Fahrradhelm Herren KX 1010 Test: Sicherheit und Komfort im Fokus

Der Fahrradhelm schützt Ihren Kopf vor Verletzungen. Denn die Fakten sprechen dafür, dass der Helm Leben rettet. Der Fahrradhelm mag im Vergleich mit anderen Kopfbedeckungen etwas langweilig oder sogar spießig ausfallen, trotzdem sollten Sie nicht darauf verzichten. Kopfverletzungen gibt es auch, wenn ein Fahrradhelm getragen wird.

Aber die Verletzungen fallen dann im Vergleich weniger schwer aus, und der Fahrradhelm verhindert in einem großen Umfang bleibende Schäden. Und dabei ist es ganz egal, ob Sie nur mal eben zum Einkaufen fahren, mit den Kindern eine längere Fahrradreise unternehmen oder sportlich mit dem Rad auf der Straße unterwegs sind. Ob spezieller Helm für das E-Bike, BMX-Helm oder Rennrad-Helm: Ohne Fahrradhelm ist zwar erlaubt, aber laut Test und einschlägigen Studien keine gute Idee.

Die Ergebnisse werden veröffentlicht und sind im Internet frei zugänglich - ebenso wie der regelmäßige Fahrradhelm Test von ADFC und anderen. Wir haben die Fahrradhelme natürlich nicht persönlich einem Test unterzogen. Das können andere besser. Denn für einen ausführlichen Test braucht man technisches Gerät, eine Laboreinrichtung, Fahrzeuge und Dummies. Das ist viel Material zum Lesen.

Aufbau und Funktion eines Fahrradhelms

Der Fahrradhelm besteht aus zwei Schalen: Innen befindet sich eine weiche Schale aus Styropor, außen ist eine Schale aus hartem Kunststoff aufgeklebt. Die beiden Schalke sind nötig, um den Kopf wirklich vollständig zu schützen. Während die harte Außenschale durchschlagfest ist und spitze Gegenstände vom Kopf fern hält, soll die weiche Innenschale im Falle eines Sturzes die Kräfte, die außen auf den Fahrradhelm einwirken, abfangen und ableiten.

Ein Fahrradhelm kann, das haben zahlreiche Tests in Labors wie auch unter realen Bedingungen im Straßenverkehr ergeben, Kopfverletzungen bei einem Sturz nicht komplett verhindern. Aber der Fahrradhelm kann die Schwere der Verletzungen beeinflussen. So wird aus einem Schädelbruch mal eine einfache Gehirnerschütterung, aus der großen, offenen Platzwunde mit gesplittertem Knochen eine Beule.

Lüftungsschlitze in der Außenschale sorgen dafür, dass Ihr Kopf im Helm nicht zu heiß wird. Bei BMX-Helmen sind wenige Luftlöcher auf der Oberseite angebracht, seitliche Schlitze fehlen ganz. Beim Rennradhelm sind die Lüftungsschlitze seitlich neben dem Visier eingearbeitet. Der Fahrradhelm verfügt über ein verstellbares Gurtsystem, das den Helm fest auf Ihrem Kopf hält.

Am Hinterkopf ist zwischen den Gurten ein kleines Rädchen angebracht, dass als Verstellschraube fungiert: Hier passen Sie den Kopfring an. Die verschiedenen Gurtsysteme der einzelnen Hersteller unterscheiden sich im Vergleich nicht voneinander, wenn es um die Sicherheit geht. Lediglich die Bedienung der Verschlüsse und unterschiedlich großen Polsterungen sowie des Verstellrädchens am Hinterkopf ist ein wenig unterschiedlich.

Hartschalen- vs. Weichschalenhelme

Beim Fahrradhelm wird zwar de facto im Verkauf zwischen vielen verschiedenen Bauarten unterschieden, aber der größte Unterschied besteht zwischen Hartschalenhelmen und Weichschalenhelmen. Weichschalenhelme sieht man eher selten, die meisten Fahrradhelme sind heute Hartschalenhelme: Sie bestehen aus einer dicken Lage Schaumstoff, der nach innen zum Kopf hin mit Polstern versehen ist. Außen ist eine mehr oder weniger dicke Lage Hartkunststoff aufgebracht und verklebt.

