Ab Wann Sollte Mein Baby Einen Fahrradhelm Tragen?

Schon bevor Kinder mit dem Laufrad oder dem Fahrrad unterwegs sind, sitzen sie im Fahrradanhänger, im Lastenrad oder im Kindersitz auf dem Gepäckträger. In jedem Fall sollte dein Nachwuchs einen Fahrradhelm tragen. Abhängig von Entwicklungsstand und Größe können Kleinkinder bereits ab einem Alter von ungefähr 1 Jahr mit dem Fahrrad mitgenommen werden.

Helmpflicht und Empfehlungen

In Deutschland gibt es derzeit keine Helmpflicht für Kinder. Doch die Verletzungsgefahr bei einem Sturz ist gerade bei jüngeren Kindern erhöht. Daher ist es zu empfehlen, dass schon die Kleinsten einen Fahrradhelm tragen. Wenn du einen Urlaub mit dem Rad planst, informiere dich vorab über die Helmpflicht in deinem Zielland. In Österreich müssen Kinder bis 12 Jahre einen Fahrradhelm tragen.

Vorbild sein: Trage selbst einen Helm

Wie schaffst du es, dass deine Kleinen den Helm auch dann tragen, wenn du nicht dabei bist? Am einfachsten gelingt dies, indem du selbst stets deinen eigenen Fahrradhelm trägst. Als leuchtendes Beispiel zeigst du deinen Kindern bereits in jungen Jahren, wie wichtig das ist.

Wenn deinem Kind der Fahrradhelm rein optisch gefällt, wird es diesen auch gerne aufsetzen. Bei ALPINA gibt es beispielsweise auch Helme mit beliebten Motiven von Disney. Ist dein Kind ein Fan von der Eiskönigen, Cars oder Mickey Maus, dann findest du in unserem Online Shop sicher den richtigen Kinderhelm. Auch für ältere Kinder und Jugendliche gibt es passende Designs. Beliebt sind Helme im Skaterlook oder klassische Fahrradhelme in trendigen Farben. Damit sind die Kids auch auf dem Schulweg perfekt ausgestattet. Für noch mehr Sichtbarkeit sorgst du zum Beispiel mit Reflektoren bzw. integriertem Licht.

Bezüglich der Sicherheit solltest du nicht am falschen Ende sparen. Qualitativ hochwertige Kinderhelme sind nicht nur Zubehör für das Fahrradfahren, sondern können auch beim Skateboarden oder Inlineskaten schützen. Kinderkleidung oder Spielsachen werden gerne und gut gebraucht gekauft, doch beim Fahrradhelm solltest du darauf verzichten, da du nicht weißt, in welchem Zustand sich der Helm befindet oder wie intensiv und lange er tatsächlich benutzt wurde. Bereits kleine Beschädigungen, die unter der Helmschale nicht zu sehen sind, können dazu führen, dass der Helm nicht mehr den optimalen Schutz bietet. Nach einem Sturz auf den Kopf sollte der Fahrradhelm unbedingt ersetzt werden.

Die Richtige Helmgröße Finden

Ab dem Alter von ca. einem Jahr kannst du dein Kleinkind inklusive Fahrradhelm im Kindersitz anschnallen und bei deinen Touren mitnehmen. Auch auf dem Weg zum Spielplatz oder in die Kita mit dem Laufrad sollte dein Kind einen Fahrradhelm tragen. In der nachfolgenden Übersicht findest du grobe Richtlinien, die dir den Kauf der richtigen Größe erleichtern sollen. Da jedes Kind unterschiedlich schnell wächst, sind die Größen immer individuell und können von den Angaben abweichen.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Fahrradhelms für Babys

Bevor es mit Pack und Baby zur ersten Fahrradtour geht, sollten sich Eltern Gedanken um einen passenden Fahrradhelm machen. Denn nicht jeder Fahrradhelm passt zu jeder Kopfform. Im ersten Schritt gilt es, den Kopfumfang des Babys mit einem Maßband zu messen. Wenn kein passendes Maßband zur Verfügung steht, hilft auch eine Schnur und ein Lineal. Im zweiten Schritt werden dann die wichtigsten Einstellungen vorgenommen, sodass der Helm korrekt sitzt und weder in den Nacken noch auf die Stirn rutscht. Da die Helmgröße lediglich eine gewisse Spanne angibt, sollte die genaue Größe eigenständig angepasst werden.

