Fahrradhelm mit Blaulicht Test: Sicherheit und Sichtbarkeit im Fokus

Ein Kind zum Tragen eines Fahrradhelms zu bewegen, ist nicht immer leicht. „Zu uncool“ oder „Stört“ sind oft die schnellen Ausreden. Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland zwar nicht, dennoch ist es mehr als ratsam, einen Kopfschutz zu tragen. Gerade Kinder gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr.

Oft kennen sie die Regeln noch nicht gut genug, unterschätzen Situationen oder werden aufgrund ihrer Größe etwa von Autofahrern einfach übersehen. IMTEST, das Verbrauchermagazin der FUNKE Mediengruppe, hat zusammen mit dem Tüv Süd geprüft, wie robust aktuelle Fahrradhelme sind. Dabei können diese das Verletzungsrisiko des Kopfes deutlich verringern - bei einem frontalen Aufprall mit der Stirn um bis zu 90 Prozent.

Wichtigkeit des Fahrradhelms

Der ADAC weist in seinem Report noch einmal eindrücklich auf die schützende Wirkung von Fahrradhelmen bei einem Unfall hin. Lebensbedrohliche Kopfverletzungen lassen sich mit Helm stark abmildern oder sogar vermeiden. Nach den Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus dem Jahr 2022 tragen nur 40,3 % aller Radfahrer und Radfahrerinnen einen Fahrradhelm.

Bei den Pedelec-Fahrenden ist der Wert mit 60,1 % deutlich höher, aber trotzdem noch ausbaufähig. Dass es sinnvoll ist, den Fahrradhelm zu tragen, belegen die hohen Unfallzahlen. Die Zahl der getöteten Fahrradfahrer ist, laut Branchenmagazin Radmarkt, rückläufig (2023: 444, Minus 6,3 % gegenüber 2022).

Kinderfahrradhelme im Test

Kinderfahrradhelme zwischen 50 und 85 Euro. IMTEST, das Verbrauchermagazin der FUNKE Mediengruppe, hat fünf aktuelle Markenmodelle von Abus, Alpina, Giro, Specialized und Uvex zwischen 49,95 und 85 Euro sowohl in der Praxis als auch im Prüflabor des Tüv Süd getestet. Wie gut sie sich von Kindern tragen lassen und wie robust sie selbst starken Stürzen widerstehen.

Besonders wichtig ist, dass er richtig passt. Er darf weder schief sitzen noch wackeln oder zu tief in den Nacken ragen. Alle Testmodelle haben eine weiche, auswechselbare Polsterung, damit nichts drückt. Die Modelle von Abus und Alpina haben darüber hinaus eine zusätzliche vertikale Größenverstellung im Inneren. Der Kinnverschluss sollte so eingestellt sein, dass gerade noch ein Finger zwischen Verschluss und Kinn passt.

Da jeder Kinderkopf individuell ist, empfiehlt es sich, das Kind beim Kauf mitzunehmen. „Mips“ bedeutet „Multi-directional Impact Protection System“ und ist eine zusätzliche Sicherheitstechnologie, die einige Helme, wie die von Specialized und Giro, in diesem Testfeld bieten. Dabei befindet sich eine zweite, bewegliche Schale unter der Außenschale, die direkt auf dem Kopf aufliegt.

Kommt es zu einem schrägen Aufprall, wird die aufkommende Rotationskraft durch diese bewegliche Schale umgeleitet. Das soll dem Kopf zusätzlichen Schutz geben. Die fünf Testmodelle mussten sich beim Tüv Süd vier verschiedenen Prüfungen unterziehen. Beim Abstreiftest wurde untersucht, wie gut der Helm bei einem Sturz am Kopf bleibt.

Das Ergebnis: Bei allen Helmen verschieben sich die Gurtbänder minimal, nur beim hlmt 4 von Uvex fällt die Verschiebung etwas größer aus. Da der Helm aufgrund seiner Konstruktion aber einen sehr großen Bereich des Kopfes abdeckt, erfüllt er ebenso wie die anderen Modelle die Anforderungen, die die Testnorm DIN EN 1078 vorgibt.

