Fahrradhelm Junior Test: Sicherheit und Komfort für junge Radfahrer

Modellvielfalt und Preisspannen sind unter den Kinder-Fahrradhelmen enorm. Die oft bunten Lebensretter sind bei Discountern ebenso zu finden wie im gehobenen Fachhandel, man kann einen Kinderhelm für ein paar Euro mitnehmen oder bis zu 100 Euro anlegen. Eine verlässliche Orientierungshilfe bietet das Preisetikett nicht.

Guter Schutz muss nicht teuer sein

Geht es nach der Stiftung Warentest, müssen Sie für einen sicheren und komfortablen Kinder-Fahrradhelm keineswegs tief in die Tasche greifen. Lidl bietet beispielsweise einen Helm mit Rücklicht für 12 Euro - „gut“ im letzten Vergleichscheck der Warentester. Selbst den Testsieger (Abus Youn-I 2.0) gibt es schon für weniger als 40 Euro.

Was Sie über "MIPS"-Helme wissen sollten

Durch eine bewegliche Kunststoffeinlage soll „MIPS“ (Multi Directional Impact Protection System) beim Sturz vor Drehkräften schützen. Die Stiftung Warentest sieht darin jedoch keinen Sicherheitsvorteil. Guten Schutz gebe es auch ohne MIPS - und umgekehrt: Manche MIPS-Helme schnitten bei der Stoßprüfung schlechter ab als Helme ohne. Außerdem sind sie teurer und immer auch etwas schwerer.

Die richtige Größe finden

Fahrradhelme - auch für Kinder - werden meist in verschiedenen Größen angeboten, wobei sich die Größenangaben auf den Kopfumfang in Zentimetern beziehen. Bei vielen Helmen lässt sich die Weite mittels Drehrad im Nackenbereich millimetergenau einstellen. Grundsätzlich gilt: Der Helm sollte sitzen, ohne zu wackeln, aber nicht drücken.

Wichtige Aspekte: Durchzug, Insektenschutz und Sichtbarkeit

Glattflächige geschlossene Helme in BMX- oder Skateroptik sind unter Kindern zwar beliebt, lassen aber kaum Luft an den Kopf. Viele große Belüftungsöffnungen - am besten mit Insektengittern gegen Einflug von Stechgetier - sind daher unverzichtbar. Ein guter Kinderhelm sollte außerdem im Dunkeln gut sichtbar sein und mindestens mit Reflektoren versehen sein.

Testergebnisse und Empfehlungen

Geprüft wurden 18 Kinder-Fahrradhelme aller Preisklassen. Nur fünf Modelle schnitten mit dem Gesamtergebnis „gut“ ab, darunter auch ein 12 Euro günstiger Helm von Lidl. Die meisten strichen nur ein mittelmäßiges Urteil ein. Fahrradhelme von Uvex oder auch woom zählen zu den Bestsellern. Die Modelle von Abus, Casco oder Alpina zeigen bei Testergebnissen auf und sind gute Alternativen.

Unsere 3 Favoriten für Kinder-Fahrradhelme

Testsieger Stiftung Warentest 2022

Dieser Kinderfahrradhelm wurde beim Helm-Test von Stiftung Warentest 2022 zum Testsieger gekürt (Note 2,2). Er ist in zwei Größen erhältlich: In der kleineren Variante S (48-54 cm) passt er im Durchschnitt bereits Kindern ab etwa 3 Jahren, die Version M (Kopfumfang 52-57 cm) ist für ältere Kinder und Jugendliche gedacht. Für idealen Sitz wird der Innenring per Drehrad an die Kopfgröße angepasst. Insgesamt bietet der Helm hohen Tragekomfort und eine gute Belüftung. Für zusätzliche Sicherheit sorgt neben den Reflektoren ein zusätzlich integriertes Licht.

  • Das gefällt uns: guter Unfallschutz laut Stiftung Warentest, außerdem Schadstoffe Note 1,0, zusätzliche Sichtbarkeit durch integriertes Licht, in vielen unterschiedlichen Designs erhältlich
  • Unser Fazit: Dieser Helm zählt laut Tests zu den sichersten Modellen auf dem Markt und deshalb auch zu den Bestsellern in unserer Community. Die Handhabung ist auch für Kinder einfach, nur der Riemen ist etwas zu lang.

