Fahrradhelm Damen Creme Test: Nachhaltigkeit, Sicherheit und Stil

Helme sind uncool? Von wegen! Inzwischen gibt es immer mehr Labels, die wirklich tragbare und obendrein nachhaltige Fahrradhelme anbieten. Diese setzen auf recycelte Materialien und faire Arbeitsbedingungen. Im Folgenden habe ich euch nochmals alle wichtigen Informationen rund um nachhaltige Fahrradhelme aufgelistet - übersichtlich und alphabetisch sortiert.

Nachhaltige Fahrradhelme: Worauf es ankommt

Bei nachhaltigen Fahhradhelmen kommt es vor allem auf die Rohstoffe an. Hier sind z.B. recycelte Materialien ein guter Indikator. Aber auch eine lokale Produktion ist bereits ein guter Hinweis. Nachhaltige Fahrradhelme bekommt ihr in quasi jedem Fahrradladen. Wenn ihr aber nicht erst nachfragen oder alles genau überprüfen wollt, kann ich euch die jeweiligen Onlineshops ans Herz legen. Eine gute Auswahl mit vielen verschiedenen Marken bietet auch der avocadostore. Wenn ihr einen fairen Fahrradhelm für eure Kinder sucht, ist Affenzahn eine gute Anlaufstelle.

Ausgewählte Marken und Modelle

Hier sind einige Marken und Modelle, die für ihre Nachhaltigkeit und Qualität bekannt sind:

  • Affenzahn: Nachhaltige Fahrradhelme für Kinder in gelb, blau, rot und anderen Farben. Diese werden aus Kunststoff gefertigt, sind aber schadstofffrei. Die Designs sind niedlich und vor allem sichtbar im Straßenverkehr. Bei den Tiermotiven, die jeden Helm zieren, habt ihr die Wahl zwischen Einhorn, Tiger, Hai und Panther. Dank des praktischen Magnetverschlusses lassen sich die Helme von Affenzahn kinderleicht öffnen und schließen - so gehört eingeklemmte Haut endlich der Vergangenheit an. Dank des roten Blinklichts hinten am Helm ist euer Kind auch in der Dunkelheit gut sichtbar.
  • Alpina Sports: Egal ob auf dem Trail, in der Natur oder auf der Straße - mit den Fahrradhelmen von Alpina Sports seid ihr gut und vor allem nachhaltig geschützt. Die Auswahl ist hier unglaublich groß. Alle Modelle sind in verschiedenen Farben verfügbar, auch die Auswahl für Kinder lässt keine Wünsche offen. Dank der Lüftungsöffnungen kommt ihr nicht komplett verschwitzt am Ziel an und dank des Verstellsystems könnt ihr euren Helm optimal anpassen.
  • Burner Helmet: Nachhaltige Fahrradhelme aus recyceltem Plastik gesucht? Dann seid ihr bei Burner Helmet an der richtigen Adresse. Das Unternehmen setzt genau genommen auf recyceltes Styropor. Für die Riemen kommt veganes Leder zum Einsatz. Doch es wird noch besser: Burner Helmet arbeitet zusammen mit Clean Hub - eine NGO, die sich der Reinigung der Ozeane verschrieben hat.
  • Egide: Fahrradhelme, die auch noch gut aussehen? Egide beweist, dass das wunderbar möglich ist! Designt werden die Schönheiten in Paris, produziert wird ebenfalls in Frankreich, unter anderem in Cholet. So bleibt die Produktion lokal und euer neuer Helm hat nicht die halbe Welt umrundet, bevor ihr ihn für eure Touren nutzt. Die Farbauswahl lässt keine Wünsche offen, von klassisch-schwarz bis grün ist alles dabei, auch der ein oder andere gemusterte Helm ergänzt das Sortiment. Hier findet ihr auch nachhaltige Helme zum Reiten und Skifahren.
  • KED: Egal ob Kind, Teenager oder Erwachsene - bei KED könnt ihr eure ganze Familie mit Fahrradhelmen ausstatten. Die Auswahl ist nicht riesig, allerdings ist jedes Modell in vielen Farben und Mustern verfügbar, sodass für jeden etwas dabei ist. Alle Bestandteile werden in Deutschland produziert, wodurch jeder Fahrradhelm nachhaltig ist. Hier kommen aber nicht nur Stadt-Radler auf ihre Kosten, sondern auch alle, die Offroad-Trails mögen und somit spezielle Helme benötigen.
  • Thousand: Passgenaue Sicherheit für eure Mobilität hat sich Thousand auf die Fahne geschrieben. Um Umweltfreundlichkeit und vor allem Nachhaltigkeit zu garantieren, setzt das Label auf schonend gewonnene Materialien, die bestenfalls direkt vor Ort verfügbar sind. Dabei wird jeder einzelne Hersteller sorgfältig ausgewählt, damit gerechte Arbeitsbedingungen ebenso garantiert sind. Verfügbar sind drei verschiedene Modelle für Erwachsene und eins für Kinder, die alle ihre ganz eigenen Vorzüge mit sich bringen - am besten ihr stattet Thousand einen Besuch ab und lasst euch selbst überzeugen.
  • Urge: Recycelte Materialien, CO2-Kompensation und eine faire Produktion - all das macht die Urge-Fahrradhelme nachhaltig. Hier bekommt ihr Helme für wilde Mountainbike-Touren, gemütliche Spazierfahrten oder abenteuerliche Berg-Abfahrten. Viele Bestandteile des Helms bestehen aus recyceltem PET oder sogar aus Meeresplastik. Egal, für welches Modell ihr euch letztendlich entscheidet - sie alle sind in zahlreichen Farben und teils auch mit Mustern im Angebot. Das macht euren neuen Helm zu einem schönen Hingucker, der euch im Straßenverkehr wunderbar sichtbar macht. Falls mal was kaputt geht, könnt ihr über den Onlineshop auch einfach diverse Ersatzteile bestellen.