Bei zwei Stoßprüfungen mit erhöhter Aufprallgeschwindigkeit testete der Tüv, was bei einem frontalen und einem darauffolgenden seitlichen Crash passiert. Beim Frontalaufprall wurde sogar mit Werten, die 20 Prozent über der Norm liegen, gearbeitet. Das heißt: Mit rund 23,4 Stundenkilometern (km/h) ließ der Tüv Süd die Helme aus 2,20 Meter Höhe auf einen Sockel aufschlagen.

Ebenso unerschütterlich wie zäh zeigten sich die bereits angeschlagenen Testkandidaten beim darauffolgenden Seitenaufprall aus knapp 1,90 Meter Höhe und einer Geschwindigkeit von 21,6 km/h. Das Ergebnis: Bei allen Kandidaten bricht das EPS, aber die Helmschale ist immer noch unbeschädigt. Bis auf das Modell von Abus bleiben alle Helme beim erneuten Schlag unter den Normvorgaben und unterbieten diese teils deutlich.

Beim Youn-I 2.0 von Abus sind die Reserven zwar aufgebraucht, das heißt, dass ein weiterer Stoß auf den Helm gefährlich für den Kopf wäre. Dennoch wurde auch beim Abus die Norm erfüllt. In einer letzten Prüfung testete der Tüv Süd, wie sich der Kinnriemen nach einer ruckartigen Belastung verhält - also, ob er reißt oder sich dehnt. Aber auch hier glänzten alle Kandidaten mit guten Werten.

Testergebnisse der Kinderfahrradhelme

Alle überzeugen mit guten Ergebnissen beim Tüv Süd.

  1. Shuffle Child Led - Specialized
    • Preis: 50 Euro
    • Helm in sportlichem Design, Mips-Technologie und entnehmbarem Licht an der Rückseite des Helms.
    • Bestes Testergebnis und dazu noch mit der beste Preis.
    • Mit 325 Gramm Gewicht der schwerste Helm unter allen.
    • Ergebnis: gut 2,1
  2. Pico Splash - Alpina
    • Preis: 49,95 Euro
    • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. In drei knalligen Farben verfügbar, ist er allein deswegen ein echter Hingucker.
    • Mit 233 Gramm der leichtest Helm unter den Testkandidaten.
    • Verpackung: Plastik und Pappkarton sind zu viel.
    • Ergebnis: gut 2,2
  3. Youn-I 2.0 - Abus
    • Preis: 59,95 Euro
    • Großes, hoch angebrachtes LED-Licht sorgt für 180-Grad-Sichtbarkeit, wenn es dunkel und nebelig ist.
    • Möglichkeit, den Helm vertikal auf die Kopfgröße einzustellen.
    • Nach zwei simulierten Unfällen sind die Reserven aufgebraucht.
    • Ergebnis: gut 2,2
  4. hlmt 4 - Uvex
    • Preis: 59,95 Euro
    • Ein cooler Helm, der nicht nur nach Fahrradfahren aussieht.

Fahrradhelme mit Licht im Test

LED-Rücklichter am Fahrradhelm sorgen bei Dunkelheit für ein Plus an Sicherheit. Für Ganzjahrespendler sind Fahrradhelme mit Sicherheits-Beleuchtung fast schon Pflichtequipment. Denn bei Dunkelheit bedeutet die Sichtbarkeit durch LED-Rücklichter ein deutliches Plus an Sicherheit. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie hell das rote Licht strahlt, sondern auch, ob es von der Seite gesehen wird, ob es weit genug oben angebracht ist (um nicht von der Kapuze verdeckt zu werden), und wie leicht es sich an- und ausschalten lässt.

Neben der Beleuchtung kann die Ausstattung eines Helms im Alltag entscheidend sein. Dabei haben wir auch auf Kleinigkeiten geachtet, wie leicht zu bedienende Kinnverschlüsse (wichtig im Falle eines Unfalls), besonders weiches Innenmaterial oder ein höhen- und weitenverstellbarer Halteriemen im Nacken. Nicht unwesentlich ist auch der Punkt Gewicht, die Bandbreite reicht hier von unter 300 bis über 700 Gramm pro Helm.

