Ein smarter Fahrradhelm schützt nicht nur den Kopf, sondern bietet im besten Fall auch Bluetooth, eine SOS-Notfallfunktion, Licht, Blinker und Lautsprecher. Einige Helme können mehr als „nur“ den Kopf schützen. Sie leuchten, blinken, spielen Musik, eignen sich zum Telefonieren und senden bei einem Unfall automatisch eine Nachricht an den hinterlegten Notfallkontakt.
Der Markt an smarten Fahrradhelmen ist überschaubar, wächst aber stetig. Wir haben für diese Bestenliste einige besonders beliebte und gute Modelle herausgesucht.
Die besten smarten Fahrradhelme im Überblick
Hier werden einige der besten schlauen Smart-Helme aus unseren Tests vorgestellt:
Sena R1 Evo
Der smarte Fahrradhelm Sena R1 Evo kombiniert ein klassisches, stromlinienförmiges Design mit Funktionen wie Mesh-Intercom, Telefonie und Musikwiedergabe. Der Sena R1 Evo ist ein gelungener smarter Fahrradhelm, der vor allem mit dem Mesh-Intercom ein sehr nützliches Feature bietet. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Passform lässt sich flexibel anpassen. Der Sena R1 Evo kostet auf Amazon 161 Euro.
Vorteile:- Mesh-Intercom für Gruppenfahrten & Möglichkeit zum Telefonieren
- Musik- und Podcast-Wiedergabe
- flexibles Verschlusssystem
- kein Frontlicht und kein Blinker
- keine App-Anbindung
- Lautsprecher ohne Bass
Für Fahrer von E-Mountainbikes gibt es ihn auch als Sena M1 Evo. Wir haben die weiße Version des R1 Evo getestet, ihn gibt es aber auch in mattem Schwarz.
Design und Komfort
Der Sena R1 Evo sieht auf den ersten Blick aus wie ein ganz normaler Fahrradhelm. Er ist stromlinienförmig gestaltet und kommt mit abnehmbarem Sonnenschutz an der Vorderseite. Praktisch: Das Verschlusssystem lässt sich sehr variabel einstellen. Der gesamte hintere Bereich des Helms kann ein- und ausgefahren werden. So passt er sich optimal an die individuelle Kopfform an. Auch an Tragekomfort wurde gedacht: Die Polster im Inneren lassen sich zum Reinigen einfach entnehmen.
Die Verarbeitung des Helms macht einen hochwertigen Eindruck. Die matte Oberfläche in Weiß gefällt uns gut, sieht edel aus und ist pflegeleicht. Alternativ ist der Helm auch in mattem Schwarz erhältlich.
Bedienung und Funktionen
Die Bedienung des Sena R1 Evo ist denkbar einfach. An der Rückseite befindet sich ein großer Knopf zum Ein- und Ausschalten des integrierten Rücklichts. Ein Frontlicht oder einen Blinker sucht man vergebens. Direkt unter dem Rücklicht sitzt der USB-C-Port zum Laden des Akkus. Dieser ermöglicht laut Hersteller eine Gesprächszeit von 7 bis 10 Stunden. Nach 2 Stunden an der Steckdose ist er wieder voll aufgeladen.
An der Seite des Helms befinden sich drei gut erreichbare Knöpfe. Sie bieten ein angenehmes haptisches Feedback beim Drücken. Hierüber lassen sich unter anderem die Lautstärke regeln und das Mesh-Intercom aktivieren. Eine dazugehörige Smartphone-App gibt es nicht. Die Einstellungen und Funktionen werden direkt am Helm vorgenommen. Das ist zwar einerseits etwas schade, da so erweiterte Anpassungsmöglichkeiten fehlen. Andererseits gestaltet es die Bedienung sehr unkompliziert und man muss sich nicht erst mit einer App auseinandersetzen.
Eines der Highlights des Sena R1 Evo ist die Möglichkeit zu telefonieren. Dafür verbindet man den Helm per Bluetooth mit dem Smartphone. Im Test hat das einwandfrei funktioniert. Das Mikrofon überträgt die Stimme zwar etwas blechern, filtert dafür aber Windgeräusche zuverlässig heraus. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten konnten wir uns noch gut verständigen.
Über die integrierten Stereolautsprecher kann man nicht nur telefonieren, sondern auch Musik und Podcasts hören. Die maximale Lautstärke ist ausreichend, um alles gut zu verstehen. Allerdings darf man keine HiFi-Qualität erwarten - dafür fehlt es den kleinen Lautsprechern an Bass und Dynamik. Zum Telefonieren und für Podcasts reicht es aber allemal.
Richtig spannend wird es mit dem Mesh-Intercom. Damit können sich mehrere Sena R1 Evo-Besitzer direkt unterhalten, ohne dass ein Smartphone benötigt wird. Die Reichweite soll bis zu 900 Meter betragen. Sind bis zu sechs Nutzer im Mesh-Netzwerk, erweitert sich die maximale Reichweite sogar auf 3,6 Kilometer. Leider konnten wir das mangels weiterer Sena-Helme nicht ausprobieren.