Die meisten Fahrradhelme für Babys verfügen hierfür über ein Drehknopfsystem hinten am Helm. Sobald das Rad betätigt wird, weitet oder schließt sich die Halterung des Kopfrings im Inneren des Helms. Wichtig ist hierbei, dass der Helm weder zu eng noch zu locker sitzt. Auch die Gurtbänder sowie der Kinnriemen müssen passend eingestellt werden. Die Gurtbänder sollten möglichst einen Fingerbreit unterhalb der Ohren liegen und ein Dreieck bilden. Der Kinnriemen verläuft unter dem Kiefer und sollte keinesfalls zu eng anliegen, damit er nicht stört. Und schließlich will man vermeiden, dass der Nachwuchs sich weigert, den Helm aufzusetzen.

Sicherheitsstandards und Komfort

Nur ein sicherer Helm ist ein guter Helm. Und schließlich ist Sicherheit der Grund, weshalb man sich überhaupt einen Helm auf den Kopf schnallt. Eltern sollten beim Kauf eines Fahrradhelms daher auf besondere Sicherheitsstandards achten. Diese sind in der Regel mit einem Prüfzeichen versehen. Bei Fahrradhelmen sollte der Normhinweis EN 1078 vorhanden sein. Damit der Helm richtig sitzt, sollte er über Einstellungsmöglichkeiten verfügen. Die Einstellung der richtigen Größe spielt hierbei eine zentrale Rolle, da der Helm keinesfalls vom Kopf rutschen darf. Aber auch ein gewisser Komfort sollte gegeben sein. Der Kinnriemen etwa sollte möglichst weich, breit und hautfreundlich sein.

Da der Kopf von Babys sehr empfindlich ist und auch die Nackenmuskulatur noch nicht ausreichend ausgeprägt ist, sollte man auf ein möglichst geringes Gewicht achten. Je jünger das Baby, desto leichter sollte der Fahrradhelm sein. Wichtig ist ebenfalls eine ausreichende Beleuchtung, etwa durch Reflektoren oder LED-Lichtern, damit der Nachwuchs auch bei Dämmerung und im Dunkeln gut sichtbar ist. Zudem sollte der Kopfschutz über ein Belüftungssystem verfügen, damit das Baby bei hohen Temperaturen nicht ins Schwitzen gerät. Viele Fahrradhelme sind daher mit Lüftungsschlitzen versehen. Ein Nice-to-have, aber kein absolutes Muss, ist ein Insektenschutz.

Zu guter Letzt spielt auch das Design eine große Rolle. Je mehr es den Nachwuchs anspricht, desto eher wird der Helm auf dem Kopf akzeptiert. Übrigens raten wir vom Kauf eines gebrauchten Helms ab, selbst wenn dieser äußerlich keine sichtbaren Mängel aufweist.

Empfehlenswerte Modelle

Die sehr gute Verarbeitung, die unkomplizierte Handhabung und die besonderen Sicherheitsmerkmale machen den Abus Smiley 3.0 zum Testsieger. Unser Favorit, der Abus Smiley 3.0 LED, hat alle unsere Erwartungen erfüllt. Für Eltern, die einen sicheren, leichten und dennoch robusten Fahrradhelm für ihr Baby oder Kleinkind suchen, eignet sich dieser Helm besonders gut. Von der Optik des Helms sind wir äußerst angetan. Den Smiley 3.0 testen wir in der zurückhaltenden, aber dennoch wunderschönen Farbe Pure Rose. Besonders überzeugt der Abus Smiley 3.0 mit wertvollen Features: Die runde Helmform wurde mit seitlichem Schläfenschutz sowie einem heruntergezogenen Nackenbereich als Zusatzschutz erweitert. Und auch im Vorderbereich sorgt ein kurzes Visier für mehr Stirn- und Gesichtsschutz. Gut gefallen uns zudem die sehr großen Belüftungsöffnungen. Insgesamt zählen wir jeweils vier Luftein- und -auslässe. Übermäßiges Schwitzen wird mit diesem Helm garantiert verhindert.

