Wenn eine Fahrradkette zu breit ist, kann dies zu verschiedenen Problemen führen. Hier werden die Ursachen erläutert und Lösungsansätze aufgezeigt.
Ursachen für eine zu breite Fahrradkette
Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Fahrradkette zu breit sein kann:
- Falsche Kettenwahl: Die Kette ist nicht für die Anzahl der Ritzel auf der Kassette ausgelegt.
- Verschleiß: Eine verschlissene Kette kann sich längen und dadurch breiter erscheinen oder Schaltprobleme verursachen.
- Inkompatibilität: Die Kette ist nicht mit den restlichen Antriebskomponenten (Kassette, Kettenblätter) kompatibel.
Falsche Kettenwahl
Ein häufiges Problem ist, dass die falsche Kette für das jeweilige Schaltsystem verwendet wird. Für Kettenschaltungen gilt: Je mehr Ritzel die Kassette hat, desto schmaler muss die Kette sein.
Du brauchst für eine 9fach Kassette natürlich auch eine 9fach Kette die 8fach Ketten sind breiter und funktionieren daher nicht 100%ig. Die Kette sollte aber nicht breiter als erforderlich sein, sonst kommt es meist zu Schaltproblemen.
Es gibt verschiedene Arten von Ketten. sind Ketten mit Hülsen üblich im Format 1/2 × 1/8". Bei Kettenschaltungen haben sich hülsenlose Ketten durchgesetzt. Bei der Innenweite der Kette gibt es z.B. 3/32" (2.38mm) und 1/8" (3.175mm).
Verschleiß der Kette
Die Kette ist in 1/2" Glieder unterteilt, also haben 47 Glieder eine Pinabstand von 597mm. Bei spätestens 0.75% also 601.5mm sollte die Kette also nicht mehr benützt werden.
An der Kette verschleissen hauptsächlich die Rollen und Bolzen, durch die ständige Reibung. Durch Abrieb der Kettenoberflächen und minimalste Verformungen zwischen Laschen und Bolzen dehnt sich jedes Glied um einen Hauch.
Laut Berichten kann dies zu abgerissenen Schaltwerken und/oder Schaltaugen kommen aber auch beim Umwerfer können z.B. werden. Besonders häufig scheint dies bei den Shimano CN-5/6/7700 Serien zu passieren. Es kann passieren das eine Kette an der Aussenlasche einreisst, bis es dazu kommt, daß die Kette an dieser Stelle komplett aufgibt.
An der Kette verschleissen hauptsächlich die Rollen und Bolzen, durch die ständige Reibung. Verschleißpunkt: Die Rollen gleiten auf den Kragen der Innenlaschen. Dort dringt mit der Zeit Schmutz ein, der die Oberflächen abträgt. Dadurch bekommen die Rollen immer mehr Spiel auf den Krägen und weiten damit die Zähne an den Ritzeln aus.
Wie kommt es zu Ketten-Verschleiß?
Alle drei Kurbelumdrehungen ist die Kette einmal komplett im Kreis gelaufen - sehr durchschnittlich kalkuliert. Bei einer Leistung von 3000 Kilometern pro Jahr, was für Pendler zum Beispiel sehr zurückhaltend veranschlagt ist, und einer Entfaltung (Strecke, die man mit einer Kurbelumdrehung zurücklegt) von ungefähr vier Metern kommen wir auf eine Viertelmillion Kettenrunden.
Die Herstellerangaben bezüglich dieser Teile und ihrer Haltbarkeit sind nicht nur sehr unterschiedlich hinsichtlich der verschiedenen Qualitätsstufen, zusätzlich macht die Breite der Kette einen großen Unterschied.
Durch Abrieb der Kettenoberflächen und minimalste Verformungen zwischen Laschen und Bolzen dehnt sich jedes Glied um einen Hauch. Nach Herstellerangaben: Es gibt eine klare Empfehlung für jedes Kettenmodell, an die man sich halten kann. Im Allgemeinen sind diese Kilometerintervalle aber recht kurz bemessen, eher so wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum.
Inkompatibilität der Kette
Die Komponentenhersteller Shimano und Sram sind am weitesten verbreitet. Unsere Empfehlung: Wenn dein Bike eine Schaltung eines dieser beiden Hersteller besitzt, solltest du beim Tausch auch eine Kette des entsprechenden Brands wählen. Dann harmoniert der Antrieb perfekt.
Evtl. auch schneller. Die Kette sollte aber nicht breiter als erforderlich sein, sonst kommt es meist zu Schaltproblemen. Bei SRAM 11fach soll zwar die Aussenbreite verringert worden sein, im Gegensatz zu 10fach.
Auswirkungen einer zu breiten Kette
Wenn eine Kette zu breit ist, kann dies folgende Probleme verursachen:
- Schwierigkeiten beim Schalten
- Die Kette springt von den Ritzeln
- Erhöhter Verschleiß von Kette und Ritzeln
- Geräuschentwicklung
Ist die Kette zu breit, wird sie beim fahren stets von einem der benachbarten Zahnräder "mitgenommen", dh es finden "spontane" Gangwechsel statt, die aber alsbald wieder von der Spannung des Schaltwerks rückgängig gemacht werden. Das Rad ist praktisch unfahrbar. Es ist jetzt Spekulation: aber es könnte vielleicht sein, daß ein nur ein wenig zu breite Kette nicht zu diesen Gangwechseln führt, aber zum Rasseln.
