Auch im Sommer kann es auf dem Fahrrad schnell gefährlich werden - sei es durch plötzliche Wetterumschwünge, Nebel oder einsetzende Dämmerung. Umso wichtiger ist es, im Straßenverkehr gut gesehen zu werden und selbst ausreichend Sicht zu haben. Gerade bei sportlichen Rädern wie Gravelbikes fehlt oft eine fest verbaute Beleuchtung. In solchen Fällen sind leistungsstarke Akku-Leuchten zum Anstecken die ideale Lösung - vorausgesetzt, sie bringen genug Lichtleistung, eine sinnvolle Ausstattung und ausreichend Akkulaufzeit mit.
IMTEST Fahrradlichter Test
IMTEST hat sechs aktuelle Lichtsets miteinander verglichen. Den Testsieg konnte dabei das Set Ixon Rock / Brixxi von Busch + Müller erlangen, knapp dahinter lag bereits der Preis-Leistungs-Sieger von Osram, das LEDs Bike Race 100 Set. Aber auch die anderen Lichter, wie beispielsweise das beliebte Set Aura 100 / Blaze Link von Sigma wussten zu überzeugen.
Die IMTEST-Favoriten
IMTEST fasst zusammen, womit der Test- und der Preis-Leistungssieger überzeugten.
1. Platz & Testsieger: Busch + Müller: Set Ixon Rock & Brixxi
Alle Fahrradlichter im Test sind schon mit guten Funktionen ausgestattet, aber das Set Ixon Rock & Brixxi von Busch + Müller legt noch eine Schippe drauf. Gerade bei der Messung, bei der IMTEST den hellsten Wert des Frontlichts in zwei und fünf Meter Entfernung ermittelt hat, lag das Ixon Rock mit 2.484 Lux (zwei Meter) und 419 Lux (fünf Meter) weit vorne. Dabei stehen dem Nutzer insgesamt drei Leuchtstufen zur Verfügung, das Rücklicht kommt mit einer Brems- und Notbremslichtfunktion.
Zur Befestigung des Frontlichts hat Busch + Müller sich für einen Ring mit Schraube entschieden, der individuell am Lenker festgezogen werden kann. Das Rücklicht wird hingegen mit einer Gummilasche befestigt. Beide Halterung können solo am Fahrrad bleiben, die Lichter werden jeweils an einer Art Drehring montiert. Das ist anfangs etwas kompliziert und kann nur mit beiden Händen erledigt werden.
Bestes Ergebnis bei Schnellladetest
Wie Busch + Müller selbst beschreibt, bringt das Ixon Rock eine Schnellladefunktion mit. Dies bestätigte sich auch im Test: Nach nur zehn Minuten laden hielt das Frontlicht 1:17 Stunden - so lang wie kein anderer Testkandidat. Dies ist durchaus eine sehr nützliche Funktion, wenn es eben schnell gehen muss.
Beim Dauer-Brenn-Test, bei dem das Licht mit vollem Akku „durchlaufen“ musste, schaffe das Frontlicht allerdings nur 3:45 Stunden. Das Rücklicht hielt hier sehr viel länger durch und ging erst nach 9:49 Stunden aus.
Ein praktisches Feature ist zudem die Powerbank-Funktion des Frontlichts mit einer Leistung von 1.500 Milliamperestunden. Damit können kleinere, elektronische Geräte wie etwa eine Smartwatch, Bluetooth-Kopfhörer oder Fitnesstracker geladen werden. Diese zusätzliche „Power“ macht sich jedoch auch im Gewicht bemerkbar, denn mit 154 Gramm ist das Frontlicht vergleichsweise schwer. Busch + Müller gibt als Preis für beide Lichter 126,80 Euro an. Damit ist der Testsieger das teuerste Set unter allen Kandidaten.
- PRO: Nach zehnminütiger Ladung mit 1:17 die längste Brenndauer
- KONTRA: Verhältnismäßig teuer (126,8 Euro)
- Imtest Ergebnis: gut 1,9
2. Platz & Preis-Leistungssieger: Osram LEDsBike Race 100 Set
Die Fahrradlichter von Osram lassen sich sowohl das Front- als auch das Rücklicht schnell, unkompliziert und ohne Werkzeug per Gummilasche an Lenker und Sattelrohr befestigen. Diese Halterung kann auch am Fahrrad sitzenbleiben, wenn man das Licht abnimmt. Zusätzlich lassen sich zur optimalen Ausrichtung das Frontlicht horizontal und das Rücklicht vertikal verstellen.
