Fahrradhelm selber designen: Eine umfassende Anleitung

Individualität wird großgeschrieben - besonders bei Motorradfahrern. Daher verwundert es nicht, dass die Nachfrage groß ist, sich den Motocross-Helm selbst zu designen. Der Motorradhelm ist ein essenzielles Accessoire, das auf jeder Fahrt dabei ist. Der Helm schützt Dich bei einem Sturz vor Verletzungen am Kopf. Genau deshalb ist es vielen so wichtig, ihren Motocross-Helm selbst zu designen. Als festen Bestandteil Deines Styles solltest Du Deinen Motocross-Helm allerdings so selbst designen, dass er zu Deinem Bike passt. Sowohl Farbe als auch die sonstige Gestaltung sollten stimmen. Wenn Du Deinen Motocross-Helm selbst designen möchtest, bist du bei BACKYARD DESIGN an der richtigen Adresse. Wir helfen Dir gerne dabei, Deinen individuellen Style zum Ausdruck zu bringen.

Grundlagen und Vorbereitung

Bevor Du Deinen Motocross-Helm selbst designen kannst, musst Du die passende Helmgröße wählen. Zudem wählst Du im ersten Schritt die Basis Deines Motorradhelms. Stöbere durch unser Angebot und finde das Grunddesign, das die perfekte Basis für Deine eigene Gestaltung darstellt. Ob Weiß, Grau, Schwarz oder bereits mit einem Muster versehen: Wähle das, was Dir am ehesten zusagt. Hast Du einen anderen Helm und möchtest ihn mit selbst designten Stickern versehen? Auch das ist möglich! Zwar musst Du Dein Design mit ein paar Handgriffen optimal anpassen und ins Detail gehen, doch das lohnt sich! Nach der Auswahl des Helms kannst Du bereits loslegen und die Bandbreite an Möglichkeiten ausschöpfen. Wähle ein Grunddesign. Detailliert wird es allerdings erst im Anschluss: Wähle aus zahlreichen verschiedenen Designs, um Deinen individuellen Look zu kreieren. Nimm Dir die Zeit und klicke Dich durch unseren Konfigurator.

Methoden zur Individualisierung

Wenn Du Deinen Motocross-Helm selbst designen möchtest, hast Du verschiedene Möglichkeiten. Während manche auf eine aufwendige Lackierung setzen, profitierst Du bei BACKYARD DESIGN von einer besonders einfachen Methode: Unsere Dekore werden Dir in Form von Stickern geliefert. Diese sind einfach und unkompliziert anzubringen. Wusstest Du, dass es eine ziemlich schlechte Idee sein kann, einen Motocross-Helm selbst zu lackieren? Hier ist einiges an Know-how gefragt. Beim Folieren hingegen, also der Technik, die bei BACKYARD DESIGN zum Einsatz kommt, kannst Du kaum etwas falsch machen. Wenn Du Dich dazu entscheidest, Deinen Motocross-Helm bei BACKYARD DESIGN selbst zu designen, genießt Du noch einen weiteren Vorteil: Wir bieten Dir eine äußerst hohe Qualität. Wenn die Sticker angebracht sind, haben sie einen festen Halt und sind robust und widerstandsfähig. Somit eignen sie sich für jede Spritztour.

Folieren vs. Lackieren

Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Folien im Gegensatz zur Lackierung ist, dass dieses Verfahren die Oberfläche Deines Helmes nicht angreift. Daher ist es potenziell möglich, die Folien wieder zu entfernen, wenn Du Dich am Design sattgesehen hast.