Vielfahrer sollten darum alle drei bis fünf Jahre einen neuen Kopfschutz anschaffen, Gelegenheitsfahrer nach fünf bis acht Jahren. Die neuen, modernen Helme aus unserem Test sehen alle sehr cool aus und erhöhen die Sichtbarkeit enorm.

Testergebnisse der Fahrradhelme mit Licht

BIKE BILD hat acht Fahrradhelme mit Licht getestet. Hier kommen die Ergebnisse im Schnell-Überblick:

  1. Platz 1: Cratoni Commuter (Testsieger)
    • Testsieger Cratoni Commuter punktet mit guter Ausstattung. Auch das Design überzeugt.
    • Kein Helm für Sonntagsfahrer: Der Name Commuter verrät, dass dieser Helm jeden Tag zum Einsatz kommt.
    • Belüftungsschlitze, Reflektorriemen, MIPS (Multi Directional Impact Protection System) zum Schutz vor gefährlichen Fliehkräften beim Sturz, weiches Futter - Cratoni sammelt ordentlich Ausstattungspunkte und holt damit den (geteilten) Testsieg.
    • Für einen Visierhelm ist der Commuter mit 450 Gramm überdies noch recht leicht.
    • Preis: 169 Euro.
    • Note: sehr gut.
  2. Platz 1: Ked Mitro (Testsieger)
    • Der Ked Mitro teilt sich den ersten Platz und den Testsieg mit dem Cratoni-Helm.
    • Beim Mitro hat Ked sowohl bei der Passform als auch beim Design Volltreffer gelandet - der Redaktionsliebling.
    • Kein Visier, dafür ein futuristisches Rücklicht und eine Einstellschraube mit Boa-Drehverschluss, tolle Technik.
    • Leider ist der Helm nicht ganz günstig (Preis: 159 Euro).
    • Der Ked Mitro teilt sich den Testsieg mit dem Cratoni Commuter.
    • Note: sehr gut.
  3. Platz 3: Endura Luminite II (Preis-Leistungs-Sieger)
    • Der Endura Luminite II ist der leichteste Helm im Testfeld und unser Preis-Leistungs-Sieger.
    • Vorn neongelb, hinten komplett reflektierend, plus USB-Licht ganz oben - so wird man nur schwerlich übersehen.
    • Sportlichere Fahrer dürften den Endura-Helm ebenfalls zu schätzen wissen, denn mit 266 Gramm ist er der leichteste im Testfeld.
    • Klasse auch die Passform, die sogar bei Zopfträgern gut sitzt.
    • Preis: 84 Euro.
    • Note: gut.
  4. Platz 3: Uvex Finale Light 2.0
    • Der Uvex-Helm überzeugt mit seiner Beleuchtung - bei Nacht wird er förmlich zur Leuchtkugel.
    • Äußerlich ein Klassiker, von innen hochmodern: Beim Finale Light 2.0 setzt Uvex zunächst auf die bewährte, leicht einstellbare Passform.
    • Bei Nacht wird der unscheinbare Helm zur Leuchtkugel, was auch noch richtig cool aussieht.
    • Kleinigkeiten wie der Knopf-Verschluss sorgen für leichtere Bedienung - erhöhen aber auch den Preis.
    • Preis: 199 Euro.
    • Note: gut.
  5. Platz 5: Lazer Urbanize
    • Lazers neuester Aufschlag im City-Segment kann sich sehen lassen.
    • Das Visier wird mit einem Magneten vor den Augen oder, wenn man es nicht braucht, an der Stirn befestigt.
    • Keine Sorge, das hält.
    • Preislich liegt der Urbanize im Mittelfeld, dafür gibt es immerhin das MIPS und einen hochwertigen Magnetverschluss am Kinnriemen.
    • Preis: 149 Euro.
    • Note: gut.
  6. Platz 6: Alpina Haga Led
    • Wäre er doch heller! Der Haga kommt in Sachen Lichtstärke leider nicht an seinen konzeptionellen Bruder von Uvex heran.
    • Sonst macht Alpina hier ganz viel richtig, der Helm ist leicht, passt unseren Testern ganz hervorragend und verfügt über reflektierende Riemen sowie einen praktischen Verschlussknopf.
    • Ein guter Kompromiss aus Style, Gewicht und Preis.
    • Preis: 159 Euro.
    • Note: gut.
  7. Platz 7: Giro Bexley
    • 776 Gramm bringt der Giro Bexley auf die Waage, das muss man erst mal am Kopf tragen.
    • Dafür steckt unter der Hartschale nicht nur ein praktisches Visier, sondern auch die größte Leuchtfläche im Test.
    • Von innen ist der Bexley mit einem herrlich weichen Stoffmaterial gepolstert, das macht das ohnehin schon gute Tragegefühl noch besser.
    • Preis: 280 Euro.
    • Note: gut.
  8. Platz 8: AGU Cit-E IV Led
    • AGU schickt mit dem Cit-E IV Led den günstigsten Helm ins Rennen.
    • Die Hartschale über dem Schaumstoff sorgt dafür, dass der Helm besonders robust im Alltag ist und keine Risse bekommen kann.
    • Halbe Ausstattungspunkte gibt es für den Schirm, die grelle Farbe und das weiche Futter, die Passform fanden die meisten Testfahrer in Ordnung.
    • Preis: 280 Euro.
    • Note: befriedigend.

