Ein guter Fahrradhelm ist mehr als nur ein Kopfschutz. Er ist ein täglicher Begleiter und kann im Ernstfall über Ihre Gesundheit entscheiden. Ein hoher Schutz allein macht noch keinen guten Fahrradhelm. Auch Einstellbarkeit, Tragekomfort und Handling machen die Note. Viele Helme bieten Ihnen zusätzlichen Komfort, smarte Features und stylisches Design. Wichtig ist, dass Sie ein Modell finden, das zu Ihnen und Ihrem Fahrverhalten passt.
Das Ranking der Fahrradhelme beruht auf zwei Säulen: den Testergebnissen der Fachmagazine und den Meinungen der Kundschaft. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.
Warum ein Fahrradhelm so wichtig ist
Kopfverletzungen zählen zu den häufigsten Folgen bei Fahrradunfällen. Ein Helm reduziert das Risiko schwerer Schäden deutlich. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden. Sicherheitsstandards wie die DIN EN 1078 geben Ihnen Orientierung. Nur geprüfte Helme bieten Ihnen den nötigen Unfallschutz. Auch Ihre Sichtbarkeit im Straßenverkehr verbessert sich mit modernen Helmlichtern oder LED-Beleuchtung.
Verschiedene Helmtypen im Überblick
Je nachdem, wie Sie fahren und in welchem Umfeld Sie sich bewegen, ändern sich auch die Anforderungen an Ihren Helm. Hier ist ein Überblick über die gängigsten Helmtypen:
- Urban Fahrradhelme: Konzipiert für den Alltag, bieten hohen Tragekomfort, einfache Handhabung und oft ein integriertes Licht.
- Sporthelme: Geeignet für Rennradfahrer, Mountainbiker oder E-MTB-Fans. Hier zählen Aerodynamik, Gewicht und Belüftung.
- Trekkinghelme: Ein Kompromiss zwischen Alltag und Sport, ideal für längere Touren, bei denen Komfort und Sicherheit wichtig sind.
Wichtige Helmtechnologien
Moderne Fahrradhelme nutzen verschiedene Technologien, um den Schutz zu verbessern:
- MIPS (Multi Directional Impact Protection System): Schützt das Gehirn bei schrägen Aufprällen durch eine flexible und reibungsarme Kunststoffeinlage, die im Sturzfall vor Rotationskräften schützen soll. Die Idee: Prallt der Helm seitlich auf eine Bordsteinkante oder schräg gegen eine Mauer, dreht sich nur die Außenschale. So erhält der Kopf weniger Drall.
- In-Mold-Helme: Verbinden die Außenschale fest mit dem EPS-Schaum, was sie besonders stabil und leicht macht. Beim In-Mold-Verfahren wird die Polycarbonat-Außenschale des Helmes zusammen mit der Innenschale aus expandiertem Polysterol-Schaumstoff (EPS) in einem einzigen Arbeitsschritt hergestellt und miteinander verschweißt. Das Ergebnis ist ein sehr leichter und stabiler Helm.
- Hartschalenhelme: Haben eine dicke Außenschale aus hartem Plastik. Ihre Herstellung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, bei dem die äußere Schale mit der inneren Schale aus EPS verklebt wird.
Die richtige Passform finden
Ein Helm muss perfekt sitzen. Wenn er wackelt oder drückt, bietet er Ihnen keinen ausreichenden Schutz. Viele Modelle verfügen über ein Verstellsystem am Hinterkopf, mit dem Sie die Passform genau an Ihre Kopfgröße anpassen können. Besonders beim Helm für Kinder ist die richtige Größe entscheidend. Speziell für Kids gibt es Modelle, die sich besonders leicht anpassen lassen und in Farben und Designs daherkommen, die Kinder gern tragen.
Der erste Schritt, die richtige Größe zu ermitteln, ist das korrekte Ausmessen des Kopfumfangs: Maßband knapp über den Augenbrauen ansetzen und oberhalb der Ohren um den Kopf legen. Das anschließende Abgleichen mit den Größenangaben der Hersteller führt jedoch nicht immer zum Ziel, denn nicht alle Anbieter nehmen es mit den Maßen genau. Hier kann es nur einen Rat geben: Anprobieren und gegebenenfalls zurücksenden. Richtig sitzt ein Helm, wenn er straff aufliegt, ohne unangenehm zu drücken. Wer auch in den Wintermonaten radelt, sollte auch noch etwas Luft für eine schlanke Mütze einkalkulieren.
So bestimmen Sie die richtige Fahrradhelm-Größe:
- Messen Sie Ihren Kopfumfang knapp oberhalb der Augenbrauen.
- Vergleichen Sie das Ergebnis mit den Größenangaben des Herstellers.
- Probieren Sie den Helm an und achten Sie auf einen festen, aber bequemen Sitz.