Aktiviert wird das Mesh-Intercom über einen kurzen Druck auf die mittlere der drei seitlichen Tasten. Die Verbindung zu anderen Helmen stellt der Sena R1 Evo dann automatisch her.
Livall Evo 21
Der smarte Fahrradhelm Livall Evo 21 kann leuchten, blinken und im Notfall einen Kontakt informieren. Der Livall Evo 21 ist ein guter Helm. Uns gefällt besonders das gut sichtbare Licht, welches dank Umgebungslichtsensor zuverlässig leuchtet, wann es draußen dunkel ist. Auch der Blinker funktioniert gut über die Fernbedienung und die SOS-Funktion kann im Zweifelsfall eine echte Hilfe sein. Der Livall Evo 21 kostet bei Amazon etwa 120 Euro. Er kommt in den Farben Weiß, Schwarz, Mint und dem auffälligen Violett.
Vorteile:- 360-Grad-Licht
- Blinker mit Fernbedienung
- Umgebungslichtsensor
- Bremslicht
- SOS-Funktion
- proprietärer Ladestecker
- Licht kann nicht dauerhaft leuchten
- Frontlicht nicht sehr hell
Optik und Komfort
Es gibt den Livall Evo 21 in den Größen Medium (54 - 58 cm) und Large (58 - 62 cm). Optisch macht er einiges her. Das liegt vorrangig an seinem schnittigen Design. Der Tragekomfort ist hoch. Das liegt auch am für einen smarten Helm vergleichsweise geringen Gewicht von 350 Gramm und dem guten Gurtsystem. Uns gefällt das Detail, dass die Gurte in roter Farbe gehalten sind. Livall hat daran gedacht, viele Lüftungsschlitze anzubringen. Darüber wird man sich besonders an sehr heißen Sommertagen freuen.
Beleuchtung und Funktionen
Auffälligstes Merkmal am Livall Evo 21 ist seine Beleuchtung, die bestehend aus 38 LEDs fast komplett um den Helm reicht. Dank eines Umgebungslichtsensors leuchtet sie zuverlässig, sobald die Dämmerung einsetzt. Außerdem kommt mit dem Helm eine Fernbedienung für den Fahrrad- oder E-Scooter-Lenker. Mit ihr aktiviert man für knapp zehn Sekunden einen Blinker. Dieser ist für andere Verkehrsteilnehmer gut zu sehen.
Ein Bewegungssensor im Helm sorgt nicht nur dafür, dass er nach kurzer Ruhezeit in den Stand-by-Betrieb wechselt, um Energie zu sparen. Er aktiviert zusätzlich beim Verringern der Geschwindigkeit ein Bremslicht. Das funktioniert im Test nicht immer zuverlässig. Livall gibt beim Evo 21 an, ein besonders helles Licht zu verwenden. Während das auf den Streifen, der seitlich und hinten verläuft, zutrifft, können wir das beim Frontlicht nicht bestätigen. Das weiße Frontlicht hinterlässt einen eher schummrigen Eindruck.
Der Helm verbindet sich auf Wunsch per Bluetooth mit der Livall-App. Dort kann der Nutzer festlegen, wie das Licht im Dunkeln leuchten soll. Allerdings stehen nur Blinken, langsam Blinken und Fließen zur Verfügung. Dauerhaft kann das Licht nicht leuchten. Das ist wohl dem Energieverbrauch geschuldet. Dennoch finden wir das Fehlen der Option schade, nicht jeder will in der Nacht dauerhaft bewegtes Licht am Helm.
Als hilfreich könnte sich die SOS-Funktion erweisen. Im Test konnten wir einen Sturz simulieren und die Funktion auslösen. Der Nutzer hat dann 90 Sekunden Zeit, den Notruf abzubrechen. Auf Wunsch kann der Nutzer auch den mittleren Knopf der Fernbedienung gedrückt halten, um den Notfallkontakt zu informieren. Apropos Fernbedienung: Diese wirkt hochwertig und bietet sieben Knöpfe - von denen für den Livall Evo 21 aber nur drei belegt sind.
Akku und Laden
Livall gibt beim Evo 21 eine Akkulaufzeit von zehn Stunden an. Aufgeladen wird er über einen mitgelieferten Magnetadapter. Schade, dass Livall nicht auf den weitverbreiteten USB-C-Standard setzt, dann müssten Biker auf Touren zum einen kein zusätzliches, proprietäres Kabel mitnehmen. Zum anderen besteht die Gefahr eines Verlustes.
Lumos Ultra
Der Lumos Ultra ist ein smarter Fahrradhelm, der mit integriertem Licht, Blinker und App-Steuerung die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht. Sein stromlinienförmiges, geschwungenes Design sticht positiv aus der Masse an Fahrradhelmen hervor.
