Kinder sollten auf den Kopfschutz nicht verzichten, da ihnen altersbedingt die Übersicht im Straßenverkehr fehlt und sie schneller mal einen Absitzer machen als erfahrene Pedalritter. Schon von klein auf sollten Kinder an einen Fahrradhelm gewöhnt werden, um schwere Verletzungen bei einem Sturz oder einem Aufprall zu vermeiden.
Der Kopf gehört zum empfindlichsten Körperteil bei Kindern und besitzt daher auch ein besonders großes Schutzbedürfnis. Eins ist jedoch zu beachten: die Sicherheit geht immer vor.
Aufbau und Materialien von Kinderfahrradhelmen
Moderne Helme sind Hightechprodukte. Der Kern besteht aus Polystyrol, also eine Art Styropor. Darüber bietet meist eine harte Polycarbonataußenhaut zusätzlichen Schutz. Sogenannte Inmoldhelme, bei denen die Außenhaut komplett mit dem Schaumkern zu einem hochfesten Helmkörper verschweißt wird, sind etwas teurer als herkömmliche Helme, bei denen die Helmschale nur punktuell verklebt ist.
Die meisten Fahrradhelme für Mädchen bestehen aus einer festen Kunststoffschale, die einen Kern aus Hartschaum aufweist. Wichtig hierbei ist, dass der Schaum fest mit der äußeren Schale verschweißt ist und nicht nur verklebt. Bei sehr günstigen Modellen sind nur wenige Klebepunkte gegeben und beide Teile könnten sich bei einem starken Aufprall lösen.
Am besten drückst du den Hartschaum leicht ein und prüfst, ob ein Spalt entsteht. Ist das nicht der Fall, handelt es sich um einen eingeschäumten EPS-Kern. Zusätzlichen Tragekomfort bieten Polster im Inneren, die meist mit einem Klettverschluss befestigt sind.
Passform und Größe des Fahrradhelms
Ein Fahrradhelm für Mädchen muss sich natürlich auch an die Kopfform anpassen. Er muss optimal sitzen, darf nicht drücken und sollte für die Kleinen kaum zu spüren sein.
Dafür gibt es im Inneren einen Ring aus Kunststoff, der sich fest und den Kopf schließt. Du drehst einfach am Hinterkopf das kleine Rädchen fest und schon nimmt der Fahrradhelm seine optimale Passform ein. Er darf nicht zu locker sitzen und sich beispielsweise seitlich wegschieben lassen.
Ebenso wenig sollte er drücken oder zu fest sitzen. Warte bei der Anprobe etwa 15 Minuten und lass dein Kind mit dem Fahrradhelm auf dem Kopf spielen.
Nicht jeder Helm passt natürlich zu jedem Kopf. Daneben ist noch die Größe zu berücksichtigen, auf die wir im folgenden Abschnitt genauer eingehen wollen. Die Größe für den neuen Mädchenhelm richtet sich immer nach dem Kopfumfang.
Nimm dir ein Maßband und leg es über den Hinterkopf bis in die Stirnmitte deines Kindes. Das Band sollte oberhalb der Ohren entlang geführt werden und darf nicht bis in den Nacken fallen. Am besten misst du ein- bis zweimal, um wirklich den korrekten Umfang zu bekommen.
Alternativ legst du nur einen Faden um den Kopf und nimmst die Größe vom Zollstock ab. Liegt der Kopfumfang genau an der Grenze zur nächsten Größe, solltest du dich immer für das größere Modell entscheiden.
Ein zu straffer Fahrradhelm ist sehr unangenehm und wird nicht gerne getragen. Außerdem wächst ein größeres Modell etwas länger mit. Gerade bei Babys und Kleinkindern ist der Kopf schnell aus dem Helm gewachsen.
Manche Hersteller haben ihre eigenen Größenangaben und variieren deshalb untereinander. Bereits beim Aufsetzen sollte der Fahrradhelm eine gute Passform aufweisen, denn auch mit dem Verstellmechanismus innen lässt sich eine falsche Größe nicht ausgleichen.
Für einen optimalen Halt muss noch der Kinnriemen geschlossen werden. Er ist in der Länge genau einstellbar, sodass noch ein Finger breit zwischen Kinn und Polster Platz gelassen wird. Bei größeren Kindern bietet sich hier ein Steckverschluss an, den sie selbst öffnen und schließen können.
