Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad oder E-Bike, daher ist es wichtig, bei Unfällen schwere Kopfverletzungen zu vermeiden. Ein guter Helm sollte stets getragen werden. Die Stiftung Warentest hat zusammen mit dem ADAC Fahrradhelme überprüft.
Fahrradhelm-Testsieger
Nicht jeder Helm bietet den besten Schutz - auch wenn er teuer ist. Das zeigt ein aktueller Test von ADAC und Stiftung Warentest. Gemeinsam haben sie 14 verschiedene Fahrradhelme überprüft. Dabei untersuchten die Tester sehr unterschiedliche Helme im Preisbereich von 15 bis 149 Euro vor allem natürlich auf ihren Unfallschutz hin. Aber auch Handhabung, Tragekomfort und der Gehalt an Schadstoffen wurden bewertet.
Im Test erhielten nur drei Helme die Gesamtnote "gut". Testsieger ist der "Uvex Urban Planet LED" für 130 Euro (Note 2,0), der auch den besten Unfallschutz bietet. Weitere gute Modelle sind der "Alpina Gent Mips" für ebenfalls 130 Euro (Note 2,2) und der "Limar Torino" für 90 Euro (Note 2,2).
Schlechtestes Modell im Test ist der "Casco E.Motion 2" für 120 Euro mit der Note "mangelhaft" (5,5). Er fiel vor allem durch ein gebrochenes Gurtschloss beim Ausziehtest negativ auf.
Neben den Standard-Helmen testete der ADAC außerdem drei Modelle, die speziell für S-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h) entwickelt wurden. Dabei zeigte sich: Obwohl sie für höhere Geschwindigkeiten entwickelt wurden, schneiden diese Helme nicht unbedingt besser ab als normale Fahrradhelme.
Eine besondere Erwähnung erhielt der Billighelm "Crivit Fahrradhelm mit Rücklicht" vom Discounter Lidl für 15 Euro. Trotz des niedrigen Preises erhielt er die Note "befriedigend" (2,6) und wurde als einziger Helm im Test sogar als "gut" bei Dunkelheit erkennbar gelobt. Kritik gab es allerdings an der Sicherheit im Schläfenbereich: Einige Helme zeigten Schwächen bei der Stoßdämpfung und wurden deshalb abgewertet. Besonders schlecht schnitt auch hier der Discounter-Helm ab.
Die Stiftung Warentest betont jedoch: Jeder Fahrradhelm ist sicherer als keiner.
Faltbare Fahrradhelme im Vergleich
Wohin mit dem Fahrradhelm, wenn man nicht im Sattel sitzt? Beim Einkaufen, im Restaurant oder im Stadion kann das Teil reichlich nerven. Abhilfe versprechen faltbare Kopfbedeckungen. Betonung auf "versprechen".
Ein Problem aber habe ich noch nicht gelöst: Wohin mit dem Helm, wenn man nicht auf dem Fahrrad sitzt? Ich besitze nur einen Helm, einen Rennradhelm. Der ist sehr sperrig. Wenn ich ihn in meinen Rucksack oder die Fahrradtasche stecke, geht dort sonst nicht mehr viel hinein. An der Hand mag ich ihn auch nicht tragen, wenn ich durch die Stadt laufe. Manchmal lasse ich ihn einfach am Fahrradlenker, wenn ich kurz einkaufe. Ideal ist das nicht. Der Helm war nicht ganz billig.
Ich hatte mich deshalb schon vor geraumer Zeit entschieden, einen Falthelm zu kaufen. Die versprechen nicht nur Schutz bei Stürzen, sondern lassen sich verkleinern, wenn sie nicht auf dem Kopf sitzen. Ein kurzer Griff, schon stört der Helm in der Tasche nicht mehr. Das war jedenfalls meine Erwartung.
In der Praxis stellte sich die ganze Sache deutlich schwieriger dar. Der erste Helm, den ich ausprobierte, war ein Falthelm von Carrera. Der ist wie eine Ziehharmonika aufgebaut, man schiebt ihn einfach zusammen, wenn man ihn nicht braucht. Der Helm sieht gut aus und ist nicht zu teuer. Außerdem trägt er sich angenehm, was nicht selbstverständlich ist. Er hat nur einen Nachteil: Auch zusammenfaltet ist er nicht wirklich klein. Zudem muss man ihn mit einem Band zusammenhalten, sonst geht er selbstständig wieder auf. Das gleiche gilt für den Falthelm von Closca. Er besteht aus drei Elementen, die sich, anders als beim Carrera, nicht seitlich, sondern von oben nach unten zusammenschieben lassen. Richtig kompakt wird er dadurch auch nicht, außerdem finde ich das Design gewöhnungsbedürftig. Die Belüftung schien mir für heiße Sommertage auch eher gering auszufallen.
