Radfahrer haben keine Knautschzone. Kommt es zu einem Unfall oder Sturz, kann immerhin ein Fahrradhelm vor Kopfverletzungen schützen. Fahrradhelme schützen nachweislich.
In Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht zum Tragen eines Radhelmes. Dabei können Fahrradhelme das Verletzungsrisiko des Kopfes deutlich verringern. Bei einem frontalen Aufprall mit der Stirn wird das Risiko um bis zu 90 Prozent gemindert. Das hat die Deutsche Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) in einer Studie ermitteln lassen.
Testkriterien und Ergebnisse
IMTEST hat zusammen mit dem TÜV Süd geprüft, wie robust aktuelle Fahrradhelme sind. Im Test sind Modelle ganz unterschiedlicher Preisklassen. Vom Dunlop-Helm für knapp 25 Euro bis zum Modell von Uvex für fast 200 Euro sind Testkandidaten dabei. Gibt es auch in Sachen Sicherheit und Komfort große Unterschiede?
Strenger geprüft als nötig: Damit ein Helm überhaupt in Europa verkauft werden darf, muss er die Norm DIN EN 1078 („Helme für Radfahrer und für Benutzer von Skateboards“) erfüllen. Diese legt unter anderem fest, dass Fahrradhelme eine Auftreffgeschwindigkeit von 19,5 km/h überstehen müssen. Gemessen wird das bei einem Sturz mit 250-facher Erdbeschleunigung.
IMTEST ließ die Fahrradhelme aus dem Test sogar noch über die Norm hinaus prüfen: Mit einer erhöhten Auftreffgeschwindigkeit von rund 23,5 km/h ließen die Tester, die an einem Prüfkopf befestigten Helme aus einer Fallhöhe von 2,18 Metern frontal auf einen flachen Sockel stürzen. Das entspricht einer um 20 Prozent höheren Aufprallgeschwindigkeit als die Norm fordert. Zudem wurde geprüft, ob die Helme auch einen zweiten Aufprall kurz nach dem Ersten überstehen. Dafür rauschten sie aus 1,90 Meter Höhe und 21,5 km/h Aufprallgeschwindigkeit erneut auf den flachen Sockel.
Stoßprüfung und Ergebnisse
Die Stoßprüfung wurde mit erhöhter Auftreffgeschwindigkeit von 23,5 km/h durchgeführt. Das sind 20 % über der Normvorgabe von 19,5 km/h. Insgesamt ein sehr erfreuliches Ergebnis. Denn alle Fahrradhelme im Test schaffen hier ein unerwartet gutes Ergebnis.
Die Wirkung der Stoßdämpfung ist auch bei 20 % höherer Auftreffgeschwindigkeit sehr deutlich unter den in der Norm geforderten 250 g Verzögerung. Bei einem Sturz über den Lenker mit frontalem Aufprall auf den Asphalt (entsprechend der gewählten Auftreffstelle im Test) haben alle Helme ausreichend Reserven und bieten auch dann noch Schutz, wenn es mal härter zugeht, als es der Normsturz fordert.
Der Dunlop-Helm zeigte sich wie die übrigen Kandidaten im Test als sehr sicher. Das sind 10 % über der Normvorgabe von 19,5 km/h.Insgesamt ein sehr erfreuliches Ergebnis, alle Helme im Test schaffen hier ein unerwartet gutes Ergebnis.
Die Wirkung der Stoßdämpfung ist auch bei 10 % höherer Auftreffgeschwindigkeit und bei einem Schlag auf eine vorgeschädigte Helmschale (siehe Prüfung 2) deutlich unter den in der Norm geforderten 250 g Verzögerung. Selbst nach einem zweiten, starken Aufprall haben alle Helme Reserven in Bezug auf die stoßdämpfenden Eigenschaften und auch die Stabilität aller Helmschalen bleit nach dem 2. Stoß erhalten. Der Dunlop HB13 glänzte hier mit einem sehr guten Wert!
Auch nach der zweiten Stoßprüfung war die Schale des Dunlop-Helmes noch intakt. Keiner der Fahrradhelme im Test zeigt hier Schwächen.
