Fahrradhelm mit Sonnenschirm im Test: Der Casco Activ 2 und Alternativen

Ein guter Fahrradhelm ist entscheidend für die Sicherheit im Straßenverkehr. Er kann bei Unfällen schwere Kopfverletzungen verhindern. Neben der Einhaltung aktueller Sicherheitsnormen spielt auch der passgenaue Sitz eine zentrale Rolle.

Casco Activ 2 im Detail

Lieferumfang und Zubehör

Der Casco Activ 2 wurde in einem Karton geliefert. Mit dabei ist eine ausführliche Bedienungsanleitung und einer Austauschkarte für einen Austausch-Service. Im Inneren des Helms war noch ein Hinweiszettel verklebt, wie der Fahrradhelm korrekt anzulegen ist und für welche Zwecke er genutzt werden darf. Zubehör ist für den Helm optional und nicht im Lieferumfang enthalten.

Haptik und Verarbeitung

Nimmt man den Casco Activ 2 aus dem Karton, macht er auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Schaut man sich die Verarbeitung im Detail an, gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Materialien, Außenschale und Innenschale sind sauber miteinander verbunden. Der Sonnenschirm ist ebenfalls sauber verarbeitet und sitzt exakt am Casco Activ 2. Die Gurte und Riemen sind sehr gut verarbeitet, die Nähte sehen sauber aus und die Verbindung zur Helmschale ist ebenfalls sehr sauber gelöst. Der Verschluss ist das sogenannte CASCO-Loc und funktioniert reibungslos. Das Kopfpolster ist mittels Klettverschluss im Helm befestigt und kann zum Reinigen aus dem Helm genommen werden. Das Fliegengitter ist fix und fest im Helm integriert. Bei der Haptik und der Verarbeitung kann der Casco Active 2 Fahrradhelm punkten.

Technische Daten laut Hersteller

Laut Hersteller Casco hat dieser Sturzhelm folgende technische Daten:

  • Größen: 52-56 cm S, 56-58 cm M, 58-62 cm L
  • Gewicht 290 g (bei uns mit 288 g gewogen)
  • Insektenschutz
  • Helmschild
  • Disc-fit-Vario
  • Reflektoren

Der Helm trägt das CE Zeichen und erfüllt die europäische Norm (EN 1078 A1:2013) für Fahrradhelme, Rollerskates und Skateboards. Die Reflektoren befinden sich als zwei Gummibänder auf dem Helm und ziehen sich von vorne bis nach hinten. Die Gummibänder können bei Casco als „MyStyle“ Option nachgekauft und in verschiedenen Farben ausgesucht werden. Wir haben insgesamt 26 Lüftungslöcher gezählt.

Casco Activ 2 auf dem Kopf

Der Casco Activ 2 sitzt im Test gut auf unserem Kopf. Dies ist immer individuell und subjektiv. Er ist einfach zu fixieren und lässt sich auch einfach wieder abnehmen. Der Verschluss vom Kinngurt ist, einmal verstanden wie er funktioniert, einfach zu bedienen. Wir haben einen Helm in „M“ in der Größe 56 cm bis 58 cm gekauft, haben selbst einen Kopfumfang von 56 cm beim Dummy. Der Helm passt, viel kleiner als 56 cm sollte der Kopfumfang jedoch nicht sein. Die Größenangabe ist recht passend. Der Helm trägt sich sehr leicht auf dem Kopf und man hat das Gefühl, der Casco Active 2 sitzt sicher und fest. Bei uns hat er an keiner Stelle gedrückt. Dies liegt auch mit daran, dass man den Helm gut auf verschiedene Bedürfnisse einstellen kann. Die Sonnenblende kann bei diesem Helm in zwei Positionen verstellt werden. In der unteren Position mag dies sicher etwas mehr gegen einfallende Sonnenstrahlen helfen.

Einstellen der Größe am Hinterkopf

Am Hinterkopf befindet sich ein Drehrad, hiermit wird der Kopfriemen festgezogen und gelöst. Beim Aufsetzen sollte das Rad immer auf ganz aufgestellt sein, der Riemen im Nacken positioniert und jetzt erst zugedreht werden. Das Drehrad beim ersten Aufsetzten bitte ganz aufdrehen und den Helm aufsetzten. Jetzt den Helm in die richtige Position bringen. Mit dem Drehrad im Uhrzeigersinn den Helm enger stellen, bis dieser fest auf dem Kopf sitzt, aber nicht drückt. Sollte der Riemen am Hinterkopf drücken, kann man die Höhe einstellen. Dazu gibt es im Inneren des Helmes die Möglichkeit, das Nackengeschirr zu verstellen. Über eine Schiene lässt sich das Nackengeschirr hoch und herunterstellen. Reicht dies nicht aus, kann im Inneren des Helmes der Kunststoffriemen versetzt werden. Dazu werden zwei platte „Stöpsel“ gelöst, der Riemen über den zwei neuen, gewünschten Löchern gehalten und wieder mit den Stöpseln fixiert.

