Fahrradkette Gold 10 Fach Test: Ein umfassender Überblick

Die Wahl der richtigen Fahrradkette ist entscheidend für die Leistung und Lebensdauer Ihres Fahrrads. Besonders bei 10-fach Schaltungen gibt es eine Vielzahl von Optionen, darunter auch goldene Ketten, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch durch spezielle Beschichtungen Vorteile bieten können. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene 10-fach Ketten, Testergebnisse und wichtige Aspekte, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.

Bewährte Ketten im Test

Die KMC-Kette ”X10SL” für Zehnfach-Schaltungen hat sich über bisher 4.000 Kilometer bewährt. Der 240 Gramm leichte Antriebsstrang wurde auf einer Shimano-Dura-Ace-Gruppe gefahren. Schalt- wie Laufeigenschaften waren über den Testzeitraum tadellos. Praktisch ist das Verschlussglied, mit dem sich die Kette ohne Werkzeug öffnen und schließen lässt.

Der Verschleiß war sehr gering: Die Kette längte sich nur um 0,25 Millimeter pro acht Glieder und blieb damit weit unterhalb der vom Hersteller angegebenen Toleranz von 0,8 Millimetern. In der mit Titanium-Nitrit beschichteten Gold-Version kostet die “X10SL” 70 Euro, die vernickelte Version kostet 65 Euro.

PLUS und MINUS der KMC X10SL

  • PLUS: sehr leicht und verschleißfest
  • MINUS: hoher Preis

Bezug/Info: Messingschlager, Telefon 09544/944445; www.messingschlager.com

E-Bike Ketten im Fokus

KMC hat die e10 EPT extra für die Nutzung an einem E-Bike mit Mittelmotor designt. Da ein E-Bike eine Kette viel stärker beansprucht als ein Fahrrad ohne Motor, muss sie deutlich robuster sein. Deshalb ist dieses Exemplar zugkraftverstärkt und so vernietet, dass man auch unter Last gut schalten kann, wodurch die Kraft stets optimal übertragen wird.

Die Kette wird mit einem Missing-Link-Verschluss verbunden. Sie hat 136 Glieder und misst 1/2" x 11/128". Die Nieten sind 5,88 Millimeter lang.

Vergleich verschiedener 10-fach Ketten

Ein Vergleichstest von 10-fach Fahrradketten umfasste Modelle wie Campa Record, Campa Chorus, KMC X10EL und SRAM 1091R. Die Chorus lief nur noch als Referenzkette mit, da es sie nicht mehr zu kaufen gibt. Die SRAM 1091R wurde in den Käuferurteilen verschiedener Webshops stets hochgelobt. Und zuletzt die KMC X10 EL in der silbernen Ausführung, die deutlich günstiger als die von mir favorisierte Kette KMC X10DLC mit knapp 70€ war, meine Erwartungen waren auch entsprechend tiefer angesetzt.

Das Ergebnis dieses Testdurchlaufs war die 1091R betreffend zwar ernüchternd, andererseits aber auch sehr beeindruckend: Die Ketten hatten nicht nur einige Langstreckentouren in Deutschland, sondern auch u.a. 4 Wochen Pamirgebirge, Island und übelste Pisten in Namibia mit hoher Beladung und vielen Höhenmeter wegstecken müssen.

Beim Start war die Rekord mit 132,05mm am kürzesten, gefolgt von der Chorus mit 132,15mm und der 1091R mit 132,25 mm. Die KMC X10EL war mit 132,45mm deutlich länger. Beim Erreichen der Messlänge von 133,05mm (X10 EL), 133,10mmm (Record) und 133,15mm (Chorus) hatte sich die SRAM schon auf 134,20mm (bzw.121,45mm) gelängt und wurde gegen ein neues Teilstück ausgetauscht, da ich mir nicht den Antrieb unnötig ruinieren wollte und war somit raus aus dem Rennen.