Details zur Beriemung
Die Beriemung des Dunlop HB13 kann mit den moderneren Konstruktionen der anderen Produkte im Test nicht ganz mithalten. Die Beriemung des Dunlop HB13 gibt bei ruckartiger Belastung etwas mehr nach und längt sich etwas mehr als die Riemen der anderen Helme im Test mit moderneren Konstruktionen.
Im Gegensatz zu den sehr sicher sitzenden Riemen des Giro Cormick und des Uvex Finale light 2.0 verschieben sich beim Aufprall die Gurtverteiler des Dunlop HB13 deutlich aus der eingestellten Position. Die Helmschale kann sich so weit in den Gesichtsbereich schieben und dann beispielsweise Teile des Kopfes nicht mehr sicher abdecken.
Was halten die Kinnriemen aus?
Über einen weiteren Prüfpunkt wird die maximale Dehnung der Kinnriemen nach einer ruckartigen Belastung gemessen („dynamisch“) - wie sie bei einem starken Aufprall entstehen kann. Die Kinnriemen vom Dunlop und Uvex waren nach dem Test hingegen recht deutlich gedehnt. Dennoch erfüllen alle Fahrradhelme die Anforderungen, die die Norm an sie stellt.
Unterschiedlicher Tragekomfort
Auch der Tragekomfort spielt eine wichtige Rolle im Test der Fahrradhelme. Schließlich kann es bei längeren Ausflügen schnell nerven, wenn der Helm etwas wackelig auf dem Kopf sitzt, zu schwer ist oder gar drückt: IMTEST hat für jeden Helm mit unterschiedlichen Probanden geprüft, wie angenehm sie sich tragen lassen.
Weitere Fahrradhelm-Modelle im Test
Im Fahrradhelm Test wurden verschiedene Modelle untersucht und in der Praxis unter die Lupe genommen. Wir stellen die Testsieger und Testergebnisse aus unserem Fahrradhelm Test 2025 und dem ADAC Fahrradhelm Test ’21 sowie den vergangenen Jahren vor.
Testsieger aus dem Fahrradhelm Test
- Alpina Mythos 3: Der Fahrradhelm zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und seine gute Passform aus.
- Cratoni Pacer Plus: Ein leichter und gut sitzender Fahrradhelm, der minimale Abzüge bei der Optik bekommt, aber ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweist.
- Casco Active 2: Seine reflektierenden Streifen, viele Möglichkeiten der inviduellen Anpassung und das angenehme Tragegefühl konnten uns neben einer einfachen Handhabung überzeugen.
- Abus Urban-I 3.0: Er überzeugt durch sein rotes Rücklicht, dass für Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgt.
Ein hohes Maß an Sicherheit bieten dabei durchaus auch preiswerte Helme. Auch wenn wir in Deutschland noch keine Helmpflicht haben, sollte sich jeder Fahrradfahrer einmal die Testberichte ansehen und über einen Radhelm nachdenken.
Fahrradhelm Test 2025
In der Tabelle befinden sich weitere Testergebnisse und Testsieger aus den Jahren 2024 / 23 / 21 und 17. Wir haben dabei jeden von uns bewerteten Fahrradhelm in der Hand und auf dem Kopf gehabt, haben uns intensiv mit der Verarbeitung und der Handhabung auseinandergesetzt und diese über mehrere Strecken und Touren in der Praxis getestet.
| Fahrradhelm | Eigenschaften | Ergebnis | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|
| Alpina Mythos 3 | Top Empfehlung - Sehr leichte Bauweise - Verstellbares Kopfband | 4,5 / 5 | 99,95 € | Amazon |
| Cratoni Pacer Plus | Test Choice of the Month- Leichte Bauweise - Gepolsterter Kinnriemen | 4,5 /5 | 48,31 € | Amazon |
| Casco Active 2 | Gute Wahl- reflektierende Streifen - 26 Lüftungsöffnungen | 4,3 / 5 | 94,95 € | Amazon |
| ABUS Urban-I 3.0 | Mit Rücklicht- Integriertes Rotlicht - guter Magnetverschluss | 4,1 / 5 | 64,95 € | Amazon |
| Lazer Helm Beam | Leichte Bauweise - Verschiedene Farben | 4 / 5 | 28,82 € | Amazon |
ADAC Fahrradhelm Test
| Fahrradhelm | Eigenschaften | Ergebnis ADAC | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|
| Uvex City i-vo MIPS | Leichte Bauweise - LED Beleuchtung | 1,8 | 85,99 € | Amazon |
| Alpina HAGA | Leichte Bauweise - LED Beleuchtung | 1,9 | 69,95 € | Amazon |
| Nutcase Vio MIPS | Stabile Bauweise - 360° LED Beleuchtung | 2,1 | N/A | Amazon |
Den Testsieger (’21) für Fahrradhelme für Erwachsene gibt es aktuell für 79,10 €, der Uvex City i-vo MIPS belegt dabei den Spitzenplatz, gefolgt vom Alpina Haga LED.