Zum Einschalten genügt ein kurzer Knopfdruck und man sieht direkt per LED-Anzeige, in welcher Lichtstufe man sich befindet und wie der Akkustand ist. Neben drei Leuchtstufen bringt das Frontlicht einen Auto-Modus mit, der sich an die Lichtverhältnisse selbstständig anpasst. Auch das Rücklicht verfügt über diese, sowie eine Bremslicht-Funktion.
Osram-Rücklicht überzeugt mit längster Brenndauer
Beim Messen der Akkulaufzeit ergab sich für das Frontlicht mit 4:21 Stunden ein vergleichsweise sehr durchschnittlicher Wert, während das Rücklicht mit 11:35 länger brannte als alle anderen. Das beste Ergebnis unter allen Kandidaten konnte das Frontlicht beim Schnellladetest erzielen. Mit komplett leerem Akku hat das Testteam die Lampe für zehn Minuten geladen, um dann zu ermitteln, wie lange sie danach durchhält. Eine typische Situation, wenn man unterwegs ist und gerade noch etwas „Saft“ für den Heimweg benötigt.
Dabei erzielte das Frontlicht des LEDsBike Race 100 Sets sowohl in der kürzeren Distanz mit 2.207 Lux, als auch in der weiteren Distanz mit 399 Lux nach dem Testsieger von Busch + Müller die zweitbesten Ergebnisse. Mit einem Setpreis von 49,99 Euro ruft Osram etwa nur die Hälfte von dem auf, was alle anderen Hersteller für ihr Lichtset verlangen. Einziger Wehrmutstropfen: Sollte nach längerem Gebrauch oder durch Witterungseinflüsse die Gummilasche der Befestigung kaputtgehen, kann sie aktuell nicht nachgekauft werden.
- PRO: Automatische Lichtanpassung bei Front- und Rücklicht
- KONTRA: Gummihalterung nicht nachkaufbar
- Imtest Ergebnis: gut 2,0
Weitere Testkandidaten im Überblick
Auch unter den Plätze drei bis sechs finden sich attraktive Sets.
3. Platz: Sigma Aura 100 / Blaze Link
Seit Jahren eines der beliebtesten Fahrradlichter-Sets auf dem Markt ist das Aura 100 / Blaze Link von Sigma. Besonders hervorzuheben ist hier, dass sich das Rücklicht mit dem Vorderlicht automatisch koppelt. So genügt ein Doppelklick auf den Einschalter des Frontlichts und beide Lichter gehen an. Im Test überzeug das Sigma-Set mit guten Helligkeitswerten. So bot es bei zwei Metern Entfernung 1.916 Lux, bei fünf Metern 395 Lux.
Ist der Akku unterwegs leer, kann der Fahrer nach einer zehnminütigen Schnellladung wieder für 42 Minuten vom Frontlicht profitieren. Lädt er beide Lichter komplett auf, bringt das Frontlicht eine Leuchtdauer von 4:52 Stunden mit, das Rücklicht schafft sehr lange 10:16 Stunden. Bei Bedarf sind alle Halterungen nachkaufbar.
- PRO: Front- und Rücklicht lassen sich koppeln, das vereinfacht die Bedienung
- KONTRA: Mit 109,95 Euro das zweitteuerste Set im Test
- Imtest Ergebnis: gut 2,1
4. Platz: Trelock Lighthammer 80 USB Set
Das Trelock Lighthammer 80 USB Set kommt anders als die Kandidaten auf den Plätzen ein bis drei nicht mit angegebenen 100 Lux, sondern mit 80 Lux. Damit braucht es sich aber bei der Messung des hellsten Punktes in zwei und fünf Metern nicht zu verstecken und bot hier gute 1.982 Lux beziehungsweise 365 Lux. Was den vierten Kandidaten nun von den vorderen Plätzen trennt, ist die Akkulaufzeit. Das Frontlicht brachte es auf 4:44 Stunden, das Rücklicht auf 5:49 Stunden. Beides Werte sind im Alltag durchaus ausreichend, bieten jedoch keine positiven Ausreißer.
Nach einer Schnellladung von zehn Minuten kann der Radler noch beruhigt den Heimweg antreten, wenn dieser 30 Minuten nicht überschreitet. Die Halterung, eine Gummilasche, ist fest am Licht verbaut und muss immer mit abgenommen werden. Es besteht praktischerweise die Möglichkeit, die Halterung auf die andere Seite des Frontlichts zu schrauben, um es auch unterm Lenker zu befestigen.