Note „gut“ bei Stiftung Warentest

Dieser Helm wurde 2022 von der Stiftung Warentest mit Note 2,4 („gut“) bewertet und bietet demnach einen guten Unfallschutz. Bei der Schadstoffprüfung gab es außerdem Bestnote 1,0. Der Helm ist in zwei Größen erhältlich: XS ist für einen Kopfumfang ab 46 bis 52 cm geeignet, das Modell „S“ für einen Kopfumfang von 52-56 cm. Damit passt die XS-Variante bereits für Kinder ab etwa 3 Jahre. Allerdings ist letztendlich die Kopfgröße und nicht das Alter ausschlaggebend.

  • Das gefällt uns: Note „gut“ bei Stiftung Warentest 2022, weit nach unten gezogene Heck
  • Unser Fazit: Ein von der Stiftung Warentest geprüfter Helm, der in der kleinsten Variante bereits für Kinder ab ca. 3 Jahre passt.

Besonders tiefer Schutz

Der 2025 neu überarbeitete Kinder-Fahrradhelm bietet weiterhin einen besonders tiefen Schutz über Schläfen und Hinterkopf. Die überarbeitete Innenschale und das neue rundumlaufende Verstellsystem sorgen für optimalen Sitz und hohen Tragekomfort. Mehr Sichtbarkeit und damit auch Sicherheit versprechen reflektierende Elemente und optional ein Licht. Auch der Verschluss ist neu und nun noch einfacher zu öffnen. Erhältlich ist der woom READY Kinderhelm in drei Größen: 46-50 cm (XS) | 50-53 cm (S) | 53-56 cm (M)

  • Das gefällt uns: hoher Tragekomfort, erhöhte Sichtbarkeit, mit neuem Magnetverschluss noch leichter zum Öffnen, kann auf die individuelle Kopfform/Größe angepasst werden
  • Unser Fazit: Nach Gesprächen mit der Produktentwicklung von woom und ersten Tests können wir sagen: Der neue READY Kinderhelm ist wirklich gelungen. Wo es noch etwas zu beanstanden gab (Sichtbarkeit) hat woom nachgebessert. Tragekomfort und Schutz sind top.

Weitere Gute Fahrradhelme für Kinder

Fahrradhelm für Babys

Auch die ganz Kleinen sollten am Kopf gut geschützt sind, wenn sie bei Mama oder Papa im Kinderfahrradsitz mitfahren. Lediglich im Kinderfahrradanhänger wird vom Tragen eines Helms abgeraten, weil der Kopf im eigens dafür vorgesehenen Babysitz nicht gut aufliegen könnte.

Angebot Kinderfahrradhelm „Ximo“ von Alpina

Dieser Fahrradhelm ist speziell für Kinder konzipiert und bietet bestmöglichen Schutz, hohe Sicherheit und Komfort. Er verfügt über eine dreidimensionale Anpassung für eine perfekte Passform, optimale Belüftung und erhöhte Sichtbarkeit durch Reflektoren. Ein LED-Licht ist optional erhältlich. Das flache Heck des Helms macht den „Ximo“ zudem angenehmer zu tragen in Kindersitzen.

Unser Fazit: Dieser Helm vereint Sicherheit, Komfort und Stil, wie wir finden, sehr gut in einem Produkt und motiviert Kinder durch sein ansprechendes Design, den Helm auch gerne - also ganz ohne lange Diskussionen - zu tragen.

Fahrradhelm „Meggy Reptile“ von KED

Dieser qualitativ hochwertige Kinderhelm sorgt mit seiner maxSHELL®-Technologie und dem verbesserten Quicksafe-Verstellsystem für maximale Sicherheit und optimalen Komfort. Die integrierten Sicherheitsblinkleuchten und Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit und damit auch Sicherheit des Kindes im Straßenverkehr erheblich. Das Design mit coolen Matt- und Glanzeffekten sowie die einfache Handhabung machen diesen Helm besonders bei Jungs und Mädchen beliebt.

