Fahrradreifen Vergleichstest: Gelände vs. Straße - Welcher Reifen ist der Richtige?

Fahrradreifen sind eines der wichtigsten Teile, um Sicherheit und Leistung auf jedem Gelände zu gewährleisten. Sie bieten den notwendigen Komfort und Grip, um mit vollem Vertrauen zu fahren, da sie der einzige Kontaktpunkt des Fahrrads mit dem Boden sind.

Daher ist es entscheidend, unter den besten Fahrradreifen die passende Option auszuwählen, die deinen Bedürfnissen und den üblichen Einsatzbedingungen entspricht. Um eine gute Entscheidung zu treffen, berücksichtige Faktoren wie den Raddurchmesser, der von dem in der Gabel deines Fahrrads verfügbaren Platz abhängt, sowie die Beschaffenheit des Geländes, auf dem du fährst.

In einer Stadt, in der es häufig regnet oder der Asphalt das ganze Jahr über nass ist, eignen sich Reifen mit Stollen oder ausgeprägtem Profil. In trockenen Klimazonen hingegen bieten Slick-Reifen den notwendigen Grip, ohne zusätzlichen Widerstand hinzuzufügen.

Trekkingreifen im Test: Was machen die Testsieger besser?

In dieser von unserer unabhängigen Redaktion erstellen Liste finden Sie die derzeit besten Trekkingreifen. Durchschnittlich werden die Produkte mit Note 1,9 bewertet. Wir arbeiten unabhängig und neutral.

Pannenschutz und Leichtlauf schlossen sich bislang gegenseitig aus. Reifenriesen wie Schwalbe oder Continental bringen diese Regel heute ins Wanken. Inzwischen drängen Modelle auf den Markt, die beide Disziplinen gut beherrschen.

Ganz oben sieht das Magazin Radtouren den Energizer Plus von Schwalbe - eigentlich ein für Pedelecs entwickelter Reifen, der nach Meinung der Tester aber auch an jedem normalen Rad seine Trümpfe ausspielen könne. Conti setzt den Marathon GT und Contact Plus dagegen.

Das Prinzip dieser Neuzüchtungen ist simpel: Statt schweres Pannenschutzgewebe im Reifenunterbau nachzulegen, wird einfach die Menge an Gummi an der Lauffläche erhöht. Das spart Gewicht und verleiht dem Reifen an der Bordsteinkante oder auf dem Scherbenparcours trotzdem noch ein gutes Maß an Sicherheit.

Profil: Stadt, Land oder beides?

Profil und Bodenhaftung zahlen die andere Hälfte auf das Qualitätskonto ein. Stollenreiche Modelle bringen auf Schotter und weichem Grund Vorteile, schmieren aber auf der Straße ab.

Reifen mit glatterem Profil wie der Marathon GT von Schwalbe liegen hier besser im Rennen, driften auf unbefestigtem Terrain wiederum ins Aus. Am besten meistern das Allrounder-Modelle wie der Kenda Khan. Die durchgehende Lauffläche in der Mitte gibt ihm auf der Straße Halt und lässt ihn geschmeidig abrollen, während das gröbere Profil in den Randzonen der Traktion auf unbefestigten Wegen dient.

Außen liegende Stollen verhindern das Wegrutschen in der Kurve. Gut schlägt sich auch der Contact Plus von Continental.

Trekkingreifen für E-Bikes: Marketing oder realer Nutzen?

E-Bikes sind schwer und belasten den Reifen stärker. In der Folge erhöht sich das Defektpotenzial. Die Pannensicherheit spielt bei den Motorisierten also erste Geige. Gleichzeitig sind Reifen mit geringem Rollwiderstand gefragt, um den Akku zu schonen.

Pneus wie der Michelin Energy rollen besonders leicht und können nach Meinung des Magazins Radtouren im Vergleich zu den trägsten Modellen bis zu 10% Akku-Energie einsparen. Beim Pannenschutz ist er aber Schlusslicht.

