Ursachen von Druckstellen auf der Stirn durch Fahrrad- und Reithelme

Druckstellen auf der Stirn nach dem Tragen eines Fahrrad- oder Reithelms sind ein häufiges Problem. Sie können verschiedene Ursachen haben, aber in den meisten Fällen deutet es darauf hin, dass der Helm nicht richtig sitzt.

Mögliche Ursachen für Druckstellen

  • Falsche Größe: Der Helm ist entweder zu klein oder zu eng.
  • Falsche Form: Die Kopfform passt nicht zum Helmtyp.
  • Falsche Einstellung: Die Gurte sind nicht richtig eingestellt.
  • Zu fest angezogen: Der Helm wurde zu fest angezogen.

Der Helm ist zu klein oder zu eng

Wenn Sie den Helm nur mit Mühe aufsetzen können und er an der Stirn drückt, ist er wahrscheinlich zu klein. Auch wenn Ihre Tochter schon nach kurzer Zeit einen roten Abdruck auf der Stirn hat, deutet dies auf einen zu engen Helm hin.

Vom Umfang her müsste es eigentlich passen aber wenn du den Helm nur mit Drücken aufgesetzt bekommst und danach an der Stirn eine Druckstelle selbst wenn es erst nach 1 Stunde Kinderreiten ist , passt er trotzdem nicht.

Die Kopfform passt nicht zum Helmtyp

Die Kopfform kann bei gleichem Umfang sehr unterschiedlich sein. Daher gibt es auch ziemlich viele verschiedene Reithelme. Auch bei Reithelmen gibt es unterschiedliche Formen. Vermutlich braucht sie ein ovaler geschnittenes Modell. Nicht jeder Helm sitzt auf jedem Kopf gleich der Helm sollte sich auf jeden Fall ohne drücken aufsetzen lassen , Druckstellen sollten nicht sein.

Falsche Einstellung der Gurte

Der Helm soll knapp 2 Fingerbreit über den Augenbrauen sitzen und darf sich durch einen Stoß von vorne nicht nach hinten verschieben. Das geht nur, wenn die Gurte asymmetrisch eingestellt sind, der vordere Gurt kürzer, als der hintere. Außerdem muss der Gurtverteiler unterm Ohrläppchen positioniert sein. Der vordere Gurt zeigt fast senkrecht nach unten. Damit der nicht den Kehlkopf berührt, muss der hintere Gurt länger sein. Der Gurtverschluß liegt unterm Unterkiefer an und nicht am Hals.

Was tun bei Druckstellen?

Wenn an der Stirn ein Abdruck entsteht, passt der Helm nicht. Druckstellen sollte man nicht hinnehmen. Ein Helm, der Abdrücke hinterlässt, macht schnell auch fiese Kopfschmerzen.

Ich würde wirklich in ein Reitsportgeschäft gehen und mich beraten lassen und auch unbedingt anprobieren . Der Helm sollte schon wirklich gut sitzen damit er auch sicher ist . Dann passt der Helm nicht. Hat der Helm denn kein Rädchen an dem man was verstellen kann?

Der Reithelm muss vorher anprobiert werden. Fahrt ins Fachgeschäft und lasst euch beraten. Der muss wirklich 100 Prozent sitzen. Gerade wenn nicht auf Sand geritten wird ist die Verletzungsgefahr viel zu hoch.

Die richtige Passform ist entscheidend

Unabdingbar für die Schutzwirkung eines Helmes sind Passform und Sitz. Der Helm darf weder zu klein sein und damit zu hoch sitzen, noch zu groß und damit wackeln. Ein zu großer Helm führt zum gängigsten Problem: Er rutscht nach hinten.

Moderne Helme bestehen innen aus einem Energie absorbierenden Hartschaum EPS (Expandiertes Polystyrol) und aus Polycarbonat als robuste, stoßfeste Außenhülle. Als Technologien kommen Inmould-, Hybrid- oder Hardshell-Verfahren zum Einsatz, wobei die Stabilität (und oft auch das Gewicht) in der Reihenfolge der Aufzählung zunimmt. Dabei geht es um die Verbindung des absorbierenden EPS mit der Außenhülle.

Fahrradhelm-Typen

Es gibt für jeden Radsport den passenden Fahrradhelm. Die Helme unterscheiden sich im Gewicht und der Stabilität, dem Grad der Kopfumfassung, der radtypenbedingten Körperhaltung und kleineren Details.

  • Rennradhelm: Nach hinten darf der Rennradhelm spitz zulaufen. Das soll die Aerodynamik fördern.
  • MTB-Helm: Auf dem MTB sitzt man meist aufrechter. Häufig haben MTB-Helme einen Visor, der die Augen beschattet und Wassereintritt zwischen Brille und Gesicht verhindern soll.
  • Urban/City Helm: Für mehr Coolness und Chic. Die Farben sind meist gedeckter. Manche City Helme erinnern an alte Vespa Helme.
  • BMX Helme: sind meistens Schalenhelme mit hoher Robustheit, so dass sie leichte Schläge verkraften und nicht gleich ausgetauscht werden müssen.
  • Downhill Helme: sind auf alle Fälle sehr speziell und umfassen den Kopf komplett, wie ein Motorradhelm. Zudem haben sie einen speziellen Genickschutz.