Folieren:

  • Wieder entfernbar
  • Günstiger
  • Sehr friemelig, erfordert viel Skill
  • Kein Risiko, den Helm zu beschädigen

Lackieren:

  • Farbe einfacher, um aufwendigere Designs zu erstellen
  • Weniger Skill erforderlich
  • Haltbarer, robuster

Wichtige Hinweise und Tipps

Wenn Du Deinen Motocross-Helm selbst designen möchtest, solltest Du ein paar Dinge beachten. Zunächst ist es nach der Folierung vermutlich nicht mehr möglich, einen Garantieanspruch gegenüber dem Hersteller gültig zu machen. Außerdem solltest Du Dir ausreichend Zeit nehmen und Gedanken machen, wenn Du Deinen Motocross-Helm selbst designen möchtest. Bei BACKYARD DESIGN gibt es jede Menge Auswahlmöglichkeiten, sodass es viel zu entdecken gibt. Damit Du genau das Design findest, an dem Du lange Freude hast und das Du gerne trägst, solltest Du daher etwas Mühe in die Gestaltung stecken. Hast Du Deine Maschine bereits zu einem wahren Hingucker gemacht und suchst nun nach Möglichkeiten, auch Dein Outfit zu individualisieren? Bei BACKYARD DESIGN bist du genau richtig, wenn Du Deinen Motocross-Helm selbst designen möchtest. Wir stellen Dir unseren intuitiven Online-Konfigurator zur Verfügung, damit Dein Design genauso wird, wie Du es Dir vorstellst. Hast Du noch Fragen zu unseren Produkten oder ein anderes Anliegen? Zögere nicht und nimm mit uns Kontakt auf.

Lackieren eines Motorradhelms: Schritt-für-Schritt-Anleitung

In unserer Motorradhelm Lackieranleitung erklären wir dir alle einzelnen Schritte. Vom Vorbereiten, übers Schleifen, zum Grundieren, bis hin zur Lackierung. Dazu geben wir dir auch nützliche Tipps & Tricks.

  1. Vor der Lackierung beim Hersteller erfragen, ob eine Lackierung empfohlen wird!
  2. Elemente, die nicht lackiert werden sollen und demontierbar sind, abbauen.
  3. Halbschalenhelm in Rust Effect Paint in zwei Gängen deckend lackieren.
  4. Integralhelm mit einer dreifarbigen Grundlackierung versehen. Diese besteht aus einem Olivgrün, einem hellen Sandgelb und einem dunklen Braun.
  5. Für den Camouflageeffekt die Grünpflanzen locker auf den Helm legen und mit Lack übersprühen. Die Schatten sind auf dem Helm sichtbar. Es muss nicht deckend gearbeitet werden. Schatteneffekte können mit weißem und schwarzem Primer erzeugt werden.

Mit unserem vorbereiteten Warenkorb findest du schnell alle Produkte, die du für deine Motorradhelm Lackierung brauchst. Lege mit einem einzigen Klick alle Produkte in den Warenkorb. Falls dir einzelne Produkte fehlen, kannst du sie direkt auswählen. Wenn du Fragen zum Motorradhelm lackieren hast, melde dich gerne bei unseren Lackiermeistern. Oder mache eine kostenlose Terminvereinbarung für dein Lackprojekt.

