Ab Wann Sollte Mein Baby Einen Fahrradhelm Tragen?

Ein Fahrradhelm kann sinnvoll sein, um den Kopf bei einem Sturz vor Verletzungen zu schützen. Dafür muss er aber richtig getragen werden.

Die Bedeutung des Fahrradhelms für Babys und Kleinkinder

Im Straßenverkehr können Fahrradhelme Kinderköpfe bei einem Sturz vor Verletzungen schützen. Eltern sind Vorbilder: Tragen sie selbst einen Helm auf dem Rad, werden es auch ihre Kinder freiwillig tun. Am einfachsten gelingt dies, indem du selbst stets deinen eigenen Fahrradhelm trägst.

Ab Wann Ist Ein Fahrradhelm Sinnvoll?

Babys lernen meist erst im Alter von zwei Jahren das Laufradfahren oder sind mit dem eigenen Roller unterwegs. Spätestens jetzt benötigen sie einen eigenen Helm, um mehr Schutz bei Stürzen und Unfällen zu erhalten. Doch auch bei der ersten Fahrradtour im Kindersitz bei den Eltern gehört ein Baby Fahrradhelm zur wichtigen Sicherheitsausstattung. Voraussetzung: die Kleinen können schon eigenständig sitzen.

Ab etwa einem halben Jahr beginnen die Kinder selbst zu sitzen und festigen ihre Nackenmuskulatur. Eher sollten sie auf keinen Fall auf dem Fahrrad mitgenommen werden. Entscheide selbst je nach Entwicklungsstand, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Je älter und je kräftiger die Muskulatur im Nacken, desto besser. Schließlich wirken viele Kräfte beim Radfahren auf den kleinen Körper ein, die nicht jeder Sitz oder Fahrradanhänger abfangen kann.

Ab dem Alter von ca. einem Jahr kannst du dein Kleinkind inklusive Fahrradhelm im Kindersitz anschnallen und bei deinen Touren mitnehmen. Auch auf dem Weg zum Spielplatz oder in die Kita mit dem Laufrad sollte dein Kind einen Fahrradhelm tragen.

Ein Baby darf nur im Kindersitz transportiert werden, wenn es Körperbau, Reife und Nackenmuskulatur zulassen. Schließlich ist dein Kind auf dem Fahrrad großen Belastungen ausgesetzt. Für die erste Zeit eignet sich deshalb eher ein Fahrradanhänger. Auch hier wird zum Schutz ein Helm benötigt.

Auswahl des Richtigen Helms

Ein Fahrradhelm muss dem Kind richtig passen und es muss wissen, wie es den Helm richtig aufsetzt und schließt. Um den individuell passenden Fahrradhelm zu finden, sollte das Kind in jedem Fall beim Kauf dabei sein. Fakt ist: Nicht jedes Helmmodell passt zu jeder Kopfform. Außerdem wird ein Fahrradhelm, der dem Kind nicht nur passt, sondern auch optisch gefällt, eher getragen.

Die Frage nach der Helmgröße stellt sich bei Babys meist nicht. Immerhin handelt es sich um die kleinsten Köpfe, die oft auch den kleinsten Fahrradhelm benötigen. Die meisten Hersteller bezeichnen diese Helme mit der Größe XS. Am besten misst du nochmal den Kopfumfang deines Kindes mit einem Maßband vom Nacken bis zur Stirnmitte. Ist der Kopfumfang genau 48 oder 49 cm, so solltest du dich schon für Größe S entscheiden. Schließlich muss der Helm für einen optimalen Schutz richtig passen, aber auch nicht zu locker sein.

Bei jedem Kinderhelm ist die richtige Größe entscheidend, da sich die Kleinen noch im Wachstum befinden. Optimaler Schutz ist nur dann geboten, wenn der Helm fest und passend am Kopf des Kindes sitzt. Er darf sich nicht leicht nach vorne ziehen oder nach hinten schieben lassen. Auch ein Spiel zur Seite hin ist nicht empfehlenswert. Manche Helme wachsen durch ihre Einstellungsmöglichkeiten im Inneren mit.

Natürlich unterscheiden sich die Baby Fahrradhelme nicht nur nach ihrer Größe. Viele verschiedene Designs stehen zur Auswahl - von einfarbig, über bunt gemischt bis hin zu Comicmotiven oder Zootieren. Probiere einfach aus, ob dein Baby die Wahl vielleicht selbst treffen möchte. Schließlich kann es sich so am besten mit dem Helm identifizieren und wird vielleicht viel mehr Spaß beim Aufsetzen haben.

Arten von Fahrradhelmen für Kleinkinder

  • Hartschalen-Helme: Die Außenschale besteht aus Kunststoff. Sie sind etwas schwerer und weniger geeignet als Kinderfahrradhelm.
  • Mikroschalenhelme: Sie bestehen aus Hardschaum mit einem Kunststoffüberzug. Ein geringes Gewicht und optimal verteilte Lüftungsschlitze sorgen für zusätzlichen Tragekonform. Diese Helmart ist nicht nur für Kleinkinder, sondern auch für Babys geeignet.