Ein weiterer Grund, weshalb sich der Abus Smiley 3.0 LED besonders gut als Mitfahrhelm für Babys oder Kleinkinder eignet, ist die flache Rückseite. Sie verhindert, dass der Helm beim Anlehnen als störend empfunden wird. Zudem verfügt der Helm über ein sehr wichtiges Ausstattungsmerkmal: eine Beleuchtung. Auf der Rückseite ist ein LED-Licht angebracht. Per Knopfdruck lässt sich hier zwischen rotem Dauerlicht und Blinklicht wählen. Wer möchte, kann das Rücklicht auch ganz unkompliziert abnehmen.

Den Fahrradhelm setzen wir sowohl einem 13 Monate alten Baby als auch einem zweijährigen Kleinkind auf den Kopf. Hierbei können wir sogleich testen, wie es sich mit der Handhabung bei der Größeneinstellung und dem Anpassen der Halteriemen verhält. Bereits beim Aufsetzen fällt das geringe Gewicht des Abus Smiley 3.0 angenehm auf und auch der Nachwuchs ist beim Anschnallen des Helms auffällig ruhig. So haben wir es natürlich am liebsten, denn beim Einstellen und Festzurren der Riemen muss meist doch etwas rumgefummelt werden. Dank der einfach zu verstellenden Riemen geht das bei diesem Helm recht fix vonstatten. Und auch das Drehen des Verstellrads am Hinterkopf funktioniert einwandfrei - beim Verschließen funktioniert das Ganze ein Tick leichtgängiger als beim Öffnen.

Die Einstellungen nehmen wir nach folgendem Prinzip vor: So eng wie möglich und dennoch so bequem wie nötig. Zur Prüfung, ob der Helm auch richtig sitzt, wird bei offenem Verschluss leicht am Kopf gerüttelt. Der sitzt! Und auch im Fahrradanhänger scheint der Smiley 3.0 das kleinere Testkind nicht zu stören. Der Helm macht eine recht gute Figur und heimst sogar einige Komplimente ein. Das zweijährige Testkind kann bereits Laufrad fahren und dreht einige Runden mit dem Helm. Das ist gar nicht so verkehrt, denn so können wir gleich prüfen, wie gut sich der Helm bei erhöhter Aktivität macht. Das Resultat kann sich sehen lassen, denn der Helm sitzt weiterhin nahezu perfekt auf dem Schädel, das Kind schwitzt nicht und scheint auch sonst recht zufrieden. Die meisten Babys werden wahrscheinlich noch keine Zöpfe tragen, dennoch: Dank einer vertikalen Größenverstellung im Inneren ist unser Testsieger auch für Zopfträger geeignet. Unser Fazit: Der Abus Smiley 3.0 LED hat uns wortwörtlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Einzigartiges Design, kombiniert mit sehr guter Handhabung und cleveren Sicherheits-Features. Der Uvex Oyo Style hat es für uns bis ganz weit nach oben geschafft, wir sind begeistert vom schicken und sehr hochwertigen Baby- und Kinderhelm. Das Design des von uns getesteten Modells ist ein regelrechter Hingucker: In saftig türkis-grüner Farbe mit gelb leuchtenden Monster-Motiven an beiden Seiten sowie gelben Halteriemen ist der Helm auch tagsüber im Straßenverkehr gut sichtbar. Außerdem merken wir schnell: Sicherheit steht für den Hersteller weit oben auf der Liste. Das zeigen die vielen zusätzlichen Sicherheitsmerkmale, wie etwa ein kleiner Schutzschild im Stirnbereich, seitliche Zusatzverlängerungen für mehr Schläfenschutz sowie ein weiches Pad am Hinterkopf, das ebenfalls für mehr Schutz sorgen soll.