Sicherheit beim Fahrradhelm: Das Material entscheidet mit
Der am weitesten verbreitete Helmtyp, der Mikroschalen-Helm, ist mit einer dünnen Schicht aus Kunststoff überzogen und verfügt über eine glatte Oberfläche. Dies soll das Abgleiten vom Untergrund erleichtern. Außerdem sind diese Art Helme mit Lüftungsöffnungen / Belüftungsöffnungen versehen, damit der Träger weniger stark schwitzt, sich die Wärme im Sommer nicht stauen und Fahrtwind durch den Helm wehen kann.
Hartschalen-Helme hingegen haben über dem Schaumstoff eine harte Kunststoffschale und sind aufgrund ihres recht hohen Gewichts meist nur im Radsport zu finden. Diese Helme sind oftmals mit einem zusätzlichen Kinnbügel ausgestattet.
Als dritte Helmgattung gibt es die Softshell-Helme (auch Weichschalenhelme), die einzig aus einer Schale aus Hartschaumstoff bestehen. Heute werden Weichschalenhelme kaum noch verwendet und gelten bei Experten als überholt.
Zusätzliche Sicherheit durch Reflektoren & Beleuchtung am Fahrradhelm
Mit zusätzlichen Reflektoren und einem Reflektorband am Helm kann man in der Dunkelheit für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Es gibt dabei Fahrradhelme, die neben den Reflektor-Aufklebern auch noch ein zusätzliches LED Licht am Hinterkopf befestigt haben. Im ADAC Fahrradhelm Test ’21 war dies ein Bewertungskriterium für die Sicherheit bei Dunkelheit.
Immer beliebter werden Nutcase Fahrradhelme, die eine Nussschalenoptik aufweisen. Mit dem Slogan „I love my brain“ und tollen Designs versucht man hier auch Kinder und Jugendliche zu überzeugen. Im Sportbereich, z. B. beim BMX fahren oder beim Skaten, sind diese Helme bereits länger etabliert.
Schutz bei Aufprällen mit der richtigen Helmgröße
Bei einem Aufprall bietet die Schaumstoffschicht des Helms eine Knautschzone, die durch Kompression oder Brüche Energie aufnimmt und diese so vom Kopf fernhält. Die Beschleunigung wirkt so weniger auf das Gehirn des Trägers, kann diesen zuverlässig schützen und zudem die Gefahr von Schädelbrüchen veringern - insbesondere bei Hartschalenhelmen ist dies der Fall.
Der Fahrradhelm fängt einwirkende Kräfte auf
„Als Notarzt habe ich häufig damit zu tun, dass Patienten im Rahmen von Verkehrsunfällen Kopfverletzungen erleiden, das müsste in vielen Fällen nicht so sein, wenn ein Fahrradhelm getragen werden würde. Ein Helm sieht vielleicht nicht immer gut aus, aber für den wichtigen Moment ist es ein effektiver Schutz vor Gehirnverletzungen, Gehirnerschütterungen und auch möglichen Blutungen. Diese Verletzungen resultieren durch den Aufprall. Hier weiß man, dass ein Helm schützen kann[…].“, so Dr. Jochen Muke im Expertengespräch mit dem Fahrradmagazin.net zum Thema Tragen eines Fahrradhelms.
