Fahrradreifen für Übergewichtige: Ein umfassender Test und Ratgeber

Die Wahl des richtigen Fahrradreifens ist entscheidend für Fahrkomfort, Sicherheit und Performance. Besonders für übergewichtige Fahrer ist es wichtig, Reifen auszuwählen, die den höheren Belastungen standhalten und gleichzeitig ein angenehmes Fahrgefühl bieten. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über wichtige Aspekte und Empfehlungen.

Die Bedeutung des richtigen Reifens

Fahrradreifen sind immer auch eine sehr individuelle Sache: Sieht man mal von Labormessungen ab, ist die Performance eines Fahrradreifens immer auch eine Frage des persönlichen Fahrstils, des Luftdrucks, der Belastung, der Art des bevorzugten Untergrundes und der eigenen Fahrsensibilität.

Für übergewichtige Radfahrer ist es wichtig, das passende Fahrrad zu finden. Denn herkömmliche Massenmodelle sind nicht immer für ihre Bedürfnisse geeignet. Wenn man größer und schwerer ist, werden Hebel, Kraft und Gewicht verstärkt auf den Rahmen, die Gabel, das Tretlager und die Laufräder ausgeübt. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Langlebigkeit des Fahrrads, sondern kann auch zu Beschwerden wie Verspannungen oder Gelenkschmerzen führen, die durch eine ungeeignete Haltung entstehen können.

Die Lösung für dieses Problem sind speziell konzipierte XXL-Fahrräder, die auf die Bedürfnisse großer und schwerer Menschen zugeschnitten sind. Diese Fahrräder passen nicht nur besser zu den ergonomischen Verhältnissen kräftiger Radfahrer, sondern sind auch viel stabiler und robuster gebaut.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Ein wichtiger Indikator beim Kauf eines XXL-Fahrrades oder eines Fahrrades für große und schwere Menschen ist das angegebene zulässige Gesamtgewicht des Fahrrades. Darin enthalten ist bereits die Zuladung des Rades, zum Beispiel durch Packtaschen oder Trinkflaschen.

Große und schwere Radfahrerinnen und Radfahrer, die ein Mountainbike oder E-Bike suchen, sollten sich am besten vorher im Fachhandel informieren, welcher Radtyp für sie am besten geeignet ist. Denn viele Fahrradkomponenten wie Rahmen, Gabeln, Laufräder, Reifen/Schläuche, Bremssysteme und Pedale sowie Tretlager gibt es speziell für hohe Belastungen.

Im Detail werden beispielsweise Rahmen mit dickeren Wandstärken und größeren Durchmessern hergestellt. Wichtig zu wissen ist auch, dass vollgefederte Fahrräder in der Regel für deutlich geringere Zuladungen/Gewichte ausgelegt sind als Hardtails (Fahrräder mit ungefedertem Hinterbau).

Reifen und Schläuche

Bei Reifen und Schläuchen gibt es widerstandsfähige Breitreifen mit verstärkten Seitenwänden für erhöhten Pannenschutz. Für kräftigere Fahrer eignen sich auch so genannte Tubeless-Systeme. Das Laufrad kommt ohne Schlauchsystem aus und verringert so den Rollwiderstand gegenüber herkömmlichen Schlauch-Reifen-Systemen. Außerdem sind diese Reifen kaum noch pannenanfällig.

Laufräder

Die Laufräder von XXL-Fahrrädern sollten verstärkte Felgen und Speichen haben. Besonders hochwertig und langlebig sind handgefertigte, mehrfach gedrückte Laufräder mit hoher Speichenspannung.

Bremsen

Bei den Bremsen sind vor allem Scheibenbremsen im Vorteil. Sie überzeugen durch ihre hohe Bremskraft und bieten ein hohes Maß an Sicherheit bei widrigen Witterungsverhältnissen. Wer ein Mountainbike sucht, achtet am besten auf große Bremsscheiben mit mindestens 180 mm Durchmesser, am Vorderrad 200 mm. Außerdem sind 4-Kolbenbremsen eine gute Lösung.

