testsieger und wichtige Aspekte rund um Fahrradhelme vor.

Die Testsieger: Das sind die besten Fahrradhelme

Für mehr Sicherheit auf Rad und E-Bike: Die Stiftung Warentest hat zusammen mit dem ADAC 14 Fahrradhelme getestet.

Der Testsieger: Fahrradhelm von Uvex

Mit der Gesamtnote "gut (2,0)" sichert sich die Marke Uvex erneut den Testsieg. Testsieger ist mit der Gesamtnote "gut (2,0)" der Urban Planet LED von Uvex. Der Fahrradhelm von Uvex überzeugt nicht nur mit seiner hochwertigen Verarbeitung für hohen Schutz bei Stürzen und Stößen, sondern auch mit seiner Ausstattung: Reflektierende Bänder und ein Plug-in-LED sorgen für mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr, das Belüftungssystem mit Fliegengitter für mehr Komfort.

Der Helm lässt sich dank IAS-System zudem leicht an die Kopfform anpassen, um optimalen Sitz sicherzustellen. Ein weiterer Pluspunkt ist die nachhaltige und ressourcenschonende Produktion des Uvex Urban Planet LED.

Zweiter Platz: Fahrradhelm von Alpina

Nach ihm folgt der Fahrradhelm von Alpina auf Rang zwei. Er bekommt das "test"-Qualitätsurteil "gut (2,2)". Der MIPS-Helm von Alpina landet mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,2)" auf den geteilten zweiten Platz. Er schützt bei Aufprällen unter anderem mit MIPS, Hi-EPS-Schale und Inmold-Bauweise. Zudem lässt er sich gut an die Kopfform anpassen, was auch bei längeren Touren einen hohen Tragekomfort gewährleistet.

Dazu trägt auch das relativ geringe Gewicht bei. Wie das Modell von Uvex ist der Helm mit Reflektoren und Rücklicht ausgestattet. Belüftungsöffnungen sorgen für einen kühlen Kopf. Fliegengitter halten Insekten ab. Der Alpina-Helm kommt zudem mit einem Visier. Es bietet Spritz- und Sonnenschutz.

MIPS steht für "Multidirectional Impact Protection System", also ein System zum Schutz vor Stößen aus verschiedenen Richtungen. Es handelt sich um eine Kunststoffschale an der Innenseite des Helms, die Rotationskräfte bei einem Aufprall durch unabhängige Bewegung abfangen soll.

Wichtiges zu Fahrradhelmen

Es gibt in Deutschland zwar keine Helmpflicht, dennoch ist es für Radfahrer sinnvoll, einen Helm zu tragen. Stürze und Unfälle können sonst schon bei geringen Geschwindigkeiten zu schweren Verletzungen führen. Um zu prüfen, welche Fahrradhelme Sicherheit bieten und dabei auch komfortabel zu tragen und leicht zu bedienen sind, untersucht die Stiftung Warentest regelmäßig Helme für Rad und E-Bike. Für die "test"-Ausgabe 04/2024 hat sie erneut gemeinsam mit dem ADAC 14 Helme überprüft.

Kaufberatung für Fahrradhelme: Darauf sollten Sie achten

Größe, Sitz und Sicherheit: Fahrradhelme müssen Sie schützen, ohne beim Tragen unangenehm zu sein. Achten Sie daher immer auf die passende Größe und probieren Sie einen Helm vor dem Kauf am besten an. Neben der Größe ist das Gewicht von Bedeutung. Zu schwere und unbequeme Helme stören beim Radfahren und können eine unerwünschte psychologische Nebenwirkung haben: Je mehr das Tragen den Fahrspaß einschränkt, desto weniger setzen Sie ihn tatsächlich auf.

Inzwischen sind zahlreiche Fahrradhelme mit einer Form von Beleuchtung ausgestattet. Diese erhöht die Sichtbarkeit des Fahrers im Straßenverkehr erheblich. Manche Modelle besitzen zudem ein Insektennetz, das gerade im Sommer hilfreich ist. Nicht zuletzt soll der Fahrradhelm ästhetisch gefallen: Zur Wahl stehen verschiedene Designs und Sie erhalten nahezu alle Produkte in unterschiedlichen Farben. Sie sind passionierter Radler? Dann brauchen sie vielleicht eine robuste Fahrradtasche oder einen geräumigen Fahrradanhänger für Ihre Ausflüge?

So finden Sie die richtige Größe und Passform

Für den richtigen Sitz eines Fahrradhelms und damit den optimalen Kopfschutz muss die passende Helmgröße gewählt werden. Zur Bestimmung der Größe vermessen Sie Ihren Kopf mit einem Maßband. Legen Sie es am besten 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen und an den Schläfen an. Da der Helm idealerweise dort sitzen sollte, ist die Messung Ihres Kopfumfangs an dieser Stelle am genauesten.

