Fahrradhelm gegen Schwitzen: Ein umfassender Test und Ratgeber

Es wird draußen langsam wärmer, und viele Radfahrer bemerken, dass ihr Kopf unter dem Helm anfängt zu schwitzen. Die Frage, die sich stellt: Gibt es Helme, die sich besonders gut für die Sommermonate eignen, oder gibt es andere Lösungen, um das Schwitzen zu reduzieren?

Das emotionale Thema Fahrradhelm

Das Helmthema ist ein sehr emotionales, das in fast allen Foren recht schnell in eine Zank- und Zwistecke veschoben wird. Selbst fahre ich seit jeher ohne Helm und nehme das Risiko in Kauf. Unter anderem aufgrund des von Dir geschilderten Schwitzfaktors und anderer Bequemlichkeitsfaktoren, aber eben auch, weil meiner Meinung nach Helme in bestimmten Situationen zweifellos schützen können, in vielen anderen aber halt auch nicht. Im Prinzip habe ich nichts gegen Helme (bin aber klar Gegner einer Helmpflicht) und gucke immer mal neugierig, ob sich denn mal einer findet, der für mich akzeptabel wäre - bisher allerdings vergebens. Andere sehen das anders und das ist völlig ok.

Eine Alternative kann auch ein Airbag wie der Hövding sein - hat auch wieder seine spezifischen Vor- und Nachteile. Das Helmthema ist ein sehr emotionales, das in fast allen Foren recht schnell in eine Zank- und Zwistecke veschoben wird.

Lösungen gegen das Schwitzen

Einige Radfahrer benutzen seit nahezu 10 Jahren Helmunterziehmützen, welche fast verhindern, dass der Schweiß ins Gesicht läuft. Diese Helmunterziehmützen kann ich unterwegs auch bei einem Brunnen nässen und wieder über den Kopf ziehen. Das fühlt sich für mich herrlich kühl an. Im Winter muss ich erst ab ca.

Andere wiederum bevorzugen Helme mit großen Schlitzen und Fliegengitter für eine angenehme Kühlung. Eine winddichte Bike Cap von Vaude kann bei kälteren Temperaturen zusätzlich genutzt werden.

Erfahrungen mit verschiedenen Helmtypen

Es ist interessant zu erfahren, wie unterschiedlich die Erfahrungen mit verschiedenen Helmtypen sind. Einige empfinden Helme ähnlich dem Thousand Helm auch bei sehr hohen Temperaturen (32°C+) als angenehm, weil die Sonne nicht direkt auf den Kopf brennt. Man schwitzt natürlich ein Tick mehr, aber das ist eher bei mittleren Temperaturen nervig (so um die 25°C).

Andere Nutzer haben mit einem Nutcasehelm gestartet; ein Modell für Wintersportler. Die Ohrwärmer habe ich noch nie gebraucht, aber es ist stets schnell zu warm geworden. Lieber viel Lüftung und ggfs. eine Untermütze oder Überzug dazu.

Ein Radfahrer trägt seit 36 Jahren Fahrradhelm. Sein erster war ein Bell Tourlight, den er später dem Deutschen Fahrradmuseum überlassen habe. Hartschale mit Styroporauskleidung, sparsame Lüftungslöcher, aber so genial angelegt, dass ich immer genug Luft am Kopf hatte, und nie Regen oder Schnee reinkam. Im Winter habe ich die Lüftungsschlitze abgeklebt, wurde mir zu kalt. Mittlerweile trage ich die Helme von Alpina (Schwesterfirma von UVEX), weil das Gurtsystem das Beste ist. (Schiebelasche und feste Zwischenstücke, die sich nicht verstellen). Man muss nicht die sportlichen "Spitzeier" (aerodynamischer Bürztel) tragen, um gut belüftet zu fahren.

Es gibt Alltagshelme, die den Hinterkopf gut schützen und trotzdem gut belüftet sind. Nutcase-Helme sind vergleichsweise schlecht belüftet und ziemlich schwer.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Da ich öfters im Sommer gut 7km gegen die Sonne am Horizont radle, ist mir ein grosses Dächlein vorne am Helm wichtig, da selbst eine gute Sonnenbrille in diesem Fall keine Linderung herbeiführt. Ich achte auch darauf, dass ich das Dächlein verstellbar ist und somit aus meinem Sichtfeld hochstellen kann.

Da ich auch im Sommer mit Helm unterwegs bin, achte ich mich auf grosse Belüftungschlitze und ein Mückennetz wäre auch optimal. Ausserdem achte ich mich auch auf das CE-Zeichen und die EN 1078 Beschriftung (Prüfnorm).