Beim Weichschalenhelm gibt es nur den Schaumstoff mit den den Polstern innen, der Hartkunststoff außen fehlt. Der Weichschalenhelm ist nur schwer zu reinigen, und er ist nicht so sicher wie der Hartschalenhelm. Der Hartschalenhelm ist schwerer und kostenintensiver, die Schutzwirkung ist jedoch ungleich größer. Und der fAhrradhelm mit Hartschale lässt sich besser reinigen.

Die glatten und harten Oberflächen sind pflegeleicht und gleiten optimal am Boden ab, so dass sie im Vergleich zum Weichschalenhelm nicht nur höhere Sicherheit bieten, sondern auch weniger Verschmutzungen einsammeln. Fahrradhelme mit Hartschale haben laut Test eine gute Schutzwirkung, lassen sich leicht einstellen und sind passgenau. Die vielen verschiedenen Modelle auf dem Markt sprechen jeden Geschmack an.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Damit der Fahrradhelm seine Aufgabe erfüllen kann, muss er sicher sein. Er muss sich leicht und vor allem genau an die Kopfform des Trägers oder der Trägerin anpassen lassen. Die verwendeten Materialien müssen sicher miteinander verbunden sein, und der Helm muss einfach zu bedienen sein. Der Komfort muss auch stimmen. Der Helm muss komfortabel sitzen und viel Luft an den Kopf lassen.

Und in dieser Hinsicht ist auch noch das Design wichtig. Nicht nur Stiftung Warentest muss für den Fahrradhelm Test Kriterien für den Vergleich festlegen, sondern Sie müssen sich vo dem Kauf auch darüber klar werden. Was ist Ihnen besonders wichtig? Welche Features muss ein Fahrradhelm mitbringen, und wie soll ein Vergleich zwischen den verschiedenen Helmen für Sie aussehen? Sie können nicht jeden Fahrradhelm im Handel einem Test unterziehen.

Und Sie können nicht jeden Test online lesen. Achten Sie darauf, welche Art von Fahrradhelm Sie vor sich haben. Hartschale oder Weichschale? Welche Sicherheitsnormen erfüllt der Fahrradhelm? Die Anforderungen sind in EU-Normen festgelegt, die der Hersteller im jeweiligen Fall auch angibt. Welches Gurtsystem ist verbaut - verstehen Sie es auf Anhieb? Ist der Helm in der In-Mold-Technik gefertigt, oder sind die beiden Schalen nur miteinander verklebt?

Passt Ihnen die Form des Helms, oder haben Sie Einwände gegen das Design? Hat der Hersteller farbliche Gestaltungen im Programm, die Sie im Alltag auch wirklich tragen, so dass Ihnen der Helm niemals peinlich ist? Gibt der Hersteller keinen Test an, können Sie davon ausgehen, dass der Fahrradhelm nicht im guten oder besseren Bereich beurteilt wurde. Oder er wurde aus unbekannten Gründen nicht getestet. Sie achten also bei einem Vergleich im Grunde genommen auf zwei Punkte: auf die Sicherheit und auf das Design.

Probleme beim Online-Kauf und wie man sie umgeht

In letzter Zeit wird zunehmend im Internet gekauft, man verlässt sich da gerne auf die angaben von Herstellern, Händlern und Rezensenten. Der Fahrradhelm ist da keine Ausnahme. Damit Sie wissen, mit welchen Problemen Sie beim Kauf rechnen müssen und wie Sie die womöglich umgehen können, haben wir die Rezensionen der einschlägigen Portale im Netz für Sie gelesen. Der Helm passt nicht.

Die vom Hersteller angegebene Größe (so denn überhaupt eine Größe dabei steht), ist immer nur ein grober Wert. Die Feinanpassung muss natürlich über das Verstellsystem und die Gurte erfolgen. Dass diese Einstellungen nicht ganz einfach sind, Geduld und Fingerfertigkeit erfordern, ist der zweite Kritikpunkt. Probieren Sie vor dem Kauf im Internet ein paar Helme im lokalen Fachhandel an.

