Fahrradhelme sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Schutzausrüstung für Radfahrer. Sie können schwere Kopfverletzungen verhindern und im Falle eines Unfalls Leben retten. Moderne Fahrradhelme überzeugen längst mit hoher Sicherheit, guter Belüftung und hohem Tragekomfort.
Warum ein Fahrradhelm mit Fliegengitter?
Ein Fliegengitter am Fahrradhelm schützt vor Insekten, die während der Fahrt in den Helm gelangen können. Dies ist besonders auf Radtouren in der Natur oder in ländlichen Gebieten von Vorteil, wo Insekten eine Plage sein können. Früher mal Standard, heute nur noch an ganz wenigen Helmen zu finden: Ein Insektengitter. Wir finden das Feature klasse!
Alpina Taunus MIPS: Ein Helm mit Fliegengitter im Test
Der Alpina Taunus MIPS ist ein Fahrradhelm, der mit einem Insektengitter ausgestattet ist. Der Taunus punktet mit geringem Gewicht und sattem Sitz. Hier fühlt man sich besonders sicher eingepackt, auch weil das Gurtsystem clever am Kopf entlang geführt ist. Besonders auffällig ist der sichere Sitz des Alpina Taunus.
Als einer der wenigen Hersteller verbaut Alpina nach wie vor ein Insektengitter, das die lästigen Querflieger davon abhält in den Helm zu sausen. Allerdings verzichtet Alpina auch das Fliegengitter an den seitlichen Öffnungen, dafür lässt sich hier die Sonnenbrille verstauen.
Ausstattung und Komfort
Im Vergleich zu anderen Modellen fällt die Polsterung beim Taunus eher üppig aus, was für viel Komfort sorgt. Auch die Polsterung am Kinn gefällt. Der Kinngurt lässt sich Alpina-typisch per Ratsche anpassen. Der Kinngurt wird per Ratsche geschlossen und lässt sich während de Fahrt verstellen. Alpina-typisch ist auch der Ratschenverschluss mit Kinnpolster, der auch während der Fahrt noch angepasst werden kann. Visier und Kopfband können in drei Stufen in der Höhe angepasst werden. Auch beim Alpina Taunus passt eine Goggle noch gut unter das leicht verstellbare Visier. Einen Sonnenbrillen-Ports gibt es ebenfalls.
Doch hauptsächlich verantwortlich ist hierfür das durchdachte Gurtsystem, welches nicht seitlich an der Helmschale befestigt ist, sondern am Kopf entlang ans Heck geführt wird. Dadurch liegen die Gurtbänder direkt an Kopf an und sorgen für perfekten Sitz. Höhenverstellung und Drehrad sind ebenfalls gelungen und ermöglichen eine gute Anpassung an den Träger.
Achtung: Die Y-Gurte lassen sich nicht verstellen und sitzen recht dich an den Ohren. Einzig die etwas klobigen Y-Gurte liegen recht nah an den Ohren und lassen sich nicht verstellen. Das Gurtsystem lässt sich an den Ohren nicht in der Höhe anpassen und sitzt etwas eng.
Sicherheit
Beim Rotationssystem setzt Alpina bereits auf das hochwertigere Evolve Core, das an das Design des Helms angepasst ist. Das hochwertige MIPS-System scheint gut in den Helm integriert zu sein und liefert mit einem Restrisiko für eine Gehirnerschütterung von 18 Prozent eine ordentlich Leistung.
Der Rotationsschutz ist gut, Stöße dämpft der Taunus aber weniger souverän. Lineare Stürze puffert der Helm dafür nicht ganz so souverän ab. Bei der Belüftung sortiert sich der Alpina Taunus in etwa in der Mitte im Test ein. Das dicke Polster und die etwas dicht geshapte Mips-Schale verhindern etwas den Durchzug.
Messwerte und Preis
Der Taunus ist schmal geschnitten und baut auch von der Helmschale her nicht allzu breit - gut für schmale Gesichter.
Preis: 99,95 EuroGewicht: 357 Gramm
Der Taunus punktet mit geringem Gewicht und sattem Sitz.
Bewertung und Fazit
Gute Anpassung und solider Rotationsschutz. Bei Belüftung und Aufprallschutz landet der Taunus im Mittelfeld. Wer’s tragen kann, entscheidet sich für die poppigere Alternative. Es gibt den Taunus aber auch in dezenteren Farben.
Alpina Mythos 3: Der Nachfolger im Test
Nachdem der Alpina Mythos 2.0 bereits vor Jahren im Test war, wird der Nachfolger Alpina Mythos 3 im Alltag getestet. Verarbeitung, Haptik und Tragegefühl stehen dabei im Vorgrund.
Haptik und Verarbeitung
Von der Haptik liegt der Aplina Fahrradhelm gut in der Hand und macht einen wertigen Eindruck. Nimmt man den Mythos 3 in die Hand und drückt mit wenig Kraft auf den Helm, so bleibt er formstabil. Die Außenschale ist fest mit der Innenschale verbunden und die Übergänge der verschiedenen Materialien sind sauber verarbeitet. Das Kopfpolster ist mittels Klettverschluss angebracht und kann zur Reinigung entfernt werden. Die Gurte und der Kinnbereich machen ebenfalls einen guten Eindruck und sind sauber verarbeitet. Das Stellrad am Hinterkopf ist griffig und lässt sich entsprechend seiner Funktion gut drehen. Der hintere Feststellgurt (Kopfring) lässt sich in der Position verstellen, so kann der Helm besser auf die verschiedenen Kopfformen eingestellt werden.
