„Du Papa, warum trägt der Radfahrer vor uns keinen Helm?“ Auf Fragen wie dieser fällt es einem schwer, eine plausible Antwort zu geben. Nach einem Sturz kommt dann oft erst die Erkenntnis. Sätze wie „Hätte ich doch einen Fahrradhelm getragen!“ sind dann überflüssig!
Eines gleich mal vorweg: Alle 18 Helme in diesem Fahrradhelm-Test sind auf einem guten bis sehr guten Niveau. Am Ende sollte die Qualität, individuelle Vorlieben sowie Passform und Tragekomfort für einen Kauf entscheidend sein. Aus diesem Grund bieten Hersteller unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Größen und Helmformen an.
Egal ob man im lokalen Fahrradladen oder auf den Webseiten von Radherstellern und Online-Shops stöbert, die Auswahl von Helmen erschlägt einen nahezu. Für so gut wie jeden Einsatzzweck gibt es heutzutage den passenden Helm, aber auch Allround-Helme sind hoch im Kurs. Hier hilft nur eins: Sich für das Testen Zeit zu nehmen, denn ein Helm muss genauso gut passen wie ein Wanderschuh.
Beide trägt man sehr lange auf Tour oder im Alltag und bekannterweise kann das kleinste Scheuern oder Drücken zu einem nervigen Dauerproblem werden. Wobei bei den meisten Helmen die Einsatzzwecke immer mehr verschwimmen und am Ende der aktuelle Trend und Style-Faktor die Stellschraube ist, wann man welchen Helm trägt - nicht selten sieht man Jugendliche mit Fullface-Helmen durch die Stadt rollen.
Sicherheitsmerkmale und Technologien
Natürlich ist der Tragekomfort ein wichtiger Aspekte für einen gut sitzenden Helm. Die richtige Passform ist überdies ganz entscheidend für die Sicherheit, wie Lukas Bucht von SQlab betont. Dennoch ist die technische Sicherheit durch Materialien und Ausstattung wesentlich. Eines der bekanntesten am Markt ist das Mips-System, welches auch bei dem Großteil der Helme im Test verbaut ist.
Diese Technologie soll zusätzlichen Schutz bei schrägen Aufprallwinkeln bieten. Dazu besteht das System aus einer beweglichen Innenschale im Helm, die unabhängig von der äußeren Schale rotieren kann. Ein weiteres Schutzsystem in unserem Test ist die SLIDTechnologie vom Helmhersteller HJC. Hier wird in das Helmpolster ein spezielles Gel eingearbeitet und soll beim Aufprall die Energie absorbieren.
MIPS-Systeme im Detail
Wissenschaftliche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn besonders empfindlich auf rotatorische Kräfte reagiert. Um bei einem schrägen Aufprall die Rotationsenergie zu reduzieren, wurde die reibungsarme MIPS-Schale (Multi-directional Impact Protection System) konzipiert. Sie soll ein zum Kopf versetztes Gleiten des Helms ermöglichen. Dadurch wird Rotationsenergie in Translationsenergie umgewandelt.
Dieser Mechanismus ähnelt dem Verhalten des Kopfes bei einem Sturz auf Eis, wo sich der Kopf in der ursprünglichen Bewegungsrichtung fortsetzen kann. Aktuell sind verschiedene Varianten des MIPS-Systems verfügbar, die eine relative Rotation zwischen Helm und Kopf im Bereich von 10 bis 15 Millimetern zulassen.
In unseren Tests zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit, mit einem MIPS-ausgestatteten Helm eine Gehirnerschütterung zu erleiden (gemäß AIS-Code), im Durchschnitt bei 22 Prozent lag. Im Vergleich dazu betrug die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung bei Helmen ohne MIPS in einem früheren Test signifikant höhere 37 Prozent.
Mips Essential Core: Essential oder das klassische MIPS mit gelber Schale, dem sogenannten LFL (Low Friction Layer), kommt oft bei günstigen Helmen zum Einsatz. Es wird durch Elastomere im Helm gehalten. Im Test haben wir BrIC-Werte (Brain Injury Criterion) von 12 bis 20 Prozent gemessen.