Die richtige Fahrradhelm-Größe bestimmen
Helme gibt es nicht nur in verschiedenen Formen von verschiedenen Herstellern, sondern auch in verschiedenen Größen. Die Helmgröße ist für die Funktion bedeutend. Nur wenn der Helm richtig auf und an dem Kopf sitzt, kann dieser seine schützende Funktion erfüllen. Die richtige Helmgröße hängt dabei vom Kopfumfang ab, sie wird, wie z. B. auch bei Hüten, in S, M, L und XL eingeteilt.
Kopfumfang für die Helmgröße messen, so geht es
Auch die Frage, welche Helmgröße das eigene Kind braucht, kann über den Kopfumfang beantwortet werden. Hier unterscheidet sich die Methode nicht von der für Erwachsene: Einfach ein Maßband um den Kopf legen, dabei ca. eine Höhe von 10 mm (1 cm) Abstand über den Augenbrauen lassen, den Kopfumfang messen und einen Zentimeter addieren.
| Helmgröße in Buchstaben | Kopfumfang (ca. Werte) |
|---|---|
| XS | 51 bis 54 cm |
| S | 55 bis 56 cm |
| M | 57 bis 58 cm |
| L | 59 bis 60 cm |
| XL | 61 bis 62 cm |
| XXL | 62 bis 64 cm |
Fahrradhelm richtig einstellen
Fahrradhelme für Kinder - Die Besonderheiten
Mit den verstellbaren und mitwachsenden Fahrradhelmen für Kinder kann man die Helmgröße an den größer werdenden Kopf anpassen. So muss man nicht zu oft einen neuen Helm kaufen und schont das Portemonnaie. Gerade bei Kleinkindern ist die Gefahr durchaus größer, dass diese in der Lernphase oder bei Fahrten in Gruppen stürzen. Kinder sollten sich bereits früh an einen Helm gewöhnen, Eltern können dabei mit gutem Beispiel vorangehen und ebenfalls einen Helm tragen.
Safety first lautet hier die Devise und daher verwenden immer mehr Menschen einen Helm beim Fahrradfahren. Für Erwachsene und für Kinder gilt: der Helm hat eine optimale Passform und rutscht auf dem Kopf nicht hin und her. Verrutscht der Helm, bietet er keinen Schutz und auch ein zu kleiner Helm kann nachteilige Auswirkungen haben und beispielsweise zu Kopfschmerzen führen. Dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob der Helm im Test gut oder schlecht abgeschnitten hat.
Kinderfahrradhelm Test - Stiftung Warentest / ADAC
Stiftung Warentest und ADAC testen Helme - In der Ausgabe 04/2022 der Zeitschrift „test“ wurden 18 Fahrradhelme für Kinder getestet. Es wurden dabei Fahrradhelme für Kinder als Mitfahrer (kleinere Kinder ab ca. 3 Jahren mit einem Kopfumfang von ca. 48-54 cm) und selbstfahrende Kinder mit einem Kopfumfang von ca. 50-57 cm getestet. Beim Unfallschutz wurde nach DIN EN 1078 getestet. Das Ergebnis zeigt: 3 Kinderfahrradhelme sind mit Schadstoffen belastet bzw. haben eine Teilnote schlechter als 3,0.
| Fahrradhelm | Ergebnis | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|
| Abus Youn-I 2.0 | 2,2 | 56,16 € | Amazon |
| Alpina Pico Flash | 2,4 | 40,99 € | Amazon |
| Casco Mini 2 | 2,4 | N/A | Amazon |
Den Testsieger für Kinderhelme ’22, den Youn-l 2.0 von Abus, gab es bereits ab 50 Euro. Das Modell von Crivit vom Diskounter LIDL hat mit einem Preis von nur 12 Euro ebenfalls eine gute Note (2,4) bekommen. Insgesamt wurden in diesem Test Noten von 2,2 (Gut) bis 5,5 (Mangelhaft) vergeben. Untersuchte Kriterien waren: Unfallschutz, Handhabung, Komfort, Hitzebeständigkeit und Schadstoffbelastung.
Fahrradhelme für Damen: Design und Komfort
Erwachsene sind hier deutlich sturer und vor allem viele Damen greifen aus Eitelkeit nur ungern zu einem Helm. Müssen sie auch nicht, denn es gibt noch keine Helmpflicht in Deutschland, weder für Kinder noch für Erwachsene. Doch der Trend wandelt sich langsam, denn nicht mehr nur Radsportler sind mit einem Helm auf den Strecken unterwegs. Sogar in der City und im täglichen Straßenverkehr trifft man immer mehr helmtragende Erwachsene.