Technische Daten laut Hersteller
Mit diesen Attributen wirbt der Hersteller:
- Leichtes Gewicht 245 g
- vollständige Verbindung vom Kern (EPS) zur Außenschale
- gute Kühlung durch Belüftungsöffnungen
- hoher Tragekomfort durch weiche Kopfstützen und Polster
- antibakterielle Innenschalung
- Made in Germany
Es wurde ein Aufkleber mit einer Gewichtsangabe von ca. 250 g gefunden und ein Gewicht 253 g gemessen. Ebenfalls vorhanden ist ein GS Siegel, ein CE Zeichen und ein TÜV Reinland Zertifikat.
Test auf dem Kopf
Auf dem Kopf trägt sich der Alpina Fahrradhelm sehr leicht. Er ist einfach zu bedienen und hat durch sein Polster einen guten Tragekomfort. Dies wird durch die verstellbare Fixierung unterstrichen. Schutz vor Insekten bietet ein Fliegengitter in 4 der vordersten Lüftungslöcher. Hier können zum Beispiel keine Gurte für eine Helmkamera durchgezogen werden, diese würden weiter oben Platz finden.
Das Drehrad dient dazu, den Kopfgurt / Kopfriemen enger zu stellen. Dazu dies zuerst ganz geöffnet werden und der Alpina Mythos 3 wird aufgesetzt. Nun wird das Rädchen im Uhrzeigersinn gedreht, bis man merkt, dass der Helm enger wird. Bitte nur solange drehen, bis der Alpina Fahrradhelm fest sitzt und nicht drückt. Zum Öffnen wird das Rädchen entgegensetzt gedreht.
Der Riemen am Kinn ist so einzustellen, dass dieser im geschlossenen Zustand unter dem Kinn sitzt und auch in der Fahrposition auf dem Fahrrad nicht drückt oder unangenehm ist. Das Gurtschloss ist einfach zu bedienen. Zum Öffnen wird der rote Knopf/Button gedrückt und der Riemen kann wieder aus dem Schloss gezogen werden.
Fazit zum Alpina Mythos 3.0 Fahrradhelm Test
Der Fahrradhelm macht einen guten Eindruck und steht seinem älteren Bruder, dem Mythos 2, in nichts nach. Etwas leichter, andere Optik aber im Großen und Ganzen sehr ähnlich. Die Verarbeitung ist gut und sauber, die Übergänge verschiedener Materialien sind gut gemacht. Der Fahrradhelm trägt sich gut auf dem Kopf. Die Größenangabe ist minimal verschoben, bei unserem Modell passt der Helm auch bei einem 60-er Kopfumfang, bei 54 cm wurde es jedoch recht locker. In dem Preissegment würden dem Helm Reflektorstreifen gut stehen. Schaut man sich den Helm von vorne an, sieht man schnell, dass der Insektenschutz ebenfalls an den Seiten sinnvoll wäre. Gut gefallen hat uns der verstellbare Kopfring, mit dem man den Fahrradhelm an die Kopfform anpasst. Durch die Positionsanpassung nach oben und unten ist der Alpina Mythos flexibel einsetzbar. Das Rädchen lässt sich einfach bedienen und die Funktion ist nützlich.
Weitere Fahrradhelme im Test
Neben den Alpina-Modellen wurden auch andere Fahrradhelme getestet, darunter:
- Uvex Urban Planet LED: Testsieger der Stiftung Warentest mit LED-Rücklicht und Fliegengitter.
- Uvex Finale Visor: Helm mit Visier, Beleuchtung und Insektenschutz.
- Abus Pedelec 2.0: Mit integriertem Regenschutz und LED-Licht.
- Fischer Urban Plus Brooklyn: Günstiger Helm mit Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz.
Einige Fahrradhelme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe.
Worauf Sie beim Kauf eines Fahrradhelms achten sollten
Beim Kauf eines Fahrradhelms sollten Sie auf folgende Kriterien achten:
- Passform: Der Helm sollte stramm sitzen, aber nicht drücken.
- Größe: Der Helm sollte von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passen.
- Sicherheit: Der Helm sollte den Anforderungen der DIN EN Norm 1078 entsprechen.
- Komfort: Der Helm sollte über eine gute Belüftung und ein angenehmes Tragegefühl verfügen.
- Zusätzliche Features: Je nach Bedarf können Sie auf zusätzliche Features wie ein Visier, ein LED-Licht oder einen Regenschutz achten.
Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Fahrradhelm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen.
Fahrradhelm-Test von ADAC und Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8). Auch der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet.
Im Test: 14 Helme zwischen 15 und 149 Euro. Hersteller/Modell, Mittlerer Preis in Euro, ADAC Urteil.
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lazer Codax KinetiCore | 165 | 2,6 | 2,6 | 2,7 | 1,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 15 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 1,9 |
| Giro Fixture Mips II | 100 | 2,8 | 2,5 | 2,9 | 1,0 |
Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins.
Auch der günstigste Helm im Test, der Crivit-Fahrradhelm von Lidl, konnte sich mit einer Gesamtnote von 2,6 im Vergleichsfeld behaupten. Dies zeigt, dass ein guter Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.
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