Ein Fahrradhelm für Kinder sollte sicher, gut sitzend und bequem sein. Damit dein Kind beim Fahrradfahren optimal geschützt ist, haben wir verschiedene Kinder-Fahrradhelme verglichen und Erfahrungen aus der Mama-Community einfließen lassen. Besonders wichtig waren uns ein hoher Sicherheitsstandard, eine gute Passform und ein angenehmer Tragekomfort. Zusätzlich haben wir die Testergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC der letzten Jahre berücksichtigt und die besten Modelle ausgewählt. Wir haben geprüft, welche Helme besonders stoßfest, leicht verstellbar und gut belüftet sind, damit sie im Alltag wirklich überzeugen. So bekommst du eine fundierte Entscheidungshilfe für einen Fahrradhelm, der Sicherheit und Komfort optimal kombiniert.
Worauf du bei einem Kinderfahrradhelm achten musst
Die Suche nach dem passenden Fahrradhelm für das eigene Kind ist an sich keine große Wissenschaft. Man muss nur wissen, worauf man zu achten hat. Ist das der Fall, kann die Suche zu einer recht entspannten Angelegenheit werden. Zudem sind die Kids mit dem passenden Helm auch tatsächlich gerne unterwegs. Bei der Suche sollte zudem nicht das Design im Vordergrund stehen. Natürlich bieten die Hersteller verschiedene, kindliche Motive an. Und natürlich können diese Motive ein wichtiger Motivationspunkt sein, den Helm immer brav aufzusetzen. Dennoch sollte das nicht das Hauptkriterium bei der Auswahl sein.
Checkliste für den Kauf eines Kinderfahrradhelms:
- Helmpflicht: Kinder bis 12 Jahre müssen beim Fahrradfahren einen Helm tragen. Das gilt für Deutschland und Österreich gleichermaßen.
- Größe: Die Größe entscheidet, ob der Helm angenehm und dennoch sicher sitzt. Für die Suche nach der passenden Größe solltet ihr zunächst den Kopfumfang eures Kindes abmessen. Mit diesem Wert könnt ihr dann anhand der Größentabellen der jeweiligen Hersteller die passende Größe finden.
- Perfekter Sitz: Wenn euer Kind den Kopf schütteln kann und der Helm dabei sicher, aber nicht zu eng sitzend an seiner Position bleibt, habt ihr den idealen Helm gefunden. Die genaue Einstellung passiert in der Regel über ein Größenrad am Hinterkopf und in manchen Fällen mithilfe unterschiedlich dicker Schaumstoffpads.
- Riemen: Dieser sollte so fest wie nötig und so locker wie möglich eingestellt sein. Wenn er das Kinn nicht einengt und zugleich dazwischen nicht mehr Platz als für eine Fingerdicke bleibt, ist auch der Riemen ideal eingestellt.
- Speziell für Kinder: Besonders bei Kinderhelmen solltet ihr darauf achten, dass der gesamte Kopf geschützt ist. Vor allem der Hinterkopf sollte noch zusätzlich geschützt sein.
- Verschluss: Zu guter Letzt können Fahrradhelme mit einem Magnetverschluss Pluspunkte sammeln.
Unsere Favoriten für Kinderfahrradhelme
Die folgende Auswahl berücksichtigt fünf Qualitätskriterien: Erfahrungsberichte, Bewertungen, Anzahl der Käufe, Prüfzeichen & Gütesiegel.
Testsieger (5,0)
Ein Kinderfahrradhelm, der in zwei Größen erhältlich ist. In der kleineren Variante S (48-54 cm) passt er im Durchschnitt bereits Kindern ab etwa 3 Jahren, die Version M (Kopfumfang 52-57 cm) ist für ältere Kinder und auch Jugendliche geeignet. Der Innenring kann mit einem Verstellrad an die exakte Kopfgröße angepasst werden. Der Helm bietet einen guten Tragekomfort mit guter Belüftung und mit den Reflektoren sowie dem zusätzlich integrierten Licht ein sehr gutes Maß an Sicherheit. Auch der Unfallschutz ist gut, weshalb dieses Modell beim Helm-Test von Stiftung Warentest 2022 auch zum Testsieger gekürt wurde (Note 2,2).