Unser Fazit: Wir haben diesen Helm nicht nur wegen des „Made in Germany“ ausgewählt, sondern auch, weil uns Verarbeitung, Design und Verschluss überzeugt haben. Die zusätzliche aktive Sichtbarkeit durch die integrierten Blinklichter ist ein weiteres Plus.

Angebot Kinderhelm „Smiley 3.0“ von Abus

Dieser Kinderfahrradhelm überzeugt durch sein sicheres und kindgerechtes Design. Mit der innovativen In-Mold-Verbindung, der tiefen Passform für optimalen Schutz und dem praktischen Verstellrad für die Größeneinstellung bietet er maximale Sicherheit und Komfort für junge Verkehrsteilnehmer. Besonders hervorzuheben ist die Berücksichtigung von Zopfträgern, was den Helm für Mädchen mit langen Haaren ideal macht. Die gute Belüftung und die Reflektoren für bessere Sichtbarkeit sind weitere Pluspunkte dieses Helms.

Unser Fazit: Dieser Helm zählt unserer Erfahrung nach zu den beliebtesten ersten Helmen für Kinder. Vor allem Mädchen mit langen Haaren lassen sich ob des zusätzlichen Raums im Inneren von diesem Modell überzeugen. Dazu hochwertig verarbeitet und leicht einzustellen.

Fahrradhelm für Kleinkinder

Kleinkinder bis 3 Jahre benötigen meist einen Fahrradhelm in der Größe XS. Bei manchen Modellen passt auch die Größe S. Wichtig ist, dass er gut sitzt und nicht wackelt.

Kinder-Fahrradhelm „Oyo“ von Uvex

Der Uvex oyo ist speziell für Kleinkinder entworfen, um sie bei ersten Fahrversuchen und auf dem Kindersitz zu schützen. Er kombiniert kindgerechte Farben mit innovativen Sicherheitslösungen. Die Helmkonstruktion ist leicht und schlagfest zugleich, das Belüftungssystem verhindert einen Hitzestau. Für eine individuelle Passform passt sich der Helm an die Kopfform an, und das optionale LED-Licht erhöht die Sichtbarkeit in der Dämmerung. Die Helmpolster sind herausnehmbar und waschbar, was den Helm besonders pflegeleicht macht.

Unser Fazit: Dieser Helm hat sich laut Rückmeldungen aus unserer Dad’s Life Community schon im Ernstfall bewiesen und bei einem Unfall ordentlich geschützt. Das schöne Design, das geringe Gewicht und die leichte Einstellbarkeit sind weitere Pluspunkte, die wir hervorheben wollen.

Angebot Kinderhelm „Scamp“ von Giro

Dieser Fahrradhelm kombiniert kindgerechte Features mit hochwertiger Technologie und Design. Mit der im In-Mold Verfahren hergestellten Helmschale bietet der Helm Leichtigkeit, Sicherheit, gute Belüftung und Haltbarkeit. Das Roc Loc Junior Anpassungssystem sorgt für eine einfache Einstellung und passt sich dem Kopf des Kindes an.

Unser Fazit: Solider Kinderhelm für kleine Draufgänger. Das klare Design kommt unserer Erfahrung nach bei Jungs und Mädchen gut an. Die einfache Handhabung und Anpassbarkeit des Helms sorgen dafür, dass die Kinder den „Scamp“ gerne selbst aufsetzen.

Fahrradhelm für Kinder

Für ältere Kinder empfehlen sich die Größen S/M bzw. M. Die decken einen Kopfumfang bis ca. 58 cm ab und passen meist für ein Alter bis zu 9 Jahren.

Fahrradhelm „Kid 3“ von Uvex

Der Uvex Kid 3 ist ein robuster Hartschalenhelm, der speziell für die Bedürfnisse aktiver Kinder konzipiert wurde. Die Kombination aus PC-Außenschale und EPS-Innenschale sorgt für optimalen Schutz durch Schlagfestigkeit außen und Stoßabsorption innen. Das Belüftungssystem mit 10 Ventilationsöffnungen verhindert effektiv Hitzestau. Der magnetische Verschluss macht einfaches Öffnen und Schließen sowie eine individuelle Anpassung möglich. Für leichtere Hygiene lassen sich die Helmpolster herausnehmen und waschen.

