Fahrradkette Winter Pflege Rost

Die Fahrradpflege im Winter sollte intensiver ausfallen als im Rest des Jahres. Denn Streusalz und Schnee können deinem Fahrrad schaden. Unschöne optische Schäden sind dabei das kleinste Übel. Im schlimmsten Fall schadet Streusalz deinem Fahrrad und den Verschleißteilen, sodass deine Sicherheit beeinträchtigt wird.

Ist Streusalz schädlich für mein Fahrrad?

Streusalz ist dann schädlich für dein Fahrrad, wenn du es nach einer Tour nicht entfernst. Pendler und andere Hartgesottene, die auch im Winter mit dem Fahrrad unterwegs sind, müssen auch während der kalten Jahreszeit nicht auf das Fahrvergnügen verzichten. Sie sollten lediglich etwas mehr Zeit zur Pflege und Überprüfung des Rads aufwenden. Mängel durch Streusalz sind zum einen optisch unschön, zum anderen bergen sie ein gewisses Risiko.

Auch die Fahrradkette ist ein häufiges Opfer von Streusalz und kann bereits nach wenigen Tagen rosten. Schnee, Eis und Nässe greifen vorzugsweise die Verschleißteile deines Fahrrads an. Bremsen nutzen beispielsweise schneller ab, wenn die Felgen mit Matsch beschmutzt sind. Eis kann Bremsen blockieren. Vor der Abfahrt also einen kurzen Blick auf die Bremsbeläge werfen und prüfen, ob diese noch dick genug sind und greifen.

Der Winter bringt einige Herausforderungen für Radfahrer mit sich, aber Dunkelheit, Regen und Frost sind kein Grund, das Fahrrad in den Winterschlaf zu schicken. Mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung kannst du auch in der kalten Jahreszeit sicher unterwegs sein.

Rostet mein Fahrrad im Winter?

Grundsätzlich kann ein Fahrrad immer rosten - egal ob Winter oder Sommer. Dabei kommt es ganz auf die Lagerung an. Sobald dein Rad beispielsweise im Freien steht und den Witterungsbedingungen ausgesetzt ist, riskierst du Rost. Daher gilt zu jeder Jahreszeit: Stelle dein Fahrrad an wettergeschützte Orte. Dein Keller, Schuppen oder eine Fahrradgarage ist dabei die beste Wahl.

Wie reinige ich mein Fahrrad im Winter?

Um dein Fahrrad im Winter zu reinigen, bedarf es keiner speziellen Reinigungsmittel oder -techniken. Alles was zählt, ist, dass du Streusalz und Schnee entfernst. Am besten schnappst du dir nach jeder Tour einen Lappen, etwas warmes Wasser und ein Handtuch. Damit wischst du dein Rad ab. Wir empfehlen, die Kette regelmäßig durch einen Lappen laufen zu lassen, denn diese wird bei salziger Nässe regelrecht beschossen. Gebe zum Schluss noch einen Spritzer Öl auf die Fahrradkette und stelle es anschließend wettergeschützt unter. Nur so beugst du Korrosion durch Streusalz und Co. vor.

Prüfe und pflege folgende Fahrradteile regelmäßig im Winter:

  • Kette: Die Fahrradkette mit Kettenblättern und Kassette solltest du zunächst mit einem trockenen Tuch säubern und daraufhin mit etwas Kettenöl einfetten. Dadurch entfernst du neben dem üblichen Schmutz vor allem Salzreste und verhinderst die Bildung von Rost.
  • Bremse und Schaltzüge: Auch Bremse sowie Brems- und Schaltzüge solltest Du regelmäßig mit Öl schmieren.
  • Metallteile: Um dein Rad winterfest zu machen, solltest du die diversen Metallteile mit speziellen Pflegemitteln zur Korrosionsvermeidung behandeln.

Egal ob Rennrad, Mountainbike oder Trekking Rad, mit den folgenden Tipps bekommst du dein Bike verschleißfest durch den Winter. Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür, doch für viele Radfahrer ist das noch lange nicht das Ende der Radlsaison. Solange die Schneedecke noch nicht geschlossen ist und die Straßen oder Trails noch einigermaßen befahrbar sind, fahren viele hartgesottene Biker weiter.

