Fahrradhelm zum Umhängen im Test: Der Hövding Airbag-Helm

Fahrradfahren ist eine gesunde und beliebte Fortbewegungsart, birgt aber auch Risiken. Umso wichtiger ist die richtige Schutzausrüstung. Der Hövding Airbag-Helm stellt eine Revolution auf dem Markt dar und bietet eine innovative Alternative zu traditionellen Fahrradhelmen.

Was ist der Hövding Airbag-Helm?

Der Hövding ist ein Fahrradhelm, der wie eine Art Kragen um den Hals gelegt wird. Er wurde von zwei Industriestudentinnen aus Schweden erfunden und über sieben Jahre entwickelt, bis er als zertifiziertes Produkt verkauft werden konnte. Bis heute sind über 60.000 Modelle im Einsatz, die bereits über 1.000 Radfahrer bei Stürzen geschützt haben.

Ziel der Entwicklung

Ziel war es, einen Helm zu entwickeln, den jeder gerne trägt und der gleichzeitig maximalen Schutz bietet. Der Hövding soll nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch den Komfort und das Aussehen verbessern.

Warum einen Airbag-Helm wählen?

Der Hövding bietet im Vergleich zu herkömmlichen Helmen einige Vorteile:

  • Umfassender Schutz: Er schützt den gesamten Kopf- und Halsbereich.
  • Freies Sichtfeld: Das Sichtfeld bleibt uneingeschränkt.
  • Frisurfreundlich: Die Frisur bleibt erhalten, und man schwitzt weniger.

Funktionsweise

Der Airbag wird um den Nacken gelegt und erkennt über eine spezielle Sensorik die Bewegungsabläufe beim Radfahren. Bei einem Unfall bläst er sich innerhalb von 0,1 Sekunden auf und umschließt Kopf und Hals. Ein Kaltgasgenerator füllt den Airbag mit Helium, wodurch eine Art Kapuze entsteht, die das Sichtfeld frei lässt.

Das Produkt ist aus hochresistentem Nylonstoff gefertigt, der auch bei spitzen oder rauen Oberflächen nicht reißt. Verletzungen an Schädeldecke, Nacken und Halsbereich werden so vermieden.

Die Sensorik

Die Sensorik ist der Kernpunkt der Funktionsweise. Sie erkennt, wann der Airbag auslösen muss und wann nicht. Der Algorithmus wurde jahrelang entwickelt und in unzähligen Tests erprobt. Bis zu 200 Mal pro Minute werden die Bewegungen erfasst und mit gespeicherten Mustern verglichen.

Technische Details

Im Kragen befindet sich der eingebaute Airbag, geschützt vor äußeren Einflüssen und Feuchtigkeit. Ein modischer Überzug sorgt für eine formschöne Optik und kann zum Waschen abgenommen werden.

Akkulaufzeit und Aufladen

Der eingebaute Akku hält etwa 10-15 Stunden und kann über USB-Ladekabel aufgeladen werden. Im ausgeschalteten Zustand hält der Akku bis zu 36 Tage. Eine LED-Anzeige und ein Tonsignal informieren über den Akkustand.

Größe und Gewicht

Der Hövding ist unabhängig vom Körpergewicht einsetzbar, aber nur bis zu einem Kopfumfang von 59 cm. Vom Kopfumfang her ist der Fahrradhelm für alle Größen zwischen 52 und 59 cm ausgelegt.

Design und Aussehen

Die einfachen Fahrradhelme dieser Art besitzen ein einfaches schwarzes Design. Mittlerweile gibt es aber viele bunte Designs. Es scheint, als ob du eine bis oben hin geschlossene Jacke trägst mit einem Reißverschluss an der Front und Kordelzügen rechts und links. Die bunten Designs sind viel besser an dein Outfit anzupassen. Hier wirkt es teilweise, als ob du einen Schal trägst oder ein modisches Tuch.

Hövding 2.0 vs. Hövding 3.0

Der Hövding 2.0 erschien im August 2015 und brachte Verbesserungen in der Sensorik, dem Gewicht und der Bedienung. Der Aufbau und der Schutzmechanismus blieben gleich, aber die Sensoren wurden noch zuverlässiger gemacht.

Der Hövding Airbag 3.0 punktet mit einem innenliegenden BOA-Verschluss zur stufenlosen Anpassung der Kragenweite und kann mit dem Smartphone gekoppelt werden, um ausgewählte Kontakte im Falle eines Unfalles zu benachrichtigen.

Anwendung und Aktivierung

Die Anwendung und Aktivierung des Hövding sind einfach. Das System sollte immer erst unmittelbar vor dem Fahren aktiviert und der Akkustand geprüft werden. Für die Aktivierung verbindet man den Druckknopf am Reißverschluss mit einem Teil auf der rechten Kragenseite. Das Deaktivieren funktioniert ähnlich.

