Kenda wurde 1962 in Taiwan gegründet und gehört heute zu den größten Reifenherstellern der Welt. Das Jahr 2025 steht bei Kenda ganz im Zeichen des Umbruchs: Unter dem Namen „K-Series“ werden künftig die neuen Premium-Reifen der Taiwaner bezeichnet. Neue Karkassen, überarbeitete Bezeichnungen und komplett neue Modelle sollen für frischen Wind sorgen.
Die neue K-Series von Kenda
Mit den ab Herbst einsetzenden K-Series-Reifen werden die Karkassen ohne die Verwendung von Kürzeln analog ihres Einsatzgebiets gekennzeichnet. Mit den selbsterklärenden Karkassenbezeichnungen „XC”, „TRAIL”, „ALL MOUNTAIN”, „ENDURO” und „DOWNHILL” sollten künftig definitiv keine Verständnisprobleme mehr auftauchen. Mit nun insgesamt fünf Karkassen fällt damit die Auswahl entsprechend eures individuellen Fahrprofils leichter. Drei dieser fünf Karkassen werden mit Einführung der K-Series-Reifen nur neu benannt, bleiben technisch jedoch unverändert.
Zusätzlich gibt es zwei neue Karkassen: Die ENDURO-Karkasse ersetzt künftig die bisherige AEC-Karkasse und die TRAIL-Karkasse wird dem Portfolio gänzlich neu hinzugefügt.
Die Karkassen im Detail
- XC-Karkasse: Mit Einführung der K-Series-Reifen wird die XC-Karkasse künftig das neue Leichtgewicht der Kenda-Karkassen darstellen. Das XC-Casing wird es bestehend aus 120- oder 60-TPI-Karkassenmaterial geben und wird dem Einsatzzweck entsprechend stets mit einer schnell rollenden Gummimischung kombiniert.
- TRAIL-Karkasse: Das für die K-Series-Reifen neu entwickelte TRAIL-Casing wird sich zwischen XC- und ALL MOUNTAIN-Karkasse eingliedern. Wie das leichtere XC-Modell wird es die einlagige Kenda TRAIL-Karkasse mit 60 oder 120 TPI geben. Die 60-TPI-Variante soll dieselbe Performance und Pannenschutz bei etwas höherem Gewicht liefern, aber günstiger sein.
- ALL MOUNTAIN-Karkasse: Aus ehemals ATC wird mit der K-Series „ALL MOUNTAIN”. Diese Karkasse entspricht in ihrem Aufbau der bisherigen ATC-Karkasse und hat einen 120 TPI-Aufbau. Für mehr Pannenschutz hat die ALL MOUNTAIN- Karkasse neben der Seitenwandschutz im Gegensatz zur TRAIL-Karkasse auch eine Schutzeinlage an der Lauffläche. Der Pannenschutz der Lauffläche sollte daher bei der ALL MOUNTAIN-Karkasse etwas höher ausfallen.
- ENDURO-Karkasse: Das neue ENDURO-Casing der K-Series kommt weiterhin mit einem 60-TPI-Aufbau und soll leichter und pannensicherer als die AEC sein. Auch die Dual Layer-Gummimischung ist mit dem neuen Casing verändert worden. Gegenüber der leichteren ALL MOUNTAIN-Karkasse bietet die ENDURO-Karkasse in unserem Labortest ein deutliches Plus an Schutz bei Durchschlägen und Durchstichen an der Seitenwand, wo die ENDURO-Karkasse gute Werte erzielt.
- DOWNHILL-Karkasse: Das Advanced Gravity Casing (AGC) war bisher die robusteste Karkasse bei Kenda. Wie auch beim neuen ENDURO-Casing handelt es sich bei der DOWNHILL-Karkasse um eine 60-TPI-Konstruktion. Sie entspricht der bisherigen AGC-Karkasse.
Gummimischungen von Kenda
Kenda hat Einfach-, Zweifach- sowie bald auch Dreifachgummimischungen im Angebot. Für die Mountainbike-Reifen setzt Kenda hauptsächlich auf Zweifach- und mit der bald erhältlichen ALL MOUNTAIN-Karkasse beim „Double Black”-Reifen erstmals auf eine Dreifachgummimischung. Die Gummimischung ist bei Kenda immer an die entsprechende Karkasse geknüpft und nicht unabhängig davon wählbar.
- Einfachgummimischungen: Bei Kenda gibt es Einfachgummimischungen, bei denen das gesamte Profil aus einer homogenen Mischung besteht.