Das gefällt uns:
- guter Unfallschutz lt Stiftung Warentest, außerdem Schadstoffe Note 1,0
- zusätzliche Sichtbarkeit durch integriertes Licht
- in sehr vielen unterschiedlichen Designs erhältlich
Unser Fazit:
Guter Unfallschutz und gute Sichtbarkeit, außerdem gut auf die Kopfgröße anpassbar: Dieser Helm erfüllt alle Kriterien für einen Kinder-Fahrradhelm. Das Modell S ist für Kinder ab etwa 3 Jahre geeignet, im individuellen Fall aber vom Kopfumfang abhängig (48-54 cm). Positiv bewerten wir außerdem, dass es diesen Helm in vielen unterschiedlichen Designs gibt - damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, eine Variante zu finden, die auch dem Kind gefällt. Das wiederum ist ein zusätzlicher Anreiz, dass der Helm auch tatsächlich getragen wird. 49,95 EUR Richtpreis
Sicher und flexibel anpassbar (4,5)
Dieser Fahrradhelm ist in zwei Größen erhältlich: Variante XS ist für einen Kopfumfang ab 46 bis 52 cm geeignet, das Modell „S“ für einen Kopfumfang von 52-56 cm. Damit passt die XS-Variante bereits für Kinder ab etwa 3 Jahre - ausschlaggebend sollte aber immer die Kopfgröße und nicht das Alter sein. Recht positiv bewerten wir das weit nach unten gezogene Heck, das damit in unseren Augen im Vergleich zu anderen Modellen noch mehr Sicherheit verleiht. Dass der Helm einen guten Unfallschutz bietet, bestätigt auch der Helm-Test von Stiftung Warentest im Jahr 2022, bei dem dieses Modell mit Gesamtnote 2,4 („gut“) bewertet wurde. Beim Test gab es außerdem die Bestnote 1,0 bei der Kategorie Schadstoffe. Der Helm kann per Drehknopf außerdem recht einfach an die Kopfgröße angepasst werden.
Es gibt einige Designs zur Auswahl, die zwar etwas eigenwillig erscheinen, uns persönlich aber ansprechen. Letztendlich ist das aber Geschmacksache und muss vom Kind selbst entschieden werden.
Das gefällt uns:
- weit nach unten gezogenes Heck verleiht zusätzliche Sicherheit
- Gesamtnote 2,4 („gut“) laut Stiftung Warentest
- einfache Größeneinstellung per Drehknopf
Das könnte besser sein:
- ein zusätzlich integriertes LED-Licht würde zu noch mehr Sichtbarkeit verhelfen
Unser Fazit:
Ein getesteter Fahrradhelm für Kinder ab etwa 3 Jahre (in Größe XS), der nicht nur sicher ist und einen guten Tragekomfort bietet, sondern sich von anderen Modellen auch im Design abhebt. 73,00 EUR Richtpreis
Bestseller (5,0)
Der 2025 neu überarbeitete Kinder-Fahrradhelm bietet weiterhin einen besonders tiefen Schutz über Schläfen und Hinterkopf. Die überarbeitete Innenschale und das neue rundumlaufende Verstellsystem sorgen für optimalen Sitz und hohen Tragekomfort. Mehr Sichtbarkeit und damit auch Sicherheit versprechen reflektierende Elemente und optional ein Licht. Auch der Verschluss ist neu und nun noch einfacher zu öffnen. Erhältlich ist der woom READY Kinderhelm in drei Größen: 46-50 cm (XS) | 50-53 cm (S) | 53-56 cm (M)
Das gefällt uns:
- hoher Tragekomfort
- erhöhte Sichtbarkeit
- mit neuem Magnetverschluss noch leichter zum Öffnen
- kann auf die individuelle Kopfform/Größe angepasst werden
Unser Fazit:
Nach Gesprächen mit der Produktentwicklung von woom und ersten Tests können wir sagen: Der neue READY Kinderhelm ist wirklich gelungen. Wo es noch etwas zu beanstanden gab (Sichtbarkeit) hat woom nachgebessert. Tragekomfort und Schutz sind top. 74,90 EUR Richtpreis
Weitere gute Kinder-Fahrradhelme laut Tests
Guter Tragekomfort, Unfallsicherheit, aber auch ein ansprechendes Design: Hier eine weitere Auswahl an Fahrradhelmen, die auch in Kindergrößen erhältlich sind. Entscheidend bei der Auswahl ist der Kopfumfang, damit der Helm gut sitzt.