Fragen Sie Freunde, ob Sie deren Fahrradhelm zum Test mal aufsetzen dürfen. So erhalten Sie eine Idee, wie die Größen ungefähr beschaffen sind, welche Probleme bei der Bedienung des Gurtsystems auf Sie zukommen, und ob Sie mit dem System eines bestimmten Herstellers überhaupt klarkommen. Ob und wo Sie den getesteten Helm dann kaufen, bleibt Ihnen überlassen.

Ein häufig geäußerter Kritikpunkt betrifft den Tragekomfort: Der Fahrradhelm sitzt nicht angenehm, die Polster passen nicht richtig. Das kann ein Problem mit der falschen Größe sein, kann aber auch an der Einstellung oder an einer unpassenden Polsterung liegen. Die Polster können bei den meisten Helmen gegen dickere oder dünnere Polster ausgetauscht werden, die Einstelligen nimmt man selbst vor. Das ist also kein Herstellerfehler und nichts, was Sie vor dem Kauf vermeiden könnten.

Das gleiche Thema, eine andere Beschwerde: Es wird zu heiß unter dem Helm. Dass die Luft nicht völlig frei zirkuliert, sollte klar sein. Ein Helm umschließt eben den Kopf und liegt auf, das wird manchmal warm. Die Hersteller geben an, wie das Belüftungssystem funktioniert.

Mangelnde Qualität und Design

Im Themenbereich mangelnde Qualität: Die Gurte und Riemen reißen oder lösen sich auf. Das passiert in der Tat bisweilen. Denn das Gurtsystem des Fahrradhelms ist aus Kunstfasern gefertigt. Sind diese Fasern schwankender Luftfeuchtigkeit und wechselnden oder gar extremen Temperaturen ausgesetzt, lösen sie sich langsam auf, die Gurte reißen.

Das ist normal. Es sollte allerdings nicht innerhalb eines Jahres nach dem Kauf passieren, wenn man den Helm nicht gerade bei einer Sahara-Durchquerung trägt. Gehen die Gurte beim dritten Einsatz schon flöten, hat der Fahrradhelm eindeutig einen Qualitätsmangel.

Der letzte Kritikpunkt, den wir besonders häufig gelesen haben, betrifft das Design. Die Farben auf der Außenschale verblassen, der Helm nimmt Farben von seiner Umgebung auf, ist besonders kratzempfindlich. Das ist alles normal und liegt daran, wie die Oberfläche des Helms eingefärbt beziehungsweise mit Klebefolien beschichtet ist. Optisch ärgerlich, aber ein Sicherheitsmangel ist das nicht. Manche Hersteller geben immerhin an, wie genau die Oberfläche gestaltet ist.

Internet vs. Fachhandel

Von Experten wird immer wieder betont, dass Sie Ihren Fahrradhelm auf keinen Fall ohne Anprobieren und fachliche Beratung kaufen sollten. Dem stimmen wir bedingungslos zu. Allerdings bedeutet das nicht, dass Sie Ihren Helm unbedingt beim Fachhändler vor Ort erwerben müssen. Dort holen Sie sich Ihre Beratung, und dort probieren Sie schon einmal ein paar Modelle aus. Viel ist meist ohnehin nicht vorrätig. Die Auswahl ist im Internet größer. Die Auswahl an Modellen, Designs, Farben und Herstellern ist größer, die Preise stimmen, die Lieferung erfolgt prompt. Sollte der Helm auch nach sorgfältiger Einstellung nicht passen, kann er zurückgeschickt werden.

Der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 im Detail

Das Fahrradhelm Modell KX-1010 von Krafthelme ist der neue Standard für Outdoor-Sportler, die einen hohen Anspruch an Sicherheit haben. Nicht nur das Design stimmt, auch die Komfortpolsterung ist ummantelt mit einer widerstandsfähigen Kunststoffschale. Das verbundene Größenanpasssystem sorgt für eine sichere Positionierung des Helms auf jedem Kopf.

Für nächtliche Fahrten bietet die integrierte LED-Lampe ein sicheres Signal mit 3 verschiedenen Modi. Die Lieferung erfolgt prompt nach der Bestellung mit dem Express-Versand des Herstellers. In der Regel ist der Fahrradhelm als direkt beim Kunden und kann direkt verwendet werden. Der Helm ist solide verpackt und kommt sicher bei uns an. Den Fahrradhelm KX-1010 von Krafthelme können wir jedoch problemlos aus seiner Verpackung entnehmen und direkt überprüfen. Von der Qualität her macht das Modell einen guten, soliden Eindruck auf uns.