Stiftung Warentest und ADAC Ergebnisse

Die Stiftung Warentest hat 14 Fahrradhelm-Modelle untersucht. Nur wenige von ihnen sind wirklich „gut“. Jeder Fahrradhelm ist sicherer als keiner“, stellt die Stiftung Warentest klar. Denn schon ein Aufprall mit 10 km/h ohne Helm kann zu schweren Hirnschäden führen. Was aktuelle Helme aber wirklich taugen, zeigt der jüngste Test der Zeitschrift „test“ (4/2024) in Zusammenarbeit mit dem ADAC. Hier mussten sich 14 Helme in der Preisspanne von 15 bis 149 Euro in den Kategorien Unfallschutz, Handhabung, Komfort und Schadstoffe messen lassen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Nur drei Helme bekommen das Gesamturteil „gut“. Testsieger ist der „Uvex Urban Planet LED“ für 130 Euro (Note 2,0) und bietet auch den besten Unfallschutz. Mit Fliegengitter, Reflektoren und aufladbarem Rücklicht, aber als einziger des Siegertrios ohne Schirm sei er mit 386 Gramm aber eher schwer. Die zwei anderen mit „gut“ teilen sich den zweiten Platz.

Zum einen der „Alpina Gent Mips“ für 130 Euro (Note 2,2). Er hat einen abnehmbaren Schirm, Fliegengitter, Reflektoren sowie ein Rücklicht mit Batterie. Ebenso „gut“ ist der Limar Torino für 90 Euro (Note 2,2). Er bietet kein Fliegengitter, aber Schirm, Reflektoren und ein Rücklicht zum Aufladen. Mit 272 Gramm ist er besonders leicht.

Zehn Helme zwischen 15 und 149 Euro schneiden „befriedigend“ ab. Darunter auch die drei für S-Pedelecs ausgewiesenen Helme. Diese Modelle zwischen 145 und 149 Euro (Noten 2,9 bis 3,3) wurden sowohl mit einer etwas höheren als auch mit der gleichen Aufprallgeschwindigkeit wie die gewöhnlichen Helme getestet. In beiden Fällen boten sie nur befriedigenden Schutz und zeigten sich damit schlechter als die drei besten Helme.

Der mit Abstand billigste Helm im Test ist mit 15 Euro der „Crivit Fahrradhelm mit Rücklicht“ vom Discounter Lidl. Er schneidet zwar auch „befriedigend“ (Note 2,6) ab, findet aber besondere Erwähnung: als der einzige Helm, der im Test im Dunkeln „gut“ erkennbar sei. Er hat ein Rücklicht und geizt auch nicht mit Reflektoren.