Unsere Begeisterung hält auch beim Einstellen der Größe und Passform an. Der Verschluss schließt sich sauber und einfach, und auch das Verstellrad am Hinterkopf überzeugt mit einer feinen Rasterung. Der Uvex Oyo Style sitzt sicher und fest auf dem Kopf. Besonders gut gefällt uns, dass die Einstellungsmöglichkeiten recht fix und unkompliziert vorgenommen werden können. Mit knapp 50 Euro gehört der Fahrradhelm zu den teureren Modellen im Test. Eine Beleuchtung wäre für den Preis wünschenswert gewesen. Insgesamt ist der Uvex Oyo Style eine sehr gute Wahl.

Hätte man dem zweijährigen Testkind die Wahl zur Entscheidung des Testsiegers überlassen, wäre es ganz sicher der Alpina Ximo Flash geworden. In erster Linie aufgrund der Optik, denn das von uns getestete Modell ist mit vielen farbenfrohen Einhörnern, Regenbögen und Kronen versehen. Vom Kopf schnallen wollte es das Testkind keinesfalls, und am liebsten damit toben und spielen. Das sollen Kinder mit Helmen aufgrund möglicher Gefahren natürlich nicht und mit viel Überzeugungskraft kam der Helm auch nur beim Fahren zum Einsatz. Der Alpina Ximo Flash ist in mehreren einfarbigen Designs und auch solchen mit niedlichen Motiven erhältlich. Der farbenfrohe Helm hat allerdings auch einiges zu bieten: einen hervorragenden Komfort und wichtige Sicherheits-Features.

Insgesamt elf Belüftungsöffnungen an der Außenschale sorgen für eine gute Luftzirkulation und beugen Hitzestau vor. Dank integrierter Insektennetze im vorderen Bereich kann sich auch keine lästige Biene in den Helm verirren. Der Alpina Ximo Flash überzeugt im Praxistest vor allem mit effizienten Verstellmechanismen und einem angenehmen Tragekomfort. Das Gewicht ist gering und ein flacher Hinterkopf ermöglicht eine bequemes und gerades Sitzen im Kindersitz oder Fahrradanhänger. Das Verstellrad zur Größenanpassung lässt sich super greifen und fein justieren, wobei auch hier das Schließen leichter funktioniert als das Öffnen. Die Schnalle ist dank mehrstufiger Rastautomatik in der Länge anpassbar.

Eine kleine Sache, die wir dann doch zu bemängeln haben: Die Polsterungen im Inneren, die wie bei allen anderen Modellen im Test herausnehmbar und waschbar sind, fallen doch recht dünn aus. Hier hätte man nicht so sparsam sein müssen.

Bestens ausgestattet - trotz des kleinen Preises hat der Crivit einiges zu bieten. Der Crivit Kinder-Fahrradhelm vom Discounter Lidl ist sowohl in der Größe S für Kinder als auch in der Größe XS für Babys erhältlich. Aktuell gibt es den Helm in drei einfarbigen Designs für Kinder und zwei niedlich gestalteten Designs für Babys. Wir haben den Fahrradhelm im Haifisch-Motiv getestet. Mit knapp 17 Euro ist es der günstigste Fahrradhelm im Test. Der leichte Helm bietet insgesamt viele Ausstattungsmerkmale an, die bei dem ein oder anderen hochpreisigen Modell fehlen. Das fängt in allererster Linie bei der Beleuchtung an. Beim Crivit sorgt ein abnehmbares Rücklicht für mehr Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Es gibt insgesamt drei Leuchtstufen: Dauerlicht, Blinkmodus, Lauflicht. Beim An- und Ausschalten der Taste fällt uns auf, dass diese etwas schwer zu betätigen ist. Wenn der Helm auf Babys Kopf sitzt, kann das zu einem leichten Druck führen. Für noch mehr Sichtbarkeit wurden beim Helm zusätzliche Elemente angebracht: Reflektierende Fäden wurden in die Halteriemen eingearbeitet, und an der Vorder- und Rückseite finden sich reflektierende Aufkleber.