Kinnriemen einstellen

Der Kinnriemen wird über eine normale Riemenverstellung angepasst. Dazu wird das Polster geöffnet (Klettverschluss) und jetzt hat man vollen Zugriff auf den Riemen und kann diesen verstellen. Gesichert wird der Riemen mit einer Öse und einer Art Mini-Karabiner, der in die Öse geklippt wird. Zum Öffnen wird das Bändchen gezogen und der Karabiner öffnet sich wieder. Hat man das Prinzip verstanden, geht dies schnell und ohne hinzusehen von der Hand.

Fahrradhelme mit Visier: Mehr als nur ein Sonnenschutz

Diese besonderen Fahrradhelme sind hauptsächlich für schnelle Fahrten auf dem Rennrad konzipiert. Durch die sinnvolle Konstruktion und die vielen Vorteile kommen die Helme aber auch in anderen Bereichen zum Einsatz. Wichtig ist in erster Linie der Schutz des Kopfes bei einem Aufprall oder einem Sturz. Manche Modelle sind etwas tiefer in den Nacken gezogen oder bieten auch seitlich mehr Sicherheit an den Schläfen. Hier musst du selbst entscheiden, ob du ein wahres Leichtgewicht als Helm benötigst oder einen guten Rundumschutz.

Vorteile eines Visiers

Bei einem Helm mit Visier ist außerdem die gute Sicht gefragt. Die Blende trägt zu einem besseren Gesichtsschutz bei und verhindert äußere Einflüsse beim Fahren, beispielsweise durch Insekten oder Regen. Gleichzeitig ist das Visier ein Sonnenschutz und ein Windschutz. Dir zieht also kein kalter Wind mehr in die Augen, der dich beim Fahren behindert oder deine Sicht einschränkt. Ein umfassendes Sichtfeld trägt viel zur Sicherheit beim Radfahren bei. Selbst Brillenträger können einen solchen Fahrradhelm nutzen.

Materialien und Konstruktion

Ein solcher Fahrradhelm besteht meist aus einer harten Kunststoffschale. Je nach Gewicht kommen auch Carbon oder Polycarbon zum Einsatz. Dadurch wird er vor allem im Rennsport etwas leichter. Wichtig sind eine aerodynamische Form und der Abbau der Aufprallkräfte. Das funktioniert mittels einer EPS Schale im Inneren. Das Material ist fest in die Schale aus Kunststoff eingeschäumt und sichert seinen Kopf bei einem Sturz. Teilweise setzen die Hersteller sogar auf unterschiedliche Materialien im Helm, dem sogenannten MIPS-System. Wichtig: Nach einem Sturz muss der Helm unbedingt getauscht werden.

Aerodynamik und Visierfunktionen

Vor allem die Helme für den Rennsport besitzen eine aerodynamische Form. Sie laufen hinten leicht spitz zu oder haben eine spezielle Abrisskante. Damit entstehen weniger Luftverwirbelungen hinter deinem Kopf und du fährst deutlich schneller im Luftstrom. Das Visier unterstützt dich bei schnellen Fahrten und sorgt in erster Linie für einen guten Gesichtsschutz. Regen, Schnee und sogar Insekten im Sommer hält es effektiv ab und ermöglicht dir ein sicheres Fahren.

Anpassbarkeit und Flexibilität

Je nach Tönung bekommst du einen optimalen Sonnenschutz und brauchst keine Sonnenbrille mehr zusätzlich zu tragen. Bei manchen Helmen lässt es sich je nach Witterung umstecken. So gibt es ein Modell für Regenwetter und ein Modell mit Tönung für starke Sonneneinstrahlung. Achte also darauf, ob das Visier getauscht werden kann oder sich klappen lässt. Dadurch bekommst du noch mehr Flexibilität. Du entscheidest, ob du den Sichtschutz wirklich brauchst und nimmst ihn über zwei kleine Schrauben einfach wieder ab. Wichtig hierbei: die Schrauben müssen stabil genug sein und nicht nur aus einfachem Kunststoff bestehen.

