Der Markt für Fahrradhelme hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Eine besonders innovative Entwicklung ist der aufblasbare Fahrradhelm, auch bekannt als Airbag-Fahrradhelm. Insbesondere für Damen, die Wert auf Sicherheit und Komfort legen, stellt diese Art von Helm eine interessante Alternative dar. Dieser Artikel beleuchtet die Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie Testergebnisse von aufblasbaren Fahrradhelmen für Damen.
Wie funktioniert ein aufblasbarer Fahrradhelm?
Der bekannteste Vertreter dieser Kategorie ist der Hövding Fahrradhelm. Im Grunde handelt es sich dabei nicht um einen klassischen Helm, sondern um einen Fahrrad-Airbag, der wie ein Kragen um den Hals getragen wird.
Der Airbag registriert deine Bewegungen und löst bei einem Unfall innerhalb von 0,1 Sekunden aus. Über eine Bluetooth-Verbindung kann der Hövding Fahrrad Airbag bei einem Unfall auch ausgewählte Kontakte benachrichtigen. Das BOA Fit System sorgt für eine perfekte Anpassung an den Körper.
Die Funktionsweise im Detail
Die Kombination aus moderner Hardware, einer ausgeklügelten Software und einem cleveren Aktivierungssystem macht den Hövding 3 Fahrradhelm besonders sicher. Studien zeigen, dass er bis zu 8x sicherer ist als ein klassischer Fahrradhelm.
Ist der Airbag durch den magnetischen Aktivierungsriegel in Betrieb genommen, registrieren unterschiedliche Sensoren deine Bewegungen und gleichen diese mit einem Algorithmus ab, der anhand eines spezifischen Bewegungsmusters von Radfahrern entwickelt wurde und so Unfälle optimal identifizieren bzw. erkennen kann.
Wird der Airbag im Falle eines Unfalls ausgelöst, so schützt das mit Heliumgas aufgeblasene Polster des Airbags nahezu den gesamten Kopf. Der Druck wird dabei über mehrere Sekunden gehalten, sodass auch mehrere Stöße hintereinander problemlos abgefangen werden können. Erst anschließend beginnt sich der Airbag langsam zu entleeren.
Vor- und Nachteile des Hövding Fahrradhelms
- Vorteile:
- 8x sicherer als ein normaler Fahrradhelm dank optimaler Anpassung an den Hals/Nacken
- Sehr bequem zu tragen
- Kein Problem für aufwendige Frisuren
- Löst bei einem Unfall in 0,1 Sekunden aus
- Kann über Bluetooth ausgewählte Kontakte über den Unfall informieren
- Nachteile:
- Deutlich höherer Preis als bei einem klassischen Fahrradhelm
- Nach Auslösung nicht wiederverwendbar
Sicherheit des Hövding Fahrradhelms
Der Hövding beschützt bei einem Sturz den gesamten Kopf und auch den Halsbereich. Außerdem bleibt dein Sichtfeld stets frei und ist nicht eingeschränkt. Du behältst deine Frisur und kannst unter Kunststoff und Hartschaum nicht schwitzen. Lediglich der Hals wird von dem Airbag System umschlossen.
Der Airbag wird um den Nacken gelegt und erkennt über eine spezielle Sensorik die Bewegungsabläufe beim Radfahren. Kommt es zu einem Unfall, bläst er sich innerhalb von 0,1 Sekunden auf und umschließt den Kopfbereich und den Halsbereich. Selbst bei sehr hohen Geschwindigkeiten und bei weiten Stürzen liegt der Kopf sicher im Luftpolster.
Die Sensorik besitzt einen speziellen Algorithmus, der jahrelang entwickelt und in unzähligen Tests ausprobiert wurde. Bewegungsmuster ohne Unfall sind also genau von einem Aufprall oder einem Sturz zu unterscheiden. Daher ist es für dich auch keine Gefahr, den Kopf einfach zu drehen, einen Schulterblick zu machen oder dich zu bücken.
Bis zu 200 Mal in der Minute werden deine Bewegungen erfasst und mit den gespeicherten Mustern verglichen.
Wiederverwendbarkeit und Crash Replacement
Ein Hövding 3 Fahrradhelm bzw. Airbag ist nach dem Auslösen bei einem Unfall nicht wiederverwendbar. Allerdings gibt es ein Crash Replacement System, bei dem man den neuen Helm günstiger bekommt. Im Falle eines Unfalls mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kann man den Hövding 3 natürlich auch der gegnerischen Versicherung melden, die im Normalfall die Kosten übernimmt.