Qualitativ kann der Crivit Kinder-Fahrradhelm mit den hochpreisigen Helmen nicht mithalten. Da muss man realistisch bleiben. Das merken wir vor allem beim Verstellrädche...

Gesetzliche Bestimmungen und Empfehlungen in Deutschland und Europa

In Österreich müssen Kinder bis zum 12.Geburtstag beim Radfahren einen Helm tragen. In Deutschland und der Schweiz hingegen, gibt es keine Radhelmpflicht - weder auf dem Rad, noch im Anhänger oder Kindersitz. Eltern können hier frei entscheiden, ob und wann ihr Kind einen Fahrradhelm benutzen sollte. In Deutschland trägt trotz dieser Freiwilligkeit inzwischen ein hoher Anteil von Kindern auf dem Rad Helm. So oder so - Ist die individuelle Entscheidung pro Fahrradhelm für den Nachwuchs ausgefallen, sollte der Helm nicht nur genau passen, sondern auch bequem sein und jederzeit richtig sitzen.

Weitere Tipps zur Auswahl und Nutzung von Kinderfahrradhelmen

Klar: Babys können noch kein Fahrrad fahren. Aber vielleicht möchtet Ihr sie in einem Kinderanhänger mitnehmen, auf dem Lastenrad oder etwas später auch in einem Kindersitz. Hier gilt die Grundregel, dass ein Helm erst dann infrage kommen sollte, wenn Euer Kind selbstständig sitzen und den Kopf aufrecht halten kann. Im Anhänger sind dann übrigens Helme mit am Hinterkopf abgeflachter Form zu empfehlen. Für Babies, die noch nicht selbstständig sitzen können, haben die Hersteller von Kinderanhängern sogenannte Baby-Hängematten und Lösungen für Babyschalen im Programm. In diesen Einsätzen kann Dein Baby bequem und stabil liegen. Egal in welchem Alter ist es aber immer wichtig, einen Helm außerhalb des Anhängers bzw. wenn nicht Rad gefahren wird, immer abzusetzen.

Viele Erwachsene schauen nicht nur bei ihrem Fahrrad, sondern auch beim Zubehör auf jedes Gramm, und greifen für leichtes Equipment tief ins Portemonnaie ohne mit den Wimpern zu zucken. Bei der Ausstattung für den Nachwuchs wird dann aber nicht selten gespart. Genau an der falschen Stelle. Denn die Kraft von Kindern ist begrenzt und leichte Ausrüstung für sie daher besonders wichtig. Das gilt nicht nur für das Fahrrad selbst, sondern auch für Fahrradhelme: Da Kinder eine noch nicht so gut ausgeprägte Nackenmuskulatur besitzen, sollte gerade ihr Helm besonders leicht sein.

Für den Einsatz im Straßenverkehr ist ein klassischer Halbschalen-Helm ausreichend. Wenn er richtig sitzt, bietet er einen guten Schutz für Kopf, Stirn und Gesicht. Sogenannte Fullface-Helme, sind mit einem zusätzlichen Schutzbügel für Mund und Kinn ausgestattet. Sie sind vor allem für den Einsatz in schwierigem Gelände gedacht und werden beispielsweise von Downhill-Fahrern getragen. Man könnte hier zwar denken: “Viel hilft viel” - aber wenn Dein Kind kein Downhill-Profi ist, solltet Ihr Euch mit einem Halbschalenhelm begnügen.