Bei der Abschlussmessung lagen die verbliebenen Ketten dann leider deutlich über der Verschleißgrenze mit 134,40 (Record) und 133,80 (Chorus). Den geringsten Verschleiß hatte die X10 EL mit 133,60mm, die nur knapp die Hälfte (22€) der Record kostet (40€).

Ein weiterer 10-/11fach Kettentest ist beendet worden: Campa Record, Shimano HG6701 und HG95 und die SRAM XX1 (eine Elffachkette). Auch hier hat sich die von Sickgirl gelobte SRAM XX1 mit Abstand durchsetzen können. Ihre Aussage Wer jetzt noch sagt das 11fach nicht hält, fährt nicht das richtige Material.

Die Campa Record C10-Ketten haben bei mir am Rennrad (bei vielen Bergen und reichlich Schlechtwetter-Einsatz) deutlich weniger lange gehalten als Shimanos CN-6701. Ich habe damals die Ketten nicht gemessen. Der extrem fortgeschrittene Verschleiss der Campa C10 konnte ich am Ende durch gelegentliches Ueberspringen der Kette auf dem grossen Kettenblatt spüren! Dabei muss ich sagen, dass ich stets drei Ketten im Wechsel fuhr, alle 2000 km kam die Nächste dran. Nach zirka 18'000 km waren die drei Campas deutlich weiter hinüber als beim selben Spiel mit der CN-6701.

Single-Speed und Nabenschaltung

Die KMC-X1 dürfte gegenüber dem Beitrag vom 23.09.2016 jetzt weitere 5000km, also insgesamt 9000km drauf haben. Jetzt wurde die Kette nach weiteren knapp 2 Jahren und weiteren ca. 5000km aus ihrem Gehäuse geholt, gereinigt und gemessen: Gesamtlängung auf ca. 100 Kettenglieder von 4,5mm auf ca. 5,5mm (immer gegen neue Vergleichskette).

Nachtrag: KMC hat die X1 wohl umbenannt in die KMC-e1, wie bisher als 1-speed-Kette, aber nun als Empfehlung für alle "narrow single speed chain driven (e-bike)Systems". Also im Klartext: Mittelmotorensysteme mit Nabenschaltung oder Single-Speed im Heck. Habe nun so eine als Ersatzteil für später.

Laufleistung und Systemgewicht

Heute war die XX1 Kette endlich mal fällig, sie hat jetzt 11 045 km durchgehalten. Mit der Laufleistung bin ich echt zufrieden. Die 10fach XT am Reiserad schafft knapp 5000. ... gehöre ja auch zur Leichtgewichtsfraktion. Leute mit wesentlich mehr Systemgewicht bekommen die Laufleistung eigentlich nicht hin. Schätze mal, es geht direkt mit dem Gewicht zurück, also doppeltes Gewicht, halbe Laufleistung.

Die Abmessungen/Größen von Kettenblatt(-Blättern) und die Größe der Kassette sollten bei der Laufleistung mA evtl auch noch mit angegeben werden. Größere Kettenblätter plus großes Ritzel ist gleich geringere Belastung für das ganze System. Das ist ein guter Punkt, wenn es deutlich von typischen Größen abweicht. Die Speedhubfahrer haben i.d.R.

Ich finde halt interessant, das diese Kette mehr als die doppelte Laufleistung wie meine 10fach und 9fach Ketten erreicht. Die XX1 ist als Kette schon wirklich top. Das die Kette länger hält als viele andere glaube ich gerne, bei mir läuft sie u.a. im Vergleich zur besten 10fach Kette, der KMC X10 EL in silbern.

Warum 10-fach Ketten?

Ich frage mich, warum die Firmen ihre Technologie nicht nach unten zu den älteren Kettengenerationen durchreichen? Und für Single-Speed-, Speedhub- und Pinion-Fahrer ist das genauso interessant. Da kommt noch die Frage dazu:- Wie die 10-fach gegen 1-fach?

Heute war die XX1 Kette endlich mal fällig, sie hat jetzt 11 045 km durchgehalten. Mit der Laufleistung bin ich echt zufrieden. Kurze Runde auf dem Block, läuft auch total unauffällig auf der 23 000 km alten Kassette und Kettenblättern. Tolle Werte und danke für den Test!

