Ob für den Arbeitsweg oder für einen Ausflug ins Grüne - das Fahrrad ist die günstige Alternative zum Auto und hält auch noch fit. Um im Verkehr sicher unterwegs zu sein, sollten Fahrradfahrer nicht auf den Helm verzichten. Vor allem Fahrradfahrer sind ständig einem enormen Risiko im Straßenverkehr ausgesetzt und oftmals trifft sie nicht die Schuld. Durch unkonzentrierte Autofahrer geraten sie oft in brenzlige Situationen.
Der Kopf befindet sich während des Radfahrens oft, besonders bei Rennrad-Fahrern, an vorderster Stelle, sodass das Risiko groß ist, an dieser empfindlichen Körperstelle bei einem Aufprall schwere Verletzungen zu erleiden. Bei etwa einem Viertel aller Fahrradunfälle ist der Schädel betroffen. Ein Fahrradhelm bietet Fahrradfahrern Schutz, indem er bei möglichen Unfällen den Schädel schützt und Verletzungen minimiert. In Extremfällen rettet er Leben. Einen maximalen Schutz bieten die Radhelme, die aus qualitativ hochwertigem Material bestehen und eine gute Verarbeitung vorweisen.
Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Kriterien, die Sie in einem Fahrradhelm-Test berücksichtigen sollten: Modelle, Formen und Materialien der Kopfbedeckung für ein sicheres Radfahren u. v. m. Der Überblick von bussgeldkatalog.org soll Ihnen dabei helfen, den richtigen Fahrradhelm zu finden. Fahrradhelme gibt es in verschiedenen Größen, Farben, Modellen und Preisen.
Die Bedeutung der richtigen Größe und Passform
Die Größe des Helms ist entscheidend für seine Wirkung. Um Ihre Größe zu ermitteln, messen Sie Ihren Kopfumfang mit einem Maßband. Wenn Sie keines zur Hand haben, verwenden Sie einen Faden und legen Sie ihn anschließend auf einen Zollstock. Das Maßband legen Sie auf die Stirn, am besten 1 cm über den Augenbrauen, und führen es um den Kopf. Am Hinterkopf müsste es etwas weiter unten entlangführen. Wählen Sie die Helmgröße entsprechend des gemessenen Kopfumfangs. Viele Hersteller beziehen sich bei Größenangaben auf den Kopfumfang.
Es ist unerlässlich, den Fahrradhelm anzuprobieren, denn die richtige Größe und die richtige Einstellung sind essentiell, damit sich bei Stürzen die maximale Wirkung entfaltet. Ob der Radhelm passt, können Sie ausprobieren, indem Sie den Kopf bei geöffneten Riemen seitlich schütteln. Die meisten Radhelme verfügen über ein Drehrad im Nacken, mit dem sich der Kopfring etwa 4 bis 5 cm variieren lässt. Der Kopfring ist der Teil des Helms, der ihn am Kopf fixiert. Im Helm sind Innenpolster befestigt, die je nach Kopfform verstellbar sind.
Sie sollten die Polster dort anbringen, wo Ihr Kopf den Radhelm berührt, sodass es nicht zu einem unangenehmen Drücken am Kopf kommt. Dennoch sollte er fest am Kopf sitzen und weder zu tief im Nacken noch zu tief in der Stirn sitzen. Nachdem Sie die Größe anhand des Drehrads am Kopfring eingestellt haben, sollten Sie nun die Beriemung anpassen. Die Befestigungsstreifen bestehen aus zwei einzelnen Riemen, die schräg am Hinterkopf und an der Schläfe nach unten führen, sodass sie sich unter den Ohren treffen. Ziehen Sie die Riemen beider Seiten zusammen und schließen sie die Enden unter dem Kinn mit dem Klemm-Mechanismus.
Der passende Sitz der Helmriemen ist sehr wichtig für einen angenehmen Tragekomfort. Sie dürfen keinesfalls am Ohr reiben oder drücken. Sind die Enden am Kinn geschlossen, sollte unter den Kinngurt ein Finger problemlos Platz haben.
Materialien und Konstruktion von Fahrradhelmen
Der Kern des Helms besteht häufig aus expandiertem Polystyrol (EPS), einer Art Styropor. Dieser Kunststoff ist sehr leicht und bildet bei Radhelmen die Innenschale. Darüber befindet sich meist eine Polycarbonat-Außenhaut (ABS), die zusätzlichen Schutz bietet. Sind beide Materialen untrennbar miteinander verbunden, ist von einer „In-Mold-Konstruktion“ die Rede. Dieses Verfahren ist bei der Herstellung am gängigsten. Bei In-Mold-Helmen ist die Außenhaut komplett mit einem Schaumkern zu einem festen Helmkörper verschweißt. Sie sind etwas preisintensiver, gelten aber als robuster und langlebiger.