Winterreifen

Um bei Schnee, Eis und kalten Temperaturen sicher unterwegs zu sein, gibt es auch fürs Rad Winterreifen. Diese haben spezielle Gummimischungen, Profile oder gar Spikes.

Velojournal hat aktuelle Modelle für Sie getestet. Geprüft wurden das Fahr-/Bremsverhalten auf Eis, Schnee und Asphalt.

Die Qual der Wahl: Reifenarten im Vergleich

Fahrradreifen haben kein leichtes Leben: Steine, Dornen und Glasscherben trachten täglich nach ihrer Luft. Schotter sowie Flur- oder Waldwegen gute Leistung bringen. Die schwarzen Rundlinge müssen also viel leisten, wodurch das Lastenheft dementsprechend lang ausfällt.

In diesem Test finden Sie ausgesprochene Allroundreifen, die am City-, Trekking-, Fitnessrad, Randonneur und Gravelbike eine mehr oder weniger gute Figur machen. Vertreten sind herkömmliche Trekking-, aber auch Gravelreifen.

Daher ist es auch interessant, wie die Reifen untereinander, aber eben auch im direkten Vergleich mit dem jeweils anderen Genre abschneiden!

Kompromissbereitschaft ist gefragt

Bei den Marken finden sich Modelle von Continental und Schwalbe, die im deutschsprachigen Markt den Ton angeben. Damit ein Reifen bestmöglich mit allen Ansprüchen und Bedingungen zurecht kommt, ist immer ein Kompromiss nötig.

Um Ihnen daher den bestmöglichen Überblick zu verschaffen, haben wir einen Praxis- und Prüfstandtest durchgeführt. Dabei erfolgt der Praxistest auf zahlreichen Testfahrten im Alltag, beim Pendeln und Wochenendtouren.

Zusätzliche Tipps für den Reifenkauf

Oft sind Tuningteile teuer, sparen nur wenige Gramm, besitzen ein Gewichtslimit oder eine verringerte Lebensdauer. Beim Tausch der Reifen sollten auch gleich die Schläuche mitgewechselt werden, denn sie unterliegen ebenfalls einem Verschleiß.

Wer dann etwa auf leichte Modelle setzt, spart teils ordentlich Gewicht und senkt leicht den Rollwiderstand bei einem nur geringen Preisaufschlag. Zudem sollte man einen Blick auf die verschiedenen Materialien Butyl, Latex und TPU werfen. Weiterhin spielt auch das Felgenband eine wichtige Rolle, denn es verdeckt die Speichennippel-Löcher und dichtet somit die Felge ab.

Tubeless-Systeme

Im City- und Trekkingbereich findet man das Tubeless-System noch immer sehr selten. Dabei wird ein Reifen mit einem speziellen Aufbau bei Reifenwulst und Karkasse ohne Schlauch, aber mit Dichtmilch montiert.

Letztere generiert keinen Rollwiderstand, verteilt sich im Reifeninneren und kann bei einem Defekt wie einem Durchstich oder einem kleinen Schnitt die Schadensstelle aktiv reparieren. Allerdings muss die Dichtmilch alle 4 bis 6 Monate nachgefüllt werden. Der Aufwand dafür ist überschaubar und entgegen der verbreiteten Meinung kein Hexenwerk.

Im Test sind nur die Gravelreifen für Tubeless freigegeben, können aber bei Bedarf jederzeit auch mit Schlauch gefahren werden.

Der richtige Luftdruck

In der Praxis stammen die häufigsten Pannen nicht von Kanten, Steinen oder Dornen, sondern sind auf einen zu niedrigen Luftdruck zurückzuführen. Dadurch walken Schlauch und Reifen viel stärker, was sie über Gebühr verschleißt und rissig werden lässt.