Vorteile:- schickes, stromlinienförmiges Design
- helles Licht & Blinker mit Fernbedienung
- gute Passform
- abnehmbares Polster
- keine Lautsprecher oder Mikrofon
- App bietet nur wenige Einstellmöglichkeiten
Design und Komfort
In der Farbe Weiß zeigt er sich glänzend, in Schwarz matt. Egal für welche Variante man sich entscheidet, auf dem Kopf macht der Lumos Ultra eine gute Figur. Das variable Verschlusssystem funktioniert einwandfrei und sorgt für festen und gleichzeitig bequemen Sitz. Praktisch: Zum Reinigen lassen sich die Polster entnehmen.
Licht und Sicherheit
Auffälligstes Merkmal des Lumos Ultra sind die integrierten LEDs. Auf der Rückseite befinden sich mehrere rote Leuchten, die für eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgen. Vorne sitzt ein großes, weißes Frontlicht. Zwar kann es ein dediziertes Fahrradlicht nicht ersetzen, aber es sorgt dafür, dass der Radfahrer von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen wird. Die Helligkeit der LEDs lässt sich in der zugehörigen Smartphone-App einstellen. In der maximalen Einstellung leuchten sie strahlend hell.
Ebenfalls clever: Der Lumos Ultra verfügt über einen Blinker, der per Fernbedienung am Lenker aktiviert werden kann. So zeigt man Abbiegevorgänge an, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen - ein echtes Plus an Sicherheit. In der App lässt sich das Blinklicht individualisieren, etwa um Akku zu sparen.
Weitere Fahrradhelme im Test
Neben den genannten smarten Fahrradhelmen gibt es auch noch traditionellere Modelle, die im Test überzeugen konnten:
Alpina Mythos 3
Der Fahrradhelm zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und seine gute Passform aus. Bewertung Fahrradmagazin.net: „Sehr gut“
- Gewicht: ca. 250 g
- Preis: ab 99,95 €
- Insektenschutz: vorhanden
- Besonderheit: gute Passform
Cratoni Pacer Plus
Ein leichter und gut sitzender Fahrradhelm, der minimale Abzüge bei der Optik bekommt, aber ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweist. Bewertung Fahrradmagazin.net: „Sehr gut“
- Gewicht: ca. 257 g
- Preis: ab 48,32 €
- Insektenschutz: vorhanden
- Besonderheit: Reflektoren
Casco Active 2
Seine reflektierenden Streifen, viele Möglichkeiten der inviduellen Anpassung und das angenehme Tragegefühl konnten uns neben einer einfachen Handhabung überzeugen. Bewertung Fahrradmagazin.net: „Gut“
- Gewicht: ca. 288 g
- Preis: ab 94,95 €
- Insektenschutz: vorhanden
- Besonderheit: Reflektoren
Abus Urban-I 3.0
Er überzeugt durch sein rotes Rücklicht, dass für Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgt. Bewertung Fahrradmagazin.net: „Gut“
- Gewicht: ca. 259 g
- Preis: ab 64,95 €
- Insektenschutz: vorhanden
- Besonderheit: rotes Rücklicht
Zusätzliche Sicherheit durch Reflektoren & Beleuchtung am Fahrradhelm
Mit zusätzlichen Reflektoren und einem Reflektorband am Helm kann man in der Dunkelheit für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Es gibt dabei Fahrradhelme, die neben den Reflektor-Aufklebern auch noch ein zusätzliches LED Licht am Hinterkopf befestigt haben. Im ADAC Fahrradhelm Test ’21 war dies ein Bewertungskriterium für die Sicherheit bei Dunkelheit.
Tabelle: Top 10 City-Fahrradhelme 2025 im Überblick
| Modell | Gewicht (g) | Belüftung | Verstellsystem | Sicherheit |
|---|---|---|---|---|
| KASK Moebius Onyx | 420 | 2 Öffnungen | Ergo Fit | ABS + Reflektor |
| Closca Visor Klapphelm - Weiß | 340 | Air Flow System | Hinterkopfverstellung | EN1078 / CPSC |
| Brooks Harrier - Blau | 300 | 4 Kanäle | Mikroverstellung | EN1078 / CPSC |
| Livall BH51M Neo - Weiß | - | - | - | LED + Sensoren, Bluetooth + App, CE/FCC/ROHS |
| Bollé Messenger Standard - Grün | 270 | - | Click-to-Fit | EN1078 |
| GES City - Weiß | 370 | 15 Öffnungen | RS-1 | LED Rücklicht |
| Closca Loop Klapphelm - Schwarz Reflective | 340 / 375 | Air Flow | Faltmechanismus | EN1078 / CPSC |
| Abus Hyban 2.0 - Schwarz | 380 | 5 Ein‑ / 8 Ausgänge | Zoom Ace Urban | LED + Reflektoren |
| Bern Macon 2.0 MIPS - Retro Rust | 375 | 12 Öffnungen | Ez‑Fit | MIPS |
| Bern FL‑1 Libre - Schwarz | 248 (S) | 18 Öffnungen | Crank Fit II | CPSC / EN1078 |
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