Bei den Fahrradhelm-Test vermisse ich immer die Bewertung der Bedienbarkeit und der Positionierung des Gurtsystems. Wenn ich Leute mit Helm sehe, dann tragen 98% ihn falsch. Solange das nicht mit bewertet wird, brauche ich keine Tests. Stöße abfangen ist einfach. Jeden Tag, ob mit oder ohne Mütze die Gurteinstellung finden ist ein Forschungsprojekt. Der Helm soll knapp 2 Fingerbreit über den Augenbrauen sitzen und darf sich durch einen Stoß von vorne nicht nach hinten verschieben. Das geht nur, wenn die Gurte asymmetrisch eingestellt sind, der vordere Gurt kürzer, als der hintere. Außerdem muss der Gurtverteiler unterm Ohrläppchen positioniert sein. Der vordere Gurt zeigt fast senkrecht nach unten. Damit der nicht den Kehlkopf berührt, muss der hintere Gurt länger sein. Der Gurtverschluß liegt unterm Unterkiefer an und nicht am Hals. Helme, die wegen mangelhaft eingestelltem Gurtgeschirr nach hinten rutschen können sind gefährlich, weil sie dann nicht schützen und Nackenverletzungen provozieren können.

Bei diversen Helmen hat mich genervt, dass ich jeden Morgen die Gurte neu justieren musste, weil die Gurtdreiecke an den Ohren völlig verstellt waren. Ein langer Gurt war für beide Seiten "zuständig" und ich musste beide Seiten neu einrichten, wenn auf einer Seite was nicht passte. Letztlich bin ich bei einem Specialized-Helm gelandet, bei dem die Dreiecke gar nicht mehr verstellt werden (können).

Ich kaufe keine Helme im Internet, sondern ausschliesslich im Fachhandel. Da habe ich die Möglichkeit, viele Helme zu testen und über längere Zeit auch zu tragen (Rutscht er? Entstehen mit der Zeit Druckstellen? Ist der Verschluss praktisch? Kann der Kinnriemen gut und schnell nachjustiert werden? Stören mit der Zeit die Riemen an der Backe?).

Fahrradhelm-Test 2025: Die Top-Modelle im Vergleich

Wer viel mit dem Rad unterwegs ist, der sollte auch in puncto Sicherheit nicht sparen, denn im Zweifel kann ein Fahrradhelm vor Kopfverletzungen schützen und somit Leben retten. In unserem Fahrradhelm-Test vergleichen wir deshalb zehn Top-Modelle, mit denen Sie sicher im Straßenverkehr unterwegs sind.

Laut einer YouGov-Studie aus dem Jahr 2019 halten nach wie vor 44 Prozent der Radfahrer einen Helm für unbequem, 37 Prozent fühlen sich auch ohne Helm sicher und 23 Prozent finden Fahrradhelme unästhetisch. Dabei gibt es längst unzählige Modelle für diverse Kopfgrößen und Einsatzzwecke - und das in angesagten Farbkombinationen oder auch ganz schlicht in Schwarz und Weiß. Da ist für jeden etwas dabei. Auch Rennradfahrer, Triathleten und Mountainbiker werden in diesem Test fündig. In diesem Fahrradhelm-Test mit Modellen für Herren, Damen und Kinder erklären wir in unserer Kaufberatung außerdem, was es beim Erwerb eines solchen Produktes allgemein zu beachten gibt.

Top 5 Empfehlungen im direkten Vergleich

Modell Typ Machart Größe Gewicht CE-Zertifizierung Rücklicht Reflektoren Belüftung Insektengitter
ABUS Urban-I 3.0 Stadthelm City- und Freizeithelm In-Mold-Verfahren S (51-55 cm), M (52-58 cm), L (58-61 cm), XL (61-65 cm) 280 g
Casco Activ 2 Fahrradhelm City- und Freizeithelm In-Mold-Verfahren S (52-56 cm), M (56-58 cm), L (58-62 cm) 290 g
Cratoni Maxster Pro Kinderhelm Kinderfahrradhelm In-Mold-Verfahren XS-S (46-51 cm), S-M (51-56 cm) 230 g
Cratoni Fahrradhelm Pacer City- und Freizeithelm In-Mold-Verfahren S-M (54-58 cm), M-L (58-63 cm) 230 g
uvex active Allround-Helm City- und Freizeithelm In-Mold-Verfahren S (52-57 cm), M (56-60 cm) 280 g

Detaillierte Betrachtung ausgewählter Modelle

ABUS Urban-I 3.0 Allrounder-Helm für die Stadt

Der ABUS Urban-I 3.0 ist ein stabiler Helm, der nach dem In-Mold-Verfahren gefertigt wird. Zwölf Belüftungsschlitze vorne und fünf Entlüftungsschlitze hinten sorgen für eine gute Luftzirkulation während des Fahrens. Dank der Insektenschutzgitter fliegen unterwegs keine Mücken, Wespen oder ähnliche Tiere in den Helm hinein. Der Helm verfügt über ein integriertes LED-Rücklicht mit 180° Sichtbarkeit und Reflektoren.