Eigentlich war der Test als Vergleichstest mehrerer Ketten an einem Rad gedacht, so dass alle Ketten die selben Bedingungen vorfinden, damit erübrigt sich die Nennung der KB und Ritzelgrößen. Die XX1 ist als Kette schon wirklich top.

Die gleichzeitige Benutzung von mehreren Kettenstücke auf einem Rad ist schon optimal, was man überhaupt selbst testen kann und bringt auf jeden Fall Vergleichbarkeit untereinander. Insofern ist dieser Kettentest schon fast perfekt und praxisgerecht.

Die nächste Testkombi: Connex 10SX, eine KMC X10 EL in silbern und eine in gold sowie die SRAM XX1. Hier mal ein kleines Update: Die SRAM XX1 (11fach) liegt klar in Führung vor den 10fach Ketten.

Die Bedeutung der Kettenpflege

Der Aufpreis für die goldene ... Kette? Igitt, denken da viele, und haben vor allem schwarze Finger vor Augen. Dabei verkennen sie, dass die Kette ein geniales Bauteil ist, das mit einem sensationellen Wirkungsgrad um die 98 Prozent die Kraft ans Hinterrad leitet und damit einen wichtigen Beitrag zum effizienten Fahren leistet. Etwas Besseres wurde noch nicht erfunden. Klar, es gibt Getriebe und Zahnriemen, aber die laufen schwerer.

Mit ein bisschen Zuwendung, vor allem regelmäßiger Schmierung, verrichtet die Kette ihre Arbeit in der Regel unauffällig. Man bekommt dabei kaum mit, dass sich der Gliederstrang langsam, aber sicher längt. Dies geschieht, weil beim Ein- und Ausschwenken der Kette in die Zahnräder Reibung zwischen den Bolzen der Kette und den Kettenlaschen auftritt und Material abgetragen wird.

Besonders dann, wenn das Rad im Alltagsbetrieb bei jedem Wetter oder im Gelände bewegt wird und Dreck in die Gelenke dringt. Radeln mit Motor fördert den Verschleiß ebenfalls, denn E-Bikes bringen mehr Power auf die Kette als die Waden.

Die angeschlissene Kette ändert ihre sogenannte Teilung. Die Abstände von Bolzen zu Bolzen, im Neuzustand gleichmäßig, ändern sich zu kurz- lang-kurz. Das wiederum stresst die Ritzel und Kettenblätter und sorgt auch dort für verstärkten Verschleiß. Eine gelängte Kette verändert die Zahnprofile aber so, dass eine neue Kette darauf irgendwann nicht mehr läuft.

Bei hochwertigen Rädern empfiehlt es sich daher, die Kette rechtzeitig zu wechseln, dann halten die Zahnräder zwei bis vier Ketten lang. Ein sportlich betriebenes E-Bike kann eine Kette auf 1000 Kilometer hinrichten. Am gepflegten Schönwetterrad hält die gleiche Kette auch 7000 Kilometer und mehr.

E-Bike Ketten im Test

Sollte man am E-Bike also besondere Ketten mit dem Zusatz „E“ verwenden? Und lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und die Top-Modelle zu kaufen? Der Test auf dem Prüfstand fördert erhebliche Unterschiede im Verschleißverhalten zutage.

Auffällig ist, dass zwei ausgewiesene E-Bike-Ketten im Test - von KMC und von Miché - besonders schlecht abschneiden. Extrem haltbar sind hingegen alle Shimano-Ketten, auch die ganz günstigen, sowie die KMC X10. Auch die Wippermann-Ketten zeigen eine ordentliche Performance, fallen aber durch stärkeren Rollenverschleiß auf. Auch bei SRAM ist die teurere PC 1071 deutlich haltbarer als die billige PC 1031.