In-Mold-Konstruktionen finden ihren Einsatz bei Sport- und Allround-Helmen. Gegenüber geklebten Fahrradhelmen weisen In-Mold-Helme eine bessere Qualität auf. Radhelme, bei denen sich Innen- und Außenschale voneinander trennen lassen, nennen sich Hardshell-Helme. Die Hardshell-Helme sind nicht so sehr verbreitet wie die In-Mold-Helme. Überdies sind sie schwerer, jedoch auch stabiler. Softshell-Helme bestehen aus einer Hartschaumstoff-Schale, die Außenschale fehlt.
Insektenschutz und Belüftung
Meist befindet sich unter den Lüftungsöffnungen ein Insektenschutz, der es verhindert, dass sich vor allem im Sommer Bienen und Hornissen in die Öffnungen verirren. Stechen Insekten den Radfahrer, ist er abgelenkt und kann sich nicht mehr auf den Verkehr konzentrieren.
Schlitze und Öffnungen auf der Oberfläche des Helms sind wichtig, damit während der Fahrt frische Luft an den Kopf gelangt. Außerdem wird Hitzestau auf diese Weise verhindert.
Verschiedene Arten von Fahrradhelmen
Bei sportlichen Trekking-Touren ist ein Mountainbike-Helm angebracht. Für lange Mountainbike-Touren sollte die Kopfbedeckung stabil sein. Der Mountainbike-Helm ist durch die Verwendung hochwertiger Materialien sehr leicht. Mountainbike-Helme verfügen teilweise über ein Visier, das vor Sonneneinstrahlung, Wind, Regen und Insekten schützt.
Für die Stadt eignen sich zum Beispiel Freizeithelme, die BMX- oder Dirt-Helmen ähneln. Da sie wenige Lüftungsöffnungen haben, finden Sie ihren Einsatz vor allem bei kurzen Strecken. In der Stadt finden ebenfalls Radhelme mit großen Lüftungsöffnungen Verwendung. Hier ist es vom Geschmack des Radfahrers abhängig, welche Form und Farbe er wählt.
Rennrad-Helme sind sehr leicht und auf eine gute Aerodynamik ausgelegt. Große Lüftungsschlitze gewährleisten eine optimale Luftzufuhr bei schnellen Touren. Sie sind meist mit schweißabsorbierenden Polstern ausgestattet und garantieren einen hohen Tragekomfort.
Besonders modern sind aktuell Nutcase-Fahrradhelme, die wie der Name sagt, einer Nussschale ähneln. Die Modelle verfügen über große Flächen und wenige Lüftungsöffnungen. Dadurch ist die Belüftung des Kopfs nicht ausreichend gewährleistet, für City-Touren eignen sich diese Modelle jedoch sehr gut. Der Nutcase-Fahrradhelm ist meist mit einem Magnetverschluss ausgestattet und besteht innen aus Polystyrol (EPS). Der Magnetverschluss ermöglicht das Öffnen und Schließen der Riemen mit nur einer Hand. Um die Größe zu verstellen, verfügt er über ein Drehrad-Verstellsystem und einen Kopfring. Dieses Verstellsystem passt sich an jede Kopfform an. Auch die Riemen sind verstellbar. Der Nutcase-Helm eignet sich für verschiedene Sportarten und ist universell verwendbar. Er ist aus einer harten ABS-Schale und einem EPS-Schaumkern gefertigt. Schale und Schaumkern garantieren einen hohen Unfallschutz. Dieser Kopfschutz verfügt über Lufteinlässe, die eine Luftzirkulation ermöglichen und Wärme abtransportieren.
Zusätzliche Sicherheitsmerkmale
Es gibt die Möglichkeit, am hinteren Bereich des Radhelms ein zusätzliches Blinklicht anzubringen, um besser für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar zu sein. Zudem können Reflektoren-Sticker am Helm die Sichtbarkeit bei Dunkelheit erhöhen. Besonders beliebt am Fahrradhelm für Kinder sind an der Rückseite befestigte Blinklichter in rot und LED-Lampen auf der Vorderseite. Die Beleuchtungs-Extras sind keine Alternative zur Fahrradbeleuchtung und bieten nur zusätzliche Signale. Achten Sie darauf, dass Ihr Helm mit Reflektoren und optional auch mit einem LED-Licht ausgestattet ist.
Ob ein Helm den europäischen Sicherheitsvorschriften entspricht, sagt zum Beispiel das CE-Zeichen aus. Trägt Ihr Radhelm dieses Zeichen, handelt es sich um ein sicheres Modell, egal wie teuer es war. In Tests und auf den Artikeln selbst finden sich häufig Prüfzeichen, Empfehlungen und Hinweise.
Pflege und Austausch von Fahrradhelmen
Achtung: Wechseln Sie Ihren Fahrradhelm nach einem Sturz aus. Auch wenn Sie äußerlich keine großen Schäden sehen, können feine Risse im Material eine große Beeinträchtigung der Stabilität bedeuten. Übrigens: Grundsätzlich sollte ein Fahrradhelm nicht mehr als 300 Gramm wiegen.