- Dual Tread Compound: Der Dual Tread Compound nutzt in der Mitte der Lauffläche eine festere Mischung, um den Rollwiderstand zu verbessern, während im Übergangsbereich und an der Schulter des Reifens eine weichere Mischung für bessere Kurvenkontrolle und Grip zum Einsatz kommt. Diese Mischung wurde bisher für Reifen mit ATC-Karkasse eingesetzt.
- Dual Layer Compound: Der Dual Layer Compound verwendet eine steife Mischung als Basis, überzogen von einer weicheren Mischung, die sich über die gesamte Lauffläche erstreckt und für den nötigen Grip sorgt. Diese Konstruktionsweise soll die Stollen beim Bremsen und in Kurvenfahrten widerstandsfähiger machen. Diese Dual-Layer-Mischung wird ausschließlich in Reifen mit AGC- und AEC-Karkasse verwendet.
- Triple Compound: Der Triple Compound ist neu bei Kenda, und es wird ihn unseren Informationen nach aktuell nur beim neuen Double Black Pro-Modell geben. Damit wird praktisch der Aufbau vom Dual Tread Compound und Dual Layer Compound miteinander kombiniert.
Neues Design und neue Reifenmodelle
Mit Einführung der neuen Karkassen ändert sich künftig auch die Bezeichnung der Reifen. Das Hotpatch - also die thermisch aufgebrachte Beschriftung von Marke und Modell auf der Seitenflanke - wurde neu gestaltet. Reifen der K-Series sind am roten „K” erkennbar, das vor der angepassten Modellbezeichnung (der Zusatz „Pro“ entfällt für Reifen der K-Series) sowie der Karkassenbezeichnung steht.
Der Kenda Double Black Reifen
Mit dem Namen Double Black spielt Kenda auf die höchste Schwierigkeitsstufe von Trails an, die mit dem ab Herbst neu erhältlichen Pneu machbar sein sollen. Als Allrounder unter den Gravity-Reifen soll er die Lücke zwischen Hellkat und Pinner schließen und damit sowohl harte als auch lose Untergrundbedingungen meistern. Kenda verspricht außerdem schnelle Rolleigenschaften, die unser Labortest - zumindest mit der ALL MOUNTAIN-Karkasse mit Triple Compound - bestätigen konnte.
Den Double Black wird es ab Herbst 2025 in einer Vielzahl an Optionen geben: Vier unterschiedliche Karkassenausführungen sind angedacht, sowie zwei Breiten (2,4” und 2,6”) und zwei Laufradgrößen (27,5“ und 29”). Die TRAIL-, ENDURO- und DOWNHILL-Modelle nutzen einen Dual Layer Compound, während die Variante mit ALL MOUNTAIN-Karkasse vom Triple Compound profitieren soll.
Der Kenda Pinner Reifen
In Zusammenarbeit mit Aaron Gwin wurde der Pinner speziell für den Einsatz auf Hardpack-Strecken entwickelt, wo dieser gut berechenbar sein soll. Der Pinner in unserem Test kommt mit der neuen ENDURO-Karkasse daher! Mit vergleichbarer Karkasse rollt der Pinner noch ein bisschen besser als der Double Black. Hinsichtlich Grip und Traktion bevorzugen wir jedoch die Fahreigenschaften des Double Black. Mit seinen besseren Rolleigenschaften können wir den Pinner dennoch als Hinterradreifen in Kombination mit dem Double Black an der Front empfehlen.
Allgemeine Informationen zu Fahrradreifen
Geht es um die Fahrradbereifung, gibt es viele Fragen. Unterschiedliche Größenangaben, unverständliche Bezeichnungen auf dem Fahrradmantel, diverse Profile, verschiedene Breiten beim Reifen, „unplattbare Reifen“, Spikes und vieles mehr sorgen häufig für Verunsicherung.
Was bedeuten die Zahlen auf dem Fahrradmantel?
Um einen Fahrradmantel nachzukaufen, muss die Größenangabe beachtet werden. In Europa werden drei verschiedenen Bezeichnungssysteme verwendet, so dass genau geschaut werden muss, nach welchem System der Reifen bezeichnet wird.
Größenangabe ETRTO
Die DIN-Norm ETRTO Reifenbezeichnung bezieht sich auf Reifenbreite sowie Reifeninnendurchmesser (Felgennenndurchmesser) und kann z.B. wie folgt aussehen: 37 - 622. Das Nennmaß bezieht sich mit dem ersten Wert auf die Mantelbreite in aufgepumptem Zustand. Das zweite Nennmaß beziffert den inneren Fahrradreifendurchmesser. Beide Werte werden in der Maßeinheit Millimeter (mm) angegeben.