Unterm Strich lernen wir, dass das Attribut „E-Bike-tauglich“ keine Qualitätsaussage ist. Auch der Preis gibt nur bedingt Auskunft über die Qualität einer Kette. Durch die Bank glänzend sind die Ergebnisse der Shimano-Ketten. Auch die günstigste, die HG 54, schneidet sehr gut ab. Punktabzug gibt es nur durch das umständliche Handling mit dem Verschlussbolzen. Den Testsieg holt sich KMC mit der günstigen X10, die mit einem Kettenschloss montiert wird.

Die schlechtesten Fahrradketten im Test verschlissen siebenmal schneller als die Top-Modelle. Wie lange Ketten insgesamt halten, hängt auch von der Pflege ab. Regelmäßig gereinigte und geölte Ketten halten deutlich länger als verschmutzte.

Testmethoden

Den Verschleiß der Ketten haben wir auf einer Prüfmaschine bestimmt. Dazu wurden je sieben Kettenabschnitte zu einer Prüfkette zusammengesetzt, die auf dem Prüfstand verspannt wurde. 80 Stunden lang wurde die Kette mit 300 N Spannung und 75 U/min bewegt. Weitere 30 Stunden mit einer auf 750 N erhöhten Last, wie sie fürs E-Biken repräsentativer ist. Alle 20 Stunden wurde feiner, aggressiver Quarzsand auf die Kette gerieselt, die mit einfachem Motoröl geschmiert wurde. Am Ende jedes Zyklus wurde die Längung der Gelenke mit Messschiebern unter Vorlast ermittelt. Zusätzlich haben wir den Rollenverschleiß erfasst und mit einer Kettenmesslehre überprüft, ob ein Austausch anstünde. Ein Referenzkettenabschnitt wurde in beiden Prüfketten verwendet.

Die Grafik zeigt, wie sehr sich die Kettengelenke im Zuge der Prüfung durch Verschleiß gelängt haben. Ketten unter 0,02 Millimeter Längung pro Gelenk sind nach der Prüfung mit Kettenlehre, die auch den Rollenverschleiß erfasst, noch nicht austauschpflichtig.

Testergebnisse im Detail

Nachfolgend finden Sie die Testergebnisse zu den 13 Fahrradketten im MYBIKE-Verschleißtest:

KMC E10

  • Preis: 52,95 Euro
  • Gewicht: 285 Gramm
  • Glieder: 122
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,34 Gramm
  • Breite: 5,99 Millimeter
  • Verschleiß: 0,078 Millimeter
  • Testurteil: BEFRIEDIGEND
  • Fazit: Spezifische E-Bike-Kette. Fällt im Test durch ausgesprochen schwache Haltbarkeit auf.

KMC X10

  • Preis: 33,90 Euro
  • Gewicht: 264 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,32 Gramm
  • Breite: 5,88 Millimeter
  • Verschleiß: 0,017 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT (Testsieger 3/2019)
  • Fazit: Die günstige Kette zeigt, dass Shimano-Zulieferer KMC auch unter eigener Flagge extrem haltbare Ketten anbietet.

KMC X10 EL Gold

  • Preis: 54,90 Euro
  • Gewicht: 259 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,27 Gramm
  • Breite: 5,89 Millimeter
  • Verschleiß: 0,054 Millimeter
  • Testurteil: GUT
  • Fazit: Goldig glänzend durch Titan-Nitrit-Beschichtung. Sehr leicht durch durchbrochene Laschen, aber in der Haltbarkeit nicht toll.

Miché E-Bike

  • Preis: 48,38 Euro
  • Gewicht: 337 Gramm
  • Glieder: 138
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,44 Gramm
  • Breite: 5,94 Millimeter
  • Verschleiß: 0,111 Millimeter
  • Testurteil: AUSREICHEND
  • Fazit: Die E-Bike-Kette von Miché enttäuscht. Die Kette verschleißt von Beginn an schnell. Schlusslicht in der Haltbarkeitswertung.