- PRO: Gute Helligkeitswerte in zwei und fünf Metern Entfernung
- KONTRA: Halterung direkt am Licht befestigt, begünstigt schnelleren Verschleiß
- Imtest Ergebnis: gut 2,4
5. Platz: Axa Dwn 100 Set
Das Axa Dwn 100 Set kommt, wie der Name erahnen lässt, laut Hersteller mit 100 Lux. Bei der Messung der Helligkeit in zwei und fünf Metern Enfernung lieferte es entsprechend gute Werte. Bei zwei Metern zeigte das Luxmeter einen maximalen Wert von 1.994 Lux, bei fünf Metern waren es noch 389 Lux. Sowohl das Frontlicht als auch das Rücklicht lassen sich per Gummilasche, die direkt am Licht befestigt ist, montieren.
Dabei bietet das Rücklicht von seiner Bauweise her die Möglichkeit, es auch direkt am Rahmen befestigen zu können. Das Rücklicht kann sogar vertikal stehen. Im Test brannte das Vorderlicht insgesamt 5:12 Stunden, die Akkuanzeige zeigt in fünf Stufen den aktuellen Stand. Fast gleich lang, nämlich 4:56 Stunden, hält der Akku des Rücklichts durch. Beim Schellladetest von zehn Minuten brachte es das vordere Licht auf eine Laufzeit von 31 Minuten, also ähnlich lang wie das Licht von Axa.
- PRO: Montagemöglichkeit des Rücklichts an Rahmen und Sattelrohr, Bremslichtfunktion
- KONTRA: Gummihalterung direkt am Frontlicht montiert, dass es immer komplett abgenommen werden muss
- Imtest Ergebnis: gut 2,5
6. Platz: Cateye Gvolt 70.1 / Micro G
Das Cateye Gvolt 70.1 / Micro G besticht durch seine sportliche Optik und der Möglichkeit, es ohne zusätzlichen Aufwand „normal“ und „auf dem Kopf“ montieren zu können. Ein Ring plus Schraube erlauben dabei die individuelle Anpassung an die Dicke des Lenkers. Allerdings lässt sich das Frontlicht, anders als alle anderen Testkandidaten, dann nicht mehr horizontal einstellen. Die Helligkeitsangabe des Herstellers beträgt beim Frontlicht 70 Lux. Das ist weniger als alle anderen, weshalb die Messungen entsprechend niedriger ausfielen.
Bei zwei Metern Entfernung zeigte das Messgerät 1.433 Lux an, bei fünf Metern lag der Wert noch bei 276 Lux. Auch, wenn das deutlich weniger ist als bei den anderen Testkandidaten, ist das für die Nutzung im Straßenverkehr dennoch viel und in Ordnung. Nach zehn Minuten Ladung schaffte es mit 26 Minuten Laufzeit weniger als die anderen Lichter.
Ganz anders sah es jedoch aus, als der Akku vollgeladen war. Hier glänzte das Frontlicht mit der längsten Brenndauer von allen (6:48 Stunden). Das Rücklicht machte nach 4:18 Stunden schlapp, so schnell wie kein anderes.
- PRO: Anbringung „auf dem Kopf“ ohne die Halterung umzubauen
- KONTRA: kürzeste Akkulaufzeit Rücklicht, geringste Laufzeit nach Schnellladetest
- Imtest Ergebnis: befriedigend 3,2
So testet IMTEST Fahrradlichter
Die Fahrradlichter-Sets mussten sich verschiedenen Prüfungen stellen, die mit in die Gesamtwertung einflossen. Dazu gehörten unter anderem:
- Leistung: Jeder Hersteller gibt auf seiner Packung eine Lichtstärke, meist in der Einheit Lux, an. Um einen praxisnahen Bezug herzustellen, hat IMTEST in einem komplett dunklen Raum die Werte in zwei und fünf Metern Entfernung im jeweils hellsten Punkt mit einem sogenannten Luxmeter gemessen.
- Akku-Test: Das Testteam hat die Vorder- und Rücklichter komplett aufgeladen und in der höchsten Stufe so lange leuchten lassen, bis der Akku wieder leer war. Für den Schnellladetest hat IMTEST ebenso ermittelt, wie lange der Akku durchhält, wenn man kurz vor der Abfahrt das Licht „mal eben“ für zehn Minuten lädt, wenn es zuvor leer war.
- Handhabung und Umweltgedanke: Wie ist es diesbezüglich bei den Fahrradlichtern bestellt? Mit welch einer Halterung sind die Lichtersets ausgestattet und wie einfach lassen sich die Modelle ein- und ausschalten? Darüber hinaus für den Umweltgedanken relevant: Welcher Hersteller bietet die Möglichkeit, Halterungen nachzukaufen, die durch Witterung oder starker Nutzung kaputt gegangen sind.