Die Gurte sind an den Ohren vorbeizuführen und hängen nach unten. Nun verschließt du den Riemen unter dem Kinn. Bei den meisten Verschluss ist ein Klicken zu hören. So kannst du dir sicher sein, dass der Mechanismus auch gegriffen hat. Außerdem sollte die Vorderkante des Helms möglichst über den Augenbrauen enden. Bewegst du dann den Helm auf dem Kopf des Kindes, legt sich die Stirn leicht in Falten.
Design und Motive
Bei Mädchen steht das Design des neuen Helms oft an erster Stelle. Die kleinen Radfahrer haben oft schon ganz eigene Vorstellungen und sollten diese bei der Auswahl des Helms mit einbringen können. Tipp: Lass dein Kind selbst entscheiden und das Design mit auswählen. Aber welches Design soll es nun sein?
Die meisten Hersteller haben einen rosaroten Mädchentraum als Angebote in ihren Kategorien. Geschwungene Linien und Flower-Muster machen die Modelle zu wahren Hinguckern. Aber auch ein Smiley, Schmetterlinge, Herzen und Einhörner werden gern auf den Helmen abgebildet. Oder wie wäre es mit einem bunten Look voller Zootiere oder den Lieblingshaustieren wie beispielsweise Eulen?
Je nach Geschmack und Interessen der Kinder, lässt sich das Design des Helms anpassen. Es sollte aber nicht nach wenigen Monaten schon wieder abgeschrieben sein. Besonders beliebt sind die Comicfiguren aus bekannten Filmen und Serien wie beispielsweise Die Eiskönigin von Disney, Hello Kitty oder Prinzessin Lillifee.
Da darf der Helm auch gerne Blau oder Lila sein. Manche Eltern stimmen ihn auch passend zur Farbe des Fahrrads ab.
Sicherheitsaspekte und Prüfsiegel
Der neue Mädchen Fahrradhelm soll nicht nur cool aussehen, sondern muss auch sicher sein. Funktion und Qualität stehen deshalb im Vordergrund. Hier spielt die Belüftung eine wichtige Rolle.
Jeder Fahrradhelm braucht Belüftungslöcher, um den Kopf nicht zu überhitzen. Die Löcher sollten an der Front mit einem Sicherheitsnetz ausgestattet sein, damit keine Fremdkörper oder Insekten während der Fahrt hinein gelangen. Etwa sieben Öffnungen sind mindestens erforderlich, um einen guten Luftstrom zu gewährleisten.
Selbst mit einer Mütze dürfen die Kinder nicht unter ihm schwitzen.
Wichtig: Nach einem Sturz ist jeder Fahrradhelm auszutauschen. Genau aus diesem Grund solltest du auch keinen gebrauchten Fahrradhelm kaufen. Schließlich ist kaum erkennbar, ob er schon einen Sturz abgehalten hat. Prinzipiell sind Kinderhelme nach etwa 5 Jahren zu entsorgen, da die Materialien ermüden und spröde werden.
Außerdem erkennt man bei namhaften Herstellern immer das Produktionsdatum auf den Helmen.
Jeder Fahrradhelm für Mädchen sollte alle wichtigen Prüfsiegel aufweisen. Ohne diese Siegel dürfte er in Europa gar nicht verkauft werden. Dazu gehören beispielsweise das CE- und das GS-Siegel. Daneben sind viele Modelle vom TÜV geprüft und abgenommen.
Hier wird beispielsweise untersucht, ob der Kinnriemen bei einer bestimmten Last von selbst reißt. Diese Funktion ist wichtig, damit sich der kleine Fahrer mit dem Helm nicht selbst stranguliert bei einem ungünstigen Unfall.
Viele Helme sind auch mit dem Normhinweis EN 1078 ausgestattet. Hierbei werden die Modelle einem Dummy aufgesetzt und in einem Falltest genau geprüft. Für mehr Sicherheit im Dunkeln bieten viele Mädchenfahrradhelme auch Reflektoren an den Seiten und ein Rücklicht.
Das Licht ist meist am Verstellmechanismus für die Passform angebracht und lässt sich per Knopfdruck ein- und ausschalten. Die Batterien sind über ein Fach einfach zu wechseln.