Miché 10 Speed

  • Preis: 36,50 Euro
  • Gewicht: 279 Gramm
  • Glieder: 116
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,41 Gramm
  • Breite: 5,86 Millimeter
  • Verschleiß: 0,035 Millimeter
  • Testurteil: GUT
  • Fazit: Die vernickelte Kette mit durchbrochenen Laschen zeigt, dass Miché gute Ketten machen kann.

Shimano CNE 6090

  • Preis: 42,95 Euro
  • Gewicht: 303 Gramm
  • Glieder: 126
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,40 Gramm
  • Breite: 5,81 Millimeter
  • Verschleiß: 0,017 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT
  • Fazit: Extralange E-Bike-Kette mit geräuschmindernder Siltec-Beschichtung für Einfach-Antriebe. Hervorragende Haltbarkeit.

Shimano Deore HG 54

  • Preis: 29,95 Euro
  • Gewicht: 276 Gramm
  • Glieder: 116
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,38 Gramm
  • Breite: 5,94 Millimeter
  • Verschleiß: 0,016 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT
  • Fazit: Laufrichtungsgebundene Kette für Shimano Deore/XT/SLX. Etwas schlichte Optik, aber Top-Haltbarkeit. Günstig.

Shimano HG 95

  • Preis: 32,95 Euro
  • Gewicht: 277 Gramm
  • Glieder: 116
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,39 Gramm
  • Breite: 5,8 Millimeter
  • Verschleiß: 0,016 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT
  • Fazit: Laufrichtungsgebundene Kette für Shimano Deore/XT/SLX. Beschichtete Laschen. Hervorragende Haltbarkeit.

SRAM PC 1031

  • Preis: 22,00 Euro
  • Gewicht: 272 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,39 Gramm
  • Breite: 6,01 Millimeter
  • Verschleiß: 0,102 Millimeter
  • Testurteil: AUSREICHEND
  • Fazit: Die günstige Kette der Amerikaner fällt stark ab gegenüber dem teureren Schwestermodell. Die Haltbarkeit ist schwach.

SRAM PC 1071

  • Preis: 48,90 Euro
  • Gewicht: 260 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,28 Gramm
  • Breite: 6,05 Millimeter
  • Verschleiß: 0,026 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT
  • Fazit: Hohlbolzen drücken das Gewicht, die vernickelten Außenlaschen sorgen für Glanz. Gute Haltbarkeit.

Wippermann 10 S1

  • Preis: 67,50 Euro
  • Gewicht: 256 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,25 Gramm
  • Breite: 5,93 Millimeter
  • Verschleiß: 0,023 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT
  • Fazit: Komplett aus Edelstahl gefertigt. Das treibt den Preis, bedeutet aber hohen Rostschutz. Gute Haltbarkeit. Super Schloss.

Wippermann 10 SE

  • Preis: 57,90 Euro
  • Gewicht: 286 Gramm
  • Glieder: 124
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,31 Gramm
  • Breite: 5,85 Millimeter
  • Verschleiß: 0,024 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT
  • Fazit: E-Bike-Modell mit Innenglied aus Edelstahl. Gute Haltbarkeit der Gelenke, hoher Rollenverschleiß. Genialer Verschluss.

Wippermann 10 SO

  • Preis: 34,90 Euro
  • Gewicht: 264 Gramm
  • Glieder: 114
  • Gewicht pro Kettenglied: 2,32 Gramm
  • Breite: 5,85 Millimeter
  • Verschleiß: 0,028 Millimeter
  • Testurteil: SEHR GUT
  • Fazit: Auch die günstigste Kette von Wippermann schlägt sich wacker. Toll ist der leicht zu öffnende Verschluss.