Alternativen: Stoffüberzüge und Ohrenwärmer

Das Tragen eines Fahrradhelms ist zwar keine Pflicht aber sinnvoll um sich vor Kopfverletzungen zu schützen. Aber oft passt der Helm nicht zum Outfit oder sieht einfach „uncool“ aus wie die Kids sagen. Ein elastischer Stoff oder ein Strickstoff ist ideal, wenn Sie sich nicht groß mit einem Schnitt abmühen wollen. Sie brauchen nur einen Schlauch zu nähen der im Durchmesser etwas kleiner sich als die Öffnung des Helms. Ziehen Sie das Teil wie eine Mütze über den Fahrradhelm, fassen sie den oberen Rand mit einem Faden zusammen. Setzen Sie einen Pompon oder eine andere Verzierung darauf. Wasserdichte Stoffe benötigen Sie, wenn der Überzug als Schutz vor Regen gedacht ist. Vielleicht haben Sie eine alte Regenjacke, die Sie nicht mehr anziehen. Schnitte für Fahrhelmüberzüge sind schwer zu bekommen. Aber es ist nicht schwierig, selbst einen herzustellen. Am einfachsten ist, wenn Sie einen alten Überzug auftrennen und die Teile als Schnittmuster verwenden. Falls Sie keinen besitzen, gehen Sie nach dieser Methode vor. Kleben Sie ihn mit Tape mittig von vorne bis hinten außen an den Helm. Legen Sie Seidenpapier oder Folie über die unbedeckten Teile und pausen Sie die Formen ab. Übertragen Sie die Formen auf einen billigen Stoff. Nähen Sie die Teile mit Heftstichen zusammen und prüfen Sie den Sitz. Die drei Stoffstücke sind Ihr Schnittmuster für den Fahrradhelmüberzug. Fertigen Sie den Überzieher aus dem Stoff, den Sie ausgewählt haben. Sie müssen nur die drei Nähte mit der Nähmaschine nähen.

Befestigungsmöglichkeiten für Stoffbezüge

Sie haben drei verschiedene Möglichkeiten, wie Sie den Stoffbezug am Fahrradhelm befestigen können. Der Saum ist gleichzeitig ein Tunnel. Streifen Sie den Bezug über den Helm und ziehen Sie das Band fest an. Der Wechsel des Bezugs ist eine fummelige Angelegenheit. Außerdem halten Knoten und Schleife nicht optimal. Ein doppelter Knoten lässt sich aber später nicht mehr lösen. Ziehen Sie statt eines starren Bands eines aus Gummi ein. Das Wechseln des Helmbezugs ist einfach, aber der Gummi verliert im Laufe der Zeit an Elastizität. Denken Sie bei der Wahl des Stoffs auch an Ihre Sicherheit. Grelle helle Farben sind besser als dunkle. Versuchen Sie keine „hautengen“ Überzüge aus unelastischen Stoffen zu fertigen. Der Bezug soll etwas locker sitzen. Um einen passgenauen Überzug zu nähen, brauchen Sie viele Teile oder Sie müssen Abnäher anbringen. Wenn Ihr Fahrradhelm Schlaufen hat, um eine Brille zu befestigen, sollen Sie an diesen Stellen den Stoff aussparen.

DIY-Ohrenwärmer für den Fahrradhelm

Volle Fahrt mit warmen Ohren :Warme Socken gegen kalte Ohren. Klingt seltsam? Wir zeigen euch, wie ihr warme Überzieher wie von Oma für euren Fahrradhelm selber näht.Diese DIY-Ohrenwärmer für den Fahrradhelm sind ein echter #lifesaver in der frostigen Jahreszeit. Denn kalte Ohren, sein wir mal ehrlich, mag doch wirklich KEINER. Und gefährlich ist es außerdem noch. Die schrumpligen Dinger am Kopf hüten immerhin unseren Gleichgewichtssinn und sind außerdem ziemlich anfällig für Auskühlung und Mittelohrentzündungen. Das ist schon ohne Fahrtwind beim Radeln risikoreiches Terrain.

Materialien und Anleitung

Das brauchst du:

  • Material:circa 50 x 50 cm Fleece-Stoff (oder zwei verschiedene Stoffe)
  • je 2 Klettbandpunkte "flauschig" und "haken"
  • Nähmaschine, Nähgarn, Stoffschere oder Rollschneider und Papier

Die Anleitung Schritt für Schritt:

  1. Mach dir eine Schablone. Dafür legst du deinen Helm neben ein Stück Papier. Ziehe jetzt den gegabelten Kinnriemen heraus und lege ihn auf dem Blatt aus. Zeichne den Verlauf der Riemen nach. Die Markierungen die nun auf dem Blatt zu sehen sind, bieten dir Orientierung für deine Schablone. Die schrägen, seitlichen Linien bleiben stehen. Oben und unten musst du jeweils eine Linie ziehen, etwas oberhalb und unterhalb der Stelle, an der dein Ohr sitzen würde. Um die dadurch entstehende Form wird daraufhin noch ein Zentimeter Nahtzugabe (NZ) eingezeichnet. Das ist dein finales Schnittmuster. Ausschneiden. Loslegen!
  2. Schneide den/die Stoff(e) zu. Falte deinen Stoff einmal in der Breite deiner Schablone. Die obere gerade Kante der ausgeschnittenen Schablone wird paralell zur oberen Stoffkante aufgelegt. Darunter befinden dich zwei Schichten Stoff. Schneide entlang der Ränder der Schablone durch beide Stoffschichten.So erhälst du zwei spiegelverkehrte Stücke. Mach das Gleiche entweder mit einem zweiten Stoff nochmal oder verwende den selben Stoff wieder. Am Ende solltest du vier Zuschnitte deiner Schablone haben, von denen immer ein Paar spiegelverkehrt ist.
  3. Näh die Schnitteile zusammen. Nimm jeweils zwei spiegelverkehrte Teile und lege sie mit den schönen Seiten aufeinander. Rechts auf rechts sagt man dazu. Fixiere die Teile entweder mit Klammern oder mit Stecknadeln aufeinander.Die schräg verlaufenden Kanten müssen nun mit einem einfachen Geradeausstich aufeinander genäht werden. Das passiert innerhalb der Nahtzugabe, also mit 0.75 bis zu einem Zentimeter Abstand zur Stoffkante. Achte darauf diesen Abstand möglichst gleichmäßig einzuhalten. Dabei das Versäubern nicht vergessen. Dafür musst du an den Enden der Naht zwei bis drei Stiche vor und wieder zurück nähen. So kann der Faden an den Enden der Naht nicht wieder herausrutschen. Nun hast Du zwei kaffeefilterähnliche Tunnel vor dir liegen, mit einer großen Öffnung oben und einer kleinen Öffnung unten. Außerhalb der Naht kannst du nun noch die Ecken etwas beschneiden. Das macht die nächsten Schritte einfacher. Achte darauf die Naht nicht einzuschneiden.
  4. Steck die "Kaffeefilter" ineinander und näh sie fest. Für den nächsten Schritt musst du einen der Tunnel wenden und in den zweiten stecken. Die längere Naht liegt dabei auf der längeren Naht des Gegenstücks und die Kürzere auf der anderen kurzen Naht. Gehe zum Schluss sicher, dass sich die schönen Seiten der Stoffe aufeinander befinden und außen die Nähte zu sehen sind.Entlang der großen Öffnung musst Du nun die Teile sauber aufeinander stecken und mit einer einfachen Naht befestigen. Du nähst dabei praktisch einmal im Kreis entlang der Tunnelöffnung. Die Nahtzugabe nicht vergessen! Nähe das letzte Stück noch über den Anfang der Naht und versäubere so wieder die Enden.
  5. Wende die Ohrwärmer-Socke und versäuber die untere Öffnung. Wende das Ganze durch die untere kleine Öffnung und forme die Kanten aus. Achte darauf, dass die offenen Stoffkanten der unteren Öffnung schön übereinander liegen und steck sie gleich fest. Die Nähte des Innen- und des Außenteils sollten wieder übereinander liegen. Nimm nun einen Zickzack- oder Overlock-Stich und näh entlang der offenen Kanten die noch losen Stoffschichten aufeinander. Auch hier wird einmal im Kreis genäht und Anfang und Ende der Naht kommen zusammen und versäubauern sich gegenseitig.
  6. Zuletzt musst du den Klett anbringen. Im letzten Schritt wird innen auf beiden Seiten der Socke ein Klettband eingeklebt. Die im Handel erworbenen Klettpunkte haften auch auf dem flauschigen Fleece-Stoff sehr gut und müssen nicht noch einmal festgenäht werden. Die Platzierung des Kletts sollte möglichst weit unten am Rand der Socke und in der Mitte der Nähte erfolgen. So kann der Socken nicht aus der Gabelung des Kinnriemens herausrutschen. Platziere jeweils ein flauschiges und ein raues Klettstück einander gegenüber.