Visier für Brillenträger

Auch Brillenträger profitieren von einem zusätzlichen Sichtschutz. Durch den Nasenausschnitt beschlägt das Glas nicht und dein Sichtfeld bleibt angenehm groß. Eine Brille hat unter den meisten Modellen problemlos Platz. Somit brauchst du dir keine Sportbrille mit großem Sichtfeld und Augenschutz anfertigen lassen, sondern entscheidest dich einfach für einen Helm mit Visier.

Die richtige Tönung des Visiers

Die Tönung am Glas haben wir bereits erwähnt. Vielen Radsportlern stellt sich hier die Frage: welche Tönung ist überhaupt die richtige? Zunächst kommt es auf die Stärke der Tönung an. Meist wird diese Angabe in Prozent gemacht und beschreibt, wie sehr das Visier abdunkelt. Eine graue Tönung bis 85 Prozent ist ideal für starke Sonneneinstrahlung geeignet und kommt im Sommer als Ersatz für die Sonnenbrille zum Einsatz. Die Sichtverhältnisse können gut mit einer Sonnenbrille verglichen werden. Der Visierhelm bietet aber einen besseren Tragekomfort und ein breiteres Sichtfeld. Eine Tönung von etwa 40 Prozent kommt bei bunten Farben zum Einsatz. Hier kommt es auf dein persönliches Empfinden an. Manche Radfahrer wählen eine Tönung in Orange. Andere entscheiden sich eher für Grün oder Grau.

Automatische Visiere

Eine Besonderheit sind die automatischen Visiere. Das bedeutet: sie dunkeln sich je nach Lichteinstrahlung automatisch ab und passen sich an die Helligkeit an. Bei starker Sonneneinstrahlung werden sie dunkler und bei schlechten Lichtverhältnissen sind sie förmlich transparent.

Weitere wichtige Aspekte beim Kauf

Passform und Komfort

Fast jeder Fahrradhelm lässt sich im Inneren noch zusätzlich an deine Kopfform anpassen. Meist ist ein Ring aus Kunststoff eingearbeitet, den du über ein Drehrad noch fester ziehst. Er darf nicht mehr wackeln oder sich vom Kopf drehen lassen. Dann sitzt er perfekt. Natürlich darf er auch nicht drücken oder unangenehm sitzen. Unter dem Kinn laufen die zwei Riemen zusammen, die mit einem Klick verschlossen werden. Auch hier setzen Hersteller auf unterschiedliche Verschlüsse.

Die richtige Größe

Jetzt brauchst du nur noch die richtige Größe für deinen neuen Fahrradhelm. Dabei richtet sich die Größe immer nach deinem Kopfumfang. Miss zunächst mit einem Maßband den Umfang oder lege dir ein Stück Faden um den Kopf. Danach misst du es an einem Zollstock genau ab. Das Band muss an der Stirn entlang bis über den Hinterkopf gehen, bestenfalls an der breitesten Stelle. Falls die Größen bei den Herstellern variieren, nimmst du immer die passende Größe zu deinem Kopfumfang. Manchmal gibt es auch Doppelgrößen, wie S/M oder L/XL. Alles kein Problem, wenn du genau deinen Kopfumfang kennst. Im Notfall entscheide dich immer für den etwas größeren Helm, falls dein Umfang genau zwischen zwei Größen liegt.

Design und Belüftung

Die Frage des Designs richtet sich nur nach dem persönlichen Geschmack. Während manche Hersteller eher auf klassische Farben und einfarbige Looks setzen, kannst du auch einen coolen oder urbanen Look in Black oder White wählen. Für Damen, Herren und Kinder sind unterschiedliche Designs im Angebot. Am besten passt sich das Visier genau ans Design an, sodass es auf den ersten Blick kaum auffällt. Auch farblich kann es auf die Farbe des Helms abgestimmt werden. Bist du sportlich mit dem Rad unterwegs, darf eine gute Belüftung nicht fehlen. Die meisten Modelle haben dafür an der Front einen Lufteinlass in Form von mehreren Löchern. Die Luft wird dann durch den Helm entlang nach hinten wieder heraus geleitet. Vor allem im Sommer bei sehr hohen Temperaturen kommen dir die Luftkanäle zugute. Wichtig ist, dass sie an der Front mit einem Netz geschützt sind, damit keine Fremdkörper in die Löcher eindringen können. Gerade Rennradhelme besitzen die Luftkanäle auch an der Seite des Helms. Sie sollten deine Aerodynamik nicht negativ beeinflussen, sondern noch verbessern.