Dabei fällt die Auswahl des richtigen Modells nicht immer leicht. Der Fahrradhelm sollte perfekt zur Kopfform passen, muss einen hohen Tragekomfort bieten und eine umfassende Schutzfunktion übernehmen. Noch daneben spielt vor allem für die Damenwelt ein schönes Design die maßgebliche Rolle.
Die Bestandteile eines Fahrradhelms
Ein Fahrradhelm soll im Ernstfall Kopfverletzungen verhindern. Das heißt: er fängt die Energie des Aufpralls ab, verteilt die Wucht auf der äußeren Schicht und bietet trotzdem sicheren Halt auf dem Kopf. Damit der Helm genau auf diese Art funktioniert, besitzt er ein Grundgerüst aus Hartschaum (EPS). Es liegt am Kopf an und verteilt die Aufprallenergie. Um das doch recht empfindliche Material vor Brüchen zu schützen, gibt es bei jedem Modell eine glatte und stabile Schale aus Kunststoff.
Die harte Außenschale verhindert, dass sich spitze Gegenstände durch den Helm bohren und auch beispielsweise Rutschbewegungen auf dem harten Asphalt abgefangen werden. Preisintensive Modelle besitzen keine Schale mehr aus Kunststoff, sondern aus Kohlefaserverbund (Carbon). Sie halten einer höheren Beanspruchung stand und sind deutlich leichter.
Form und Passform
Von der Form her unterscheiden sich die Damenmodelle je nach Geschmack und Einsatzbereich. Es gibt recht rundliche Helme, die auch den Hinterkopf gut mit abdecken und an den Seiten weiter ins Gesicht reichen. Oder du entscheidest dich für eine dynamische Form mit vielen Luftlöchern und einem recht spitz zulaufenden Hinterkopf.
Im Inneren der Helme ist meist ein Ring aus weichem Kunststoff eingearbeitet, um ihn perfekt an deine Kopfform anzupassen. Ein solches Modell schützt nur, wenn es fest am Kopf sitzt und nicht wackelt oder seitlich weggezogen werden kann. Die meisten Hersteller arbeiten mit einem kleinen Drehrad am Hinterkopf. Du setzt den Helm also auf und ziehst ihn dann über das Drehrad fest. Auch der Kunststoffring ist in der Größe verstellbar.
Grundsätzlich gilt: die Helmschale muss von sich aus schon gut passen. Eine schlecht sitzende Schale lässt sich auch durch das Rückhaltesystem nicht perfekt an den Kopf anpassen, damit er optimal geschützt ist. Am besten probierst du den Helm also aus und ziehst ihn dann fest.
Ein zweites Verschlusssystem ist der Kinnriemen. Er führt zwei Bänder an den Seiten des Kopfs entlang und lässt sich unter dem Kinn verschließen. Die Länge sollte so eingestellt sein, dass noch etwa ein bis zwei Finger Platz haben. Außerdem sind die Riemen so geteilt, dass ein vorderer Strang und ein hinterer Strang unter den Ohren zusammenlaufen und dann verbunden werden. Die perfekte Länge ist durch Halteklemmen zu fixieren und darf nicht verrutschen. Der Verschluss selbst ist als Klick- oder Magnetverschluss zu bekommen.
Die richtige Größe finden
Die Passform hängt natürlich stark von der Helmgröße ab. Die meisten Hersteller haben hier einheitliche Bezeichnungen, die sich nach dem Kopfumfang richten. Je größer der Umfang, desto größer muss natürlich auch der Helm ausfallen. Um die perfekte Größe zu ermitteln, brauchst du also zunächst deinen Kopfumfang. Du legst dir ein Maßband vom Nacken bis zur Stirnmitte und misst den Kopf an seiner breitesten Stelle. Da die Größen relativ eng beieinander liegen, sollte der passende Helm schnell gefunden sein. Im Zweifel immer die nächste Größe wählen, um Druckstellen zu vermeiden.