Es kann passieren das eine Kette an der Aussenlasche einreisst, bis es dazu kommt, daß die Kette an dieser Stelle komplett aufgibt. Ist ein Kettenglied zu starr (Beispielsweise durch Vernietung), kann es sein das die Kette am Ritzel springt.
Wenn es zum Cainsuck kommt ist ein Schaltwerk schnell Geschichte. Wenn ich nun fahre rattert es. Kann es sein dass die Schaltung neu eingestellt werden muss?
Bei einer “gelängten” Kette passen die Abstände der Glieder nicht mehr zu denen der Zahnräder. Dadurch reiben oder besser mahlen die Metallteile beim Umlauf hart aneinander. Der Verschleiß der Zahnräder steigt exponentiell.
Lösungen und Vorbeugung
Um Probleme mit einer zu breiten Kette zu vermeiden, sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Die richtige Kette für das Schaltsystem wählen
- Die Kette regelmäßig auf Verschleiß prüfen
- Die Kette sauber halten und regelmäßig schmieren
Auswahl der richtigen Kette
Für die Wahl der richtigen Kette ist die Anzahl der Ritzel am Hinterrad der entscheidende Faktor. Unabhängig davon, wie viele Kettenblätter vorne an der Kurbel rotieren. Grund: Je mehr Ritzel dort sitzen, desto enger müssen sie zusammenrücken. Mit zunehmender Anzahl der Ritzel muss die Kette also schmaler gefertigt sein, damit ihre Laschen reibungslos durch die Zwischenräume laufen.
Die richtige Kette - Unsere Kauftipps
Unabhängig davon, wie viele Kettenblätter vorne an der Kurbel rotieren. Grund: Je mehr Ritzel dort sitzen, desto enger müssen sie zusammenrücken. Denn der Platz zwischen Nabenflansch und Rahmen (Hinterbau) ist begrenzt. Mit zunehmender Anzahl der Ritzel muss die Kette also schmaler gefertigt sein, damit ihre Laschen reibungslos durch die Zwischenräume laufen.
Es ist jetzt Spekulation: aber es könnte vielleicht sein, daß ein nur ein wenig zu breite Kette nicht zu diesen Gangwechseln führt, aber zum Rasseln. In jedem Fall könnte man mal prüfen, ob man überhaupt die richtige Kette verbaut hat.
Regelmäßige Kettenprüfung
Es gibt mehrere Möglichkeiten festzustellen, ob man die Verschleißteile des Antriebs - insbesondere die Kette - ersetzen sollte. Eine Messlehre wie die CC-4 von Park Tool erfasst die “Längung” von sieben Gliedern und zeigt den Verschleißzustand in vier Stufen: 0% / 0,5% / 0,75% / 1%.
Sicherer und günstiger: Rechtzeitige Ketten-Wartung. Aber wem schon mal beim Treten die Kette gerissen ist, weiß einen zuverlässigen Antrieb sehr zu schätzen. Rechtzeitige Wartung hat aber noch einen großen Vorteil: Bei einer “gelängten” Kette passen die Abstände der Glieder nicht mehr zu denen der Zahnräder.
Um das zu tun, muss man irgendeinen der Bolzen mit dem Kettennieter wie mit einer Schraubzwinge aus der Kette herausdrücken. Achtung: Liegt der neuen Kette kein Verschlussstück oder ein neuer Bolzen bei, den Niet nicht ganz herausdrücken!
Kettenpflege
Regelmäßiges Säubern und Schmieren der Kette verlängert deren Lebenszeit um das Vielfache. Lange Standzeiten im Regen dagegen beschleunigen den Ketten-Verschleiß. Akribisch gepflegt, halten Ketten auf Shimano-XT-Niveau schon mal 15.000 Kilometer statt der empfohlenen 2.000!
Kettenwechsel
Wer die Kette rechtzeitig wechselt, kann unterm Strich Geld sparen. Entscheidend ist es, eine zu extreme Längung der Kette zu vermeiden. Dazu legt man in regelmäßigen Zeitintervallen eine spezielle Messlehre in die Kettenlaschen, die den Status zuverlässig anzeigt. Sobald der kritische Punkt erreicht ist, wechselt man die Kette aus.
Wenn klar ist, dass die Kette entsorgt werden soll, kann man sie natürlich auch mit einem Bolzenschneider öffnen. Die alte Kette vor dem Wegwerfen aber erst als Blaupause für die Länge der neuen nutzen. Neue Ketten sind nämlich fast immer etwas zu lang. Die überschüssigen Glieder müssen - ebenfalls durch Herausdrücken des Nietstifts - entfernt werden, spätestens jetzt braucht man das entsprechende Werkzeug.
Zusammenfassung
Eine zu breite Fahrradkette kann verschiedene Ursachen haben und zu Problemen beim Schalten und erhöhtem Verschleiß führen. Durch die Wahl der richtigen Kette, regelmäßige Prüfung und Pflege kann man diese Probleme vermeiden und die Lebensdauer des Antriebsstrangs verlängern.
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