Unser Fazit: Den Uvex Kid 3 finden nicht nur wir, sondern ganze Generationen von Radfahrern, Rollerfahrern und Skatern gut. Seine robuste Bauweise, individuelle Anpassungsmöglichkeiten und das Top-Belüftungssystem zählen zu den zentralen Kaufkriterien.

Ein Fahrradhelm, der in der Ausführung 48-52 cm für Kinder ab etwa 3 Jahre passt. Die Belüftungsöffnungen sorgen dafür, dass sich die Hitze im Kopfbereich nicht staut - unserer Erfahrung nach ein wichtiges Detail. Inkludiert ist auch ein ansteckbares Visier, praktisch ist außerdem der einfach bedienbare Magnetverschluss.

Unser Fazit: Ein robuster und sehr flexibel an die Kopfform anpassbarer Fahrradhelm für Kinder ab 3 Jahre.

Angebot Kinderfahrradhelm „Ximo L.E.“ von Alpina

Dieser Kinderfahrradhelm zeichnet sich durch sein geringes Gewicht, ein schönes mattes Finish im Design und hohe Sicherheit aus. Dank der Inmold-Fertigung ist der „Ximo L.E.“ nicht nur leicht, sondern auch stabil und bruchfest. Die gute Belüftung wird durch strategisch platzierte Öffnungen gewährleistet, während das integrierte Fliegennetz Schutz bietet. Für eine erhöhte Sichtbarkeit in der Dämmerung oder Nacht kann ein Multi-Fit Light nachgerüstet werden. Die individuelle Größenanpassung ermöglicht einen sicheren und komfortablen Sitz.

Unser Fazit: Dieser Helm ist unserer Meinung nach ein sicherer Begleiter für kleine Radfahrer und bietet mit seinem geradlinigen Design guten Schutz. Durch die einfache Größeneinstellung ist auch das Fahren im Winter mit Mütze unter dem Helm kein Problem.

Angebot Jugend-Fahrradhelm „Sidetrack Child“ von Bell

Dieser Fahrradhelm verfügt über ein Ergo Dial Fit System, welches eine einfache Anpassung und optimalen Sitz ermöglicht. Die In-Mold Polycarbonat Schale bietet robusten Schutz, das einrastbare Visier zusätzliche Sicherheit. Inspiriert durch den Erwachsenen-Mountainbike-Helm „Stoker“, bietet dieser Helm nicht nur ein cooles Design, sondern auch erweiterten Schutz durch die am Hinterkopf heruntergezogene Helmschale, optional erhältlich mit MIPS-Technologie.

Unser Fazit: Schöner und sicherer Fahrradhelm in einem gut durchdachten Design. Die Inspiration des „großen Erwachsenenhelms“ ist hier wirklich nicht zu leugnen. Die Klemmschutz-Schnalle ist unserer Meinung nach aber verbesserungswürdig.

BMX-Helm für Kinder

Wenn den Kindern das „normale“ Fahrradfahren schon zu langweilig wird, wollen sie stattdessen lieber Abstecher auf die Downhill-Piste oder einen Pumptrack. Dort sind Fullface-Helme besser geeignet, weil sie mehr Schutz bei Stürzen bieten.

MTB-Helm „YouDrop FF“ von Abus

Dieser Fullface-Helm wurde speziell für Kinder und Jugendliche entworfen und eignet sich gut für den Einstieg ins Mountainbiken. Er ist flexibel mit einem abnehmbaren Kinnschutz, der eine Nutzung als Open-Face-Helm ermöglicht, und bietet durch das In-Mold-Verfahren eine stabile und sichere Verbindung von Hartschaum und Außenschale. Zusätzliche Sicherheit wird durch die Break Away-Funktion geboten, die in gefährlichen Situationen das Risiko von Nackenverletzungen reduziert. Das Zoom Ace MTB-Verstellsystem ermöglicht eine individuelle Anpassung an den Kopfumfang.

