Fahrradhelm Damen Test: Sicherheit, Komfort und Stil im Fokus

Fahrradhelme sind entscheidend für die Sicherheit im Straßenverkehr, da sie bei Unfällen schwere Kopfverletzungen verhindern können. Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Neben der Einhaltung aktueller Sicherheitsnormen spielt auch der passgenaue Sitz eine zentrale Rolle.

Testergebnisse und Empfehlungen

Im Test wurden 14 Helme in der Preisspanne von 15 bis 149 Euro untersucht. Die Tester untersuchten 14 Helme in der Preisspanne von 15 bis 149 Euro in den Kategorien Unfallschutz, Handhabung, Komfort und Schadstoffe.

ADAC Fahrradhelm Test

Laut ADAC legte der Test auch eine Problematik der Schläfenbereichs-Sicherheit offen. Einige Helme schwächelten bei den Stoßdämpfungseigenschaften und wurden abgewertet.

Die Besten im Test

Nur drei der Helme bieten guten Schutz vor KopfverletzungenNur drei Helme bekommen dabei das Gesamturteil »gut«. Der Testsieger im ADAC-Test: Bekannte Marke überzeugt - Gesamtnute „Gut“ mit 2,0. Testsieger ist der »Uvex Urban Planet LED« für 130 Euro (Note 2,0), er bietet auch den besten Unfallschutz.

Uvex Urban Planet LED

Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Der Anschaffungspreis des Urban Planet LED liegt mit 130 Euro im oberen Bereich des Testfeldes. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins. Mit 385 Gramm ist der Uvex kein Leichtgewicht, dafür bietet er an der Rückseite ein aktives Licht mit drei unterschiedlichen Beleuchtungsmodi.Ebenfalls positiv fielen den Testern Reflektorstreifen in den Trageriemen und das Innenfutter auf - es dient gleichzeitig als Insektenschutz. Kleines Manko: Da die Gurtenden der Trageriemen nicht umgenäht sind, kann sich der Verschluss vom Trageriemen lösen.

Alpina Gent MIPS

Die beiden anderen Helme mit der Bewertung »gut« teilen sich den zweiten Platz. Zum einen der »Alpina Gent Mips« für 130 Euro (Note 2,2). Er hat einen abnehmbaren Schirm, Fliegengitter, Reflektoren sowie ein Rücklicht mit Batterie. Bei diesem zweitplatzierten Modell bietet MIPS-Technologie zusätzlichen Schutz bei Stürzen, die Rotationsbewegungen verursachen. Im Test wird die angenehme Passform gelobt.Zum Alpina Gent
  • Nur 300 g leicht
  • Maximale Sichtbarkeit: LED-Beleuchtung hinten
  • Einhändig bedienbarer Verschluss
  • Längenausgleich durch Ratschenverschluss
Klares Testurteil von Redakteurin Nina Dudek: leicht, luftig und sicher. Mit einer Bewertung von 2,6 rangiert er im Mittelfeld unter elf getesteten Helmen.

Limar Torino

Ebenso »gut« ist der Limar Torino für 90 Euro (Note 2,2). Er bietet kein Fliegengitter, aber Schirm, Reflektoren und ein Rücklicht zum Aufladen. Mit 272 Gramm ist er besonders leicht. Den guten Unfallschutz teilt sich der Limar mit dem Alpina.

Preis-Leistungs-Tipp

Gut geschlagen hat sich der günstigste Helm im Test: Mit einer Gesamtnote von 2,6 kann sich der Crivit-Fahrradhelm von Lidl im Vergleichsfeld behaupten. Von insgesamt elf Modellen belegt er einen Platz im Mittelfeld. Sein Preis von gerade einmal 15 Euro ist um den Faktor acht günstiger als beim Testsieger von Uvex und beweist, dass ein Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.Ähnliches Modell von LIDL
  • Gute Passform für breitere Kopfformen
  • Rücklicht mit 3 Modi
  • Stufenlose Einhand-Größenverstellung
  • Moderne Inmold-Bauweise

Tabelle: City- und Urban-Helme im Test

Hersteller/ModellMittlerer Preis in EuroADAC UrteilHandhabung & KomfortUnfallschutzSchadstoffe
Uvex Urban Planet LED1302,01,82,31,0
Alpina Gent MIPS1302,21,92,51,0
Limar Torino902,21,92,51,0
Lazer Codax KinetiCore1652,62,62,71,0
Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht152,61,92,91,9
Giro Fixture Mips II1102,82,52,91,0
Abus HUD-Y1203,02,83,01,0
Decathlon / B´Twin City 540 Bowl153,12,93,11,0
Prophete ECO Urban153,12,441,9
Cube Fleet153,22,642,0
Casco E.Motion 21205,51,95,51,6

Wichtige Aspekte beim Kauf

Wichtig: Der Tragekomfort. Wie gerne ein Helm benutzt wird, hängt auch davon ab, wie komfortabel er sich tragen lässt.

Sichtbarkeit

Immer öfter werden LED-Rücklichter auf der Hinterseite des Fahrradhelms integriert. Einige sind sehr schick und bieten einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn. Hierbei können verbaute Reflektor-Elemente unterstützen, die allerdings nicht immer direkt vom Lichtkegel eines Fahrzeugs angestrahlt werden. Im Test reicht die Ergebnisspanne von "gar nicht vorhanden" bis hin zu Reflektoren inklusive einer aktiven Beleuchtung am Fahrradhelm. Keinerlei Sichtbarkeit im Dunkeln zeigten Lazer, Giro und Cube. Bessere Ergebnisse erzielten dagegen die Helme von Uvex, Limar und Lidl.

Passform und Komfort

Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.Der Helm sollte gerade auf Ihrem Kopf sitzen - also nicht nach hinten oder vorne kippen. Die Riemen sollten direkt unter den Ohren zusammenlaufen und ein "V" bilden. Stellen Sie die Bänder um beide Ohren herum ein, bis Sie einen bequemen Sitz haben. Es sollte gerade so viel Platz sein, dass Ihr Finger zwischen den Riemen und Ihr Kinn passt. Test, ob alles sitzt: Kinnriemen offen lassen und Kopf vorne über beugen.

Material und Sicherheit

Der am weitesten verbreitete Helmtyp, der Mikroschalen-Helm, ist mit einer dünnen Schicht aus Kunststoff überzogen und verfügt über eine glatte Oberfläche. Dies soll das Abgleiten vom Untergrund erleichtern.Die Beschleunigung wirkt so weniger auf das Gehirn des Trägers, kann diesen zuverlässig schützen und zudem die Gefahr von Schädelbrüchen veringern - insbesondere bei Hartschalenhelmen ist dies der Fall.

Pflege und Lebensdauer

Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Denn die Schutzwirkung verliert auch ein in die Jahre gekommener Helm nicht wesentlich. Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie der Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden.

Tragequote und Unfallzahlen

Betrachtet man die steigenden Unfallzahlen in den letzten Jahren, stimmt die Erhebung besonders bedenklich. Nach den aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus dem Jahr 2022 tragen 40,3 Prozent aller Radfahrer und -fahrerinnen einen Fahrradhelm. Denn gerade das Tragen eines Schutzhelms kann bei einem Sturz lebensbedrohliche Kopfverletzungen stark abmildern oder sogar vermeiden.Gerade bei Berufspendlern in innerstädtischen Bereichen, die nicht immer ein Pedelec nutzen, besteht starkes Verbesserungspotential hinsichtlich der Tragequote.

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