Auch einige Commuter ziehen den lobenswerten Weg mit dem Rad zur Arbeit den ganzen Winter durch. Die widrigen Verhältnisse setzen dem Bike allerdings stark zu. Streusalz, Schnee, Eis und Feuchtigkeit sind der Todfeind des Fahrrads, doch mit entsprechender Pflege und Wartung überlebt dein Rad den Winter unbeschadet. Mit den folgenden Tipps beschränkst du den Verschleiß auf ein Minimum und dein Rad ist auch nach einem harten Winter wieder fit für den nächsten Bike Sommer. Das regelmäßige Reinigen ist nötig, um das aggressive Salz von Rahmen und Komponenten zu entfernen.

Mache dein Bike winterfest

Mit ein paar kleinen Modifikationen ist dein Fahrrad direkt besser für den Winter geeignet. Zubehör wie Schutzbleche und anständige Lichter sind genauso sinnvoll wie spezielle Winterreifen. Besonders am Rennrad macht es Sinn, die super leichten High-Performance Reifen im Winter gegen etwas robustere Pneus zu tauschen. Ein Winterreifen bietet eine weichere Gummimischung für besseren Grip und erhöhten Pannenschutz gegen den Splitt auf Straßen und Radwegen.

Bewegliche Teile am Rad leiden am meisten im Winter. Um diese optimal zu schützen, solltest du nach einem ordentlichen Waschgang deines Bikes die wichtigsten Lager neu schmieren und mit ordentlich Fett auf den Lagersitzen wieder einbauen. Das Fett wirkt wasserabweisend und schützt die Lager vor Korrosion. Zu den wichtigsten Lagern zählen Steuersatz und Tretlager, die beide an Positionen sitzen, die besonders viel Schmutz von den Reifen abbekommen. Die Lager der Naben oder eines Fully Hinterbaus sind ähnlich aufgebaut wie Tretlager und Steuersatz, jedoch meist geschützter positioniert und nicht im Dauerbeschuss von Dreck und Wasser und brauchen daher etwas weniger Zuneigung.

Mit einer Rahmenschutzfolie am Unterrohr schützt du deinen Lack vor Steinschlägen und unschönen Lackplatzern. Viele Hersteller bieten mittlerweile flexible und durchsichtige Schutzfolien an, die sich dezent an die Formen des Bikes schmiegen und kaum sichtbar sind.

Wasche dein Bike regelmäßig!

Im Sommer fährst du häufig bei gutem Wetter und dein Rad braucht erst nach ein paar Ausfahrten einen richtigen Waschgang. Im Winter solltest du dein Bike jedoch nach jeder Ausfahrt waschen. Tretlager, Steuersatz und der Antrieb deines Bikes sind im Winter im Dauerbeschuss von Streusalz und Feuchtigkeit. Selbst wenn die Straßen trocken sind, wird das gestreute Salz von deinen Reifen aufgewirbelt und setzt sich auf den Bauteilen ab. Empfindliche Oberflächen wie beispielsweise die Gleitflächen deiner Federgabel oder am Dämpfer, können durch das Salz angegriffen und beschädigt werden.

Im Optimalfall kannst du das Rad mit dem Gartenschlauch großzügig mit viel Wasser aber wenig Druck gründlich abspülen. Wenn du keinen Zugang zu einem Gartenschlauch hast, solltest du dein Bike zumindest mit einem Eimer warmen Wassers und einer Bürste abspülen, um das Streusalz von den empfindlichen Komponenten zu entfernen. Ein paar Spritzer Reiniger helfen den Schmutz zulösen. Wenn du das Gemisch aus Salz und Dreck nicht entfernst, kann es fröhlich vor sich hin korrodieren und schon nach ein paar Tagen sichtbare Spuren hinterlassen.