Laut ADAC legte der Test auch eine Problematik der Schläfenbereichs-Sicherheit offen. Einige Helme schwächelten bei den Stoßdämpfungseigenschaften und wurden abgewertet. Der ADAC hat in seinem aktuellen Fahrradhelmtest 14 Modelle für Erwachsene auf Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt untersucht. Im Fokus standen dabei erstmals auch drei speziell für S-Pedelecs zertifizierte Helme.

Mit einer Gesamtnote von 2,0 setzte sich der Helm „Urban Planet LED“ von Uvex an die Spitze des Testfelds. Der Helm der Lidl-Eigenmarke Crivit (2,6) präsentierte sich als solide Wahl im Mittelfeld. Der Helm E.Motion 2 von Casco (4,8) wurde als mangelhaft eingestuft und fiel im Test durch.

Neben der Sicherheit spielten Komfort und Handhabung eine wichtige Rolle im Test. Helme von Uvex und Casco punkteten mit komfortablen Merkmalen wie einem Netz an der Helminnenseite. Der ADAC-Test bemängelte zudem die Schläfenbereichs-Sicherheit einiger Modelle. Die Helme von Cube, Decathlon, Abus (S-Pedelec), Prophete und Lidl wiesen Schwächen in der Stoßdämpfung auf.

Erstaunlicherweise schnitten S-Pedelec-Helme in puncto Unfallschutz nicht zwangsläufig besser ab als normale Fahrradhelme.

Ergebnisse der S-Pedelec-Helme

Mit großen Erwartungen ging das Test-Team in die Prüfung der drei ausgewählten S-Pedelec-Helme. Schließlich steigen die Unfallzahlen in diesem Sektor rasant. Dieser Kopfschutz war erstmals im Testfeld vertreten.

Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Fahrrädern und Pedelecs: Im Gegensatz zum Fahrrad besteht bei den Pedelecs Helmpflicht, weil sie mit bis zu Geschwindigkeiten von 45 Kilometer pro Stunde unterwegs sein können. Die Helme erhielten alle nur die Note "befriedigend".

Das Resümee des ADAC: "Im Vergleich mit den herkömmlichen Fahrradhelmen stellte sich heraus, dass die drei S-Pedelec-Helme keinen besseren Unfallschutz bieten als die City- und Urban-Helme im Test." Speziell im Bereich der Schläfe schneidet sogar der herkömmliche Helm von Abus HUD-Y (günstigster Online-Preis: 93 Euro) besser ab als der hochpreisige S-Pedelec-Helm Abus: Pedelec 2.0 MIPS (Preis: 141 Euro).

Bedeutung der Sichtbarkeit im Dunkeln

Wichtiger als MIPS ist, wenn die Helme im Dunkeln gut sichtbar wären. Die Test-Crew kritisiert das Nichtvorhandensein von Reflektoren als "verschwendete Gelegenheit, Unfällen vorzubeugen." Nur der "Preisknaller" von Lidl Crivit hat ein Rücklicht und in ausreichender Zahl Reflektoren am Helm. Kaum erkennbar sind dagegen die Modelle von Lazer, Giro und Cube.

Unit1 Faro: Smarter Fahrradhelm im Test

Der Unit1 Faro wartet mit diversen Sicherheitsfunktionen auf. Sicherheit ist beim Fahrradfahren das A und O. Ein guter Helm ist unverzichtbar. Der Unit1 Faro verspricht hier eine echte Revolution: außen schlank und schlicht, innen voller smarter Funktionen. Dazu gehören Blinker, Bremslicht und eine Steuerung bequem vom Lenker aus.

Auf der Vorder- und Rückseite befinden sich LED-Lichter mit einer Leuchtkraft von 500 Lumen. Dadurch ist der Fahrer in der Dunkelheit und auch bei größerer Distanz gut erkennbar. Mithilfe einer Taste auf der Rückseite schalten Nutzer das Licht ein und aus. Außerdem verfügt der Helm über eine Blinkerfunktion, gesteuert mit einer Fernbedienung am Lenker. Die Montage gelingt schnell per Gummiband.