Größenangabe Zoll
Bei der Mantelgröße angegeben in Zoll bezieht sich die erste Ziffer auf dem Fahrradmantel auf den Durchmesser des Fahrradreifens. Der zweite Wert beziffert die Fahrradreifenbreite. Dabei wird zwischen zwei Varianten unterschieden:
- Zoll Variante 1: 28 x 1,40 - Außendurchmesser ca. 28 Zoll, Breite ca. 1,4 Zoll
- Zoll Variante 2: 28 x 28 × 15/8 × 13/8 - Außendurchmesser 28 Zoll, 15/8 Zoll Reifenhöhe, 13/8 Reifenbreite.
Französische Angabe für Fahrradreifen
Die in Millimeter gehaltene Französische Angabe, kurz FRA, beziffert Außendurchmesser, Breite sowie Höhe des Reifens und sieht beispielsweise so aus: 700 x 35C. 700 entspricht dem Reifenaußendurchmesser; 35 ist die Reifenbreite.
Achtung: Beim Kauf eines neuen Fahrradmantels wähle immer einen Mantel mit der Größenangabe, die du bereits auf deinem Fahrrad fährst. Die verschiedenen Maßsysteme sind nicht miteinander kompatibel.
Auf die Verarbeitung des Mantels kommt es an
Neben der Reifengröße unterscheiden sich Fahrradreifen auch bei Material, Qualität und Profil. Außerdem beeinflussen Reifenbreite sowie Profil oder gar Spikes deutlich das Fahrgefühl.
- Drahtreifen: Die Standardbereifung. Die meisten Radfahrer fahren auf Drahtreifen, bei denen zur besseren Haltbarkeit Metalldrähte in der Lauffläche verarbeitet sind. Bei Drahtbereifung wird in Faltreifen (gut biegbare Fäden) und Ballonreifen unterschieden.
- Schlauchreifen: Reifen für Profis. Im Profisport werden überwiegend Schlauchreifen eingesetzt, bei denen der Mantel um den Schlauch genäht ist.
- “Unplattbare Reifen”: Nie mehr Reifenpanne. Bei diesen Fahrradreifen ist ein Pannenschutz in den Mantel eingearbeitet.
Warum gibt es beim Fahrradreifen unterschiedliche Reifenprofile?
Abhängig davon, auf welchen Strecken du fährst und in welcher Geschwindigkeit du mit dem Fahrrad unterwegs bist, wirkt sich das Reifenprofil auf die Fahrperformance aus. Sehr schmale Reifenprofile bieten wenig Rollwiderstand und machen schnelles Fahren einfacher. Breite Straßenreifen mit ausgeprägtem Profil greifen besonders gut und Spikes am Reifen machen das Radfahren im Winter selbst bei Glätte sicher.
Der Normale Aufbau eines Fahrradrades
In den meisten Alltagsrädern besteht der Fahrradreifen aus einem Fahrradmantel und einen Schlauch. Beide zusammen bilden den Fahrradreifen. Der Schlauch liegt dabei auf dem Felgenband auf und wird mit einer Fahrradpumpe über ein Ventil gefüllt. Umschlossen wir alles mit einem Mantel, dies ist der Teil, der im Volksmund als Fahrradreifen bezeichnet wird.
Wann man einen neuen Fahrradreifen benötigt
Ist das Profil des Fahrradreifens abgefahren, muss dieser erneuert werden. Je nach Fahrleistung kann dies innerhalb eines Jahres aber auch erst nach 5 oder mehr Jahren der Fall sein. Ebenfalls sollte der Fahrradreifen ausgetauscht werden, wenn der Mantel spröde ist.
Empfehlungen für 20-Zoll-MTB-Reifen
Ein 20-Zoll-MTB-Reifen ist ein guter Kompromiss. Einige der besten 20-Zoll-MTB-Reifen auf dem Markt sind der Continental Mountain King II, der Schwalbe Rocket Ron und der Maxxis Minion DHF.
Bestseller im Bereich 20 Zoll MTB Reifen
Hier eine Liste der Bestseller unter der Kategorie „20 Zoll MTB Reifen“:
- Schwalbe Reifen Rocket Ron
Bestseller im Bereich 20 Zoll Fahrradreifen
Hier eine Liste der Bestseller unter der Kategorie „20 Zoll Fahrradreifen“:
- Ecovelò MTB Reifen 20 x 1,95
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