- Angebot Beleuchter Fahrradhelm „XIMO FLASH“ von ALPINA: Der Ximo Flash Kinderhelm von Alpina bietet durch sein Run System Classic Slide eine dreidimensionale Anpassung für optimalen Sitz und Komfort. Seine Inmold-Konstruktion mit Edge Protect, strategisch platzierte Lüftungsöffnungen und das flach gestaltete Heck maximieren Sicherheit und Komfort, während Reflektoren und ein integriertes Multi-Fit Light für hohe Sichtbarkeit sorgen. Unser Fazit: Besonders gut gefällt uns die zusätzliche Sicherheit durch die Reflektoren und das integrierte Licht.
- Kinder-Fahrradhelm „PICO FLASH“ von ALPINA: Der ALPINA PICO FLASH Fahrradhelm für Kinder besticht durch seine robuste 3-Shell Außenschale und ein neigbares Verstellsystem am Hinterkopf für optimale Anpassung. Sein geringes Gewicht und das effektive Stoßabsorptionssystem dank der Inmold-Fertigung und Hi-EPS-Material sorgen für zusätzlichen Komfort und Sicherheit. Unser Fazit: Positiv zu bewerten ist die hohe Sicherheit und der Tragekomfort des ALPINA PICO FLASH, was sich in der guten Bewertung (2,4) von Stiftung Warentest widerspiegelt.
- Angebot Kinderhelm Smiley 3.0 LED von ABUS: Der ABUS Smiley 3.0 LED Kinderhelm bietet durch seine In-Mold Konstruktion mit stoßabsorbierendem Hartschaum und schlagfester Außenschale robusten Schutz. Er zeichnet sich durch eine tiefe Passform mit gutem Nacken- und Schläfenbereichsschutz und einer schirmartigen Vorderkante aus. Das Verstellrad sorgt für eine präzise Größeneinstellung, während das höhenverstellbare System am Hinterkopf Platz für einen Zopf bietet. Ein aufladbares LED-Rücklicht und Reflektoren erhöhen die Sichtbarkeit, und 4 Luftein- und Luftauslässe mit Fliegennetzen sorgen für gute Belüftung. Unser Fazit: Der ABUS Smiley 3.0 LED ist ein hervorragender Helm für Kinder, der Sicherheit, Komfort und Praktikabilität vereint. Besonders die Anpassungsmöglichkeiten für Zopfträger*innen und das integrierte LED-Licht für verbesserte Sichtbarkeit sind beeindruckend.
- Angebot Kinderfahrradhelm „Kid 2“ von uvex: Der Uvex Unisex Kinder Radhelm bietet dank seiner Inmould-Technologie mit EPS-Innenschicht und Polycarbonat-Außenschale leichten und robusten Schutz. Sein verstellbares uvex IAS-System ermöglicht eine exakte Anpassung, während acht Belüftungsöffnungen für Kühlung sorgen. Der Helm ist zudem mit herausnehmbaren, waschbaren Polstern und optional mit einem LED-Licht erweiterbar. Unser Fazit: Gewohnte hochwertige Qualität vom renommierten Hersteller uvex. Ein Pluspunkt ist das vollständig eingearbeitete Insektennetz.