Die Unit1-App ermöglicht den Zugriff auf verschiedene Daten wie Geschwindigkeit, Höhenmeter und Distanz. Das ist besonders für Nutzer praktisch, die weder Smartwatch noch Fahrrad-Navi nutzen. Der breite Funktionsumfang fordert jedoch seinen Tribut: Die Technik macht den Helm mit 628 Gramm zum echten Schwergewicht. Das liegt mitunter am Akku. Gerade auf langen Strecken kann das den Tragekomfort deutlich einschränken.

Ein Sensor erkennt Bremsvorgänge und aktiviert automatisch das Bremslicht. Das soll Auffahrunfälle verhindern. Die LEDs auf der Rückseite können individuell verschaltet werden. Ein MIPS-System (Multi Directional Impact Protection System) sorgt durch eine zweite Schale unterhalb der Außenschicht für zusätzliche Sicherheit im Verkehr. Im Falle eines Sturzes verteilt sich die Rotationskraft auf der beweglichen Innenschale.

Zusätzlich erkennt der Helm starke Stöße. Reagiert der Fahrer nicht, sendet die App einen Notruf mit GPS-Position an einen hinterlegten Kontakt.

Fazit zum Unit1 Faro

Der Unit1 Faro überzeugt mit durchdachten Sicherheitsfunktionen: Licht, Blinker, Bremslicht und Notruf machen ihn zum digitalen Schutzengel. Schwächen zeigt der Helm beim Komfort: Das hohe Gewicht und die geringe Belüftung machen ihn auf Dauer unangenehm - vor allem im Sommer.

Fahrradpolizei und Helmpflicht

Es gibt keine offizielle Helmpflicht. Natürlich ist es selbstverständlich, dass ein Polizist während der Radstreife einen Helm trägt. keine Vorgaben. Bei der Beschaffung wird auf Qualität geachtet. Die neuen Helme sind silberfarben, während die alten weiß waren.

Das gesamte notwendige Fahrradzubehör wird gestellt. Dazu gehört verständlicherweise die spezielle Dienstkleidung (Sommer/Herbst/Winter) sowie auch eine Fahrradbrille und spezielle Handschuhe für die jeweilige Jahreszeit.

Die Fahrräder müssen vor allen Dingen robust sein. Das Einsatzmittel Fahrrad wird verwendet, wenn es die Einsatzsituation erforderlich macht oder sinnvoll ist bzw. im Rahmen des normalen Streifendienstes. Die Fahrradpolizisten sind Streifenbeamtinnen/-beamte, die zusätzlich für den Dienst auf Fahrrädern ausgestattet sind.

Die Ausrüstung kostet ohne Rad ca. 600,- Euro.

Empfehlungen und Tipps

Radfahrer haben keine Knautschzone. Kommt es zu einem Unfall oder Sturz, kann ein Fahrradhelm immerhin vor Kopfverletzungen schützen. Der ADAC Fahrradhelmtest zeigt, dass es große Unterschiede in der Qualität und Sicherheit von Fahrradhelmen gibt. Fahrradhelme können durchaus auch gut aussehen.

Verbraucher sollten vor dem Kauf den Helm im Fachgeschäft anprobieren. Der korrekte Sitz ist für die Schutzwirkung entscheidend. Auch die Brille sollte zum Probetragen mitgenommen werden. Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden. Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein.

Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein.

Tabelle: Zusammenfassung der getesteten Fahrradhelme mit Licht

Helm Preis (ca.) Note Besonderheiten
Uvex Urban Planet LED 130 € 2,0 (Gut) Bester Unfallschutz, Fliegengitter, Reflektoren, aufladbares Rücklicht
Alpina Gent Mips 130 € 2,2 (Gut) Abnehmbarer Schirm, Fliegengitter, Reflektoren, Rücklicht mit Batterie
Limar Torino 90 € 2,2 (Gut) Schirm, Reflektoren, Rücklicht zum Aufladen, besonders leicht
Crivit Fahrradhelm mit Rücklicht (Lidl) 15 € 2,6 (Befriedigend) Günstigster Helm, gut erkennbar im Dunkeln, Rücklicht und Reflektoren

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