Sicherheitsstandards und Haltbarkeit

Beim Kauf gibt es verschiedene Sicherheitssiegel, die dein Helm aufweisen sollte. Dazu gehören in erster Linie das GS-Siegel sowie das CE-Siegel. Auch vom TÜV sind viele Modelle abgenommen und entsprechend gekennzeichnet. Ein wirklicher Falltest wird laut EU Norm EN 1078 durchgeführt. Hier bekommt ein Dummy den Helm auf und muss den Falltest überstehen. Die meisten Fahrradhelme besitzen eine Haltbarkeit von vier bis fünf Jahren. Danach geben die Materialien langsam nach und sollte ausgetauscht werden. Das Visier musst du vielleicht öfter wechseln, wenn es zerkratzt ist oder andere Spuren aufweist.

MTB und Downhill Helme mit Visier

Ein Fahrradhelm mit Visier kommt auch beim MTB oder Downhill zum Einsatz. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen Sichtschutz in Form einer Brille. Es ist eher als Sonnenblende zu verstehen und am oberen Bereich des Helms angebracht. Hier kannst du die Blende verstellen oder auch abnehmen. Ziel ist es, die Sonneneinstrahlung zu mindern und vor allem bei Waldfahrten für bessere Sichtverhältnisse zu sorgen. Dabei kann es durch das wechselnde Licht schnell zu Komplikationen kommen.

Weitere Fahrradhelm Modelle im Überblick

Die meisten Hersteller haben auch mindestens ein Modell mit Visier im Angebot. Hier kommt es auf deine persönlichen Ansprüche an. Ist hier noch kein passender Helm für dich dabei gewesen?

Ventura Downhill Helmet

Der Venutra Downhill Helmet ist vor allem für Freerider und Mountainbike-Fahrer geeignet. Er besitzt einen festen Kinnschutz und ist als Integralhelm aufgebaut. Das heißt: er legt sich bis an den Hinterkopf und schützt auch die Schläfen sehr gut. Die Blende ist an der Oberkante befestigt und kann bei Bedarf abgeschraubt werden. Sie ist weniger als Sichtschutz für die Augen gedacht. Aber die Sonnenblende hilft viel, wenn du beispielsweise im Wald bei wechselndem Licht unterwegs bist. Außerdem wehrt sie Äste sehr gut ab. Zur besseren Anpassung kommt der Fahrradhelm mit drei verschieden dicken Polster-Sets. Du wählst selbst, welches Set besser zu deiner Kopfform passt. Kunden loben die einfache Handhabung und die ausreichende Belüftung.

Casco Speedario RS

Der Speedario RS von Casco ist eher als Rennradhelm gedacht und bringt viel in Sachen Aerodynamik mit sich. Die Abrisskanten am Heck machen dich auch bei starkem Luftstrom noch schneller, je nach Kopfposition. Außerdem gibt es ein transparentes Visier an der Front mit großzügigem Nasenausschnitt. Selbst mit herkömmlichen Brillen lässt sich der Fahrradhelm problemlos tragen und das Visier beschlägt nicht. Es schützt sich bei Regen, Schnee und Wind. Mit diesem Modell setzt du auf einen kontaktlosen Sitz für eine noch bessere Passform. Außerdem wird dein Kopf ständig mit kühlem Fahrtwind umströmt, was vor allem im Sommer sehr angenehm ist. Kunden sind von der kompakten Bauweise begeistert und vom einhändigen Öffnen des Verschlusses.

ABUS In-Vizz

Der ABUS In-Vizz Fahrradhelm ist nach dem In-Mold-Verfahren hergestellt. Innen- und Außenschale sind also gut miteinander verschweißt. Das integrierte Visier lässt sich mit einer Handbewegung sicher und einfach im Helm versenken. Du ziehst es also nur heraus, wenn du es brauchst. Eine normale Brille hat ausreichend Platz unter dem Sichtschutz, sodass der Fahrradhelm auch für Brillenträger geeignet ist. Genau in diesem Bereich wird er sehr von den Kunden gelobt und es gibt keine tränenden Augen mehr während der Fahrt. Das Glas besteht aus schlagfestem Polycarbonat und hat einen umfassenden UV-Schutz. Das Drehradsystem im Inneren passt den Fahrradhelm außerdem an deine Kopfform an und sorgt für einen hohen Tragekomfort.