Mips Evolve Core: Das System sitzt wie das Essential zwischen Helmschale und Polster. Eine exakter auf den jeweiligen Helm abgestimmte Passform soll die Belüftung verbessern und das Gewicht reduzieren. Es ist inzwischen das am häufigsten verbaute MIPS.
Mips Air Node: Hier ist der Rotationsschutz nahezu unsichtbar in die Helmpolsterung integriert. Das spart Gewicht und beeinträchtigt die Belüftung nicht durch eine zusätzliche Schicht. Die Gleitschicht sitzt an der Innenseite der Polster.
Mips Integra Split: Fox setzt auf eine besonders aufwändige Konstruktion. Der Helm besteht aus zwei separaten Schalen, die gegeneinander verdrehbar sind. Die Konstruktion ist etwas schwerer und teurer, erzielt im Labor aber nur mäßige Werte.
Mips Integra Fuse: Poc und MIPS verspinnen ihre beiden Rotationssysteme zu Integra Fuse. Hier befindet sich in den Polstern eine Art Silikon, das sich in alle Richtungen bewegen kann. Ähnlich wie bei MIPS Air sollen die Vorteile geringes Gewicht und gute Belüftung sein. Der Rotationsschutz jedenfalls ist sehr gut.
Testverfahren
Um die jeweiligen Eigenschaften und Qualitäten der 18 Testprobanden im Detail herauszuarbeiten, haben wir diese in sechs Punkten miteinander verglichen. Nach der Anprobe wurde der Fahrtest auf Rad- und Feldwegen sowie bei Mountainbike-Modellen auf Trails durchgeführt. Hinzu kommen die Beschleunigungswerte (20 Prozent), welche bei einem Fallturmtest ermittelt wurden.
Mit einer Führung ausgestattet, wurden die Helme am Testkopf fixiert. Für ein klares Testergebnis wurden je zwei Helme pro Modell getestet. Je niedriger die beim Aufprall gemessenen Beschleunigungswerte sind, desto geringer ist das Gehirnerschütterungsrisiko bei einem Sturz.
Um die Kräfte auf dem Kopf im Falle eines Sturzes nachzuvollziehen, sei gesagt, dass bei der Formel 1 gerade mal eine Kraft von 5 g in Kurven entsteht. An einem Fallturm mit Schlitten wurde ein Testkopf mit einem Kopfumfang von 57,5 cm befestigt. Für ein gleichmäßiges Testergebnis wurden zwei Helme pro Modell am Testkopf befestigt, um die Beschleunigungswerte (g) zu messen.
Testergebnisse und Empfehlungen
Der Preis-Leistungs-Sieger Cube zeigt, dass auch günstige Helme für gerade mal 60 Euro eine super Passform besitzen und mit sämtlichen Features wie Mips, Mückennetz und abnehmbarem Visor ausgestattet sind. Besonders beim Fallturmtest hat er hervorragende Beschleunigungswerte erzielt. der Mips-Technologie ausgeliefert.
Nicht zu toppen ist der urbane Helm von Nutcase. Aus diesem Grund unsere Empfehlung Urban. Ein absolutes Performance-Modell und unsere Empfehlung Road ist der Helm von Ekoi. Mit einem Gewicht von gerade mal 256 Gramm hat er zudem perfekte Lüftungskanäle und passt sich durch kinderleichte Bedienung angenehm an den Kopf an.
Auf ganzer Linie hat Uvex überzeugt. Hier zeigt es sich, dass „Made in Germany“ immer noch einen aussagekräftigen Wert hat. Unser Testsieger und zugleich Helmheld Nr.
Weitere Erkenntnisse aus MTB-Helm-Tests
In unserem aktuellen Test drängt sich diese Frage förmlich auf, denn Decathlon bringt mit seiner Eigenmarke Rockrider zum ersten Mal einen MTB-Helm mit MIPS-System auf den Markt. Kostenpunkt: 59,99 Euro. Das nächstteurere Modell im Test kostet bereits 40 Euro mehr. Statt der beiden Highend-Helme von Poc und Smith könnte man sich ganze neun (9!) Rockrider EXPL 540 kaufen. Woher kommt der Preisunterschied von bis zu 210 Euro?