Testbericht: Leatt Endurance 4.0 Fahrradhelm

Der neue Helm von Leatt wurde speziell für Gravel- und XC-Biking entwickelt. Er ist leichtgewichtig, ohne ausladendes Visier und bietet eine gute Belüftung. Mit einem Gewicht von nur 338 Gramm muss sich der Leatt Endurance 4.0 im Vergleich zu ähnlich konzipierten Helmen wie dem Fox Crossframe (329 Gramm) nicht verstecken.

Technologien und Design

Leatt hat sich dazu entschieden, beim Endurance 4.0 Helm nicht auf das branchenführende MIPS-System zu setzen, sondern stattdessen ihr eigenes System namens “360 Turbine” zu verwenden. An der Innenseite des Helms sind kleine, flexible Kunststoffscheiben, die eine vollständige Drehung ermöglichen. Sie sollen die Kraft geradliniger Stöße um bis zu 30 Prozent reduzieren und die Drehbewegung um bis zu 40 Prozent verringern.

Die Power Bridge-Technologie des Leatt Endurance Fahrradhelms ist leicht erkennbar an der Hochglanz-Lackierung, die sich zwischen der matten Schale befindet. Diese Technologie verteilt die Kräfte bei einem Aufprall gleichmäßig, um den Schutz für den Fahrer zu erhöhen. Zusätzlich sollen die Maxiflow-Luftkanäle mit insgesamt 21 Öffnungen für eine optimale Belüftung sorgen und den Kopf angenehm kühl während der Fahrt halten.

Der Helm verfügt über eine Fidlock-Schnalle, die ein schnelles und einfaches Auf- und Absetzen ermöglicht. Zudem bietet er eine Sonnenbrillen-Garage mit Anti-Rutsch-Beschichtung, in der die Brille sicher aufbewahrt werden kann.

Der Leatt Endurance Fahrradhelm ist in drei verschiedenen Größen und zwei Preiskategorien erhältlich. Der MTB Endurance 3.0 Helm hat einen UVP von 149,99 Euro, während der leichtere MTB Endurance 4.0 Helm (hier im Test) für 189,99 Euro angeboten wird.

Die Passform ist das entscheidende Kriterium bei einem Fahrradhelm. Anders ist es jedoch beim Leatt Helm, der sich perfekt um meinen Kopf schmiegt und sich sofort zum neuen Favoriten entwickelt hat. Die Polsterungen sind so weich und der Helm ist leicht genug, dass sie keine Spuren hinterlassen. Außerdem bietet das Drehrad hinten einen ausgezeichneten Halt und meiner Meinung nach sollte der magnetische Verschluss (Fidlock) sowieso zum Standard bei Fahrradhelmen werden.