So lange ich auch suchte, ich wurde nicht fündig. Manche Helme waren zusammengefaltet schön klein, hatten dafür aber andere Nachteile. Der Plixi von Overade ist selbst für einen Fahrradhelm von beeindruckender Hässlichkeit. Außerdem hat er bei der Sicherheitsprüfung der Stiftung Warentest nur ein "ausreichend" erhalten. Andere, wie der Morpher des Londoner Erfinders Jeff Woolf, waren ebenfalls sehr kompakt. Aber der Ausklappmechanismus schien mir zu umständlich. Ein Falthelm sollte sich in Sekundenschnelle auf und wieder zuklappen lassen. Schön ist der Morpher übrigens auch nicht.
Als ich die Suche schon aufgeben wollte, wurde ich schließlich bei Kickstarter fündig. Dort entdeckte ich auch einen Helm, der die Antwort auf meine Problem zu sein schien: Der Fend-Klapphelm aus den USA sah gut aus, ließ sich klein zusammenfalten und große Fummelei war offenbar auch nicht nötig. Sorgen bereitete mir nur, dass der Helm fast schon zu leicht und luftig wirkte. Aber da er laut Hersteller die europäische und amerikanischen Sicherheitsstandards deutlich übertraf, bestellte ich den Fend.
Es dauerte über ein Jahr, bis ich den Fend endlich vor einigen Wochen bekam. In zwei Punkten erfüllte der Helm meine Erwartungen. Der Fend sieht gut aus und lässt sich auf eine angenehme Größe zusammenfalten. Meine Befürchtung, er könne zu labil sein, erwies sich als grundlos. Es ist ein recht dicker, sehr stabiler Helm. Er ist dafür relativ schwer, was im Stadtverkehr kein großes Thema ist. Unangenehmer ist, dass die Polsterung auf meinem Kopf nicht wirklich passt. Sie drückt nach längerer Fahrt. Zudem sitzt der Verschluss des Kinnriemens direkt am Hals, was ich unangenehm finde. Beides ist nicht so schlimm, dass es ein Ausschlussgrund wäre. Der Mechanismus verkleinert den Helm sehr wirkungsvoll, ist aber manchmal etwas hakelig. Alles in allem ist der Fend ein guter Helm, aber sicher nicht der "perfekte Helm", als der er angepriesen wird.
Ich habe bei meiner Suche nach einem Falthelm vor allem eins gelernt: Man muss Kompromisse machen. Mein Rennradhelm ist leicht, schick, bequem und luftig. Es gibt derzeit keinen Falthelm auf dem Markt, der all diese Attribute auf sich vereint. Wenn ich nur einen Helm für die Stadt brauchte, würde ich den Carrera kaufen. So bin ich meist doch mit meinen Rennradhelm unterwegs. Nur wenn ich größere Einkäufe erledigen muss, hole ich den Fend aus dem Schrank.
Faltbarer Fahrradhelm Vergleich 2025
Hier ist eine Übersicht einiger faltbarer Fahrradhelme im Vergleich:
| Modell | Geringes Gewicht | Tragekomfort | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Closca Helmet Loop | 340 g | Hoch | Einfaches Faltsystem, leicht, für Skateboard geeignet | Verhältnismäßig instabiles Design |
| Closca Helmet Loop Aurora | 340 g | Hoch | Einfaches Klappsystem, leicht, in weiteren Varianten | Kein Kinnschutz |
| Closca Aurora | 370 g | Sehr hoch | Entspricht Sicherheitsnormen, für Skateboard und E-Scooter | Kein Kinnschutz |
| Closca Loop Moovi | 375 g | Hoch | Entspricht Sicherheitsnormen, für Skateboard und E-Scooter | Kein Kinnschutz |
| Overade Plixi 10011GY500 | 590 g | Hoch | Hohe Größenreduzierung, weitere Größen möglich | Relativ hohes Eigengewicht |
| Closca CHL | 370 g | Hoch | Faltbar, bequem, Flow-Ventilationssystem | Kein Kinnschutz |
| Overade Plixi Fit 10011BL500 SM BL | 440 g | Hoch | In weiteren Varianten, für Skateboard geeignet, Zubehör erhältlich | Relativ hohes Eigengewicht |
| Gusti Jeannie L. 2G32-60-20-2 | Keine Angabe | Sehr hoch | Im Vintage-Style, Größe anpassbar | - |
Wichtige Aspekte bei Fahrradhelmen
- Sicherheit: Achten Sie auf Prüfsiegel wie EN 1078, TÜV GS und CE.
- Passform: Die richtige Größe ist entscheidend. Messen Sie Ihren Kopfumfang.
- Sichtbarkeit: Helle Farben und Reflektoren erhöhen die Sicherheit.
- Komfort: Geringes Gewicht und gute Belüftung sind wichtig.
- Austausch: Nach einem Sturz oder nach fünf Jahren sollte der Helm ausgetauscht werden.
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