Ein smarter Fahrradhelm schützt nicht nur den Kopf, sondern bietet im besten Fall auch Bluetooth, SOS-Notfallfunktion, Licht, Blinker und Lautsprecher. Einige Helme können mehr als „nur“ den Kopf schützen. Sie leuchten, blinken, spielen Musik, eignen sich zum Telefonieren und senden bei einem Unfall automatisch eine Nachricht an den hinterlegten Notfallkontakt. Der Markt an smarten Fahrradhelmen ist überschaubar, wächst aber stetig. Wir haben für diese Bestenliste einige besonders beliebte und gute Modelle herausgesucht.
Übersicht der getesteten Smart-Helme
Sena R1 Evo
Der Sena R1 Evo ist ein gelungener smarter Fahrradhelm, der vor allem mit dem Mesh-Intercom ein sehr nützliches Feature bietet. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Passform lässt sich flexibel anpassen. Der smarte Fahrradhelm Sena R1 Evo kombiniert ein klassisches, stromlinienförmiges Design mit Funktionen wie Mesh-Intercom, Telefonie und Musikwiedergabe. Rein optisch wirkt er wie ein ganz normaler Fahrradhelm. Doch er hat einige smarte Funktionen an Bord, die ihn aus der Masse hervorheben sollen.Vorteile:- Mesh-Intercom für Gruppenfahrten & Möglichkeit zum Telefonieren
- Musik- und Podcast-Wiedergabe
- Flexibles Verschlusssystem
- Kein Frontlicht und kein Blinker
- Keine App-Anbindung
- Lautsprecher ohne Bass
Bedienung und Funktionen des Sena R1 Evo
An der Rückseite befindet sich ein großer Knopf zum Ein- und Ausschalten des integrierten Rücklichts. Ein Frontlicht oder einen Blinker sucht man vergebens. Direkt unter dem Rücklicht sitzt der USB-C-Port zum Laden des Akkus. Dieser ermöglicht laut Hersteller eine Gesprächszeit von 7 bis 10 Stunden. Nach 2 Stunden an der Steckdose ist er wieder voll aufgeladen. An der Seite des Helms befinden sich drei gut erreichbare Knöpfe. Sie bieten ein angenehmes haptisches Feedback beim Drücken. Hierüber lassen sich unter anderem die Lautstärke regeln und das Mesh-Intercom aktivieren. Eine dazugehörige Smartphone-App gibt es nicht. Die Einstellungen und Funktionen werden direkt am Helm vorgenommen. Das ist zwar einerseits etwas schade, da so erweiterte Anpassungsmöglichkeiten fehlen. Andererseits gestaltet es die Bedienung sehr unkompliziert und man muss sich nicht erst mit einer App auseinandersetzen.Eines der Highlights des Sena R1 Evo ist die Möglichkeit zu telefonieren. Dafür verbindet man den Helm per Bluetooth mit dem Smartphone. Im Test hat das einwandfrei funktioniert. Das Mikrofon überträgt die Stimme zwar etwas blechern, filtert dafür aber Windgeräusche zuverlässig heraus. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten konnten wir uns noch gut verständigen. Über die integrierten Stereolautsprecher kann man nicht nur telefonieren, sondern auch Musik und Podcasts hören. Die maximale Lautstärke ist ausreichend, um alles gut zu verstehen. Allerdings darf man keine HiFi-Qualität erwarten - dafür fehlt es den kleinen Lautsprechern an Bass und Dynamik. Zum Telefonieren und für Podcasts reicht es aber allemal.Richtig spannend wird es mit dem Mesh-Intercom. Damit können sich mehrere Sena R1 Evo-Besitzer direkt unterhalten, ohne dass ein Smartphone benötigt wird. Die Reichweite soll bis zu 900 Meter betragen. Sind bis zu sechs Nutzer im Mesh-Netzwerk, erweitert sich die maximale Reichweite sogar auf 3,6 Kilometer. Aktiviert wird das Mesh-Intercom über einen kurzen Druck auf die mittlere der drei seitlichen Tasten. Die Verbindung zu anderen Helmen stellt der Sena R1 Evo dann automatisch her.Schade ist, dass es kein Frontlicht und keinen Blinker gibt. Wer darauf verzichten kann und einen zuverlässigen Helm zum Telefonieren und für Gruppenfahrten sucht, wird mit dem Sena R1 Evo aber gut bedient sein.Livall Evo 21