Nur wenn Sie Ihren Helm richtig tragen, sind Sie geschützt. Es ist daher wichtig, dass er richtig sitzt. Achten Sie beim Aufsetzen des Fahrradhelms darauf, dass er nicht zu weit hinten sitzt: Ist er zu weit in den Nacken geschoben, bleibt Ihre Stirn ungeschützt. Vorn sollte er etwa 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen sitzen. Ist der Helm richtig platziert, stellen Sie den Kopfriemen ein. Man sollte den Helm nicht zu locker tragen. Der Helm passt, wenn der Kopf nach dem Spannen des Kopfrings nur an gepolsterten Stellen mit der Helmschale Kontakt hat. Als Letztes schließen Sie dann den Kinnriemen, der stramm sitzen sollte.

Wann sollte ein Fahrradhelm ausgetauscht werden?

Nach einem Sturz mit dem Fahrrad sollte ein Fahrradhelm ausgetauscht oder mindestens überprüft werden, auch wenn von außen keine Schäden zu erkennen sind: Innere strukturelle Schäden sind äußerlich nicht zu sehen. Eine Überprüfung ist deshalb unerlässlich. Nach einem Unfall kann der Schutz des Kopfes sonst nicht mehr garantiert werden. Ist der Helm beschädigt, muss er in jedem Fall ausgetauscht werden.

Auch bei normaler Nutzung und ohne Sturz ist ein Fahrradhelm irgendwann nicht mehr sicher. Verschleiß und Materialschwächung vor allem durch Sonneneinstrahlung und Wetter begrenzen die Haltbarkeit eines Fahrradhelms. Verändert sich die Außenschale des Helms oder die Füllung aus Hartschaum, sollte er gewechselt werden. Allerdings sind Helme auch bei täglichem Gebrauch bis zu fünf Jahre haltbar.

Typen von Fahrradhelmen

Grundsätzlich gibt es drei Typen von Fahrradhelmen: Softshell, Microshell und Hardshell. Softshell- oder Weichschalenhelme finden sich allerdings kaum mehr auf dem Markt - die namensgebende Kunststoffpolsterung bietet zu wenig Schutz bei einem Aufprall. Microshell- oder Mikroschalenhelme sind hingegen weit verbreitet. Sie erkennen sie an der flachen Form mit den großen Öffnungen. Geschützt wird der Fahrer über einen polsternden Schaumstoffkern mit Kunststoffüberzug. Modelle dieses Typs sind leicht und gut belüftet. Noch mehr Schutz bieten Hardshell- oder Hartschalenhelme. Bei ihnen kommt eine zusätzliche Schutzschicht hinzu, die Oberfläche ist glatt und geschlossen. Fahren Sie ein E-Bike, empfiehlt sich ein Hartschalenhelm. Der Nachteil: Sie sind schwerer und die schlechtere Belüftung stört bei warmem Wetter.

Checkliste für den Helmkauf

  • Ein Helm muss in der richtigen Größe gekauft werden. Hierbei helfen Größenangaben der Hersteller: Achten Sie auf Ihren Kopfumfang und die richtige Passform. Nützlich kann natürlich auch eine Anprobe sein.
  • Achten Sie auf das Produktions- und das Verfallsdatum auf der Verpackung und der Helmschale.
  • Der Fahrradhelm sollte allen geltenden Richtlinien und Vorschriften gemäß EN 1078, TÜV GS und CE entsprechen. Helme mit entsprechendem Prüfsiegel erfüllen deren grundlegenden Sicherheitsanforderungen. Bei allen von uns vorgestellten Fahrradhelmen trifft das natürlich zu.
  • Wählen Sie möglichst helle und auffällige Farben. Dadurch sind Sie nicht nur besonders gut zu sehen, sondern die helle Farbe verringert zudem das Aufheizen des Helmes durch Sonneneinstrahlung.
  • Noch besser zu sehen und damit sicherer sind Fahrradhelme mit großen und gut positionierten Reflektoren und zusätzlichem Rücklicht.
  • Von Vorteil sind außerdem ein geringes Gewicht und eine gute Belüftung. Beides erhöht den Tragekomfort. Fliegengitter und Visiere sind in dieser Hinsicht praktische Extras.