- (5,0): Dieser Fahrradhelm passt in der Ausführung 48-52 cm für Kinder ab etwa 2,5 bis 3 Jahre. Er ist im Vergleich zu anderen Modellen mit 420 Gramm durchaus leicht. Wichtig und gut: Die Belüftungsöffnungen, die dafür sorgen, dass sich die Hitze im Kopfbereich nicht staut. Inklusive recht einfach bedienbarem Magnetverschluss Unser Fazit: Ein robuster Fahrradhelm für Kinder ab etwa 2,5 bis 3 Jahre, der gut an die Kopfform anpassbar ist. 29,99 EUR Richtpreis
- Fahrradhelm für Kinder „XIMO L.E.“ von ALPINA: Der ALPINA XIMO L.E. Fahrradhelm für Kinder bietet durch das Run System Classic Slide eine dreidimensionale Anpassung für optimalen Sitz. Seine strategisch platzierten Lüftungsöffnungen sorgen für effektive Kühlung und Schutz vor Sonnenstrahlen, während das flache Heck den Komfort im Kindersitz oder -anhänger verbessert. Ein hochwertiges mattes Finish und die Option eines Multi-Fit Lights erhöhen die Sichtbarkeit und Sicherheit. Unser Fazit: Idealer Helm, wenn das Kind im Kindersitz oder -anhänger transportiert wird.
- Kinderhelm „Smiley 2.0“ von ABUS: Der ABUS Smiley 2.0 Kinderhelm bietet optimalen Schutz durch seine leichte, aber stabile Konstruktion aus EPS und Außenschale. Er verfügt über das Zoom Eco Kids Justier-System für individuelle Passform, bietet hohen Rundumschutz im Schläfen- und Nackenbereich und eine visierartige Vorderkante für Gesichtsschutz. Unser Fazit: Der ABUS Smiley 2.0 ist ein solider Helm für Kinder, der mit seiner robusten Konstruktion und dem umfassenden Schutz überzeugt. Die individuelle Anpassungsmöglichkeit und das kinderfreundliche Design sind klare Vorteile, allerdings könnten zusätzliche Belüftungsöffnungen den Tragekomfort bei längeren Ausflügen erhöhen.
- Leichter Fahrradhelm „oyo“ von uvex: Der uvex oyo Kinder-Fahrradhelm bietet dank seiner Kombination aus EPS-Innenschicht und Polycarbonat-Außenschicht leichte Konstruktion bei hoher Schlagfestigkeit. Mit integriertem Seitenschutz, anpassbarem IAS-System und FAS-Gurtband für eine exakte Passform, bietet dieser Helm Sicherheit und Komfort. Zusätzlich ist er für ein Plug-in LED-Licht erweiterbar. Unser Fazit: Dieser Helm punktet mit seiner einfachen Anpassungsfähigkeit an verschiedene Kopfgrößen, ideal für den Einsatz mit oder ohne Mütze.
Testsieger bei Kinderfahrradhelmen
Unabhängige Verbraucherorganisationen, Testinstitute, Clubs und spezialisierte Fachmagazine testen Produkte in standardisierten Verfahren nach objektiven Kriterien. Wir vergleichen die Ergebnisse von Stiftung Warentest, ÖKO-TEST, ADAC, TÜV, OEKO-TEX sowie weiteren Institutionen und listen die jeweiligen Testsieger in einer kompakten Tabelle, um euch einen optimalen Überblick zu verschaffen.
Testergebnisse im Überblick
In einem internationalen Test von Stiftung Warentest mit dem ADAC 2022 wurden 18 Kinderfahrradhelme auf Unfallschutz, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffe geprüft, wobei Unfallschutz 50% des Gesamtergebnisses ausmachte. Die Bewertung umfasste erweiterte Stoßdämpfungsprüfungen, Abstreifsicherheit, Riemenbelastbarkeit und Sichtbarkeit im Dunkeln, während Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffbelastung die restlichen 50% bestimmten, mit möglichen Abwertungen bei Mängeln.