Schmierung und Korrosionsschutz

Den komplett verrosteten Antrieb kennt jeder. Kette und Kassette sind feuerrot und lassen sich kaum noch bewegen, doch das sind nur die offensichtlichen Schäden eines schlecht gewarteten Fahrrads nach einem Winter. Das Salzwasser setzt sich auch in die Lager deines Rades und korrodiert hier solange, bis sich garnichts mehr dreht.

Um das zu vermeiden, solltest du, sobald dein Rad gewaschen und auch abgetrocknet ist, die Kette großzügig ölen und ein paar Mal die Kassette rauf und runter schalten, damit sich das überschüssige Öl auf den Ritzeln verteilt. Der Ölfilm dient einerseits der Schmierung, andererseits bildet er auch einen Korrosionsschutz auf Kette und Kassette. Gleiches gilt für Federgabel und Dämpfer, hier ein bisschen Gabelöl auf einen Lappen träufeln und über Standrohre und Schaft des Dämpfers ziehen, um gute Schmierung und Schutz gegen Korrosion zu gewährleisten. Solltest du feststellen, dass sich ein Lager an deinem Rad schon schwergängig dreht oder sogar Geräusche macht, hilft hier oft schon reinigen und nachfetten, um das Lager zumindest noch durch den Winter zu bringen und es im Frühling gegen ein Neues zu tauschen.

Damit die Lager nicht angegriffen werden, solltest du sie reinigen und fetten.

Frühjahrs Check

Der Winter ist vorüber und dein Bike muss wieder fit für den Sommer gemacht werden. Alle Teile die über den Winter gelitten haben, sollten jetzt getauscht werden, damit du mit einem frischen Rad in die Saison starten kannst. Eventuelle Beschädigungen durch Korrosion sollten hier beseitigt werden.

Gleiten die Schaltzüge noch sauber? Ist noch ausreichend Bremsbelag vorhanden? Laufen alle Lager noch sauber? Jetzt ist die Zeit nochmal alles zu überprüfen. Baue Vorder- und Hinterrad aus, um die Nabenlager zu checken. Falls sich die Kurbel oder der Lenker schon rau drehen lassen und eventuell schon Mahlgeräusche von sich geben, ist es definitiv Zeit für neue Lager. Auch den Verschleißzustand deines Antriebs solltest du noch einmal überprüfen. Durch die unvermeidbaren Verschmutzungen auf Kette und Kassette kann sich die Abnutzung der Bauteile deutlich erhöhen.

Fahrradkette reinigen: Die richtige Vorbereitung

Das Wichtigste bei der Reinigung der Fahrradkette ist die richtige Vorbereitung. Wir können dich beruhigen: Kettenpflege ist keine Wissenschaft. Auch Geschirrspülmittel hat eine fettlösende Wirkung und kann zum Reinigen der Fahrradkette verwendet werden. Hierfür gibst du einfach ein paar Tropfen ins Wasser oder direkt auf das Tuch. Wenn du stattdessen Kettenreiniger verwendest, solltest du darauf achten, dass er biologisch abbaubar ist. Wenn du alle Utensilien für die Reinigung und Pflege zur Hand hast, kann es losgehen!

Tipp: Trage beim Reinigen der Fahrradkette Handschuhe, um schmutzige Hände zu vermeiden.

Wie reinige ich meine Kette?

Bei der Reinigung der Kette solltest du möglichst sanft und vorsichtig arbeiten! Benutze keinen Hochdruckreiniger, da dieser die beweglichen Teile der Kette, Kassette und Co. schnell beschädigen kann. Am besten reinigst du dein Fahrrad an einem offiziellen Waschplatz da dort spezielle Auffangbehälter vorhanden sind und das ölhaltige Wasser nicht ins Grundwasser gelangt.