Sicherheit und Testergebnisse

Der Hövding hat eine CE-Kennzeichnung und wurde vom Schwedischen Technischen Forschungsinstitut geprüft. Die Testergebnisse zeigen, dass der Airbag-Helm deutlich sicherer ist als ein einfacher Fahrradhelm. Bei einem Aufprall mit 25 km/h liegt die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung mit dem Airbag-Modell bei 3%, während sie bei herkömmlichen Helmen bei 90% liegen kann. Auf der G-Kraft-Skala erreichen herkömmliche Fahrradhelme etwa 196 bis 294 g. Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto besser.

Der ADAC hat den Hövding im Crashtest geprüft und einen Stuntman auf eine geöffnete Autotür auffahren lassen. Der Airbag-Kragen entfaltete sich in 80 Millisekunden und schützte den Fahrer zuverlässig vor Kopfverletzungen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass der Airbag-Kragen nicht in allen Unfallsituationen Schutz gewährleisten kann.

Vor- und Nachteile

Wie jedes Produkt hat auch der Hövding Airbag-Helm Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Höherer Schutz als herkömmliche Helme
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Verschiedene Designs verfügbar
  • Schnelles Auslösen im Notfall

Nachteile

  • Hoher Preis
  • Nicht für alle Unfallsituationen geeignet
  • Regelmäßiges Aufladen des Akkus notwendig

Einsatzbereich

Der Hövding ist hauptsächlich für Cityradfahrer und Fahrten in der Stadt oder auf Landstraßen konzipiert. Für Off-Road-Strecken oder BMX-Fahrten ist er nicht geeignet. Die Version 2.0 kann auch mit einem Minifahrrad oder Faltrad genutzt werden, während die alte Version ausschließlich für Stadtfahrräder konzipiert ist.

Hinweise zur Nutzung

Beim Tragen des Hövding sollten keine großen Ohrringe getragen werden. Der Bereich über der Naht muss immer frei bleiben und darf nicht mit einem Tuch abgedeckt werden. Ein Kopftuch ist möglich, wenn es unterhalb des Hövding platziert wird.

Pflege und Lebensdauer

Die Materialien lassen sich bei Verschmutzung mit einem feuchten Tuch abwischen. Der Überzug ist sogar in der Maschine zu reinigen. Je nach Nutzung hält ein solcher Helm bis zu 7 Jahre. Nach einem Unfall ist der Helm sofort auszutauschen.

Alternativen zum Fahrradhelm

Neben dem Hövding gibt es auch andere Möglichkeiten, die Sicherheit beim Fahrradfahren zu erhöhen:

  • Licht: Ein StVZO-zugelassenes Licht ist das Minimum.
  • Kleidung: Helle und reflektierende Kleidung erhöht die Sichtbarkeit.
  • Fahrtechnik: Das Üben von Bremsmanövern und das Schulen der Reflexe sind entscheidend.

Fahrradtaschen Test: Stauraum am Fahrrad

Wer regelmäßig viel auf dem Fahrrad transportieren möchte, der kommt um den Kauf einer Fahrradtasche für den Gepäckträger nicht herum. Vor dem Kauf einer Fahrradtasche sollte man sich fragen, für welchen Einsatzzweck die Tasche gedacht ist.

Die beliebtesten Fahrradtaschen im Test

Bereits 50 Fahrradtaschen haben sich dem gründlichen Test unterzogen. Einige Taschen konnten überzeugen, andere haben ihre Versprechen nicht gehalten. Sechs Modelle haben sich einen Platz auf dem Siegertreppchen verdient - vom Klassiker bis zum Hybridmodell ist für jeden Radfahrer etwas dabei.

Modell Besonderheiten
Vaude Aqua Back Single Unkompliziert, robust, wasserdicht, klimaneutral produziert
Ortlieb Back-Roller Core Klassiker unter den Fahrradtaschen
Vaude eBack Single Extra-Fach für Zusatzakku, viele Fächer
Vaude Karakorum Pro Viel Fassungsvermögen (68 Liter), ideal für Radreisen
Ortlieb Vario Hybridtasche, kann als Rucksack verwendet werden
Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End Günstig, Rolltop-Tasche, guter City-Begleiter

Worauf man beim Kauf achten sollte

Die Fahrradtasche sollte Ihnen natürlich gefallen und zu Ihren Bedürfnissen passen. Ein Regenschutz ist ganz wichtig! Ein Regenschauer kann Sie immer überraschen, daher sollte die Tasche wasserdicht sein oder ihr sollte eine Regenhülle beiliegen. Auch einen Griff zum Tragen sollten jede Fahrradtasche haben.

Befestigung am Gepäckträger

Befestigt werden die von uns getesteten Fahrradtaschen am Gepäckträger. Die meisten Taschen verfügen auf ihrer Rückseite über ein oder besser zwei Schienen. Die obere Schiene dient der Aufhängung, die untere Schiene sorgt dafür, dass die Tasche nicht zur Seite ausschlägt.

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