Fahrradhelm Felix der Hase Test: Sicherheit und Komfort für kleine Radfahrer

Viele Kinder empfinden Fahrradhelme längst nicht mehr als lästige Pflicht, sondern tragen sie mit Begeisterung - und oft auch Stolz. Speziell für Kinder hat der deutsche Hersteller KED den Fahrradhelm Meggy Originals entwickelt. Es gibt ihn in einer Vielzahl an Designs, die den kleinen Radfahrern Spaß machen, da sie mit beliebten Kinderbuch- und Zeichentrickfiguren wie etwa Biene Maja, Spongebob oder den Figuren von Janosch verziert sind. Der Hersteller legt dabei auf die Originalmotive wert, woher dieses Modell auch seinen Namen hat.

Warum ein Fahrradhelm für Kinder wichtig ist

Sollte es doch einmal zu einem Sturz kommen, dann wirken unglaublich große Kräfte auf den Körper ein. Leider ist der Kopf hier das zentrale Problem, denn fast immer schlägt dieser auf dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand auf. Wenn der Helm richtig passt, kann man diese Krafteinwirkung zumindest reduzieren.

Was man trotz kontroverser Studien guten Gewissens behaupten kann: Jeder Helm ist besser als »oben ohne« zu fahren. Selbst ein durchwachsen bewertetes Modell kann die Verletzungsgefahr verringern.

Statistiken und Studien

Der Neurochirurg Frank Thomas Möllmann und seine Kollegen vom Universitätsklinikum Münster nahmen 2004 die Gründe für Fahrradunfälle und häufige Verletzungen unter die Lupe. Dabei untersuchten sie mehr als 300 Patienten, die sich beim Radeln Hirnverletzungen zugezogen hatten. Fast alle, nämlich 90 Prozent, hatten keinen Helm getragen.

Die Grundlagenstudie der Länder Baden-Württemberg und Thüringen von 2017 ergab hingegen, dass ein Helm das Verletzungsrisiko zwischen 50 und 70 Prozent senkt und nachweisbar die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas mindern kann - der häufigsten schweren Radel-Verletzung überhaupt.

Eine weitere Studie der Unfallforschung der Versicherer, des Instituts für Rechtsmedizin München sowie des Universitätsklinikums Münster untersuchte 2012 und 2013 außerdem 543 Unfälle mit Radlern. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme nachweislich die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen verhindern oder abmildern können.

Wie man die richtige Helmgröße ermittelt

Ich brauche passende Fahrradhelme und stehe immer wieder vor der Frage „Wie ermittel ich eigentlich die richtige Helmgröße?“. Auf der Seite fahrradhelm-ratgeber.de habe ich die Antwort gefunden. Tatsächlich muss man nur den Kopfumfang mit Hilfe eines Maßbands messen und dann die entsprechende Größe kaufen. Wer Fahrradhelme für Kinder online bestellt kann die Größen einfach auswählen.

Meist sind es Einheiten wie „49 bis 53“, da man die Helme auf der Rückseite dann noch perfekt dem Kopf anpassen kann. Der Helm sollte keinesfalls zu locker sitzen, aber auch nicht unangenehm drücken. Er sollte fest auf dem Kopf der Kinder sitzen. Das alles bringt aber nichts, wenn nicht auch der Verschlussriemen fest sitzt. Dieser sollte ebenfalls nicht zu lose oder zu stark verschlossen sein.

Deshalb greifen Sie bitte als erstes zum Maßband. Setzen Sie es etwa eineinhalb Zentimeter über den Augenbrauen Ihres Mini-Lance Armstrong an und legen Sie es dann schräg um den Schädel, sodass das Band am Hinterkopf etwas unterhalb der Höhe des Stirn-Ausgangspunktes zusammenkommt.

Feinabstimmung des Helms

Nun geht es an den Feinschliff: Laut Stiftung Warentest ist darauf zu achten, dass die Helmschale weder zu weit noch zu eng ist. Rütteln Sie ruhig etwas am Kopf Ihres Kindes. Dabei darf der Helm auch mit geöffnetem Verschluss nicht verrutschen. Passiert das, kann man den Sitz des Helms mit einer Stellschraube fester stellen.

Anschließend schließt man das Kinnband. Auch das sollte gut sitzen, aber nicht drücken, sonst fliegt der Helm im Fall eines Falles vom Kinderkopf. Stirn und Schläfen müssen vom Kinderfahrradhelm geschützt werden, da sie das größte Verletzungsrisiko aufweisen. Dafür muss der Fahrradhelm waagrecht sitzen.

Wichtige Eigenschaften von Kinderfahrradhelmen

Weiche Polster sind idealerweise überall dort angebracht, wo der Kinderkopf die Schale berührt. Fehlt diese Dämmung, kann es schmerzhaft werden. Deshalb macht es Sinn, dass die Kleinen den Helm vor dem Kauf eine Viertelstunde Probe tragen. Denn ein drückendes Ding setzen Kids garantiert nicht mehr auf. Wo sich die Gurtbänder optimalerweise treffen?