Alternativen

Seit einiger Zeit gibt es Helm- Alternativen, die aber als Schutzmaßnahmen nach der StVO zugelassen sind. Klassisches Beispiel ist der Helm-Airbag. Er wird wie ein Schal um den Hals gelegt und mit einem Reißverschluss gesichert. Wie ein Airbag im Auto befüllt er sich innerhalb von Mikrosekunden und legt eine Luftschutzhülle um Kopf und Genick. Der Vorteil: Er ist quasi nicht sichtbar bzw. als Helm zu erkennen, schützt den Kopf aber rundum. Der Basecap-Helm soll wie eine Kappe auf dem Kopf sitzen - und zwar fester als Hartschaumhelme. Auch soll er dreimal so viele Stöße absorbieren können wie ein Standardhelm. Helmmützen sind dagegen Designelemente und haben nichts mit der Helmsicherheit zu tun.

Die Bedeutung des Helmtragens

Fahrradhelme retten Leben - trotzdem cruisen drei von vier Radfahrern und Radfahrerinnen ohne Schutz durch die Gegend. Studien belegen, dass der Fahrradhelm das Risiko einer schweren Kopfverletzung um bis zu 75 Prozent reduziert. Mehr als die Hälfte aller Opfer von Verkehrsunfällen werden am Kopf verletzt: Ohne Helm erleiden drei von vier betroffenen Personen ein Schädel-Hirn-Trauma.

Die zunehmende Globalisierung der Internetverkäufe führt zu einer erhöhten Umgehung oder Missachtung dieser Norm.

Damit Fahrradhelme auf dem deutschen Markt verkauft werden dürfen, müssen sie nach der Europäischen Prüfnorm DIN EN 1078 geprüft und zertifiziert sein.

Statistik der Fahrradunfälle in Deutschland

Die Anzahl der Fahrradunfälle in Deutschland ist unverändert hoch. Im Jahr 2016 waren laut dem Statistischen Bundesamt knapp 88.000 Radfahrer an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt. Mit dem e-Bike-Boom ist die Zahl der Unfälle weiter gestiegen. Manche Unfälle führen dabei zu irreversiblen Schäden. Vor allem Kopfverletzungen sind besonders kritisch.

Gleichzeitig meldet das Bundesamt für Straßenwesen, dass nur etwa 18 % der Radfahrer einen Helm tragen. Für diesen niedrigen Wert sind die Erwachsenen zuständig.

Das Gute: Das Tragen eines Helms ist eine Erziehungs- und Gewohnheitssache, d. h. wer als Kind an den Helm gewöhnt wird, trägt ihn auch später ganz selbstverständlich.

Zwar sind Helme eher für Unfälle ohne Fremdeinwirkung konzipiert (im Normtest geht man von einer Geschwindigkeit von 20 km/h aus), doch sie können auch im „Konflikt“ mit Autos den Unterschied zwischen reparablen und irreparablen Schäden machen.

Helmpflicht

Weil es mit der Freiwilligkeit nicht so richtig klappt, spricht sich der leidenschaftliche Neurologe für eine Helmpflicht aus. Die aktuelle Debatte um das Für und Wider erinnert ihn an die aus heutiger Sicht absurde Diskussion um die Gurtpflicht in PKW: Die wurde 1976 eingeführt - und da ständig gegen sie verstoßen wurde, ab 1984 mit Bußgeldern in Höhe von 40 D-Mark durchgesetzt.

Weitere Tipps

  • Nutzen Sie die Beratungsleistung des Fachhandels.
  • Helmmodelle gibt es in unterschiedlichen Größen, gemessen wird wie bei Hutgrößen mit einem Band um den Kopf etwas oberhalb der Augenbrauen.
  • Vor allem bei Discounterhelmen gibt es meist Doppelgrößen (S/M und L/XL).
  • Der Helm sollte waagrecht auf dem Kopf, etwa ein Fingerbreit über den Augenbrauen sitzen. Nur so schützt er die beiden gefährdetsten Stellen Stirn und Hinterkopf.
  • Als Grundtest kann man den Kopf nach vorne beugen. Der Helm sollte auch ohne Riemen nicht vom Kopf rutschen.

Hinweis für Brillenträger

Da ich öfters im Sommer gut 7km gegen die Sonne am Horizont radle, ist mir ein grosses Dächlein vorne am Helm wichtig, da selbst eine gute Sonnenbrille in diesem Fall keine Linderung herbeiführt. Ich achte auch darauf, dass ich das Dächlein verstellbar ist und somit aus meinem Sichtfeld hochstellen kann.

Weitere Sicherheitsmerkmale

Da ich auch im Sommer mit Helm unterwegs bin, achte ich mich auf grosse Belüftungschlitze und ein Mückennetz wäre auch optimal. Ausserdem achte ich mich auch auf das CE-Zeichen und die EN 1078 Beschriftung (Prüfnorm).

Tabelle: Fahrradhelm-Typen und ihre Eigenschaften

Helmtyp Eigenschaften Geeignet für
Rennradhelm Aerodynamisch, viele Belüftungsöffnungen Rennradfahren
MTB-Helm Visor, große Belüftungsöffnungen Mountainbiken
Urban/City Helm Cooles Design, weniger Belüftungsöffnungen Stadtfahrten
BMX Helm Robust, Schalenhelm BMX
Downhill Helm Umfasst den Kopf komplett, Genickschutz Downhill

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