Weitere Empfehlenswerte Fahrradhelme im Test

Damit Sie ohne Aufwand einen Fahrradhelm finden, der Sie sicher durch den Straßenverkehr bringt, haben wir uns für Sie schlau gemacht und zahlreiche Modelle näher betrachtet, die in aktuellen Tests gute Bewertungen erhalten. Neben Online-Vergleichsportalen wie AllesBeste konsultierten wir die Erfahrungsberichte, die Käufer auf Amazon verfasst haben. So erfahren Sie alles, was Ihnen bei der Entscheidung für einen Fahrradhelm helfen kann. Eines haben alle Helme in unserem Überblick gemeinsam: Sie genügen höchsten Sicherheitsstandards.

Der Preis-Leistungs-Sieger im Fahrradhelm Test-Vergleich: Fischer Urban

Eine weitere Mikroschale punktet mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis im Überblick. Fischers Modell Urban ist, der Name deutet es an, ein Fahrradhelm für den Stadtverkehr. Er ist mit 260 Gramm besonders leicht und dank 20 Luftschlitzen gut durchlüftet. Hinzu kommt: Für den unschlagbar niedrigen Preis von rund 20 Euro* hat der Hersteller alle wichtigen Sicherheits- und Komfortaspekte im Helm untergebracht - sparsam, aber effektiv. Ein Insektenschutznetz deckt die vorderen Luftschlitze gegen unerwünschte Gäste ab. Die Beleuchtung ist im Drehregler für die Größenanpassung integriert.

Chip.de weist darauf hin, dass der geringe Preis schlicht einer teils mittelmäßigen Verarbeitung geschuldet ist, die aber, so wieder AllesBeste, die Sicherheit nicht schmälert. Öko-Test kritisiert die Verarbeitung umweltschädlicher polychlorierter Verbindungen, kürt den Fischer Urban aber dennoch zum Testsieger. Ästhetisch bietet Ihnen das Modell die Qual der Wahl: Acht Farben und Farbkombinationen, teils mit Motiv, stehen zur Wahl.

Lumos Matrix: Nie mehr übersehen werden

Der Lumos Matrix ist ein Hartschalenhelm und bietet sich besonders für Pedelec-Fahrer an. Das Modell gibt es nur in einer Größe und zwei Farben. Seine Stärken spielt der Helm bei der Sicherheit aus. Diese gewährleistet nicht nur eine stabile Schale, sondern vor allem die insgesamt 99 LEDs, die im Helm verbaut sind. 22 davon strahlen in Weiß nach vorne, die 77 LEDs auf der Rückseite des Helms sind farbig und per App programmierbar. Damit gestalten Sie zahlreiche Muster, sodass Sie garantiert nie mehr im Straßenverkehr übersehen werden.

Hoch fällt dafür das Gewicht aus: Mit knapp 600 Gramm ist der Helm der schwerste im Feld. Negativ fällt auf, dass einige Käufer auf Amazon auf minderwertig verarbeitete Bauteile etwa bei der Größenanpassung hinweisen. Der hohen Sicherheit und Sichtbarkeit tun sie aber keinen Abbruch.

Casco Roadster Plus: Perfekte Sicht bei Wind und Wetter

In drei Größen erhalten Sie den Roadster Plus von Casco. Die Mischung aus Mikro- und Hartschale kombiniert den stabilen Seitenschutz des letzteren mit der guten Belüftung des ersteren Typs. Die Besonderheit des Casco ist das klappbare und getönte Visier: Zahlreiche Nutzer auf Amazon zeigen sich davon überzeugt - als Insektenschutz, gegen den Fahrtwind bei empfindlichen Augen oder als Sonnenschutz.

Auch die individuelle Anpassung des Casco an die Kopfform findet bei testberichte.de und chip.de Anklang. Abstriche müssen Sie bei der Sichtbarkeit machen: Die verarbeiteten Reflektorstreifen stehen den Lösungen der Modelle von Uvex, Fischer und Lumos deutlich nach.

Dunlop HB 13: Hochwertig und günstig

Nach all dem Hightech gibt es zum Schluss noch eine günstige Microshell für den täglichen Stadtverkehr. Dunlops HB 13 wird in drei Größen angeboten, sodass jeder ein passendes Modell für seine Rübe finden sollte. Mit je nach Ausführung 220 bis 260 Gramm ist er mit der leichteste Helm im Testfeld. Die Grundfarbe ist Schwarz mit einem Design, für das vier Farbkombinationen zur Wahl stehen. Der Helm ist rundum gut verarbeitet - besser als unser noch etwas günstigerer Preis-Leistungs-Sieger - und verzichtet außer auf ein aufsteckbares Visier auf sämtliche Ausstattungsmerkmale.

Der Nachteil: Da der Helm keine integrierte Beleuchtung bietet, müssen Sie sich selbst darum kümmern. Bei dem geringen Preis fällt das aber kaum ins Gewicht.

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