Besonderheiten bei E-Bike-Helmen
E-Bikes und S-Pedelecs erreichen höhere Geschwindigkeiten als herkömmliche Fahrräder. Deshalb gelten hier strengere Anforderungen an den Kopfschutz. Ein S-Pedelec Helm erfüllt zusätzliche Prüfnormen und wird speziell für höhere Anforderungen getestet, wie sie im Fahrradhelm Test für S-Pedelecs berücksichtigt werden. Wenn Sie mit solchen Rädern unterwegs sind, sollten Sie beim Kauf unbedingt auf die Zulassung achten. Für normale E-Bikes reicht in der Regel ein hochwertiger Fahrradhelm mit guten Testergebnissen.
Im Vergleich mit den herkömmlichen Fahrradhelmen stellte sich allerdings heraus, dass die drei S-Pedelec-Helme keinen besseren Unfallschutz bieten als die City- und Urban-Helme im Test. Selbst wenn die S-Pedelec-Modelle mit den Stoßdämpfungskriterien der normalen Helme getestet werden, erreichen sie nur einen Platz im Mittelfeld. Speziell im Bereich der Schläfe schneidet sogar der herkömmliche Helm von Abus besser ab als der hochpreisige S-Pedelec-Helm.
Unterschiede im Fahrradhelm Test
Testergebnisse von Institutionen wie Stiftung Warentest oder dem ADAC helfen Ihnen bei der Auswahl. Einige Modelle überzeugen mit Bestnoten bei der Stoßdämpfung, andere durch besonders einfache Handhabung. Achten Sie auch auf Angaben zu Schadstoffen, da einige Helme bedenkliche Materialien enthalten können. Die Stiftung Warentest setzt die Messlatte in ihren Testreihen höher und lässt die Helme auf verschiedenen Punkten aufschlagen, und das mit teils deutlich höherem Tempo. Zudem wird der Schutz vor sogenannten Drehkräften ermittelt. Dazu prallen die Testhelme auf eine schiefe Ebene.
Schlusslichter fallen häufig auch durch eine unzureichende Schutzwirkung an Schläfen, Stirn und Nacken auf - je größer der abgedeckte Kopfbereich, umso wirkungsvoller der Schutz. Auch bei der Sichtbarkeit im Dunkeln könnten viele Helme zulegen, etwa durch Reflektoren und/oder ein Rücklicht.
Was kostet ein guter Fahrradhelm?
Ein guter Helm muss nicht teuer sein. Bereits Modelle ab 40 Euro bieten Ihnen soliden Schutz. Im Bereich zwischen 80 und 150 Euro finden Sie viele Helme mit Top-Ausstattung. Wenn Sie häufig fahren oder lange Strecken zurücklegen, lohnt sich diese Investition. Besonders im Onlinehandel können Sie regelmäßig reduzierte Helme entdecken.
Testergebnisse und Empfehlungen
Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede:
Mit Ausnahme des Testverlierers erzielten alle Produkte erfreulicherweise eine ausreichende Schutzwirkung bei einem Stoß gegen den Fahrradhelm. Den besten Unfallschutz im Vergleich bot der Testsieger von Uvex.
Hier ist eine Tabelle mit einigen der getesteten Modelle und ihren Bewertungen:
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis in Euro | ADAC Urteil | Handhabung & Komfort | Unfallschutz | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|
| Uvex Urban Planet LED | 130 | 2,0 | 1,8 | 2,3 | 1,0 |
| Alpina Gent MIPS | 130 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Limar Torino | 90 | 2,2 | 1,9 | 2,5 | 1,0 |
| Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht | 15 | 2,6 | 1,9 | 2,9 | 1,9 |
| Casco E.Motion 2 | 120 | 5,5 | 1,9 | 5,5 | 1,6 |
Der ADAC Test 2021 zeigt, dass der Uvex City i-vo MIPS mit einer Bewertung von 1,8 der Testsieger für Fahrradhelme für Erwachsene ist, gefolgt vom Alpina Haga LED mit 1,9.
Tipps für Verbraucher
Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.
Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Denn die Schutzwirkung verliert auch ein in die Jahre gekommener Helm nicht wesentlich. Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie der Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden.
- Passform: Achten Sie auf einen festen, aber bequemen Sitz.
- Sichtbarkeit: Wählen Sie einen Helm mit Reflektoren oder LED-Beleuchtung.
- Pflege: Reinigen Sie den Helm regelmäßig und lagern Sie ihn trocken.
- Austausch: Ersetzen Sie den Helm nach einem Sturz oder nach Ablauf des Verfallsdatums.
Empfehlungen für verschiedene Einsatzzwecke
- Uvex Urban Planet LED: Eignet sich hervorragend für den Einsatz in der Stadt.
- Alpina Pico Flash: Ist ideal für Kinder oder Freizeitfahrten.
- Abus GameChanger: Richtet sich an sportlich orientierte Fahrer.
- KED Berlin: Ist optimal für Pendler und Urban Biker.
- Giro Syntax MIPS: Punktet als vielseitiger Allround-Helm.
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