Ergebnisse: Unter den 18 getesteten Kinderfahrradhelmen, die für eine Bandbreite an Kopfumfängen von kleinen Mitfahrern bis hin zu größeren Kindern geeignet sind, variieren die Preise von 12 bis 100 Euro. Während der Testsieger Abus für 50 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bieten alle Helme Schutz vor Kopfverletzungen, allerdings passen nicht alle optimal zu jeder Kopfform, und ein Modell, der Cube, wurde wegen hoher Mengen eines bedenklichen Weichmachers kritisiert.
| Kinderfahrradhelm | Größe | Testergebnisse |
|---|---|---|
| Abus Youn-I 2.0 | 2 Größen (48 - 57 cm) | Testsieger Fahrradhelm für Kinder (Gesamtnote 2,2) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Alpina Pico Flash | 50 - 55 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Casco Mini 2 | 46 - 52 cm | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Lidl Crivit Kinder Fahrradhelm Art.-Nr. 366848 | 2 Größen (46 - 54 cm) | „gut“ (Gesamtnote 2,4) bei Stiftung Warentest 2022 |
| Woom Kids Helm | 3 Größen (46 - 56 cm) | „befriedigend“ (Gesamtnote 2,6) bei Stiftung Warentest 2022 |
Wichtige Aspekte beim Kauf eines Kinderfahrradhelms
Um Ihrem Kind beim Fahrradfahren den optimalen Schutz und Komfort zu bieten, sollten Sie einen zu diesem Zweck bestimmten Kinderfahrradhelm kaufen. Andere Sporthelme wie etwa Skihelme oder Reithelme sind für andere Zwecke bestimmt. Wir raten davon ab, sie zum Fahrradfahren zu verwenden.
Keinen Helm zu tragen ist aus unserer Sicht auch keine Alternative. Auch wenn in Deutschland derzeit keine Helmpflicht herrscht, gewährt ein Fahrradhelm wichtigen Schutz im Straßenverkehr auf dem Rad. Deshalb sollten Sie Ihr Kind von klein auf an das Tragen eines Helms gewöhnen.
Auf die folgenden Punkte sollten Sie beim Kauf eines Kinderfahrradhelms achten:
- Größe und Verstellbarkeit: Die Größe des Helmes ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf. Sie ist entscheidend für Sicherheit und Tragekomfort. Stellen Sie sicher, dass der Helm Ihrem Kind gut passt. Dafür sollten Sie vorher den Kopfumfang ausmessen. Wenn Sie den Helm in einem Laden kaufen, sollte er vor dem Kauf unbedingt anprobiert werden. Bei Onlinekäufen können Sie ihn zu Hause anprobieren und gegebenenfalls zurückschicken. Bedenken Sie außerdem, dass der Kopf Ihres Kindes noch wächst. Ein verstellbarer Helm kann also länger verwendet werden.
- Design: Auch wenn ein Helm hauptsächlich schützen soll, spielt das Design eine wichtigere Rolle, als man denkt. Wenn dem Kind der Helm nicht gefällt, wird es ihn auch ungern oder seltener tragen. Beziehen Sie Ihr Kind deshalb in den Auswahlprozess mit ein. Die meisten Helme gibt es in mehreren Farben und Designs. Falls die Auswahl sehr groß ist, können Sie eine Vorauswahl treffen und Ihr Kind dann wählen lassen.
- Gewicht: Wenn das Kind den Helm über längere Zeit tragen soll und damit lange Strecken zurücklegt, sollte der Helm nicht zu viel wiegen. Schon deshalb empfehlen sich Mikroschalenhelme. Ein leicht ertragbares Gewicht sind etwa bis zu 300 Gramm.