Für wen ist der Hövding geeignet?
Der Hövding 3 ist für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene geeignet. Vom Kopfumfang her ist der Fahrradhelm für alle Größen zwischen 52 und 59 cm ausgelegt.
Der Hövding Airbag 3.0 ist als Fahrradhelm für alle geeignet, die sich mit einem herkömmlichen Helm schwertun und lieber den Fahrtwind am Kopf genießen. Er empfiehlt sich für weniger sportliche Fahrten in der Stadt oder auf Landstraßen.
Wer jedoch auf der gemütlichen Kaffeefahrt mit dem Fahrrad den Wind in den Haaren spüren, oder wer morgendlich auf dem Fahrradweg zur Arbeit seine Frisur nicht mit einem Helm versauen will, für den ist der Hövding 3 eine Alternative.
Einschränkungen: Nur die Version 2.0 kann auch mit einem Minifahrrad oder mit einem Faltrad genutzt werden. Die alte Version ist ausschließlich für Stadtfahrräder konzipiert. Auf einem Tandem oder auf Spezialrädern ist der Helm nicht zu verwenden, ebenso wenig beim Sport.
Design und Tragekomfort
Die einfachen Fahrradhelme dieser Art besitzen ein einfaches Design. Zunächst würde man kein Fahrradhelm hinter diesem Modell vermuten. Mittlerweile gibt es aber viele bunte Designs. Wer es lieber unauffällig mag, entscheidet sich für einen schwarzen Look.
Es scheint, als ob du eine bis oben hin geschlossene Jacke trägst mit einem Reißverschluss an der Front und Kordelzügen rechts und links. Die bunten Designs sind viel besser an dein Outfit anzupassen. Hier wirkt es teilweise, als ob du einen Schal trägst oder ein modisches Tuch. Entscheide selbst, welcher Look dir besser steht.
Der Hövding 3 legt sich wie ein etwas zu starrer Schal um den Hals. Auf dem Rücken liegt eine etwa faustgroße Steuereinheit mit Technik, Akku und Gaskartusche auf. Vorne sorgt ein Reißverschluss für den festen Halt. Ein Drehelement, wie man es von den meisten Fahrradhelmen kennt, zurrt den Hövding 3 fest. Er sollte aber nur so fest angezogen werden, dass der Fahrer noch ausreichend Luft bekommt.
Tatsächlich fühlt sich der Hövding 3 beim Anlegen wenig bequem an. Das gilt vor allem dann, wenn man keinen Pullover oder keine Jacke trägt. Er drückt vorne unter dem Kinn und hinten im Nacken. Ist dagegen etwas Stoff zwischen Hals und Hövding 3, wird die Sache deutlich angenehmer.
Beim Fahrradfahren selbst bemerkt man den Fahrrad-Airbag schon nach kurzer Zeit kaum noch. Der Hövding 3 scheint auf die Körperhaltung beim Fahrradfahren optimiert zu sein. Wir ziehen bezüglich des Komforts den Hövding 3 einem klassischen Fahrradhelm vor, schließlich bleibt der gesamte Kopf frei. Nichts drückt auf Ohr oder Kopf und der Fahrtwind streicht angenehm durch das Haar. Auch Damen und Herren, die Wert auf ihre Frisur legen, könnten auf die Lösung von Hövding schielen. Schließlich wird sie nicht von einem Helm plattgedrückt.
Aktivierung und Anwendung
Wichtig ist, dass du das System immer erst unmittelbar vor dem Fahren aktivierst und stets den Akkustand prüfst. Die LEDS befinden sich an der Vorderseite des Kragens. Ist der Akku zu schwach und fällt während der Fahrt aus, bietet er natürlich keinen Schutz mehr. Deshalb: nur mit einem geladenen Akku oder ausreichend Laufzeit auf das Rad steigen.
Achte darauf, dass der Reißverschluss komplett geschlossen ist. Für die Aktivierung verbindest du nun den Druckknopf am Reißverschluss mit einem Teil auf der rechten Kragenseite. Das Deaktivieren funktioniert ähnlich. Allerdings ist es auch recht schwer, das Deaktivieren zu vergessen. Schließlich musst du den Reißverschluss öffnen.