Casco Activ 2 Helm - Testsieger bei Stiftung Warentest

Der Casco Activ 2 überzeugte die Prüfer mit seinem hohen Unfallschutz, der Hitzebeständigkeit sowie in puncto Schadstoffe und Tragekomfort. Dieser Microshell-Helm ist mit 30 Lüftungsschlitzen rund um den gesamten Kopf ausgestattet, sodass Sie darunter auch bei warmen Temperaturen nicht so schnell schwitzen. Ein Aluminium-Insektenschutzgitter sorgt während der Fahrt dafür, dass keine Fliegen, Mücken oder Wespen in den Helm fliegen.

Cratoni Maxster Pro Fahrradhelm für Kinder

Der Cratoni Maxster Pro Kinderfahrradhelm bietet dank seines tiefgezogenen Hecks einen sehr guten Schutz. Insgesamt 14 Belüftungsschlitze sorgen auch bei diesem Fahrradhelm aus unserem Fahrradhelm-Test dafür, dass die Kinder darunter nicht schwitzen und Fliegennetze verhindern das Eindringen von Insekten während der Fahrt. Am Drehrad im hinteren Bereich dieses Helmes aus unserem Fahrradhelm-Test können Sie nicht nur die Größe individuell anpassen, sondern auch mit einem Klick ein rotes Rücklicht aktivieren.

Cratoni Pacer+ Fahrradhelm auch für große Köpfe

Der Cratoni Pacer+ belegte beim Fahrradhelm-Test von Stiftung Warentest 2017 den zweiten Platz und war sowohl besonders sicher bei Unfällen als auch hitzebeständig und robust. Über ein Rädchen können Sie den Helm außerdem dreifach höhenverstellen. Das Visier dieses Modells ist abnehmbar und Reflektoren am Hinterkopf sorgen für eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr. Während der Fahrt sorgen 20 Belüftungsschlitze dafür, dass Sie am Kopf nicht schwitzen und Fliegengitter verhindern, dass Insekten ungewollt durch die Öffnungen hinein in den Helm fliegen.

Uvex active Allround-Helm mit optionalem LED-Licht

Ein beliebter Allround-Helm für Damen und Herren ist der Uvex active, der in verschiedenen Farben erhältlich ist. Dank der 19 Belüftungslöcher dürften Sie unter dem Helm auch im Sommer nicht übermäßig schwitzen. Ein Insektengitter verhindert außerdem, dass kleine Tiere während der Fahrt ins Innere des Helmes gelangen. Und noch ein Vorteil: Die Polsterung ist herausnehmbar und waschbar.

Es gibt auch weitere Modelle wie den K2 Varsity Pro Skaterhelm für BMX-Fahrer und Skater, den Uvex i-vo cc Freizeithelm für Herren und Damen, den O’NEAL Mountainbike-Helm Fury für wilde Fahrten im Gelände, den ABUS GameChanger Rennradhelm mit besonderer Aerodynamik und den Diridero Fahrradhelm für Triathlon, Rennradfahren und E-Bikes.

Weitere Aspekte beim Fahrradhelmkauf

Die Wahl des richtigen Fahrradhelms hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Einsatzzweck (Stadt, Mountainbike, Rennrad), die Passform, die Belüftung und die persönlichen Vorlieben. Es ist ratsam, verschiedene Modelle anzuprobieren und sich im Fachhandel beraten zu lassen, um den optimalen Helm für die eigenen Bedürfnisse zu finden.

Fahrradhelm Airbag: Hövding

Der Fahrradhelm mit dem Namen Hövding ist eine wahre Revolution auf dem Markt. Das Produkt wurde im Jahr 2005 von zwei Industriestudentinnen aus Schweden erfunden und weiterentwickelt. Ziel ist jedoch nicht allein die Sicherheit der Radfahrer. Vielmehr ging es darum, einen Helm zu entwickeln, den wirklich jeder gern trägt. Der Hövding beschützt bei einem Sturz den gesamten Kopf und auch den Halsbereich. Außerdem bleibt dein Sichtfeld stets frei und ist nicht eingeschränkt. Du behältst deine Frisur und kannst unter Kunststoff und Hartschaum nicht schwitzen. Lediglich der Hals wird von dem Airbag System umschlossen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0