- Belüftung mit Insektenschutz: Der Helm sollte auf jeden Fall über ein gute Belüftungssystem verfügen, um unangenehmes Schwitzen zu vermeiden. Außerdem brauchen die Lüftungsschlitze einen Insektenschutz in Form eines feinmaschigen Netzes, damit beim Fahren keine kleinen Tierchen unter den Helm gelangen.
- Zustand: Kaufen Sie nur Helme im Neuzustand. Gebrauchte Helme können auch unsichtbar im Inneren beschädigt sein und nicht mehr genug schützen. Deshalb sollten Sie auch nach einem Unfall den Helm Ihres Kindes auf jeden Fall austauschen, auch wenn keine Schäden sichtbar sind.
- Prüfsiegel: Fahrradhelme müssen ganz bestimmten Sicherheitsstandard entsprechen, um verkehrstauglich zu sein. Dafür brauchen Sie eine Überprüfung vom TÜV, sowie ein CE und GS (Geprüfte Sicherheit) Prüfzeichen. Außerdem sollte ein Hinweis auf die EU-Norm EN 1078 (Fahrradhelme) bzw. EN 1080 (Stoßschutzhelme für Kleinkinder) vorhanden sein.
Der richtige Sitz ist entscheidend
Dass der Helm richtig sitzt und bei einem Unfall nicht herunterfällt, ist das A und O der Sicherheitsvorkehrungen für Ihre Kinder beim Radfahren. Wir erklären, wie Sie die richtige Größe finden und den Helm perfekt anpassen.
Größe bestimmen:
Zunächst sollten Sie einen Helm in der passenden Größe kaufen. Dabei sind Bezeichnungen wie XS, S oder M nicht immer einheitlich. Achten Sie deshalb auf den angegebenen Umfang in Zentimetern. Um den Kopfumfang Ihres Kindes zu ermitteln, können Sie ein Maßband verwenden. Setzen sie dieses an der Stirn etwa 1 Zentimeter über den Augenbrauen an und messen Sie den Umfang über den Hinterkopf. Eine reine Bestimmung nach Alter sollten Sie nicht vornehmen, da der Kopfumfang variiert. Jungen haben meist größere Köpfe als Mädchen. Für eine ungefähre Orientierung können Sie trotzdem folgende Angaben verwenden:
- 0-3 Jahre: 44 bis 52 Zentimeter
- 2-7 Jahre: 46 bis 57 Zentimeter
- 5-12 Jahre: 52 bis 60 Zentimeter
- 12 Jahre oder älter: 52 bis 65 Zentimeter
Feineinstellung des Kopfbandes:
Bei den meisten Helmen befindet sich hinten ein Rädchen, um die Größe genauer einzustellen. Setzen Sie Ihrem Kind den Helm auf und drehen Sie an dem Rad, bis der Helm fest sitzt. Drehen Sie aber nicht zu stark, sonst wird das Tragen des Helms schnell unangenehm. Um zu überprüfen, ob der Helm richtig sitzt, lassen Sie das Kind den Kopf in alle Richtungen schütteln. Er sollte sich nicht bewegen.
Einstellung des Kinnriemens:
Der Haltegurt sorgt dafür, dass der Helm an Ort und Stelle hält. Dabei sollte er nicht zu fest und nicht zu locker sitzen. Der Riemen sollte unter dem Kiefer gegen den Hals entlanglaufen, nicht auf dem Kiefer auflegen. Verstellen können Sie ihn am Verschlusssystem.
Reinigen Sie den Helm regelmäßig, um eventuelle Beschädigungen besser zu erkennen. Für die Schale können Sie einfach ein in warmes Wasser getränktes Tuch verwenden. Außerdem sollten auch die Polster regelmäßig gewaschen werden. Dafür ist gut, wenn sie herausnehmbar sind. Entfernen Sie tote Insekten nach einer Fahrt aus den Netzen der Belüftungsschlitze.
Wenn der Helm sauber ist, sollten Sie ihn auf beschädigte Stellen oder Risse untersuchen. Falls Sie dabei etwas finden, muss der Helm ausgetauscht werden.
