Obwohl es in Deutschland keine Helmpflicht gibt, kann das Tragen eines Helmes im Ernstfall Ihr Leben retten. Wer besonders sicher unterwegs sein möchte, sollte einen Helm wählen, der mit einem zusätzlichen Reflektor an der Rückseite von Autos im Straßenverkehr besser gesehen werden kann.
Kaufberatung zum Fahrradhelm Test bzw. Vergleich
Achten Sie darauf, einen Fahrradhelm zu kaufen, der nach dem In-Mold- oder dem Hardshell-Prinzip gebaut ist. Wählen Sie Ihren Fahrradhelm je nach Terrain, in dem Sie mehrheitlich mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, es gibt bauliche Unterschiede, etwa zwischen Mountainbikehelmen und Cityhelmen.
Wenn Sie auch im Erwachsenenalter Ihren Kopf schützen wollen, wenn Sie auf Ihr Citybike, Rennrad oder Mountainbike steigen, dann kann die Kaufberatung in unserem Fahrradhelm Test von Nutzen sein. Wir erklären Ihnen, welche Fahrradhelm-Typen es gibt und auf welche Kategorien es ankommt, damit Sie Ihren persönlichen Fahrradhelm Testsieger ausfindig machen können.
1. Wozu ein Fahrradhelm?
Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, egal, ob es sich um einen Herren-Fahrradhelm, Frauen-Fahrradhelm oder Kinder-Fahrradhelm handelt: die Zielsetzung ist ganz klar der Schutz des Kopfes. Wenn Sie stürzen oder in eine Kollision verwickelt sind, können schnell grobe Verletzungen entstehen, von Platzwunden über Gehirnerschütterungen bis hin zu Schädelbasisbrüchen.
Die gängigsten Vor- und Nachteile von Fahrradhelmen:
- Vorteile:
- erhöhter Schutz vor schweren Kopfverletzungen
- sichereres Fahrgefühl im hektischen Straßenverkehr
- oft flexibell einsetzbar (z.B. auch zum Skaten)
- Nachteile:
- werden teils als zusätzlicher Ballast empfunden
- bei mangelnder Belüftung unangenehme Schweißbildung
2. Welche Fahrradhelm-Typen gibt es?
Je nach Einsatzbereich gibt es unterschiedliche Fahrradhelm-Typen:
Allround-Helm
Sind Sie nicht nur gerne auf dem normalen Bike unterwegs, sondern schwingen sich gerne auch mal auf Ihr Skateboard, Rollerblades oder ein BMX-Fahrrad? Dann könnte ein Allround-Fahrradhelm die Lösung für gleich mehrere sportliche Aktivitäten sein und gleichzeitig den Geldbeutel entlasten. Die Rückseite schützt Ihren Hinterkopf bis zum Nacken und die ebene Oberfläche erleichtert das Rutschen über diverse Untergründe.
City-Helm
Viele, längliche Belüftungskanäle sorgen hier dafür, dass Frischluft ans Haupt kommt. Im Straßenverkehr sind Sie mit einem City-Helm auf einem normalen Fahrrad gut ausgestattet und profitieren von einem guten Tragekomfort. Der flexible Kinngurt ermöglicht zudem, dass Sie selbst regulieren können, wie der Fahrradhelm günstig auf Ihrem Kopf aufliegt.
E-Bike-Helm
Ein Fahrradhelm für die Fahrt auf einem E-Bike wird auch „Pedelec-Helm“ genannt und ist so robust gebaut, dass er auch bei höheren Geschwindigkeiten einen sicheren Schutz bietet. Da Sie mit einem E-Bike nicht so viele Anstrengungen investieren müssen, um zügig voran zu kommen, wird die Schweißproduktion tendenziell nicht so stark angeregt. Das erklärt auch, dass die Belüftungsschlitze verringert sind.
MTB-Helm
Hinter der Abkürzung MTB versteckt sich das Mountainbike, mit dem oft spektakuläre Touren durch unwegsames Gelände über Stock und Stein unternommen werden. Deswegen muss ein Mountainbike-Fahrradhelm auch fest sitzen und stabil sein. Außerdem kommen MTB-Helme oft mit einem Visier für die Augenpartie daher, was sich besonders im Gelände mit Matschpfützen und Sträuchern als nützlich erweist.
In die Gesundheit investieren! Sind Sie in die unglückliche Lage gekommen, in einen Unfall verwickelt worden zu sein, in dem Sie Ihr Fahrradhelm vor dem Schlimmsten bewahrt hat, dann raten wir Ihnen, diesen zur Sicherheit gegen einen neuen auszutauschen.
3. Kaufkriterien für Fahrradhelme: Darauf müssen Sie achten
Bei der Wahl des Fahrradhelms gibt es vor allem zwei hervorstechende Merkmale, die Sie im Blick behalten sollten. Einerseits die Konstruktionsweise und andererseits den Tragekomfort. Ein guter Schutzhelm schafft den Spagat, gleichzeitig eine gute Schutzwirkung zu haben und sich bequem auch bei längeren Fahrradfahrten tragen zu lassen.