Uvex City V

Der Uvex City V Fahrradhelm ist sehr gut für Brillenträger geeignet. Das Visier an der Front hält Schnee und Regen sehr gut ab. Außerdem besitzt es eine leichte Tönung gegen direkte Sonneneinstrahlung. Der große Nasenausschnitt sorgt für mehr Tragekomfort und verhindert, dass das Glas während der Fahrt beschlägt. Außerdem bietet dir UVEX mit diesem Modell ein herausnehmbares Futter zum Waschen. Allerdings ist der Fahrradhelm recht schwer und nicht für sehr lange Fahrten geeignet. Der Tragekomfort ist auch nicht für alle Kopfformen angenehm. Dafür greifen aber viele Downhill- oder MTB-Fahrer auf den Helm zurück, da er ein besonderes und cooles Design mit sich bringt.

Worauf man achten sollte

Achte beim Kauf des neuen Helms nicht nur auf die Passform des Visiers. Natürlich musst du mit deiner Brille genug Platz haben und auch Radfahrer ohne Brille benötigen ein ausreichendes Sichtfeld. Daneben spielt aber auch der Mechanismus hinter dem Sichtschutz eine wichtige Rolle. Kunden empfehlen, ihn genau zu prüfen. Wie schnell ist das Visier ausgetauscht und kann es auch während der Fahrt verändert werden? Meist genügt eine einfache Handbewegung nach oben und du justierst den Sichtschutz neu. Bei Rennradhelmen darf es jedoch an der Aerodynamik nichts verändern, wenn es nach oben geschoben wird. Außerdem kommt nicht jeder Nutzer mit jeder Farbe klar. Ebenso wichtige Punkte sind Komfort und Sicherheit. Den meisten Kunden sind nicht nur einfache Polster wichtig. Bestenfalls lassen sich die Polster schnell entnehmen und in der Maschine waschen. Bei sehr langen oder schweißtreibenden Fahrten müssen sie Feuchtigkeit aufnehmen können. Außerdem muss stets ein guter Luftstrom gewährleistet sein. Weder Sichtschutz noch Polster dürfen ihn verringern.

Fazit zu Fahrradhelmen mit Visier

Ein guter Fahrradhelm mit Visier ist als Sonnenschutz nutzbar und vor allem für Brillenträger geeignet. Das Visier ist am Helm verbunden und kann nach oben geklappt oder hinein geschoben werden, je nach System. Manche Oberflächen dunkeln sich sogar automatisch ab, wenn zu viel Licht darauf fällt. So sparst du dir die Sonnenbrille bei der nächsten Fahrt. Auch in der Mountainbike-Szene sind Helme mit Visier wichtig. Hier sitzt es aber nur als Lichtschutz an der Oberkante und wird nicht direkt vor den Augen getragen. Entscheide selbst, ob du das Visier abnehmen kannst oder es dauerhaft am Helm fixiert lässt. Außerdem gibt es unterschiedliche Tönungen und Farben, die nicht nur Einfluss auf das Design, sondern auch auf das Sichtfeld nehmen.

Testergebnisse und Empfehlungen

Die Stiftung Warentest und der ADAC haben im März 2024 gemeinsam einige Fahrradhelme getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass es deutliche Unterschiede in Bezug auf Sicherheit, Komfort und Handhabung gibt. Hier sind einige der getesteten Modelle und ihre Bewertungen:

Uvex Urban Planet LED

Der Uvex Urban Planet LED schneidet unter den neu getesteten Helmen mit der Gesamtnote 2,0 (gut) am besten ab. In den Bereichen »Unfallschutz« und »Handhabung und Komfort« vergeben Stiftung Warentest und ADAC jeweils ein »gut« (2,3 bzw. 1,8). »Der etwas schwere, aber gut verarbeitete Helm von Uvex geht als Testsieger hervor. Das Innenfutter dient gleichzeitig als Insektenschutz und vermittelt angenehmen Tragekomfort. Das Kopfband ist 6-fach höhenverstellbar und mittels Drehrad im Umfang verstellbar. Er besitzt Reflektorstreifen in den Trageriemen und ist mit einem aktiven Licht an der Rückseite (3 Modi) ausgestattet.