Der Livall Evo 21 ist ein guter Helm. Uns gefällt besonders das gut sichtbare Licht, welches dank Umgebungslichtsensor zuverlässig leuchtet, wann es draußen dunkel ist. Auch der Blinker funktioniert gut über die Fernbedienung und die SOS-Funktion kann im Zweifelsfall eine echte Hilfe sein. Der smarte Fahrradhelm Livall Evo 21 kann leuchten, blinken und im Notfall einen Kontakt informieren. Optisch macht er einiges her. Das liegt vorrangig an seinem schnittigen Design. Der Tragekomfort ist hoch. Das liegt auch am für einen smarten Helm vergleichsweise geringen Gewicht von 350 Gramm und dem guten Gurtsystem. Uns gefällt das Detail, dass die Gurte in roter Farbe gehalten sind. Livall hat daran gedacht, viele Lüftungsschlitze anzubringen. Darüber wird man sich besonders an sehr heißen Sommertagen freuen.Vorteile:- 360-Grad-Licht
- Blinker mit Fernbedienung
- Umgebungslichtsensor
- Bremslicht
- SOS-Funktion
- Proprietärer Ladestecker
- Licht kann nicht dauerhaft leuchten
- Frontlicht nicht sehr hell
Funktionen und Akku des Livall Evo 21
Auffälligstes Merkmal am Livall Evo 21 ist seine Beleuchtung, die bestehend aus 38 LEDs fast komplett um den Helm reicht. Dank eines Umgebungslichtsensors leuchtet sie zuverlässig, sobald die Dämmerung einsetzt. Außerdem kommt mit dem Helm eine Fernbedienung für den Fahrrad- oder E-Scooter-Lenker. Mit ihr aktiviert man für knapp zehn Sekunden einen Blinker. Dieser ist für andere Verkehrsteilnehmer gut zu sehen. Ein Bewegungssensor im Helm sorgt nicht nur dafür, dass er nach kurzer Ruhezeit in den Stand-by-Betrieb wechselt, um Energie zu sparen. Er aktiviert zusätzlich beim Verringern der Geschwindigkeit ein Bremslicht. Das funktioniert im Test nicht immer zuverlässig.Während das auf den Streifen, der seitlich und hinten verläuft, zutrifft, können wir das beim Frontlicht nicht bestätigen. Das weiße Frontlicht hinterlässt einen eher schummrigen Eindruck. Der Helm verbindet sich auf Wunsch per Bluetooth mit der Livall-App. Dort kann der Nutzer festlegen, wie das Licht im Dunkeln leuchten soll. Allerdings stehen nur Blinken, langsam Blinken und Fließen zur Verfügung. Dauerhaft kann das Licht nicht leuchten. Das ist wohl dem Energieverbrauch geschuldet. Dennoch finden wir das Fehlen der Option schade, nicht jeder will in der Nacht dauerhaft bewegtes Licht am Helm.Als hilfreich könnte sich die SOS-Funktion erweisen. Im Test konnten wir einen Sturz simulieren und die Funktion auslösen. Der Nutzer hat dann 90 Sekunden Zeit, den Notruf abzubrechen. Auf Wunsch kann der Nutzer auch den mittleren Knopf der Fernbedienung gedrückt halten, um den Notfallkontakt zu informieren. Apropos Fernbedienung: Diese wirkt hochwertig und bietet sieben Knöpfe - von denen für den Livall Evo 21 aber nur drei belegt sind.Livall gibt beim Evo 21 eine Akkulaufzeit von zehn Stunden an. Aufgeladen wird er über einen mitgelieferten Magnetadapter. Schade, dass Livall nicht auf den weitverbreiteten USB-C-Standard setzt, dann müssten Biker auf Touren zum einen kein zusätzliches, proprietäres Kabel mitnehmen. Zum anderen besteht die Gefahr eines Verlustes.Weniger toll finden wir die App. Dort ist es etwa nicht möglich, die Beleuchtung des Helmes durchgehend leuchten zu lassen. Schade ist außerdem, dass Livall für den Ladeport nicht auf USB-C, sondern auf einen proprietären Magnetstecker setzt.Lumos Ultra
Der Lumos Ultra ist ein smarter Fahrradhelm, der mit integriertem Licht, Blinker und App-Steuerung die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht. Der Lumos Ultra ist ein echter Hingucker. Sein stromlinienförmiges, geschwungenes Design sticht positiv aus der Masse an Fahrradhelmen hervor. In der Farbe Weiß zeigt er sich glänzend, in Schwarz matt. Egal für welche Variante man sich entscheidet, auf dem Kopf macht der Lumos Ultra eine gute Figur.Vorteile:- Schickes, stromlinienförmiges Design