Kippt der Reifen in der Kurve etwa über die Felge, kann die Kontrolle über das Vorderrad schlagartig verloren gehen, was zu gefährlichen Fahrsituationen führen kann. Daher sollte der Luftdruck regelmäßig überprüft werden, im besten Fall alle zwei Wochen. Mit einer soliden Standpumpe geht das zuhause schnell und einfach.

Da die Hersteller beim Luftdruck eher auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir, sich eher am Minimalwert zu orientieren. Wer schwerer ist oder viel Gepäck mitschleppt, sollte den Druck aber noch leicht erhöhen.

Montage und Abmessungen

Beim Montageverhalten montieren wir alle Reifen auf verschiedene Laufräder und achten im Detail auf den Kraftaufwand, die Notwendigkeit eines Reifenhebers und wie schnell sich die Reifen richtig im Felgenbett setzen. Das Handling der meist starren Trekkingmodelle ist hingegen umständlicher und benötigt oft die Hilfe von Reifenhebern.

Nach der Montage vermessen wir die Reifen und vergleichen die Werte mit der Herstellerangabe. Dabei fällt auf, dass die meisten Reifen nur wenig abweichen.

Pannenschutz im Detail

Beim Pannenschutz setzen die Hersteller auf zwei verschiedene Systeme: Hochdichte, engmaschige Gewebe sind besonders leicht und flexibel, sind aber teuer und schützen nicht so effizient vor Durchschlägen. Sie werden meist bei Gravelreifen und eher teuren Trekkingreifen eingesetzt.

Dicke Gummieinlagen unter der Lauffläche agieren als Abstandhalter, erhöhen aber das Gewicht und teils den Rollwiderstand recht deutlich.

Pannenschutz-Tests

Beim Schutz gegen Durchstiche werden drei Tests durchgeführt. Dabei wird im ersten Test die Sicherheit gegen Dornen, Nägel oder Draht überprüft und ein spitz zulaufender Metalldorn durch die Lauffläche gedrückt.

Hier überzeugen vor allem Condura, CST, Michelin und die beiden Schwalbe Marathons. Beim zweiten Test simuliert ein flacher Prüfdorn die Abwehr gegenüber scharfkantigen Glasscherben oder Steinen.

Michelin CityStreet, Scalato Mondano und vor allem Schwalbe Marathon E-Plus sowie G-One setzen sich teils deutlich ab. Der dritte Test überprüft die Widerstandsfähigkeit der Flanken, um gegen Kanten, große Steine oder Äste am Boden gewappnet zu sein.

Maxxis, Michelin City Street und Schwalbes Marathon E-Plus sowie G-One bieten hier sehr hohen Schutz.

Durchschlagfestigkeit

Beim Durchschlag, auch Snake Bite genannt, simuliert eine stumpfe Guillotine Kanten, wie sie in der Praxis durch Bordsteine, Gullydeckel oder Wurzeln vorkommen. Dann fällt ein 14 Kilogramm schweres Gewicht in stetig ansteigender Höhe auf das Reifen-Laufradsystem, bis dem Reifen die Luft ausgeht.

Die Bestwerte setzen Maxxis, Michelin und Schwalbe Marathon E-Plus. Am Ende kristallisieren sich in Summe aller Pannenschutztests folgende Champions heraus: Bei den Trekkingreifen bestechen Michelins CityStreet und vor allem Schwalbes Marathon E-Plus.

Bei den Gravelreifen überzeugen vor allem Teravail und Schwalbe.

Praxistest: Fahrverhalten im Fokus

Am Ende zeigt die echten Fahrqualitäten nur der Praxistest. Dazu wurden die Testmodelle auf Fahreindruck, Laufgeräusche, Komfort, Dämpfungsverhalten und Traktion überprüft. Für die Fahrdynamik besonders wichtig ist ein geringes Gewicht.

Schließlich muss der Reifen nach jedem Ampelstopp oder einer Kurve wieder in Fahrt gebracht werden. Durch die Bank fallen die Gewichte bei den Gravelreifen deutlich geringer aus.