Reifentypen und ihre Eigenschaften

Bevor wir in die Details starten, erstmal eine Begriffserklärung. Reifen sind heute voller Abkürzungen und Zahlen, deren Bedeutung selbst mir nicht immer klar ist. Jeder Hersteller kocht im wahrsten Sinn des Wortes seine eigene Reifensuppe, weshalb vor allem die Bezeichnungen der Gummimischungen immer markenabhängig sind.

ETRTO-Norm

Die Abkürzung ETRTO steht für European Tyre and Rim Technical Organisation und diese hat die aktuellen Reifen- und Felgengrößen definiert. “Früher” haben wir ja einfach gesagt: 29 Zoll, 28 Zoll, 27,5 Zoll oder 26 Zoll. Und dann entsprechend die jeweilige Breite des Reifens in Zoll oder mm. Die ETRTO kombiniert diese Informationen in einer Angabe. Diese ist in xx-yyyy aufgebaut und gibt Auskunft über die Breite des Reifens und den Raddurchmesser. Zum Beispiel: 55-622. Das bedeutet, dass es sich um einen 55mm breiten Reifen mit einem Innendurchmesser von 622mm handelt. 622 ist in diesem Fall der Durchmesser eines 28/29 Zoll Rades. 584mm ist zum Beispiel das ERTRO Maß für 27,5 Zoll. Auch für Felgen gibt es diese Angaben: Hier wird dann aber zuerst der Durchmesser und dann die Maulweite der Felge angegeben. Zum Beispiel 622-30. Die ETRTO Maße finden sich auf den Reifenflanken und dazu sehr oft auch noch die Angaben in Zoll. Also zum Beispiel 29×2,2 Zoll / 54-622.

Compound (Gummimischung)

Compound heißt und meint die jeweilige Reifenmischung. Diese ist sehr oft geheim und geschütztes Wissen der Hersteller. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Mischungen. Ich habe mal gehört: je besser/individueller die Mischung, je teuerer der Reifen. Also Massen-Compounds kosten weniger, als Compounds, die aufwändiger und anwendungsorientierter gemischt sind. Vittoria 4C besteht aus einem Beschichtungsverfahren, das die 4 verschiedenen Gummimischungen in einer Lauffläche vereint.

TPI (Threads per Inch)

Diese Abkürzung steht für Threads per Inch oder auf Deutsch Fäden pro Zoll. Das meint die Anzahl der in einer Reifenkarkasse verbauten Fäden. Aber Obacht: Hier gilt mal nicht “Viel hilft viel”, denn eine TPI von 60 heißt, dass 60 Fäden pro Inch verbaut sind, die meist robuster sind und eine Karkasse widerstandsfähiger machen, als beispielsweise 120 TPI. Da ist die Karkasse etwas formbarerer und weicher und geht mehr mit den Reifenbewegungen mit.

Tubeless Ready (TLR)

Diese Abkürzungen stehe im Kern für die Verwendung der Reifen Tubeless, also ohne Schlauch, dafür aber mit Dichtmilch. Ich bin überzeugter Tubeless Fahrer und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. TLR heißt Tubeless Ready. TL Tubeless. Und TNT ist eine Bezeichnung, die ich bei Vittoria gefunden habe. Mittlerweile dürften aber die meisten relevanten Reifen Tubeless Ready sein. Schaut aber sicherheitshalber dennoch immer mal nach.

Hookless Felgen

Das hat nicht direkt mit den Reifen zu tun, ist aber ein Hinweis wert: Es gibt Felgen (Alu) mit Hook, also einer Kante im Innenprofil, die dann den Reifen mit dessen Rand sichert. Beim Aufpumpen rutscht dann der Reifen laut und deutlich mit einem Plopp unter diese Kante und ist gegen das Abrutschen/Abheben während der Fahrt gesichert. Aber es gibt auch viele Hookless Felgen, vor allem seit Carbon Felgen immer mehr im Kommen sind. Diese haben nicht mehr diese Kante im Innenprofil und der Mantel sichert sich sozusagen selbst über Luftdruck und Anpressung im Inneren. Dafür gelten dann bestimmte Werte, wie zum Beispiel der niedrigste Druck, der erlaubt ist und der höchste, den die Felge verträgt. Achtet also in diesem Fall bei der Reifenwahl auf die Einsatzfähigkeit dieser auch bei Hookless Felgen.