Damit Euer Nachwuchs beim Radfahren nicht unnötig schnell ins Schwitzen gerät, sollte der Helm über eine ausreichende Belüftung verfügen. Diese wird durch Belüftungsschlitze gewährleistet, die es erlauben, das frische Luft an den Kopf gelangen kann. Was hier "ausreichend" ist, hängt auch vom Fahrstil ab. Optimalerweise befindet sich unter den Lüftungsschlitzen auch ein Insektennetz. Kommt der Helm vorwiegend im Anhänger, auf dem Lastenrad oder im Kindersitz zum Einsatz, reichen auch weniger und kleinere Belüftungsschlitze.

Wenn es draußen richtig kalt ist, kann es ganz schön durch die Belüftungslöcher eines Helms pfeifen. Doch für die normale Wollmütze ist in der Regel kein Platz unter dem Helm.

In punkto Sicherheit ist es bedenkenlos möglich, einen Skaterhelm als Fahrradhelm zu verwenden. Beide Helmarten genügen der gleichen DIN-Norm EN 1078* bzw. EN 1080* für Kleinkinder. Wobei Skaterhelme meist noch etwas robuster sind und vor allem den Hinterkopf und die Schläfen weiter umschließen, als Fahrradhelme. Allerdings geht dies mit einigem Mehrgewicht einher.

Auch hier gibt es inzwischen einige (wenige) Reithelm-Modelle, die nach EN 1078* zertifiziert sind und daher bedenkenlos sowohl zum Radfahren, als auch zum Reiten (und sogar Skaten) genutzt werden können. Denn auch Reithelme bieten zusätzlichen Schutz gegen Stürze auf den Hinterkopf und die Kopfseiten. Diese umgekehrte Richtung funktioniert nicht!

Fahrradhelme für Kleinkinder sind in der Europäischen Union nach DIN EN 1080 genormt, für größere Kinder (und Erwachsene) dann nach EN 1078. Das bedeutet auch, dass alle Modelle, die Ihr in Europa kaufen könnt, die vorgeschriebenen Anforderungen an Stoßfestigkeit, Haltbarkeit und Materialien erfüllen.

Wer sich auf die Suche nach einem passenden Fahrradhelm begibt, wird heute auch bei Kinderhelmen für größere Kinder auf den Begriff “MIPS” stoßen. M.I.P.S. ist die Abkürzung für Multi Directional Impact Protection System und schützt den Kopf nicht nur bei einem frontalen Aufprall, sondern auch vor Rotationskräften, die bei Stürzen entstehen können. Auch für Kinder bieten MIPS-Helme zusätzlichen Schutz.

Die Helmgrößen entsprechen dem Kopfumfang. Den Kopfumfang Ihr, indem Ihr ein Maßband waagerecht (!) um den Kopf Eures Kindes legt. Das Band sollte dabei etwas oberhalb der Augenbrauen und der Ohren entlanglaufen, so dass der Kopf an der Stelle mit dem größten Umfang gemessen wird. Wenn Ihr kein flexibles Maßband zur Hand habt, sondern nur einen Zollstock, könnt Ihr auch einfach ein Stück Schnur um den Kopf legen, und die benötigte Länge anschließend mit dem Zollstock messen.

Eine Helmgröße deckt immer mehrere Zentimeter ab, sodass Ihr beispielsweise Helme in den Größen 45 - 49 oder 47 - 51 kaufen könnt. Im Geschäft könnt Ihr infrage kommende Helme natürlich einfach anprobieren. Ein klarer Vorteil des Kaufs im Einzelhandel. Andererseits ist dort die Auswahl oftmals begrenzt - und Online-Shops geben sich inzwischen viel Mühe, Rücksendungen einfach zu machen. Wenn Ihr euch für den Online-Kauf entscheidet, probiert Ihr den Helm am besten direkt nach der Lieferung an. Falls er nicht richtig sitzt, zögert nicht, ihn direkt wieder zurückzusenden.