Vergleichstabelle: 10-fach Ketten

Die folgende Tabelle bietet einen zusammenfassenden Vergleich verschiedener 10-fach Ketten:

ModellFarbeAnzahl GelenkeMaterialGewichtBeschichtungVorteile
Kmc E10Silber122 Stk.Stahl321 gKettenverschlussSpeziell für E-Bikes, Anti-Rost-Beschichtung
Shimano CN-HG95Silber116 Stk.Zinklegierung, Edelstahl235 gNicht laufrichtungsgebundenVerschleißfest, langlebig, sehr leicht
Kmc X10SLGold114 Stk.Legierter Stahl241 g-Hochpräzise, mit Hohlbolzen, gefräste Innen- und Außenplatten
Alphatrail AT-450Silber116 Stk.Karbonstahl300 gQ-Kohlenstoff-TechnologieVorgeölt, stabile Außenverpackung
Zonkie Fahrradkette 10-fachSilber116 Stk.Stahl300 g-Werkzeugloses Kettenschloss
Kmc X10Grau114 Stk.Stahl268 g-Besonders gute Haltbarkeit, präzisere Schaltvorgänge
Ybeki Y57Lila116 Stk.Karbonstahl300 g-Korrosionsbeständig, rostbeständig, verschleißfrei
Vgeby Fahrradkette 10-FachSilber116 Stk.StahlKeine Herstellerangaben-Langlebig

Weitere Testergebnisse und Erfahrungen

Hier mal ein kleines Update: Die SRAM XX1 (11fach) liegt klar in Führung vor den 10fach Ketten. Der Aufpreis für die goldene KMC statt der silbernen scheint sich nicht zu lohnen (aber vielleicht ändert sich das ja noch auf den letzten Kilometern). Die Connex Kette kann das 10fach Feld bisher leider auch nicht retten.

Heute wurden die 4 Ketten erneut gemessen und damit konnte dieser Test auch beendet werden, bis auf die XX1 haben alle Ketten die Verschleißgrenze überschritten. An dem Ergebnis des Zwischenstands hat sich eigentlich nichts geändert. Weit vorne liegt die einzige 11fach Kette, die SRAM XX1. Die Länge betrug 119,65mm am Anfang auf 119,90mm heute, die Längung der zweitbesten Kette KMC X10 EL sil. ging von 119,55mm auf 120,3mm.

Wer dennoch 10fach Ketten fahren möchte, kann bei der KMC X10 EL silbern bleiben. Die goldfarbene X10 EL lohnt sich nur wegen der anderen Optik, die "minimalst" größere Längung ist aber wirklich zu vernachlässigen.

Mein Fazit: Wer 11fach Ketten auf seinen Antrieb fahren kann, der sollte sich die SRAM XX1 gönnen, der Aufpreis von knapp über 10€ auf die zweitplatzierte KMC X10 EL lohnt sich. Wie Sickgirl schon so schön sagte: Wer jetzt noch sagt das 11fach nicht hält, fährt nicht das richtige Material.

Ketten verschleißen scheinbar nicht unbedingt nach einer Norm. Beispiele aus diesem Test: Die Campa Record 9 verschliss auf den ersten 200km richtig stark (reproduzierbar), um danach zu einer der verschleißärmsten Ketten zu mutieren. Die HG95 wiederum verschleißt anfangs eigentlich gar nicht, um dann irgendwann stark zu verschleißen.

Ein weiterer Aspekt: Nicht jedem ist eine super verschleißarme Kette so wichtig. Die schlechtere Schaltbarkeit wurde ja bei der C9 z.B. schon angeführt, für den Nutzer würde das P/L-Verhältnis schon wieder anders aussehen.

Die KMC-X1 ist seit fast 5 Jahren drauf (musste ich erst mit Post #1236974 rückrechnen). Es gibt nur eine Kette, die mit Laufgeräuschen Probleme gemacht hat: eine einfache Connex (weiß nicht mehr ob eine 1x oder 8x).

Nach längerer Zeit melde ich mich auch mal wieder mit einem 9x/10x Kombi-Kettentest zurück, dessen Ende wiederum auch schon eine Weile zurückliegt. Testbedingungen: 3600 km täglich zur Arbeit hauptsächlich in zwei Winterhalbjahren daher auch der erhöhte Veschleiß bzw. kurze Laufleistung. Und vermutlich habe ich auch etwas zu wenig nachgeölt.

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