Rene Herse, Schwalbe G-One, Specialized und vor allem Bontrager tun sich hier besonders hervor, was in der Praxis auch deutlich spürbar ist. Bei den Trekkingreifen können Condura, Cult, Michelin CityStreet und Schwalbes Green Marathon einen Vorteil einfahren.

Rollwiderstand

Während das Gewicht eher nur beim Beschleunigen wichtig ist, spielt der Rollwiderstand immer eine große Rolle. Beim Abrollen des Reifens entsteht nämlich zwischen den verschiedenen Reifenkomponenten sowie zwischen Reifen und Schlauch ein Walkeffekt, der Energie vernichtet.

Ein geringer Rollwiderstand sorgt also für ein zügiges Vorankommen und eine gute Agilität, der Fahrer spart zudem Energie. So rollen die Gravelbikes den Trekkingreifen durch die Bank davon, wobei Schwalbes G-One und Specialized besonders effizient arbeiten.

Bei den Trekkingreifen überraschen indessen Continental und Schwalbe, wobei vor allem Schwalbes Green Marathon sogar mit den guten Gravelreifen mithält!

Fahrkomfort und Traktion

Beim Fahrkomfort arbeiten zwei Punkte Hand in Hand: Der Komfort selbst wird durch eine geschmeidige Reifenkonstruktion erzielt. Hier spielen die Gravelreifen in Summe ihre Stärke aus, wobei uns die Modelle von Rene Herse, Schwalbe und Specialized besonders gut gefallen haben.

Bei der Traktion ist ein Ergebnis nicht zwingend nur am Profil auszumachen, denn sie ergibt sich aus der Griffigkeit der Gummimischung, dem Profil und der Geschmeidigkeit der Karkasse.

Allrounder-Qualitäten

Unsere Bewertung schließt für jeden Reifen den vom Hersteller vorgegebenen Einsatzbereich mit ein. Einen guten Allrounder zu entwickeln, ist für viele Hersteller eine große Herausforderung.

Das zeigt unser Test auf dem Prüfstand und in der Praxis. Gerade die Punkte Gewicht und Leichtlauf stehen bei vielen im direkten Konflikt mit der Pannensicherheit.

Bei den Gravelreifen haben wir am Ende drei Favoriten: Wer einen maximal traktionsstarken Reifen mit tollem Komfort sucht, aber bei der Pannensicherheit Einbußen in Kauf nimmt, greift zum Rene Herse.

Im Trekkingsegment bieten Continental und Schwalbes Green Marathon eine durch die Bank solide Leistung ohne echte Schwäche, heimsen dadurch eine Empfehlung ein.

Zubehör für Fahrradreifen

In der Regel bekommen Reifen - sind sie erstmal montiert - nur noch wenig Aufmerksamkeit.