Kritikpunkte

Natürlich sollte der Gurt eines Helms in der Länge verstellbar sein. Beim Leatt-Helm ist dies jedoch anders. Dadurch können die zu langen Enden des Gurts manchmal an der Backe herumflattern. Es mag nur eine Kleinigkeit sein, aber wenn man über sechs Stunden hinweg ständig am Gurt herumfummeln muss, geht das eben zu Lasten meiner Zufriedenheit um 5 %.

Fazit zum Leatt Endurance 4.0

Der Helm von Leatt zeichnet sich durch sein verhältnismäßig leichtes Gewicht aus und bietet eine hervorragende Passform für eher runde Köpfe. Dank der Arretierung sitzt er angenehm fest am gesamten Schädel, ohne Druckstellen auf der Kopfhaut zu hinterlassen. Besonders gefallen mir die kleinen Details wie die Brillen-Garage und das gut durchdachte Lüftungskonzept. Der Helm vereint den kompakten Stil eines Race-Helms mit einem guten Schutz auch am Hinterkopf, was ihn perfekt für Gravel- und Cross-Country-Fahrer macht. Mit einem Preis von 190 Euro ist er im Vergleich zur Konkurrenz immer noch erschwinglich.

Alternative: Thousand Heritage 2.0

Der Heritage 2.0. ist, wie der Name schon sagt, die Überarbeitung der ersten Heritage Fassung. Der Einsatzbereich des Helms lässt sich beschreiben als ein Helm für Pendler und Wochenendausflüge.

Design und Komfort

Der Stil des Heritage richtet sich eher nach klassischem Skaterhelm als nach einem Rennradhelm. Ein flaches Visier ist gewissermaßen durch den Schnitt des Helms mit eingebaut. Das Ganze im Vintage Look. Damit der Helm aber trotzdem angenehm sitzt, sollen 6 Lüftungsschlitze für ein gutes Klima und eine gute Ventilation sorgen. Vorteil ist auch hier, dass sich die Länge der Riemen einfach und schnell eben auch im Wangenbereich fix zu verstellen. Ein absolutes Highlight, was ich auch nicht mehr missen möchte, ist der magnetische Fidlock-Verschluss. Dabei klickt der Kinnverschluss schnell dank seines magnetischen Systems zusammen. Kein nerviges Gefummel. Sehr praktisch ist es auch, dass die Polsterungen sich problemlos herausnehmen und sich waschen lassen.

Besonderheiten

Ein absolutes Special ist sicherlich der Secret Poplock, was ich vorher so noch nie an einem Helm gesehen habe. Dank einer kleinen Öffnung, die sich auch wieder verschließen lässt, kann man den Helm praktisch mit seinem Fahrrad mit abschließen. Eigentlich. Ein weiteres Special ist, dass sich am hinteren Helm ein Rücklicht magnetisch befestigen lässt.

Fazit zum Thousand Heritage 2.0

Der Heritage 2.0. ist ein stylischer Helm. Für die City und einfache Radausflüge mit den Freunden ins Grüne oder zum nächsten Biergarten genau das Richtige. Wer einen sportlichen Helm sucht, sollte eher zu einem leichteren Helm mit einer höherer Ventilation greifen.

Fischer Urban Plus: Guter Unfallschutz zum günstigen Preis

Laut dem Robert-Koch-Institut senken Fahrradhelme nämlich das Risiko von Kopf- und Hirnverletzungen um 69 Prozent. Doch nicht alle sind gleich gut. Daher ist es empfehlenswert, einen Helm auszuwählen, der einen zuverlässigen Schutz bei Unfällen bietet.

Im Fahrradhelm-Vergleich von Stiftung Warentest schneidet der Fischer Urban Plus mit der guten Gesamtnote 2,4 ab. Aus diesem ist besonders die ebenfalls gute Teilnote (1,9) für den Testaspekt Unfallschutz hervorzuheben. Auch der ADAC gibt dem Fahrradhelm eine gute Bewertung und unterstreicht, dass der Fischer Urban Plus der beste in Sachen Unfallschutz ist.

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