Gehe stattdessen wie folgt vor:

  1. Schalte vor dem Reinigen in einen mittleren Gang.
  2. Spanne dein Fahrrad in einen Montageständer.
  3. Lege gegebenenfalls den Boden mit Zeitungspapier oder einer Plane aus, um Ölflecken auf den Boden zu vermeiden.
  4. Entferne den groben Schmutz von der Kette trocken mit einer Kettenbürste. Bürste dazu locker über die Kette. Sitzt der Schmutz tiefer, kannst du diesen vorsichtig mit einem Zahnstocher entfernen. Vergiss dabei nicht die Schaltwerkröllchen.
  5. Löse nun mit einem trockenen Lappen die verbliebenen Verschmutzungen.
  6. Sprühe anschließend Kettenreiniger auf den Lappen und fahre nochmal über die Kette. Dadurch wird das Öl-Schmutzgemisch aufgeweicht und lässt sich leichter entfernen. Alternativ kannst du auch eine Zahnbürste und Wasser mit Spülmittel verwenden.
  7. Nachdem du den Schmutz entfernt hast, spülst du die Kette noch einmal mit klarem Wasser ab und trocknest sie anschließend gut ab.

Wenn du die Kette einfach an der Luft trocknen lässt, kann sich durch die lange Trocknungszeit Rost bilden. Wenn du alle Verschmutzungen abgespült hast, musst du die Kette nur noch gut trocknen, denn erst dann kannst du sie schmieren, was sehr wichtig ist. Wenn du mit einer zu trockenen Kette fährst, erhöht sich die Reibung an den Zähnen der Antriebskomponenten und sie verschleißen schneller.

Deshalb solltest du die Kette immer mit Schmiermittel benetzen, bevor du zur nächsten Tour aufbrichst. Auch die Kassette deines Fahrrads solltest du regelmäßig reinigen. Hierfür drehst du die Bürste einfach mit dem Freilauf mit und bürstest den Schmutz weg.

Fahrradkette schmieren: Was ist das richtige Öl?

Du hast die Reinigung deiner Fahrradkette hinter dir und willst sie nun ölen? Bevor es ans Eingemachte geht, stellt sich allerdings noch die Frage, welches Mittel sich am besten zum Ölen eignet? Normales Öl, mit PTFE, Wachs, vielleicht ein Spray oder doch das gute alte WD40?

WD40: Das Öl für die Kettenreinigung. Um es gleich vorweg zu nehmen: WD40 sollte man nie verwenden. Als Kriechöl ist es viel dünnflüssiger als herkömmliches Kettenöl und verdrängt so mit der Zeit die „dickere“ Kettenschmierung. Der dünne Film von WD40 reicht nicht aus, um die Kette ausreichend zu schmieren und kann im schlimmsten Fall zu erhöhtem Verschleiß führen. Wer kein Spezialprodukt zu Hause hat, kann WD40 aber zum Reinigen verwenden, denn es entfettet und schützt die Kette vor Rost.

Fahrradkette schmieren mit Kettenöl: Die erste Wahl zur Kettenpflege ist daher handelsübliches Kettenöl aus dem Fahrradgeschäft. Dieses gibt es in verschiedenen Varianten, z.B. für feuchtes Wetter mit PTFE, das die wasserabweisenden Eigenschaften verbessert.

Kettenwachs: Die Alternative für die Kettenpflege. Kettenwachs nimmt eine Sonderstellung ein: Es trocknet auf der Kette und bildet so einen dauerhaften Schutz für das ursprüngliche Fett. Daher eignet es sich auch zum Einfetten einer neuen Kette. Zu beachten ist allerdings, dass sich das Wachs ohne chemische Entfetter kaum wieder entfernen lässt.

Wichtig: Pflanzenöl eignet sich dagegen nicht als Schmiermittel für die Fahrradkette, ebenso wenig wie Sprays für Autos. Diese sind in der Regel auf die Bedürfnisse von Autos abgestimmt.