Uvex Finale Visor

Regen, Sonne, Wind - wer das ganze Jahr mit seinem Fahrrad unterwegs ist, freut sich möglicherweise über einen Helm mit Visier. Den bietet der Uvex Finale Visor, außerdem eine Beleuchtung und einen Insektenschutz. Uvex verkauft den Finale Visor in den Größen 52 bis 57 und 56 bis 61. Als Farben stehen Schwarz, Grau/Weiß, Grün/Schwarz und Gelb/Weiß zur Auswahl. Unser Testmuster in 56 bis 61 wiegt 370 Gramm. Für einen Helm mit Visier und Beleuchtung ist das ein guter Wert.

Abus Pedelec 2.0

Viele Fahrradhelme gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Viele unterscheiden sich in Nuancen. Deshalb ist der Abus Pedelec 2.0 eine echte Perle, weil er neben seiner ohnehin schon guten Ausstattung ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzt: Er hat einen Regenschutz integriert. Verfügbar ist der Helm in den drei Größen S (51 bis 55 Zentimeter), M (52 bis 57) und L (56 bis 62). Die Farbauswahl ist riesig, elf Farben sind erhältlich - von Weiß über Blau, Gelb, Rot und Schwarz bis hin zu Silber, Champagner und Grau. Mit 410 Gramm fällt unser Testexemplar in Größe L nicht sonderlich leicht aus.

POC Omne Beacon Mips

Farblich ist der schicke POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker. Wenn ein Helm nicht nur ein Lebensretter, sondern auch ein stylisches Accessoire für den Kopf sein soll, dann ist der POC Omne Beacon Mips ein interessantes Modell. In der von uns getesteten Farbversion in Orange und mattem Grün sieht der Kopfschutz super aus. Alternativ gibt es ihn in Orange/Weiß sowie in Orange und mattem Schwarz. Die Rückseite des Helms zieren vier LEDs.

Tabelle: Empfehlungen für Fahrradhelme

Modell Besonderheiten Geeignet für
Uvex Urban Planet LED Integrierte Beleuchtung, hoher Tragekomfort Alltagsfahrer, E-Bike-Fahrer
Uvex Finale Visor Visier, Beleuchtung, Insektenschutz Fahrer bei jedem Wetter
Abus Pedelec 2.0 Integrierter Regenschutz Pedelec-Fahrer, Fahrer bei Regen
POC Omne Beacon Mips Stylisches Design, MIPS-Technologie Sicherheitsbewusste Fahrer

Wichtige Tipps für den Helmkauf

  • Fester, korrekter Sitz: Ein Helm sollte fest sitzen, ohne zu drücken.
  • Kinnriemen: Achten Sie darauf, dass sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lässt, wenn der Kinnriemen geschlossen ist.
  • Passform: Messen Sie den Kopfumfang, um das passende Modell zu finden.
  • Altersgruppe: Wählen Sie die Helmgröße entsprechend dem Kopfumfang und der Altersgruppe.
  • Farbe: Achten Sie auf eine gut sichtbare Farbe für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.
  • Probieren: Unbedingt vor dem Kauf anprobieren, da jeder Kopf anders geformt ist.
  • MIPS-Technik: Fahr­radhelme mit MIPS bieten also zusätzliche Sicherheit, sind aber in der Regel teurer.

Arten von Fahrradhelmen

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Fahrradhelmen: Softshell-, Hardshell- und Microshell-Helme.

  • Softshell-Helme: Softshell-Helme sind besonders leicht, da sie lediglich aus einer Schale aus Hartschaumstoff bestehen. Sie sind eine sehr preisgünstige Variante. Allerdings können diese Helme nur bedingt den Aufprall abfedern. Experten raten oft von Softshell-Helmen ab.
  • Hardshell-Helme: Robuster als die Weichschalen-Variante aber auch deutlich schwerer. Hardshell-Helme kommen meist im Downhill-Bereich zum Einsatz. Sie bestehen aus hartem Kunststoff.
  • Microshell-Helme: Ein harter Schaumstoffkern überzogen mit Kunststoff macht den Helm effektiv, da Stöße gut abgefedert werden. Deshalb erfreuten sich Microshell-Helme besonderer Beliebtheit und sind weit verbreitet. Sie sind meistens leichter als Hardshell-Helme.

Im Ernstfall kann ein Fahrradhelm Leben retten und schwere Kopfverletzungen verhindern. Das erreicht er dadurch, dass er wie ein Stoßdämpfer wirkt. Die Kombination von Außenschale und Innenpolster absorbiert im Idealfall bis zu zwei Drittel der Energie, die bei einem Sturz auf den Kopf wirkt.

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