  • Felgenband: Hochwertige Felgenbänder reduzieren schon ab Werk das Pannenrisiko. Wichtig ist dabei die ideale Breite, die grob „Felgenmaulweite plus 3 bis 5 Millimeter“ betragen sollte. Geklebte Versionen verrutschen zudem nicht.
  • Flickzeug: Für Butylschläuche hat sich Flickzeug von TipTop stehts bewährt. Schneller geht’s allerdings mit Schnellklebeflicken, etwa von Syncros.
  • Lochschnüffler: Haucht der Reifen die Luft nur langsam aus, ist das Loch teils schwer zu finden.
  • Luftdruckprüfer: Beste Performance gibt’s nur mit dem richtigen Luftdruck. Ein kompakter Luftdruckprüfer hilft bei der regelmäßigen Kontrolle.
  • Montagefluid: Wenn störrisch aufzuziehende Reifen nicht in ihre Endposition springen wollen, hilft Schwalbe EasyFit.
  • Reifenheber: Intelligente Reifenheber wie der Maxalami NoodLever können mehr: Er hebelt nicht nur, sondern hat auch eine clevere De- und Montagefunktion.
  • Schlauch: Ist der Schaden an Tubelessreifen oder Schlauch zu groß, hilft oft nur ein Ersatzschlauch. Butylschläuche gibt es auch in leicht, etwa von Continental.
  • Silicon-Politur: Gepflegte Reifenflanken sehen besser aus und lassen Dreck nur schwer anhaften. Nur auf der Lauffläche hat das Mittel nichts zu suchen!
  • Standpumpe für die Werkstatt: Die große Standpumpe ist ideal für Werkstatt, Garage und Auto und macht das Aufpumpen zum Kinderspiel. Dank großer Manometer lässt sich auch der Luftdruck perfekt ablesen.
  • Talkum-Puder: Wer mit Schlauch fährt, sollte die Reifen-Innenwand wie auch den Schlauch mit Talkum benetzen. Dadurch agieren beide geschmeidiger und können nicht aneinander verkleben.
  • Tubeless-Dichtmilch: Sie steht bei Tubeless-Systemen für den bekannten Selbstheilungseffekt während der Fahrt. Zuständig dafür sind kleine Dichtpartikel, die die Schadstelle von innen verstopfen und damit reparieren.
  • Tubeless-Werkzeug: Für Tubeless-Systeme benötigt man spezielles Reparaturwerkzeug. Dazu zählt eine kleine Gabel und sogenannte Dichtwürste.

Prüfmethoden

Wir haben alle Werte zur Pannensicherheit wie Durchstich-, Durchschlagsfestigkeit, Rollwiderstand sowie der Montagefreundlichkeit im Labor überprüft. Daher sind alle Werte direkt miteinander vergleichbar und unterliegen keiner Schwankung durch verschiedene Fahrer, Strecken, Temperaturen oder ähnlichem!

Großer Dank geht an dieser Stelle an die Ralf Bohle GmbH aus Reichshof, die uns für den Test das Prüflabor samt mehrerer Angestellter zur Verfügung gestellt hat.

Fahrradreifen Größenangaben

Geht es um die Fahrradbereifung, gibt es viele Fragen. Unterschiedliche Größenangaben, unverständliche Bezeichnungen auf dem Fahrradmantel, diverse Profile, verschiedene Breiten beim Reifen, „unplattbare Reifen“, Spikes und vieles mehr sorgen häufig für Verunsicherung.

Um einen Fahrradmantel nachzukaufen, muss die Größenangabe beachtet werden. Die DIN-Norm ETRTO Reifenbezeichnung bezieht sich auf Reifenbreite sowie Reifeninnendurchmesser (Felgennenndurchmesser) und kann z.B. wie folgt aussehen: 37 - 622. Das Nennmaß bezieht sich mit dem ersten Wert auf die Mantelbreite in aufgepumptem Zustand. Das zweite Nennmaß beziffert den inneren Fahrradreifendurchmesser. Beide Werte werden in der Maßeinheit Millimeter (mm) angegeben.

Bei der Mantelgröße angegeben in Zoll bezieht sich die erste Ziffer auf dem Fahrradmantel auf den Durchmesser des Fahrradreifens. Der zweite Wert beziffert die Fahrradreifenbreite. Hier ein Beispiel: Zoll Variante 1: 28 x 1,40 - Außendurchmesser ca. 28 Zoll, Breite ca.

Bei der 2. Zoll-Variante kommt neben Außendurchmesser des Reifens und der Breite des Mantels noch eine dritte Messgröße hinzu, nämlich die Höhe des Reifens. Die Reifenhöhe wird mit dem zweiten Maß bezeichnet.

Die in Millimeter gehaltene Französische Angabe, kurz FRA, beziffert Außendurchmesser, Breite sowie Höhe des Reifens und sieht beispielsweise so aus: 700 x 35C. 700 entspricht dem Reifenaußendurchmesser; 35 ist die Reifenbreite.