Damit solltest du die Kette nicht säubern

  • Hochdruckreiniger: Wie schon der Name verrät, arbeitet das Gerät mit Hochdruck. Keine gute Eigenschaft, wenn es um das Reinigen eines Fahrrads und seiner vielen beweglichen und sensiblen Komponenten wie Dichtringe und Schaltwerkröllchen geht.
  • Spülmittel: Zwar ist Spülmittel für viele eine beliebte Allzwecklösung beim Bikewashing, allerdings kann es bei der Wirksamkeit nicht mit speziellen Kettenreinigern oder Waschbenzin mithalten.
  • Bremsenreiniger: Wir raten davon ab, Bremsenreiniger beim Putzen der Kette zu verwenden. Seine sehr stark entfettende Wirkung führt dazu, dass die Kette nach einer Behandlung mit Bremsenreiniger sowohl außen, als auch innen komplett ungeschmiert ist und somit auch keinen Rostschutz mehr bietet.
  • Diesel oder Benzin: Generell kannst du eine Fahrradkette auch mit Benzin oder Diesel reinigen. Allerdings raten wir auch von dieser Methode ab, da beide Substanzen hoch entzündlich sind.

Wie oft muss ich eine Kette ölen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Letztendlich kommt es darauf an, wie oft das Fahrrad benutzt wird und wie stark die Fahrradkette dem Schmutz ausgesetzt ist. So kann es sein, dass du deine Kette nach 100 km ölen musst, manchmal dauert es auch länger. Wer jeden Tag bei Wind und Wetter zur Arbeit fährt, sollte die Kette in kürzeren Abständen pflegen - am besten wöchentlich, mindestens aber einmal im Monat.

Eines ist sicher: Sobald die Fahrradkette nicht mehr leise läuft und rasselt, solltest du sie dringend ölen.

Wie viel kostet ein gutes Kettenöl?

Die gute Nachricht zum Schluss: Das Ganze ist gar nicht so teuer! Ein gutes Basisöl kostet meist keine 10€ und du kannst einige Zeit damit arbeiten, bevor es leer geht. Selbst die Spezial-Öle sind oft nicht viel teurer und auch Kettenreiniger sind für kleines Geld zu haben.

Mit der richtigen Pflege werden Sie lange viel Freude an Ihrem Fahrrad haben

Dies gilt insbesondere für die etwas anfälligeren Verschleißteile. Auch wenn diese früher oder später sowieso gewechselt werden müssen, ist der tatsächliche Zeitpunkt jedoch von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem von der passenden Pflege. In der Praxis passiert es aber dennoch häufig, dass die Wartungsarbeiten etwas vernachlässigt werden und Verschleiß und Rost das Zweirad befallen. Nicht immer bedeutet dies, dass Sie einzelne Bauteile Ihres Bikes kostenintensiv austauschen müssen.

Egal ob es sich um ein vernachlässigtes, länger nicht benutztes Bike oder um ein vergessenes Erbstück handelt - bevor Sie damit wieder auf die Straße können, müssen Sie es fahrbereit machen. Im Falle der verrosteten Kette gelingt dies auch technisch weniger versierten Fahrradfahrern recht einfach. Kettenpflege bzw. Eine Fahrradkette verrostet nicht von heute auf morgen. Ist der Antriebsstrang bei Ihrem Bike von Korrosion befallen, lohnt es sich auf jeden Fall das komplette Bike auf seine Fahrtauglichkeit zu überprüfen, bevor Sie sich damit wieder auf die Straße wagen. Am besten ziehen Sie sich zunächst alte Kleidung an und befreien das Velo gründlich von Dreck und Staub. Eine anschließende Politur lässt es wieder in altem Glanz erstrahlen. Als nächstes überprüfen Sie alle Schraubverbindungen auf Ihre Festigkeit. Kontrollieren Sie auch das Profil der Reifen und vor allem den Luftdruck. Dieser muss nach längerer Standzeit sicherlich korrigiert werden. Den optimalen Luftdruck finden Sie auf der Reifenflanke. Anschließend überprüfen Sie noch die gesamte Beleuchtungsanlage.

Am einfachsten gelingt die Reinigung der Kette wenn Sie diese ausbauen. Anschließend befüllen Sie das Gefäß mit Rostlöser und legen die Kette für eine Weile hinein. Beachten Sie hierbei die Einwirkzeit sowie Produkthinweise des Herstellers. Pflegen Sie die Fahrradkette mit Kettenspray und bauen Sie sie anschließend wieder ein. Drehen Sie die Pedale einige Male mit der Hand, eventuell müssen Sie noch mit ein wenig Pflegespray nachsprühen. Damit Ihr Bike Sie zuverlässig von A nach B bringt, sollten Sie zukünftig nun in regelmäßigen Abständen für Sauberkeit und die richtige Fahrradpflege sorgen.