Ausstattung der Fahrradhelme
Jedes zusätzliche Feature kostet Geld, so viel ist klar. Eine anpassbare Nackenstütze, einstellbare Y-Gurte (die den Sitz unterhalb der Ohren verbessern) oder ein höhenverstellbares Visier - und das sind erst die Basics. Viele Hersteller spendieren magnetische Gurtschlösser von Fidlock, die wirklich praktisch sind, oder Drehverschlüsse von Boa, die uns weniger gut gefallen haben. Goggle-Halter, Brillengaragen, Kamera-Mounts oder ein Transportbeutel komplettieren die Ausstattungen.
Der mit Abstand günstigste Anbieter Decathlon verbaut ein einfaches Anpassungssystem ohne Höhenverstellung im Nacken und an den Ohren, das Visier ist fix, die Polsterung schlicht. Doch solange der Helm zum Kopf passt, sitzt auch der Rockrider ordentlich. Einzige echte Kritik: Das Kopfband ist nicht umlaufend, was den Sitz etwas verschlechtert.
Tragegefühl und Gewicht
Sein großes Plus dagegen: Der Rockrider EXPL 540 ist leicht. Er wiegt gerade mal 330 Gramm und damit fast ein Drittel weniger als der Cratoni. Gerade auf langen Touren spürt man das hohe Gewicht eines Madflex schon deutlich im Nacken. In ähnliche Gewichtsregionen wie der Rockrider schaffen es ansonsten nur die Modelle von Scott, Giro, Abus oder Alpina - die sind allerdings bereits wesentlich umfangreicher ausgestattet als der Rockrider.
Auch im Hinblick auf die Belüftung kann der EXPL 540 nicht mit den besten Modellen im Test mithalten. Ein Blick auf die Innenseite erklärt warum: Aufwändige Lüftungskanäle oder große Lufteinlässe sucht man hier vergebens. Die Helmschale sitzt dicht am Kopf, was den Fahrtwind am Durchströmen hindert. Dagegen herrscht im Abus, Bluegrass oder Uvex fast schon Windstärke 6. Zur Verteidigung des Rockrider muss man allerdings erwähnen: Auch teure Modelle wie der Fox Speedframe RS oder der Smith Forefront 3 schneiden hier nicht besser ab.
Testergebnisse im Detail
Viel spannender aber ist die Frage: Wie schneidet denn nun der Decathlon-Helm in Sachen Sicherheit ab? Hier gibt es gleich zwei Überraschungen: Mit einer Restkraft von 107,9 g liegt der Rockrider ziemlich genau in der Mitte unseres Testfeldes und ganze 142,1 g unterhalb des zulässigen Grenzwerts. Was uns aber noch mehr erstaunt hat, ist, dass Decathlon mit dem Standard-MIPS den besten Wert beim Rotationsschutz erzielt und damit eindrucksvoll belegt: Wer keine großartigen Ansprüche in Sachen Ausstattung erhebt, kann auch mit einem preiswerten Helm wie dem Rockrider EXPL 540 gut geschützt durchs Gelände heizen.
Der Test belegt eindeutig: Teure Helme müssen nicht unbedingt besser schützen. Bestes Beispiel ist das knapp 60 Euro günstige Modell des Discounters Decathlon. Weil alle Helme die Norm locker erfüllen, steht ein cleveres Anpassungssystem bei mir ganz oben auf der Checkliste. Scott, Alpina, Bell und Giro lassen sich hervorragend einstellen und reißen kein allzu großes Loch ins Budget.