Der Hersteller Krafthelme stellt jedoch nicht nur hochwertiges Fahrradhelme her. ER stellt seinen Kunden darüber hinaus ein 30-tägiges Rückgaberecht in Aussicht. Wir kontrollieren den Fahrradhelm zunächst genau, bevor wir eine Testfahrt unternehmen. Der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 besitzt eine modern konzipierte Hartschalle, die aus widerstandsfähigem Kunststoff gefertigt ist.

Das Modell soll demnach den Kopf bei Stürzen und Unfällen optimal sichern. Damit das Tragen des Helms auch auf längeren Strecken nicht unangenehm ist, besitzt das Helmmodell außerdem eine Komfortpolsterung. In Sachen Sicherheit geht die Marke noch einen Schritt weiter. Der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 besitzt eine LED-Lampe, die am hinteren Helmbereich befestigt ist.

Je nach Bedarf kann der Radfahrer zwischen drei verschiedenen Licht-Modi wählen, um im Straßenverkehr und bei Dunkelheit besser gesehen zu werden. Zusätzlich kommt der Helm mit einem sinnvollen Gurt, der optimale Sicherheit bietet. Damit der Helm nicht nur fest sitzt, sondern auch zum Kopf passt, lässt sich der Helm dank Größenverstellungsrad individuell anpassen.

Der Helm sitzt anschließend hervorragend, rutscht selbst bei holpriger Fahrt nicht und sorgt rundum für Sicherheit. Das abnehmbare Visier rundet den Helm ab und schützt ideal den Augenbereich. Jeder Kopf ist individuell. Deshalb ist das Anpassen des Fahrradhelms vor jeder Radtour unerlässlich. Als Anhaltspunkt für die richtige Größenauswahl ist der Kopfumfang bis einen Finger breit über den Augenbrauen zu messen.

Der Kopfgrößenbereich (Kopfumfang) wird für Helme in Zentimeter angegeben. Je nach Kopfgröße kommt somit ein kleiner, mittlerer oder großer Helm infrage. Die meisten Unternehmen staffeln ihre Helme in S (50 bis 54 cm), M (55 bis 57 cm) sowie L (59 bis 61 cm). Trotz der Größenangaben ist es immer wichtig, den Helm vor der Fahrt zu kontrollieren und sinnvoll anzupassen.

Natürlich unternehmen wir eine Fahrradtour, um den Komfort und die Sicherheit des Krafthelme Fahrradhelms KX-1010 bestens beurteilen zu können. Der Helm lässt sich in unserem Test einfach und binnen wenigen Handgriffen am Kopf befestigen sowie anpassen. Das gefällt uns, da wir keine große Mühe oder Einstellungen in Kauf nehmen müssen. Während der Fahrt drückt der Helm nicht und ist insgesamt kaum spürbar.

Das ist der Polsterung zu verdanken, die maximal dämpft und verschiedene Vibrationen ideal verhindert. Sowohl auf ruhigem Asphalt als auch auf holprigen Sandwegen liefert der Helm ein angenehmes und sicheres Gefühl. Wir provozieren bei unserem Test natürlich keinen gefährlichen Unfall oder Sturz. In einer Pause lassen wir den Helm jedoch unsanft mehrere Male auf Asphalt, Sand und eine Parkbank fallen.

Der Helm macht interessanterweise jeden Sturz mit. Dabei beobachten wir, dass er keinen Schaden nimmt - weder Dellen noch Kratzer sind erkennbar. Krafthelme ist ein Unternehmen, das zur KU Europe GmbH gehört. Das Erfolgsunternehmen aus Mülheim an der Ruhr stellt verschiedene Produkte im Bereich Lifestyle, Kosmetik und Wellness her. Dabei ist der Marke neben hochwertiger Qualität auch einfache Handhabung und Kundenzufriedenheit wichtig. Die Produkte sind stets „Made in Germany“ und in allen Bereichen ausgiebig getestet.