Achtung: Beim Kauf eines neuen Fahrradmantels wähle immer einen Mantel mit der Größenangabe, die du bereits auf deinem Fahrrad fährst. Die verschiedenen Maßsysteme sind nicht miteinander kompatibel. Wenn du z.B.

Material, Qualität und Profil

Neben der Reifengröße unterscheiden sich Fahrradreifen auch bei Material, Qualität und Profil. Die meisten Radfahrer fahren auf Drahtreifen, bei denen zur besseren Haltbarkeit Metalldrähte in der Lauffläche verarbeitet sind.

Bei Drahtbereifung wird in Faltreifen (gut biegbare Fäden) und Ballonreifen unterschieden. Im Profisport werden überwiegend Schlauchreifen eingesetzt, bei denen der Mantel um den Schlauch genäht ist. Allerdings ist die Reifenreparatur sehr aufwändig und die Reifen sind teuer in der Anschaffung.

Bei diesen Fahrradreifen ist ein Pannenschutz in den Mantel eingearbeitet. Je nach Modell können Glasscherben oder Reißzwecken bis zu 3 mm oder 5 mm in den Mantel eindringen, ohne dass der Fahrradreifen platt wird.

Der Mantel besteht aus einer Gummimischung, die je nach Hersteller und Anspruch an den Fahrradmantel variiert. Der Materialmix soll je nach Bedarf besonders haltbar sein, wenig Abrieb haben, mit geringem Rollwiderstand laufen oder auf anspruchsvollen Strecken eine hohe Bodenhaftung gewährleisten.

Abhängig davon, auf welchen Strecken du fährst und in welcher Geschwindigkeit du mit dem Fahrrad unterwegs bist, wirkt sich das Reifenprofil auf die Fahrperformance aus. Sehr schmale Reifenprofile bieten wenig Rollwiderstand und machen schnelles Fahren einfacher.

Sehr feines Rennrad-Profil hat guten Grip, auch, wenn Sand auf der Straße liegt. Es sollte keine Überraschung sein, dass ein MTB mit dicken Reifen wesentlich besser durch das Gelände kommt, als ein Straßenreifen am Trekkingrad. Bei E-Bikes muss man bereits genauer hinschauen, fährt man ein S-Pedelec, sollte der Reifen eine Zulassung für bis zu 50 km/h oder schneller aufweisen.

Wer sein Reifen einmal flicken muss, sollte den Mantel immer erst nach Fremdkörpern absuchen. Da es beim Fahrradreifen abhängig von Material, Verarbeitung und Profil zahlreiche Eigenschaften gibt, solltest du beim Reifenkauf immer genau die Produktbeschreibung lesen, für welche Einsätze der Reifentyp vorgesehen ist.

Aufbau eines Fahrradreifens

In den meisten Alltagsrädern besteht der Fahrradreifen aus einem Fahrradmantel und einen Schlauch. Beide zusammen bilden den Fahrradreifen. Der Schlauch liegt dabei auf dem Felgenband auf und wird mit einer Fahrradpumpe über ein Ventil gefüllt.

Umschlossen wir alles mit einem Mantel, dies ist der Teil, der im Volksmund als Fahrradreifen bezeichnet wird. Der Schlauch presst sich von innen an den Fahrradmantel heran und baut einen Druck auf. Im Sportbereich kommt es vor, dass Tubeless-Reifen gefahren werden. Hier fehlt der Schlauch und die Luft wird über das Ventil direkt in den Mantel gepumpt.

Dies geht jedoch nur, wenn der Mantel und die Fahrradfelge luftdicht miteinander verbunden ist. Dazu nutzt man Dichtmilch, diese verschließt die kleine Löcher und Poren.