So testet BIKE die MTB-Helme
Sicherheit (50 Prozent): Spezielle Sicherheitstechniken - MIPS & Co. - sollen messbar das Risiko von Kopfverletzungen senken, indem sie beim schrägen Aufprall auftretende Rotationskräfte verringern. Die bestehende Prüfnorm für Helme EN 1078 kann diese Szenarien nicht abbilden. Um die aktuelle Helmgeneration realitätsnah zu prüfen, haben wir in Eigenregie einen Helmprüfstand entwickelt und uns dabei an den in der Wissenschaft und von forschenden Herstellern eingesetzten Methoden orientiert.
Für den Test wird der Helm auf einen 4,9 Kilogramm schweren Prüfkopf aus Aluminium angepasst. Helm und Kopf werden beim simulierten Sturz auf einem Schlitten geführt und treffen mit 21 km/h auf eine im Winkel von 45 Grad geneigte Stahlfläche auf. Schleifpapier in 40er-Körnung imitiert die Rauheit des Untergrunds - damit gehen wir analog zu den Prüfeinrichtungen Virginia Tech, Folksam und anderen Forschungseinrichtungen vor. Der Schlitten saust an der Auflagefläche vorbei und gibt den Helm frei, der nach dem Aufprall wegspringt.
Messung mit Sechs-Achsen-Sensor: Ein Sechs-Achsen-Sensor im Prüfkopf zeichnet Beschleunigung und Drehraten um die drei Achsen im Raum beim Aufprall und in der sich anschließenden Flugphase auf. Im ersten Anlauf trifft der Helm frontal auf, im zweiten seitlich. Die Beschleunigung werten wir nach dem größten resultierenden Wert aus - je niedriger desto besser. Angegeben wird der Mittelwert aus vier Messungen. Die Kopfrotation rechnen wir um zum BrIC-Kriterium (Brain Injury Criterion), das aussagt, wie schädlich die Bewegung für das Gehirn ist. Diese Methode ist in der Wissenschaft verbreitet und ermöglicht über den sogenannten AIS-Code Aussagen zur Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung.
Gewicht (15 Prozent): Auf zusätzliches Gewicht reagiert der Kopf besonders sensibel. 50 Gramm mehr oder weniger machen hier einen großen Unterschied. Unser Test zeigt: mehr Gewicht bedeutet nicht automatisch besserer Schutz.
Anpassung (20 Prozent): Beim Punkt Anpassung bewerten wir die Ausführung und Einstellbarkeit des Kopfrings sowie den Verlauf, Sitz und den Verschluss des Gurtsystems.
Kühlung (15 Prozent): Die Belüftung der Helme testen wir mit einem starken Gebläse, das die Strömung auf bis zu 30 km/h beschleunigt. Der erhitzte, behelmte Kopf wird der Strömung ausgesetzt, und wir ermitteln die Kühlleistung.
Top 3 Helme aus dem Test
Der beste im Labor: Der Bluegrass Rogue Core liefert den besten Kompromiss aus Aufprall- und Rotationsschutz, zudem ist er sehr gut belüftet. Nur der günstige Rockrider mit dem einfachen MIPS-Layer reduziert Rotationskräfte noch besser.
Die beste Anpassung: Griffiges Drehrädchen, einfache Höhenanpassung, umlaufendes Kopf-band und einstellbare Y-Gurte - der Scott Tago lässt sich perfekt an den Kopf anpassen. Ein Magnetschloss von Fidlock wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen.
Die Überraschung: Mal abgesehen von der schlichten Ausstattung gibt es am Rockrider EXPL 540 wenig auszusetzen: Bester Rotationsschutz, gute Stoß- dämpfung und geringes Gewicht zu einem konkurrenzlos günstigen Preis.
Die Messwerte aus dem Labor im Überblick
Alle Helme im Test erfüllen zwar die Prüfnorm EN 1078, eine um 50 g höhere Aufprallkraft kann jedoch bei einem Sturz einen großen Unterschied machen.