- Helles Licht & Blinker mit Fernbedienung
- Gute Passform
- Abnehmbares Polster
- Keine Lautsprecher oder Mikrofon
- App bietet nur wenige Einstellmöglichkeiten
Licht und Sicherheit beim Lumos Ultra
Auffälligstes Merkmal des Lumos Ultra sind die integrierten LEDs. Auf der Rückseite befinden sich mehrere rote Leuchten, die für eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgen. Vorne sitzt ein großes, weißes Frontlicht. Zwar kann es ein dediziertes Fahrradlicht nicht ersetzen, aber es sorgt dafür, dass der Radfahrer von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen wird. Die Helligkeit der LEDs lässt sich in der zugehörigen Smartphone-App einstellen. In der maximalen Einstellung leuchten sie strahlend hell. Ebenfalls clever: Der Lumos Ultra verfügt über einen Blinker, der per Fernbedienung am Lenker aktiviert werden kann. So zeigt man Abbiegevorgänge an, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen - ein echtes Plus an Sicherheit. In der App lässt sich das Blinklicht individualisieren, etwa um Akku zu sparen.Weitere Smart-Helm Optionen
Neben den ausführlich beschriebenen Modellen gibt es noch weitere Optionen auf dem Markt, die sich in ihren Funktionen und Schwerpunkten unterscheiden:* **Cratoni Smartride:** Ein robuster Helm mit Zulassung für S-Pedelecs, der sich durch seine Stabilität und Bruchsicherheit auszeichnet.* **Livall BH51 M Neo:** Ein Modell mit integrierten Lautsprechern und Mikrofon, das sich besonders für urbane Umgebungen eignet.* **Livall BH60 SE:** Ein leichterer Helm, der sich auch für längere Touren eignet und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.Kommunikationssysteme für Mountainbiker
Neben den Smart-Helmen gibt es auch spezielle Kommunikationssysteme für Mountainbiker, die sich via Bluetooth mit dem Handy koppeln lassen. Diese Systeme ermöglichen es, mit anderen Fahrern in Kontakt zu bleiben, auch wenn sie räumlich voneinander getrennt sind. Beispiele hierfür sind die Systeme von Aleck, Cardo und Sena.* **Aleck Punks:** Ein minimalistisches System, das auf das Mobilfunknetz setzt und eine unbegrenzte Reichweite ermöglicht.* **Cardo Packtalk Outdoor:** Ein teureres System mit hochwertigen Kopfhörern von JBL, das sich besonders für Multisport-Enthusiasten eignet.* **Sena Talkie:** Ein kompaktes und robustes System, das sich leicht bedienen lässt und eine intuitive Nutzung ermöglicht.Tabelle: Übersicht der Smart-Helm Modelle
| Modell | Vorteile | Nachteile | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|
| Sena R1 Evo | Mesh-Intercom, flexible Passform | Kein Frontlicht, kein Blinker | 161 Euro |
| Livall Evo 21 | 360-Grad-Licht, SOS-Funktion | Proprietärer Ladestecker, Licht nicht dauerhaft | 120 Euro |
| Lumos Ultra | Schickes Design, helles Licht | Keine Lautsprecher, wenige App-Einstellungen | Nicht angegeben |
| Cratoni Smartride | Robust, für S-Pedelecs zugelassen | Sehr schwer, teuer | 349,95 Euro |
| Livall BH51 M Neo | Integrierte Lautsprecher, Blinker | Sehr schwer, spezielles USB-Kabel | 169,99 Euro |
| Livall BH60 SE | Leicht, preiswert, gute Headset-Verbindung | Nur eine Größe, kryptische App | 139,99 Euro |
Verwandte Beiträge:
- Fahrradhelm mit Kragen Test: Schutz & Komfort im Vergleich
- Fahrradhelm Damen Matt Schwarz: Stil & Sicherheit vereint
- Günstige Fahrradhelme für Herren: Top Modelle im Vergleich
- KED Fahrradhelm Hello Kitty: Test & Kaufberatung
- Ultimative Anleitung zum Zündkerzenwechsel bei der Ducati Monster 1100 Evo – So gelingt's garantiert!
- Coole T-Shirt Designs mit Rennrad-Motiven – Zeig Deine Leidenschaft auf der Straße!
Kommentar schreiben