Ungefähr ab einem Alter von etwa zehn Jahren bzw. Ist der Helm in der richtigen Größe gefunden und gekauft, sollte er auch richtig getragen werden und optimal sitzen. Nur so kann die optimale Schutzwirkung gewährleistet werden. Der Helm sollte waagerecht auf dem Kopf sitzen und eine gerade Linie zum Horizont bilden. Nun wird das Einstellrad am Hinterkopf festgedreht, sodass der Helm sicher sitzt, ohne dabei zu drücken. Das richtige Maß könnt Ihr dabei folgendermaßen finden: Setz den Helm korrekt ausgerichtet auf - lasst den Kinnriemen aber noch offen. Nun dreht Ihr das Einstellrad ein Stück, und testet dann, ob der Helm ohne zu verrutschen auf dem Kopf bleibt, wenn sich Euer Kind nach vorne beugt. Ist das der Fall, ist die Einstellung bereits fest genug. Verrutscht der Helm beim Nicken / nach vorne beugen, dreht das Rad noch ein Stückchen fester. Solange, bis der Helm an Ort und Stelle bleibt.

Das Y der beiden Bänder umrahmt das Ohr. Die Schnalle zur Regulierung befindet sich etwa einen Fingerbreit direkt unter dem Ohr. Nun könnt Ihr den Kinnverschluss schließen. Er sollte mittig unter dem Kinn sitzen und eng anliegen. Ein Finger darf noch zwischen Gurtband und Kinn passen. Überstehende Riemen können fixiert werden, damit sie nicht stören. Stehen die Enden des Riemens sehr weit über, könnt Ihr sie auch kürzen.

Kinder sind nicht gut darin, von sich aus zu erzählen, wo es sie genau drückt. Aber Euer Kind wächst, und wird über kurz oder lang immer wieder mal einen neuen Helm brauchen. Eher "über kurz" ;-). Deshalb achtet als Eltern immer wieder mal selbst darauf, ob der Helm auf dem Kopf Eures Kindes noch stimmig sitzend aussieht - oder ob er eher schon wie aufgepfropft arg weit oben auf dem Kopf sitzt. Wenn es nämlich so weit ist, kann der Helm kaum noch eine Schutzwirkung entfalten.

Ein Helm kann zwar bei Stürzen den Kopf schützen - durch Helmtragen wurde aber noch kein einziger Sturz verhindert. Hier hilft vielmehr der möglichst sichere Umgang mit dem Rad. Und: Fahrrad fahren ist kaum gefährlich. Im Straßenverkehr gefährlich sind vor allem Autos (bzw. deren Fahrer). Auf das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern haben wir Eltern aber leider keinen Einfluss - und unsere Kinder schon gar nicht.

ADFC Empfehlungen

Der ADFC empfiehlt beim Kauf insbesondere auf Qualität und Haltbarkeit zu achten. Dazu muss in allen Helmen das Herstellungsdatum vermerkt sein. Da Kunststoff altert, sollten die Kinderhelme alle 3 bis 5 Jahr ausgetauscht werden. Ein weiteres Qualitätsmerkmal des Kinderfahrradhelms ist das GS-Siegel (Geprüfte Sicherheit). Für Kleinkinder, die vorwiegend im Fahrradsitz oder Fahrradanhänger sitzen, ist zudem ein abgeflachter Helm wichtig. So stößt sich dein Kind nicht permanent mit dem Kinderhelm an der Rückenlehne.

Helme sollten nach einem schweren Sturz oder Unfall unbedingt ausgetauscht werden! Reflektoren am Kinderhelm können zusätzlich für Sicherheit sorgen. Durch die Reflektoren können Autos zusätzlich auf das Fahrrad bei Dunkelheit aufmerksam werden. Neben der richtigen Einstellung des Fahrradhelms, trägt auch das Gewicht zu einem sicheren und bequemen Tragen des Kinderhelms bei. Das Material von Kinderfahrradhelmen ist Hartschaumstoff.

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