Das Angebot von Krafthelme umfasst sowohl Helme für Erwachsene als auch für Kinder. Fahrradhelme sind meistens eng dem Kopf und Haaren verbunden. Daher ist eine regelmäßige Reinigung unerlässlich. Für die Innenausstattung, Komfortpolsterungen und auch Gurtbänder empfehlen wir ausschließlich Handwäsche. Die Trocknung erfolgt im Anschluss idealerweise bei Raumtemperatur an einem trockenen Ort. Wenn der Helm trocken ist, kann er direkt wieder zum Einsatz kommen. Eine Reinigung ist bei häufiger Anwendung am besten einmal in der Woche empfehlenswert.

Interessant: Der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 bietet nicht nur sinnvolle Belüftungsschlitze für gute Luftzirkulation. Obwohl uns der Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 überzeugt, ist er derzeit für Erwachsene nur in einer Farbe erhältlich. Wer mehr Auswahl genießen möchte, schaut sich die Helme von Meteor an, die Fahrradhelme in bunter Vielfalt anbieten. Soll der Fahrradhelm zusätzlich ein praktisches Visier liefern, sind die Radhelme von FUNWICT bestens geeignet.

Insgesamt sind wir als Testteam mit dem Krafthelme Fahrradhelm KX-1010 sehr zufrieden und können ihn jedem anspruchsvollen Radfahrer empfehlen. Die hohe Qualität der Materialien und die sorgfältige Verarbeitung sorgen dafür, dass der Helm lange hält und bei Stürzen zuverlässigen Schutz bietet. Die Belüftungskanäle und die Komfortpolsterung tragen bei Verwendung zu einem angenehmen Tragegefühl bei. Das ist uns sowohl bei kürzeren als auch bei längeren Fahrten aufgefallen. Der Helm macht jede Radtour zum Vergnügen, da er so gut wie gar nicht zu spüren ist.

Ein kleiner Nachteil des KX-1010 ist uns jedoch nicht entgangen: Der Fahrradhelm ist für Erwachsene aktuell nur in einer Farbe erhältlich. Dies könnte für manche Kunden ein Problem darstellen, die mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Farbgebung wünschen.

ADAC und Stiftung Warentest Ergebnisse

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Mit Ausnahme des Testverlierers erzielten alle Produkte erfreulicherweise eine ausreichende Schutzwirkung bei einem Stoß gegen den Fahrradhelm. Den besten Unfallschutz im Vergleich bot der Testsieger von Uvex.

Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins. Der Anschaffungspreis des Urban Planet LED liegt mit 130 Euro im oberen Bereich des Testfeldes. Mit 385 Gramm ist der Uvex kein Leichtgewicht, dafür bietet er an der Rückseite ein aktives Licht mit drei unterschiedlichen Beleuchtungsmodi.Ebenfalls positiv fielen den Testern Reflektorstreifen in den Trageriemen und das Innenfutter auf - es dient gleichzeitig als Insektenschutz.

Gut geschlagen hat sich der günstigste Helm im Test: Mit einer Gesamtnote von 2,6 kann sich der Crivit-Fahrradhelm von Lidl im Vergleichsfeld behaupten. Von insgesamt elf Modellen belegt er einen Platz im Mittelfeld. Sein Preis von gerade einmal 15 Euro ist um den Faktor acht günstiger als beim Testsieger von Uvex und beweist, dass ein Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.

In einigen Testkategorien zeigt sich, dass die Hersteller von Fahrradhelmen noch großen Nachholbedarf haben. So zum Beispiel bei der Abstreifsicherheit der Helme. Hier wurde im Fahrradhelm-Test zusätzlich zur Normprüfung nach vorne auch die Möglichkeit des Abstreifens nach hinten geprüft. Hierbei wird gemäß der DIN-Norm EN 1078 versucht, den Helm von hinten nach vorne vom Testkopf abzuziehen.

Wichtig: Der Tragekomfort Wie gerne ein Helm benutzt wird, hängt auch davon ab, wie komfortabel er sich tragen lässt. Hier punkten Uvex und Casco mit einem Netz an der Helminnenseite. In Kombination mit einem höhenverstellbaren Gurtband, das sich leicht und einfach bedienen lässt, ist in Sachen Komfort so bereits die halbe Miete erreicht. Drücken sollte ein Fahrradhelm beim Tragen allerdings nicht. So geschehen beim Helm von Decathlon.