Um möglichst lange einen Radhelm nutzen zu können, sollten Sie ihn regelmäßig pflegen. Waschen Sie hin und wieder die äußere Helmschicht mit Wasser ab. Die inneren Polster saugen schnell Schweiß und Dreck auf. Sie sind meist abnehmbar und können in der Waschmaschine gewaschen werden. Ist der Helm mit Ohrschützern, einer Innenmütze und Insektennetzen ausgestattet und sind diese abnehmbar, sollten Sie auch diese Teile ab und an waschen. Es ist generell praktisch, die einzelnen Polster je nach Sommer- und Wintermonaten zu variieren.
Fahrradhelm-Test 2025: Empfehlungen und Testsieger
Moderne Fahrradhelme überzeugen längst mit hoher Sicherheit, guter Belüftung und hohem Tragekomfort. Und das Beste: Es gibt mittlerweile stylische Designs, die den Helm zu einem echten Accessoire machen.
Entscheidend für die Auswahl waren Sicherheitsmerkmale wie eine CE-Zertifizierung, ein GS- oder TÜV-Siegel sowie weitere Technologien wie das Schutzsystem MIPS. Außerdem zählten der Tragekomfort, Belüftungsschlitze und Insektenschutz sowie das Gewicht und das Design. Pluspunkte gab es für zusätzliche Features wie LED-Lichter, Visiere, integrierte Schutzbrillen oder Brillenhalterungen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Schutz im Stadtverkehr, etwa auf stark befahrenen Straßen oder bei Dunkelheit.
GQ Editor’s Pick: POC Omne Air MIPS
Dank Multi-Directional Impact Protection System (MIPS) schützt der Helm vor gefährlichen Drehbewegungen, die ansonsten auf das Gehirn wirken würden. Besonderer Pluspunkt ist das minimalistische und schlanke Design, das Ihr Outfit garantiert nicht ruinieren wird.
Stiftung Warentest Testsieger: Uvex Urban Planet LED
Mit einem aufladbaren LED-Rücklicht, Fliegengittern und Reflektoren ist der “Uvex Urban Planet LED” der beste Fahrradhelm für die Stadt und damit der Testsieger der Stiftung Warentest. Der Fahrradhelm im Urban-Look schützt laut Testurteil zuverlässig bei Unfällen und lässt sich gut handhaben.
Preistipp: Fischer Urban Plus
Mit seinen Features wie einem LED-Licht am Hinterkopf und reflektierenden Elementen kann der Fischer Urban Plus problemlos mit deutlich teureren Modellen mithalten. Er ist TÜV- und GS-geprüft und schützt den Kopf zuverlässig bei Stürzen und Unfällen.
Testergebnisse und Empfehlungen des ADAC
Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Die Ergebnisse:
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lazer Codax KinetiCore | 165 | 2,6 | 2,6 | 2,7 | 2,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 15 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 2,0 |
Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins.
Worauf muss ich beim Kauf eines Fahrradhelmes achten?
- Die Passform: Ein Fahrradhelm kann noch so stabil sein - passt er nicht richtig, entfaltet er nicht seine gewünschte Funktion. Ein schöner Fahrradhelm sollte immer fest am Kopf sitzen, sogar bei ruckartigen Bewegungen. Aber nicht übertreiben: Sitzt der Helm zu fest am Kopf und Sie klemmen sich Hautpartien ein, sind Verletzungen vorprogrammiert. Ein Fahrradhelm sollte letztlich bequem, aber stabil auf dem Kopf sitzen.
- Lüftungsschlitze: Ein Helm ohne Lüftungsschlitze kann Ihren Kopf im wahrsten Sinne des Wortes zum Glühen bringen. Die Chance auf einen Hitzekollaps steigt. Deshalb: Achten Sie auf Lüftungsschlitze, um Luft an Ihren Kopf zu lassen. Das ist bei einer kleinen Brise sogar ganz angenehm.
- Sicherheit: Um sicherzustellen, dass der Fahrradhelm für spritzige Fahrradtouren geeignet ist, sollten Sie auf das CE-Prüfsiegel achten. Dieses besagt, dass der Helm den Sicherheitsanforderungen der EG-Richtlinien entspricht. Das GS-Zeichen heißt, dass der Fahrradhelm den Sturztest überstanden hat und für eine ausgezeichnete Sicherheit steht.
- Gewicht: Wenn Sie dann noch einen schweren Helm tragen, kann das gerade auf langen Strecken unangenehm für den Nacken und die Schultern werden. Achten Sie also auf einen möglichst leichten Helm. Wichtig sind außerdem eine gute Polsterung und verstellbare Riemen.
- Sichtbarkeit: Gerade, wenn Sie oft im Dunkeln unterwegs sind, frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit oder bei einer abendlichen Tour, sollten Sie auf Features wie ein LED-Rücklicht, reflektierende Elemente oder ein Visier achten.
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