Worauf Sollte Ich Beim Kauf Achten?

  1. Gewicht: Der Fahrradhelm sollte nicht mehr wie 300 Gramm wiegen.
  2. Größe: Unbedingt den Kinderhelm vorher anprobieren. Ein Verstell-Mechanismus ermöglicht eine individuelle Einstellung des Umfangs.
  3. Belüftung: Achte auf Belüftungsschlitze, die mit einem Insektenschutz ausgestattet sind.
  4. Leuchtende Farben: Reflektoren und die Wahl eins farblich hellen Modells sorgen für zusätzliche Sicherheit.
  5. Prüfsiegel: Die Kennzeichnung durch Überprüfung vom TÜF oder CE-Gütesiegel bzw. das Normzeichen wie „EN 1078“ geben Dir Auskunft, ob der Fahrradhelm den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.
  6. Zustand: Unbedingt neu kaufen! Nach ca. 5 - 8 Jahren unfallfreiem Fahren sollte der Helm ersetzt werden. Experten sprechen dann von Materialermüdung.

Wie Muss Der Helm Sitzen?

Damit ein Fahrradhelm den Kopf beim Sturz vor Verletzungen schützen kann, muss er richtig passen und korrekt aufgesetzt werden. Er darf weder wackeln, noch sollte er über die Stirn oder in den Nacken rutschen.

Damit der Helm sicher sitzt, muss er richtig aufgesetzt werden. Zwischen den Augenbrauen und der Helmunterkante sind dann in etwa ein bis zwei Fingerbreit Platz. Häufig werden Helme zu weit in den Nacken geschoben - aus modischen Gründen oder weil die Helmkante im Sichtfeld als störend empfunden wird. Dann kann bei einem Sturz der Helm aber in den Nacken rutschen und dort selbst Verletzungen verursachen.

Mit dem Verstellsystem im Nacken wird der Helm fixiert. Dazu darf es aber nicht zu stramm angezogen werden, weil das Kopfschmerzen verursachen kann. Der Helm sollte fest auf dem Kopf des Kindes sitzen, aber nicht drücken. Ist dies schon bei der Anprobe der Fall, wird das Kind später mit ihm nicht froh.

Der Helm muss am Kopf bleiben, wenn er nur mit dem hinteren Verstellsystem fixiert ist und das Kind seinen Kopf kräftig schüttelt. Der Kinnriemen sollte so locker sitzen, dass noch ein Finger zwischen Gurt und Kinn passt.

ADFC-Tipp: Unbedingt die Gebrauchsanweisung lesen. Die korrekte Einstellung der Helmgurte sollte gemäß der Herstellerangabe regelmäßig geprüft werden. Trägt das Kind eine Mütze unter dem Helm, muss der Gurt angepasst werden. Es dürfen nur dünne Mützen verwendet werden. Dicke Wollmützen verhindern, dass der Helm nah genug am Kopf sitzt. Er kann dann leicht verrutschen.

Qualität und Haltbarkeit des Fahrradhelms

In jedem Helm sollte das Herstellungsdatum vermerkt sein. Kunststoffe altern, daher sollten Helme nach etwa fünf Jahren ausgetauscht werden. Von Sonderangeboten ohne Herstellerdatum sollte man lieber die Finger lassen. Außerdem sollte der Helm das GS-Zeichen tragen.

Fahrradhelme Nur Fürs Radfahren Nutzen

Fahrradhelme sind immer ein Kompromiss zwischen optimaler Schutzwirkung und Belüftung sowie geringem Gewicht, damit der Tragkomfort möglichst hoch ist. Sie sind so konstruiert, dass sie den Kopf bei fahrradtypischen Stürzen schützen sollen.

Bei Stürzen vom Fahrrad ist die Bewegung in erster Linie nach vorne gerichtet. Daher überdecken Fahrradhelme die obere Schädelhälfte und können durch einen gewissen Überstand im Stirnbereich auch das Gesicht teilweise vor Verletzungen schützen. Im Seiten- und Hinterkopfbereich ist kein ausgeprägter Schutz vorhanden, weil an diesen Stellen weniger mit typischen Verletzungen gerechnet wird.

Ohne Fahrradhelm Auf Den Spielplatz Spielen

Beim Spielen und besonders auf Spielplätzen mit Spielgeräten müssen Kinder ihre Fahrradhelme abnehmen. Klettergerüste sind so konstruiert, dass zwischen den Sprossen immer ein Kinderkopf unbehindert hindurchrutschen kann. Trägt ein Kind aber einen Fahrradhelm, bleibt es unweigerlich in der Konstruktion hängen und kann sich dabei schwer verletzen.

Auch die Haltegurte des Helms können an engen Stellen oder Seilknoten hängen bleiben und zur Strangulationsgefahr werden. Zudem können spielende Kinder mit Fahrradhelm an engen Einstiegen und Durchlaufbarrieren beispielsweise an Kletter- und Rutschgeräten, mit dem Helm so heftig anstoßen, dass sie sich schwere Genickverletzungen zuziehen.

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