Immer öfter werden LED-Rücklichter auf der Hinterseite des Fahrradhelms integriert. Einige sind sehr schick und bieten einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn. Positiv ist den Testern die Handhabung des LED-Rücklichtes mittels Magnet beim Helm von Abus aufgefallen. Die Ergebnisse dieses Tests können Sie hier nachlesen:ADAC Test 2021: Fahrradhelme für Erwachsene

Weitere Empfehlungen und Tipps

Die Anpassungen am Kopf müssen einfach, gut und sicher durchgeführt werden können. Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Denn die Schutzwirkung verliert auch ein in die Jahre gekommener Helm nicht wesentlich.

Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie der Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden. Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer bzw. der Nutzerin jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.

Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird. Sie den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen. Wer noch mehr Wert auf Sicherheit legt, kann beim Kauf nach der Norm NTA 8776 Ausschau halten. Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Fahrradhelm durch ein neues Modell ersetzen.

Der Uvex Urban Planet LED ist der ideale Helm für alle, die auf einem Fahrrad im Straßenverkehr optimal geschützt sein wollen. Aber auch auf Inlineskates, dem E-Scooter oder im Gelände auf dem Mountainbike bietet der extrem robuste Helm sehr guten Schutz. Die individuelle Größenanpassung ist sowohl in der Höhe als auch in der Weite möglich. Dazu lassen sich die verstellbaren Kunststoffbänder links und rechts mit etwas Kraftaufwand herausziehen bzw. hineinschieben.

Im Inneren des Helms ist eine Art dünnes Netz angebracht. Dies fungiert beim Tragen als Insektenschutzgitter. Außerdem schmiegt es sich an die Schädeldecke und vermittelt ein sehr angenehmes Gefühl. Der Uvex Urban Planet umhüllt den Kopf perfekt. Das steigert das subjektive Sicherheitsempfinden signifikant. Außerdem wirkt der Urban Planet extrem robust. Nettes Extra: Uvex setzt bei seinem in Deutschland produzierten Helm auf recycelte und biobasierte Materialien.

Die Gurtbänder reflektieren, um nachts die Sichtbarkeit zu verbessern. Genau wie das Kinnpolster sind diese ebenfalls aus Recyclingmaterial gefertigt. Für rund 15 Euro ist das 24 Gramm leichte Licht separat zu erwerben. Das sollte im Falle eines Sturzes die Sicherheit erhöhen. Ein abnehmbares LED-Licht und reflektierende Gurtstreifen erhöhen die Sicherheit.

Weitere getestete Modelle

Mit dem Uvex Finale Visor ist man das ganze Jahr über und bei jedem Wetter sicher unterwegs. Deshalb ist der Abus Pedelec 2.0 eine echte Perle, weil er neben seiner ohnehin schon guten Ausstattung ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzt: Er hat einen Regenschutz integriert. Die Farbauswahl ist riesig, elf Farben sind erhältlich - von Weiß über Blau, Gelb, Rot und Schwarz bis hin zu Silber, Champagner und Grau.

Klappt man diese mit etwas Kraft nach unten, so öffnet sich ein Geheimversteck mit einer schwarzen Regenhaube. Diese wird über den Helm gezogen und vorne mit zwei Gummibändern unten eingehakt. Das dauerte im Test nur wenige Sekunden. Die schwarze Außenhaut ist mit kleinen Reflektorstreifen überzogen.

Schlusswort

Am Ende sollte die Qualität, individuelle Vorlieben sowie Passform und Tragekomfort für einen Kauf entscheidend sein. Hieran haben sich auch der ADAC (2017), die Stiftung Warentest (2017) und Ökotest (2018) orientiert. Auf keinen Fall empfehlen sie schwarze Modelle. Jeder Helm ist besser als gar kein Helm. Das heißt: auch ein schlechter Helm bietent einen gewissen Schutz vor Kopfverletzungen. Doch die besten Modelle haben viele Vorzüge in der Handhabung und Sicherheit und sind zudem mit vielen weiteren Features wie Rücklicht etc. Vor allem Kinder sollten dabei nicht auf einen Fahrradhelm verzichten.

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