Risiko einer Gehirnerschütterung
Die Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Biker bei dem von uns simulierten Sturzszenario eine mittlere Gehirnerschütterung erleiden würde. Diese lässt sich aus den gemessenen Drehbewegungen (BrIC, Brain Injury Criterion) errechnen. Der Zusammenhang zwischen BrIC und der Wahrscheinlichkeit einer Gehirnerschütterung (nach AIS-Code) ist nicht linear. Für die Bewertung bietet sich daher eher die Wahrscheinlichkeit an. Das Risiko für eine Gehirnerschütterung liegt zwischen 12 und 31 Prozent und beträgt im Mittel 22 Prozent. Das Risiko, mit einem Helm ohne MIPS eine Gehirnerschütterung zu erleiden, lag in früheren Tests bei durchschnittlich 37 Prozent.
Beschleunigung in g
Alle Helme im Test bleiben bei den Beschleunigungswerten, also den Kräften, die bei einem Aufprall noch auf den Kopf wirken, weit unterhalb der Norm (250 g). Die Spanne reicht jedoch von 79,3 g (Bluegrass) bis zu 134 g (Giro) und zeigt, dass die Helme durchaus unterschiedlich gut schützen. Einen Zusammenhang zwischen reduzierter Rotationsbeschleunigung und guter Stoßdämpfung konnten wir in früheren Tests nicht feststellen.
Weitere Testberichte und Ergebnisse
Ein hohes Maß an Sicherheit bieten dabei durchaus auch preiswerte Helme. Auch wenn wir in Deutschland noch keine Helmpflicht haben, sollte sich jeder Fahrradfahrer einmal die Testberichte ansehen und über einen Radhelm nachdenken.
In der Tabelle befinden sich weitere Testergebnisse und Testsieger aus den Jahren 2024 / 23 / 21 und 17. Wir haben dabei jeden von uns bewerteten Fahrradhelm in der Hand und auf dem Kopf gehabt, haben uns intensiv mit der Verarbeitung und der Handhabung auseinandergesetzt und diese über mehrere Strecken und Touren in der Praxis getestet. Zu einigen der Testberichte und Ergebnisse haben wir ausführliche Einzelberichte verfasst, dazu auf den Namen des Helms klicken.
| Bild | Fahrradhelm | Eigenschaften | Ergebnis | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| Alpina Mythos 3 | Top Empfehlung - Sehr leichte Bauweise - Verstellbares Kopfband | 4,5 / 5 | 99,95 € | Amazon | |
| Cratoni Pacer Plus | Test Choice of the Month- Leichte Bauweise - Gepolsterter Kinnriemen | 4,5 /5 | 48,31 € | Amazon | |
| Casco Active 2 | Gute Wahl- reflektierende Streifen - 26 Lüftungsöffnungen | 4,3 / 5 | 94,95 € | Amazon | |
| ABUS Urban-I 3.0 | Mit Rücklicht- Integriertes Rotlicht - guter Magnetverschluss | 4,1 / 5 | 64,95 € | Amazon | |
| Lazer Helm Beam | - Leichte Bauweise - Verschiedene Farben | 4 / 5 | 28,82 € | Amazon | |
| Uvex City i-vo MIPS | - Leichte Bauweise - LED Beleuchtung | 1,8 | 85,99 € | Amazon | |
| Alpina HAGA | - Leichte Bauweise - LED Beleuchtung | 1,9 | 39,82 € | Amazon | |
| Nutcase Vio MIPS | - Stabile Bauweise - 360° LED Beleuchtung | 2,1 | N/A | Amazon |
Stand der Daten in den Tabellen: 29. August 2025
Den Testsieger für Fahrradhelme im Jahr ’21 und ’17 gab es bereits für ca. 80 Euro. Eine Top-Platzierung konnte dabei der Casco Active 2 Helm belegen, gefolgt vom Cratoni Pacer.
Materialien und Konstruktion
Der am weitesten verbreitete Helmtyp, der Mikroschalen-Helm, ist mit einer dünnen Schicht aus Kunststoff überzogen und verfügt über eine glatte Oberfläche. Dies soll das Abgleiten vom Untergrund erleichtern. Außerdem sind diese Art Helme mit Lüftungsöffnungen / Belüftungsöffnungen versehen, damit der Träger weniger stark schwitzt, sich die Wärme im Sommer nicht stauen und Fahrtwind durch den Helm wehen kann.