Empfehlungen und Erfahrungen

Ich bin mittlerweile ziemlich viele Reifen gefahren und habe so auch viele Erfahrungen sammeln können. Und diese gebe ich euch nun mal weiter. Dabei beziehe ich mich ausschließlich auf die von mir bei meinen Bikepacking Touren und Rennen gefahrenen 29 Zoll Reifen.

Dennoch gibt es hier eine Empfehlung meinerseits - auch wenn diese nicht auf Langzeiterfahrung beruht, sondern auf Testzeiträume von 500km+ Fahrten: Aktuell kann ich sehr den Schwalbe G-One R und den Ritchey Speedmax empfehlen. Beide konnte ich fahren und war begeistert sowohl vom Grip im Gelände, als auch von der Pannensicherheit.

Schwalbe G-One Overland und Ultrabite

Ich konnte mittlerweile ausgiebig die Schwalbe G-One Overland und Ultrabite testen. Im Dezember 2022 habe ich mich entschieden, die Schwalbe G-One Overland mir näher anzuschauen. Im Gelände kommen sie natürlich profilbedingt an ihre Grenzen, aber auf der Straße, auf Schotter und Waldwegen und wenn es nicht zu matschig ist, sind sie richtig gut.

Für den Main Franken Graveller brauchte ich dann aber etwas Profil, weshalb ich mir die Schwalbe G-One Ultrabite vom Pressedienst Fahrrad habe schicken lassen. Mein Eindruck: sie rollen gar nicht so schlecht auf Asphalt, sind aber sobald es auf Schotter geht, richtig agil und machen ordentlich Dampf. Allerdings hatte ich bei trockenem Schotter bergab das Gefühl, dass sie nicht mehr richtig greifen bzw. Traktion bieten und hatte auch ab und zu am Berg hoch ein leichtes Durchdrehen. Ich bin sie fast 2.000km gefahren und hatte keinen Platten. Trotz des Abriebs lassen sich die Reifen noch gut und sicher bewegen und bieten Traktion. Ich würde sie sonst mal umziehen, also vorne nach hinten und umgekehrt.

Maxxis Ikon

Maxxis ist ein renommierter Hersteller von Reifen, die vor allem im Mountainbike Sport zum Einsatz kommen. Aber nicht nur da: So war der Maxxis Ikon das am meisten genutzte Reifenmodell beim Silk Road Mountain Race 2019. Ich habe mir die Ikon geholt, weil sie einfach zu montieren sind, gut mit viele Felgen-Modellen harmonieren und schnell sind. Und das kann ich soweit auch bestätigen.

Die Maxxis Ikon sind vor allem im Gelände recht schnell, laufen angenehm und haben auch bei Nässe guten Grip. Das Profil ist recht offen, was ein Zusetzen bei Matsch verringert und so den guten Grip gewährleistet. Leider sind sie recht pannenanfällig: Ich war mit diesen Reifen auf meiner Tour durch Kenia und Tansania unterwegs, allerdings mit Schlauch. Bereits nach 500km hatte ich einen ersten Platten, gefolgt von 10 weiteren auf den nächsten Kilometern.

Teravail Sparwood

Auf die Teravail Sparwood bin ich gekommen, da sie als Tour Divide Reifen angepriesen wurden und Bikepacking Influencer*innen diesen ebenfalls gut fanden. Was ich sagen kann ist: sie sind schnell auf befestigten Wegen und leichtem Gravel. Doch wenn es etwas anspruchsvoller wird, sind sie aus meiner Sicht nicht angemessen. Sie rutschen sowohl bei Trockenheit, als auch bei Nässe. Sehr oft drehte das Hinterrad ohne erkennbaren Grund durch. Die Teravail Sparwood sind also knapp 3.000km mit nur zwei Platten gelaufen. Es ist allerdings auch sehr viel Material vorhanden, das sie recht widerstandsfähig macht und sich im recht hohen Gewicht von 881g zeigt. Dafür lassen sie sich gut reparieren.