Ratgeber: Darauf kommt es bei Kauf und Montage an
IMTEST fasst kurz zusammen, worauf Radfahrer achten sollten.
Licht ist Pflicht
Wer mit seinem Fahrrad oder E-Bike im Straßenverkehr unterwegs ist, braucht ein funktionierendes Licht. Ist keine Beleuchtung vorinstalliert, muss nachgerüstet werden. Allerdings müssen die Sets nicht permanent mitgeführt werden. Es reicht, wenn sie bei entsprechende Lichtverhältnissen einsatzbereit sind. Wer aber dann ohne erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von mindestens 20 Euro rechnen.
Diese Lichter sind erlaubt
Seit 2013 dürfen akkubetriebene Lichter an Fahrrädern nachgerüstet werden, was gerade minimalistischen City-E-Bikes oder Gravelbikes zugutekommt. Allerdings brauchen diese Leuchten eine Zulassung durch das Kraftfahrtbundesamt, auch StVZO-Zulassung genannt. Diese erkennt man anhand des Wellensymbols plus dem Buchstaben K, gefolgt von einer Nummer.
Des Weiteren benötigen Räder, die am Straßenverkehr teilnehmen möchten, einen ebenfalls mit der „K-Nummer“ gekennzeichneten Rückstrahler in Rot, einen in Weiß für vorne. Gelbe Rückstrahler in den Pedalen und „Katzenaugen“ oder wahlweise ein reflektierender Streifen im Reifen dürfen ebenso nicht fehlen. Zum Vorteil, aber nicht Pflicht, ist eine Bremslichtfunktion des Rücklichts, das zusätzliche Sicherheit bietet, wenn sich Fahrräder und Autos eine Straße teilen müssen.
Die richtige Montage
Die meisten nachrüstbaren Fahrradlichter lassen sich recht schnell und ohne Werkzeug am Lenker und der Sattelstange montieren. Doch gerade beim Vorderlicht gibt es ein paar Regeln zu beachten, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird.
Fahrradhelme mit Licht im Test
Da Fahrradhelme UV-Strahlung, Regenwasser und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, halten sie nicht ewig. Vielfahrer sollten alle drei bis fünf Jahre einen neuen Kopfschutz anschaffen, Gelegenheitsfahrer nach fünf bis acht Jahren.
Hier eine Übersicht von getesteten Fahrradhelmen mit Licht:
- MET Mobilite Helm: Kinnriemen mit Fidlock-Magnetlasche, MIPS-System, gute Lichtposition und -stärke.
- Btwin City 540 von Decathlon: Kompatibel mit Elops RL 510-Rücklicht, einfach abnehmbares Licht, gut sichtbar.
- Uvex City I-Vo: Leichtester Helm im Testfeld, Licht nicht so stark und etwas tiefer angebracht.
- Urban Luminite: Komplett reflektierend, USB-Licht ganz oben montiert, kleinste Leuchtfläche.
- Lazer CityZen: KinetiCore-Technik, Top-Werte im senkrechten Sturztest, hohes Gewicht.
- Giro Caden II: Helles Licht, schweres Modell, Schirm für Regenschutz.
- Agu Civick LED: Leichter Helm, helle Beleuchtung, Innenschale etwas hart.
- Alpina Haga: Schwache Lichtstärke, auffällige Farbe, Reflektoren, bequemer Sitz.
- C-Pure: Optisch wie Skihelm, Kinnriemen rutschte im Abstreiftest, Licht zu tief angebracht.
- Abus Urban-I 3.0 Signal: Kleiner Schirm, magnetisches Fidlock-System, Licht klein und von der Seite kaum sichtbar.
- Livall C20: Bewegungssensoren, Notfallkontaktbenachrichtigung, guter Aufprallschutz, festes Rücklicht.
Aktive Sichtbarkeit wie LED-Rücklichter sorgen für ein Plus an Sicherheit im Straßenverkehr. Entscheidend ist nicht nur, wie hell das Licht strahlt, sondern auch Blinkfunktion und Position. Hierfür wichtig: Es muss weit genug oben angebracht sein, damit es nicht von der Kapuze verdeckt wird und idealerweise auch von der Seite sichtbar ist.