Hartschalen-Helme hingegen haben über dem Schaumstoff eine harte Kunststoffschale und sind aufgrund ihres recht hohen Gewichts meist nur im Radsport zu finden. Diese Helme sind oftmals mit einem zusätzlichen Kinnbügel ausgestattet.
Als dritte Helmgattung gibt es die Softshell-Helme (auch Weichschalenhelme), die einzig aus einer Schale aus Hartschaumstoff bestehen. Heute werden Weichschalenhelme kaum noch verwendet und gelten bei Experten als überholt.
Zusätzliche Sicherheitsmerkmale
Mit zusätzlichen Reflektoren und einem Reflektorband am Helm kann man in der Dunkelheit für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Es gibt dabei Fahrradhelme, die neben den Reflektor-Aufklebern auch noch ein zusätzliches LED Licht am Hinterkopf befestigt haben. Im ADAC Fahrradhelm Test ’21 war dies ein Bewertungskriterium für die Sicherheit bei Dunkelheit.
Im Sportbereich, z. B. beim BMX fahren oder beim Skaten, sind diese Helme bereits länger etabliert.
Die Bedeutung der richtigen Helmgröße
Bei einem Aufprall bietet die Schaumstoffschicht des Helms eine Knautschzone, die durch Kompression oder Brüche Energie aufnimmt und diese so vom Kopf fernhält. Die Beschleunigung wirkt so weniger auf das Gehirn des Trägers, kann diesen zuverlässig schützen und zudem die Gefahr von Schädelbrüchen veringern - insbesondere bei Hartschalenhelmen ist dies der Fall.
Helme gibt es nicht nur in verschiedenen Formen von verschiedenen Herstellern, sondern auch in verschiedenen Größen. Die Helmgröße ist für die Funktion bedeutend. Nur wenn der Helm richtig auf und an dem Kopf sitzt, kann dieser seine schützende Funktion erfüllen.
Die richtige Helmgröße hängt dabei vom Kopfumfang ab, sie wird, wie z. B. auch bei Hüten, in S, M, L und XL eingeteilt.
Kopfumfang messen
Auch die Frage, welche Helmgröße das eigene Kind braucht, kann über den Kopfumfang beantwortet werden. Hier unterscheidet sich die Methode nicht von der für Erwachsene: Einfach ein Maßband um den Kopf legen, dabei ca. eine Höhe von 10 mm (1 cm) Abstand über den Augenbrauen lassen, den Kopfumfang messen und einen Zentimeter addieren.
Helmgröße in Buchstaben:
- XS: 51 bis 54 cm
- S: 55 bis 56 cm
- M: 57 bis 58 cm
- L: 59 bis 60 cm
- XL: 61 bis 62 cm
- XXL: 62 bis 64 cm
Fahrradhelm richtig einstellen
Mit den verstellbaren und mitwachsenden Fahrradhelmen für Kinder kann man die Helmgröße an den größer werdenden Kopf anpassen. So muss man nicht zu oft einen neuen Helm kaufen und schont das Portemonnaie.
Safety first lautet hier die Devise und daher verwenden immer mehr Menschen einen Helm beim Fahrradfahren. Für Erwachsene und für Kinder gilt: der Helm hat eine optimale Passform und rutscht auf dem Kopf nicht hin und her. Verrutscht der Helm, bietet er keinen Schutz und auch ein zu kleiner Helm kann nachteilige Auswirkungen haben und beispielsweise zu Kopfschmerzen führen.
Fahrradhelme im Test: Sicherheit und Komfort
Gute Schutzeigenschaften allein reichen bei einem Fahrradhelm nicht aus, um in den Fahrradhelm-Tests einen guten Rang zu erzielen. Auch Einstellbarkeit, Tragekomfort und Handling machen die Note.