Vittoria Mezcal

Im Rahmen meines Trainings bin ich 2020 auch ein paar Orbits gefahren. Das Rad kam vom Atlas Mountain Race und hatte Vittoria Mezcal Reifen drauf. Für die Orbits wollte ich aber schauen, ob ich schnellere Reifen finde. Und tatsächlich macht der Reifen seinem Namen alle Ehre, denn er ist schon sehr schnell. Der Grip war im Trockenen ok, bei Nässe eher weniger und rutschig. Dafür hat das Gelände kaum Spuren im Profil hinterlassen und der Abrieb war recht gering.

Wolfpack Speed

Auf den Wolfpack Speed bin ich durch Jochen Böhringer aufmerksam geworden, der damit seit einiger Zeit fährt und unter anderem erfolgreich die Italy Divide absolviert hat. Auch das Feedback zum Reifen fand ich recht positiv und beschloss daher, diese mal auszuprobieren. Und tatsächlich bin ich von den Wolfpack Speed begeistert: einen solche schnellen Reifen bei gleichzeitig hervorragendem Grip hatte ich noch nie. Im Trockenen Spitze, bei Nässe noch richtig gut. Und sie sind leicht: mit 590g im Feld der bisherigen Reifen einfach die leichtesten. Das Profil ist recht offen und gleichzeitig durch die Noppenhöhe und Positionierung nicht nur im Gelände, sondern auch auf der Straße schnell. Aber sind sie auch was Haltbarkeit und Pannensicherheit angeht spitze? Leider nicht wirklich.

MTB-Reifen im Test: Allround- vs. Extrem-Kombis

Ein Mountainbike-Reifen ist ein einziger Kompromiss. Hoher Pannenschutz oder geringes Gewicht? Massig Grip und Traktion oder gute Haltbarkeit und leichter Rollwiderstand? All diese Eigenschaften lassen sich mit modernster Technik zwar optimieren - doch von dem einen Fahrradreifen, der alles perfekt kann, müssen wir Biker wohl ewig träumen. Also: Prioritäten setzen.

Testkandidaten

  • Allround-Kombi:
    • Continental Kryptotal Fr Trail/Re Trail
    • Maxxis Assegai EXO+ / Minion DHR II EXO+
    • Schwalbe Magic Mary Superground / Big Betty Supertrail
  • Extrem-Kombi:
    • Continental Kryptotal Fr/Re DH
    • Maxxis Assegai DD / Minion DHR II DH
    • Schwalbe Magic Mary / Big Betty SuperG

Laut unserer aktuellen Leserumfrage decken die drei Marken Continental, Maxxis und Schwalbe 70 Prozent der 2022 gekauften Reifen ab. Alle anderen Fabrikate landen bei niedrigen einstelligen Prozentwerten.

Um herauszufinden, wie stark sich die unterschiedlichen Karkassen, Seitenwandkonstruktionen und Gummimischungen voneinander unterscheiden - und ob man die Unterschiede in der Praxis wirklich spürt - haben wir von diesen drei Herstellern jeweils zwei Reifen-Kombis zum Test gebeten: eine Allround-Kombi und eine Extrem-Kombi. Der Clou: Profil und Reifendimension sind jeweils identisch. Die Unterschiede liegen ausschließlich im Reifenaufbau und der Gummimischung.

Labor- und Praxistest

Die jeweiligen leichten Fahrradreifen wiegen als 29er gut 1000 Gramm, die schweren Pneus landen bei rund 1300 Gramm. Auch spannend: 60 Prozent mehr Durchschlagschutz, 69 Prozent höherer Rollwiderstand, 23 Prozent schwerer.

Beim direkten Vergleich zwischen leicht und schwer fällt im normalen Fahrbetrieb am deutlichsten der Gewichtsunterschied auf. Knapp 300 Gramm mehr rotierende Masse pro Laufrad machen die Fahrt spürbar träger. Bei schneller Fahrt auf ruppigem Untergrund liegen die Bikes mit den dicken Pneus satter. Und auch der höhere Grip durch die weichen Gummis fällt im direkten Vergleich merklich auf.

