Die Sicherheit beim Radfahren muss stimmen - auch auf dem Kopf. Bevor die Radtour beginnt, gilt es daher, den Fahrradhelm richtig einzustellen. Auch wenn in Deutschland keine Helmpflicht beim Radfahren besteht, lohnt sich bei jeder Fahrt der Schutz des Kopfes durch einen passenden Fahrradhelm.
Vor dem Kauf: Die richtige Helmgröße finden
Bevor du dir einen neuen Fahrradhelm kaufst, solltest du dir über die richtige Größe Gedanken machen. Helmgrößen richten sich nach dem Kopfumfang. Obwohl eigentlich alle neuen Fahrradhelme eine Kopfumfangsverstellung haben, gibt es unterschiedliche Helmgrößen. Die Verteilung der Größen kann je nach Hersteller variieren.
So ist etwa ein Helm in Größe M von Alpina für einen Kopfumfang von 55 bis 57 cm gedacht, während ein Helm von MET in Größe M für 56-59 cm passen soll. Also heißt es vor dem Helmkauf, Kopfumfang messen! Dazu nimmst Du Dir ein Maßband und legst es ca. 2 cm über Deinen Augenbrauen an und führst es einmal um Deinen Kopf. Dabei sollte das Maßband ein bisschen nach hinten abfallen. Ist das Maßband richtig angesetzt, kannst Du es stramm ziehen und Deinen Kopfumfang ablesen.
Ebenfalls gilt zu beachten, dass Hersteller unterschiedliche Musterköpfe verwenden. Daher ist nicht gesagt, dass jeder ausreichend große Helm jedem Träger oder jeder Trägerin gleich gut passen wird. Am besten ist, du findest „Deinen“ Hersteller durch sorgfältiges Ausprobieren, damit es beim Radfahren keine unangenehmen Druckstellen gibt, die Dir den Spaß vermiesen.
Den Helm richtig einstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Helm muss nicht nur richtig passen, sondern auch korrekt getragen werden. Setze den Helm zur Überprüfung der richtigen Passform auf und passe ihn gegebenenfalls an. Zieh das Haltesystem fest und schließe den Verschluss. Versuche dann, den Helm mit den Händen nach vorn und hinten zu schieben. Um nicht die Sicht zu behindern oder die Stirn unbedeckt zu lassen, darf sich der Helm nicht nach vorn oder hinten bewegen.
Dein Fahrradhelm darf nicht auf den Augenbrauen kleben und sollte nicht zu weit im Nacken sitzen. Dabei solltest Du folgende Punkte beachten:
- Der Kinnriemen sollte so fest wie möglich sitzen, Dich aber nicht beim Atmen oder Mund öffnen hindern
- Das Gurtdreieck sollte direkt unter dem Ohrläppchen sitzen
- Die Gurte, die das Dreieck bilden, sollten auch fest am Kopf anliegen und dem Helm wenig Spiel zur Bewegung bieten
Bei der Einstellung der Gurte solltest Du sehr sorgfältig vorgehen. Die Weitenverstellung ist bei Fahrradhelmen längst Standard. Drehe sie so weit zu, bis Du merkst, dass der Helm eng anliegt. Setze den Helm auf und bediene die Umfangseinstellung, bis Du merkst, dass der Helm eng wird. Danach solltest Du den Helm nicht mehr vom Kopf abheben können, ohne einen deutlichen Widerstand zu spüren.
Es gibt auch einige Helmmodelle, bei denen das Einstellsystem in der Höhe verstellt werden kann, was je nach Kopfform oder zum Beispiel bei Frauen mit Zopf praktisch sein kann. Um den Helm auszuziehen, musst Du die Einstellung dann erst wieder lösen.
Kinnriemen richtig einfädeln und einstellen:
- Setz den Helm auf. Er sollte direkt über den Augenbrauen sitzen und die Stirn bedecken.
- Halte auf der linken Seite die Schnalle unter dem Kinn fest und schiebe den Riementeiler bis unterhalb des Ohrläppchens. Die Riemen sollten flach am Kopf anliegen.
- Arretiere den Riementeiler. Sollte der Riemen links locker sitzen, musst du ihn von rechts über die Helmrückseite straff ziehen.
- Achte darauf, dass der Kinnriemen richtig durch die rechte Schnalle geführt ist.
- Schließe die Schnalle. Vergewissere dich, dass die Schnalle richtig geschlossen ist. Wenn der Verschluss einrastet, ist ein Klickgeräusch zu hören. Versuche dann, die Schnalle an beiden Kinnriemen auseinanderzuziehen.
- Stell den Kinnriemen wie gezeigt so ein, dass er an der Unterseite des Unterkiefers anliegt.
Ich verzweifle regelmäßig, wenn sich eine dieser häufig verwendeten Steckschnallen ("Klickverschluss", Steckschließer) z.B. am Fahrradhelm oder Koffergurt oder Rucksack aus den Riemen löst - ich bring's einfach nicht fertig, den Riemen wieder so einzufädeln, dass die Schließe nicht sofort wieder herausrutscht. Den Riemen durch den ersten Schlitz ziehen. Dann durch den zweiten Schlitz herum und zurück wieder in den ersten Schlitz ziehen, so daß der Riemen zweimal durch den ersten Schlitz geht und sich selbst gegenseitig reibt.
Was tun, wenn der Helm noch wackelt?
Wackelt der Helm trotz sorgfältiger Einstellung noch auf dem Kopf, kann es eigentlich nur daran liegen, dass der Helm zu groß ist die Helmpolster zu dünn sind. Bei den meisten Helmen liegen Helmpolster in 2 Dicken bei oder sie sind nachträglich als Ersatzteil zu kaufen
Kinnriemen kürzen
Je nach Kopfgröße kann der Kinnriemen nach den Anpassungen überstehen. Du kannst ihn entweder falten und in die Halteschlaufe einstecken oder ihn einfach kürzen. Wenn du ihn kürzt, lass ihn mindestens 25 mm lang hinter der Schnalle überstehen. Nach dem Kürzen des Riemens solltest du die Enden mit einem Feuerzeug anschmelzen, um ein Ausfransen zu vermeiden. Halte die Flamme dabei so weit wie möglich vom Helm entfernt. Beachte bitte, dass der Riemen entflammbar ist.
Solltest du Probleme haben, deinen Helm korrekt anzupassen, wende dich an deinen Trek-Händler.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
- Kopfumfang messen: Ermittle mit einem Maßband oder mit einer Schnur und einem Lineal den Umfang deines Kopfes. Miss dabei horizontal über deinen Augenbrauen und über deinen Ohren.
- Passform anpassen: Um unterschiedlichen Kopfgrößen besser zu passen, sind einige Helmmodelle von Bontrager in mehreren Größen erhältlich. Um die richtige Größe zu finden, setz dir einen Helm auf und passe mit dem Verstellsystem hinten am Helm die Passform an.
- Korrekter Sitz: Ein korrekt sitzender Helm fühlt sich komfortabel an. Um wirksam zu schützen, muss ein Helm ordnungsgemäß getragen und gewartet werden.
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