Unser Fazit: Der „YouDrop FF“ hat uns aufgrund seiner Sicherheitsstandards in gewohnt hoher Abus-Qualität überzeugt. Die richtige Größe zu finden ist aber eine Herausforderung, ebenso wie die eigenhändige Handhabung des Verschlusses - zumindest zu Beginn.

Testsieger: Kinderfahrradhelme

Testsieger mit geprüfter Qualität

Unabhängige Verbraucherorganisationen, Testinstitute, Clubs und spezialisierte Fachmagazine testen Produkte in standardisierten Verfahren nach objektiven Kriterien. Wir vergleichen die Ergebnisse von Stiftung Warentest, ÖKO-TEST, ADAC, TÜV, OEKO-TEX sowie weiteren Institutionen und listen die jeweiligen Testsieger in einer kompakten Tabelle, um euch einen optimalen Überblick zu verschaffen.

Modell FahrradhelmNote
Abus Youn-I 2.0Gut (2,2) bei Stiftung Warentest 03/2022
Alpina Pico FlashGut (2,4) bei Stiftung Warentest 03/2022
Casco Mini 2Gut (2,4) bei Stiftung Warentest 03/2022
Lidl Crivit Kinder FahrradhelmGut (2,4) bei Stiftung Warentest 03/2022
Bell Sidetrack II MipsGut (2,5) bei Stiftung Warentest 03/2022

Die Stiftung Warentest hat mit dem ADAC im Jahr 2022 insgesamt 18 Kinderfahrradhelme geprüft und die Testergebnisse im April 2022 veröffentlicht.

  • Testkriterien: Fokus lag auf Unfallschutz (50% Gewichtung), Handhabung (40% Gewichtung) und auch Schadstoffprüfungen.
  • Ergebnisse: Alle getesteten Helme schützen vor Kopf­verletzungen, nicht alle passen aber für jede Kopfform. Das Modell von Cube ist mit einer sehr hohen Menge eines Weichmachers aufgefallen.

Bestseller: Kinderfahrradhelm

Wir haben die beliebtesten Fahrradhelme für Kinder inklusive Angebote in einer Bestseller-Liste aufbereitet (die Auswahl wird täglich aktualisiert).

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Darauf musst du bei einem Kinder-Fahrradhelm achten

Ob schon früh am Rad der Eltern im Kindersitz, auf dem ersten Laufrad oder auf einem richtigen Fahrrad: Kinder sollten bei allen drei Varianten einen Fahrradhelm am Kopf tragen. In Österreich müssen sie das sogar bis zum 12. Lebensjahr. In Deutschland gibt es eine solche Helmpflicht (noch) nicht.

Nur mit einem passenden Fahrradhelm sind Kopf und insbesondere Stirn und Schläfen gut geschützt. Viele Kinder empfinden Fahrradhelme längst nicht mehr als lästige Pflicht, sondern tragen sie mit Begeisterung - und oft auch Stolz. Selten war eine Entscheidung so knapp: Nur wenige Helme konnten im Test nicht überzeugen. Die große Mehrheit schnitt gut ab - so gut, dass wir zahlreiche Modelle uneingeschränkt empfehlen können.

Einige Helme aber haben sich in einzelnen Punkten besonders hervorgetan. Der Pico Flash von Alpina hat einiges zu bieten: eine ausgezeichnete Beleuchtung, viele Lüftungsschlitze, eine hochwertige Verarbeitung sowie ein einwandfreies Verstellsystem im Helm, mit dem man die Passform optimal an die Kopfgröße anpassen kann. Zusätzliche Plastikstreben umschließen den Kopf und sorgen für mehr Sicherheit, Stabilität und Tragekomfort. Ob nun beim Radfahren, Inlineskaten, Rollerfahren oder Skateboarden - dieser Helm sitzt und bietet Schutz.