Lässt man etwas Luft aus den Reifen, was die dickeren Karkassen locker zulassen und zum Teil sogar erfordern, steigen Grip und Traktion noch weiter. So liegen die subjektive Fahrsicherheit und der Kurvenhalt bei allen drei Extrem-Kombis spürbar über der griffigsten Allround-Kombi (Maxxis).

MTB-Reifen-Karkassen im Überblick

Die noch junge Gravity-Palette von Continental ist in ihrer Modellvielfalt übersichtlich. Drei Karkassen und drei Gummimischungen stehen vom Kryptotal zur Auswahl. Die leichte Trail-Karkasse und die mittlere Enduro-Variante gibt es jeweils nur mit einer Gummimischung (Endurance bzw. Soft). Nur bei der robusten DH-Karkasse besteht die Wahl zwischen softem und supersoftem Compound - wir haben uns für soft entschieden. Die Trail-Reifen sind die leichtesten und bieten den geringsten Durchschlagschutz. Die dicken DH-Schlappen setzen den Höchstwert beim Pannenschutz, gehören aber auch zu den schwersten.

Fünf Reifenkonstruktionen, drei Gummimischungen, zahllose Möglichkeiten zu kombinieren: die Qual der Wahl beim Maxxis Minion MTB-Reifem. EXO, EXO+ und Doubledown liegen im Labor sehr nahe beieinander. Deutlich höheren Pannenschutz gibt’s erst bei der DH-Karkasse. Verschleißtipp: die härtere Dual-Gummimischung auf der DH-Karkasse mit Drahtkern. Top für den Dauereinsatz in hartem Gelände und zudem günstiger.

Bei Schwalbe mussten wir für den Vergleich zum Vorderreifen greifen, denn den Magic Mary gibt es in allen vier relevanten Karkassen, während der Big Betty erst ab Supertrail verfügbar ist. Bei Supertrail und Supergravity besteht die Wahlmöglichkeit zwischen den Gummimischungen Soft und Ultrasoft. Gegenüber Maxxis nimmt der Pannenschutz bei den stärkeren Karkassen gleichmäßig und deutlich zu.

Pannenschutz bei Fahrradreifen

Wenn Fahrradreifen als unplattbar bezeichnet werden, haben sie einen sogenannten Pannenschutz. Die speziellen Fahrradreifen sind unplattbar, da sie einen ausgeprägten Pannenschutz aufweisen. Der Hersteller Schwalbe verwendet eine 3 mm dicke Schicht namens „GreenGuard“, bestehend aus recycelten Materialien. Continental nennt seinen „Gummibreaker“ ein „extra PunctureBelt“, welches den Reifen sowohl unterhalb des Profils als auch an den Seitenwänden verstärkt.

Die richtige Wahl treffen

Die Wahl des richtigen Fahrradreifens hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Körpergewicht des Fahrers, der bevorzugte Fahrstil und das Gelände, in dem gefahren wird. Für übergewichtige Fahrer sind robuste Reifen mit verstärkten Seitenwänden und einem hohen Pannenschutz empfehlenswert.

Es muss ja nicht gleich ein angesagtes „Fatbike“ mit ultrabreiten Reifen wie im Bild sein. Ein Klassiker für ein Fahrrad für Übergewichtige ist auch eines ohne Motor, beispielsweise das Sumo von Schauff. Außerdem mit und auch ohne Motor das „Strong“ von Pegasus.

Ab 2015 bringt Hercules das Modell „Imperial S8R“. Hier sind neben dem auf Stabilität getrimmten Rahmen auch die Komponenten auf Schwerlast eingestellt: So stammt die Lenker/Vorbau-Kombination vom deutschen Hersteller Humpert und ist speziell auf XXL-Belastungen getestet, das Gestänge des Sattels ist größer dimensioniert, die Federgabel besitzt spezielle Federn. Neben der Tiefeinsteigervariante gibt es auch Rahmen in Trapezform, der zwar nicht den sehr tiefen Einstieg erlaubt, dafür aber torsionssteifer ist.

Indem man diese Aspekte berücksichtigt, kann man den idealen Reifen finden, der ein sicheres und komfortables Fahrerlebnis gewährleistet.

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