Nach dem Einstellen kannst du ihn nicht mehr nach vorne ziehen oder nach hinten schieben. Bestenfalls legt sich die Stirn in Falten bei diesem Versuch. Kannst du den Helm auch etwa 15 Minuten ohne Druckstellen tragen, scheint ein guter Tragekomfort gefunden.
Design und persönliche Vorlieben
Neben Größe und Passform setzen viele Frauen auf ein formschönes Design. Der Helm muss also nicht nur vom Aufbau her zu den persönlichen Ansprüchen passen, sondern auch von der Farbgebung. Helle und leuchtende Farben sind ebenso beliebt wie Helme in Weiß (White) oder Schwarz (Black). Es ist also ein Mythos, dass Frauen lieber Pink bevorzugen. Darf es auch etwas gewagter sein? Dann entscheide dich für den floralen Look oder ein sportliches Muster auf dem Helm.
Frauen mit langen Haaren setzen auf spezielle Helme mit einem sogenannten Hair Port. Hierbei handelt es sich um einen Durchlass für den langen Zopf am Hinterkopf. Manche Fahrradhelme sind mit einem kleinen Visier ausgestattet und ersparen dir somit die Sonnenbrille. Wenn du dennoch eine Brille oder gern eine Sonnenbrille trägst, muss diese auf den Helm abgestimmt sein. Der Helm darf deshalb weder den Bügel noch den Rahmen der Brille berühren.
Sicherheitsstandards und MIPS-System
Täglich verunglücken Radfahrer im Alltag und bei Stadtfahrten. Um erheblichen Kopfverletzungen und den schweren Folgen vorzubeugen, sollte der Fahrradhelm auch bei Erwachsenen selbstverständlich sein. Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland allerdings noch nicht.
Während die Helme früher noch aus einfachen Schutzkappen bestanden, steckt heute ein wahres Sicherheitssystem dahinter. Viele Helme nutzen unter anderem das MIPS-System, bei dem mehrere Materialien und Schutzzonen zusammenwirken. Bei einem Aufprall wird der Kopf also nicht nur vor äußeren Einflüssen geschützt, sondern auch vor einer schweren Gehirnerschütterung. Außerdem befinden sich in jedem Helm Polster für einen angenehmen und besseren Tragekomfort.
Wird ein Fahrradhelm in Deutschland oder der EU verkauft, muss er zahlreiche Normen und Anforderungen erfüllen. Schließlich sollst du als Träger einen Sturz unbeschadet überstehen. Die Materialien müssen außerdem unschädlich und wetterbeständig sein. Der TÜV prüft beispielsweise, wie schnell das Material ermüdet oder ob es falsch brechen könnte. Die Aufkleber im Inneren des Helms verraten dir mehr über die Normen. Neben dem TÜV, GS- oder CE-Siegel ist auch die DIN EN 1078 vermerkt. Hierbei handelt es sich um einen Falltest mit einem Dummy, den der Helm sicher überstehen muss.
Belüftung und Pflege
Natürlich sollst du mit deinem neuen Helm auch im Sommer einen kühlen Kopf bewahren können. Aus diesem Grund muss ein Fahrradhelm für Damen immer mit mehreren Lüftungsöffnungen versehen sein. Die Luft strömt an der Vorderseite ein und tritt im besten Fall an der Rückseite wieder aus. Derart optimierte Luftkanäle haben meist aber nur sportliche Radhelme. Achte darauf, dass die vorderen Öffnungen immer mit einem Netz versehen sind, damit sich keine Fremdkörper oder Insekten während der Fahrt im Helm verfangen.
Wichtig: Nach einem Sturz ist der Helm immer zu tauschen.
Hinsichtlich Pflege und Design ist noch zu erwähnen, dass du den Helm bei der Lagerung keiner direkten Sonnenstrahlung aussetzen sollst.
Spezielle Helme für den Sport
Im Sportbereich sind jedoch spezielle Helme auf dem Fahrrad gefragt. Zum Beispiel mit einem MTB oder beim Downhill brauchst du einen speziellen Fullface-Helm, der weitere Teile vom Gesicht schützt. Die Helme auf dem BMX haben eher einen Urban Look und ganz spezielle Muster.
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