Geschafft! Nun ist ein Ohrenwärmer für den Helm fertig. Für eine symetrische Ansicht oder aber gleichermaßen warme Ohren empfehlen wir für beide Seiten einen Socken zu nähen.

Interview mit Helmexperten

Um die wichtigen Fragen zum Thema Fahrradhelm lackieren zu klären, haben wir bei unserem Helmexperten nachgefragt: Frank Proksch, Leiter Forschung & Entwicklung bei Alpina Sports.

Lebensdauer und Sicherheit

FREERIDE: Warum sollte man seinen Helm überhaupt schon nach 5 Jahren austauschen, wie es die Hersteller empfehlen? Mit ein bisschen neuer Farbe bekommt der doch ein zweites Leben

FRANK PROKSCH: Wir müssen 5 Jahre empfehlen, weil wir PSA (Anm. d. Red.: Persönliche Schutz Ausrüstung) herstellen. Helme sind persönliche Schutzausrüstungen. Damit unterliegen wir der europäischen Verordnung, die das vorschreibt.

Man weiß nie, wie die Helme genutzt werden. Also geht man vom schlimmsten Fall aus. Das heißt: Ich lege meinen Helm auf die Ladefläche meines Pickups. Und da liegt er, wenn ich nicht fahre, bei Regen, Schnee und Sonnenschein.

Die größte Herausforderung ist der Freizeitradler. Der legt seinen Helm zum Beispiel beim Besuch im Freibad umgedreht in den Fahrradkorb. Dort liegt er einige Stunden in der prallen Sonne und backt vor sich hin. Der EPS-Schaum schmilzt, die Struktur verändert sich und damit auch die Dämpfungseigenschaften.

So ein Helm steht 85 Prozent der Gebrauchszeit im Keller, im Regal, dunkel, meist vernünftig gelüftet und bei Zimmertemperatur. So sollte man einen Helm lagern. Da verändert sich auch nach 10 Jahren nichts. Vor allem, wenn eine Hartschale den Schaumstoff umgibt.

Rechtliche Aspekte

FREERIDE: Welche rechtlichen Folgen hat es, wenn ich einen Helm trage, der die 5-Jahres-Frist überschritten hat? Verliere ich die Zulassung oder den Versicherungsschutz, wenn ich mich verletze?

FRANK PROKSCH: Nein. Als Hersteller von persönlicher Schutzausrüstung garantieren wir für die Dauer von 5 Jahren die 100-prozentige Schutzleistung des Helms, so wie er ausgeliefert wurde. Wenn du als Benutzer diesen Zeitraum überschreitest, sind wir aus der rechtlichen Verantwortung und räumen ein, dass der Helm durch UV-Strahlung, längeres Tragen etc. in seiner Schutzleistung nachgelassen hat.

Selbstlackierung vs. Professionelle Lackierung

FREERIDE: Angenommen, mir gefällt das Design des Helms nicht mehr, kann ich meinen Helm selbst neu lackieren?

FRANK PROKSCH: Ja, aber auch eine Lackierung ist eine Veränderung des Helms. Das heißt, der Hersteller garantiert nicht mehr die volle Sicherheit des Helmes. Ich rate davon ab. Auch ein Aufkleber ist eine Veränderung, obwohl die Lösungsmittel im Kleber bei der kleinen Fläche nicht ausreichen, um die Helmstruktur anzugreifen. Eine mögliche Alternative: Alpina bietet einen Service für individuelle Lackierungen an, wie sie von Pro-Ridern gewünscht werden. Dabei liefern wir die Helme grundiert an lizenzierte Lackierer, die dann die gewünschte Lackierung aufbringen. Die Lackierer wissen, welche Lacke sie in Absprache mit dem Hersteller verwenden dürfen. Denn falsche Lacke können die Substanz des Helms angreifen, z. B. weiß man nicht, wie das Lösungsmittel im Lack mit dem Epoxidharz des Helms reagiert. Wenn das Lösungsmittel die Schale aufweicht, kann sie spröde werden und schneller brechen.