3.1. Bauweise
Das grundlegende Bauprinzip eines Fahrradhelms ähnelt sich. In einer Kunststoffschale ist eine Füllung aus Hartschaumstoff enthalten, der Stöße dämpft. Erst bei einem Blick ins Innere gibt es teils deutliche Unterschiede zu beobachten:
- In-Mold
- Double In-Mold
- Microshell
- Hardshell
In-Mold-Modelle erfreuen sich der größten Verbreitung, da sie als sehr sicher gelten. Das liegt daran, dass der innere Schaumstoffkern vollständig mit der äußeren Kunststoffschale verbunden ist und somit die freigesetzte Energie von Erschütterungen gleichmäßig verteilt wird. Je nachdem, welche Dicke die Außenschale aufweist, spricht man auch von den Unterkategorien Microshell und Hardshell.
Die Double In-Mold-Konstruktion ähnelt in weiten Teilen der In-Mold-Bauweise, hat also eine feste Verbindung zwischen innerem Schaumstoffkern und äußerer Kunststoffschale, kombiniert dies aber noch mit einer weiteren Außenschale, die sich im unteren Areal des Helms befindet. Sie sorgt für noch mehr Stabilität.
Auf heutige Standards achten: In unserer Aufzählung der gängigen Innenkonstruktionen moderner Fahrradhelme hat die Softshell-Variante bewusst gefehlt. Sie ist nämlich einen eigenen Hinweis wert, da für sie keine Empfehlung ausgesprochen werden kann. Der Grund liegt in dem Stoffbezug, der statt einer harten Außenschale die Oberfläche darstellt. Rutschen Sie damit über einen Untergrund, gleitet der Helm nicht glatt darüber, sondern „stottert“ und verhakt sich.
3.2. Tragekomfort
Mit einem angebrachten Gurt lässt sich regulieren, wie fest der Fahrradhelm anliegt. Einer der Hauptgründe, warum auch viele Deutsche das Tragen eines Radhelms ablehnen, ist das unangenehme Gefühl beim Tragen. Das ist aber nicht immer dem Fahrradhelm zuzuschreiben, denn viele Modelle lassen sich mit einem leichtgängigen Gurt flexibel anpassen.
Wenn Sie leicht ins Schwitzen kommen, sollten Sie darauf achten, dass genügend Belüftungsschlitze vorhanden sind, die den Fahrtwind als Kühlung an Ihren Kopf lassen. Besonders praktisch ist es, wenn diese Öffnungen mit Insektengittern versehen sind, die ungebetene, tierische Gäste aus Ihrem Haupthaar fernhalten.
4. Beliebte Hersteller
Bei Fahrradhelmen tummeln sich einige Hersteller und Marken, die meist auch noch weitere Schutzkleidung und Zubehör für Fahrradfreunde anbieten. Wir listen Ihnen einige Anbieter auf:
- Alpina
- Bluegrass
- Airoh
- Casco
- Urge
- Kask
- KED
- Endura
- Nutcase
- ABUS
- Uvex
5. Fragen und Antworten rund um das Thema Fahrradhelme
5.1. Was spricht gegen einen Fahrradhelm?
Lässt man modische Bedenken, die der ein oder andere hegen könnte, mal außen vor, sprechen für viele Menschen auch andere Gründe gegen die Nutzung eines Radhelms. Bei einem schlecht belüfteten Schutzhelm wird das Trampeln in die Fahrradpedale zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Es wird warm und feucht am Kopf, was häufig als unangenehm empfunden wird.
5.2. Was kostet ein guter Fahrradhelm?
Auch ein guter Fahrradhelm ist bereits ab 40 Euro zu erstehen, je nach Bekanntheit des Herstellers und des Designs kann der Preis auch knapp doppelte Ausmaße annehmen. Ein Allroundhelm könnte hier ein guter Kompromiss sein.
5.3. Was ist beim Fahrradhelm-Kauf zu beachten?
Wie unsere Kaufberatung zeigt, gibt es für das Mountainbike, E-Bike und das normale Citybike unterschiedliche Helmarten. Wichtig ist letztlich aber vor allem, dass Sie gut geschützt sind. Mindestens eine In Mold-Technologie sollte dem Aufbau des Helms zugrunde liegen und der Helm sollte sich beim Tragen nicht störend anfühlen, weil er Ihnen etwa zu schwer oder zu unergonomisch erscheint.
5.4. Was passiert ohne Fahrradhelm?
Umfangreiche Untersuchungen mit Crashtest-Dummies haben gezeigt, dass sich die Schwere der Unfallverletzungen in der Kopfregion beträchtlich senken lassen.
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