Es beginnt mit dem optimalen Sitz: Einfache Modelle lassen sich mit unterschiedlich dicken Polstern anpassen. Deutlich besser stehen Helme mit eingefasstem Kopfring da. Die Weite lässt sich leicht und präzise über ein Nackenrädchen einstellen. Gut gelöst ist das beim Urban Planet LED von Uvex, bei dem dieser Ring auch in der Höhe verstellt werden kann. Das Einstellrädchen ist platzsparend unter einer kleinen Aussparung angebracht. Das verhindert ein unangenehmes Drücken im Nacken. Besonders komfortable Fahrradhelme besitzen darüber hinaus verstellbare Gurtdreiecke.
Auch von zentraler Bedeutung: die Belüftung. Hier zeigen viele Modelle Schwächen. Vor allem bei den angesagten Skaterhelmen haben Sie eher schlechte Karten. Hier und da gibt es Ausnahmen, zum Beispiel bei Uvex (Modell Hlmt 4 CC) oder Prophete (Modell 0424). City-, Trekking, MTB- oder Rennradhelme schneiden in diesem Punkt aber generell besser ab. Doch Helmöffnungen lassen nicht nur den kühlenden Fahrtwind an den Kopf. Auch Insekten verfangen sich gerne mal unter der Haube. Eingefassten Netze halten sie auf Abstand. Entsprechende Modelle finden Sie hier.
Ist der Helm mit einer Blende ausgerüstet, sollte sie sich entfernen oder zumindest in der Höhe verstellen lassen. Runde Kanten verringern das Verletzungsrisiko. Auch ein blick aufs Helmgewicht lohnt sich. Zwar nehmen sich die meisten hier nicht viel. Extras wie Rücklicht, MIPS und besonders dicke Außenschalen machen sie aber mitunter recht pfundig.
Weitere Empfehlungen
Der Uvex Urban Planet LED bietet dank seiner tiefergezogenen Bauweise zusätzlichen Schutz im Heck- und im Schläfenbereich. Er lässt sich sehr angenehm tragen und perfekt auf die Kopfform und Kopfgröße einstellen. Der Urban Planet ist sehr robust und mit einem rückseitigen LED-Licht ausgestattet. Zusätzliche Vorteile sind reflektierende Gurtbänder, ein weiches Kinnpolster und ein durchdachter Verschluss.
Wenn die Insekten fliegen, die Sonne knallt, der Regen peitscht oder der Wind pfeift, ist der Uvex Finale Visor das optimale Modell. Denn er verfügt über ein klappbares Visier. Zudem ist der Fahrradhelm mit Beleuchtung und Insektenschutz ausgestattet.
Dieses Feature ist einmalig: Der Abus Pedelec 2.0 hat einen Regenschutz integriert, der hinten in einem Geheimversteck untergebracht ist. Nasse Haare im Regen gehören somit der Vergangenheit an. Für bestmögliche Erkennbarkeit im Dunkeln ist der Helm zudem mit einem LED-Licht ausgestattet.
Farblich ist der schicke POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker. Speziell in der Lackierung in leuchtendem Orange und mattem Grün ist der POC Omne Beacon Mips ein echter Hingucker.
Ein vernünftiger Helm muss nicht viel kosten: Das beweist der Fischer Urban Plus Brooklyn. Für gerade mal rund 30 Euro bietet er Beleuchtung, Sonnen- und Insektenschutz, einen gepolsterten Kinnriemen und in die Helmgurte eingewebte Reflexstreifen. Außerdem zeichnet sich der leichte Fahrradhelm durch einen guten Tragekomfort aus.
Verwandte Beiträge:
- Fahrradhelm mit Kragen Test: Schutz & Komfort im Vergleich
- Fahrradhelm Damen Matt Schwarz: Stil & Sicherheit vereint
- Günstige Fahrradhelme für Herren: Top Modelle im Vergleich
- KED Fahrradhelm Hello Kitty: Test & Kaufberatung
- BMW Motorrad Händler in Ihrer Nähe: Entdecken Sie Top-Angebote und Service!
- Mountainbike Elektrifizieren: Umbauanleitung & Kosten
Kommentar schreiben