DIY-Lackierung: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Internet ist voll mit Lackier-Tutorials. Du willst einen alten Helm aufpeppen? Gönn’ ihm einen neuen Lack! Wir können es empfehlen: Unsere Do-it-yourself-Lackierung war zwar etwas knifflig, hat etwas Zeit und auch ein bisschen Geld gekostet, uns aber richtig Spaß gemacht. Und das befriedigende Gefühl, mit einem selbst designten und frisch lackierten Helm rumzufahren - unbezahlbar!

Benötigte Materialien

  • Zeit und Geduld
  • Schleifpapier der Körnung 120-400
  • Abdeckband
  • Eine scharfe Klinge
  • Isopropylalkohol
  • Mikrofasertücher
  • Lackiermaske
  • Grundierung, Farbe und Klarlack

Arbeitsschritte

  1. Entscheide dich für dein Design: Je einfacher das Design, desto leichter wird die Lackierung gelingen.
  2. Farbe kaufen: Du brauchst Grundierung, Farbe und Klarlack. Es ist sehr wichtig, dass du die richtige Grundierung für das Material deines Helms kaufst.
  3. Schleifen: Starte mit einer Körnung von 120-200, um den alten Klarlack und die Farbe zu entfernen. Wenn du die Schale des Helms siehst, wechsle zu einer Körnung von 250-350. Achte darauf, nicht zu stark zu schleifen, da dies die Helmstruktur schwächen könnte.
  4. Vorbereiten: Entferne so viel Polsterung wie möglich und klebe alles ab, was nicht lackiert werden soll, mit Kreppband und Papier. Dann reinige den Helm gründlich mit Isopropylalkohol und einem Mikrofasertuch, um Schleifstaub und Fett zu entfernen.
  5. Grundierung: Nachdem du die Dose gut geschüttelt hast, trage zwei dünne, gleichmäßige Schichten auf und lasse die Grundierung zwischen den Schichten 15 Minuten trocknen, wie auf der Dose angegeben.
  6. Farbe und Design: Trage mehrere dünne Schichten anstelle einer einzigen dicken auf.
  7. Klarlack: Achte darauf, dass der Helm mindestens so lange trocknet, wie die volle Aushärtungszeit vorschreibt. Insgesamt haben wir drei Schichten aufgetragen, mit zunehmender Dicke und 50% Überlappung bei jedem Durchgang, wie auf der Dose empfohlen.
  8. Letzte Griffe: Nachdem der Klarlack vollständig ausgehärtet ist, entferne das Abdeckband, setze die Polster wieder ein und dreh eine Runde mit deinem frisch lackierten Helm!

Interview mit Profi-Lackierer Lars Diedenhofen (70id.de)

FREERIDE: Was kostet eine individuelle Helmlackierung bei dir?

Lars: Das geht bei 200 Euro los für eine Uni-Lackierung, bis 500 mit mehreren Farben und Logos.

Tipps für Hobby-Lackierer

FREERIDE: Was sind deine Tipps für Hobby-Lackierer?

Lars: Nicht in Aktionismus verfallen! Erst sich Youtube-Tutorials anschauen, z.B. von Etoe Design. Da erfährt man eine ganze Menge. Doch Theorie und Praxis sind zwei Paar Stiefel. Daher mein Appell: üben. Lieber erst an einem Karton oder Alurohr testen, ob du z. B. den richtigen Abstand drauf hast mit der Sprühdose. Auch das Abkleben erfordert Erfahrung und das richtige Tape.

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