  • Sicherheit wird großgeschrieben: Er hat die klassische Form eines Skateboard-Helms, der am Hinterkopf recht weit runtergeht, das gibt noch mehr Schutz bei Stürzen. Dazu ein roter Knopf, mit dem man die Passform hervorragend einstellen kann. Außerdem dient der Knopf auch als Beleuchtung - er kann in drei Variationen blinken und leuchten.
  • Der Casco Mini 2: ist nicht nur im Sommer als Fahrradhelm einsetzbar, sondern auch im Winter beim Skifahren oder Snowboarden. So sind nur wenige Helme konzipiert. Und es geht noch weiter: Auch im Fahrradsitz macht er auf dem Kopf eines Kindes eine gute Figur, da er eng und bequem anliegt, keinen unbequemen Abstand zwischen Rückenlehne und dem kleinen Beifahrer erzeugt. Mit diesem Helm können die Kleinen ganz groß rauskommen.
  • Der Uvex Finale Junior: sieht nicht nur aus wie ein Mountainbike-Helm, er erfüllt auch die gleichen hohen Standards, was Sicherheit, Tragekomfort und Verarbeitung betrifft. Er liefert rundherum eine optimale Performance ab.

In Deutschland gibt es keine Helmpflicht für Fahrradfahrer, weder für Erwachsene noch für Kinder. Tatsächlich ist das Risiko, beim Biken eine ernsthafte Kopfverletzung zu erleiden, ziemlich gering. Statistisch gesehen ereignet sich so ein Unfall laut einer Studie der Universität Kopenhagen genau einmal, wenn man 3000 Jahre lang durchschnittlich schnell radelt.

Zudem herrscht unter Experten Streit darüber, ob Helme tatsächlich so sehr schützen wie erhofft: Der Neurochirurg Frank Thomas Möllmann und seine Kollegen vom Universitätsklinikum Münster nahmen 2004 die Gründe für Fahrradunfälle und häufige Verletzungen unter die Lupe. Dabei untersuchten sie mehr als 300 Patienten, die sich beim Radeln Hirnverletzungen zugezogen hatten. Fast alle, nämlich 90 Prozent, hatten keinen Helm getragen.

Die Grundlagenstudie der Länder Baden-Württemberg und Thüringen von 2017 ergab hingegen, dass ein Helm das Verletzungsrisiko zwischen 50 und 70 Prozent senkt und nachweisbar die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas mindern kann - der häufigsten schweren Radel-Verletzung überhaupt. Klingt logisch.

Eine weitere Studie der Unfallforschung der Versicherer, des Instituts für Rechtsmedizin München sowie des Universitätsklinikums Münster untersuchte 2012 und 2013 außerdem 543 Unfälle mit Radlern. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme nachweislich die meisten lebensbedrohlichen Kopfverletzungen verhindern oder abmildern können.

In Ländern wie Australien, Chile, Finnland oder Spanien kommen Radler nicht um den Kopfschutz herum. Das Gesetz will es so. Auch wenn die Polizei hierzulande empfiehlt, einen Fahrradhelm zu tragen - eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nicht.

Das soll laut Bundeskanzlerin Angela Merkel auch so bleiben. Sie übernimmt hier die Haltung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), der eine Helmpflicht ablehnt, weil dann wohl der Autoverkehr zunehmen würde. Außerdem sei die Helmpflicht weder durchzusetzen noch zu kontrollieren.

Sollte es doch einmal zu einem Sturz kommen, dann wirken unglaublich große Kräfte auf den Körper ein. Leider ist der Kopf hier das zentrale Problem, denn fast immer schlägt dieser auf dem Boden oder einem anderen harten Gegenstand auf. Wenn der Helm richtig passt, kann man diese Krafteinwirkung zumindest reduzieren.

Was man trotz kontroverser Studien guten Gewissens behaupten kann: Jeder Helm ist besser als »oben ohne« zu fahren. Selbst ein durchwachsen bewertetes Modell kann die Verletzungsgefahr verringern.

Deshalb greifen Sie bitte als erstes zum Maßband. Setzen Sie es etwa eineinhalb Zentimeter über den Augenbrauen Ihres Mini-Lance Armstrong an und legen Sie es dann schräg um den Schädel, sodass das Band am Hinterkopf etwas unterhalb der Höhe des Stirn-Ausgangspunktes zusammenkommt.

Nun geht es an den Feinschliff: Laut Stiftung Warentest ist darauf zu achten, dass die Helmschale weder zu weit noch zu eng ist. Rütteln Sie ruhig etwas am Kopf Ihres Kindes. Dabei darf der Helm auch mit geöffnetem Verschluss nicht verrutschen. Passiert das, kann man den Sitz des Helms mit einer Stellschraube fester stellen. Anschließend schließt man das Kinnband. Auch das sollte gut sitzen, aber nicht drücken, sonst fliegt der Helm im Fall eines Falles vom Kinderkopf.