Testergebnisse und Sicherheit
Die Testergebnisse sind überraschend: der Airbag Helm ist deutlich sicherer als ein einfacher Fahrradhelm. Bei einem Aufprall mit 25 km/h kann es schon passieren, dass du zu 90% Verletzungen trotz Helm davonträgst. Mit dem Airbag Modell liegt die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung bei 25 km/h bei 3%. Die Zahlen sprechen also für sich.
Eine Untersuchung der Universität Straßburg bescheinigt dem Hövding einen sehr guten Schutz vor Kopfverletzungen. Das kann ADAC Experte Peuckert bestätigen: "Wenn ich nach vorn oder zur Seite falle, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auslöst und schützt, sehr hoch." Gut sei auch, dass der Hövding sich sehr schnell entfaltet.
Allerdings schützt er nicht in allen Unfallszenarien so gut wie ein Helm, zum Beispiel beim Crash mit einer Lkw-Tür oder einem Lkw-Spiegel. Hier seien herkömmliche Fahrradhelme eindeutig besser als ein Airbag, der sich ja erst entfalten muss. Peuckert: "Der Helm ist immer da, bietet sozusagen ab Millisekunde 0 vollen Schutz."
| Merkmal | Airbag-Helm (Hövding) | Standard-Fahrradhelm |
|---|---|---|
| Schutz bei 25 km/h | 3% Verletzungswahrscheinlichkeit | 90% Verletzungswahrscheinlichkeit |
| G-Kraft-Skala | Niedriger Wert (besser) | 196 bis 294 g |
| Schutzbereich | Kopf und Hals | Hauptsächlich Kopf |
| Reaktionszeit | 0,1 Sekunden | Sofortiger Schutz |
App-Funktionen und Akku
Der Hövding 3 verbindet sich auf Wunsch mit einer Smartphone-App. Die sinnvollste Funktion der App ist die Notfallbenachrichtigung. Nach der Erlaubnis des Zugriffs auf den Standort und der Angabe eines Notfallkontakts schickt die App beim Auslösen des Airbags eine SMS an den hinterlegten Kontakt.
In jedem Hövding ist ein Akku eingearbeitet, der etwa 10 - 15 Stunden hält. Danach muss er wieder aufgeladen werden. Im ausgeschalteten Zustand hält der Akku sogar bis zu 36 Tage. Energie verbrauchen in erster Linie die Sensoren, da sie ständig aktiv sind.
Über den On-Schalter prüfst du problemlos den Akkustand. Die LED-Anzeige gibt an, wie gut der Akku geladen ist. Außerdem gibt es ein Tonsignal bei einem zu geringen Batteriestand. Das Laden erfolgt über USB-Ladekabel. So steckst du den Airbag Helm einfach an deinen Computer an.
Pflege und Wartung
Die Materialien lassen sich bei Verschmutzung immer mit einem feuchten Tuch abwischen. Der Überzug ist sogar in der Maschine zu reinigen. Einzelteile lassen sich bei den Modellen nicht austauschen. Bei Beschädigung musst du dich immer an den Kundenservice wenden.
Je nach Intensität der Nutzung hält ein solcher Helm bis zu 7 Jahre. Der Stoff wird wohl die ersten Spuren der Abnutzung zeigen. Sobald du sich lösende Nähte oder Löcher erkennst, ist ein Austausch erforderlich. Der Akku ist etwa 300 Mal zu laden, bevor er langsam seine Kapazität verliert. Nach einem Unfall ist der Helm sofort auszutauschen.
Alternativen und Marken
Im Gegensatz zu anderen Fahrradhelmen wird der Helmairbag nur von einem Unternehmen entwickelt, Hövding. Die Idee kam in Schweden auf, als die Helmpflicht für Kinder bis 15 Jahren eingeführt wurde.
Neben Hövding gibt es zahlreiche Marken, die klassische Fahrradhelme anbieten, darunter:
- Abus
- Alpina
- Casco
- Cratoni
- Uvex
Fazit
Der aufblasbare Fahrradhelm von Hövding ist eine innovative Alternative zum klassischen Fahrradhelm, die besonders für sicherheitsbewusste Damen interessant sein kann. Er bietet einen hohen Schutz für Kopf und Nacken, ist bequem zu tragen und schont die Frisur. Allerdings ist er teurer als herkömmliche Helme und nicht für alle Unfallsituationen optimal geeignet.
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