Neben der Beleuchtung gibt es weitere Ausstattungsmerkmale, die im Alltag entscheidend sein können: Reflektierende Elemente, Belüftungsöffnungen, oder auch ein kleiner Schirm über den Augen sind zumeist sehr nützlich. Ein leicht zu bedienender Kinnverschluss, weiches Innenmaterial in der Schale und am Riemen oder eine höhen- und weiteneinstell-bare Haltekonstruktion im Nackenbereich tragen zur Nutzerfreundlichkeit bei.
Helmlampen fürs MTB: Wie viel Lumen sind wirklich nötig?
Nicht die reine Lichtmenge, sondern vielmehr eine breite Ausleuchtung und eine homogene Lichtverteilung entscheiden über den Fahrspaß mit dem MTB bei Nacht. Außerdem spielen das Gewicht und die Größe der Helmlampe eine wesentliche Rolle.
Getestete Helmlampen
- Helmlampen ab 6000 Lumen: Cateye Volt6000, Lupine Alpha, Magicshine Monteer 6500
- Helmlampen bis 3000 Lumen: Acid HPA 2000, Gloworm X2, Light & Motion Seca 2500, Lupine Piko R4, Moon X-Power 2500, Silva Exceed 3X
Akkulaufzeiten der Helmlampen fürs MTB
Im Schnitt reichen die Tanks für gerade mal anderthalb Stunden Fahrt auf höchster Stufe. Wer im Gelände Spaß haben möchte, muss sich dem Wettrüsten auf dem Lampenmarkt allerdings nicht anschließen. Rund 2000 Lumen reichen selbst für sportliche Einsätze. Wer etwas länger durch die Nacht treten möchte, investiert besser in einen zusätzlichen Akku und freut sich über das geringe Gewicht, das die kleinen Leuchten auf dem Helm bringen.
Alternative: StVZO-Beleuchtung Supernova M99 Mini Pro B54
Mit dem M99 Mini Pro B54 bietet Supernova einen der hellsten, für den Straßenverkehr zugelassenen Scheinwerfer am Markt. Biegt man ins Gelände ab, lässt sich per Druck auf die Fernbedienung das Fernlicht mit 1641 Lumen entfesseln. Die M99 kann per App und Smartwatch gesteuert werden und zeigt die verbleibende Akku-Laufzeit minutengenau an.
Fakten zur Supernova M99 Mini Pro B52 Lampe:
- Preis: 579 Euro
- Technik / Akku: 11 Automotive-LEDs / 54 Wh
- Gewicht Lampe / Akku: 184 g / 318 g
- Akku-Laufzeit / Ladezeit: 2:00 (+2:00) Std. / 54 Wh
- Lumen / Lux gemessen: 1641 / 320
Smarte Fahrradhelme
Einige Helme können mehr als „nur“ den Kopf schützen. Sie leuchten, blinken, spielen Musik, eignen sich zum Telefonieren und senden bei einem Unfall automatisch eine Nachricht an den hinterlegten Notfallkontakt.
Kurzübersicht
- Mit Mesh-Intercom: Sena R1 Evo (kein Frontlicht oder Blinker)
- Beste Beleuchtung: Livall Evo 21 (360-Grad-Licht, Blinker, Bremslicht, SOS-Funktion)
- Airbag-Helm: Hövding 3 (Alternative zum klassischen Helm, benachrichtigt bei Unfall)
Sena R1 Evo
Der Sena R1 Evo kombiniert ein klassisches Design mit Funktionen wie Mesh-Intercom, Telefonie und Musikwiedergabe. Der Helm hat eine hochwertige Verarbeitung und eine flexible Passform. Die Bedienung ist einfach, jedoch gibt es keine App-Anbindung und die Lautsprecher haben keinen Bass.
Livall Evo 21
Der Livall Evo 21 bietet eine gute Beleuchtung mit 360-Grad-Licht, Blinker, Bremslicht und SOS-Funktion. Die Fernbedienung ist praktisch, aber der proprietäre Ladestecker ist ein Nachteil. Das Frontlicht ist nicht sehr hell, aber das Rücklicht ist gut sichtbar.
Lumos Ultra
Der Lumos Ultra ist ein schicker Helm mit hellem Licht, Blinker und App-Steuerung. Das Design ist stromlinienförmig und die Passform ist gut. Es gibt keine Lautsprecher oder Mikrofon und die App bietet nur wenige Einstellmöglichkeiten.
Zusätzliche Informationen
Rad-Alleinunfälle haben sich in den vergangenen 15 Jahren mehr als verdoppelt, dabei sei die Dunkelziffer hoch, heißt es. Dabei sind nicht nur Gehirnerschütterungen, sondern schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden.
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