Damit der Fahrradmantel beschädigungsfrei von der Felge gezogen und wieder draufgebracht werden kann, werden sogenannte Reifenheber eingesetzt. Hiermit lässt sich ein Kunststoffwerkezug zwischen den Mantel und der Felge schieben um den Mantel von dieser herunterzuheben.

Wann muss ein neuer Reifen her?

Ist das Profil des Fahrradreifens abgefahren, muss dieser erneuert werden. Je nach Fahrleistung kann dies innerhalb eines Jahres aber auch erst nach 5 oder mehr Jahren der Fall sein. Ebenfalls sollte der Fahrradreifen ausgetauscht werden, wenn der Mantel spröde ist.

Wird der Reifen nicht korrekt aufgepumpt, können die Seiten, die Wände des Mantels brüchig werden. Der nächste Fall bei dem ein neuer Mantel her muss ist, wenn eine zu große Beschädigung im Mantel vorhanden ist.

Wenn man einfach mal einen anderen, neuen Fahrradmantel austesten möchte.

Top 10 Fahrradreifen im Überblick

Nachfolgend präsentieren wir die verschiedenen Reifen, die wir ausgewählt haben, damit du in der Stadt sicher und bequem fahren kannst - unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedingungen und Herausforderungen, die dir auf deinen Fahrten begegnen können.

Reifen Marke Modell Beschreibung
Chaoyang Mini Shark 28″ Drahtreifen 700c Schwarz Chaoyang Mini Shark Innovatives Design, überragende Haltbarkeit, Anti-Pannen-System SharkSkin.
Tannus New Slick 700×25 Hard Pannensicherer Reifen Tannus New Slick Revolutionärer, luftloser Reifen mit Ather 1.1-Technologie.
WTB ThickSlick Flat Guard Drahtreifen 700c Schwarz WTB Thickslick Flat Guard Maximaler Pannenschutz, doppelte Gummilage.
Continental Gatorskin Faltreifen Schwarz Continental Gatorskin Zuverlässigkeit, hervorragender Grip, DuraSkin-Technologie.
Continental Grand Prix 5000 Skin Faltreifen Schwarz/Creme Continental Grand Prix 5000 Fortschrittliche Technologie, Black Chili-Mischung, Active Comfort-System.
Kenda Kadence L3R Drahtreifen 700×28 Schwarz Kenda Kadence L3R Leistung, Zuverlässigkeit, L3R-Mischung.
Vittoria Corsa N.EXT Reifen TLR Graphene 2.0 - Schwarz Vittoria Corsa N.EXT TLR Graphene 2.0 Traktion, Haltbarkeit, Leichtgewicht, Graphen-Silizium-Mischung.
Hutchinson Nitro 2 Drahtreifen Schwarz/Beige Hutchinson Nitro 2 Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, geringer Rollwiderstand.
Continental Grand Prix Faltreifen Schwarz Continental Grand Prix Vielseitigkeit, Black Chili-Mischung, PolyX Breaker.
Challenge Strada Pro Schlauchreifen 700x25c Schwarz Challenge Strada Pro Höchste Leistung bei Training und Wettkämpfen, Superpoly Karkasse.

Spezielle Reifen für E-Bikes

Ein guter Fahrradreifen muss besonders strapazierfähig sein, er muss in den Kurven und beim Beschleunigen Grip bieten und er muss einen guten Pannenschutz aufweisen. Doch damit nicht genug: Am E-Bike sind die Anforderungen an die Reifen nämlich noch größer, schließlich treten aufgrund der stärkeren Beschleunigung und des höheren Fahrradgewichts deutlich größere Kräfte auf als beim klassischen Bike.

Nicht umsonst werden für E-Bikes bis 25 km/h Fahrradreifen mit der Kennzeichnung "E-Bike Ready 25" empfohlen. Für die schnelleren S-Pedelecs bis 45 km/h schreibt der Gesetzgeber sogar spezielle Reifen mit einer sogenannten ECE-R75-Zulassung vor.

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