Bekannte Hersteller und Modelle
In den folgenden Abschnitten möchten wir mehr auf die bekannten Hersteller für Fahrradhelme eingehen. Neben diesen drei bekannten Firmen gibt es noch andere Hersteller auf dem Markt mit ähnlichen Modellen. Jedes Jahr kommen neue Kollektionen und Produkte mit formschönen und bunten Designs auf den Markt.
- Nutcase Gen3 Skatehelm: Vor allem für sportliche Mädchen geeignet. Er besteht aus einer sehr langlebigen Hartschale und einer EPS-Innenschale. Die Luftkanäle sorgen für eine gute Zirkulation. Außerdem besitzt das Modell einen weichen und hautfreundlichen Kinnriemen mit Textil.
- UVEX Kid 3 Mädchenhelm: Sorgt mit seinem Aufbau für höchste Sicherheit. So ist beispielsweise die EPS-Innenschale direkt in die schlagfeste Schale aus Polycarbonat eingeschäumt. Durch die glatte Oberfläche lässt sich das Modell auch leicht reinigen.
- ABUS Anuky Kinderhelm: Er ist nach In-Mold-Technologie gefertigt und bietet eine feste Außenschale mit verschweißtem Hartschaum innen. Die Vorderkante ähnelt einem Visier und bietet noch besseren Schutz für das Gesicht.
- UVEX Kinderfahrradhelm: Bietet einen recht flachen Hinterkopfbereich und ist bereits für Kinder ab einem Jahr geeignet. Er zeigt sich in einem rosafarbenen Design mit Blumen und Schmetterlingen und gefällt daher kleinen Mädchen besonders gut.
- KED Meggy Kinderhelm: Ist bereits für die Kleinsten tragbar und ab einem Kopfumfang von 44 cm zu bekommen. Die vielen Polster im Innenbereich sorgen für einen guten Tragekomfort und verhindern Druckstellen.
Weitere Tipps und Überlegungen
Viele ältere Mädchen sind eitel, was das Tragen eines Helms betrifft. Sie wollen ihre Frisur nicht zerstören oder haben das Gefühl, nicht gut auszusehen. Umso wichtiger ist es, das Design selbst wählen zu lassen und auf eine angenehme Form zu achten. Schon frühzeitig solltest du dein Kind an einen Fahrradhelm gewöhnen und mit gutem Beispiel vorangehen.
Hinsichtlich der Preisspanne sind alle Optionen offen. Es gibt günstige Modelle bereits ab 20 € oder auch teure Kinderhelme von über 100 €.
Kinder gehen nicht immer sorgsam mit ihren Helmen um. Daher solltest du sie öfter reinigen. Das betrifft beispielsweise die Polster im Innenbereich. Sie lassen sich meist einfach entnehmen und in der Maschine bei 30 °C waschen. Die Außenschale wischt du mit einem feuchten Tuch etwas ab und auch die Gurtbänder sind auf diese Weise wieder sauber.
Sollte er einmal nicht in Gebrauch sein, lagere ihn am besten an einem kühlen und dunklen Ort.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die richtige Einstellung des Helms
- Er muss den Hinterkopf und die Schläfen gut abdecken und bis in die Stirn reichen.
- Danach ziehst du das Verstellsystem fest über das kleine Drehrad am Hinterkopf.
- Die Gurte sind an den Ohren vorbeizuführen und hängen nach unten.
- Nun verschließt du den Riemen unter dem Kinn.
Bei den meisten Verschluss ist ein Klicken zu hören. So kannst du dir sicher sein, dass der Mechanismus auch gegriffen hat. Außerdem sollte die Vorderkante des Helms möglichst über den Augenbrauen enden. Bewegst du dann den Helm auf dem Kopf des Kindes, legt sich die Stirn leicht in Falten.
Fazit
Kinder sind frühzeitig mit dem Laufrad oder Fahrrad unterwegs und machen ihre eigenen Erfahrungen im Straßenverkehr. Genau an diesem Punkt ist der richtige Helm zur Sicherheit wichtig. Er schützt bei einem Sturz oder Aufprall den gesamten Kopf.
Die Mädchen-Fahrradhelme bieten dir farbenfrohe Designs, und das nicht nur in der Farbe Rosa. Auch die beliebten Comicfiguren und Filmfiguren von Disney sind auf den Helmen zu finden. So sucht sich deine Tochter ein Modell aus, der auch ihren Interessen entspricht. Die Akzeptanz ist dadurch schon gewonnen.
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