Weitere Tipps

  • Am schlimmsten ist das Salzwasser. Die aggressive Lösung im Spritzwasser ist schlicht Gift für jedes ungeschützte Metall. Davon gibt es gerade am Fahrrad-Antrieb reichlich.
  • Auch, wenn manche Ketten und Ritzelpakete beschichtet sind, die korrosive Nässe kriecht doch in jede Spalte und tut dort ihr böses Werk.
  • Mit guter Schmierung in der richtigen Reihenfolge kann man dem Rostfraß ein Schnippchen schlagen: Ölen Sie Ihre gesäuberte Kette im Winter Glied für Glied mit zähem Kettenöl.
  • Tragen Sie das Öl lieber mehrmals dünn als einmal zu viel auf, lassen Sie es bei jedem Durchgang in Lagerkragen und Rollenspalte kriechen. Wischen Sie dann überschüssiges Öl mit einem Lappen weg, so dass die Kette außen trocken wird.
  • Geben Sie dann eine Schicht Sprüh- oder Flüssigwachs auf die Außenseite der Kette. Das hält den Schmierstoff an Ort und Stelle und beugt einem schnellen Auswaschen vor. Zudem trocknet das Wachs äußerlich ab, weniger Schmutz haftet erneut an.

Gehen Sie auch am Ritzelpaket der Kettenschaltung so vor: Säubern, ölen, einziehen lassen, wachsen. Auch die Gelenke der Schaltwerke, Schaltröllchen und Zughebel vertragen eine Punktölung und eine konservierende Wachsschicht.

Achten Sie jedoch immer darauf, dass Bremsflanken, -beläge und -scheiben absolut fett- und wachsfrei bleiben. Es empfiehlt sich sogar, Bremsflanken und -scheiben direkt mit Spiritus zu entfetten und die Bremsbelag-Oberflächen leicht anzuschmirgeln, zum Beispiel mit Sandpapier. So greifen die Bremsen wieder besser.

Außenverlegte, unterbrochene Schalt- und Bremszüge hängen Sie aus. Schieben Sie Kunststoff-Liner über offene Zugabschnitte. Träufeln Sie Öl oder, noch besser, weil speziell auf Eisvermeidung ausgelegt, ein paar Tropfen von Tiptops Special Bike Fluid zwischen Zug und Hülle. Ein Klecks zähes Fett am Ende der Zughülle dichtet zusätzlich gegen eindringende Nässe.

Mit dem Tiptop Fluid bekommen Sie auch bereits vereiste Züge oder Schaltwerke wieder frei: Das "Zaubermittelchen" funktioniert wie Enteiser für Autotürschlösser. Der kriechfähige Öl-Anteil schmiert an Ort und Stelle, der enthaltene Alkohol löst Verharzungen und Eis zuverlässig auf.

Auch ein Riemenantrieb braucht Pflege, er ist zwar wartungsarm aber nicht wartungsfrei. Waschen Sie Riemen und Ritzel gründlich mit Seifenwasser.

Allgemein gilt: Ein Fahrrad, dass regelmäßige Pflege erhält, gewährt Langlebigkeit der Kette, Fahrkomfort und Sicherheit. Das Schmieren der Fahrradkette ist daher nach dem Reinigen und Entfetten ein wichtiger Schritt in der Fahrradpflege. Aus drei verschiedenen Kettenschmiermitteln im WD-40 SPECIALIST Fahrrad Produktsortiment ist je nach Einsatzhäufigkeit und Wetterbedingungen das richtige auszuwählen.

Die Fahrradkette im Winter zu entfetten und neu zu schmieren ist ein wichtiges Thema. Ein gut gewartetes Fahrrad ist ein Fahrrad das hält!

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0