Stirn und Schläfen müssen vom Kinderfahrradhelm geschützt werden, da sie das größte Verletzungsrisiko aufweisen. Dafür muss der Fahrradhelm waagrecht sitzen. Weiche Polster sind idealerweise überall dort angebracht, wo der Kinderkopf die Schale berührt. Fehlt diese Dämmung, kann es schmerzhaft werden. Deshalb macht es Sinn, dass die Kleinen den Helm vor dem Kauf eine Viertelstunde Probe tragen. Denn ein drückendes Ding setzen Kids garantiert nicht mehr auf.

Wo sich die Gurtbänder optimalerweise treffen? Damit aktive Mädchen und Jungs im Sommer nicht vor Hitze vom Rad kippen, sind breite Belüftungsschlitze notwendig, die unbedingt mit einem Insektenschutznetz versehen sind. Nur so treibt eine Wespe kleine Radler nicht in den Totalschaden.

Wichtig ist vor allem bei älteren Kids außerdem, dass sie ihren Helm problemlos selbst an- oder ausziehen können - und vor allem auch, dass sie ihn hübsch finden.

Sie wollen auf Nummer sicher gehen? Dann muss sich Ihr Kind nach einem Sturz sofort von seinem Helm verabschieden - auch dann, wenn die Kopfbedeckung äußerlich noch top aussieht. Im Inneren kann sie nämlich durchaus beschädigt sein. Deshalb sollte man besser auch keine gebrauchten Produkte kaufen.

Werfen Sie beim Kauf auch einen Blick auf das Produktionsdatum in der Helm­schale: je neuer, umso besser, denn Material verschleißt. Wie lange Helme generell einsatzbereit sind, hängt vom Gebrauch ab. Spätestens nach fünf Jahren würden ihn viele Experten aber aus Sicherheitsgründen austauschen. Achten Sie bitte auch auf das CE-Kennzeichen, das die Einhaltung der deutschen Sicherheitsnormen garantiert.

Weichschalenhelme kommen ohne diese Hartkunststoffschicht aus. Sie schützen den Kopf daher nicht so sehr. Die staatliche Initiative »Ich trag‘ Helm« meint deshalb: »Das in der Vergangenheit häufig für Kinderhelme genutzte Verfahren ist veraltet.

Checkliste

  • Helmpflicht: Kinder bis 12 Jahre müssen beim Fahrradfahren einen Helm tragen. Das gilt für Deutschland und Österreich gleichermaßen.
  • Größe: Die Größe entscheidet, ob der Helm angenehm und dennoch sicher sitzt. Für die Suche nach der passenden Größe solltet ihr zunächst den Kopfumfang eures Kindes abmessen. Mit diesem Wert könnt ihr dann anhand der Größentabellen der jeweiligen Hersteller die passende Größe finden.
  • Perfekter Sitz: Wenn euer Kind den Kopf schütteln kann und der Helm dabei sicher, aber nicht zu eng sitzend an seiner Position bleibt, habt ihr den idealen Helm gefunden. Die genaue Einstellung passiert in der Regel über ein Größenrad am Hinterkopf und in manchen Fällen mithilfe unterschiedlich dicker Schaumstoffpads.
  • Riemen: Dieser sollte so fest wie nötig und so locker wie möglich eingestellt sein. Wenn er das Kinn nicht einengt und zugleich dazwischen nicht mehr Platz als für eine Fingerdicke bleibt, ist auch der Riemen ideal eingestellt.
  • Speziell für Kinder: Besonders bei Kinderhelmen solltet ihr darauf achten, dass der gesamte Kopf geschützt ist. Vor allem der Hinterkopf sollte noch zusätzlich geschützt sein.
  • Verschluss: Zu guter Letzt können Fahrradhelme mit einem Magnetverschluss Pluspunkte sammeln. Diese Verschlüsse können die Kids ideal selbst mit einer Hand öffnen.

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