Weitere Testergebnisse von Stiftung Warentest und ADAC
Wenn Kinder aufs Fahrrad steigen, sollten sie stets einen Helm tragen, um bei einem Sturz oder Unfall geschützt zu sein. Doch nicht alle Helme sind gleich gut, wie ein gemeinsam von ADAC und Stiftung Warentest durchgeführter Test von 18 Helmen beweist.
Die Auswahl an Fahrradhelmen für Kinder ist enorm groß. Doch welcher Helm ist der beste? Dieser Frage sind der ADAC und die Stiftung Warentest nachgegangen. 18 Helme mussten sich in den Kategorien Sicherheit, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffgehalt beweisen.
Wichtigstes Kriterium im Test mit einem Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote ist natürlich der Unfallschutz. Schließlich ist das der Grund, warum man einen Helm trägt: Im Falle eines Sturzes oder eines Unfalls kann er schwere Kopfverletzungen abmildern oder gar ganz verhindern. Umso erstaunlicher, dass nur der Testsieger von Abus und der Helm von Casco in dieser Kategorie mit der Note 2,5 gerade noch das Testurteil "gut" erreichten. Am schlechtesten beim Unfallschutz schnitt der Lazer Gekko mit 3,6 ("ausreichend") ab.
Der Testsieger überzeugte bei Unfallschutz und Handhabung sowie in der Hitze- und Schadstoffprüfung. Sein Preis von 50 Euro ist angemessen und liegt im mittleren Bereich des Testfeldes.
Überraschend gut schnitt auch der günstigste Helm im Test ab. Das Modell Crivit vom Discounter Lidl kostet nur 12 Euro und erreichte dennoch Spitzenwerte bei Handhabung und in Teilen beim Unfallschutz, weil er durch ein festes Kinnband sicher sitzt und sich nicht leicht abstreifen lässt. Zusätzlich lässt er sich bequem tragen und einstellen und er verfügt über Reflektoren und LED-Beleuchtung. Am Ende teilte sich der Crivit mit der Note 2,4 gemeinsam mit den Helmen von Casco und Alpina den zweiten Rang.
Wichtig: Sichtbarkeit im Straßenverkehr
Enorm wichtig für die Sicherheit im Verkehr ist auch die Erkennbarkeit der Fahrradhelme bei Dunkelheit durch Reflektoren oder Beleuchtungseinrichtungen wie LEDs. Hier boten alle Fabrikate im Vergleich noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Keines der 18 Modelle kam in dieser Disziplin über die Note "befriedigend" hinaus.
Da die Tester beim Modell Linok X Actionteam von Cube sehr hohe Mengen an Weichmachern im Kinnpolster entdeckten, fiel dieser Helm trotz seiner Bestleistungen beim Unfallschutz am Ende mit der Note 5,5 im Test durch. Sollten sich die Ergebnisse bei eigenen Schadstoffprüfungen des Herstellers bestätigen, hat dieser einen kostenlosen Austausch des Kinnpolsters in Aussicht gestellt.
In punkto Haltbarkeit und Sicherheit war auch die Hitzebeständigkeit der Helme ein Testkriterium. Hierzu wurde das Szenario eines Helmes auf der Heckablage des Autos im Hochsommer simuliert. In dieser Disziplin schlugen sich nahezu alle Helme gut, Ausreißer waren lediglich die Modelle von Nutcase und Prophete. Bei Letzterem löste sich unter hoher Temperatureinwirkung sogar die äußere Helmschale ab.
Fahrradhelme für Kinder: Kauftipps
- Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.
- Da jede Kopfform individuell ist, empfiehlt es sich, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Helms überprüfen und ein Fehlkauf vermeiden.
- Jeder Helm muss nach einem Sturz ersetzt werden, da dabei nicht sichtbare Schäden entstanden sein können. Dadurch könnte die Schutzfunktion des Helms teilweise oder vollständig beeinträchtigt sein.
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