Damit aktive Mädchen und Jungs im Sommer nicht vor Hitze vom Rad kippen, sind breite Belüftungsschlitze notwendig, die unbedingt mit einem Insektenschutznetz versehen sind. Nur so treibt eine Wespe kleine Radler nicht in den Totalschaden. Wichtig ist vor allem bei älteren Kids außerdem, dass sie ihren Helm problemlos selbst an- oder ausziehen können - und vor allem auch, dass sie ihn hübsch finden.

Die Stiftung Warentest hat im April 2022 insgesamt 18 Fahrradhelme für Kinder getestet und bewertete den Pico Flash dabei mit der Gesamtnote 2,4 (»gut«). Mit 1,0 besonders gut bewertet wurden die niedrigen Schadstoffwerte des Fahrradhelms. Die Stiftung Warentest bemängelte allerdings das Fehlen von Reflektoren. Wir haben dies wegen der hervorragenden Beleuchtung nicht negativ in unser Testergebnis einfließen lassen.

Weitere empfehlenswerte Kinderhelme

Der Kinderhelm Cratoni Akino hat im ADAC-Test am besten abgeschnitten. Den Helm gibt es natürlich auch in anderen Designs, die Mädchen vielleicht eher ansprechen. Die Kinderhelme von Limar haben ebenfalls sehr gut beim ADAC-Test abgeschnitten. Auch die Bewertungen auf Amazon sind eindeutig sehr positiv. Die hübschen Designs finden sicher den richtigen Kopf. Je nach Helm ist die Rückseite flach designt um auch im Kindersitz nicht zu stören.

  • Alpina Carapax JR Flash: Hat beim Kinderhelm-Test vom ADAC an vierter Stelle eines der besten Ergebnisse erzielt.
  • KED MEGGY Reptile: Wir haben uns damals aufgrund der super Bewertung und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis für dieses Modell entschieden.
  • Little Nutty von Nutcase: Gibt es in vielen tollen Designs und schneidet beim ADAC-Test bei den Helmen für Kleinkiner am besten ab.

Sicherheitsmerkmale und Technologien

Um sowohl Sicherheit als auch Tragekomfort zu gewährleisten, hat KED zwei innovative Verstellsysteme entwickelt, mit welchen sich die Passform des Kinderhelms optimal anpassen lassen soll. Zum einen lassen sich mit dem QuickStopp-Drehknopf die Gurte - auch nachdem der Helm aufgesetzt wurde - exakt in der Länge einstellen. Zum anderen besitzt dieses Modell mit QuickSafe ein Verstellsystem, mit welchem sich der Kopfring laut Hersteller optimal auf den Umfang des Kopfes anpassen lässt.

Durch ein zwischen der Außenschale und dem Innenteil integriertes Insektennetz wird einem Eindringen von Bienen, Käfern und Co. in den Helm vorgebeugt. Dank einer ausreichenden Entfernung vom Kopf werden dabei auch mögliche Insektenstiche verhindert. Zum QuickSafe-System gehören auch aktiv leuchtende LED-Blinklichter am hinteren Teil des Helms, welche zusätzlich zu Rückstrahlern eine gute Sichtbarkeit bei Dunkelheit garantieren sollen.

Im Gegensatz zur der oft von verschiedenen Herstellern verwendeten Inmold-Verbundbauweise zur Fertigung der Helmschale setzt KED auf seine eigene MaxShell-Technologie. Hierbei wird die Außenschale mit dem Innenteil aus expandiertem Polystyrol (EPS) unlösbar kaltverschweißt und durch eine Zweikomponenten-Verbundmatrix zwischen Außen- und Innenschale verstärkt. Dadurch soll die Helmschale deutlich elastischer werden und kann Stöße wesentlich besser absorbieren, was im Falle eines Sturzes die Sicherheit erhöht.

Was nach einem Sturz zu tun ist

Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Dann muss sich Ihr Kind nach einem Sturz sofort von seinem Helm verabschieden - auch dann, wenn die Kopfbedeckung äußerlich noch top aussieht. Im Inneren kann sie nämlich durchaus beschädigt sein. Deshalb sollte man besser auch keine gebrauchten Produkte kaufen. Werfen Sie beim Kauf auch einen Blick auf das Produktionsdatum in der Helm­schale: je neuer, umso besser, denn Material verschleißt.

Wie lange ein Helm einsatzbereit ist

Wie lange Helme generell einsatzbereit sind, hängt vom Gebrauch ab. Spätestens nach fünf Jahren würden ihn viele Experten aber aus Sicherheitsgründen austauschen. Achten Sie bitte auch auf das CE-Kennzeichen, das die Einhaltung der deutschen Sicherheitsnormen garantiert.

Fazit

Die Wahl des richtigen Fahrradhelms für Kinder ist entscheidend für deren Sicherheit. Achten Sie auf die richtige Größe, Passform und Sicherheitsmerkmale. Modelle wie der KED Meggy Originals, Alpina Pico Flash und andere im ADAC-Test gut bewertete Helme bieten eine gute Grundlage für eine sichere Fahrt.

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